Brexit rückt näher: Unternehmen verlagern ihre Standorte nach Berlin

Infolge des Brexit haben viele Unternehmen ihren potenziellen Rückzug aus Großbritannien angekündigt. Stattdessen avisieren sie die Verlegung ihres Standorts innerhalb der EU, um weiterhin vom europäischen Markt zu profitieren. Neben Amsterdam, Paris, Dublin und Luxemburg mausert sich auch Berlin, als Gründerhauptstadt und FinTech-Hub, zu einer der künftigen Wirtschaftsmetropolen, die London in kaum etwas nachstehen werden.

Im ersten Jahr nach der offiziellen Brexit-Ankündigung im März 2017, erlebte Berlin eine regelrechte Wellenbewegung. Zahlreiche Anfragen bearbeitete die Standortmarketing-Agentur Berlin Partner, die jungen und neu angesiedelten Unternehmen auch als Wirtschaftsförderer zur Seite steht. Zuerst verlagerten 20 kleinere britische Unternehmen, mit rund fünf bis 15 Mitarbeitern ihre Standorte nach Berlin. Inzwischen kann Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner, einen regelrechten Trend von zehn Unternehmen pro Jahr bestätigen. Während die flutartigen Anfragen abflauten, sind die Unternehmen die sich jetzt ansiedeln, wesentlich größer und beschäftigen 35 Mitarbeiter aufwärts. Auch ein großer Konzern, dessen Geschäft bislang strenger Geheimhaltung unterliegt, erwägt die Verlegung seines Headquarters von London nach Berlin. Die Morgenpost berichtete, man spreche hier von Mitarbeiterzahlen im vierstelligen Bereich und führe bereits konkrete Verhandlungen.

 

Viele Unternehmen spielen nicht nur mit der Idee ihre europäischen Headquarter nach Berlin zu verlegen. | Foto: pixabay.com

Viele Unternehmen spielen nicht nur mit der Idee ihre europäischen Headquarter nach Berlin zu verlegen. | Foto: pixabay.com

 

Abkapselung vom EU-Markt vorbeugen

Neben kleinen und mittelständischen Unternehmen hielten solche Anfragen größerer Unternehmen, die Angst vor einer Abkapselung vom EU-Markt hatten, bis heute an. Asiatische und amerikanische Firmen, die bei der Niederlassung bislang grundsätzlich über London gegangen seien, erwägen laut Franzke nun Berlin als europäisches Headquarter. Bisher wird abgewartet wie hart sich der Brexit im Frühjahr 2019 tatsächlich äußert, wenn das Vereinigte Königreich am 30. März offiziell aus der EU austritt. Für 21 Monate, bis zum 31. Dezember 2020 tritt das Land in eine Übergangsphase ein. Am Ende dieser müssten bestimmte Modalitäten nach ersten Erfahrungswerten höchstwahrscheinlich noch konkretisiert werden. Vor allem das sich in der Schwebe befindende Handelsabkommen mit der EU, wird für die Belieferung der Unternehmen ausschlaggebend sein.

„Je härter es wird, desto mehr Unternehmen werden kommen“, sagte Franzke in einem Interview mit der Morgenpost. Diese Aussage wird gestützt von einer Umfrage des britischen Wirtschaftsverbandes CIPS, die bisherige Schritte der Konzerne verdeutlichte. Laut der Umfrage hätten bereits 14 Prozent der europäischen Unternehmen mit britischer Präsenz, Schritte zur Verlegung ihrer britischen Räumlichkeiten unternommen. Darüber hinaus zögen elf Prozent bereits Mitarbeiter-Teams zur Umdisponierung in andere Länder ab. Von den 2418 befragten Managern verschiedenster Branchen, stelle sich bereits jeder Dritte auf komplizierte Handelsbeziehungen mit der EU ein. Aufgrund der Abwertung des Pfund nach dem Brexit-Volksentscheid im Jahr 2016, verteuerten sich Importe. Infolge dessen hob bereits jeder dritte Betrieb die Preise an.

 

Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner, hier bei einem Event im Steglitzer Kreisel der CG Gruppe AG. | Foto: BERLINboxx

Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner, hier bei einem Event im Steglitzer Kreisel der CG Gruppe AG. | Foto: BERLINboxx

 

Suche nach Berliner Gewerbeflächen wird sich verschärfen

Dagegen liegen für Franzke die Berliner Standortvorteile klar auf der Hand. Eine Verständigung auf Englisch sei vielleicht nicht so selbstverständlich wie in skandinavischen Metropolen, aber im Vergleich mit Paris doch problemloser möglich. Auch die Struktur der Lebenshaltungs- und Gewerbekosten sei  im Gegensatz zu Amsterdam, Stockholm, Paris und Brüssel noch „sehr moderat“, so Franzke. Jedoch warnt er vor einer Verschärfung der Situation am Markt für Gewerbeimmobilien.

Das Land Berlin hatte kürzlich einen neuen Etat in Höhe von 150 Millionen Euro für den Ankauf von landeseigenen Grundstücken angelegt. Hiervon sollten 50 Millionen Euro des Investitionsfonds der Akquise neuer Gewerbeflächen für den Wirtschaftsstandort Berlin zugutekommen. Franzke schilderte, vor allem am Südkreuz, dem Gleisdreieck und der Europacity noch Potenzial zur Ausbreitung gewerblicher Flächen zu sehen. Zudem müsse man die Außenbezirke, beispielsweise Lichtenberg und Adlershof, verstärkt auch für junge Unternehmen und Start-ups attraktiv machen. Das stärkere aneinanderrücken von Wohnblöcken und Industrieunternehmen führe jedoch auch dazu, dass bestimmte Unternehmen nicht weiter wachsen könnten.

 

Stadtverträgliche Start-ups, die mit modernen und "leisen" Technologien arbeiten, bereichern das Stadtleben. | Foto: pexels.com

Stadtverträgliche Start-ups, die mit modernen und „leisen“ Technologien arbeiten, bereichern das Stadtleben. | Foto: pexels.com

 

Schon vor dem Brexit eine Gründungshochburg

„Die gemeinsame Aufgabe von Wirtschaftsförderung und Politik ist es, dafür zu sorgen, dass Büro- und Gewerbeflächen gesichert und ausgebaut werden. Dafür müssen auch so wie bisher Gebiete ausgewiesen werden, an die keine Wohnbebauung heranreicht“, so Franzke gegenüber der Morgenpost. Bestimmte Wirtschaftszweige wie die Logistiker, die viel Platz brauchen, können schon heute nicht mehr in der Stadt angesiedelt werden, sondern müssen nach Brandenburg ausweichen. Hierzu führt man Gespräche mit den Zuständigen des Umlandes, um Unternehmen zumindest in der Hauptstadtregion zu halten. Dem entgegen steht die Stadtverträglichkeit der „stillen“ Wirtschaftszweige, die mit neuen Technologien arbeite und eine geringe bis gar keine Lärmbelastung für Anwohner produzieren. Der Berlin Partner-Chef sieht hier die Chance für Berlin genau solche Firmen herzuholen und diese direkter in das Stadtleben einzubauen als riesige Fabrikhallen. In der Hauptstadt fände man außerdem die geeigneten Talente, die neue Wohn- und Arbeitskonzepte offen in ihren Alltag integrierten.

„Zum Beispiel FinTechs, da war Berlin schon vor dem Brexit eine Hochburg, jetzt erst recht. Auch der 3D-Druck verträgt sich extrem gut mit benachbarten Wohnarealen. Eine Produktion mit diesen Geräten würden Anwohner vermutlich kaum mitbekommen“, erläutert Franzke. Doch auch hier reicht die Zuversicht der Wirtschaftsförderung im aufgeschlossenen, flexiblen Berlin der modernen Arbeitsmodelle, Talente aus 190 Ländern zu finden nicht aus. Erschwingliche Gewerbeflächen für Unternehmen, die hier passende Mitarbeiter suchen, müssen trotzdem her. Laut der Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK) verließen seit 2013 bereits rund 3700 Unternehmen die Hauptstadt. Um nicht nur bei den Verhandlungen mit den britischen Konzern stehen zu bleiben, muss Berlin endlich einen strukturierten Flächenplan entwickeln, um zu zeigen was in der Hauptstadt doch noch möglich ist.

 

Schon vor dem Brexit war Berlin eine Hochburg für FinTechs. | Foto: pixabay.com

 

Handel, Fusionen und Lebensqualität als Motivation

Neben Umzügen an andere EU-Standorte streben Konzerne auch Fusionen an, um mögliche Schwierigkeiten im Handel zu vermeiden. Nicht nur der Handel, sondern auch die Auftragslage ist für Firmen über den März 2019 hinaus schwer einschätzbar. Viele haben Schwierigkeiten Aufträge zu erhalten, die über das Datum des Brexit hinausgehen, berichtete die FAZ. Die Lizenz der britischen Finanzaufsicht für Geschäfte im Vereinigten Königreich, gilt für Finanzunternehmen nach dem Brexit nicht mehr in der EU. Rund ein Drittel der 222 größten Finanzunternehmen mit signifikanter Geschäftsaktivität in Großbritannien kündigten infolge dessen an, ins Ausland zu verlagern. Die französische Regierung ist dahingehend bestrebt die Attraktivität von Paris als Europas neues Finanzzentrum mit allen Mitteln zu erhöhen.

 

Neben Umzügen an andere EU-Standorte streben Konzerne auch Fusionen an, um mögliche Schwierigkeiten im Handel zu vermeiden. | Foto: pexels.com

Neben Umzügen an andere EU-Standorte streben Konzerne auch Fusionen an, um mögliche Schwierigkeiten im Handel zu vermeiden. | Foto: pexels.com

 

Welche der wirtschaftlich bereits gut situierten, europäischen Metropolen die zuträglichste Brexit-Beute machen wird, steht bisher in den Europa-Sternen. In jedem Fall hat Berlin nicht nur mit seinen Talenten, seiner Flexibilität und seiner bekannten Mischung eine große Anziehungskraft für Unternehmen. Vor allem für die Berliner Lebensqualität siedelten sich zuletzt viele mittelständische Unternehmen und Start-ups an, die hier ihre Netzwerke ausbauen können. (cn)

 

BIO-Europe 2017: Die Biotech-Szene trifft sich in Berlin

Das internationale Who-is-who der Biotech- und Pharmaindustrie ist in der Hauptstadt zu Gast

Führende Entscheider aus der Biotech-, Pharma- und Finanzindustrie, Investoren und Startups treffen sich zur BIO-Europe 2017 im CityCube Berlin. Vom 6. bis 8. November laden hochkarätig besetzte Workshops, Panels und – das ist die Besonderheit der Konferenz – im Vorfeld vereinbarte One-on-one-Meetings die Teilnehmer zum intensiven Austausch ein. Ziel der internationalen Veranstaltung ist es, Innovationen durch die Verbindung gemeinsamer Kompetenzen und Interessen wertschöpfend umzusetzen.

Berlin Partner vernetzt die Biotech-Szene

Gastgeber sind die Stadt Berlin und das Cluster HealthCapital, das sich dem internationalen Publikum präsentiert und die regionalen Akteure mit den Gästen aus dem In- und Ausland auf der BIO-Europe vernetzt. Auf der Agenda stehen u.a. Internationalisierung, die Förderung regionaler Exzellenz und das Vorantreiben zukunftsfähiger Innovationen.

„Zu unseren Aufgaben gehört es, auf internationaler Ebene über die Life-Science-Region zu informieren sowie Ansiedlungen und Kooperationen auf den Weg zu bringen. Messen und Kongresse wie die BIO-Europe bieten dafür eine ideale Plattform“, so Carolin Clement, Bereichsleiterin Biotech/Pharma bei Berlin Partner. Im Übrigen verantwortet Berlin Partner auch das Management des Clusters HealthCapital.

„Der große Pool an internationalen Talenten und die dynamische Gründerszene begeistern Unternehmen aus der ganzen Welt, in Berlin mitzumischen und am Standort Entwicklungszentren zu betreiben. Große Pharmaunternehmen wie Bayer oder Pfizer suchen den Kontakt zu Startups, um gemeinsam in sogenannten Labs, Inkubatoren oder speziellen Startup-Programmen Innovationen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln“, so Clustermanager Dr. Bindseil von HealthCapital.

Wirtschaftsfaktor Biotech-Unternehmen

Insbesondere für die Berliner Biotechnologie-Unternehmen ist die BIO-Europe von großem Interesse. Über 230 von ihnen leisten mit rund 5.000 Beschäftigen einen maßgeblichen Beitrag zum Kompetenzausbau und der wirtschaftlichen Stärke der Hauptstadtregion. Circa 80 Prozent forschen und entwickeln im Bereich Biomedizin. Mit der BIO-Europe 2017 steht Berlin nicht nur während, sondern bereits im Vorfeld der Konferenz im Fokus der internationalen Fachöffentlichkeit. Das Branchentreffen bietet die Gelegenheit, die Hauptstadt als einen internationalen Biotech- und Pharmastandort zu präsentieren. (red)

Start der Berliner Gründersaison mit den Deutschen Gründer- und Unternehmertagen

Auf den Deutschen Gründer- und Unternehmertagen (deGUT) startete der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) erfolgreich in eine neue Runde. Dort erläutern Organisatoren und angesehene BPW-Gründer den Mehrwert eines guten Businessplans. Jedes Jahr sind die deGUT ein gut besuchtes Event in der Hauptstadt.

Durchstarten mit dem richtigen Businessplan

Eine erfolgreiche Unternehmensgründung funktioniert nur mit einem ausgereiften Konzept. Dazu braucht es eine richtige Idee zum richtigen Zeitpunkt. In der Theorie klingt diese Erfolgsformel simpel, jedoch ist die Ausarbeitung eines tragfähigen Geschäftskonzeptes in der Praxis um einiges komplizierter. Zukünftige Gründer müssen sich mit Fragen des Marktsegments, der Zielgruppenansprache, der Finanzierung oder auch der Organisationsform auseinandersetzen. Kurzum: Ein stimmiger Businessplan muss her.

Start-up Synfioo profitierte vom Gründerprogramm

„Anfangs waren wir besonders stolz auf die hochkomplexen Algorithmen und großen Datenmengen, die sich in unserer Softwarelösung verstecken. Doch die waren es nicht, die potentielle Kunden interessiert haben“, so Marian Pufahl, Mitgründer des Logistik-Startups Synfioo. Insbesondere im ersten Geschäftsjahr stoßen Gründer schnell auf ungeahnte Herausforderungen. In dem Fall von Synfioo hatte es dank dem Gründerprogramm des Businessplan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg ein gutes Ende. „Erst als wir unser Produkt auf die genaue Vorhersage der Ankunftszeiten zugespitzt hatten, konnten wir die Kunden überzeugen“, sagte Pufahl von Synfioo. Ohne das ehrliche Feedback und das umfangreiche Wissen des Gründerprogramm Teams zum Thema Businessplan, wäre das Start-up jetzt nicht so erfolgreich. Derweil zählt unter anderem der holländische Logistik-Konzern Jan de Rijk mit mehr als 1.000 Lastwagen zu den Kunden von Synfioo.

Die Deutschen Gründer- und Unternehmertage sind seit Jahren gut besucht

Diese und weitere wertvolle Tipps gaben, unter anderem die Gründer von Synfioo, dem neugierigen Publikum am vergangenen Freitag auf den Gründer- und Unternehmertagen mit. Bereits seit 1996 hilft der BPW Gründerinnen und Gründern ihre Ideen in echte und vor allem tragfähige Geschäftskonzepte zu verwandeln und ist damit die älteste Gründungsinitiative Deutschlands. Mit 1.900 bestehenden Unternehmen und 12.500 neu entstandenen Arbeitsplätzen ist er ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region Berlin-Brandenburg und ein wahrer Gründungsinkubator. Über 1.000 Experten und 300 Berater nehmen sich ehrenamtlich Zeit für die Gründerinnen und Gründer, bewerten Geschäftskonzepte und geben Hinweise, wie der Businessplan sich verbessern lässt.

Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) ist Deutschlands größte regionale Existenzgründungsinitiative. Rund 90 Prozent der aus dem BPW gegründeten Unternehmen sind bis heute aktiv. Der BPW wird organisiert von der Investitionsbank Berlin (IBB), der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) sowie den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg (UVB). (red)

Mehr Infos: www.b-p-w.de

Hashtag #wirgründen.

Lufthansa: Spohr unterschreibt Kaufvertrag für AirBerlin

Die Lufthansa übernimmt große Teile der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin. Beide Unternehmen unterzeichnen heute um 12.00 den entsprechenden Kaufvertrag, wie Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Donnerstag in Berlin ankündigte. „In der Tat ist das heute ein großer Tag, den wir in ein paar Stunden mit der Unterschrift besiegeln“, sagte Spohr.

Auch wenn Air Berlin und Lufthansa sich bereits einig sind, steht zunächst noch die kartellrechtliche Überprüfung bevor. Der Luftverkehrsberater Gerald Wissel erwartet eine vertiefte kartellrechtliche Überprüfung der EU-Kommission, gab er gegenüber der Berliner Morgenpost an. Die Marktverhältnisse auf einzelnen Strecken würden dabei überprüft. Es besteht die Möglichkeit, dass Lufthansa Start- und Landerechte (Slots) auf einzelnen Verbindungen freigeben müsse. Für den Fall, dass der Deal zwischen Air Berlin und Easy Jet nicht zustande kommt, „wird die kartellrechtliche Genehmigung für Lufthansa noch schwieriger zu bekommen sein“, so Wissel gegenüber der Berliner Morgenpost.

Übernahme von 3000 Mitarbeitern geplant

Lufthansa- Chef Carsten Spohr kündigte unterdessen an, dass voraussichtlich 81 Flugzeuge und 3000 MitarbeiterInnen übernommen und so eine Summe von rund 1,5 Milliarden Euro in die Überreste der bankrotten Fluggesellschaft Air Berlin investiert werden würden. Demzufolge sollen die MitarbeiterInnen von den nicht von der Insolvenz betroffenen Tochtergesellschaften Niki und LG Walter direkt übernommen werden. Die restlichen 1.500 Stellen sollen über Neubewerbungen besetzt werden. Der Branchen- Primus Lufthansa plant eine Übergangszeit von 6 bis 9 Monaten für die Übernahme Air Berlins.

Aus Sicht Spohrs wird das Aus für Air Berlin und andere Anbieter die Ticketpreise aber nicht nach oben treiben. Er geht davon aus, dass der Wettbewerbsdruck weiter zunehmen wird, wodurch die Preise weiter sinken werden. (red)

IHK Berlin: Wirtschaftsdelegation mit Berliner Unternehmern besucht San Francisco und Los Angeles

Beim wichtigsten Exportpartner für Berliner Unternehmen werden neue Märkte erkundet und erschlossen

Eine IHK – Wirtschaftsdelegation mit insgesamt 36 Teilnehmern reist von Montag, 2. Oktober bis Samstag, 07. Oktober nach San Francisco und Los Angeles. Vor Ort wird es das Ziel sein, einerseits den Markt zu erkunden und andererseits potentielle Geschäftspartner oder Investoren zu suchen. Pitches und B2B-Gespräche sind vor allem für die Leitbranchen Kreativwirtschaft, Tech- Start Ups und Green Economy geplant. Zur Delegation gehören u.a. 27 Berliner Unternehmer sowie Vertreter von Berlin Partner, der Investitionsbank Berlin, dem Medienboard Berlin-Brandenburg, IHK Berlin und visitBerlin. Sie alle sind Teil der Delegation des Regierenden Bürgermeisters, Michael Müller. Anlass der Reise ist das 50jährige Bestehen der Städtepartnerschaft Berlin – Los Angeles, welches am 4. und 5. Oktober mit dem Berlin LAB in Los Angeles besonders gewürdigt wird. Das Berlin LAB ist als Festival im Arts District Downtown L.A. geplant, welches mit einer Tech Open Air Konferenz, der Lichtinstallation #FreiheitBerlin, zahlreichen Film-Workshops, Vorträgen und vielem mehr, Menschen aus der Medien-, Tech-, Kultur- und Kreativszene zusammenbringt. Es ist die erste Reise einer IHK-Wirtschaftsdelegation in die USA.

Wirtschaftliches Potential muss ausgeschöpft werden

„Für unsere Unternehmer ist die Delegationsreise eine gute Gelegenheit,  erste Kontakte zu knüpfen oder bereits bestehende  zu vertiefen. Daneben freuen wir uns außerordentlich, dass wir als Wirtschaftsvertreter den Regierenden Bürgermeister begleiten und auch gemeinsame Termine wahrnehmen werden “, so Dr. Beatrice Kramm, Präsidentin der IHK Berlin. „Das ist ein starkes Signal für unsere amerikanischen Partner.“

Gerade Handelsbeziehungen zwischen Berlin und Kalifornien können mit einer Intensivierung großes wirtschaftliches Potential entfalten. Mit Ausfuhren in Höhe von zuletzt fast zwei Milliarden Euro (2016: 1,878 Mrd. Euro) sind die USA der wichtigste Exportpartner für Berliner Unternehmen. Bei den Importen stehen die Vereinigten Staaten mit Einfuhren in Höhe von 0,788 Milliarden Euro an siebter Stelle.

Ein vielfältiges Programm lädt die Unternehmer zum Austausch ein

„Das Wirtschaftsprofil von San Francisco und L.A. korrespondiert mit dem Profil der Berliner Green Economy. Und auch wenn Berlin mit rund 2.400 Tech-Start Ups rein zahlenmäßig mit den geschätzt 20.000 Start Ups in der Region L.A. / San Francisco nicht ganz mithalten kann, ist und bleibt Berlin doch die deutsche Start Up-Hauptstadt. Last but not least die Kreativwirtschaft – vor allem natürlich die Filmwirtschaft: Berlin ist hier im hart umkämpften Wettbewerb international anerkannter Spitzenstandort. Studios in L.A. verlassen sich schon heute auf die Expertise ‚Made in Berlin‘ und das wollen wir gerne ausbauen“ so die IHK Berlin Präsidentin.

Wichtiger Programmbestandteil der Reise sind deshalb branchenspezifische B2B-Gespräche, organisiert von der IHK Berlin und der Kalifornischen deutschen Auslandshandelskammer. Ein weiterer zentraler Programmpunkt ist das Berlin-Los Angeles Business Forum Thinking outside the Box‘, das am Donnerstag, 05. Oktober, stattfindet. Dort werden rund 120 Unternehmer aus den USA und Deutschland die Möglichkeit erhalten, sich auf der ganztägigen Veranstaltung bei Paneldiskussionen und Workshops konkret zu den Branchen Kreativwirtschaft, Tech-Start Ups und Green Economy auszutauschen. (red)

vPE Bank am Potsdamer Platz feiert einjähriges Jubiläum am neuen Standort

„Innovative Bankstrategien sichern die Zukunft“

Gäste aus ganz Deutschland feierten mit den Direktoren der vPE Bank Thomas Kickermann, Richard Giessel und Karen Terpogossov das einjährige Bestehen der Bank am Potsdamer Platz.

In seiner Begrüßungsrede bedankte sich Thomas Kickermann für die Wertschätzung der Kunden für die Erfolgskriterien der Bank: „Unabhängigkeit, Transparenz und Vertrauen sind unsere Handlungskriterien. Diese konsequente Ausrichtung unseres Handelns an den Interessen unserer Kunden bestätigt uns in unserer Geschäftspolitik“, so Kickermann. Karen Terpogossov ergänzt: „Es kommt jetzt darauf an, die Bank zu einer Bank 4.0 weiterzuentwickeln. Innovative Bankstrategien sichern die Zukunft.“

Die vPE Bank konnte in dem ersten Jahr in den Räumen am Potsdamer Platz die Kundenbasis signifikant ausbauen. Nach dem Empfang erwartete die Gäste ein konzertantes Erlebnis der Sonderklasse. Vom Bankhaus ging es per pedes in die gegenüberliegende Philharmonie zum Einstandskonzert des neuen Chefdirigenten und künstlerischen Leiters des Deutschen Symphonie-Orchesters, Robin Ticciati.

Glanzvoller Auftakt von Robin Ticciati in der Philharmonie. Q: BERLINboxx

Gäste bei diesem beeindruckenden Debüt mit Werken von Ri­chard Strauss, „Also sprach Zarathustra“,  Jean-Féry Rebel, „Les éléments“ und der deut­schen Erst­auf­füh­rung von Tho­mas Lar­chers Sym­pho­nie Nr. 2 „Ke­no­taph“ waren Haus­herr Sir Simon Ratt­le, gleichzeitig Mentor des jungen gerade mal 34-jährigem Chefdirigenten, Kul­tur­staats­mi­nis­te­rin Mo­ni­ka Grüt­ters, Bun­des­tags­prä­si­dent Nor­bert Lam­mer, und der lang­jäh­ri­ge Re­gie­ren­de Klaus Wo­wer­eit, Meret Be­cker, Boris Al­ji­no­vic und TV-Talkerin Dunja Hayali sowie der britische Botschafter Sir Sebastian Wood und GASAG-Chefin Vera Gäde-Butzlaff.

Thomas Kickermann war sich mit seinen Gästen einig: „Ein herausragender kultureller Abend und der Beginn einer inspirierenden Ära für das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin.“ (FS)

 

Link: http://sonycenter.vpeag.com/

 

Titelfoto: v.l.n.r.: Thomas Kickermann, Managing Director, Richard Giessel, Executive Relationship Manager, Karen Terpogossov, Managing Director. Q: vPE Bank

Berliner Immobilienmesse: Hausbau leicht gemacht

Unter dem Motto „Häuserwelten – Wohneigentum – Energie“ können interessierte Berliner die Hausbaumesse vom 7. bis 8. Oktober besuchen. Von 11 bis 18 Uhr informieren mehr als 100 Aussteller, im Palazzo Italia – Römischer Hof, angehende Haus- und Wohnungseigentümer.

„Die Hausbaumesse verspricht kurze Wege und reduziert den Stress auf der Suche nach einem passenden Hausbaupartner immens“, so Jan Schwalme vom Messeveranstalter „euro messe team schwalme“.

Schritt für Schritt zum eigenen Haus

In erster Linie richtet sich die Hausbaumesse an Besucher, die den Traum von den eigenen vier Wänden wahr werden lassen wollen. Vor Ort werden, neben namhaften Unternehmen aus der Hausbaubranche, auch Baufinanzierer sowie Energieexperten sein. Die Gäste der Berliner Immobilienmesse können sich unverbindlich zu Baukrediten, energieeffizienter Haustechnik, Küchenplanung oder Hausbauplanung informieren.

Bauherren-Schutzbund bietet vielseitiges Informationsangebot an

An beiden Messetagen ist auch die private Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund vertreten. Die Organisation vermittelt unabhängige Experten, die rund um Themen wie Angebotsvergleich, Bauverträge, Baurecht und Bauüberwachung, beraten. Darüber hinaus organisierte der Bauherren-Schutzbund mit dem das „euro messe team schwalme“ ein Vortragsprogramm. Dort beleuchten Experten kurz und knapp die verschiedenen Facetten von Hausbau und Wohneigentum. Darüber hinaus wird den Messebesuchern auch ein breit gefächertes Informationsangebot zu verschiedenen Baustoffen, Haustypen, Energieeffizienz und Haustechnik geboten. Führende Anbieter wie beispielsweise Vaillant oder Viessmann geben Auskunft darüber, wie man erneuerbare Energien sinnvoll und kostensparend einsetzt.

Auch wer noch ein passendes Baugrundstück sucht, kann bei den Ausstellern fündig werden. Die Messeangebote reichen vom frei geplanten Haus bis hin zum Komplettpaket rund um den Hausbau. (lj)

SANUS AG: Abschluss der Rohbauarbeiten am Wohnensemble GREENVILLAGE

56 Wohnungen im Alt- und Neubau in der Richard-Sorge-Straße 68 in Szenebezirk Friedrichshain

Die SANUS AG hat die Rohbauarbeiten  am Wohnensemble GREENVILLAGE in der Friedrichshainer Richard-Sorge-Straße 68 abgeschlossen. Auf einem Areal von rund 1.500 Quadratmetern entstehen an dem Standort insgesamt 56 Wohnungen für Singles und Familien. Die Wohnungen sind zwischen 46 und 173 Quadratmeter groß.

Siegfried Nehls, Vorstand SANUS AG: „Der Reiz bei diesem Projekt ist es, ein Bestandsgebäude von 1910 von Grund auf zu sanieren und im ehemaligen Hofbereich das Quergebäude durch einen Neubau zu ersetzen. Das Zusammenspiel von Tradition und zeitgemäßer Architektur mit einer markanten Formensprache schafft so ein spannendes Wechselspiel unterschiedlicher Architektursprachen“.

Nach der Sanierung des Altbaus, der komplett entkernt wurde und durch eine U-förmige Bebauung ergänzt wird, entstehen so 16 Wohneinheiten einschließlich eines neuen Dachgeschosses. Im Neubau werden 40 Wohnungen entstehen. Nebeneinander angeordnet sind die großen Fensterflächen und die Balkone zueinander versetzt, wodurch das Bild einer dreidimensionalen Bewegung auf der Fassade entsteht. Der Neubau greift die Grund-DNA des benachbarten Altbaus auf und übersetzt diese in die Moderne. Das Ergebnis ist ein Ensemble, in dem Alt und Neu zu einer aufregenden Optik verschmelzen.

Fassade Neubau Richard-Sorge-Straße

Neben den Wohnungen auf einer Nutzfläche von knapp 4.900 Quadratmetern entstehen drei Gewerbeeinheiten (Zwei im Altbau und eine im Neubau) und 11 Tiefgaragenplätze.

„Wohnprojekte in Friedrichshain stellen Projektentwickler immer vor besondere Herausforderungen, denn die Menschen, die es in den Bezirk zieht, legen Wert auf hochwertige Individualität und Vielfalt“, so Siegfried Nehls. „Mit dem Projekt GREENVILLAGE schaffen wir nicht nur Alt- und Neubauwohnungen, sondern decken ein großes Spektrum an Wohnungsgrößen und -grundrissen ab und schaffen damit die besten Voraussetzungen für individuelles Wohnen in einem der angesagtesten Bezirke Berlins.“

Im Frühjahr 2018 soll die Sanierung des Altbaus abgeschlossen sein, im Sommer 2018 erfolgt die Fertigstellung des Neubaus.
Bildrechte: SANUS AG

Link: http://www.sanus-ag.de/

 

Bundestagswahl 2017: Merkel geht in die Verlängerung

Angela Merkel bleibt für weitere vier Jahre die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Ein herber Schlag für die SPD und den Kanzlerkandidaten Martin Schulz. Obwohl die Wahlprognose schon im Vorfeld zu Gunsten der Kanzlerin ausfiel, ist die Enttäuschung bei den Sozialdemokraten groß.

Wahlergebnisse

Hier ein Überblick über den momentanen Stand:

Allen voran liegt die CDU/CSU mit 33 Prozent der Wahlstimmen. Im Vergleich zum Jahr 2013 sind das deutlich weniger Stimmen (-8,5 Prozent). Auch die SPD hat mit ihren 20,5 Prozent circa 5,2 Prozent verloren. Dagegen hat die AFD mit 12,6 Prozent fast 8 Prozent Wachstum in der letzten Wahlperiode dazugewonnen. 10,7 Prozent der Wählerstimmen konnte die FDP bisher verbuchen und schaffte somit einen deutlichen Zuwachs an Stimmen (+5,9 Prozent). Dicht dahinter liegt die Die Linke mit 9,2 Prozent und Bündnis 90/Die Grünen mit 8,9 Prozent. 5,1 Prozent der Stimmen gingen an sonstige Parteien (Quelle: dpa-info.com – Stand 12:00 Uhr).

Wahlbeteiligung

Bundesweit fiel die prognostizierte Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2013 höher aus. Mit 76,2 Prozent beteiligten sich über drei Prozent mehr Wahlberechtigte an der Bundestagswahl. Die Hauptstadt liegt zwar unter dem Bundesdurchschnitt und hat nur eine Wahlbeteiligung von 60,3 Prozent vorzuweisen, allerdings sind das 1,9 Prozent mehr als noch 2013. (red)

Bild © 2017 Pixabay

Bundestagswahl 2017: Vorläufig amtliches Ergebnis

Die Union mit Kanzlerin Merkel siegt – schneidet aber mit 33 Prozent deutlich schlechter ab als im Jahr 2013. Die SPD fällt auf ein historisches Tief mit knapp mehr als 20 Prozent. Die AfD wird drittstärkste Kraft.