Bundesbank stellt fest: die Deutschen werden reicher. Vor allem Immobilienbesitzer

Laut jüngster Bundesbank-Studie werden die Deutschen immer wohlhabender

Die aktuelle Studie der Bundesbank hat ergeben, dass die Deutschen, insbesondere deutsche Immobilienbesitzer, in den vergangenen Jahren reicher geworden sind. Besonders auffällig ist dabei die ungleiche Verteilung des privaten Vermögens – vor allem wenn man einen Blick auf die unterschiedlichen Zahlen von West und Ost wirft. Die Volkswirte der Bundesbank bringen den auffälligen Unterschied mit dem Immobilienbesitz in Verbindung.

Hohe Ungleichheit zwischen den Regionen

Die deutsche Wirtschaft ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und Immobilienbesitzer werden im Schnitt immer wohlhabender. Gerade steigende Wohnungspreise lassen die Vermögen der deutschen Immobilienbesitzer immer mehr wachsen. Doch auch steigende Löhne und Gehälter sowie höhere Aktienkurse tragen zur verbesserten finanziellen Lage bei.

Mit den Immobilienpreisen ist auch die ungleiche Verteilung des Vermögens extrem gestiegen, teilte die Bundesbank in ihrem Monatsbericht mit. Besonders auffällig seien die Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland, die aufgrund des geringeren Immobilienbesitzes im Osten entstehen.

Der  Median der Verteilung lag im Westen im Jahr 2017 bei 92.500 Euro, ergab die Bundesbank-Analyse. Im Osten dagegen lag der Mittelwert nur bei 23.400 Euro. In Ostdeutschland sei der Immobilienbesitz deutlich geringer und das führe zu den großen Differenzen, so die Ergebnisse der Studie. Außerdem sei zwischen den Bundesländern eine deutliche Einkommensungleichheit erkennbar. In reicheren Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg und Hessen läge der Mittelwert deutlich über dem von z.B. Nordrhein-Westfalen oder Rheinland-Pfalz, heißt es in dem Bericht.

Die Reichsten zehn Prozent besitzen 55 Prozent des gesamten Vermögens

Im Jahr 2017 lag das durchschnittliche Vermögen eines privaten Haushaltes in Deutschland bei 232.800 Euro netto. Das sind 18.300 Euro mehr als vor drei Jahren und ergibt eine Steigerung von rund 8,5 Prozent. Der Median liegt bei netto 70.800 Euro. Die Haushalte, die über dem Median liegen, können ihr Vermögen durch den Immobilienbesitz deutlich steigern. Dort geht das Nettovermögen teilweise bis 850.000 Euro. Laut der jüngsten Studie der Bundesbank, bei der rund 5.000 private Haushalte befragt wurden, besitzen in Deutschland die reichsten zehn Prozent rund 55 Prozent des gesamten Nettovermögens. Die gesamte untere Hälfte besitzt gerade mal drei Prozent. (tf)

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