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Erste Charity Gala vom Verein „Wirtschaft kann Kinder“ erlöst eine Million Euro für benachteiligte Kinder und Jugendliche
Christoph Gröner übergibt Scheck über eine Million Euro an Oliver Kahn und Jakob Schlichtig | Foto: bart.spencer / Wirtschaft kann Kinder e. V.

Erste Charity Gala vom Verein „Wirtschaft kann Kinder“ erlöst eine Million Euro für benachteiligte Kinder und Jugendliche

16. November 2021

Bei seiner ersten Charity Gala hat der Verein „Wirtschaft kann Kinder“ (WKK) ein Spendenvolumen von einer Million Euro zugunsten benachteiligter Kinder und Jugendlicher erzielt. Neben diesem Rekordergebnis durch Spenden auf der Gala kam durch eine Einzelspende des Hauptsponsors CG Elementum AG in Höhe von eine weitere Million Euro zugunsten des Bildungs- und Sportcampus Safe-Hub zustande.

Auf Einladung der Vorstandsvorsitzenden von WKK Christoph Gröner und Prof. Dr. Rüdiger Grube kamen im Grand Hyatt 250 Gäste aus Wirtschaft, Sport, Politik und Kunst zusammen, um sich für die Chancengerechtigkeit von Kindern in Deutschland einzusetzen. Unter den Gästen waren Bundeskanzler a. D. Gerhard Schröder mit Ehefrau Soyeon Schröder-Kim, Oliver Kahn, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, BERLINboxx-Herausgeberin Dr. Angela Wiechula, Vera Gäde-Butzlaff, Herbert Dzial, der mit drei Generationen seiner Familie seinen Geburtstag feierte, ETL-Chef Marc Müller, AIB-Chef Christian Gerome, Künstler Bernar Venet.

Herbert Dzial (links) feierte auf der Gala mit Bruder Wolfgang Geburtstag. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder gratulierte.
Herbert Dzial (links) feierte auf der Gala mit Bruder Wolfgang Geburtstag. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder gratulierte. | Foto: BERLINboxx

Für gerechtere Chancen junger Menschen in Deutschland

Die beeindruckende Spendensumme von einer Million Euro kommt drei verschiedenen Projekten zugute. Eines davon ist der Safe-Hub, den die gemeinnützige Organisation AMANDLA gemeinsam mit der Oliver Kahn Stiftung in Berlin-Wedding plant. „Wir wollen einen Ort kreieren, der sich an strukturell benachteiligte Kinder und Jugendliche richtet und diese ganzheitlich fördert“, sagt Jakob Schlichtig, geschäftsführender Gesellschafter von AMANDLA. An diesem Bildungs- und Sportcampus sollen junge Menschen in einem sicheren Umfeld die Möglichkeit bekommen, ihr Potenzial zu entfalten und ihre Träume zu verwirklichen.

Mit der Oliver Kahn Stiftung wurde ein Fußball-Bildungsprogramm entwickelt mit dem Ziel, jungen Menschen über die Kraft des Sports Sozialkompetenzen, Werte und arbeitsmarktrelevante Fähigkeiten mit auf den Weg zu geben. „Wir können unsere Vision von einem Safe-Hub in Berlin Wirklichkeit werden lassen und aktiv etwas an der sozialen Ungleichheit in diesem Land ändern“, bedankte sich Oliver Kahn von der Oliver Kahn Stiftung bei den Anwesenden für ihre große Spendenbereitschaft. Weiterhin gehen Spenden der Gäste an die Hilfsorganisation Off Road Kids sowie an 25 weitere Berliner Kinder- und Jugendeinrichtungen.

Die Off Road Kids Stiftung gehört seit Beginn der Gründung von „Wirtschaft kann Kinder“ zu den vom Verein am stärksten geförderten Projekten. Sie ist die erste und einzige bundesweit arbeitende Hilfsorganisation für Straßenkinder, junge Obdachlose als auch junge Menschen in Deutschland, die von Obdachlosigkeit bedroht sind. Die Streetworker der Stiftung haben das Ziel, die bestmögliche Zukunftsperspektive für diese jungen Menschen zu finden.

Der Verein „Wirtschaft kann Kinder“ ist ein Zusammenschluss erfolgreicher Unternehmer:innen und Persönlichkeiten aus Deutschland, die Kindern und Jugendlichen in allen Bereichen ihres Lebens zu gerechten Chancen verhelfen möchten. Die Befürworter wissen, dass der familiäre oder finanzielle Hintergrund eines Kindes große Auswirkungen auf dessen Werdegang hat. Als Dachverband unterstützt der von Christoph Gröner und Prof. Dr. Rüdiger Grube gegründete Verein seit 2020 gemeinnützige Organisationen, die sich für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche starkmachen. Ein besonderes Anliegen von „Wirtschaft kann Kinder“ ist es zudem, mit Veranstaltungen wie der Charity Gala in Berlin oder den Charity Races in Leipzig weitere Unterstützer:innen und Spender:innen zu gewinnen. Denn nur so kann Chancengerechtigkeit nachhaltig und flächendeckend gefördert werden. Als namhafter Unterstützer von „Wirtschaft kann Kinder“ nahm auch Bundeskanzler a. D. Gerhard Schröder an der Charity Gala teil und plädierte in einer Ansprache vor Gästen für mehr Chancengerechtigkeit: „Heute sehen wir, dass Aufstieg in unserer Gesellschaft – leider – schwieriger geworden ist. Es gibt Barrieren und es fehlt an Durchlässigkeit, damit sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche aufsteigen können“, sagte Schröder. Und fügte hinzu: „Aber ich bin sicher, dass es in unserem Land Hunderttausende junger Menschen gibt, die die Fähigkeiten haben, Großes zu leisten und Großes zu erreichen. Die künftige Bundeskanzlerin oder der künftige Bundeskanzler kommt nicht mehr aus einem kleinen Dorf in Lippe, sondern vielleicht aus einem Plattenbau in Ostberlin oder einer Hochhaussiedlung in Duisburg. Daran müssen wir glauben und daran müssen wir arbeiten, dass das möglich ist, dass das etwas ist, was wir wollen.“

Der Vorstandsvorsitzende von dem Verein „Wirtschaft kann Kinder“, Christoph Gröner, war überwältigt von dem siebenstelligen Spendenergebnis: „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, mich für diejenigen einzusetzen, die es nicht selbst können. Bei meinen Besuchen in den Einrichtungen freue ich mich immer sehr zu sehen, wie die Spenden ankommen. Mit dieser enormen Summe können wir Kindern und Jugendlichen helfen, ihnen Lebensfreude schenken, Perspektiven und Zukunftschancen bieten und entwickeln.“ Im Namen des Vereins „Wirtschaft kann Kinder“ dankte Gröner allen großzügigen Spender:innen. „Wir wollen Veranstaltungen wie die Gala weiter etablieren, um noch mehr Aufmerksamkeit auf das Problem der nicht immer gerecht verteilten Chancen in Deutschland zu richten, in die Kinder und Jugendlichen zu investieren, die unsere Unterstützung dringend benötigen und so Chancengerechtigkeit für wirklich alle jungen Menschen zu ermöglichen.“ Christoph Gröner, Vorstandsvorsitzender und CEO der CG Elementum AG, nutzte den feierlichen Abend, um mit Dr. Sam Patrick Foos, CG Elementum-Niederlassungsleiter Berlin, zusätzlich einen Scheck über 1 Mio. Euro an Oliver Kahn und an Jakob Schlichtig für das Safe-Hub von AMANDLA und der Oliver Kahn Stiftung zu überreichen.

Comedian Bülent Ceylan, Christoph Gröner, Dr. Rüdiger Grube und Bundeskanzler a. D. Gerhard Schröder
Comedian Bülent Ceylan, Christoph Gröner, Dr. Rüdiger Grube und Bundeskanzler a. D. Gerhard Schröder | Foto: Annette Riedl für "Wirtschaft kann Kinder

Die CG Elementum ist Hauptsponsor der ersten „Wirtschaft kann Kinder“-Gala und Eigentümer der Projektentwicklung StadtLandHavel, aus deren positiver wirtschaftlicher Entwicklung die Spende resultiert. Für die Unterhaltung an diesem besonderen Abend sorgten die Sängerin Stefanie Heinzmann, Jan Delay, Tony Hadley, ehemaliger Leadsänger von Spandau Ballet und der Comedian Bülent Ceylan sowie weitere bekannte Künstler:innen. Dazu gab es leise und laute Auktionen mit einem Audi Q4 E-Tron als Hauptgewinn.

Der Verein „Wirtschaft kann Kinder“ wurde im Februar 2020 gegründet. Den Vorstand bilden Prof. Dr. Rüdiger Grube und Christoph Gröner gemeinsam. „Wirtschaft kann Kinder e. V.“ fungiert als Dachverband, um andere Stiftungen, Vereine und gemeinnützige Organisationen zu unterstützen. Eines der Hauptziele des Vereins ist es, Chancengerechtigkeit für alle Kinder in Deutschland zu fördern, gleich wo oder wie sie aufwachsen. Der familiäre oder finanzielle Hintergrund von Kindern hat immer noch große Auswirkung auf ihren Werdegang. Diesem Umstand soll durch engagierte Unternehmer:innen entgegengewirkt werden, deren Ziel es ist, gemeinsam, als Menschen, Bürger:innen und Unternehmer:innen, in die Zukunft Deutschlands zu investieren und damit den Namen des Vereins Wirklichkeit werden zu lassen: Wirtschaft kann Kinder! (jfk)

Frank Schmeichel, Oliver Kahn und BERLINboxx-Herausgeberin Dr. Angela Wiechula
Frank Schmeichel, Oliver Kahn und BERLINboxx-Herausgeberin Dr. Angela Wiechula | Foto: Amin Jmyi / Le Matin