Blain|Southern schließt ihre Standorte in Berlin, London und New York
Blain|Southern schließt ihre Standorte in Berlin, London und New York | Foto: Marcus Schneider [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

Die renommierte Galerie Blain|Southern schließt ihre Standorte in Berlin, London und New York

„Despite the support of dedicated gallery staff, I deeply regret that I have been unable to secure the gallery’s future long term. I want to thank all the artists, collectors, institutions, museums, staff and everyone who has worked with the gallery over the last decade“, verkündete Kunsthändler und Gründer von Blain|Southern, Harry Blain, am Mittwoch in einer Mitteilung und damit auch das Ende der Galerien in London, Berlin and New York.

Blain|Southern – ein Ort für raumgreifende Werke

Vor zehn Jahren gründete Blain zusammen mit Graham Southern Blain|Southern. Die Galerie in Berlin wurde 2011 eröffnet. In den großen Hallen der ehemaligen „Tagesspiegels“-Druckerei in der Potsdamer Straße wurden Einzelausstellungen mit häufig raumgreifenden Werken von Jannis Kounellis, Lawrence Weiner, Jonas Burgert, Francesco Clemente, Nasan Tur, Douglas Gordon, Lynn Chadwick, Wim Wenders, François Morellet, Abdoulaye Konaté, Chiharu Shiota, Harland Miller, Sislej Xhafa, Michael Simpson, Amy Feldman, Henning Strassburger, Herbert Zangs, Ali Banisadr, Frank Thiel, Liliane Tomasko, Marius Bercea, Michael Joo, Avigdor Arikha und Bernar Venet gezeigt.

Blain|Southern verfolgte stets das Ziel, die Breite der zeitgenössischen Kunstpraxis weltweit widerzuspiegeln und zu feiern. Neben dem Programm ermöglichte die Galerie den Künstlern neue Aufträge, öffentliche Leihgaben sowie Museumsausstellungen und unterstützte ihre anderen Aktivitäten.

Ein Ende bahnte sich bereits an

Bereits Ende letzten Jahres hatte Blain|Southern turbulente Zeit hinter sich, nachdem im November bekannt gegeben worden war, dass einer ihrer Gründer, Graham Southern, die Galerie verlassen wird. Auch zwei der Top-Direktoren, Senior Director Charles Saumarez-Smith und Ausstellungsdirektor Craig Burnett verließen zum Ende des vergangenen Jahres Blain|Southern.

Zudem hatten Künstler wie Rachel Howard, Henning Straßburger, Sean Scully, Jake & Dinos Chapman und Mat Collishaw die Galerie, nach der Trennung der beiden Gründer in den letzten Monaten zum Teil im Streit verlassen, wie das britische Magazin „Art Newspaper“ berichtete.

Auf der Teilnehmerliste des Gallery Weekend Berlin vom 01.-03.05.2020, die am Dienstag veröffentlicht wurde, war die Galerie Blain|Southern allerdings noch vermerkt. Angekündigt war eine Ausstellung des Künstlerduos Tim Noble & Sue Webster, mit denen die Galerie vor knapp 10 Jahren ihre Räume in Berlin eröffnete. (aw)

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