Kartellamt stimmt zu: Digitale Elefantenhochzeit-PIA kauft UDG

Kartellamt stimmt zu: Digitale Elefantenhochzeit – PIA kauft UDG

Michael Riese ist immer wieder für eine Überraschung gut. Er gründete sowohl die United Digital Group (UDG) als auch die Performance Interactive Alliance (PIA ), zwei große Player in der Digitalwirtschaft. Doch nach dem erfolgreichen Verkauf an die institutionellen Investoren EQT und Equistone zog er sich – so ist seine Erfolgsphilosphie- aus dem operativen Geschäft zurück. Während die PIA überdurchschnittlich performte, kam die UDG nicht richtig in die Gänge: Managementfehler, keine klare Fokussierung, missglückter Integrationsprozess. Doch nachdem im Jahr 7 der Turnaround geglückt war, wurde Michael Riese offenbar zurückgeholt, um eine Elefantenhochzeit zu arrangieren. Eine kluge Entscheidung. Denn keiner kennt die Stärken und Schwächen der beiden Unternehmen besser als Riese. Und so wurde im Januar verkündet: Die PIA übernimmt Wettbewerber UDG und wächst damit von 400 auf 1.200 Mitarbeiter. Soeben hat das Kartellamt der Transaktion zugestimmt. PIA-CEO Christian Tiedemann führt nun den Digitaldienstleister Nummer 1 in Deutschland.

PIA will weiter wachsen und komplettiert mit der Übernahme der UDG und deren unumstrittener Kompetenz im Berich Customer Centricity das PIA-Portfolio. So ist PIA zum führenden Dat Driven Marketing- Dienstleister Deutschlands geworden.

Ein cleverer Schachzug. Weiterer Vorteil für PIA: Die Bluechip-Kunden der UDG wie Beisersorf, Volkswagen, Porsche, Stihl oder PUMA, bereichern das Portfolio der Hamburger. Das Service-Portfolio wird um fundiertes Technologie-Know-how ausgeweitet, die Wertschöpfungskette wird enger und verschafft dem Unternehmen eine Marktrobustheit, die kein anderes Unternehmen der Digitalwirtschaft aufweisen kann.

Transaktion des Jahres. Regie: Michael Riese

In der Branche ist es ein unausgesprochenes Geheimnis. Architekt dieser Fusion ist Michael Riese, der auf Nachfrage hanseatisch antwortete: Kein Kommentar. Riese ist die graue Eminenz der noch jungen Digitalbranche. Er war es, der mit seiner Riese Media Holding die Buy&Build-Strategie erfolgreich umsetzte. Das Prinzip verschiedene kleinere und mittlere Partneragenturen zu einem Verbund zu schmieden hat die großen Player hervorgebracht. Ein interessantes Investitionsziel für internationale Großagenturen oder aber Finanzinvestoren. Wie man hört, ist Riese wieder dabei einen Marktführer zu bauen. Um welches Segment es sich diesmal handelt will Riese (noch) nicht verraten. Finanziers jedenfalls stehen schon Schlange. Riese wird viel in Berlin gesehen. Man darf weiter gespannt sein. (red)

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