Drive By | Foto: drive by mobility GmbH

drive by – Eine neue Form des Carsharing

Getreu dem Motto „Wer schneller fährt, zahlt weniger“ führte das Konzept des Carsharings in den letzten Jahren zu etlichen Unfällen. Der Grund dafür ist in der Art der Abrechnung zu finden, in der der Fahrer pro Minute Geld für das geliehene Auto zahlt. Um dem damit verbundenen Risiko des zu schnellen Fahrens entgegenzuwirken, gründete der ehemalige Audi-Manager Timo Nührich ein neues Konzept des Carsharing, in der der Fahrer nicht pro Minute, sondern pro gefahrenen Kilometer zahlt.

Wer schneller fährt, zahlt weniger

Nicht für jeden Menschen, der in einer Großstadt wohnt, lohnt sich die Anschaffung eines eigenen Autos. Um dennoch nicht komplett darauf zu verzichten, gibt es das Konzept des Carsharing. Die Firmen Drive Now mit ca. 1.400 Fahrzeugen und Car2Go mit knapp 1.100 Fahrzeugen am Standort Berlin sind die Marktführer in der Hauptstadt.

Bisher konnte der Fahrer die Kosten für die Nutzung des Wagens minimieren, indem er mit dem geliehenen Auto besonders schnell zu seinem Ziel fuhr. Das Arrangement pro Minute zu zahlen, ist nicht nur gefährlich, da es dazu verleitet schneller als erlaubt zu fahren, es hat auch einen gestressten und gereizten Fahrer als Resultat, wenn der Fahrer etwa in nicht beeinflussbare Situationen wie einen Stau kommt und trotzdem dafür zahlen muss.

Miles not minutes

Timo Nührich Mitbegründer von drive by, wollte dieses Problem lösen, indem er eine andere Form des Carsharing gründete. In dem neuen Konzept drive by, wird nicht nach Minute, sondern nach Kilometer abgerechnet. Das war in der Branche bisher unüblich. Zwischen 69 und 99 Cent zahlt der Kunde pro gefahrenen Kilometer.

„Im Durchschnitt fährt man mit unserem Konzept günstiger“, so der ehemalige Audi-Manager. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Sicherheit, die im Falle der Abrechnung nach Kilometern hohes Wachstumspotenzial hat.

Vom Projektmanagement zurück in das WG-Leben

Um seinen Traum von einem sicheren Berlin realisierbar zu machen, kündigte Timo Nührich seinen gut bezahlten Job als Audi-Manager, um sich voll und ganz seinem Start-up zu widmen. Zur Zeit ist die Firma noch in einer Entwicklungsphase mit 10 Festangestellten und fünf Freiberuflern. „Ich kriege nur wenig mehr Geld als unsere Praktikantin und musste wieder in eine WG ziehen“, so Nührich. Ende April möchte der Gründer von drive by auf 125 Pkws und 20 Transporter aufstocken. Des Weiteren soll  das Konzept bis Ende 2018 auch in Hamburg angeboten werden. Neben den Autos Audi A1, A3 sowie Fiat-500-Modelle, werden auch erstmalig Transporter zum Umziehen angeboten. Zum Abstellen der Transporter beim Be-und Entladen zahlt der Kunde 15 Cent pro Minute. (red)

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.