Die Zahl der Arbeitsplätze in Berlin wächst: Den Start-ups sei Dank!|Foto:Pixabay

Die Zahl der Arbeitsplätze in Berlin wächst: Den Start-ups sei Dank!

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg sind von ihrer eigenen Prognose positiv überrascht. Laut Angaben der UVB werden in diesem Jahr schätzungsweise 70.000 neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen. Davon sind rund 52.000 neue Stellen in der Hauptstadt zu finden. Auch die bisherige  Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg um circa 80.000 auf etwa  2,3 Millionen. „Manchmal glaube ich, ich müsste mich kneifen“, so Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der UVB.

Digitale Welt ist der Jobmotor – „Es herrscht Optimismus auf breiter Front“

Durch die stetige Entwicklung der Digitalwirtschaft, fungiert dieser Sektor als die Jobmaschine schlechthin. „Der stärkste Jobmotor ist die Branche Kommunikationsdienstleistungen mit mehr als 7.000 neuen Arbeitsplätzen und einem Wachstum von 10,3 Prozent“, erklärte Amsinck auf der diesjährigen Jahrespressekonferenz. Damit wird der Bundestrend um Längen übertroffen. Die Fachleute erhalten ein überdurchschnittlich gutes Gehalt – Programmierer und IT-Fachleute verdienen mehr als 4.900 Euro, das seien 1.000 Euro mehr als der Durschnitt der Berliner Arbeiter verdiene.

Auch Großunternehmer wie Daimler, Porsche oder die Telekom profitieren von Berlins günstigem Ökosystem, um hier ihre digitale Geschäftszweige zu entwickeln – 70 Prozent der deutschen Investitionen flossen in Berliner Start-ups.

Die Start-ups wachsen, die Büroflächen schrumpfen

Die Hauptstadt gilt als der beliebteste Ort für die Ansiedlung von Start-ups. Für die meisten Gründer wird das Suchen nach den perfekten Büroräumen allerdings zu einer immensen Kraft-Odyssee. Wer in den begehrten Szene-Vierteln wie zum Beispiel Kreuzberg sein Start-up aufziehen möchte, muss tief in die Tasche greifen. „Der Berliner Büromarkt ist leergefegt, Neubauflächen werden dringend benötigt. Mit einer durchschnittlichen Leerstandsquote von kritischen zwei Prozent ist es kaum noch möglich, geeignete Flächen auch im kleinen Größensegment zu finden- insbesondere in den begehrten CBD-Lagen“ sagt Marcus Lehmann, Director Letting bei Colliers International Berlin.

Für Start-ups lohnt es sich daher einen Blick auf die Randgebiete zu werfen. Zum einen steht den Gründern hier mehr Fläche zur Verfügung, zum anderen sind die Mietpreise in Relation zu den Szene-Vierteln wesentlich günstiger. Allerdings besteht auch hier die Gefahr, dass unerfahrene Gründer völlig überteuerte Büroflächen in schlechter Lage mieten. Daher ist trotz der rasant wachsenden Zahl an Start-ups Vorsicht bei dem Gründungsort geboten. (ls)

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