#Data17 – Tableau on Tour in Berlin

Auf der Tableau Konferenz in Berlin hörte sich die BERLINboxx nicht nur inspirierende Keynotes an, sondern führte auch ein Gespräch mit Andy Cotgreave, Senior Technical Evangelist und Henrik Jörgensen, Country Manager DACH-Region bei Tableau.

Die Tableau Konferenz zog über 450 Data interessierte Besucher aus aller Welt an. Vom 11. bis 13. September wurden im Hotel Berlin, Berlin Keynotes von namhaften Tableau-Größen und -Unternehmern gehalten. Darunter James Eiloart der Senior Vice President von Tableau im Bereich EMEA Sales, Jock Mackinlay der Vice President für Research & Experience von Tableau Software sowie Christoph Keese der CEO bei Hyvent, ehemaliger Executive VP bei der Axel Springer SE. Aber auch Tableau Anwender u.a. Vertreter von der Daimler AG, Deutsche Bank, Telefónica, Lufthansa German Airlines, BMG Music Rights und Hello Fresh berichteten ausführlich über Erfahrungen. Darüber hinaus konnten die Besucher auch an einer Vielzahl von Workshops teilnehmen.

Was ist eigentlich ein Tableau?

Keynote „A Language for Visual Analytics“ gehalten von Jock Mackinlay, Vice President für visuelle Analysen bei Tableau Inc.

Als Tableau wird in der Wissenschaft eine Informationstafel beziehungsweise tabellarische Übersicht bezeichnet. Das Unternehmen Tableau Inc. entwickelte auch ein Tableau in Form einer Visualisierungssoftware für Daten. Dazu erklärte , in seiner Keynote „A Language of Visual Analytics“ wie Datenmengen anhand eines Tableaus visuell dargestellt werden können. Durch Farben, Texturen und Formen werden aus reinen Zahlen übersichtliche Grafiken geschaffen. Fakt ist, dass grafische Übersichten schneller erfasst werden können. Ob Karten, verschiedene Diagramme oder andere Darstellungen, so können große Datenmengen leichter in ihrem Kontext und Zusammenhang gesehen werden. Mit der fortschreitenden Digitalisierung wachsen die Datenmengen in den Unternehmen und es ist relevant sie zu nutzen.

Datenvisualisierung mit der Tableau Software

Andy Cotgreave, Experte in visuellen Analysen, spricht mit der BERLINboxx Über die Tableau Software

Endlich haben die Unternehmen das wirtschaftliche Potenzial von Big-Data für sich entdeckt. Datenvisualisierungen wie die Software Tableau ermöglichen es, firmeneigene Daten effizient für das eigene Unternehmen einsetzen zu können. Dazu hat Tableau einige Produkte entwickelt, z.B. den ‚Tableau Desktop‘. Dabei legt Tableau Inc. bei seinen Produkten den Wert auf Interaktivität, Sicherheit, Aktualität und Kompatibilität.

Sicherheit und die jeweiligen Datenschutzgesetze seien für Tableau fundamental wichtig, äußerte sich Andy Cotgreave, der seit 2011 für Tableau tätig ist, zur Thematik Datenschutz. Dasselbe gelte für die Unternehmen, die die Tableau Software nutzen. Schließlich gäbe es in jedem Land die entsprechenden Datenschutzgesetze und jedes Unternehmen habe darüber hinaus eigene Richtlinien, um überhaupt mit großen Datenmengen arbeiten zu dürfen. Zusätzlich zu diesen Richtlinien, biete die Software noch ein weiteres Sicherheitstool, ‚Data Security‘, an, so der DACH-Chef Henrik Jörgensen. Mit Hilfe dieses Tools bestimmt jedes Unternehmen selbst, welche Zugangs-berechtigungen der jeweiligen Abteilung erteilt werden.

Darüber hinaus weist der Experte in visuellen Analysen, Cotgreave, auf ein weiteres wichtiges Problemfeld hin: „Jeder kann Daten produzieren, beziehungsweise alles veröffentlichen. Das ist ein Risiko, da es viel Zeit kostet, die Daten anzupassen und zu säubern. Natürlich ist es eine große Herausforderung Daten in eine Form zu bekommen, um sie entsprechend analysieren zu können. Tableau Inc. arbeitet aber immer weiter daran den Kunden, beziehungsweise Unternehmen die höchstmögliche Flexibilität zu bieten, um ihre großen Datenmengen über ‚Datasources‘ effektiv nutzen zu können. Benutzen die Unternehmen ‚Clean Data‘ liefert die Tableau Software den Nutzern unverfälschte Ergebnisse. Zurzeit arbeitet Tableau Inc. noch an einem Programm für Datenpräparation, um verfälschte Ergebnisse zu vermeiden. So bekommt der Kunde schon bevor die Daten selbst analysiert werden, einen umfassenden Überblick.“

Karl Villanueva von Hello Fresh zeigt wie Daten Auskunft über die Lieblingsrezepte der Kunden geben können

Allgemein ist die Software so konzipiert, dass sie jedem Benutzer, unabhängig von der Branche, essentielle Datenerkenntnisse sowie nützliche Visualisierungen liefert. So berichtete beispielsweise das Unternehmen Hello Fresh auf der Konferenz, wie es möglich ist mit Tableau verschiedene Datasources zu kombinieren, z. B. mit Google Analytics, um nützliche Dashboards zu kreieren. Hello Fresh wurde 2011 in Deutschland gegründet und ist mittlerweile international die Nummer 1 im Vertrieb von Kochboxen. Anhand von Tableau Dashboards, visualisiert durch Diagramme, kann Hello Fresh die Daten individuell für das eigene Marketing nutzen. Das heißt: Je nach Land, Saison und der jeweiligen Beliebtheit von Speisen, können die Hello Fresh Kochboxen angepasst werden. Die Tableau Software funktioniert für den Hersteller von Kochboxen als Tool, um die eigenen Daten für das Firmenmarketing effektiv zu nutzen.

Aber welchen Vorteile bietet Datenvisualisierungen Startups noch und wie beurteilen Analyst Cotgreave und Country Manager Jörgensen den Wirtschaftsstandort Berlin? Berlin sei eine Startup Zentrale. Viele ihrer Kunden würden von Tableau und Cloudworking profitieren. Eben das würde viele Vorteile für Neugründungen im Startup Bereich bedeuten, im Vergleich zu großen Unternehmen wie Lufthansa, die schon große Datenmengen mitbringen, die erst einmal aufgearbeitet werden müssten, so Cotgreave.

Jörgensen und Cotgreave sind sich darin einig, dass Berlin sehr digital orientiert sei. Startups würden von Anfang an ein Geschäftsmodell kreieren, das ihre Daten mit einbringt und für sie profitabel sei. DACH-Chef Jörgensen sieht vor allem den Überblick über die eigenen Daten als einen klaren Vorteil. „Insbesondere bei Finanzierungen ist es für Startups nützlich die Daten zu kennen, da Investoren aufgrund der rasanten Entwicklungen von Startups gern die Strukturen sehen möchten, bevor sie finanzielle Mittel zusichern. Gerade bei kleineren Unternehmen ist das entscheidend, um Investoren für sich zu gewinnen. Daten schaffen Sicherheit, da der Einsatz der Finanzmittel und das Wachstum an sich für die Investoren transparent sind“ so Jörgensen. Viele Analysten und Unternehmen sehen in Big Data das neue Öl, eine Ressource, die man sich zukünftig zu Nutze machen müsse, erklärte Cotgreave.

Tableau Software Inc.

Das Unternehmen Tableau Software Inc. mit Sitz im US-amerikanischen Seattle hat als Entwickler einer Visualisierungssoftware für Daten und Reporting einen neuen Markt erschlossen. Die Idee selbst entstand in Stanford, die Ausgründung fand 2003 unter Pat Hanrahan, Christoph Stolte und Christian Chabot statt. Nun hat die Tableau Inc. weltweit über 3000 Mitarbeiter. Global profitieren rund 61.000 Unternehmen von den effizienten Produkten rundum die Tableau Software. Davon circa 12.000 allein in Europa. Wo geografisch derzeit der weltweit stärkste Markt für die Software zu verzeichnen sei, wollten Cotgreave und Jörgensen allerdings nicht verraten, aber beide betonten, dass Europa in diesem Jahr einen enormen Marktanstieg zu verzeichnen hatte. (lj)

 

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