Jung, dynamisch, innovativ – Universitäten unterstützen Start-ups mit Stipendien|Foto:Pexels 2

Jung, dynamisch, innovativ – Universitäten unterstützen Start-ups mit Stipendien

Start-ups boomen – besonders in der Hauptstadt. Viele kreative und dynamische Köpfe entwickeln innovative Ideen. Berlin besitzt viele Firmen, die dank jungen Nachwuchswissenschaftlern entstanden sind. Die Förderung ist dabei das A und O – oftmals scheitert die Umsetzung allerdings an der mangelnden finanziellen Unterstützung.

Um weiter dafür Sorge zu tragen, dass die Ideen der Wissenschaftler in die Tat umgesetzt werden können, schreiben die Berliner Universitäten Freie Universität (FU), Technische Universität (TU), Humboldt-Universität (HU) und die Charité-Universitätsmedizin den Junggründern sogenannte Start-up-Stipendien aus.

Das Programm nennt sich „University Startup Factory“  und unterstützt neue technologiebasierte und innovative Geschäftsideen. Insgesamt stellen der Europäische Sozialfonds und die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe 4,3 Millionen Euro für dieses Projekt zur Verfügung.

Start-ups haben noch bis Ende April die Chance sich zu bewerben

Geplant ist bis zum Jahr 2019 insgesamt 64 Gründungsvorhaben beim Markteintritt zu unterstützen. Pro Team werden zwei bis vier Stipendien mit monatlich 2.000 Euro vergeben. Die Mindestlaufzeit beträgt sechs Monate, diese kann aber um ein weiteres halbes Jahr verlängert werden.

Jeder der ein Start-up gründen möchte, kann sich bis zum 30. April für das Stipendium bewerben – insgesamt wird es fünf Auswahlrunden geben. Voraussetzungen für die Bewerbungen sind unter anderem:

  1. Die Teammitglieder die sich bewerben, müssen Absolventen einer Hochschule sein.
  2. Die Gründungsberatung der jeweiligen verantwortlichen Universität muss besucht werden.
  3. Die Bereitschaft die bereits vorhandenen Prototypen so zu erweitern, dass diese auf dem Markt angeboten werden können.
  4. Das Gründungsteam muss den Wohnort in Berlin oder Umgebung besitzen.
  5. Die Stipendiaten müssen sich in Vollzeit dem Start-up widmen.

Im Gegenzug würden die Nachwuchswissenschaftler neben der finanziellen Unterstützung, von dem Know-How ihrer Mentoren an den jeweiligen Universitäten profitieren, Büro-und Werkstatträume, sowie Labore und Geräte zur Verfügung gestellt bekommen.

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Stipendien zahlen sich aus

Das Programm fördert seit Mitte 2016 bereits 26 Wissenschaftler – davon gründeten zehn Teams dank des Stipendiums ein Start-up und acht weitere erhielten eine Anschlussfinanzierung für ihre Forschung.

Wie breit gefächert das Spektrum der Unternehmensideen ist, beweisen die verschiedenen Bereiche in denen die Nachwuchswissenschaftler forschen und arbeiten: Online-Selbsthilfe für Menschen, die unter sozialer Phobie leiden; Verfahren zur Glutenentfernung aus Getreide; Optimierung im betrieblichen Gesundheitsmanagement; Entwicklung von Diabetiker-Unterwäsche sowie neue Netzwerkmodelle zum Schutz privater Daten.

Dies ist nur ein Auszug dessen, was dank des University Startup Factory Programms an innovativen Ideen noch entstehen wird – ob Erfolg oder Misserfolg bleibt abzuwarten.

Es ist eine gute Sache, dass das Programm jungen Nachwuchswissenschaftlern bei der Gründung ihres Start-ups unterstützt. Schade ist allerdings, dass die Wahl der zukünftigen Stipendiaten lediglich auf Hochschulabsolventen eingegrenzt ist. Lobenswerter wäre es, wenn das Programm einen Teil der Förderung in Gründer ohne Hochschulabschluss investiert. Schließlich gehen die guten und innovativen Ideen nicht zwangsläufig mit einem Akademiker einher. (ls)

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