Geschichten und Neuigkeiten aus der Hauptstadt

Wissen was kommt: Migräne-Therapie mit der M-sense App

Kann eine Smartphone-App dazu beitragen Kopfschmerzen, speziell starke Migräne-Anfälle, zu lindern? Bereits 2013 stellte sich der Migräneforscher Dr. Markus Dahlem diese Frage als er mithilfe von mathematischen Analysen die Vorgänge von Migräneattacken belegen konnte.Seiner damaligen, von Migräne geplagten Mitbewohnerin, die erstmals sein Interesse am Thema weckte, konnte er nun auch helfen. Sie führt nun Kopfschmerz-Tagebuch mit der M-sense App.

Während anhaltende elektrische Entladungen von Nerven, den Kopf quälen, können Patienten oft weder das Haus noch ihr eigenes Zimmer verlassen. Von allem geplagt was Geräusche verursacht oder Licht verströmt, sind rund 12 Prozent der Deutschen von Migräne betroffen. Meist wurden sie jedoch nur medikamentös behandelt. Das Berliner Newsenselab-Team hat mit der Entwicklung der App M-Sense eine alternative Behandlung entwickelt, um die extremen Kopfschmerzepisoden für Betroffene vorhersehbar und vor allem kontrollierbar zu machen. Die App ist bereits ein zertifiziertes Medizinprodukt. Als erstes dieser Art, lernt der Algorithmus der App mithilfe künstlicher Intelligenz auch noch dazu und verbessert das Modell für die Benutzer somit stetig.

 

Gründungsgesellschafter der Newsenselab GmbH (vl.n.r.): Simon Scholler, Stefan Greiner, Dr. Markus Dahlem und Martin Späth. | Foto: Newsenselab GmbH / Johannes Windolph

 

Studie zur digitalen Prävention gestartet

„Unser Ziel ist es, die Kopfschmerztage der Betroffenen um mindestens 50 Prozent zu reduzieren“, erklärt CEO und Mitgründer Stefan Greiner. Um dieses Vorhaben zu fundieren, kooperieren die BARMER-Krankenkasse und die Deutsche Telekom, unter wissenschaftlicher Betreuung der Charité für ein gemeinsames Projekt. Hierzu bewerten 1.000 von Kopfschmerzen und Migräne betroffene Mitarbeiter_innen der Deutschen Telekom, ihre Erfahrungen mit M-sense für neun Monate. Die Studie soll das Potenzial der personalisierten und mobilen Migränetherapie von M-sense sichtbar machen, mit der bis zu 40 Prozent der Schmerzattacken nicht-medikamentös reduziert werden können.

Nachdem Benutzer die App mit möglichen Einflussfaktoren der eigenen Migräne gefüttert haben, beobachtet und analysiert M-sense das Krankheitsbild. Anhand mathematischer Modelle warnt M-sense anschließend vor Trigger-Faktoren. Ziel ist es nicht nur die Häufigkeit der Attacken langfristig zu verringern, sondern auch ein individuell abgestimmtes Therapiemodell zu erstellen. Durch Entspannungs- und Bewegungstraining sowie präventive Maßnahmen kann nachgewiesen sogar der Medikamentenkonsum der Migränepatienten reduziert werden. Die von der App automatisch festgestellten Wetterverhältnisse und weitere äußere Einflussfaktoren tragen zum sogenannten Biofeedback der Patienten bei.

 

Nach der Eingabe möglicher Einflussfaktoren der eigenen Migräne, warnt die App anschließend vor Trigger-Faktoren. | Foto: M-sense

 

Arznei durch M-sense Analyse

Im Zuge etlicher Datenskandale der Plattformen und Apps von Internetriesen und kleineren Anbietern, deren Nutzungen erst möglich sind, wenn man der Speicherung und Weiterverwendung jeglicher eigener Daten zustimmt, ist das Konzept von M-sense bereits fortschrittlicher. „Wir werden [mithilfe der Patientendaten] neue biologische Zyklen ausmachen können. Man muss Patienten jedoch auch davor schützen, dass ihre Daten ungenutzt bleiben. Daten sind der Schlüssel zur personalisierten Therapie“, so Dahlem. Benutzer können selbst entscheiden ob sie ihre Daten zur Analyse auf dem Handy lassen, oder mit dem Server synchronisieren möchten.

 

Benutzer können selbst entscheiden ob sie ihre Daten zur Analyse auf dem Handy lassen, oder mit dem Server synchronisieren möchten. | Foto: M-sense / Johannes Windolph

Benutzer können selbst entscheiden ob sie ihre Daten zur Analyse auf dem Handy lassen, oder mit dem Server synchronisieren möchten. | Foto: M-sense / Johannes Windolph

 

Was bei Kopfschmerzen und Migräne beginnt soll sich mit den mathematischen Analysemodellen auch auf andere chronische Krankheiten übertragen lassen. Das vierköpfige Gründerteam von Newsenselab macht es sich zum erklärten Ziel, chronische Krankheiten für Betroffene kontrollierbar zu machen. Sodass diese sie nicht in wiederholtem Maße im Alltag außer Gefecht setzen. (cn)

Foxtrail: Urbane Schnitzeljagd, Escape Game und Kieztrip

Berlin hat mehr als nur ein Stadtzentrum, viel mehr ist Berlin zusammengesetzt aus vielen Kiezen, die es zu entdecken gilt. Genau das unterscheidet Berlin von anderen europäischen Metropolen. Foxtrail ist ein neues Konzept, dieses Berlin mit anderen Augen zu sehen und die Stadt als Spielfeld zu erleben. Nur Teamwork, Geschicklichkeit und Cleverness führen ans Ziel. Erinnerungen an die Schnitzeljagd aus Kindertagen kommen in den Sinn, verbunden sind mit dem Gefühl von Escape Games sowie dem Entdecken von Berliner Kiezen.

Berlin zum abwechslungsreichen Spielfeld

Foxtrail hat sich in der Schweiz längst einen Namen gemacht und ist eine Idee, die in Berlin für Aufmerksamkeit sorgt und die Stadt erobern wird. „Gemeinsam sind wir stark.“ Getreu diesem Motto werden Menschen motiviert, die in einer Gruppe Spaß an der Spannung und am Lösen kniffeliger Rätsel haben.Ziel ist, der Fährte des Fuchses zu folgen. Denn dieser hat seine Spuren an verschiedensten Orten hinterlassen. Die Verfolger werden vor technische Aufgaben gestellt, müssen Rätsel lösen, Codes knacken und geheime Botschaften finden. Ganz nebenbei entdecken sie auch noch unbekannte Winkel einer vielleicht bereits bekannten Gegend.

Die Schnitzeljagd führt nicht ausschließlich entlang der bekannten Attraktionen, sondern zeigt auch die einzigartigen und unbekannten Winkel der Stadt. Sightseeing auf besondere Art“. Der Ursprung der sich jetzt über Europa ausbreitenden Foxtrails liegt in der Schweiz. Auf über 40 Routen machen sich 160.000 Teilnehmer auf die Suche.

Foxtrail – als Team ans Ziel

Gerade moderne Unternehmen nutzen vermehrt Teamevents, die mehr sind als nur ein Ausflug: Abteilungsübergreifende Gruppen meistern gemeinsam Herausforderungen – in hierarchiefreier Kommunikation treffen Menschen Entscheidungen, lösen komplexe Probleme und moderieren Diskussionen. Kurz: Agile Teamarbeit.

„Die eigene Stadt neu entdecken“, könnte ein Motto für Einheimische lauten. Denn was es alles zu entdecken gibt, bleibt den Augen im Alltag häufig verborgen. Durch das Spiel und die Suche der Hinweise werden alle Sinne geschärft und eine neue Perspektive eingenommen. Das Konzept kann ein abenteuerlicher Spaziergang, eine abwechslungsreiche Stadttour oder ein Unternehmensevent mit kniffeligen Herausforderungen sein. In jedem Fall ist Foxtrail ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt. (bt)

Wie Superfood zur Mission wurde: Die Geschichte von Karl Karlo

Lebensmittel, die besonders nährstoffreich sind und außerdem eine positive Wirkung auf die Gesundheit und das Wohlbefinden haben, liegen voll im Trend. Superfoods sind pflanzliche Lebensmittel, die von Natur aus hohe Gehalte an einzelnen Mikronährstoffen, Enzymen und sekundären Pflanzenstoffen aufweisen.

Das Berliner Start-Up-Unternehmen Karl Karlo hat die „Energy Balls“ entwickelt, die über nur wenig Kalorien verfügen und dennoch Konzentrations- und Leistungsfähigkeit für einen längeren Zeitraum stärken.

Die beiden Gründer von Karl Karlo haben einen ungewöhnlichen Weg bis zur Entwicklung der „Energy Balls“ hinter sich. Malte Lorenz und Henrik Rackow kennen sich bereits seit ihrer Kindheit. Zuvor hatten sie jedoch einige Zeit keinen Kontakt, bis sie sich Jahre später zufällig in Berlin wiedertrafen. Die Firmen, bei denen sie angestellt waren, einem Venture Capital und eine Digitalagentur, hatten sich im selben Co-Working Space eingemietet, sodass die beiden sich ein Büro teilten. Anfang 2018 gründeten sie gemeinsam ihr Unternehmen Karl Karlo. Der Name „Karl Karlo“ stammt von Hans Carl von Carlowitz, dem Begründer der Nachhaltigkeitsidee. Nachhaltigkeit ist der Grundsatz, an den sich das Unternehmen auch in Zukunft halten will. Karl Karlo achtet darauf, seine Produkte umweltfreundlich herzustellen und möglichst wenig Aluminium für die Verpackungen zu verwenden. Weiterhin spendet das Start-up an soziale Organisationen, die sich unter anderem für den Umweltschutz einsetzen.

Vom Venture Capital und der Digitalbranche zum Superfood

Doch wie kamen die Gründer von ihren ursprünglichen Arbeitsplätzen zu diesen Energy-Snacks? Malte Lorenz erzählt: „Wir hatten häufig lange, anstrengende Arbeitstage, an denen wir immer wieder gute Snacks für zwischendurch gesucht haben.“ Doch den idealen Power-Snack für Zwischendurch haben sie nicht gefunden. So begannen sie im Dezember 2017 ihr eigenes Superfood zu entwickeln. Das Ziel: Ein Snack, der mit wenig Kalorien dennoch Energie für einen längeren Zeitraum liefert. Die Lösung war schnell gefunden: „Energy Balls“.

„Energy Balls“ sind kleine Bällchen, die aus herkömmlichen Superfoods bestehen. Datteln, Mandeln, Cashews oder auch Macadamia gehören beispielsweise zum Sortiment. Seit Anfang 2018 werden sie produziert und schon jetzt über Edeka vertrieben. Hilfreich dabei war, dass das Büro von Rackow und Lorenz im Edeka Co-Working Space untergebracht war. Dort besprachen sie bereits frühzeitig ihre Ideen mit den Kaufleuten, die ihnen später die Produkte in größeren Mengen abnehmen konnten.

 

Die Gründer Henrik Rackow und Malte Lorenz | Foto: Karl Karlo

Die Gründer Henrik Rackow und Malte Lorenz | Foto: Karl Karlo

 

Wachstumsmarkt Superfood

Schon frühzeitig erzielte das Start-up große Erfolge. Mit ihrem Superfood stiegen die Gründer in ein viel versprechendes Geschäft ein, denn der Snack-Markt wächst jährlich um acht Prozent. „Wir fanden den Markt sehr attraktiv“, erzählte Lorenz rückblickend auf die Geschäftsidee des Unternehmens. Auch auf einen möglichen Umschwung auf dem Markt ist Karl Karlo vorbereitet. Das Start-up wolle, laut Lorenz, sein Sortiment weiter vergrößern: „Wir haben bestimmte Punkte definiert, die für uns strategisch wichtig sind. Unsere Snacks müssen Bio-Qualität haben, ohne Zucker sein und unser Design muss konsequent sein.“

Zu finden sind die „Energy Balls“ bereits deutschlandweit in zahlreichen Edeka-Filialen. Karl Karlo werden ihre Produkte ab diesem Sommer auch im Bordmenü von Eurowings anbieten. Die Zusammenarbeit mit der Airline bietet die Möglichkeit, neben den Snacks auch die Mission von Karl Karlo weiter bekannt zu machen. Mittlerweile ist das Start-up Teil des Projekts „1% for the planet“. Jedes Unternehmen in diesem Netzwerk spendet mindestens einen Prozent des Umsatzes an soziale Einrichtungen. Die Organisation setzt sich dabei für Umweltschutz durch nachhaltiges Wirtschaften ein. Für die Gründer Lorenz und Rackow geht es schon lang nicht mehr nur um die Herstellung und Vermarktung von Energy-Snacks – Karl Karlo ist längst schon zu einer Mission geworden. (rl)

Urbane Mitte: Zufall, Stein und Hyperloop

Berlins Stadtbild befindet sich durch einen historischen Stilmix im stetigen Wandel. Das MakeCity, das Festival für Architektur und Andersmachen, gibt noch bis zum 01.07.2018 Impulse und Strategien für eine innovative und nachhaltige Stadtplanung.

Ein besonderes Highlight wird am letzten Festivaltag stattfinden: Unter dem Titel „Zufall, Stein und Hyperloop“ findet ab 13:30 Uhr auf dem Grundstück des Projektes Urbane Mitte am Gleisdreieck, direkt neben dem BRLO Brwhouse, eine Paneldiskussion statt. Speaker verschiedener Branchen werden ihre Blickwinkel auf das Thema Stadtentwicklung darlegen.

Die Stadt im stetigen Wandel

Beim Panel sollen Fragen wie „Wie können wir unsere Städte abseits ferner Zukunftsszenarien anders denken, bauen und gestalten? Hier und jetzt?“ kontrovers diskutiert werden. Dafür beschäftigten sich die Panelteilnehmer mit jenen Treibern, die den komplexen Wachstums- und Veränderungsprozessen von Metropolen zugrunde liegen. Mit dem Zufall, da er alle Planungs- und Realisierungsprozesse mitgestaltet. Mit der Hardware, die als steingewordener Raum den Stadtkörper formt. Und mit den Menschen und Gütern, die sich bewegen oder bewegt werden und damit die urbanen Nervenstränge frequentieren und formen. Alle drei Komponenten bestimmen die Urbanität, Lebensqualität und Wandlungsfähigkeit einer Metropole.

Teilnehmer des Panels sind u.a.:

  • Dr. Meike Niedbal | Head of Biz Dev DB Station & Service, Project Lead Smart Cities
  • Jackie Thomae | Ratgeberbuch- & Bestseller-Autorin, Journalistin, Trend- & Transformationsexpertin
  • Dimitri Hegemann | Gründer Tresor, Berlin-Detroit Connection, Happy Locals u. a., Freiraumgestalter & Nighttime Economist
  • Darius Moeini | Co-Founder Numa Berlin, Project Lead Accelerator & Smart City Innovation Program, Urban Change Expert
  • Markus Penell | Partner / GF O&O Baukunst, Kurator O&O Depot, Architekt der Urbanen Mitte am Gleisdreieck
  • plus Special Guest

Dr. Christian Ankowitsch, Journalist und Sachbuchautor, wird die Veranstaltung moderieren.

Urbane Mitte am Gleisdreieck

Im Rahmen des MakeCity Festivals wurden für jede dieser drei Dimensionen besondere Gäste eingeladen. Diese werden mit den Besuchern die Möglichkeiten einer anderen Stadt diskutieren und sie subjektiv kartographieren.

Stattfinden werden die Gespräche am Berliner Gleisdreieck. Der urbane Hub steht beispielhaft für die Veränderung und die Dynamik Berlins. Früher wurden hier Waren und Güter umgeschlagen. Heute rattern Hochbahnen durch den beliebten Park am Gleisdreieck. In naher Zukunft wird hier auf 3,2 Hektar ein neues Stück Stadt entstehen.

Konzipiert wurde das Panel von Ortner & Ortner Baukunst und COPRO, für deren Stadtentwicklung „Urbane Mitte am Gleisdreieck“ Ortner & Ortner Baukunst den Masterplan entworfen hat – sowie vom B-PART, dem „Lab For Urban Shift“ auf dem Projektgrundstück der Urbanen Mitte am Gleisdreieck. Die Moderation übernimmt Christian Ankowitsch, Sachbuchautor und Journalist. (red)

Das Palmöl-Dilemma: Steht das Pflanzenfett zu Recht in der Kritik?

Palmöl ist wegen seiner großen Vielseitigkeit und den geringen Herstellungskosten weltweit inzwischen das wichtigste Pflanzenöl. Vor allem aus der Lebensmittel– und Kosmetikindustrie ist es nicht mehr wegzudenken. Unter den pflanzlichen Fetten ist es der Superstar – dreimal so ertragreich wie Raps, leichter zu verarbeiten als Kokosfett. Die Palmöl-Produktion steht aber zugleich für vernichtete Regenwaldflächen, strittige Landrechte und katastrophale Arbeitsbedingungen bis hin zu Menschenrechtsverletzungen. Dabei wird Palmöl längst nicht nur umfassend in Lebensmitteln, sondern vor allem auch in Kosmetika verwendet.

Alternative Ansätze: Ist eine faire Produktion von Palmöl möglich?

Unternehmen wie The Body Shop, Yves Rocher und Rituals werben für tierversuchsfreie Kosmetik, weitgehend natürliche Inhaltsstoffe und gründen oder fördern Projekte zur Durchsetzung dieser Standards. Der Kosmetikhersteller Dr. Bronner‘s hat sich bereits 2005 dazu entschieden, ausschließlich auf Rohstoffe aus Biolandbau und fairem Handel zu setzen und die Produktionsverhältnisse komplett umzukrempeln. Dazu gründete Dr. Bronner’s Tochtergesellschaften wie Serendipalm Co. oder Serendipol Co. in Ländern, aus denen das Unternehmen seine Rohstoffe für die Seifenproduktion bezieht. Außerdem werden die Projekte anderer Wohltätigkeits- und Naturschutzorganisationen tatkräftig unterstützt und zum Teil sogar weiter ausgebaut.

Dr. Bronner’s unterstützt verstärkt lokale Kleinbauern und fördert die gezielte und selbstständige Verwirklichung der Gemeinde. Als Mitglied der World Fair Trade Organization (WTFO) werden bereits 90 Prozent der verwendeten Inhaltsstoffe aus Biolandbau bezogen. So wurde 2007 das inzwischen von der ghanaischen Tochtergesellschaft geführte Projekt Serendipalm Co. für die Herstellung von Bio- und Fair Trade-Palmöl ins Leben gerufen. Über 500 Bauern von Farmen, auf denen keine Vergrößerung, Rodungen oder Artenvertreibungen stattgefunden haben, beliefern das Projekt bereits. Die örtlichen Kleinbauern wurden mit Setzlingen versorgt, die es ermöglichen, höhere Erträge auf gleicher Fläche zu erzielen.

Regenwaldrodungen und strittige Landrechte prägen das Image von Palmöl. | Foto: pexels.com

Regenwaldrodungen und strittige Landrechte prägen das Image von Palmöl | Foto: pexels.com

Fairness durch soziale Projekte

Nach ähnlichem Verfahren wurde bereits 2005 das Projekt zur Gewinnung von Bio- und Fair Trade-Kokosöl, Serendipol, in Sri Lanka und inzwischen auch in Kenia initiiert. Diese und viele weitere Projekte arbeiten durch Bodenwartung, die Vergrößerung der Abnahmefarmen, lokale Verbesserung der Lebensqualität und die Schulung der Kleinbauern darauf hin, durch die Erhöhung der Bodenqualität und Lebensqualität der Produkteure, auch eine Erhöhung der Produktivität und Profitabilität zu erreichen. Der Standort in Sri Lanka gehört inzwischen zur weltweit führenden Quelle für Fair Trade Virgin Coconut Oil (VCO). Das Projekt in Kenia wurde trotz weiterlaufender Kundschaft an lokale Partner übergeben. Ein Teil der Erlöse kam sozialen Projekten zugute. So wurden Jugendgruppen unterstützt, denen  bessere Lebensbedingungen ermöglicht werden sollen. Außerdem wurde der Aufbau öffentlicher Sanitäranlagen und einer Geburtenstation finanziert.

Umweltfreundliche Alternativen und Verantwortung

Ein bewusster Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit bedeutet jedoch nicht nur das Bewusstsein für Inhaltsstoffe, Produktionsbedingungen und Lokalität zu schärfen. Es erfordert beispielsweise auch, auf die verwendete Verpackung, produzierten Müll und Minimalismus zu achten. Verzicht auf Plastiktüten oder das Mitbringen von Stoffbeuteln ist schon längst common sense. Unverpackt-Läden, Vermeidung von Plastik, Ersatz durch Papierverpackungen oder Gebrauchsgegenstände aus Holz werden ebenfalls immer populärer. Dennoch wird Palmöl, das nicht nur im Ruf steht, Umwelt und Lebensräume zu zerstören, sondern auch gesundheitsschädigend sein soll, kritisch gesehen. Das Pflanzenfett schmeckt ähnlich wie Butter und ist in allerhand Fertiggerichten, Süßigkeiten, Babynahrung, Seifen und Streichcremes enthalten. Beschränkt man sich auf die Nutzung von Kosmetika, die Palmöl enthalten, dürfte die Frage nach den Produktionsstandards die Entscheidende sein.

Im Rahmen einer Round Table-Diskussionsrunde lädt Dr. Bronner‘s zur Beantwortung der Frage ein: „Kann Palmöl unter ökologisch und sozial verantwortungsvollen Bedingungen hergestellt werden?“. Im Berliner Standort in den Hackeschen Höfen wird am 26. Juni zu 19 Uhr debattiert. Diskutiert wird dabei sicher auch die Frage, ob auch nachhaltige und verantwortungsbewusste Erzeuge zu Recht oder zu Unrecht in der Kritik stehen. (cn)

CLASSIC DAYS Berlin – Kudamm wird zur Oldtimer-Paradestraße

Die CLASSIC DAYS Berlin holen am 9. und 10. Juni 2018 ein Stück Autogeschichte in die Hauptstadt. Mehr als 2.000 Oldtimer bilden am Samstag und Sonntag jeweils ab 10 Uhr eine Automobil-Schau mit Tradition. Bereits zum sechsten Mal erlebt der Kurfürstendamm erlebt das Spektakel. Veranstalter sind die F.F. Peppel GmbH und die AG City .

Klaus-Jürgen Meier, Vorstandsvorsitzender der AG City: „Bei den CLASSIC DAYS Berlin wird der Kurfürstendamm wieder einmal zum Treffpunkt für Jung und Alt. Dort begeben sich die Besucher auf eine Zeitreise, wo Liebhaberstücke mit zum Teil ‚unbezahlbarem‘ Wert im Mittelpunkt stehen. Flanieren und genießen Sie die Eleganz und die Lebensfreude des weltbekannten Shopping-Boulevards.“

Mehr als 2.000 Oldtimer bilden das A – Z der Automobilgeschichte

Der Kudamm gehört zu den beliebtesten Erlebnisstraßen der Welt – bis zu hunderttausend Menschen besuchen ihn täglich. „Die Menschen sind begeistert, unsere Oldtimer an sich vorbeirollen zu lassen und sie an zwei Bühnen mit den besten Moderatoren zu präsentieren. Sie können alle Fahrzeuge in Ruhe auf der 2,5 Kilometer langen Straße bewundern und fotografieren“ so Frank Peppel. Und weil zu klassischen Automobilen auch Genuss und Lebensart gehören, wird den Gästen von der Joachimsthaler Straße bis zum Olivaer Platz Erlebnisgastronomie der besonderen Art angeboten, zum Beispiel:

• Fine Dining
• Champagner-Bar
• Cigar-Lounge
• Weinstände
• Kleinstbrauerei
• Cocktail Areas

 

CLASSIC DAYS Berlin | Foto: Agentur Peppel

CLASSIC DAYS Berlin | Foto: Agentur Peppel

 

Flanieren und Genießen mit internationalem Flair

So lautet das Motto der CLASSIC DAYS Berlin 2018 und exklusive Attraktionen und Angebote ergänzen, was ohnehin auf dem Kudamm vorhanden ist. Da der Kudamm, was das Shoppen angeht, sehr „damenlastig“ ist, wird im Rahmen der CLASSIC DAYS Berlin der Gentlemen‘s Walk auf der Nordseite zwischen Knesebeckstraße und Bleibtreustraße aufgebaut, der Produkte für den Mann präsentiert. Für das leibliche Wohl aller Gäste sorgt ein Catering mit vielen Ständen und einer vielfältigen Auswahl, wie zum Beispiel:

• Französischer Flammkuchen und Crêpes
• Amerikanische Spare Ribs
• Berliner Currywurst
• Italienische Pasta

 

CLASSIC DAYS Berlin | Foto: Agentur Peppel

Oldtimerfans unter sich auf dem Kudamm | Foto: Agentur Peppel

 

Im VIP Bereich werden die Gäste von einem Gourmet-Catering verwöhnt. Für den besonderen Drink zwischendurch säumen viele Cocktail Areas den Weg. An verschiedenen Stellen präsentieren klassische „Food Trucks“, wie sich das Essen entlang der Straßen über die Jahrzehnte entwickelt hat. Die zwei Bühnen sind die Heimat der drei Moderatoren, die als Experten der Geschichte der Verkehrsmittel alle Fahrzeugklassiker und Attraktionen vorstellen werden. Johannes Hübner, Automobilexperte aus Frankfurt, der sonst auch am Nürburgring spricht, stellt dort die Klassiker vor.

Das Angebot ist faszinierend für Autoliebhaber aller Altersklassen. Die CLASSIC DAYS Berlin auf dem Kurfürstendamm sind ein Erlebnis für die ganze Familie. (red)

100 Jahre Berliner Pressekonferenz: Fanal für die Pressefreiheit

Um die Verankerung der Pressefreiheit ging es schon vor 100 Jahren, als die Berliner Pressekonferenz gegründet wurde – das Thema ist weiterhin hochaktuell. Der Vorsitzende der Berliner Pressekonferenz, Thomas Klein, hatte zum 100-jährigen Jubiläum der Berliner Pressekonferenz Can Dündar, den ehemaligen Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“, als Ehrengast ins Restaurant „Hugos“ im 14. Stock des Hotels „Intercontinental“ an der Budapester Straße geladen. Der 56-Jährige, der aktuell in Deutschland lebt, wurde 2015 in der Türkei der Spionage und des Landesverrats angeklagt. Die Strafandrohung liegt für ihn bei mehreren Jahren Haft.

„Wenn sich in der Türkei so viele wertvolle Journalisten an einem Ort treffen wollen würden, müsste das wahrscheinlich im Gefängnis stattfinden“, so Dündar. „Seien Sie solidarisch mit den Kollegen, die in der Türkei um die Meinungsfreiheit kämpfen“, forderte er die Anwesenden auf und äußerte die Hoffnung, dass man eines Tages in einer freien Türkei zusammen kommen könne. Nach seinem flammenden Plädoyer für Meinungsfreiheit, das Recht auf kritische Berichterstattung und eine freie Presse erhielt der Journalist minutenlange standing ovations von den anwesenden Gästen aus der Berliner Politik, Wirtschaft und natürlich den Medien.

 

Mit standing ovations gefeiert: Ehrengast Can Dündar, ehemaliger Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“ | Foto: Charles Yunck

Mit standing ovations gefeiert: Ehrengast Can Dündar, ehemaliger Chefredakteur der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“ | Foto: Charles Yunck

 

Politiker loben die Pressekonferenz als Instanz der Pressefreiheit

„Es ist erschreckend, dass so etwas in einem befreundeten Land passiert“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und warb darum, es bewusst als Glück zu empfinden, „dass wir so offen und frei zusammen leben können“. Zu den Gratulanten zum 100-jährigen Jubiläum zählte auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters, die das im internationalen Vergleich einmalige Format der Selbstorganisation von Journalisten lobte und frei nach Voltaire zitierte: „Ich mag verdammen was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“

 

Kulturstaatsministerin Monika Grütters attestierte der Berliner Pressekonferenz ein ausgeprägtes journalistisches Selbstbewusstsein „sich zur Feier dieses Jubiläums auch Redner aus der Politik auf die Bühne zu holen.“ Foto: Charles Yunck

Kulturstaatsministerin Monika Grütters attestierte der Berliner Pressekonferenz ein ausgeprägtes journalistisches Selbstbewusstsein „sich zur Feier dieses Jubiläums auch Redner aus der Politik auf die Bühne zu holen.“ | Foto: Charles Yunck

 

Aus Sicht von Thomas Klein gehören Demokratie und eine freie Presse unweigerlich zusammen. „Dass wir aktuell immer noch über Themen wie Presse- und Meinungsfreiheit sprechen müssen, hätten wir uns nicht träumen lassen.“ Doch auch der digitale Umbruch ist für den Qualitätsjournalismus nicht nur Chance, sondern ebenso eine Herausforderung. „In Zeiten von Facebook, Newsfeeds und Fake News braucht es engagierte Journalisten, die sich für eine unabhängige und qualitätsvolle Berichterstattung einsetzen“, so Klein.

 

Gastgeber Thomas Klein (l.) neben dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller und dem Unternehmer Nadir Guediri (r.), COPRO Projektentwicklungs GmbH | Foto: Charles Yunck

Gastgeber Thomas Klein (l.) neben dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller und dem Unternehmer Nadir Guediri (r.), COPRO Projektentwicklung GmbH | Foto: Charles Yunck

 

Spargelessen mit langer Tradition

Das traditionelle Spargelessen der Berliner Pressekonferenz ist das Frühlings-Highlight im Terminkalender der Top-Entscheider Berlins. Dementsprechend hoch war die Dichte an Senatoren und wichtigen Repräsentanten der Berliner Wirtschaft. An den lebhaften Tischgesprächen nahmen neben den Senatsmitgliedern Regine Günther, Dilek Kolat, Katrin Lompscher, Andreas Geisel und Ramona Pop, Landessportbundpräsident Klaus Böger, Lotto-Vorstand Marion Bleß, Handelsverbandschef Nils Busch-Petersen, Polizeipräsidentin Barbara Slowik, Rabbiner Yehuda Teichtal, Abgeordnetenhauspräsident Ralf Wieland, Erzbischof Heiner Koch und der frühere Regierende Bürgermeister Walter Momper teil.

 

Investor Dr. Harry van Caem mit Bausenatorin Lompscher | Foto: Charles Yunck

Investor Dr. Harry van Caem mit Bausenatorin Lompscher | Foto: Charles Yunck

 

Neben Medienprominenz wie Gaby Papenburg, Ulrich Meyer oder Christine Richter, zukünftige Chefredakteurin der Berliner Morgenpost, waren zahlreiche Größen aus der Wirtschaft wie Carsten Heinrich vom Immobilien-Branchenprimus Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate, Andreas Knierim, Berliner Zoo, Hartmut Engler, Gegenbauer Unternehmensgruppe, Nadir Guediri, COPRO Projektentwicklung GmbH, Charité-Vorstand Karl Max Einhäupl, Bernhard Hansen, SSN Group, Herbert Dzial, HD Gruppe, Susanne Tattersall, Tattersall•Lorenz, und der niederländische Investor Dr. Harry van Caem gekommen. (ak)

 

Engagiert in Berlin: SSN Group Deutschlandchef Bernhard Hansen mit dem Regierenden Bürgermeister | Foto: Charles Yunck

Engagiert in Berlin: SSN Group Deutschlandchef Bernhard Hansen mit dem Regierenden Bürgermeister | Foto: Charles Yunck

Berliner Start-ups überzeugen bei erstem Rewe Gründerwettbewerb

Dieses Jahr veranstaltete Rewe den ersten Gründerwettbewerb eines Unternehmens im Lebensmitteleinzelhandel. In diesem Rahmen wurde auch erstmalig der „Rewe Start-up Award“ in Köln vergeben. Dabei stammen alle fünf aus den 170 Bewerbern ausgewählten Finalisten-Start-ups  aus Berlin. Nicht umsonst hat die Hauptstadt in den letzten Jahren einen sehr guten Ruf in der Start-up Szene erlangt. „Selo Green Coffee“ setzte sich am Ende durch und konnte den Wettbewerb mit einem gesunden, koffeinhaltigen Getränk für sich entscheiden. Neben der Aufnahme in das Sortiment der über 3.000 Rewe-Filialen und den Online-Handel des Unternehmens, bekommen die Finalisten zukünftig auch Unterstützung in Marketing-Fragen. Bisher hatte sich die Anteil an Food-Start-ups in den deutschen Rewe-Märkten sehr an lokaler und regionaler Vermarktung ausgerichtet. Jetzt ruft das Unternehmen dazu auf, sich nicht nur während der Wettbewerbszeiten mit innovativen Produkten an Rewe zu wenden.

„Junge Unternehmen sind heute viel ideenreicher und kreativer als noch vor ein paar Jahren und reagieren blitzschnell auf Ernährungstrends. Nur fehlt es naturgemäß oftmals noch an wichtigen Kontakten, umfangreichem Branchenwissen und der für eine bundesweite Vermarktung notwendigen Professionalität. Mit dem REWE Start-up Award und unseren Partnern haben wir eine zeitgemäße und dauerhafte Plattform für Gründer geschaffen“, sagt REWE-Marketingleiter und Jury-Mitglied Dr. Johannes Steegmann.

Gründerwettbewerb spürt aktuelle Food- und Lifestyle-Trends auf

Die Finalisten-Start-ups halten mit den neuesten Entwicklungen der Lebensmittelbranche mit und werden von BERLINboxx im Folgenden vorgestellt. Sie verfolgen einen Trend, der sich schon lange nicht mehr nur langsam durchsetzt. Von fairen Produktionsbedingungen, über gesunde und vor allem ausschließliche natürliche Inhaltsstoffe, bis hin zu speziellen Diäten. Heutzutage liegt der Fokus auf gesunder, ausgewogener und der Umwelt gegenüber rücksichtsvoller Ernährung, die kaum Zeit im durchorganisierten Alltag einnimmt. Von fettigem Fast-Food wird Abstand genommen und stattdessen bewusst auf die Zusammensetzung der Produkte geachtet. Auch nachhaltige Produktionsbedingungen und Verpackungen sowie die Unterstützung der Erzeuger liegen immer mehr Unternehmen und Verbrauchern am Herzen. Vor allem in Großstadtregionen sind diese Kriterien für Manche ein Muss für den Kauf eines Produktes. Diese sind innerhalb weniger Minuten zubereitet und meist praktisch zum Mitnehmen geeignet. So bleibt nach eigenen Worten vieler Food-Start-ups mehr Zeit für die anderen wesentlichen Dinge im Leben. Die Finalisten-Start-ups des Rewe-Gründerwettbewerbs stehen diesen Anforderungen in nichts nach. Sie sind stattdessen wohl eher Branchen-Innovateure, die endlich entdeckt wurden.

„Es ist toll zu sehen, mit welcher Kreativität die Finalisten die Jury überzeugen konnten. Um die Zukunft des Einkaufens gemeinsam zu gestalten, sind Impulse von außen wichtig. Wir lassen uns gerne von den innovativen und unkonventionellen Ideen der jungen Gründer inspirieren. Im Gegenzug können wir unsere Erfahrung und unser Wissen direkt an die Start-ups weitergeben“, erklärt Fridolin Frost, Managing Director Snacks bei Mondelēz International in Deutschland und Jury-Mitglied.

Der Trend geht in Richtung gesund, Bio und vegan. | Foto: pexels.com

Der Trend geht in Richtung gesund, Bio und vegan. | Foto: pexels.com

Gesundheit im praktischen Format: Die fünf Finalisten

„Selo Green Coffee“

 Der erste Gewinner des diesjährig initiierten Wettbewerbs präsentiert sich durch weniger ist mehr. „Selo Green Coffee“ ist ein Erfrischungsgetränk aus grünen, nicht gerösteten und biologisch angebauten Kaffeebohnen. Der Flascheninhalt ist so koffeinhaltig wie ein doppelter Espresso, dabei vegan, sehr kalorienarm und frei von Zuckerzusätzen, Aromen und Konservierungsstoffen. Darüber hinaus liegen dem Start-up die Erzeuger in Kolumbien sehr am Herzen, mit denen sie ein enges partnerschaftliches Verhältnis pflegen. So hat sich Selo verpflichtet, einen Teil des Umsatzes in Entwicklungsprojekte zu investieren, die der Kooperative zugutekommen.

"Selo Green Coffee": Die Gewinner des "Rewe Start-up Awards" mit Jurymitgliedern. | Foto: REWE,, Michael Gottschalk

„Selo Green Coffee“: Die Gewinner des „Rewe Start-up Awards“ mit Jurymitgliedern. | Foto: REWE,, Michael Gottschalk

 „Hummingbird“

Der diesjährige Gewinner des FitFood-Awards der FITBOOK-Redaktion ist „Hummingbird“, mit seinen Frühstücks-Variationen, die einen gesunden Lebensstil unkompliziert machen. Es produziert so genannte Blendies. Dabei handelt es sich um verschiedene getrocknete Superfoods, die zu kleinen Bällen gepresst sind. Wenn diese zusammen mit etwas Flüssigkeit sowie Obst und Gemüse in einen Mixer gegeben werden, lassen sich mit ihnen schnell nährstoffreiche Smoothies herstellen. Die in Australien entwickelten Produkte bestehen aus rein natürlichen Inhaltsstoffen und können – bei höherem Stresslevel – auch bequem online bestellt werden. Das tägliche Frühstück punktet hier mit schneller Zubereitung und nicht mehr wegzudenkenden Superfoods.

„Oh My Dough“

Die Gründer von „Oh My Dough“ erfüllten sich mit sorgenfrei verzehrbarem, rohem Keksteig nach eigenen Angaben einen Kindheitstraum. Abseits von Eissorten, in denen dieser nur verarbeitet ist und auf wenigen Löffeln die Herzen von Keks-Fans höher schlagen lässt, bietet „Oh My Dough“ ganze Becher voll davon an. Der Geschmack des ungewöhnlichen Snacks hat laut Gründern hier oberste Priorität.

„Nuri Food“

„Nuri Food“ zeigt sich innovativ mit tiefgekühltem Babybrei, der in Form von Pellets den Bedürfnissen entsprechend aufgetaut werden kann. Auch hier überzeugten 100 Prozent an Bio-Zutaten und die Wahl zwischen vegetarischen und veganen sowie Fleisch-Varianten, bei der Auswahl. Durch das schonende Schock frosten, ist das Start-up darauf bedacht mehr Nährstoff und Vitamine in ihren Babygläschen zu erhalten. Im Gegensatz zu herkömmlicher Babynahrung sei dies durch die Methode gewährleistet und gleichzeitig flexibler und tiefgefroren länger haltbar. „Nuri Food“ setzt auf diese Weise darauf Eltern und Kind mit ihrem Produkt, die Zubereitung von häufigen Mahlzeiten zu erleichtern und so mehr Zeit zu schenken.

„Wildcorn“

Zum Schluss bietet „Wildcorn“ einen gesündere Variante des beliebten Home-Kinos und eine alternative zu hochkalorischen Chips. Das Produkt des Start-ups bietet Popcorn ohne Zuckerzusatz, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker an und ist auch für Veganer geeignet. Der Snack vereint die Nachfrage aller von verbreiteten Food-Intoleranzen betroffenen Menschen und basiert nur auf Bio-Mais und ausgewählten Gewürzen. Bundles verschiedener Sorten können online bestellt werden, oder die einzelnen Tüten des gesunden Etwas bald in den Rewe-Märkten gefunden werden. (cn)

 

Es ist gedeckt! – Nominierung der Berliner Meisterköche 2018

Zum 22. Mal werden in Berlin dieses Jahr die Berliner Meisterköche nominiert. Berlin Partner veranstaltet den jährlichen Wettbewerb seit 1997, um modernste kulinarische Kreationen der Hauptstadt-Gastronomie zu prämieren. Die 13 Mitglieder der unabhängigen Berliner Meisterköche-Jury nominierten dieses Jahr in den Kategorien „Berliner Meisterkoch 2018“, „Aufsteiger des Jahres 2018“,„Berliner Gastgeber 2018“, „Berliner Szenerestaurant 2018“ und – zum ersten Mal –  auch den „Berliner Kiezmeister 2018“. Rund 100 Köche, Restaurants, Sommeliers und Gastgeber fanden sich in diesem Jahr auf der Vorschlagsliste der Jury. Es bewarben sich dementsprechend 30 Prozent mehr Interessierte als in den beiden Vorjahren.

„Berlin ist Freiheit, Vielfalt, Kreativität, Internationalität und Experimentierfreude – all das vereint die Stadt zu einem außergewöhnlichen Gastronomie-Standort. Gleichzeitig verändert sich die Stadt pausenlos. Diesem Wandel tragen wir auch Rechnung, indem wir in diesem Jahr erstmalig den Kiezmeister auszeichnen. In dieser Kategorie wollen wir einen Preisträger ehren, dessen Einzigartigkeit ihn weit über die Kiez-, Stadt- und Landesgrenzen hinaus bekannt machen und den Kiez besonders attraktiv und lebenswert machen. Die diesjährigen Nominierungen zeigen die Qualität und Stärke der Berliner Gastronomie“, so Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner.

Eine Finalkreation der Berliner Meisterköche 2017. | Foto: Berlin Partner-photothek.de

Traditionelles und Ausgefallenes passen auf einen Teller

Unter den aktuell genauer unter die Lupe zu nehmenden, geschmackvollen Löffeln, gefüllten Tellern, gemütlichen Restaurants und Trends der Hauptstadt, finden sich in diesem Jahr Restaurants, die unterschiedlicher nicht wirken könnten. Von der alteingesessenen, freundlichen Kneipe um die Ecke, über den gesunden Imbiss an der Kreuzung bis hin zum gehobenen Ambiente, für das man sich Zeit lässt. Die Berliner Gastronomiebetriebe, -konzepte und –persönlichkeiten, punkten dieses Jahr mit ihrem Abwechslungsreichtum und ihrer Diversität.

„Rentierfleisch am Ku‘damm, erotische Pasta auf der Friedrichstraße, die erste Gourmet-Eckkneipe, No Waste als Leitthema, Ungeheuerliches in Neukölln! Nein, nicht bewahrheitet hat sich die Befürchtung, dass steigende Preise und der Strukturwandel, Berlins kulinarisch kreatives Potential beschränkt hätten. Im Gegenteil: Noch besser, bunter, überraschender, ideenreicher ist das, was stadtweit aktuell geschieht. Dagegen ist die Basis unter Druck geraten: die Meister, Metzger, Bäcker, die einzigartigen Orte sowie auch Kneipiers und Thekenfrauen, die für die bunten Kieze der Stadt stehen. Deshalb standen in diesem Jahr zusätzlich potentielle „Kiezmeister“ zur Wahl. Mit der neuen Kategorie möchte die Jury ein Zeichen setzen“, sagt Dr. Stefan Elfenbein, Vorsitzender der Jury.

Wer setzt sich dieses Jahr bis ins Finale durch? | Foto: Berlin Partner-photothek.de

Wer setzt sich dieses Jahr bis ins Finale durch? | Foto: Berlin Partner-photothek.de

Der Genuss der Wahl bei den Berliner Meisterköchen

Die 20 Besten der 100 Bewerber, die schon mit ihrer Nominierung etwas gewannen, haben wir aufgelistet. Die unabhängige 13-köpfige Jury aus Berlins führenden Food-Journalisten und -Kennern bewertet neben der Qualität der Kochkunst die Originalität der Kreationen, die Präsentation der Speisen, den Service und das Ambiente. Mit der Ehrung der Berliner Meisterköche wird die gehobene Restaurantkultur der Hauptstadt als Aushängeschild der Stadt positioniert. Das Ergebnis der Wahl der „Berliner Meisterköche 2018“ wird am 30. August bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Die Ehrung erfolgt im Oktober im Rahmen eines festlichen Gala-Diners im Vollgutlager Berlin.

Die Nominierten dieses Jahres:

Berliner Meisterkoch 2018:

 

Aufsteiger des Jahres 2018:

 

Berliner Gastgeber 2018:

 

Berliner Szenerestaurant 2018:

 

Berliner Kiezmeister 2018:

 

Bei den Nominierungen liegt der Fokus auf Kandidaten, die noch nicht im Rahmen der „Berliner Meisterköche“ ausgezeichnet wurden. (red)

 

Public Viewing in den Gärten der Welt: Die royale Hochzeit sorgt für Fahnen, Flair und Fascinators

Am Samstag lud das Businessnetzwerk für Frauen „Private Divas“ zum Beobachten des international beachteten Hochzeitsglücks des jüngsten royalen Paares ein. Beim Betreten der Location für das Public Viewing der royalen Hochzeit in den Marzahner Gärten der Welt fällt auf: Die Queen ist allseits präsent. Der „The Cottage“ Tea Room auf dem grünen Gelände, setzte auf Landhaus-Flair, Buttergebäck und Gurken-Sandwiches sowie die Eleganz seiner Besucher. Das Publikum verfolgte gebannt jeden Schritt der Braut. Das Ja-Wort von Prinz Harry und Meghan Markle, der zukünftigen Herzogin von Sussex wurde ganz leger auf Liegestühlen unter Sonnenschirmen zelebriert.

Zu ihrer Hochzeit lud das Paar 1.200 Personen aus dem öffentlich Leben zu einem sonnigen Picknick vor der St. George’s Chapel in Windsor ein. Fernsehaufnahmen des ZDF zeigten die Menge, die in Interviews die Modernität und Andersartigkeit des Paares in jeder Hinsicht betonte und unterstützte. Nicht anders fühlte man sich auf den Wiesen des Tea Rooms „The Cottage“ mit einem Earl Grey in der Hand. Catering und detailreiche Gestaltung der Location, versetzten Besucherinnen in die Stimmung einer britischen Teegesellschaft, die auch zum Netzwerken einiges hergab.

Fahnen und Flair in den Gärten der Welt. | Foto: Clara Nack

Fahnen und Flair in den Gärten der Welt. | Foto: Clara Nack

10 Gärten der Welt

Der bevorstehende Karneval der Kulturen, das Mural-Festival und Hausbesetzungen bestimmten anderswo das geschäftige und überfüllte Pfingstwochenende in Berlin. In den Gärten der Welt war es hingegen möglich, in der ruhigen Atmosphäre im Schatten der englischen Hüte und Sonnenschirme abzuschalten. Die überall zu bewundernden Fascinators, luden Gäste mit Sicherheit dazu ein, nach der englischen auch noch die restlichen, in den Gärten vertretenen Kulturen kennenzulernen. Der festliche Kopfschmuck Fascinator, der kleiner als ein Hut in Großbritannien über dem Haar der Damen zu schweben scheint, gilt als echter Hingucker.

Die Eröffnung des Chinesischen Gartens im Jahr 2000 legte den Grundstein für die Weiterentwicklung als Gärten der Welt. Im weiteren Verlauf entstanden neun Themengärten mit internationaler Gartenkunst verschiedener Regionen, Epochen und Kulturkreise. Die Gärten waren 2017 auch Schauplatz der Internationalen Gartenausstellung (IGA) Berlin. In diesem Rahmen entstanden weitere Gartenräume, Kunstwerke und Spielplätze, darunter auch ein zehnter Themengarten – der Englische Landschaftsgarten.

Sonnenschirme im Grünen statt Autos. | Foto: Clara Nack

Erkundungstouren und saisonale Veranstaltungen

Die Oase in Marzahn veranstaltet regelmäßig saisonale und auch kulturell interessante Feste. Dabei werden die Gärten beim Kirschblütenfest in zartes rosa und weiß getaucht oder erleuchten beim Lotuslaternenfest zu Ehren des Buddha. Zum Abschluss der Saison präsentiert sich das Herbstfest noch einmal in bunten Farben. Nicht nur „The Cottage“, die sich zur royalen Hochzeit nicht mehr verwandeln musste, sondern auch das „Steinboot“-Restaurant können gemietet werden. Die einzelnen Standorte in den Gärten der Welt können für Veranstaltungszwecke, eingebettet in das grüne Ambiente, personalisiert werden.

Die 43 Hektar umfassenden Gärten machten das Public Viewing der britischen Hochzeit zu einem angenehmen Start in den Samstag. (cn)