Jörg Thiele bei seiner Antrittsrede | Foto: Torsten George

Jörg Thiele zum neuen VBI-Präsidenten gewählt

In den vergangenen Wochen formierte der Verband beratender Ingenieure (VBI) eine neue Verbandsführung. Zum neuen Präsidenten wurde Dipl.-Ing. Jörg Thiele, Vorsitzender der Geschäftsführung der Iproplan Planungsgesellschaft mbH aus Chemnitz in Sachsen, gewählt. Damit tritt er in die Fußstapfen von Dr.-Ing. Volker Cornelius, der zuvor das Amt 15 Jahre lang ausführte und nicht erneut kandidierte.

Als Verband unabhängiger Ingenieure ist der VBI in beratender und planender Position tätig. Derzeitig gehören ihm etwa 2.000 Mitglieder an, die in ihren Unternehmen rund 40.000 Mitarbeiter beschäftigen. Besonderen Fokus legt der VBI auf einen fairen Leistungswettbewerb und die freie Berufsausübung von Ingenieuren. Zu diesem Zweck bündelt er technische, wirtschaftliche und ökologische Interessen der Mitglieder und berät entsprechend Politik und Wirtschaft.

Thiele: Ein Mann, viele Ämter

Vor seiner Wahl zum Präsidenten war Thiele schon für die Verbandsspitze tätig. Bereits seit 2009 vertrat er die Interessen der Mitglieder als Vizepräsident. Seine Stelle als Vizepräsident nimmt nun Dr.-Ing. Peter Warnecke (Assmann Beraten + Planen GmbH) in Zusammenarbeit mit dem zweiten Vizepräsidenten Dr.-Ing. Joachim Knüpfer (HPC AG) ein.

Neben seiner Tätigkeit als Vorstand des VBI vertritt Thiele den Verband auch im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Als Mitglied des Wirtschaftsbeirats der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sowie als Mitglied des Fachbeirates der Germany Trade & Invest (gtai) setzt Thiele sich weiter für die Interessen der unabhängigen Ingenieure in Wirtschaft und Politik ein. Darüber hinaus gehört er dem Hochschulrat der Technischen Universität Dresden an und engagiert sich dort für die gute Ausbildung der Ingenieure von Morgen.

 

VBI-Präsident Jörg Thiele | Foto: Ines Escherich

VBI-Präsident Jörg Thiele | Foto: Ines Escherich

Mietgliederinteressen als Führungskompass

Zentraler Bestandteil der Verbandsarbeit sollen, Thiele zufolge, weiterhin die Interessen der Vereinsmitglieder sein. In seiner Antrittsrede erklärte der frisch gewählte Präsident, er wolle „den VBI als führenden Wirtschaftsverband und als attraktives Netzwerk der planenden und beratenden Ingenieurunternehmen in Deutschland weiter voranbringen“. Da alle Mitglieder als unabhängige Ingenieure tätig sind, ist es nur logisch, dass auch die Interessen ihrer Unternehmen im Fokus der Vereinsarbeit stehen. Thiele setzt sich dafür ein, den „Mitgliedsunternehmen mehr Hilfestellung dabei zu geben, neue Märkte und Kunden zu erschließen.“ Das beinhaltet die Schaffung fairer Wettbewerbs- und Rahmenbedingungen für Ingenieure durch den Kontakt mit Ministerien und Verwaltungen, beispielsweise aus der Berliner Politik.

Derzeitige Probleme des Landes, wie die Wohnungsnot, beschäftigen naturgemäß den Verband beratender Ingenieure. In Zukunft sollen deswegen verstärkt der Hoch- und Wohnungsbau im Fokus der Verbandsarbeit stehen, plädierte Thiele in seiner Antrittsrede. Kostengünstige Lösungen für energieeffiziente Quartiere seien daher unumgänglich, auch um nachhaltig zu bauen. Ohne geeigneten Nachwuchs sind derartige Aufgaben allerdings nicht zu meistern: Es ist notwendig, die „Werbetrommel für den Arbeitsplatz Ingenieurbüro“ zu rühren und Interessierten ein realitätsgetreues Bild vom Ingenieursberuf, der sowohl aus Tätigkeit im Büro als auch Arbeit auf der Baustelle besteht, zu vermitteln. (sl)

VBI-Präsident Jörg Thiele (r) im Gespräch mit BDI-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Lang | Foto: Torsten George

VBI-Präsident Jörg Thiele (r) im Gespräch mit BDI-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Lang | Foto: Torsten George

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.