Senat bietet Corona-Infos in verschiedenen Sprachen an
Senat bietet Corona-Infos in verschiedenen Sprachen an | Foto: Superbass / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)

Hilfe für alle: Senat bietet Corona-Informationen in unterschiedlichen Sprachen an

Ängste, Fake News, Ungewissheit – das Land Berlin möchte dagegen vorgehen und allen Bewohnern helfen, egal, ob sie Deutsch sprechen oder nicht. Daher stellt der Senat alle wichtigen Informationen rund um Corona in unterschiedlichsten Sprachen sowohl schriftlich als auch in Form von Podcasts zur Verfügung.

Kampf gegen Corona: Informationen müssen für alle verständlich sein

In Zeiten, wo Abstand halten ein Gesetz und ein großes Haus mit Garten ein noch größeres Privileg als ohnehin schon ist, leiden vor allem Menschen, die auf kleinesten Raum miteinander auskommen müssen. Da wirkt die Situation in Flüchtlingsheim derzeit noch miserabler als vor dem Ausbruch der Pandemie. Denn nicht nur die Nähe wird den Menschen aktuell zum Verhängnis – auch Ungewissheit und Fake News schaffen weitere Ängste, da viele Geflüchtete der deutschen Sprache noch nicht mächtig sind und daher nicht unbedingt Zugang zu seriösen Quellen haben.

Dagegen möchte das Land Berlin vorgehen, indem es aktuelle Informationen über die Corona-Krise in verschiedenen Sprachen zur Verfügung stellt. So bietet der Senat neben Informationsblättern auch Podcasts an, die man beispielsweise in Türkisch, Arabisch oder Farsi hören kann. „Podcasts eignen sich gut für eine schnelle Verbreitung in sozialen Medien. Deswegen bieten wir diese in acht Sprachen zum Herunterladen und zur weiteren Verbreitung an“, erklärte Alexander Straßmeir, Präsident des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF). In diesen erklären die Mitarbeiter des LAF, wie der Umgang in den Heimen am besten ablaufen könnte und welche Hygienemaßnahmen sinnvoll sind. Und die Informationsquellen kommen scheinbar gut an, da das Angebot des Senats, laut Katarina Niewiedzial, Integrationsbeauftragte des Landes Berlin, inzwischen über 30.000 Menschen erreiche.

Solidarität auch für die Ärmsten der Armen

Das Leben auf der Straße wird durch die Krise noch härter. Durch das Kontakt- und Reiseverbot sind deutlich weniger Passanten auf der Straße, was für Obdachlose weniger Spenden und Pfandflaschen bedeutet. Außerdem haben viele Kleiderkammern geschlossen und die Essensausgabe gestaltet sich schwieriger, da Ehrenamtliche, die zur Risikogruppe gehören, nicht in den Einrichtungen helfen dürfen. Zudem muss auch in den sozialen Einrichtungen der nötige Abstand gewahrt werden.

Damit keiner auf der Straße bleiben muss und eine Quarantänemöglichkeit im Ernstfall vorhanden ist, schafft Berlin vorübergehend neue Unterkünfte. Hierfür mietete das Land eine Jugendherberge an und weitete sein Angebot von 150 Betten in der Kältehilfe zum Ganztagsbetrieb aus. Des Weiteren wird der Senat die Lage beobachten, um gegebenenfalls ihre Hilfestellung aufzustocken.  „Wir brauchen auch für die Obdachlosen in dieser Stadt einen sozialen Rettungsschirm, das heißt konkret: dauerhafte Plätze in Zimmern, hauptamtliche Sozialarbeitende, medizinische und psychologische Beratung. Die schon prekäre Lebenssituation obdachloser Menschen hat sich in den vergangenen Wochen weiter zugespitzt. Wir können die Obdachlosen in dieser Situation nicht einfach auf der Straße lassen.“, fasste Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, die Situation zusammen. (aak)

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