Internationales Congress Centrum Berlin (ICC) | Foto: KK nationsonline [CC BY-SA 4.0 (https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:ICC-Berlin.jpg)]

ICC Berlin – Es scheint voran zu gehen

Das seit Jahren stillgelegte Internationale Congress Centrum (ICC) Berlin soll wiederbelebt werden. Am gestrigen Montagabend stellte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grünen) acht potenzielle Nutzungskonzepte vor. Hauptziel sei es, so Ramona Pop, weiterhin Kongresse in dem Bau am Funkturm ausrichten zu können, aber auch eine Verwendung für die restliche Fläche zu finden. Die Vorschläge der Investoren reichen dabei von der Nutzung als Gewächshaus, über die Nutzung als Diskussions- und Testzentrum, bis hin zur Nutzung als Museum für internationale Beziehungen.

ICC steht schon seit Jahren leer

Seit fünf Jahren steht das ICC am Messedamm in Charlottenburg mittlerweile leer. Zwar gab es schon zahlreiche Nutzungsideen, diese seien aber immer an den hohen Sanierungskosten gescheitert. Sven Lemiss, Geschäftsführer der landeseigenen BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, sagte dazu: „Die Nutzungskonzepte werden die verfügbaren Sanierungskosten nicht überschreiten“. Die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH wurde vergangenen Dezember von der Senatsverwaltung beauftragt, einen Ideenwettbewerb zu starten.

Am 14. Juni wollen mehrere Senatsverwaltungen dann beraten, wie es weitergehen soll. Noch in diesem Jahr könne man, laut Sven Lemiss, beginnen, die Immobilie in einem Konzeptverfahren zu vermarkten. „Die gute Nachricht ist: Es gibt Interessenten“, sagte Pop. „Wir brauchen diese Kapazitäten für die nächsten 10, 20, 30 Jahre, um als Kongressstandort weiter zu florieren.“

Bunte Ideenvorschläge

Den Bewerbern wurde grundsätzlich viel Spielraum gelassen – nur eine Nutzung als Bordell, Spielbank oder Ähnliches schloss die Senatsverwaltung aus. Weiterhin sollten die Interessenten in ihrem Konzept flexibel nutzbare Kongressflächen für bis zu 8.000 Personen vorsehen. „Die Kongress-Kapazitäten sind unverzichtbar“, betonte Ramona Pop am Montagabend. „Deshalb haben wir ausdrücklich die Auflage formuliert, dass eine weitere Kongressnutzung verpflichtend ist“.

Insgesamt sandten 13 interessierte Bewerber ihre Vorschläge ein. Teilnehmer des Wettbewerbs sind vor allem Projektentwickler- und Architektenteams, die in Berlin bereits über viel Erfahrung verfügen. Dazu zählen zum Beispiel die HGHI Holding von Harald Huth oder das Architekturbüro Graft und der Projektentwickler Trockland.

Ideen der Wettbewerbsteilnehmer sind unter anderem ein vollautomatisches Gewächshaus mit Platz für 13 Millionen Nutzpflanzen und 8.000 Kongressbesucher, ein um vier Hochhaustürme ergänztes Gebäudeensemble mit einer Mischung aus Kongress, Hotel, Wohnen, Einkaufen, Fitness und Entertainment oder ein Museum für „zeitgenössische Internationale Beziehungen“ mit Kongressflächen. (lb)

 

 

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