neue S-Bahnlinie S6 schafft bessere Anbindung für Kreuzberg
Die geplante S-Bahnlinie S6 soll die Hauptstadt noch besser vernetzen. | Foto: Johannes Fielitz [CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)]

Jahrhundertprojekt S6 – neue S-Bahnlinie quer durch Berlin

Der Berliner Fahrgastverband IGEB möchte, dass eine weitere S-Bahn-Trasse in der Hauptstadt gebaut wird. Damit soll das überlastete Schienennetz erweitert und eine bessere Anbindung vom Nordwesten über Kreuzberg bis zum Südosten der Stadt geschaffen werden. Der Haken: Das Milliardenprojekt würde mindestens 30 bis 50 Jahre dauern.

Fusion von Siemensbahn, Kreuzberger Tunnel und S21 zur S6

Die neue S6 soll an das Projekt S-Bahn-Linie S21 anschließen und vor allem bessere Anbindungsmöglichkeiten für Kreuzberg schaffen. Laut Aussagen des IGEB möchte sich der Berliner Fahrgastverband auch deshalb auf den Ausbau des Innenstadtnetzwerks konzentrieren, um eine optimale Verbindung zwischen BER, Hauptbahnhof und Siemensstadt herzustellen.

Für die Verbindung, die von Südosten nach Nordwesten verlaufen soll, müsste ein unterirdischer Tunnel gebaut werden, der durch Mitte, Kreuzberg und Treptow führt. Mit dem geplanten Streckennetz würde die S-Bahn zudem auf der Strecke der aktuell stillgelegten Siemensbahn vom Westen bis zur Haltestelle Jungfernheide verlaufen und ab dort in den Innenstadtring eingespeist werden. Dann würde sie über den Berliner Hauptbahnhof und den Potsdamer Platz bis hin zur Haltestelle Kiefholzstraße laufen, das Ringbahnnetz wieder verlassen und Richtung BER weiterverlaufen.

Überzeugungsarbeit gefragt

Trotz der Vorteile der neuen S-Bahnlinie muss sich der Berliner Fahrgastverband (IGEB) noch mit der rot-rot-grünen Koalition absprechen, die sich aktuell eher auf den Ausbau des U-Bahnnetzes außerhalb der Innenstadt konzentriert. In Zusammenarbeit mit dem Senat sollen bereits jetzt grundlegende Rahmenbedingungen geschaffen werden: „Berlin und Brandenburg brauchen statt vieler Einzelideen ein übergeordnetes Gesamtkonzept für die weitere Entwicklung des Schienennetzes“, so der IGEB.  Das Gemeinschaftsprojekt i2030 der Länder Berlin und Brandenburg, DB Netze und VBB lege einen zu geringen Fokus auf die Berliner U-Bahn und Straßenbahn. „Dafür muss es endlich koordinierte verkehrsmittelübergreifende Planungen geben.“

Erweiterung des Projekts S-Bahn-Linie S21

Die geplante Strecke wäre eine dritte Durchmesserlinie, die von Spandau nach Treptow führen und das aktuelle Projekt S-Bahn-Linie S21 erweitern würde. Mit dem Bau der S21 soll eine Nord-Südachse geschaffen werden, die den Hauptbahnhof an die Ringbahn anschließt und somit aus allen Himmelsrichtungen erreichbar macht. Dafür werden unter anderem eine 3,9 Kilometer lange Strecke zwischen dem Berliner Hauptbahnhof und dem Nordring der S-Bahn und ein 1,2 Kilometer langer Tunnelabschnitt zwischen dem Hauptbahnhof und dem Potsdamer Platz – quer durch das neue Stadtquartier Urbane Mitte Am Gleisdreieck gebaut. (sz)

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