Bahnhof am Ostkreuz | Foto: Deutsche Bahn AG

Deutsche Bahn: Jedes Jahr mehr als 431 Millionen Fahrgäste

Wer hätte das gedacht? In Berlin fahren in einem Jahr mehr Menschen mit der Bahn als im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen. Jedes Jahr mehr als 431 Millionen Fahrgäste“, so Alexander Kaczmarek, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für das Land Berlin. Diese Zahl ist eine schöne Bestätigung der Einordnung Berlins als Bahnstadt. Das sagen andere Städte ebenfalls von sich, für keine aber ist diese Charakterisierung so zutreffend wie für die deutsche Hauptstadt.

Rückgrat

Es genügt bereits ein Blick in die Geschichte, um ein Gefühl für die Bedeutung der Eisenbahn für Berlin seit weit über 150 Jahren zu bekommen. Wie damals ist sie auch heute wieder das Rückgrat des Nah- und Fernverkehrs der Spreemetropole und prägt Stadtstruktur und Stadtbild, Krieg und Teilung haben dem Verkehrssystem der Stadt zwar tiefe Wunden beigebracht, der besondere Stellenwert der Bahn für die Metropole aber blieb im Grundsatz erhalten. Trotzdem musste viel Wiederaufbauarbeit geleistet werden und dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Unter die aus der Historie herrührenden Aufgaben mischen sich immer mehr Anforderungen der Mobilität einer stark wachsenden Millionenstadt

Bekenntnis

Die Deutsche Bahn bekennt sich immer wieder zu Berlin. Sichtbares Zeichen dafür ist der Bahntower mit der Konzernzentrale am Potsdamer Platz. Von hier wird die Umsetzung wesentlicher Teile der Unternehmensstrategie gesteuert. Außerdem sind in der Hauptstadt eine Reihe wichtiger Konzernbereiche konzentriert. Insgesamt beschäftigt die Deutsche Bahn in Berlin und Brandenburg rund 26.000 Menschen und ist damit der größte nichtöffentliche Arbeitgeber der Stadt. Die Hauptstadtregion ist mit rund 550 Millionen Euro Investitionen in Schienennetz und Bahnhöfe auch 2018 ein wichtiger Tätigkeitsschwerpunkt der DB.

Zudem betreibt und erweitert die DB sieben große Instandhaltungswerke von S-Bahn, Fernverkehr, Regio und Netz im Stadtgebiet Entwicklungsprogramm Im Mittelpunkt unseres Engagements in der Hauptstadtregion steht unser Beitrag zur noch besseren Erfüllung der Mobilitätsanforderungen einer Weltmetropole. Welchen Weg wir dabei gehen, zeigt die im vergangenen zwischen Berlin, Brandenburg und der Deutschen Bahn abgeschlossene „Rahmenvereinbarung über das Entwicklungskonzept für die Infrastruktur des Schienenverkehrs in Berlin und Brandenburg – i2030“. Die beiden Länder als Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) erklären sich bereit, im Rahmen ihrer haushaltsrechtlichen Möglichkeiten Gelder für die vorbereitenden Untersuchungen und Planungen zur Ertüchtigung und Erweiterung der Eisenbahninfrastruktur in der Region bereitzustellen. Ziel ist der planmäßige Verlauf der Arbeiten an den einzelnen Projekten, um deren Nutzen so schnell wie möglich wirksam werden zu lassen. Im Gespräch sind vor allem folgende Vorhaben:

> Berlin-Spandau-Nauen

> Potsdamer Stammbahn

> Prignitz Express/Velten

> Nordbahn/Heidekrautbahn

> RE1-Korridor

> Berlin-Dresden/Rangsdorf

> Berlin-Cottbus/Bahnhof

Königs Wusterhausen

> Engpassbeseitigung und Weiterentwicklung S-Bahnnetz

Politik und Bahnkonzern betonen die Wichtigkeit der Übereinkunft. Ronald Pofalla; DB AG-Vorstandsmitglied, sagte: „Mit der heutigen Unterzeichnung der gemeinsamen Rahmenvereinbarung schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass die Schiene auch in Zukunft für die Menschen in Berlin und Brandenburg attraktiv bleibt und ihre Mobilitätsbedürfnisse erfüllt.“

Das bekräftigte Regine Günther, Berlins Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, mit den Worten: „Berlin ist eine wachsende Metropole und die Verflechtung mit dem Umland steigt. Sichtbares Zeichen dafür ist die stetig wachsende Zahl von Menschen, die zu ihrem Arbeitsplatz pendeln. In der Metropolregion Berlin-Brandenburg sollen möglichst viele dieser Pendler komfortabel und zuverlässig mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ihrem Arbeitsplatz fahren können. Dafür sind Investitionen in die Infrastruktur wie Schienen, Bahnhöfe und Züge nötig. Die Länder Berlin und Brandenburg wollen in den kommenden Jahren gemeinsam mit der Deutschen Bahn dafür sorgen, dass die Eisenbahninfrastruktur bedarfsgerecht ausgebaut wird.“ (red)

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