Bausenatorin Katrin Lompscher | Foto: Martin Rulsch, Wikimedia

Lompscher zieht positive Bilanz

Bereits im April 2017 schloss der Senat mit den sechs landeseigenen Wohnungsunternehmen und der WVB eine Kooperationsvereinbarung. Ziel ist es, die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt zu entschärfen. Sie beinhaltet, dass die städtischen Wohnungsunternehmen die Einkommenssituation ihrer Mieter in ihrer Mietenpolitik berücksichtigt. Gleichzeitig sollen sie aber noch Investitionen in neuen Wohnraum machen können.

Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher stellte nun gemeinsam mit Vertretern der WVB sowie Stadt und Land den jährlichen Bericht zur Vereinbarung vor.

Zielmarke für Neubau wird erreicht

2017 stellten die landeseigenen Wohnungsunternehmen mehr Wohnraum für einkommensschwache Haushalte zur Verfügung als im Vorjahr. Der Anteil der Bestandswohnungen für Wohnberechtigte und Haushalte mit einem Wohnberechtigungsschein stieg von 57,5 Prozent (2016) auf 61,1 Prozent (2017). Die Vermietungsquote an WBS-Haushalte stieg im selben Zeitraum von 55 auf 60 Prozent an.

Auch bei der Neubauförderung ist eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Die landeseigenen Unternehmen verpflichteten sich mit der Kooperation, mindestens 50 Prozent ihrer Neubauwohnungen miet­preis- und belegungsgebunden WBS-Berechtigten anzubieten. Die Regelung gilt für Neubauprojekte mit Baubeginn ab dem zweiten Halbjahr 2017. Der Anteil der beantragten Förderungen ist im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 von 13,4 auf 46,4 Prozent deutlich gestiegen. Daher rechnen die Beteiligten mit der Einhaltung der Zielmarke nach Fertigstellung der Projekte.

Lompscher zieht positive Bilanz

„Der Bericht [..] zeigt, dass die Wohnungsunternehmen die Vereinbarung erfolgreich umsetzen und damit ihrem besonderen Auftrag zur sozialen Wohnraumversorgung in Berlin mit großem Engagement nachkommen. Der vorgelegte Bericht schafft Transparenz und zeigt Ansatzpunkte für die weitere Ausgestaltung sozialverträglicher Wohnungspolitik“, so Senatorin Lompscher.

Auch Ingo Malter, Geschäftsführer der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land, ist mit den Ergebnissen zufrieden. „Der vorgestellte Bericht macht deutlich, dass die Wohnungsunternehmen die durchaus anspruchsvollen Vermietungsvorgaben erfolgreich umsetzen und für eine mietpreispreisdämpfende und sozialverträgliche Vermietungspraxis stehen.“

WVB sieht Potenzial bei Mietenreduzierung

Laut WVB geht aus dem Bericht hervor, dass für die Mieterschaft der landeseigenen Wohnungsunternehmen das Potenzial für eine Mietreduzierung vorhanden ist. Demnach wurden durch die Vereinbarung neu Möglichkeiten der Härtefallregelung geschaffen, welche jedoch nicht ausgenutzt worden sind. So belief sich die Zahl der genehmigten Mietabsenkungen nach einer Mieterhöhung im Rahmen einer Modernisierung mit 448 genehmigten Mietabsenkungen hinter den Erwartungen zurück.

Dennoch sind Jan Kuhnert und Alexa Prietzel mit der gezogenen Bilanz zufrieden. „In Abstimmung mit den sechs Wohnungsunternehmen und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen werden wir nun in Gespräche für die Weiterentwicklung der Kooperationsvereinbarung gehen“, so die Vorstandmitglieder der WVB. (red)

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