Höhere Mietzuschüsse in Berlin

Höhere Mietzuschüsse für einkommensschwache Haushalte – Wohnungslosigkeit in Berlin bekämpfen

Wer in Berlin aktuell eine Wohnung sucht, muss sich in Geduld, Beharrlichkeit und Belastbarkeit üben. Hohe Mieten und ein genereller Wohnraummangel sind in der Hauptstadt seit Jahren ein großes Problem.

Besonders hart trifft der angespannte Wohnungsmarkt allerdings sozial benachteiligte Menschen, die oft keinen bezahlbaren Wohnraum finden. Die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, ist sich sicher, dass eine Erhöhung der Mietzuschüsse für einkommensschwache Haushalte zum 1. Oktober die Lage entschärfen wird: „Mit der jetzigen Anhebung der Mietzuschüsse müssen sich noch weniger Menschen sorgen, dass ihre Miete nicht mehr vollständig vom Jobcenter oder vom Sozialamt übernommen wird. Wir wollen, dass auch die Menschen, die auf staatliche Transferleistungen angewiesen sind, in ihren Wohnungen bleiben können und nicht an den Rand der Stadt gedrängt werden.“

Positive Entwicklung bereits im ersten Halbjahr 2019

Die Mietzuschüsse und generellen Verbesserungen der Ausführungsvorschrift Wohnen (AV-Wohnen) zeigten bereits im ersten Halbjahr 2019 ihre Wirkung. Acht Prozent weniger Menschen mussten aus finanziellen Gründen ihre Wohnungen verlassen. Dazu haben auch Sonder- und Härtefallzuschläge sowie der Umzugsvermeidungszuschlag beigetragen, in deren Fällen die Miete vollständig übernommen wird.

Mietzuschüsse – Erhöhung der Richtwerte und Klimabonus

Die Richtwerte der Bruttokaltmiete steigen abhängig von der Größe des Haushalts um drei bis sieben Prozent an. Berechtigte erhalten also zukünftig mehr Geld, um weiterhin ihre Wohnung finanzieren zu können. Außerdem bekommen Menschen, die energetisch sanierte Wohnungen beziehen, einen Klimabonus – der Richtwert erhöht sich in diesem Fall also nochmal.

Neben dem allgemeinen Anstieg der Richtwerte wurde die AV-Wohnen auch in anderen Punkten verbessert. Besonders für die rund 36.000 Wohnungslosen, die aktuell darauf warten, bezahlbare Wohnungen zu beziehen, soll sich die Situation jetzt verbessern. Sie dürfen die Richtwerte zukünftig um mehr als 20 Prozent überschreiten. Gewinner der Neuerungen sind neben Familien auch Alleinerziehende. Aufgrund der Erhöhung der Grenzwerte liegen inzwischen fast 60 Prozent der Bestandmieten von Alleinversorgern innerhalb der Richtwerte. Die bereits eingeleiteten Maßnahmen sind ein wichtiger Schritt, um die Wohnungslosigkeit in der Hauptstadt weiter zu reduzieren. (sz)

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