Die Ergebnisse des Digitalisierungsindex des Fraunhofer-Instituts zeigen, dass Berlin in vielen Bereichen der Digitalisierung vorn liegt.

Digitalisierungsindex – Berlin liegt bei der Digitalisierung vorn

Berlin steht in Sachen Digitalisierung bundesweit an der Spitze. Dies war eines der Ergebnisse des Digitalisierungsindex des Fraunhofer-Instituts, den das Innenministerium Anfang der Woche vorgestellt hat.

Der Digitalisierungsindex zeigt: Deutschland braucht dringend Nachhilfe

Digitale Verwaltung, Soziale Medien, öffentliche WLAN-Hotspots – in vielen deutschen Bundesländern sind diese Begriffe noch immer Fremdworte.

Auch auf einen Ausbau des Angebots an Online-Verwaltungsdiensten müssen die Deutschen in den meisten Bundesländern noch warten. Die Autoren der Studie des Fraunhofer-Instituts untersuchten 300 Kommunen, ob sie die fünf der nachgefragtesten Verwaltungsleistungen online anbieten. Dabei fanden sie heraus, dass mehr als 40 Prozent keine der fünf Leistungen Gewerbeanmeldung, Melderegisterauskunft, Kfz-Anmeldung, Bauantrag, Wohngeldantrag anbieten.

Das Angebot an öffentlichen WLAN-Hotspots ist in der Bundesrepublik sehr unterschiedlich. So gaben die repräsentativ ausgewählten Kommunen in Schleswig-Holstein an, dass es gar keine Hotsports gäbe. In anderen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern hingegen gibt es ein überdurchschnittliches Angebot für kostenloses Surfen.

Berlin beim Digitalisierungsindex vorn

Sowohl bei dem Anteil der Social-Media-Nutzer, der Digitalisierung der Verwaltung als auch bei der Zahl öffentlicher WLAN-Hotspots lagen die Stadtstaaten vorn – allen voran Berlin. Die Infrastruktur für schnelles Internet ist in der Spree-Metropole gut ausgebaut.In vielen Bereichen ist die Hauptstadt daher Vorreiter. Im Ländervergleich verzeichnet Berlin das größte Wachstum im IT-Bereich.

Innensenator Andreas Geisel freut sich über die guten Ergebnisse und bilanziert: „Der Deutschland-Index zeigt sehr deutlich: Berlin ist gut aufgestellt in Sachen Digitalisierung. Was aber nicht heißt, dass wir nicht noch besser werden können. Wir haben mit dem e-Government-Gesetz seit 2016 eines der modernsten seiner Art. Andere Länder orientieren sich da an uns. Außerdem sollen bis zum Jahr 2023 Papierakten dank der Einführung der elektronischen Akte der Vergangenheit angehören – das ist ein Mega-Projekt. Aber: Das Projekt liegt im Plan. Zudem wollen wir bis zum Ende der Legislaturperiode die „Top-100“ – die am meisten nachgefragten Verwaltungsleistungen – online zugänglich machen. Über das Serviceportal service.berlin.de können schon heute Informationen und Formulare zu Dienstleistungen abgerufen und Termine für Bürger- und andere Ämter online gebucht werden.“ (aw)

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