Kooperation: Scandria®Allianz verbessert regionale Entwicklung | Foto: Gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg

Kooperationsvereinbarung zur Scandria®Allianz soll regionale Entwicklung verbessern

Im Ergebnis der im Herbst letzten Jahres durchgeführten Scandria®Konferenz wurde die Scandria®Allianz-Vereinbarung für eine Verstetigung der langjährigen Zusammenarbeit unterzeichnet. Beteiligt waren die Ministerin Kathrin Schneider, die Senatorin Katrin Lompscher und hochrangige skandinavische Regionalpolitiker.

Dabei ist das erklärte Ziel der Vereinbarung die Zusammenarbeit in einem themenübergreifenden Netzwerk zu gegenseitigem Nutzen zu verstetigen. Konkret geht es um die Regionen Örebro,  Skane, Helsinki-Uusimaa, den Regionalverband Ostnorwegen, die Stadt Turku und der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg.

Der Scandria®Korridor

Bereits seit 2007 existiert der Ostsee-Adria Entwicklungskorridor, Scandria®Korridor genannt. Anfangs bemühte sich die Hauptstadtregion um die Gründung der Initiative. Vor mehr als 10 Jahren hatten die für Raumentwicklung zuständigen Ministerinnen und Minister der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalts, Thüringens, Mecklenburg-Vorpommerns sowie Berlin und Brandenburgs bei einer Konferenz in Berlin die „Berliner Erklärung“ unterzeichnet. Gemeinsames Ziel ist, die zum Korridor gehörenden Gebiete wirtschaftlich und sozial, durch die Verbesserung der großräumigen Verbindungen, zu stärken. Nach einer langjährigen erfolgreichen transnationalen Zusammenarbeit der Regionen entlang des Korridors, soll dieser Ansatz nunmehr durch die Allianz ausgebaut werden. Hierzu wurden folgende Ziele festgelegt:

  • ein Ebenen übergreifendes Netzwerk, das ökonomische, wissenschaftliche, öffentliche und administrative Akteure zusammen bringt,
  • eine aktivierende Plattform, die die Interessen bündelt und sich u.a. für die infrastrukturelle und regionale Entwicklung einsetzt,
  • ein Werkzeug für politische Unterstützung, das Ebenen übergreifend die gemeinsamen politischen Interessen stärkt und ein starker Partner im europäischen Dialog ist.

Verbesserte Verbindung zwischen Skandinavien und Südosteuropas durch Scandria®Allianz

Mit gemeinsamen Projekten soll die Verbindungsqualität zwischen Skandinavien und Südosteuropas durch eine zukunftsfähige Erschließung  der berührten und benachbarten Regionen verbessert werden. Die Menschen in den Regionen sollen ungehindert Güter, Ideen und kulturelle Werte austauschen können. Dafür sollen u.a. gemeinsam europäische Fördermittel akquiriert werden.

Um Verkehrsverbindungen zusammenhängend und grenzübergreifend zu verbessern und  CO2 Emissionen zu reduzieren, soll der Marktanteil der Schiene im Güter- und Personenverkehr erhöht werden. Darüber hinaus wird die Initiierung und Erleichertung des Einsatz innovativer Kraftstoffe ermöglichen, schneller auf klima- und gesundheitsschädliche Kraftstoffe verzichten zu können. Multimodale Schnittstellen für Personen und Güter werden damit gleichermaßen gestärkt und für die Regionalentwicklung genutzt.

Kooperation wird die Vernetzung der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg  in Europa zu verbessern

Senatorin Katrin Lompscher lädt Regionen entlang des Korridors ein, sich diesen Zielen anzuschließen: „Die Unterzeichnung der Scandria®Allianz ist ein wichtiger Schritt zur Verstetigung unserer Zusammenarbeit mit den Regionen nördlich und südlich von uns. Diese Kooperation wird helfen die Vernetzung der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg in Europa zu verbessern und den territorialen Zusammenhalt zu fördern. Die Vereinbarung ist aber kein „Closed Shop“. Sie wurde zunächst zwischen den Partnerregionen des Scandria®2Act Projektes abgeschlossen, ist aber offen für jede Region entlang des Korridors. Ich möchte diese Regionen hiermit einladen, sich unserer Allianz  anzuschließen.“

Staatssekretärin Ines Jesse sagte: „Der Scandria®Korridor verknüpft Regionen aus dem innovativen Norden über die Hauptstadtregion mit dem wirtschaftsstarken Norditalien. In den vergangenen Jahren haben wir beispielsweise bei den Interreg Projekten oder in der europäischen Verkehrspolitik erfolgreich zusammengearbeitet und von der Kooperation mit unseren Partnern profitiert. Das wollen wir auch in Zukunft tun. Wichtig ist für uns, den Einsatz der europäischen Fördermittel für wichtige Verkehrsprojekte in der Hauptstadtregion weiter zu optimieren. (red)

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.