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Gender Pay-Gap verringert sich
Die Entgelte in Berlin und Brandenburg sind im Vergleich zur Vor-Coronazeit im Schnitt gestiegen. | Foto von cottonbro

Gender Pay-Gap verringert sich

20. Juli 2022

Durchschnittlich verringert sich die Kluft zwischen den Gehältern zwischen Frauen und Männern in Berlin und Brandenburg. Das zeigen aktuelle Zahlen aus dem Bericht der Bundesagentur für Arbeit. In Berlin verdienen Männer noch etwas mehr als ihre weiblichen Kolleginnen, in Brandenburg verdienen Frauen etwas mehr als ihre Kollegen. Insgesamt sind in den beiden Bundesländern die Entgelte von allen Arbeitnehmer*innen gestiegen.

Die Zahlen zeigen: es hat sich etwas getan seit der Vor-Coronazeit

Die Gehaltssteigerungen zeigen sich in allen Branchen. Es gibt aber auch Bereiche, die kaum sichtbare Gehaltssteigerungen erfahren haben. Insbesondere das Gastgewerbe hat, vor allem aufgrund der verstärkten Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld während der Pandemie, im Vergleich von 2019 zu 2021 Gehaltseinbußen hinnehmen müssen.

In Berlin lag der Median des Bruttomonatsentgelts aller Vollzeitbeschäftigten zum Jahresende 2021 bei 3.631 Euro, Ende 2019 waren es 3.383 Euro. In Brandenburg lag der Wert für 2021 bei 2.878, zwei Jahre zuvor waren es 2.708 Euro. 

Die Berliner Frauen haben 2021 im Median 3.585 Euro verdient, 2019 waren es 3.329 Euro . Die Männer in der Hauptstadt haben 2021 monatlich 3.676 Euro verdient, 2019 waren es 3.441 Euro.

In Brandenburg haben Frauen 2021 im Median 2.971 Euro verdient, 2019 waren es 2.779 Euro. Die Brandenburger Männer haben 2021 monatlich 2.838 Euro verdient, 2019 waren es 2.676 Euro.

Über beide Länder hinweg haben sich die Löhne in den Wirtschaftszweigen unterschiedlich entwickelt. Insbesondere in „Erziehung und Unterricht“ sind sowohl in Berlin als auch in Brandenburg die Löhne der Vollzeitbeschäftigten stark gestiegen, während Beschäftigte im Gastgewerbe von 2019 zu 2021 geringe Gehaltssteigerungen erhalten haben.

Die Leiterin der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, Dr. Ramona Schröder, hält fest: „In der Hauptstadt und im Brandenburger Land haben ungeachtet der schweren Corona-Zeit die Menschen mehr Geld verdient. Zudem sind Frauen und Männer in Berlin und Brandenburg in der Gehälterfrage traditionell fast gleichauf. Das Gender-Pay-Gap der Vollzeitbeschäftigten ist gering. Wir wissen aber auch, dass es in bestimmten Berufen immer noch Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen gibt, obwohl sie die gleiche Arbeit machen. Eine gleichberechtigte und gleichwertige Teilhabe in der Arbeitswelt– ob männlich, weiblich oder divers – sollte sich deshalb in den Rahmenbedingungen aber auch im Portemonnaie der Menschen widerspiegeln.“

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Berlin-Brandenburg