Positives Fazit nach IHK-Delegationsreise nach Tokio

Von Samstag, den 18. Mai bis Donnerstag, den 23. Mai, waren 27 Berliner Unternehmen und Vertreter von Verbänden mit dem regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller auf Delegationsreise in der japanischen Hauptstadt Tokio. Alle Anwesenden waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden und zogen ein positives Fazit.

Die erste Möglichkeit mit potentiellen Partnern ins Gespräch zu kommen

Delegationsreisen bieten deutschen Unternehmen die Chance, ihren Zielmarkt zu erkunden und erste Geschäftskontakte zu knüpfen. Japan gehört zu den wichtigsten Berliner Exportmärkten mit vielen potentiellen Partnern. So reisten verschiedene Berliner Unternehmen, die auf der Suche nach einem Partner für Japan und den asiatischen Raum waren, in die Hauptstadt.

Konkreten Vereinbarungen wurden unterzeichnet

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Wirtschaftsdelegation lagen auf den Bereichen Urbanisierung/ Infrastruktur, Gesundheitswirtschaft und digitale Wirtschaft.

Jan Eder, Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin sieht Berlins Stärken eindeutig in den Bereichen Gesundheit, Digitales und Infrastruktur. Für ihn steht fest: „Die Lösungen für die großen Probleme unserer Zeit werden von den Metropolen der Welt ausgehen. Berlin muss Teil davon sein und seinen Weg finden.“ Umso erfreuter ist er über die erfolgreichen Wirtschaftsgespräche die zur Unterzeichnung von konkreten Vereinbarungen geführt haben.

Auch die Alba Group und das japanische Unternehmen SEIU bestätigten zum Auftakt des Wirtschaftsforums Berlin Tokyo ihre Zusammenarbeit beim Bau einer Recyclinganlage in Japan. Umgekehrt plant der japanische Telekommunikationskonzern NTT Investitionen in Höhe mehrerer Millionen für den Bau eines Rechenzentrums in Berlin.

 „Die Metropolen werden zunehmend zu Treibern beim Klimaschutz und bei der Energiewende“

Michael Geißler, Geschäftsführer der Berliner Energieagentur hält die Zusammenarbeit der Metropolen ebenfalls für einen sehr wichtigen Schritt. Vor allem beim Klimaschutz und bei der Energiewende seien die Metropolen zunehmend die Treiber. „Berlin hat gute Chancen, mit Großstädten wie Tokio gemeinsame Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien und Mobilität auf den Weg zu bringen“, sagte er.

Claus Biernoth, Vice President Sales der First Sensor AG, nutzte die Delegationsreise um den Aufbau einer japanischen Organisation für First Sensor zu prüfen und verschiedene Geschäftsmöglichkeiten mit namenhaften japanischen Unternehmen herauszuarbeiten.

Alle Beteiligten waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Tagung und blicken positiv in die Zukunft. „Erfahrungsgemäß braucht der Aufbau einer Partnerschaft Zeit, aber wir sind optimistisch, dass sich aus diesen Gesprächen mehr entwickelt“, so Leonhard Lischka, Geschäftsführer der Lischka GmbH und ebenfalls Teilnehmer der Delegation. (tf)

Turnschuhe und Shorts statt Roulettekugeln und Pokerblatt: Spielbank Berlin nimmt auch in diesem Jahr wieder am Berliner-Firmenlauf teil

Vom Brandenburger Tor an die Spree, zur Siegessäule und über die Straße des 17. Juni wieder zurück: Der IKK BB Berliner Firmenlauf mit einer Streckenlänge von 5,5 Kilometern ist eine feste Frühjahrstradition im Berliner Eventkalender und inspirierte auch in diesem Jahr wieder zehntausende lauffreudige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus kleineren und größeren Unternehmen sowie vielen anderen Organisationen.

Ein Appell, dem die Spielbank Berlin gerne folgte und zu diesem besonderen Event wieder ein eigenes Team ins Rennen schickte. Diese konnten sich im Wettbewerb mit 19.000 anderen Läuferinnen und Läufern von 1.118 Firmen messen und ihren Sportsgeist unter Beweis stellen.

Teamgeist und Ausdauer sind entscheidend!

Die Startplätze des Berliner Firmenlaufs sind begehrt und schon lange im Voraus ausverkauft. Für die Spielbank Berlin, als feste Institution in der Hauptstadt, ist die Teilnahme am Firmenlauf eine Selbstverständlichkeit. „Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr wieder ein größeres Team für die Teilnahme an dem Berliner-Firmenlauf begeistern konnten“, so Spielbank Geschäftsführer David Schnabel. „Teamgeist und Ausdauer sind auch für uns entscheidend. Wie im Sport ist es für uns wichtig, den Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen zu fördern. Spaß an der Arbeit und Zufriedenheit im Job sind elementare Voraussetzungen für erfolgreiche Unternehmen. Aus diesem Grund haben wir in den letzten Monaten bewusst den Fokus auf das Thema Sport und Gesundheit gelegt. Wir bieten innerbetriebliche Gesundheitstage und Rückenschulungen an.“

Die Läufer und Läuferinnen starteten gegen 19.20 Uhr auf die 5,5 Kilometer lange Laufstrecke. Vom Start am Brandenburger Tor wurde zunächst das Holocaust-Mahnmal umrundet. Anschließend ging es entlang des Tiergartens in Sichtweit der Spielbank Potsdamer Platz und vom Reichpietschufer der Spree auf die Siegessäule zu. Auf der Schlussstrecke über die Straße des 17. Juni in Richtung des Brandenburger Tors wurden letzte Reserven ausgespielt, bevor die Läuferinnen und Läufer das Ziel am Brandenburger Tor erreichten. Das Team der Spielbank hat die 5,5 Kilometer lange Strecke in kleineren Gruppen absolviert, die sich – je nach Trainingsstand – gegenseitig zu persönlichen Bestleistungen motiviert haben. Team-Sieger waren an diesem Abend Jörg Heger und Stefan Gittel, die mit ihrer Laufzeit den restlichen Kolleginnen und Kollegen im wahrsten Sinne des Wortes „davon gelaufen sind“.

Gewinne des Firmenlaufs kommen sozialen Projekten zugute

Entscheidend für die Spielbank Berlin ist jedoch nicht nur der sportliche Ehrgeiz und Erfolg, sondern vor allem der soziale Nutzen des Firmenlaufs. Schließlich kommen die Gewinne der Veranstaltung dem Sonnenhof, das Hospiz für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene der Björn Schulz Stiftung und dem Kinder-, Jugend- und Wettkampfsport im SC Tegeler Forst e. V. zugute.

Die Spielbank Berlin unterstützt nicht nur seit vielen Jahren kulturelle und sportliche Events der Bundeshauptstadt, sondern ermöglicht auch ihren Beiräten die Unterstützung von unterschiedlichen sozialen Einrichtungen, Projekten und Vereinen aus dem Budget eines eigenen Fördertopfes. Erst kürzlich wurden durch die Beiratsmitglieder der Spielbank Berlin Schecks im Wert von insgesamt über 30.000 Euro an den TSV Wittenau, den Köpenicker Mellowpark, den SCL Sportclub Lebenshilfe Berlin e.V., die TSG 1898 e.V., den TSV Spandau e.V., das schwule Anti-Gewalt-Projekt MANEO und die Initiative „Berlin schockt“ des ASB überreicht. (red)

Start der Berliner Gründersaison mit den Deutschen Gründer- und Unternehmertagen

Auf den Deutschen Gründer- und Unternehmertagen (deGUT) startete der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) erfolgreich in eine neue Runde. Dort erläutern Organisatoren und angesehene BPW-Gründer den Mehrwert eines guten Businessplans. Jedes Jahr sind die deGUT ein gut besuchtes Event in der Hauptstadt.

Durchstarten mit dem richtigen Businessplan

Eine erfolgreiche Unternehmensgründung funktioniert nur mit einem ausgereiften Konzept. Dazu braucht es eine richtige Idee zum richtigen Zeitpunkt. In der Theorie klingt diese Erfolgsformel simpel, jedoch ist die Ausarbeitung eines tragfähigen Geschäftskonzeptes in der Praxis um einiges komplizierter. Zukünftige Gründer müssen sich mit Fragen des Marktsegments, der Zielgruppenansprache, der Finanzierung oder auch der Organisationsform auseinandersetzen. Kurzum: Ein stimmiger Businessplan muss her.

Start-up Synfioo profitierte vom Gründerprogramm

„Anfangs waren wir besonders stolz auf die hochkomplexen Algorithmen und großen Datenmengen, die sich in unserer Softwarelösung verstecken. Doch die waren es nicht, die potentielle Kunden interessiert haben“, so Marian Pufahl, Mitgründer des Logistik-Startups Synfioo. Insbesondere im ersten Geschäftsjahr stoßen Gründer schnell auf ungeahnte Herausforderungen. In dem Fall von Synfioo hatte es dank dem Gründerprogramm des Businessplan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg ein gutes Ende. „Erst als wir unser Produkt auf die genaue Vorhersage der Ankunftszeiten zugespitzt hatten, konnten wir die Kunden überzeugen“, sagte Pufahl von Synfioo. Ohne das ehrliche Feedback und das umfangreiche Wissen des Gründerprogramm Teams zum Thema Businessplan, wäre das Start-up jetzt nicht so erfolgreich. Derweil zählt unter anderem der holländische Logistik-Konzern Jan de Rijk mit mehr als 1.000 Lastwagen zu den Kunden von Synfioo.

Die Deutschen Gründer- und Unternehmertage sind seit Jahren gut besucht

Diese und weitere wertvolle Tipps gaben, unter anderem die Gründer von Synfioo, dem neugierigen Publikum am vergangenen Freitag auf den Gründer- und Unternehmertagen mit. Bereits seit 1996 hilft der BPW Gründerinnen und Gründern ihre Ideen in echte und vor allem tragfähige Geschäftskonzepte zu verwandeln und ist damit die älteste Gründungsinitiative Deutschlands. Mit 1.900 bestehenden Unternehmen und 12.500 neu entstandenen Arbeitsplätzen ist er ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region Berlin-Brandenburg und ein wahrer Gründungsinkubator. Über 1.000 Experten und 300 Berater nehmen sich ehrenamtlich Zeit für die Gründerinnen und Gründer, bewerten Geschäftskonzepte und geben Hinweise, wie der Businessplan sich verbessern lässt.

Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) ist Deutschlands größte regionale Existenzgründungsinitiative. Rund 90 Prozent der aus dem BPW gegründeten Unternehmen sind bis heute aktiv. Der BPW wird organisiert von der Investitionsbank Berlin (IBB), der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) sowie den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg (UVB). (red)

Mehr Infos: www.b-p-w.de

Hashtag #wirgründen.

Lufthansa: Spohr unterschreibt Kaufvertrag für AirBerlin

Die Lufthansa übernimmt große Teile der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin. Beide Unternehmen unterzeichnen heute um 12.00 den entsprechenden Kaufvertrag, wie Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Donnerstag in Berlin ankündigte. „In der Tat ist das heute ein großer Tag, den wir in ein paar Stunden mit der Unterschrift besiegeln“, sagte Spohr.

Auch wenn Air Berlin und Lufthansa sich bereits einig sind, steht zunächst noch die kartellrechtliche Überprüfung bevor. Der Luftverkehrsberater Gerald Wissel erwartet eine vertiefte kartellrechtliche Überprüfung der EU-Kommission, gab er gegenüber der Berliner Morgenpost an. Die Marktverhältnisse auf einzelnen Strecken würden dabei überprüft. Es besteht die Möglichkeit, dass Lufthansa Start- und Landerechte (Slots) auf einzelnen Verbindungen freigeben müsse. Für den Fall, dass der Deal zwischen Air Berlin und Easy Jet nicht zustande kommt, „wird die kartellrechtliche Genehmigung für Lufthansa noch schwieriger zu bekommen sein“, so Wissel gegenüber der Berliner Morgenpost.

Übernahme von 3000 Mitarbeitern geplant

Lufthansa- Chef Carsten Spohr kündigte unterdessen an, dass voraussichtlich 81 Flugzeuge und 3000 MitarbeiterInnen übernommen und so eine Summe von rund 1,5 Milliarden Euro in die Überreste der bankrotten Fluggesellschaft Air Berlin investiert werden würden. Demzufolge sollen die MitarbeiterInnen von den nicht von der Insolvenz betroffenen Tochtergesellschaften Niki und LG Walter direkt übernommen werden. Die restlichen 1.500 Stellen sollen über Neubewerbungen besetzt werden. Der Branchen- Primus Lufthansa plant eine Übergangszeit von 6 bis 9 Monaten für die Übernahme Air Berlins.

Aus Sicht Spohrs wird das Aus für Air Berlin und andere Anbieter die Ticketpreise aber nicht nach oben treiben. Er geht davon aus, dass der Wettbewerbsdruck weiter zunehmen wird, wodurch die Preise weiter sinken werden. (red)

vPE Bank am Potsdamer Platz feiert einjähriges Jubiläum am neuen Standort

„Innovative Bankstrategien sichern die Zukunft“

Gäste aus ganz Deutschland feierten mit den Direktoren der vPE Bank Thomas Kickermann, Richard Giessel und Karen Terpogossov das einjährige Bestehen der Bank am Potsdamer Platz.

In seiner Begrüßungsrede bedankte sich Thomas Kickermann für die Wertschätzung der Kunden für die Erfolgskriterien der Bank: „Unabhängigkeit, Transparenz und Vertrauen sind unsere Handlungskriterien. Diese konsequente Ausrichtung unseres Handelns an den Interessen unserer Kunden bestätigt uns in unserer Geschäftspolitik“, so Kickermann. Karen Terpogossov ergänzt: „Es kommt jetzt darauf an, die Bank zu einer Bank 4.0 weiterzuentwickeln. Innovative Bankstrategien sichern die Zukunft.“

Die vPE Bank konnte in dem ersten Jahr in den Räumen am Potsdamer Platz die Kundenbasis signifikant ausbauen. Nach dem Empfang erwartete die Gäste ein konzertantes Erlebnis der Sonderklasse. Vom Bankhaus ging es per pedes in die gegenüberliegende Philharmonie zum Einstandskonzert des neuen Chefdirigenten und künstlerischen Leiters des Deutschen Symphonie-Orchesters, Robin Ticciati.

Glanzvoller Auftakt von Robin Ticciati in der Philharmonie. Q: BERLINboxx

Gäste bei diesem beeindruckenden Debüt mit Werken von Ri­chard Strauss, „Also sprach Zarathustra“,  Jean-Féry Rebel, „Les éléments“ und der deut­schen Erst­auf­füh­rung von Tho­mas Lar­chers Sym­pho­nie Nr. 2 „Ke­no­taph“ waren Haus­herr Sir Simon Ratt­le, gleichzeitig Mentor des jungen gerade mal 34-jährigem Chefdirigenten, Kul­tur­staats­mi­nis­te­rin Mo­ni­ka Grüt­ters, Bun­des­tags­prä­si­dent Nor­bert Lam­mer, und der lang­jäh­ri­ge Re­gie­ren­de Klaus Wo­wer­eit, Meret Be­cker, Boris Al­ji­no­vic und TV-Talkerin Dunja Hayali sowie der britische Botschafter Sir Sebastian Wood und GASAG-Chefin Vera Gäde-Butzlaff.

Thomas Kickermann war sich mit seinen Gästen einig: „Ein herausragender kultureller Abend und der Beginn einer inspirierenden Ära für das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin.“ (FS)

 

Link: http://sonycenter.vpeag.com/

 

Titelfoto: v.l.n.r.: Thomas Kickermann, Managing Director, Richard Giessel, Executive Relationship Manager, Karen Terpogossov, Managing Director. Q: vPE Bank

SANUS AG: Abschluss der Rohbauarbeiten am Wohnensemble GREENVILLAGE

56 Wohnungen im Alt- und Neubau in der Richard-Sorge-Straße 68 in Szenebezirk Friedrichshain

Die SANUS AG hat die Rohbauarbeiten  am Wohnensemble GREENVILLAGE in der Friedrichshainer Richard-Sorge-Straße 68 abgeschlossen. Auf einem Areal von rund 1.500 Quadratmetern entstehen an dem Standort insgesamt 56 Wohnungen für Singles und Familien. Die Wohnungen sind zwischen 46 und 173 Quadratmeter groß.

Siegfried Nehls, Vorstand SANUS AG: „Der Reiz bei diesem Projekt ist es, ein Bestandsgebäude von 1910 von Grund auf zu sanieren und im ehemaligen Hofbereich das Quergebäude durch einen Neubau zu ersetzen. Das Zusammenspiel von Tradition und zeitgemäßer Architektur mit einer markanten Formensprache schafft so ein spannendes Wechselspiel unterschiedlicher Architektursprachen“.

Nach der Sanierung des Altbaus, der komplett entkernt wurde und durch eine U-förmige Bebauung ergänzt wird, entstehen so 16 Wohneinheiten einschließlich eines neuen Dachgeschosses. Im Neubau werden 40 Wohnungen entstehen. Nebeneinander angeordnet sind die großen Fensterflächen und die Balkone zueinander versetzt, wodurch das Bild einer dreidimensionalen Bewegung auf der Fassade entsteht. Der Neubau greift die Grund-DNA des benachbarten Altbaus auf und übersetzt diese in die Moderne. Das Ergebnis ist ein Ensemble, in dem Alt und Neu zu einer aufregenden Optik verschmelzen.

Fassade Neubau Richard-Sorge-Straße

Neben den Wohnungen auf einer Nutzfläche von knapp 4.900 Quadratmetern entstehen drei Gewerbeeinheiten (Zwei im Altbau und eine im Neubau) und 11 Tiefgaragenplätze.

„Wohnprojekte in Friedrichshain stellen Projektentwickler immer vor besondere Herausforderungen, denn die Menschen, die es in den Bezirk zieht, legen Wert auf hochwertige Individualität und Vielfalt“, so Siegfried Nehls. „Mit dem Projekt GREENVILLAGE schaffen wir nicht nur Alt- und Neubauwohnungen, sondern decken ein großes Spektrum an Wohnungsgrößen und -grundrissen ab und schaffen damit die besten Voraussetzungen für individuelles Wohnen in einem der angesagtesten Bezirke Berlins.“

Im Frühjahr 2018 soll die Sanierung des Altbaus abgeschlossen sein, im Sommer 2018 erfolgt die Fertigstellung des Neubaus.
Bildrechte: SANUS AG

Link: http://www.sanus-ag.de/

 

Bundestagswahl 2017: Merkel geht in die Verlängerung

Angela Merkel bleibt für weitere vier Jahre die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Ein herber Schlag für die SPD und den Kanzlerkandidaten Martin Schulz. Obwohl die Wahlprognose schon im Vorfeld zu Gunsten der Kanzlerin ausfiel, ist die Enttäuschung bei den Sozialdemokraten groß.

Wahlergebnisse

Hier ein Überblick über den momentanen Stand:

Allen voran liegt die CDU/CSU mit 33 Prozent der Wahlstimmen. Im Vergleich zum Jahr 2013 sind das deutlich weniger Stimmen (-8,5 Prozent). Auch die SPD hat mit ihren 20,5 Prozent circa 5,2 Prozent verloren. Dagegen hat die AFD mit 12,6 Prozent fast 8 Prozent Wachstum in der letzten Wahlperiode dazugewonnen. 10,7 Prozent der Wählerstimmen konnte die FDP bisher verbuchen und schaffte somit einen deutlichen Zuwachs an Stimmen (+5,9 Prozent). Dicht dahinter liegt die Die Linke mit 9,2 Prozent und Bündnis 90/Die Grünen mit 8,9 Prozent. 5,1 Prozent der Stimmen gingen an sonstige Parteien (Quelle: dpa-info.com – Stand 12:00 Uhr).

Wahlbeteiligung

Bundesweit fiel die prognostizierte Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2013 höher aus. Mit 76,2 Prozent beteiligten sich über drei Prozent mehr Wahlberechtigte an der Bundestagswahl. Die Hauptstadt liegt zwar unter dem Bundesdurchschnitt und hat nur eine Wahlbeteiligung von 60,3 Prozent vorzuweisen, allerdings sind das 1,9 Prozent mehr als noch 2013. (red)

Bild © 2017 Pixabay

Bundestagswahl 2017: Vorläufig amtliches Ergebnis

Die Union mit Kanzlerin Merkel siegt – schneidet aber mit 33 Prozent deutlich schlechter ab als im Jahr 2013. Die SPD fällt auf ein historisches Tief mit knapp mehr als 20 Prozent. Die AfD wird drittstärkste Kraft. 

Experten begrüßen Beschluss zur Mietpreisbremse

Die Mietpreisbremse wurde 2015 von der Großen Koalition beschlossen und hatte das Ziel, einen gerechten Ausgleich zwischen Mieter- und Vermieterinteressen zu schaffen. Die Regelung sieht vor, dass bei der Wiedervermietung von Bestandswohnungen die zulässige Miete in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt höchstens auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete zuzüglich 10 Prozent angehoben werden darf.

Nun stufte das Landgericht Berlin die Mietpreisbremse als Verstoß gegen das Grundgesetz ein. Denn das Gesetz führe zu einer Ungleichbehandlung von Vermietern, so die Begründung des Gerichts. Das verstoße gegen Artikel 3, Absatz 1 des Grundgesetzes. (BERLINboxx berichtete….)

Aus Sicht von Immobilienexperte Carsten Heinrich, Geschäftsführer des Immobilienunternehmens Rubina Real Estate, der richtige und logisch nachvollziehbare Schritt. „Um die Ursache des Wohnungsmangels und der hohen Mieten zu bekämpfen ist dieses Regulierungsinstrument vollkommen ungeeignet. Die ortsübliche Vergleichsmiete als Referenzpunkt heranzuziehen ist viel zu ungenau. Dieser Faktor war immer rechtsunsicher und streitfällig, ein qualifizierter Mietspiegel wäre da ein belastbarerer Vergleichspunkt gewesen. Das Gesetzt krankte von Beginn an an der Ungleichbehandlung der Vermieter, was durch die Richter ja auch besonders betont wurde.“

Der Großteil der Experten ist sich einig, dass die steigenden Mieten auf die hohe Nachfrage sowie ein zu geringes Angebot zurückzuführen sind. Das ist das Einmaleins der Marktökonomie, denn senken lassen sich die Preise wohl nur durch einen intensivierten Wohnungsneubau. Doch genau dieser Wohnungsneubau wird durch eine Mietpreisbremse für Investoren unattraktiv.

„Wir leben in einer Marktwirtschaft“, so Heinrich. „Jeder Ökonom kann Ihnen erklären: Die Preise sinken nur, wenn sich das Angebot erhöht. Wir brauchen also ein Investitionsprogramm, ähnlich den Programmen aus der Vergangenheit, die etwa Steueranreize geboten haben.“

Hinzu kommt, dass es zum Beispiel in Berlin bis zu drei Jahre dauert, bis ein Neubau genehmigt wird. „Es gibt insbesondere in Berlin genügend Flächen um neue Wohnungen zu bauen, nur müssten diese genehmigt werden“, sagt Heinrich und verweist darauf, dass die Mietpreisbremse ja nichts daran ändert, dass Wohnungen fehlen.

Ein entscheidender Punkt ist aus Sicht des Immobilienexperten auch die  Verunsicherung ausländischer Investoren durch Gesetze wie die Mietpreisbremse. Das Unternehmen Rubina Real Estate ist spezialisiert auf Anleger, insbesondere aus dem Nahen Osten und dem chinesischen Raum. „Berlin ist mehr und mehr zu einer internationalen Stadt geworden. Im Übrigen ist man sehr stolz darauf, dass die deutsche Hauptstadt nun auch über metropolitanen Charakter verfügt. Es ist kontraproduktiv, ausländische Investoren durch Regulierungsinstrumente zu verunsichern und sogar zu verschrecken. Das verhindert, dass Geld, kulturelles Flair und internationale Bedeutung in die Hauptstadt kommen.“

Heinrich hält Verhältnisse wie in London oder Paris, in denen sich Normalverdiener schon lange keine Wohnungen in zentraler Lage mehr leisten können, nicht für erstrebenswert, aber auch für unwahrscheinlich in Berlin. „Ich denke, dass allen Bevölkerungsschichten ausreichend angemessener Wohnraum zur Verfügung stehen sollte, so wie das auch durch die Bundesregierung gefordert wird. Das geht nicht ohne zu bauen und dann sind Mietpreisbremsen, die ohnehin nicht funktionieren, gänzlich überflüssig.“

Was Berlin betrifft, ist Heinrich optimistisch: „Berlin ist speziell. Als europäische Metropole hat die Stadt einfach noch einen extremen Nachholbedarf was die Mieten betrifft, das reguliert sich im Moment etwas. Dennoch sind wir hier von Innenstädten ausschließlich für Reiche weit entfernt.“

Kritik kommt auch aus der Politik. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in der jüngsten Vergangenheit mehrfach von der Mietpreisbremse distanziert. Die Kanzlerin verwies darauf, dass das Gesetz nicht den gewünschten Effekt erzielt und kritisierte die Pläne der SPD, eine neue und verschärfte Mietpreisbremse einzuführen. Stattdessen wäre es sinnvoll, die Bedingungen für den Wohnungsneubau zu verbessern.

Für Berlins Justizsenator Dirk Behrend (Grüne) hingegen gilt die Mietpreisbremse nach wie vor. Der Berliner Senat werde am Freitag im Bundesrat eine Initiative zur Verschärfung der Mietpreisbremse einbringen, so Behrendt weiter.

Die Entscheidung über Zulässigkeit oder Unzulässigkeit der Mietpreisbremse wird nun das Bundesverfassungsgericht treffen müssen, nur dieser Instanz ist es vorbehalten, eine Rechtsnorm für verfassungswidrig zu erklären. (ak)

Bild: Carsten Heinrich, Geschäftsführer Rubina Real Estate. Bildquelle: Rubina Real Estate

Link zum UNternehmen: https://www.rubinarealestate.com/

Dr. Frank Steffel: Deutsche zahlen am liebsten bar

Der Volksmund sagt: „Nur Bares ist Wahres.“ Nirgends hat dieses alte Sprichwort mehr Gültigkeit als in Deutschland. Jenseits des Atlantiks, aber auch um uns herum bedient man sich dagegen sehr viel häufiger der Zahlung mit dem „Plastikgeld“, der EC- oder Kreditkarte. Auch die Zahlen hinsichtlich des Zahlens mit dem Smartphone direkt am Point of Sale sind außerhalb Deutschlands geradezu innovativ zu nennen.

Dort herrscht sie schon länger: Die bargeldlose Gesellschaft. Deutsche Touristen, die jetzt im Sommer oder Herbst nach Schweden fahren, werden schnell merken, dass der von zu Hause gewohnte Umgang mit Münzen und Scheinen im hohen Norden Europas nicht mehr alltäglich ist. An der Kasse im Supermarkt heißt es immer öfter: „Es tut mir leid, wir nehmen kein Bargeld.“ Und in den großen Einkaufszentren ist die Abkehr vom Baren längst kein Einzelfall mehr. „Wir bevorzugen Kreditkarten“ prangt in großen Lettern auf Schildern in vielen schwedischen Geschäften.

Die Stockholmer Nahverkehrsbetriebe akzept ieren keine Barzahlung mehr, selbst eine Zeitung oder eine Kugel Eis werden mittlerweile mit Kreditkarte oder Mobiltelefon bezahlt. Wer sein Auto parken will, braucht entweder ein Handy oder eine Kreditkarte: Die Parkautomaten wurden schon vor einigen Jahren auf das bargeldlose Bezahlen umgerüstet. Im schwedischen Handel laufen heute rund 80 Prozent aller Zahlungen über Kreditkarten ab.

Wie tief bei den Deutschen der Widerstand gegen den Wandel ist, kann man an den folgenden Zahlen ablesen: Im Jahr 2016 wurden nach den Erhebungen des Branchenprimus, des Handelsinstituts EHI, noch immer 51,3 Prozent aller Umsätze hierzulande in Bargeld geleistet. Die Zahl der Transaktionen ist noch aussagekräftiger: Knapp 80 Prozent aller Einkäufe wurden mit Bargeld beglichen. Dagegen nutzten im selben Zeitraum US-Amerikaner nur noch bei jedem vierten Einkauf den Greenback. Bei mehr als der Hälfte aller Einkäufe zieht der US-Bürger die Kredit- oder Kontokarte. Im Vergleich dazu kommen in Deutschland die Plastikkarten gerade einmal bei einem Drittel aller Umsätze zum Einsatz. Doch woher kommt nun diese besondere Haltung zum Bargeld bei uns Deutschen und wo liegen möglicherweise die Gründe?

Die Deutschen lieben Bargeld, sie bangen um die Sicherheit ihrer Finanzen, ihrer Daten und die Kontrolle darüber. Außerdem ist die Dichte der Bankautomaten hierzulande noch immer so groß, dass man jederzeit und überall an Bargeld kommt.

Daneben hat Bargeld in der Überzeugung der Menschen hierzulande viele weitere Erfolgsfaktoren: das Zug-um-Zug-Geschäft ist vollends gewährleistet, der Schutz vor einer Insolvenz der Gegenseite entfällt. Haushalte mit geringem Einkommen haben auf diese Weise eine bessere Kontrolle über das Budget. Bargeld benötigt keinerlei technische Infrastruktur. Sogar die Bundesregierung fordert die Bürgerinnen und Bürger im Zivilschutzgesetz auf, für den Krisenfall Bargeldreserven vorzuhalten. Bargeld ist altersunabhängig. Der Taschengeldparagraph räumt auch Kindern und Jugendlichen vor dem Erreichen der Altersgrenze zur Anlage eines Girokontos einen relativen Umgang mit Bargeld im Kaufprozess ein. Hinzu kommt die Anonymität bei der
Transaktion: Das Bargeld wechselt den Besitzer, Dritte können anschließend keinerlei Rückschlüsse auf das Geschäft ziehen. Bargeld scheint in den Augen und Köpfen der Deutschen geprägte Sicherheit!

Wie sieht es nun mit der Entwicklung des Bargeldumlaufs aus? Im Jahr 2016 waren laut Deutscher Bundesbank Euro- Banknoten im Wert von mehr als 1.126 Mrd. Euro im Umlauf. Davon waren fast 600 Mrd. Euro in Banknoten von der Deutschen Bundesbank selbst emittiert. Das Wachstum der ausgegebenen Banknoten ist seit der Einführung des Euro stetig: Seit 2002 hat sie sich verfünffacht. Würde man alle ausgegebenen Euro-Banknoten aneinanderlegen, käme man nach Berechnungen der Bundesbank viermal von der Erde bis zum Mond und wieder zurück.

Daran schließt sich die Frage an, wenn schon Bargeld, dann aber bitte mit mehr Komfort und auch Verstand. Ich habe mich deshalb bereits vor Jahren und nun vor wenigen Monaten auch noch einmal erneut vor dem Hintergrund der Entscheidung Italiens, ab 2018 keine weiteren 1- und 2-Cent-Münzen zu prägen, dafür ausgesprochen, endlich 1- und 2-Euro-Scheine einzuführen. Ich halte die Entscheidung Italiens für positiv. Die Prägung von Münzgeld ist teuer und die kleinen Münzen machen das Portemonnaie unnötig schwer. Man kann sich daher die 1- und 2-Cent-Münzen sparen. Parallel sollte die Europäische Zentralbank neben den 1- und 2-Euro-Münzen endlich 1- und 2-Euro-Scheine einführen.

Die Einführung hätte viele positive Effekte für Verbraucher und Handel. Der Blick auf Amerika zeigt, dass sich dort der 1-Dollar-Schein bei kleinen Beträgen schon lange durchgesetzt hat und sich großer Beliebtheit erfreut.

Abschließend stellt sich die Frage, ob die Zukunft der neuen Bezahlmethoden wirklich aufzuhalten ist? Wird eine Gesellschaft dem Trend zum Ersatz des Bargelds durch moderne Techniken des Mobile Payments neben dem bereits lange existierenden Einsatz von Kreditkarten widerstehen? Die Vorteile der Karten- und Mobilzahlungen liegen ebenso klar auf der Hand: eine flexible Handhabung, jederzeit passend Geldbeträge in Kartenform bereitzuhalten und auch eine höhere Sicherheit bei Verlust. Das Bargeld ist weg, die Karte kann dagegen umgehend gesperrt werden, ein Verlust an Liquidität somit maximal begrenzt werden.

Das Vertrauen in eine Währung beginnt beim Bargeld. Und deshalb wird Bargeld sich behaupten. Experten sind sich sicher, dass auch in den kommenden Jahren das Bargeld seinen angestammten Platz zumindest verteidigenn wird. Konsumenten wägen demnach den Einsatz alternativer Zahlungsmethoden in einem „etwas“ schnelleren Zahlungsvorgang an der Kasse, aber deutlich höherer Risiken hinsichtlich des Datenaustausches, ab. Zugunsten des Bargeldes. Noch sehen sie hinsichtlich einer Umstellung ihrer Zahlungsgewohnheiten einen fehlenden Mehrwert.

Allein aufgrund einer nachwachsenden Generation, die sich ein Leben ohne Smartphone und Internet gar nicht mehr vorstellen kann, ist jedoch langfristig klar: Die Zahlungsarten werden sich ändern und damit die Zahlungsverkehre. Der Trend weist langsam aber sicher zu mehr „unbaren“ Geschäften. Auch in Deutschland.