IW-Studie
IW-Studie: Großstädter haben weniger Platz zum Wohnen | Foto: pxhere.com

IW-Studie: Großstädter haben im Schnitt drei Quadratmeter weniger Wohnfläche

Großstädter in Deutschland haben immer weniger Platz zum Wohnen. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Kooperation mit dem Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung.  Die IW-Studie wurde vom Themenbereich Integrierende Stadtentwicklung des Forschungsinstituts für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW) gefördert.

Mieter in Großstädten rücken zusammen

In Großstädten mit über 500.000 Einwohnern wohnten Mieter, laut der IW-Studie, 2017 im Durchschnitt auf 51 Quadratmetern pro Kopf. Im Vergleich zu 2010 handelt es sich hierbei um einen Rückgang um etwa drei Quadratmeter.

Darüber hinaus käme es in großen Städten wie Berlin, Hamburg, München oder Köln zum sogenannten Crowding-Phänomen. Dabei ist die Anzahl der Bewohner einer Wohnung höher als die Anzahl der Räume. Das käme vor allem dadurch, dass zum Beispiel junge Familien seltener bei der Geburt eines Kindes, aufgrund der hohen Neuvertragsmieten, in eine größere Wohnung umziehen.

Neue Wohnungen oft zu groß

Hinzukomme das Problem, dass die neugebauten Wohnungen meist nur einen bestimmten Teil der Nachfrage decken. Der überwiegende Teil der Wohnungssuchenden kann sich die oftmals großen und teuren Wohnungen gar nicht leisten, so die IW-Studie. „Um das Problem in den Griff zu bekommen, muss in den Großstädten und Ballungsräumen mehr adäquater Wohnraum geschaffen werden“, sagt auch IW-Immobilienexperte Pekka Sagner. (aw)

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