Hinter den Kulissen mit CCC Filmkunst

Im Gespräch mit Alice Brauner, Geschäftsführerin der CCC Filmkunst GmbH und Film-, Fernseh- und Web-Produzentin bei den CCC-Filmstudios

Die BERLINboxx traf Alice Brauner am Set von Matze, Kebab und Sauerkraut– so heißt der Film, den sie gerade in Berlin fürs ZDF produziert. 22 Drehtage sind für die Culture-Clash-Komödie geplant.

Die Frau hinter CCC Filmkunst

Nach ihrem Studium der Geschichte und Politologie arbeitete Alice Brauner zunächst als Redakteurin für verschiedene Printmedien und für die Stiftung Survivors of the Shoah Visual History Foundation. Es folgte die Promotion am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin über das Thema Antidemokratische und rassistische Tendenzen in der Neuen Rechten in Deutschland. 1999 wurde sie Fernseh-Moderatorin bei TV-Berlin, später bei n-tv.

Heute ist Alice Brauner in der Geschäftsführung der CCC Filmkunst GmbH und der CCC Filmstudios als Film-, Fernseh und Web-Produzentin tätig. Ihren ersten preisgekrönten Kinofilm, Der letzte Zug (2006), realisierte sie gemeinsam mit ihrem Vater. Es folgten weitere Produktionen wie Wunderkinder (2012) und Auf das Leben (2014). Außerdem kümmert sie sich um das Lizenzgeschäft, den digitalen Erhalt von Filmklassikern und die Vermarktung der Filmstudios in Berlin-Spandau. Aktuell entwickelt Alice Brauner mit dem WDR einen Event-Zweiteiler über Wernher von Braun.

Alice Brauner – die Produzentin

Als Geschäftsführerin der über 70 Jahre alten, seit kurzem sanierten CCC-Filmstudios konnte sie die erste deutsche Netflix-Serie Dark für ihre Ateliers gewinnen. Danach folgte eine Welle von herausragenden Serien- und Filmproduktionen wie Kudamm 59 für das ZDF, die Sky-Serie Acht Tage, sowie der Kinofilm Als Hitler das rosa Kaninchen stahl. Neben zahlreichen Preisen für ihre Filme, wie 2012 Die Romy als beste Produzentin eines deutschen Kinofilms, erhielt sie im November 2017 den Veuve Clicquot Business Woman Award als innovativste Unternehmerin Deutschlands. Dennoch, so sagt sie, kann sie nicht vom Produzieren allein leben. „Es braucht wahnsinnig viel Geld und noch mehr Zeit und Geduld, um gute Kinofilme zu realisieren. Oft werden Filmprojekte über Jahre entwickelt – der Drehbuchautor wechselt, man muss Klinken putzen, kämpft um Filmförderung, hat dabei zig wechselnde Ansprechpartner, die über staatliche Zuschüsse entscheiden. Bei Fernsehproduktionen wie Matze, Kebab und Sauerkraut ist das einfacher. Es gibt einen Redakteur und eine Redakteurin, in diesem Fall vom ZDF.“

Um das knapp bemessene Budget nicht zu überschreiten, ist Alice Brauner meist selbst am Set. Etwa viereinhalb bis sechs Minuten Film müssen pro Tag gedreht werden, das ist eine sportliche Herausforderung. In der nach wie vor von Männern dominierten Branche muss sie sich häufig verteidigen. „Oft muss ich denen klar machen, dass ich es bin, die von klein auf mit Film groß geworden und für die Finanzen verantwortlich ist.“

„Musik spielt bei vielen Filmen eine enorm wichtige Rolle,…“

Die CCC-Filmkunst-Geschäftsführerin kämpft um die Realisierung jedes einzelnen Films, zuletzt Crescendo #makemusicnotwar. Am 4. Juli konnte er auf dem 37. Filmfest München seine Weltpremiere feiern und wurde bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet – für die Regisseurin ein unglaublicher Erfolg: „Ich wollte schon immer mal mit einem Film nach München, doch zwei unserer Produktionen wurden abgelehnt, daher hatte ich wenig Hoffnung. Aber sofort nach Ende der Sichtung von Crescendo #makemusicnotwar zeigten sich die Festival-Verantwortlichen so begeistert, dass sie uns noch vor Ort eine Zusage gaben. Das macht mich unsagbar stolz!“ Die Partnersuche für das Drama über ein Orchester aus arabischstämmigen und jüdischen Musikern aus Palästina und Israel gestaltete sich für Brauner ziemlich schwierig. „Mit voller Begeisterung war von Anfang an HessenFilm und Medien mit an Bord, genauso wie uns auch der IDM Südtirol sofort unterstützt hat. Aber einen deutschen TV-Sender dafür zu gewinnen, erwies sich schlicht als unmöglich, und das, obwohl Andreas Schreitmüller, dem ich diesbezüglich zu großem Dank verpflichtet bin, alles versucht hat, um den für Arte notwendigen Koproduktionspartner unter allen potentiellen öffentlich-rechtlichen Sendern zu finden. Dem Projekt im wahrsten Sinne des Wortes ‚Flügel’ verlieh dann das Red Bull Media House, eher eine Zufallsbekanntschaft auf einer Berlinale-Veranstaltung, die das Projekt mit der Gap-Finanzierung gerettet hat. Sie haben die Realisierung unserer Produktion eigentlich erst möglich gemacht.“

Matze, Kebab und Sauerkraut

Am Set: Gerade produziert Alice
Brauner den Film Matze, Kebab
und Sauerkraut fürs ZDF | Foto: ZDF/Daniela Incoronato

Auch der Dreh mit Musikern und Schauspielern in Ländern wie Israel war für Alice Brauner eine Herausforderung. „Ich denke, dass das für den brillanten Regisseur, Dror Zahavi, nicht ganz einfach war. 70 Prozent des jugendlichen Orchesters bestand aus Laienschauspielern, die er geschickt führen musste. Den professionellen Schauspielern mussten Coaches das Musizieren beibringen. Das haben aber alle ziemlich gut gelernt, wie man an den Nahaufnahmen im Film sehen kann. In drei Ländern zu drehen, ist nie einfach, aber wir haben durch die jeweiligen Teams vor Ort perfekte Bedingungen vorgefunden.“ Für die Filmproduzentin spielt die Musik auch persönlich eine zentrale Rolle. „Ich habe die Liebe zur Musik mit Sicherheit von meinem Vater geerbt, der ja eigentlich Opernsänger werden wollte, was das Schicksal glücklicherweise zu verhindern wusste, sonst wären wir wohl alle verhungert. Musik spielt bei vielen Filmen eine enorm wichtige Rolle, sie kann zum inszenatorischen i-Tüpfelchen werden. In unserem Fall ist sie das wichtigste Bindeglied für den Frieden.“

Aktuell arbeitet Alice Brauner mit CCC Filmkunst an einer historischen Geschichte, die unter dem Titel Der Mann, der Hitler besiegte im Kino anlaufen soll. Die Produktion entsteht auf Wunsch ihres Vaters, für den es womöglich der letzte Film ist: „Eine wahre historische Geschichte, die kaum jemand kennt, die aber die Welt verändert hat. Arbeitstitel ist Der Mann, der Hitler besiegte und es geht um den Journalisten Rudolf Roessler, der Informationen der Wehrmacht an Russland weitergab.“ Auch wenn damit der Weg ihres Vaters als Produzent endet, werden wir von Alice Brauner sicher noch einiges hören. (dd)

Informationen

Mit einem Paukenschlag wird die langjährige Freundschaft von Noah (Franz Dinda) und Hakim (Omar El Saeidi) einer harten Prüfung unterzogen. Dummerweise verknallen sie sich in dieselbe Frau, die hippe Fotografin Charlotte (Christine Eixenberger). Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Männern ist ihre Religion. Der eine ist Jude, der andere Muslim. Um die Traumfrau, die noch dazu Christin ist, entspinnt sich zwischen den „best buddies“ ein erbittertes Duell. Die befreundeten Familien geraten in Streit, denn die Angebetete ist blond, blauäugig, deutsch und katholisch. Ein No-Go für die assimilierten Familien Hirschman und Abu Yazid.

How to find Young Professionals: Was will der Nachwuchs in der Immobilienbranche?

Millennials und die Generation Z drängen auf den Arbeitsmarkt und werden die Arbeitswelt noch für viele Jahre prägen. Sie sind der Nachwuchs, aus denen Unternehmen ihre Mitarbeiter rekrutieren – auch die Immobilienbranche. Für die Zukunft von Unternehmen ist es daher entscheidend, diese Generationen möglichst frühzeitig an sich zu binden. Doch was sind die Anforderungen junger Menschen an die Arbeitswelt?

Bedürfnisse junger Berufseinsteiger – Gehalt spielt immer noch eine zentrale Rolle

Bezahlung, Work-Life-Balance, Loyalität und Unternehmenskultur sind Begriffe, die in diesem Zusammenhang immer wieder als Motivationsfaktoren angeführt werden. Eine Studentenbefragung, die die Messe München im Vorfeld der Expo Real durchgeführt hat, legt jedoch nahe: Vor allem der schnöde Mammon entfaltet durchaus noch eine gewisse Zugkraft auf den Immobiliennachwuchs.

Von den rund 170 befragten Immobilienstudenten und Azubis finden 80% das Thema Gehalt wichtig oder gar sehr wichtig. In der Rangliste der wichtigsten Kriterien bei der Arbeitgeberwahl landen nur zwei Aspekte vor der Kohle: Unternehmenserfolg (89%) und flexible Arbeitszeiten (84%).

Forderungen des jungen Nachwuchses oft unrealistisch

Geschäftsführer, Headhunter und Young Professionals diskutierten dazu auf dem Career Day auf der Immobilienmesse EXPO Real und versuchten Antworten zu finden. Denn aktuell ist der Markt sehr arbeitnehmerfreundlich. Einsteiger können sich ihren Job aussuchen, die Unternehmen bewerben sich um die Spitzenkräfte – nicht umgekehrt!

Doch durch die hohe Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften sind die Vorstellungen von Arbeitnehmern oft auch überzogen. Die eigenen Vorstellungen und die Realität in Bezug auf den eigenen Wert für den Arbeitgeber klaffen oft deutlich auseinander. „Leider matcht der Anspruch oft nicht mit der Leistung“, sagt Susanne Tattersall, geschäftsführende Gesellschafterin des deutschlandweit aktiven Immobilienverwalters Tattersall·Lorenz.

Gesprächsrunde auf der EXPO REAL: v.l.n.r. Caroline Manteuffel, GARBE Industrial Real Estate GmbH, Inga Beyler, Bernd Heuer Karriere GmbH & Co. KG, Susanne Tattersall, TATTERSALL·LORENZ Immobilienverwaltung und -management GmbH, Reinhard Kutscher, Union Investment Real Estate GmbH. Foto: Business Network

Berufswahl – Reputation und Unternehmenskultur als zentrales Kriterium

Wenn es darum geht, Mitarbeiter nicht nur zu gewinnen, sondern auch zu langfristig zu halten, ist die passende Unternehmenskultur ein wichtiger Aspekt. Und sie wird in einer Zeit, in der viele Unternehmen ähnliche Nebenleistungen anbieten, immer häufiger zum entscheidenden Faktor. Denn es gibt viele „Do’s and Don‘ts“ im Umgang miteinander. Sie entscheiden über die Motivation eines jungen Arbeitnehmers und letztlich auch über dessen Verbleib im Unternehmen. Auch die Authentizität eines Unternehmens ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Faktor.

Susanne Tattersall bestätigt, dass das Image und die unternehmerische Ausrichtung eine wichtige Rolle spielen: „Die Reputation unseres Unternehmens ist ein entscheidendes Kriterium. Wir verwalten für interessante Kunden interessante Immobilien. Und wir sind im besten Sinne Mittelstand. Wer sich bei uns im Unternehmen wirklich einbringt, kann sich entwickeln und es weit bringen – anders als vielleicht in einem Konzern mit starren Strukturen.“

Steigende Gehaltswünsche bei Immobilienstudenten

Ein zentrales Thema waren – natürlich – auch die steigenden Gehaltswünsche der Immobilienstudenten. Susanne Tattersall bestätigte einen Anstieg der Lohnvorstellungen um 30 Prozent: „Ein Bachelorabsolvent mit einem zweijährigen Studium startet deutlich unter 40.000 Euro. Bei einem Masterabsolventen kann ich schon eher verstehen, wenn er in Richtung 50.000 Euro schaut. Dann kommt es auf die Region an. In Berlin sind die Gehälter am niedrigsten, im Süden am höchsten, Frankfurt, Düsseldorf oder Hamburg liegen dazwischen“. Wie viel Arbeitgeber dann aber tatsächlich bereit sind, zu zahlen, ist vom Einzelfall abhängig: Hier spielen Faktoren wie Abschlussnoten, Praktika und der persönliche Eindruck eine wichtige Rolle.

Erfahrung schon in der Ausbildung gewinnen

Wie wichtig es ist, junge Menschen für das Unternehmen zu begeistern, betont auch Dr. Reinhard Kutscher, Vorsitzender der Geschäftsführung der Union Investment Real Estate GmbH: „Es ist entscheidend für eine langfristige Bindung, junge Menschen direkt nach der Ausbildung oder dem Studium an das Unternehmen zu binden. Doch Führungskräfte wünschen sich oft erfahrene Leute – was ein Widerspruch ist, denn Berufseinsteiger müssen sich erst noch beweisen. Ein guter Ansatz ist aus meiner Sicht eine interdisziplinäre und duale Ausbildung, wie sie beispielsweise die HSBH Hochschule anbietet. So arbeiten junge Menschen schon neben dem Studium in den Unternehmen, lernen diese kennen und eine nachhaltige Bindung kann sich somit schon in der Ausbildung entwickeln. Ein Gewinn für beide Seiten.“

Klar ist, dass sich die Ansprüche des Nachwuchses in der Immobilienbranche verändert haben. Zwar ist der Lohn weiterhin ein relevantes Kriterium, allerdings nehmen inzwischen auch die Unternehmenskultur, transparente Gehälter und flexible Arbeitszeiten eine zunehmend wichtige Rolle für junge Arbeitnehmer ein. Eine Entwicklung, auf die die Branche sich in vielen Bereichen noch einstellen muss. Denn nur so kann es gelingen, Young Professionals zu gewinnen und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. (ak)

 

 

Berliner Senat setzt sich gegen Identitätsdiebstahl ein

Der Berliner Senat will sich künftig mehr gegen Identitätsdiebstahl einsetzten. Auf Vorlage des Justizsenators Dr. Dirk Behrendt (Bündnis 90/ Die Grünen) hat der Senat am vergangenen Dienstag eine Bundesinitiative zur Bekämpfung des Identitätsdiebstahls beschlossen. Die Bundesregierung wird darin aufgefordert, neue gesetzliche Regelungen zur stärkeren Bekämpfung dieser Form von kriminellen Machenschaften zu prüfen. Der Anlass ist die zuletzt starke Zunahme von Identitätsdiebstählen im Internet.

Berliner Senat: Identitätsdiebstahl vor allem im Internet

Senator Behrendt äußerte sich dazu: „Identitätsdiebstahl spielt vor allem im Versandwarenhandel eine große Rolle. Es werden auf fremden Namen Waren bestellt, aber nicht bezahlt. Im Ergebnis sehen sich unbescholtene Bürgerinnen und Bürger mit Inkassoforderungen und Schufa-Einträgen konfrontiert. Diesem kriminellen Handeln muss ein Riegel vorgeschoben werden.“

Ziel der Bundesratsinitiative ist es, bei Unternehmen mehr Transparenz zu schaffen, welche die Bonitätsprüfung vornehmen. Dazu zählt unter anderem die SCHUFA Holding AG. Denn bisher verantwortet ein Warenhaus, das Waren auf Rechnung verzeichnet, die Einhaltung der Zahlung nicht selbst. Bei Nichtzahlung gibt es die Forderungen in der Regel an ein Inkassounternehmen ab. Dieses ermittelt dann die Adresse des vermeintlichen Schuldners. Parallel zur Mahnung wird dann meist schon eine Meldung an die SCHUFA versendet. Wenn Unternhemen oder Verbraucher Einsicht in ihre Daten bei der SCHUFA erhalten wollen, müssen sie in der Regel ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen.

67,7 Prozent der Betrugsfälle im Internet

Allein in Berlin sind im vergangenen Jahr 30.009 Fälle von Waren- und Warenkreditbetrug registriert worden. 67,7 Prozent der Betrugsfälle fanden im Internet statt. Opfer von Identitätsmissbrauch sind unter anderen auch 40 Parlamentarier. Neben Mahnverfahren drohen Eintragungen bei der SCHUFA, die man ohne Anwalt meist nicht mehr löschen kann. (lb)

Start der Berliner Gründersaison mit den Deutschen Gründer- und Unternehmertagen

Auf den Deutschen Gründer- und Unternehmertagen (deGUT) startete der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) erfolgreich in eine neue Runde. Dort erläutern Organisatoren und angesehene BPW-Gründer den Mehrwert eines guten Businessplans. Jedes Jahr sind die deGUT ein gut besuchtes Event in der Hauptstadt.

Durchstarten mit dem richtigen Businessplan

Eine erfolgreiche Unternehmensgründung funktioniert nur mit einem ausgereiften Konzept. Dazu braucht es eine richtige Idee zum richtigen Zeitpunkt. In der Theorie klingt diese Erfolgsformel simpel, jedoch ist die Ausarbeitung eines tragfähigen Geschäftskonzeptes in der Praxis um einiges komplizierter. Zukünftige Gründer müssen sich mit Fragen des Marktsegments, der Zielgruppenansprache, der Finanzierung oder auch der Organisationsform auseinandersetzen. Kurzum: Ein stimmiger Businessplan muss her.

Start-up Synfioo profitierte vom Gründerprogramm

„Anfangs waren wir besonders stolz auf die hochkomplexen Algorithmen und großen Datenmengen, die sich in unserer Softwarelösung verstecken. Doch die waren es nicht, die potentielle Kunden interessiert haben“, so Marian Pufahl, Mitgründer des Logistik-Startups Synfioo. Insbesondere im ersten Geschäftsjahr stoßen Gründer schnell auf ungeahnte Herausforderungen. In dem Fall von Synfioo hatte es dank dem Gründerprogramm des Businessplan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg ein gutes Ende. „Erst als wir unser Produkt auf die genaue Vorhersage der Ankunftszeiten zugespitzt hatten, konnten wir die Kunden überzeugen“, sagte Pufahl von Synfioo. Ohne das ehrliche Feedback und das umfangreiche Wissen des Gründerprogramm Teams zum Thema Businessplan, wäre das Start-up jetzt nicht so erfolgreich. Derweil zählt unter anderem der holländische Logistik-Konzern Jan de Rijk mit mehr als 1.000 Lastwagen zu den Kunden von Synfioo.

Die Deutschen Gründer- und Unternehmertage sind seit Jahren gut besucht

Diese und weitere wertvolle Tipps gaben, unter anderem die Gründer von Synfioo, dem neugierigen Publikum am vergangenen Freitag auf den Gründer- und Unternehmertagen mit. Bereits seit 1996 hilft der BPW Gründerinnen und Gründern ihre Ideen in echte und vor allem tragfähige Geschäftskonzepte zu verwandeln und ist damit die älteste Gründungsinitiative Deutschlands. Mit 1.900 bestehenden Unternehmen und 12.500 neu entstandenen Arbeitsplätzen ist er ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region Berlin-Brandenburg und ein wahrer Gründungsinkubator. Über 1.000 Experten und 300 Berater nehmen sich ehrenamtlich Zeit für die Gründerinnen und Gründer, bewerten Geschäftskonzepte und geben Hinweise, wie der Businessplan sich verbessern lässt.

Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) ist Deutschlands größte regionale Existenzgründungsinitiative. Rund 90 Prozent der aus dem BPW gegründeten Unternehmen sind bis heute aktiv. Der BPW wird organisiert von der Investitionsbank Berlin (IBB), der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) sowie den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg (UVB). (red)

Mehr Infos: www.b-p-w.de

Hashtag #wirgründen.

Lufthansa: Spohr unterschreibt Kaufvertrag für AirBerlin

Die Lufthansa übernimmt große Teile der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin. Beide Unternehmen unterzeichnen heute um 12.00 den entsprechenden Kaufvertrag, wie Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Donnerstag in Berlin ankündigte. „In der Tat ist das heute ein großer Tag, den wir in ein paar Stunden mit der Unterschrift besiegeln“, sagte Spohr.

Auch wenn Air Berlin und Lufthansa sich bereits einig sind, steht zunächst noch die kartellrechtliche Überprüfung bevor. Der Luftverkehrsberater Gerald Wissel erwartet eine vertiefte kartellrechtliche Überprüfung der EU-Kommission, gab er gegenüber der Berliner Morgenpost an. Die Marktverhältnisse auf einzelnen Strecken würden dabei überprüft. Es besteht die Möglichkeit, dass Lufthansa Start- und Landerechte (Slots) auf einzelnen Verbindungen freigeben müsse. Für den Fall, dass der Deal zwischen Air Berlin und Easy Jet nicht zustande kommt, „wird die kartellrechtliche Genehmigung für Lufthansa noch schwieriger zu bekommen sein“, so Wissel gegenüber der Berliner Morgenpost.

Übernahme von 3000 Mitarbeitern geplant

Lufthansa- Chef Carsten Spohr kündigte unterdessen an, dass voraussichtlich 81 Flugzeuge und 3000 MitarbeiterInnen übernommen und so eine Summe von rund 1,5 Milliarden Euro in die Überreste der bankrotten Fluggesellschaft Air Berlin investiert werden würden. Demzufolge sollen die MitarbeiterInnen von den nicht von der Insolvenz betroffenen Tochtergesellschaften Niki und LG Walter direkt übernommen werden. Die restlichen 1.500 Stellen sollen über Neubewerbungen besetzt werden. Der Branchen- Primus Lufthansa plant eine Übergangszeit von 6 bis 9 Monaten für die Übernahme Air Berlins.

Aus Sicht Spohrs wird das Aus für Air Berlin und andere Anbieter die Ticketpreise aber nicht nach oben treiben. Er geht davon aus, dass der Wettbewerbsdruck weiter zunehmen wird, wodurch die Preise weiter sinken werden. (red)

vPE Bank am Potsdamer Platz feiert einjähriges Jubiläum am neuen Standort

„Innovative Bankstrategien sichern die Zukunft“

Gäste aus ganz Deutschland feierten mit den Direktoren der vPE Bank Thomas Kickermann, Richard Giessel und Karen Terpogossov das einjährige Bestehen der Bank am Potsdamer Platz.

In seiner Begrüßungsrede bedankte sich Thomas Kickermann für die Wertschätzung der Kunden für die Erfolgskriterien der Bank: „Unabhängigkeit, Transparenz und Vertrauen sind unsere Handlungskriterien. Diese konsequente Ausrichtung unseres Handelns an den Interessen unserer Kunden bestätigt uns in unserer Geschäftspolitik“, so Kickermann. Karen Terpogossov ergänzt: „Es kommt jetzt darauf an, die Bank zu einer Bank 4.0 weiterzuentwickeln. Innovative Bankstrategien sichern die Zukunft.“

Die vPE Bank konnte in dem ersten Jahr in den Räumen am Potsdamer Platz die Kundenbasis signifikant ausbauen. Nach dem Empfang erwartete die Gäste ein konzertantes Erlebnis der Sonderklasse. Vom Bankhaus ging es per pedes in die gegenüberliegende Philharmonie zum Einstandskonzert des neuen Chefdirigenten und künstlerischen Leiters des Deutschen Symphonie-Orchesters, Robin Ticciati.

Glanzvoller Auftakt von Robin Ticciati in der Philharmonie. Q: BERLINboxx

Gäste bei diesem beeindruckenden Debüt mit Werken von Ri­chard Strauss, „Also sprach Zarathustra“,  Jean-Féry Rebel, „Les éléments“ und der deut­schen Erst­auf­füh­rung von Tho­mas Lar­chers Sym­pho­nie Nr. 2 „Ke­no­taph“ waren Haus­herr Sir Simon Ratt­le, gleichzeitig Mentor des jungen gerade mal 34-jährigem Chefdirigenten, Kul­tur­staats­mi­nis­te­rin Mo­ni­ka Grüt­ters, Bun­des­tags­prä­si­dent Nor­bert Lam­mer, und der lang­jäh­ri­ge Re­gie­ren­de Klaus Wo­wer­eit, Meret Be­cker, Boris Al­ji­no­vic und TV-Talkerin Dunja Hayali sowie der britische Botschafter Sir Sebastian Wood und GASAG-Chefin Vera Gäde-Butzlaff.

Thomas Kickermann war sich mit seinen Gästen einig: „Ein herausragender kultureller Abend und der Beginn einer inspirierenden Ära für das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin.“ (FS)

 

Link: http://sonycenter.vpeag.com/

 

Titelfoto: v.l.n.r.: Thomas Kickermann, Managing Director, Richard Giessel, Executive Relationship Manager, Karen Terpogossov, Managing Director. Q: vPE Bank

SANUS AG: Abschluss der Rohbauarbeiten am Wohnensemble GREENVILLAGE

56 Wohnungen im Alt- und Neubau in der Richard-Sorge-Straße 68 in Szenebezirk Friedrichshain

Die SANUS AG hat die Rohbauarbeiten  am Wohnensemble GREENVILLAGE in der Friedrichshainer Richard-Sorge-Straße 68 abgeschlossen. Auf einem Areal von rund 1.500 Quadratmetern entstehen an dem Standort insgesamt 56 Wohnungen für Singles und Familien. Die Wohnungen sind zwischen 46 und 173 Quadratmeter groß.

Siegfried Nehls, Vorstand SANUS AG: „Der Reiz bei diesem Projekt ist es, ein Bestandsgebäude von 1910 von Grund auf zu sanieren und im ehemaligen Hofbereich das Quergebäude durch einen Neubau zu ersetzen. Das Zusammenspiel von Tradition und zeitgemäßer Architektur mit einer markanten Formensprache schafft so ein spannendes Wechselspiel unterschiedlicher Architektursprachen“.

Nach der Sanierung des Altbaus, der komplett entkernt wurde und durch eine U-förmige Bebauung ergänzt wird, entstehen so 16 Wohneinheiten einschließlich eines neuen Dachgeschosses. Im Neubau werden 40 Wohnungen entstehen. Nebeneinander angeordnet sind die großen Fensterflächen und die Balkone zueinander versetzt, wodurch das Bild einer dreidimensionalen Bewegung auf der Fassade entsteht. Der Neubau greift die Grund-DNA des benachbarten Altbaus auf und übersetzt diese in die Moderne. Das Ergebnis ist ein Ensemble, in dem Alt und Neu zu einer aufregenden Optik verschmelzen.

Fassade Neubau Richard-Sorge-Straße

Neben den Wohnungen auf einer Nutzfläche von knapp 4.900 Quadratmetern entstehen drei Gewerbeeinheiten (Zwei im Altbau und eine im Neubau) und 11 Tiefgaragenplätze.

„Wohnprojekte in Friedrichshain stellen Projektentwickler immer vor besondere Herausforderungen, denn die Menschen, die es in den Bezirk zieht, legen Wert auf hochwertige Individualität und Vielfalt“, so Siegfried Nehls. „Mit dem Projekt GREENVILLAGE schaffen wir nicht nur Alt- und Neubauwohnungen, sondern decken ein großes Spektrum an Wohnungsgrößen und -grundrissen ab und schaffen damit die besten Voraussetzungen für individuelles Wohnen in einem der angesagtesten Bezirke Berlins.“

Im Frühjahr 2018 soll die Sanierung des Altbaus abgeschlossen sein, im Sommer 2018 erfolgt die Fertigstellung des Neubaus.
Bildrechte: SANUS AG

Link: http://www.sanus-ag.de/

 

Bundestagswahl 2017: Merkel geht in die Verlängerung

Angela Merkel bleibt für weitere vier Jahre die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Ein herber Schlag für die SPD und den Kanzlerkandidaten Martin Schulz. Obwohl die Wahlprognose schon im Vorfeld zu Gunsten der Kanzlerin ausfiel, ist die Enttäuschung bei den Sozialdemokraten groß.

Wahlergebnisse

Hier ein Überblick über den momentanen Stand:

Allen voran liegt die CDU/CSU mit 33 Prozent der Wahlstimmen. Im Vergleich zum Jahr 2013 sind das deutlich weniger Stimmen (-8,5 Prozent). Auch die SPD hat mit ihren 20,5 Prozent circa 5,2 Prozent verloren. Dagegen hat die AFD mit 12,6 Prozent fast 8 Prozent Wachstum in der letzten Wahlperiode dazugewonnen. 10,7 Prozent der Wählerstimmen konnte die FDP bisher verbuchen und schaffte somit einen deutlichen Zuwachs an Stimmen (+5,9 Prozent). Dicht dahinter liegt die Die Linke mit 9,2 Prozent und Bündnis 90/Die Grünen mit 8,9 Prozent. 5,1 Prozent der Stimmen gingen an sonstige Parteien (Quelle: dpa-info.com – Stand 12:00 Uhr).

Wahlbeteiligung

Bundesweit fiel die prognostizierte Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2013 höher aus. Mit 76,2 Prozent beteiligten sich über drei Prozent mehr Wahlberechtigte an der Bundestagswahl. Die Hauptstadt liegt zwar unter dem Bundesdurchschnitt und hat nur eine Wahlbeteiligung von 60,3 Prozent vorzuweisen, allerdings sind das 1,9 Prozent mehr als noch 2013. (red)

Bild © 2017 Pixabay

Bundestagswahl 2017: Vorläufig amtliches Ergebnis

Die Union mit Kanzlerin Merkel siegt – schneidet aber mit 33 Prozent deutlich schlechter ab als im Jahr 2013. Die SPD fällt auf ein historisches Tief mit knapp mehr als 20 Prozent. Die AfD wird drittstärkste Kraft. 

Experten begrüßen Beschluss zur Mietpreisbremse

Die Mietpreisbremse wurde 2015 von der Großen Koalition beschlossen und hatte das Ziel, einen gerechten Ausgleich zwischen Mieter- und Vermieterinteressen zu schaffen. Die Regelung sieht vor, dass bei der Wiedervermietung von Bestandswohnungen die zulässige Miete in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt höchstens auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete zuzüglich 10 Prozent angehoben werden darf.

Nun stufte das Landgericht Berlin die Mietpreisbremse als Verstoß gegen das Grundgesetz ein. Denn das Gesetz führe zu einer Ungleichbehandlung von Vermietern, so die Begründung des Gerichts. Das verstoße gegen Artikel 3, Absatz 1 des Grundgesetzes. (BERLINboxx berichtete….)

Aus Sicht von Immobilienexperte Carsten Heinrich, Geschäftsführer des Immobilienunternehmens Rubina Real Estate, der richtige und logisch nachvollziehbare Schritt. „Um die Ursache des Wohnungsmangels und der hohen Mieten zu bekämpfen ist dieses Regulierungsinstrument vollkommen ungeeignet. Die ortsübliche Vergleichsmiete als Referenzpunkt heranzuziehen ist viel zu ungenau. Dieser Faktor war immer rechtsunsicher und streitfällig, ein qualifizierter Mietspiegel wäre da ein belastbarerer Vergleichspunkt gewesen. Das Gesetzt krankte von Beginn an an der Ungleichbehandlung der Vermieter, was durch die Richter ja auch besonders betont wurde.“

Der Großteil der Experten ist sich einig, dass die steigenden Mieten auf die hohe Nachfrage sowie ein zu geringes Angebot zurückzuführen sind. Das ist das Einmaleins der Marktökonomie, denn senken lassen sich die Preise wohl nur durch einen intensivierten Wohnungsneubau. Doch genau dieser Wohnungsneubau wird durch eine Mietpreisbremse für Investoren unattraktiv.

„Wir leben in einer Marktwirtschaft“, so Heinrich. „Jeder Ökonom kann Ihnen erklären: Die Preise sinken nur, wenn sich das Angebot erhöht. Wir brauchen also ein Investitionsprogramm, ähnlich den Programmen aus der Vergangenheit, die etwa Steueranreize geboten haben.“

Hinzu kommt, dass es zum Beispiel in Berlin bis zu drei Jahre dauert, bis ein Neubau genehmigt wird. „Es gibt insbesondere in Berlin genügend Flächen um neue Wohnungen zu bauen, nur müssten diese genehmigt werden“, sagt Heinrich und verweist darauf, dass die Mietpreisbremse ja nichts daran ändert, dass Wohnungen fehlen.

Ein entscheidender Punkt ist aus Sicht des Immobilienexperten auch die  Verunsicherung ausländischer Investoren durch Gesetze wie die Mietpreisbremse. Das Unternehmen Rubina Real Estate ist spezialisiert auf Anleger, insbesondere aus dem Nahen Osten und dem chinesischen Raum. „Berlin ist mehr und mehr zu einer internationalen Stadt geworden. Im Übrigen ist man sehr stolz darauf, dass die deutsche Hauptstadt nun auch über metropolitanen Charakter verfügt. Es ist kontraproduktiv, ausländische Investoren durch Regulierungsinstrumente zu verunsichern und sogar zu verschrecken. Das verhindert, dass Geld, kulturelles Flair und internationale Bedeutung in die Hauptstadt kommen.“

Heinrich hält Verhältnisse wie in London oder Paris, in denen sich Normalverdiener schon lange keine Wohnungen in zentraler Lage mehr leisten können, nicht für erstrebenswert, aber auch für unwahrscheinlich in Berlin. „Ich denke, dass allen Bevölkerungsschichten ausreichend angemessener Wohnraum zur Verfügung stehen sollte, so wie das auch durch die Bundesregierung gefordert wird. Das geht nicht ohne zu bauen und dann sind Mietpreisbremsen, die ohnehin nicht funktionieren, gänzlich überflüssig.“

Was Berlin betrifft, ist Heinrich optimistisch: „Berlin ist speziell. Als europäische Metropole hat die Stadt einfach noch einen extremen Nachholbedarf was die Mieten betrifft, das reguliert sich im Moment etwas. Dennoch sind wir hier von Innenstädten ausschließlich für Reiche weit entfernt.“

Kritik kommt auch aus der Politik. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in der jüngsten Vergangenheit mehrfach von der Mietpreisbremse distanziert. Die Kanzlerin verwies darauf, dass das Gesetz nicht den gewünschten Effekt erzielt und kritisierte die Pläne der SPD, eine neue und verschärfte Mietpreisbremse einzuführen. Stattdessen wäre es sinnvoll, die Bedingungen für den Wohnungsneubau zu verbessern.

Für Berlins Justizsenator Dirk Behrend (Grüne) hingegen gilt die Mietpreisbremse nach wie vor. Der Berliner Senat werde am Freitag im Bundesrat eine Initiative zur Verschärfung der Mietpreisbremse einbringen, so Behrendt weiter.

Die Entscheidung über Zulässigkeit oder Unzulässigkeit der Mietpreisbremse wird nun das Bundesverfassungsgericht treffen müssen, nur dieser Instanz ist es vorbehalten, eine Rechtsnorm für verfassungswidrig zu erklären. (ak)

Bild: Carsten Heinrich, Geschäftsführer Rubina Real Estate. Bildquelle: Rubina Real Estate

Link zum UNternehmen: https://www.rubinarealestate.com/