Das Nationale Freiheits- und Einheitsdenkmal | Foto: Wikimedia Commons

Kosten für Berliner Einheitsdenkmal steigen weiter

Die Kosten für das in Berlin geplante Freiheits- und Einheitsdenkmal fallen höher aus als ursprünglich angenommen: Zusätzlich zu den zuletzt kalkulierten 15 Millionen Euro werden weitere 2,5 Millionen Euro benötigt, wie aus einem Bericht von Kulturministerien Monika Grütters hervorgeht.

Initiative „Denkmal Deutsche Einheit“ will Denkmal errichten

Anlässlich des 10. Jahrestages der Friedlichen Revolution gründeten Florian Mausbach, ein deutscher Stadtplaner, Günther Nooke, DDR-Bürgerrechtler und deutscher Politiker, Jürgen Engert, Journalist, und Lothar de Maizière, deutscher Politiker, die Initiative „Denkmal Deutsche Einheit“. Ziel der Initiative war es, ein Denkmal in Erinnerung an die Friedliche Revolution von 1989 und an die deutsche Wiedervereinigung von 1989/1990 zu errichten. Der Initiative schlossen sich zahlreiche Persönlichkeiten der Öffentlichkeit an.

Um die Menschen zu würdigen, die den Mut hatten, sich gegen das DDR-Regime zu stellen, haben die Gründer am 13. Mai 1998 in einem offenen Brief Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth, Bundeskanzler Helmut Kohl, Bundesratsvorsitzenden Gerhard Schröder und den Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen dazu aufgefordert, ein Freiheits- und Einheitsdenkmal erbauen zu lassen.

Deutscher Bundestag spricht sich für die Errichtung des Denkmals aus

Nachdem der Antrag für das Einheitsdenkmal im April 2000 im Kulturausschuss des Bundestages abgelehnt wurde, nahm der Bürgerverein „Deutsche Gesellschaft“ das Projekt wieder auf. Erst am 09. November 2007 sprach sich der Bundestag für die Errichtung des Monuments aus. Erbaut werden soll es auf dem großen Sockel des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals, das 1950 von der DDR-Führung abgerissen wurde.

Nach dem Beschluss des Bundestages wurde Anfang 2009 ein zweistufiger Gestaltungswettbewerb ausgelobt, der jedoch abgebrochen wurde, da die Jury sich nicht für einen Entwurf entscheiden konnte. Einige Monate später, am 1. Juli 2009, beschloss der Bundestagsausschuss für Kultur und Medien, einen zweiten Wettbewerb. 2011 wurde der Entwurf „Bürger in Bewegung“ von Johannes Milla (Stuttgart) und Sasha Waltz (Berlin) zum Sieger gekürt.

Das Einheitsdenkmal soll nun 17 Millionen Euro kosten

Die Baugenehmigung für die Errichtung des Denkmals wurde im Oktober 2015 erteilt. Im April 2016 wurden jedoch schon kurze Zeit später die Planungen für den Bau von dem Haushaltsausschuss des Bundestages gestoppt. Denn er argumentierte mit der Kostensteigerung von 10 auf mehr als 14 Millionen Euro. 2017 initiierten die Fraktionschefs von CDU und SPD, Volker Kauder und Thomas Oppermann, jedoch einen neuen Beschluss, indem der Bau des Monuments erfolgreich bewilligt wurde.

Grund für die steigenden Kosten sei zum einen der Aufwand für die Sanierung des Sockels. Zum anderen liegt es an der steigenden Vergütung, für die für den Bau beauftragte Agentur Milla & Partner. Ursprünglich sollte das Denkmal nächstes Jahr zum 30. Jahrestag des Mauerfalls eingeweiht werden. Dieser Termin wird nun nach aller Voraussicht nicht einzuhalten sein. (dn)

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