Green Economy Start-ups: Berlin ist Spitzenreiter | Foto: pixabay.com

Green Economy Start-ups: Berlin ist Spitzenreiter

Berlin als Start-up-Hauptstadt Deutschlands kann sich ab sofort auch grüne Start-up-Hauptstadt nennen: Denn hier sind mit knapp einem Drittel die meisten Green Economy Start-ups aus dem Energiebereich beheimatet, deutlich mehr als in jedem anderen Bundesland in Deutschland. Die Start-ups haben hier zudem die größte Auswahl an Unterstützern: Die Hälfte aller deutschen Inkubatoren für Greentech und Energie sitzt in Berlin.

Diese und weitere Erkenntnisse sind Ergebnis der Studie „Inkubationsprogramme in der Energiewirtschaft“, die das Borderstep Institut für Nachhaltigkeit und Innovation in Kooperation mit Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie im Rahmen des Schaufensters für intelligente Energie aus Nordostdeutschland, WindNODE, durchgeführt hat. Die deutschlandweite Studie betrachtet sogenannte Inkubatoren zur Förderung von Start-ups im Bereich der Green Economy.

30 Prozent der Green Economy Start-ups in Berlin

Für die Untersuchung wurden zwölf Inkubatoren identifiziert, die einen Förderschwerpunkt im Bereich Green Economy aufweisen. Sechs davon haben ihren Hauptsitz in Berlin. Insgesamt 270 Start-ups haben seit 2011 bundesweit an Programmen in den untersuchten Inkubatoren teilgenommen. Davon sind 81 Start-ups (30 Prozent) in Berlin beheimatet. An zweiter Stelle folgt Nordrhein-Westfalen mit 27 Gründerteams (9,6 Prozent), knapp vor Sachsen mit 26 Teams (8,5 Prozent). Insgesamt können den 270 Start-ups über 2.200 Arbeitsplätze zugerechnet werden.

„Inkubatoren siedeln sich dort an, wo die Start-ups zu finden sind – und das ist auch im Bereich der Green Economy: Berlin. Hier entstehen Ideen für die Energiewende, die Start-ups und Unternehmen gemeinsam erfolgreich zur Marktreife bringen. In Berlin wird Zukunft grün geschrieben“, findet Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie.

Unterstützung findet Franzkes Aussage von Prof. Dr. Klaus Fichter, Direktor des Borderstep Instituts für Nachhaltigkeit und Innovation. „Inkubationsprogramme stellen einen wichtigen Faktor im Gründungszyklus von Start-ups dar. In den vergangenen Jahren sind eine Vielzahl an Inkubatoren im Bereich der Green Economy entstanden. Mit unserer Studie wurden diese erstmalig wissenschaftlich untersucht. Die Ergebnisse dürften nicht nur für die Programmmanager der einzelnen Programme, sondern insbesondere auch für Start-ups von besonderem Interesse sein“, so Fichter.

Weitere Ergebnisse der Studie

Bei den zwölf untersuchten Inkubatoren werden Gründerteams im Durchschnitt mit 20.000 Euro in direkten Geldzahlungen sowie weiteren Sachleistungen über einen Zeitraum von acht Monaten gefördert. Hierbei ist die Förderspanne mit zwischen 6.000 und 500.000 Euro sehr groß. Eine Mehrheit der Programme nimmt zwei Ko­horten im Jahr auf und eine Kohorte umfasst im Durchschnitt sechs Start-ups. Für diese zählen die Vermittlung von Kontakten und die Bereitstellung von finanzieller Unterstützung  zu den wichtigsten Leistungen eines Inkubators. Hingegen sehen die Teams Verbesserungsbedarf im Bereich der Rechtsberatung und dem Abbau von Hemmnissen durch Regulierung. Viele Teams siedeln sich zudem nach dem Abschluss eines Programmes in relativer Nähe zum Standort des Inkubators an.

Im Detail sind die 270 untersuchten Start-ups in unterschiedlichen Bereichen der Energiewirtschaft aktiv. Hierbei sind die Bereiche Energieeffizienz (58 Start-ups), Energie & Daten (56 Start-ups) sowie Erneuerbare Energien (54 Start-ups) am häufigsten vertreten.  (red)

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.