Die Bedeutung von Superfoods für eine gesunde Ernährung | Foto: Pexels

Die Bedeutung von Superfoods für eine gesunde Ernährung

Ob Açaí, Chia oder Goji – in ganz Berlin herrscht ein regelrechter Hype um diese wirkungsvollen und außergewöhnlichen natürlichen Lebensmittel: Superfoods. Nicht nur Bio-Läden, Supermärkte und Drogerien – auch Restaurants und Bars scheinen die gesunden Lebensmittel aktiv in den Fokus zu rücken und sich sogar darauf zu spezialisieren. Superfoods unterscheiden sich stark von herkömmlichen Lebensmitteln. Ihnen wird sogar nachgesagt, dass sie Krankheiten vorbeugen und schlank machen sollen. Doch was steckt wirklich dahinter? Machen Superfoods gesund?

Was sind Superfoods?

Die sogenannten Superfoods gibt es schon seit einiger Zeit auf dem Markt. Eine offizielle Definition gibt es jedoch bisher nicht. Laut dem Europäischen Informationszentrum für Lebensmittel sind Superfoods „Lebensmittel, insbesondere Obst und Gemüse, die aufgrund ihres Nährstoffgehaltes einen höheren gesundheitlichen Nutzen als andere Nahrungsmittel haben“.

Superfoods zeichnen sich laut der Verbraucherzentrale durch einen hohen Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen aus. Denn sie sind außergewöhnlich reich an Vitaminen, Proteinen, Antioxidantien und anderen Nährstoffen. Angeboten werden Superfoods selten frisch, sondern meist getrocknet, als Püree oder Extrakt. In der Regel sind Superfoods bestimmte Obst- und Gemüsesorten. Es können jedoch auch Algen, Wurzeln oder Pilze sein.

Sind Superfoods gesund? Das sagen die Wissenschaftler

Laut Herstellern sollen Superfoods das Wohlbefinden steigern, verschiedenen Krankheiten vorbeugen und vor allem schlank machen. Für diese gesundheitsfördernden Eigenschaften fehlen jedoch bisher wissenschaftliche Nachweise, weshalb viele Wissenschaftler eher skeptisch auf die Wunderlebensmittel reagieren.

Jedoch sind solche Studien sehr teuer und langwierig. Da vor allem Start-ups der Nahrungsmittelbranche wie Veluvia oder Ogaenics auf diese relativ neuen natürlichen Zutaten zurückgreifen und klassische Pharmakonzerne an teuren Alternativen gegenüber chemischer preiswerter Zutaten wenig Interesse haben, konnten wissenschaftliche Beweise bisher nicht finanziert werden. Jedoch lässt beispielsweise Veluvia seine Produkte im Einzelnen freiwillig durch den TÜV Rheinland prüfen. Ogaenics hat für einige Produkte das BIO Siegel erhalten.

Viele Ernährungswissenschaftler tun den Begriff Superfoods als Marketingbegriff ab. So sagt der Ernährungssoziologe Daniel Kofahl, Vorstandsmitglied in der Deutschen Akademie für Kulinaristik: „Das ist ein Marketingbegriff, der suggeriert, dass es Produkte gibt, die Wunder wirken. Das ist natürlich ein Versprechen, das nicht eintreffen kann!“

Natürlich können Superfoods keine Wunder bewirken, doch der Begriff funktioniert. Denn er begeistert Menschen, sich intensiver mit Nahrungsmitteln und Ernährung auseinanderzusetzen. Außerdem sensibilisiert er dahingehend, beim Konsum von Nahrungsergänzungsmitteln zwischen natürlichen und chemischen Inhaltsstoffen zu unterscheiden.

Bekannte Superfoods im Überblick 

Superfood Besonderheiten
Acai Beere – Die Königin unter den Superfoods

 

Acai Beeren sollen ein echter Schlankmacher sein und überschüssige Pfunde schmelzen lassen. Obendrein soll die Haut dank dieser Wunderbeeren auch jünger und straffer aussehen. Diese vielversprechenden Effekte dieses Superfoods sind auf den hohen Gehalt an Antioxidantien zurückzuführen.

Acai Beeren sind in Säften, als Kapseln oder Pulver und auch in sogenannte „Acai Bowls“ enthalten.

Aronia Beeren – Die Gesundheitsbeeren

 

Aronia Beeren ähneln rein äußerlich den Heidelbeeren, schmecken jedoch weniger süß, sondern eher feinherb und säuerlich.

Als Superfood enthält Aronia viel Eisen, das für die Bildung der roten Blutkörperchen benötigt wird. Die roten Blutkörperchen versorgen den ganzen Körper und die Organe mit Sauerstoff. So unterstützen Aronia Beeren die Durchblutung und sorgen für einen gesunden Blutkreislauf.

Chia-Samen – Das Superkorn Chia-Samen sind als Inbegriff der Superfoods mittelerweile in Lebensmitteln aller Art zu finden. Chia-Samen enthalten viele Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe sowie Antioxidantien. Vor allem sollen sie aufgrund des hohen Anteils an Ballaststoffen entgiftend wirken und schlank machen. Des Weiteren sind sie ein gesunder Omega-3-Lieferant und sollen daher gut für das Herz-Kreislauf-System sein.

Chia-Samen sind sowohl einzeln erwerblich und können dann dem eigenen Müsli oder Smoothie zugesetzt werden, als auch in fertigen Smoothies oder Müslis.

Goji Beeren – Die chinesischen Wunderbeeren Die kleinen roten Goji Beeren sind süßlich im Geschmack und für ihren außergewöhnlich hohen Vitamin- und Mineraliengehalt bekannt.

Sie enthalten A- und B-Vitamine sowie Eisen, Kupfer, Nickel, Chrom, Magnesium, Natrium, Calcium, Aminosäuren und Vitalstoffe. Dieses Superfood vereint somit wichtige essentielle Aminosäuren und trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.

Leinsamen – Die Verdauungshilfe Leinsamen sind flache, hellbraune und glänzende Samen und schmecken leicht nussig. Sie  sind reich an Ballaststoffen und gelten als Verdauungshilfen. Wichtig ist, dass man viel Wasser trinkt. Denn die enthaltenen Schleimstoffe quellen im Darm auf und regen dadurch die Verdauung an. Durch die Anregung der Darmbewegung wirken diese Samen abführend. Das macht sie zu einem Superfood.

Leinsamen bieten eine gute Alternative zu den Chia-Samen und sind auch in wirklich jedem Supermarkt zu finden. Außerdem sind häufig Bestandteile in Backwaren wie z.B. Brot.

Shiitake-Pilz – König der Heilpilze Der bräunliche Pilz steht an der Spitze der weltweit wirksamsten Heilpilze. Zudem ist er nach dem Champignon der meistangebauteste Speisepilz überhaupt.

Shiitake-Pilze punkten mit einem hohen Eiweißgehalt bei null Gramm Fett. Diese Pilze enthalten viele Vitamine. Sie liefern vor allem die Vitamine C und D, die gut für das Nervensystem und die Knochen sind. Die Anwendungsbereiche sind allumfassend. So soll das Superfood Shiitake bei Krebs, Bluthochdruck, Magengeschwüren, Gicht, Verstopfung, Arteriosklerose, Leberleiden (z.B. Hepatitis) sowie Diabetes helfen.

Spirulina – nährstoffreiche Mikroalge Spirulina ist eine blaugrüne Alge und soll wirksam gegen Viren, hilfreich bei Allergien sowie vor Krebs schützend sein. So beeinflusst sie das Immunsystem positiv.

Diese Superfood Alge ist reich an Vitaminen und enthält zahlreiche Vitalstoffe, wie Eisen und Kalium. Sie ist zudem eine hervorragende Quelle für pflanzliches Protein. In dieser Hinsicht ist Spirulina daher vergleichbar mit Fleisch.

Matcha – Der grüne Kraftstoff Matcha ist das vielleicht beliebteste und häufigsten konsumierte Superfood. Matcha ist japanisch und bedeutet „gemahlener Grüntee“. Das Trinken von Matcha Tee soll z. B. beim Abnehmen helfen. Zudem enthält Matcha wie jeder Grüntee Teein und ist der Espresso unter den Grüntees.

Matcha enthält außerdem die Vitamine B1, B2 und B3 sowie Vitamin E, Vitamin C und Vitamin K, aber auch Mineralstoffe wie Calcium und Kalium. Aufgrund des hohen Gehalts an Beta-Carotin ist Matcha für die Augen, die Haut, die Schleimhäute und den Stoffwechsel unentbehrlich.

 

Superfoods – gesund und natürlich

Die Effekte, die diese Superfoods haben sollen, klingen vielversprechend. Denn zum Abnehmen, sich wohlfühlen oder zu einer ausgewogenen Ernährung eignen sich die gesunden Superfoods ideal. Ob als Rohkost frisch verzehrt, als Zutat in Smoothies, Bowls oder Müslis oder als Kapseln für alle, die es praktisch und bequem lieben – Superfood ist super vielseitig verwendbar.

Ob sie tatsächlich die gewünschten Wirkungen entfalten, bleibt aus wissenschaftlicher Sicht bisher offen. Einige Stars wie Victoria Beckham, Miranda Kerr oder Vanessa Hudgens jedenfalls schwören auf Superfoods. Vor allem, weil sie natürlich und den chemischen Vergleichsprodukten mit dem gleichen Produktversprechen gegenüber gesünder und für den Körper besser verträglich sind.

Superfoods lassen sich optimal mit aktuellen Ernährungstrends wie dem Clean Eating oder Veganismus kombinieren. Wer einen gesunden Lebensstil führen und dafür wenig Aufwand betreiben möchte, kommt dank einer inzwischen nahezu flächendeckenden Verfürbarkeit von exotischem Superfood, einheimischen Superfood Alternativen wie Grünkohl oder Brokkoli sowie hochwertigem Superfood Pulver aus der Apotheke quasi gar nicht mehr an Superfood vorbei. (uc)

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