Ein wahrer Blickfang: der gläserne Eckturm des Ensembles | Foto: GT Development GmbH/xoio

GLINT: Von der Gründerzeit zur Moderne

Scharen von Touristen und Geschäftsleuten strömen tagtäglich vorbei an modernen Glasbauten durch Mittes Straßen. Nur wenige Schritte von der trubeligen Friedrichstraße entfernt, wird eines der letzten architektonischen Zeugnisse der Berliner Gründerzeit aus dem Dornröschenschlaf geweckt.

Der Kontrast zwischen der modernen von Glas dominierten Fassade des Bundesfamilienministeriums und dem ihm an der Glinka-/Ecke Taubenstraße gegenüberliegenden Gebäudekomplex springt sofort ins Auge. Die langsam bröckelnde Fassade ist mit Efeu bewachsen. Dennoch spürt man das alte Flair der Berliner Gründerzeit, in der die Gebäude entstanden sind.

Geschichtsträchtige Vergangenheit

Als die vier Gebäude zwischen 1873 und 1886 entstehen, ist die alte Friedrichstadt ein Geschäfts- und Bankenviertel. Die Bauherren damals waren Kaufleute, ein Landschaftsmaler und ein Fleischer, die selber in den Gebäuden lebten und arbeiteten sowie als Vermieter agierten. Nach dem Kauf der Gebäude durch die Reemtsma Cigarettenfabriken 1940 drohte ihnen der Abriss. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verhinderte dies. Notwendige Reparaturen nach Kriegsende wurden eher notdürftig zu DDR-Zeiten vorgenommen. Aus dieser Zeit stammt auch der Kratzputz an den Gebäudefassaden. Nach langen Zeiten des Leerstands hat es ganze elf Jahre gedauert, bis der Immobilienentwickler COPRO die Chance erhielt, die vier unter Denkmalschutz stehenden Gründerzeithäuser aus ihrem Schlummer erwachen zu lassen.

Verbindung von Alt und Neu

Ab nächstem Jahr wird der Berliner Projektentwickler COPRO zusammen mit von Bothmer Architekten das vier- bis fünfgeschossige Gebäudeensemble mit Herzblut und Know-how sanieren und revitalisieren. Außerdem wird der Bestand durch einen Neubau harmonisch ergänzt. GLINT ist eine Verschmelzung aus Moderne und Gründerzeit. Gusseiserne Verzierungen an den Eingangstüren und Toren, Bodenfliesen sowie originäre Deckenornamente sind nur einige der Elemente, die an die Historie des Komplexes erinnern.

Hochwertige Apartments mit zeitloser Ausstattung

Insgesamt entstehen in GLINT 72 Eigentumswohnungen sowie fünf Gewerbeeinheiten im Herzen Berlins. Neben eleganten Studios zwischen 25 und 50 Quadratmetern, die sich durch hohe Decken und eine intelligente, offene Raumaufteilung auszeichnen, entstehen auch Residences mit zwei bis drei Zimmern, die sich über 50 bis 100 Quadratmeter erstrecken. Noch großzügiger sind die Rooftops mit bis zu 330 Quadratmetern und begrünten Dachterrassen. Darüber hinaus kümmert sich ein Concierge vor Ort um die individuellen Bedürfnisse der Bewohner.

 

Die Wohnungen zeichnen sich durch offene Grundrisse, zeitloses Design und viel Licht aus | Foto: GT Development GmbH/xoio

Die Wohnungen zeichnen sich durch offene Grundrisse, zeitloses Design und viel Licht aus | Foto: GT Development GmbH/xoio

 

Gemeinschaftsorte als Mehrwert

Ergänzt werden die hochwertig ausgestatteten Wohnungen durch eine Hof-Oase sowie eine Kaminlounge, die von allen Bewohnern gemeinschaftlich genutzt werden können. Dieser Mehrwert verbindet die Nachbarn zu einer Community. Ein zukunftsweisendes Mobilitätskonzept mit E-Bikes und E-Mobility-Stellplätzen, die Platz in der Tiefgarage finden, unterstreichen die Vorwärtsgewandtheit GLINTs. Voraussichtlich 2022 soll das historische Gebäudeensemble fertiggestellt sein und in neuem Glanz erstrahlen. (cr)

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