In Zeiten der Krise: Wirtschaftssenatorin Ramona Pop setzt sich für Berliner Unternehmen ein
In Zeiten der Krise: Wirtschaftssenatorin Ramona Pop setzt sich für Berliner Unternehmen ein| Foto: Martin Rulsch, Wikimedia Commons

In Zeiten der Krise: Berlin unterstützt seine Unternehmen

In den vergangenen Tagen mussten zahlreiche Clubs, Bars und Geschäfte in Berlin schließen. Vielen droht bereits nach kurzer Zeit der Anordnung die Insolvenz. Denn obwohl 100 Prozent der Einnahmen ausbleiben, müssen Mieten und Löhne weiterhin gezahlt werden. Um eine Welle der Arbeitslosigkeit zu verhindert, bietet der Berliner Senat den Betreibern deshalb ab sofort monetäre Unterstützung an.

Liquiditätsfond steht ab heute zur Verfügung

Um die schlimmsten Folgen der wirtschaftlichen Katastrophe abzuwenden, stellt Wirtschaftssenatorin Ramona Pop in Zusammenarbeit mit der Investitionsbank Berlin (IBB) eine Liquiditätshilfe für Unternehmen mit bis 250 Mitarbeitern zur Verfügung. „Das Corona Virus stellt unsere gesamte Gesellschaft vor große Herausforderungen. Diesen Herausforderungen stellen wir uns. Unsere Aufgabe ist es, die Berliner Wirtschaft möglichst unbeschädigt durch die nächsten Wochen und Monate zu geleiten. Wir werden alles unternehmen, damit die Unternehmen gut durch die Krise kommen, um Existenzen zu retten und Arbeitsplätze zu sichern. Ich bin allen Partnern, insbesondere der IBB und der Bundesagentur für Arbeit und ihren engagierten Teams sehr dankbar, dass sie uns in dieser Krise schnell und lösungsorientiert unterstützen.“, erklärt Pop. Anträge können ab heute auf der Webseite der IBB gestellt werden. Zugang haben unter anderem Bars, Clubs und betroffene Freiberufler. Zunächst steht ein 100 Millionen Euro großer Überbrückungskredit bereit, welcher dann nochmal auf 200 Millionen Euro aufgestockt werden könnte. Zusätzlich tragen die Bürgschaftsbanken noch einmal 100 Millionen Euro bei, sodass im Endeffekt 300 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Manche Branchen trifft es besonders stark

Viele Berliner leiden jetzt schon unter dem Entzug der kulturellen Angebote und all den anderen Möglichkeiten, die das öffentliche Leben dem Großstädter normalerweise nahezu rund um die Uhr zur Verfügung stellt. Dennoch ist das Leid derer, die eingeschlossen im Homeoffice ihre Einsamkeit bedauern, nichts im Vergleich zu denen, die gar keiner Arbeit mehr nachgehen können. Nachdem am Wochenende Clubs und Bars schließen mussten, folgten ihnen gestern weitere Ladengeschäfte. Auch Hotels dürfen keine touristischen Übernachtungen mehr anbieten. Zahlreiche Berliner Betriebe haben schlichtweg nicht genug Rücklagen, um einer Insolvenz bei mehrwöchiger Schließung zu entgehen. Denn trotz des Öffnungsverbots müssen sie noch Miete bezahlen und möchten ihre Mitarbeiter vor der Armut zu bewahren.

Fast alles ist geschlossen

Um die rasante Verbreitung des COVID-19-Virus einzudämmen, sind Theater, Clubs und Bars schon seit vergangenem Samstag geschlossen. Seit gestern müssen auch alle Geschäfte bis auf Apotheken, Supermärkte, Lieferdienste und Banken schließen. Restaurants dürfen nur noch bis 18 Uhr eröffnen und es herrschen erhöhte Hygienemaßnahmen. In den vergangenen Tagen ist die Polizei verstärkt durch die Straßen Berlins patrouilliert, um zu kontrollieren ob Lokale und Geschäfte sich an das Gebot halten. (aak)

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