Geschichten und Neuigkeiten aus der Hauptstadt

Die renommierte Galerie Blain|Southern schließt ihre Standorte in Berlin, London und New York

„Despite the support of dedicated gallery staff, I deeply regret that I have been unable to secure the gallery’s future long term. I want to thank all the artists, collectors, institutions, museums, staff and everyone who has worked with the gallery over the last decade“, verkündete Kunsthändler und Gründer von Blain|Southern, Harry Blain, am Mittwoch in einer Mitteilung und damit auch das Ende der Galerien in London, Berlin and New York.

Blain|Southern – ein Ort für raumgreifende Werke

Vor zehn Jahren gründete Blain zusammen mit Graham Southern Blain|Southern. Die Galerie in Berlin wurde 2011 eröffnet. In den großen Hallen der ehemaligen „Tagesspiegels“-Druckerei in der Potsdamer Straße wurden Einzelausstellungen mit häufig raumgreifenden Werken von Jannis Kounellis, Lawrence Weiner, Jonas Burgert, Francesco Clemente, Nasan Tur, Douglas Gordon, Lynn Chadwick, Wim Wenders, François Morellet, Abdoulaye Konaté, Chiharu Shiota, Harland Miller, Sislej Xhafa, Michael Simpson, Amy Feldman, Henning Strassburger, Herbert Zangs, Ali Banisadr, Frank Thiel, Liliane Tomasko, Marius Bercea, Michael Joo, Avigdor Arikha und Bernar Venet gezeigt.

Blain|Southern verfolgte stets das Ziel, die Breite der zeitgenössischen Kunstpraxis weltweit widerzuspiegeln und zu feiern. Neben dem Programm ermöglichte die Galerie den Künstlern neue Aufträge, öffentliche Leihgaben sowie Museumsausstellungen und unterstützte ihre anderen Aktivitäten.

Ein Ende bahnte sich bereits an

Bereits Ende letzten Jahres hatte Blain|Southern turbulente Zeit hinter sich, nachdem im November bekannt gegeben worden war, dass einer ihrer Gründer, Graham Southern, die Galerie verlassen wird. Auch zwei der Top-Direktoren, Senior Director Charles Saumarez-Smith und Ausstellungsdirektor Craig Burnett verließen zum Ende des vergangenen Jahres Blain|Southern.

Zudem hatten Künstler wie Rachel Howard, Henning Straßburger, Sean Scully, Jake & Dinos Chapman und Mat Collishaw die Galerie, nach der Trennung der beiden Gründer in den letzten Monaten zum Teil im Streit verlassen, wie das britische Magazin „Art Newspaper“ berichtete.

Auf der Teilnehmerliste des Gallery Weekend Berlin vom 01.-03.05.2020, die am Dienstag veröffentlicht wurde, war die Galerie Blain|Southern allerdings noch vermerkt. Angekündigt war eine Ausstellung des Künstlerduos Tim Noble & Sue Webster, mit denen die Galerie vor knapp 10 Jahren ihre Räume in Berlin eröffnete. (aw)

Ringskulpturen und Photographien im Auktionshaus Grisebach

Am 19. Februar 2020 eröffnet Grisebach in seinen Räumlichkeiten mit einer Vernissage die Verkaufsausstellung „Roundtrip – Ringskulpturen und Photographien“. Das Atelier für Goldschmiedekunst Georg Hornemann und die Galerie für künstlerische Photographie Kicken Berlin stellten vor Ort ihre selbst gefertigten Bewegungsskulpturen und photographischen Arbeiten vor.

Dynamische Ausstellungsstücke mit Präzision

Die präsentierten Ringskulpturen Hornemanns entfalten ihre Besonderheit durch die Bewegung der Hände, die sie tragen. In Aktion werden die Spiegelungen und Reflexionen des Schmuckstücks sowie die Farbpalette der verarbeiteten Steine deutlich. Die fünf unterschiedlichen Ringdesigns bestehen aus Gelbgold oder Weißgold 750/ooo und sind von einer Fassung mit schwarzen und weißen Diamanten, pinken Saphiren sowie Tsavorithen umgeben. Jedes Modell ist auf sechs Exemplare limitiert.

„Photographie als Kunst des Sehens“

In Zusammenspiel mit den Ringskulpturen Hornemanns präsentiert Kicken Berlin photographische Arbeiten, die sich den Themen Materie, Licht und Bewegung widmen. Besucherinnen und Besucher können die Werke von Künstlern wie Cecil Beaton, László Moholy-Nagy, Aenne Biermann, Man Ray, Albert Renger-Patzsch und Otto Steinert, aber auch aus dem Bereich der Wissenschafts- und Pressephotographie erleben.

Traditionshäuser in der Hauptstadt

Georg Hornemann und Rudolf Kicken sind keine unbekannten Namen in der Berliner Kunstszene. Das Atelier des Goldschmieds besteht neben einem weiteren Standort in Düsseldorf bereits seit 2016 in der Nähe des Kudamms und hat sich mit seinen gegenwartsorientierten Schmuckkreationen einen Namen gemacht. Rudolf Kicken gründete in den 1970er Jahren seine Galerie für Photographie und etablierte die Ausdrucksform damit als anerkannte Kunstform. Seit dem Tod des Fotographiegaleristen vor rund fünf Jahren wird die Galerie von seiner Frau und Galeristin Annette Kicken weitergeführt. (red)

Weitere Informationen

Die Ausstellung kann vom 20. Bis zum 29. Februar im Auktionshaus Grisebach besucht werden. Wochentags ist sie von 10 bis 18 Uhr und samstags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Grisebach GmbH
Fasanenstraße 27
10719 Berlin
https://www.grisebach.com/

 

Jahresauftakt 2020: Mahler, Beethoven, Suks – Petrenko und die Berliner Philharmoniker

Ein ganz besonderer Geist verbindet die Berliner Philharmoniker mit ihrem Chefdirigenten Kirill Petrenko. Das wurde evident in den Auftakt-Konzerten des Jahres mit Werken von Beethoven, Suks und Mahler.

Mahlers 6. Sinfonie – mitreißend und gewaltig dargeboten

Mahlers 6. Sinfonie, die Tragische, die neben großer Orchesterbesetzung Kuhglocken und den berühmten Mahler-Hammer aufzubieten hatte, wurde ergreifend, mitreißend und gewaltig dargebracht. Es ist immer ratsam die Darbietung einen Tag nach dem Debüt zu besuchen, da dann die ersten Unstimmigkeiten zwischen Dirigent und Orchester geglättet werden können.

Es war kein Kampf zwischen Dirigent und Orchester, es war ein harmonisches Ringen um die dramatische Expressivität dieses persönlichsten Mahler-Werkes. Petrenko zeigt dabei eine große Leichtigkeit, Verspieltheit, ja hingebungsvolle Lust im Dialog mit seinem Orchester. Sein Dirigat ist beinahe zärtlich, tänzerisch, das Gegenteil von brachial oder zuchtmeisterlich. Und auf seinem Antlitz lassen sich alle Nuancen dieser immer gefühlvollen Musik ablesen. So führt er durch dieses 1903 und 1904 komponierte Werk, das nicht von Mahler mit dem Beinamen „Tragische“ versehen wurde und dennoch viel von der Tragik des Künstlers Mahler zum Ausdruck bringt. Das Wort-Rätsel wäre die bessere Charakterisierung für dieses Werk, das mehr als 110 Musiker auf der Bühne vereint und bis zu 85 Minuten zu fesseln versteht.

Die Mahlersche Gefühlswelt – in vier Sätzen

Im ersten Satz dominiert der Marschrhythmus und symbolisiert die martialische Welt von Gleichschritt und Kampfgeist. Visionär nimmt der Komponist 10 Jahre vor Beginn des ersten Weltkrieges das Jahrhundert der Weltkriege vorweg. Und kontrapunktisch zeigt sich leise, von sanften Holzbläsern intoniert ein kleines Idyll, eine leise, harmonische Welt von liebreizender Natur. Welcher Kontrastreichtum, wenn die Pauken eindringlich das Heroische intonieren.

Unruhig, voller Brüche setzt sich der zweite Satz fort. Das Scherzo wechselt ab von wuchtig und tobend bis sanft und tänzerisch.

Im dritten Satz Andante Moderato brilliert das Solohorn elegisch, abgelöst von Seufzertönen und der Schönheit der Streicher, die Glücksmomente hervorrufen. Die Herdenglocken vermitteln eine unbeschwerte Volkstümlichkeit. Dieser Ruhepunkt der Sinfonie mit stark lyrischen Bezügen weist auf Alma, die junge Frau Mahlers hin.

Im vierten Satz kulminiert die Mahlersche Gefühlswelt in einer Apokalypse: Peitschenschläge, Schicksal und Zusammenbruch, eine Steigerung menschlicher Emotionen in allen dramatischen Facetten – ein gewaltiger Satz und ein verzweifeltes, aufbäumendes Finale.

Die Berliner Philharmoniker – ohnegleichen

Die Berliner Philharmoniker sind nicht nur einer der besten Klangkörper der Welt, sie verzeichnen auch großartige Solisten, wie diese Aufführung einmal mehr bewies. Und Petrenko wird geliebt. Seine Präzision, sein Einfühlungsvermögen, seine Ernsthaftigkeit und Dialogfähigkeit machen ihn zu einem Ausnahmedirigenten. Seine Jugend lässt erwarten, dass die Berliner Philharmoniker einen Jahrhundertdirigenten erhalten. Mit Respekt und der bestmöglichen Harmonie der unterschiedlichen Virtuosen konnte die Konzertwelt Anfang Januar Kirill Petrenko und den großen Pianisten Daniel Barenboim im 3. Klavierkonzert von Beethoven erleben. Der 77-jährige Pianist, eine Ikone der Musikwelt, der vor 56 Jahren in der Philharmonie als Pianist debütierte, und Petrenko, der in einigen Tagen 48 Jahre alt wird, vereint in einer Meisterschaft, die jetzt schon zu den Hochgenüssen des Jahres 2020 zu zählen sind.

Die Asreal-Sinfonie

Im Anschluss ein Komponist, dem Petrenko am Herzen liegt: Josef Suk. Die Asreal-Sinfonie, die nach einem mythologischen Todesengel benannt ist, hat -wie Mahlers 6. Sinfonie – stark biografische Züge und behandelt das Thema Tod in einer bewegend-dramatischen Tonsprache. Mit diesem Werk arbeitete der tschechische Komponist den Tod seines Schwiegervaters Antonin Dvořák und den frühen Tod seiner Frau auf. Ein weitgehend unbekannter Komponist, dessen Bezüge zu seinem Zeitgenossen Gustav Mahler erkennbar sind und der nun – Dank Petrenko – aus der Vergessenheit geholt wird.

Die Konzerte mit Musik von Strawinsky, Zimmermann und Rachmaninow, dirigiert von Kirill Petrenko, am 12.-15. Februar sind bereits ausverkauft. (fs)

Künstlergespräch mit Norbert Bisky: „Ohne den Mauerfall wäre ich nicht Künstler geworden“

Anlässlich der Ausstellung „POMPA“ in der St. Matthäus-Kirche trifft sich der Maler Norbert Bisky mit der Journalistin Ingeborg Ruthe, die seinem Werdegang seit langem begleitet am 23. Januar 2020 um 19 Uhr zum Künstlergespräch.

POMPA und RANT: ein Blick ins das Lebens von Norbert Bisky

Der zeitgenössische deutsche Künstler, der in Leipzig geboren wurde und selbst Totalität und Willkür erfahren hat, zeigt seine Werke aktuell in zwei

Ausstellung POMPA von Norbert Bisky in der St. Matthäus-Kirche

Ausstellung „POMPA“ von Norbert Bisky in der St. Matthäus-Kirche | Foto: Bernd Borchardt

parallelen Ausstellungen in Berlin und Potsdam. In „POMPA“ in der St. Matthäus-Kirche und in „RANT“ in der Villa Schöningen blickt der Maler auf das Ende der DDR, das Chaos der Nachwendezeit sowie sein persönliches Erleben zurück.

Seine neuen sehr persönlichen Arbeiten, die in der Ausstellung „RANT“ in Potsdam zu sehen sind, befassen sich explizit mit der Teilung Deutschlands und zeigen ein Land, in dem die eigentlich längst überholte Binarität von Ost und West derzeit eine traurige Renaissance erlebt. „POMPA“ hingegen schaut auf die Nachwendezeit. Die aufwändige Deckeninstallation älterer und jüngerer Werke zeigt eine Periode des euphorischen Aufbruchs, die von Hedonismus ebenso geprägt war wie von Profitgier und Opportunismus.

Das Künstlergespräch führt Ingeborg Ruthe

Das Künstlergespräch mit Norbert Bisky führt die Journalistin, geboren und aufgewachsen bei Annaberg-Buchholz im Erzgebirge. Sie studierte Journalistik und Kunstgeschichte und arbeitete ab 1988 in Berlin bei der Zeitschrift „Für Dich“. Seit 1992 ist Ruthe Kunstredakteurin der Berliner Zeitung. Ihre Texte erscheinen seit 2012 auch bei der Frankfurter Rundschau. (aw)

 

Künstlergespräch mit Norbert Bisky

Donnerstag, 23. Januar 2020, 19 Uhr

St. Matthäus-Kirche

Matthäikirchplatz, 10785 Berlin-Tiergarten

Eintritt frei

Udo macht sein Ding! Rocklegende udofiziert Kinopremiere mit der Spielbank Berlin

Deutschrocker Udo Lindenberg gehört zu den erfolgreichsten Musikern Deutschlands und ist schon längst zur Legende geworden. Nun feierte der Panikrocker im Berliner Kino Internationale die Hauptstadt-Premiere für seinen neuen Film „Lindenberg! Mach Dein Ding!“. Unterstützt wurde die Veranstaltung unter anderem durch den Sponsor Spielbank Berlin.

Emotionen pur – wenige Tage vor dem offiziellen Kinostart

Ein Abend voller Emotionen! Eine der größten Kinopremieren, die die Hauptstadt je gesehen hat, bewegte die Zuschauer aber auch den Musiker selbst, knapp eine Woche vor dem offiziellen Kinostart. Eine Zeitreise im Kino – von der Kindheit Lindenbergs über seine Anfänge als Schlagzeuger, bis zum großen Durchbruch erzählt der Film den Werdegang der deutschen Musiklegende: Der teils steinige Aufstieg Lindenbergs (Jan Bülow), sein Vater (Charly Hübner), der an den Plänen seinen Sohnes nicht viel finden kann, schließlich waren alle Lindenbergs Klempner, und Udos Mutter (Julia Jentsch), die an ihren eigenwilligen Sohn glaubt. Lindenberg macht derweil sein Ding – mit bekanntem Ausgang!

Lindenberg wird auf der Bühne vom Film-Team begrüßt. Foto: offenblen.de

Nach dem Abspann gab es minutenlangen Beifall und Jubel für die Filmcrew rund um Hauptdarsteller Jan Bülow und Regisseurin Hermine Huntgeburth, vor allem aber für Lindenberg selbst.

„Der Film ist sehr gelungen! Sehr emotional, hat mich tief berührt. Bei einigen Szenen können die Augen schon mal feucht werden“, so Lindenberg.

Der Mann des Abends: Udo Lindenberg. Foto: offenblen.de

Einer der erfolgreichsten Musiker der Bunten Republik Deutschland

Ende der 60er Jahre kam Lindenberg nach Hamburg und suchte sein Glück in der Elbmetropole. Bald setzte sich der junge Schlagzeuger mit deutschsprachiger Rockmusik durch und begann seine beispiellose Karriere, die Deutschrock-Klassiker wie „Alles klar auf der Andrea Doria“, „Cello“, „Horizont“, „Ich lieb Dich überhaupt nicht mehr“, „Mädchen aus Ostberlin“ und „Sonderzug nach Pankow“ hervorbrachte. Lindenberg gehört mit mehr als 20 Millionen verkauften Tonträger zu den erfolgreichsten deutschen Musikern und füllt noch heute auf seinen Tourneen die Stadien der Republik.

Das Team des Films „Lindenberg: Mach Dein Ding!“. Foto: offenblen.de

Mehr als die Hälfte des Drehs fand in Hamburg statt. So gehörten Ende 2018 unter anderem die Reeperbahn, der Alte Elbtunnel und die Laeiszhalle zu den Motiven. Seit Mitte der 90er-Jahre residiert der Wahlhamburger im Luxushotel „Atlantic“ an der Außenalster. Der Film wird am 16. Januar in den deutschen Kinos starten.

Unterstützung durch die Spielbank Berlin

Unterstützt wurde die Premiere von der Spielbank Berlin, Geschäftsführer Gerhard Wilhelm gratulierte den Filmmachern für diesen grandiosen Erfolg und stimmte in die Begeisterung der Gäste ein:  „Udo Lindenberg gehört zweifelsohne zu den größten Musikern Deutschlands. Doch nicht nur seine großartige Musik, sondern auch sein Charakter und seine Ausstrahlung machen ihn aus und sind der Grund dafür, dass er die Menschen so sehr begeistern kann. Er ist eine echte Type und ich freue mich, dass wir als Spielbank Berlin heute gemeinsam mit Udo Lindenberg hier in Berlin Premiere für seinen fantastischen Film feiern konnte.“ (ak)

Verlosung – Gewinnspiel mit Weihnachtsgeschenk zum Freuen

Es ist endlich wieder soweit. Die Weihnachtszeit steht vor der Tür, der Duft von Weihnachtsplätzchen und Tanne liegt in der Luft und bald werden fleißig die ersten Geschenke für Familie und Freunde gekauft. Natürlich hat die BERLINboxx Sie nicht vergessen und verlost 3x den „Gutscheinbuch.de Schlemmerblock Berlin“. Wenn Sie also noch auf der Suche nach dem perfekten Geschenk sind oder sich selbst einfach mal etwas Gutes tun möchten, nehmen Sie gerne an unserem Gewinnspiel teil.

Alle Teilnahmebedingungen und die Möglichkeit, an der Verlosung teilzunehmen, finden Sie auf unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/pg/BERLINboxx/posts/?ref=page_internal

Start ins neue Jahr mit einem Gastronomie- und Freizeitführer voller Gutscheine

Ob Wellnessliebhaber, kulinarische Genießer oder Kultur-Fans – in den Heften von Gutschein.de ist für jeden etwas dabei. So können Sie bei zahlreichen Gastronomieanbietern zum halben Preis ein wunderbares Abendessen zu zweit genießen oder bei vergünstigtem Kaffee und Kuchen in einem gemütlichen Café den Sonntag einläuten. Denn die Gutscheine der meisten Anbieter funktionieren nach dem 2:1 Prinzip, d.h. Sie bekommen zum Beispiel das zweite Hauptgericht oder das zweite Frühstück gratis dazu.

Über 110 Gutscheine für Genießer

Mit dem „Gutscheinbuch.de Schlemmerblock Berlin“ werden Ihre Wünsche nicht nur zum Heiligabend war. Vielmehr können Sie ein ganzes Jahr von einmaligen Angeboten profitieren, denn das Heft ist ab sofort bis zum 01.12.2020 gültig.

Neben regionalen Gastronomie-Highlights hat das Gutscheinbuch auch zahlreiche Freizeitangebote im Repertoire. Sparen können Sie zum Beispiel bei einem erholsamen Aufenthalt in der Therme, einem Familienausflug ins AquaDom & SEA LIFE oder einem Showerlebnis im CHAMÄLEON Theater. Mit dabei sind auch das Heaven Spa Radisson Blu Berlin, das Acud Kino und das die Hauptstadtkneipe „Berliner Republik“.

Das Hauptstadt-Gutscheinheft der Extraklasse

Das Highlight neben den 110 Gutscheinen ist die GutscheinbuchPlus-Card, die Ihnen noch über 5.000 weitere Online-Coupons zur Verfügung stellt. Um diese einzulösen, müssen Sie sich lediglich unter www.gutscheinbuch.de/plus anmelden und online den gewünschten Gutschein generieren.

Die Verlosung läuft ab sofort zwei Wochen bis zum 27. November 23:59. Danach verkünden wir auf Facebook zeitnah die Gewinner. Viel Glück! (red)

Prime Time 4.0 – Das Theater zum (Tränen)Lachen

Laut, frech und viel Humor – bei der gestrigen Preview der neuen Episode GUTES WEDDING, SCHLECHTES WEDDING: „Lauf – die Prenzlwichser kommen!“ zeigte sich das Ensemble des Prime Time Theaters im umstrukturierten Theater wieder von seiner besten Seite.

Tomislav Bucec, Geschäftsführer RAZ Kultur gGmbH und Oliver Tautorat, künstlerischer Leiter begrüßen die Gäste | Foto: Janina Heppner

Ein Theater retten

Lange Zeit war nicht klar, ob es überhaupt wieder eine neue Folge der Kult-Sitcom GUTES WEDDING, SCHLECHTES WEDDING geben würde. Denn dem Prime Time Theater, dem Zuhause der Bühnensitcom, drohte die Insolvenz. Doch mit der Gründung der RAZ Kultur gGmbH konnte der neue Betreiber und selbst gebürtiger Weddinger Tomislav Bucec das Kiez-Kultur-Kleinod retten.

Tomislav Bucec hatte mit der Weddinger Druckerei LASERLINE bereits über viele Jahre hinweg das Prime Time Theater unterstützt und wollte sich eigentlich zurückziehen. Doch dann stand das Theater vor dem Aus. Das Ergebnis: Mit neuem Konzept und einer gelungenen Wiedereröffnung nach Umbau und verschiedenen Umstrukturierungen gibt es nun die 124. Folge zu sehen.

Neues Konzept – bewährtes Lachmuskeltraining

„Ein Besuch im Prime Time Theater soll ein Gesamterlebnis werden“, erklärt Neu-Betreiber Tomislav Bucec die Umgestaltungsmaßnahmen. Darum wurde neben der Technik vor allem der Vorraum umgestaltet. Die neue EssBAR schafft nicht nur ein tolles Ambiente, sondern versorgt die Gästezukünftig auch durch die RAZ Gastro GmbH mit leckeren Speisen, Popcorn und Getränken. „Die Besucher sollen nach der Arbeit gemütlich hier zusammentreffen und vor der Vorstellung, die wie immer um 20:15 zur Primetime beginnt, Essen und Trinken können“, sagt Bucec. Neben Bildern von den GWSW-Kultfiguren findet sich jetzt am Eingang auch ein Portrait des Theaterhundes Blacky.

Ein gelungener Abend

Unter den geladenen Gästen für diesen besonderen Abend waren Freunde und Bekannte aus Berlin, vor allem aus dem Wedding und Reinickendorf. Darunter Vertreter der Bezirkspolitik, Werbepartner der RAZ wie dem TSV Wittenau und Berliner Unternehmer wie Gerhard Wilhelm, Sprecher der Geschäftsführung der Spielbank Berlin.

Preview GWSW

Glückwünsche von den Gästen! (v.l.n.r) Maren Bucec, Gerhard Wilhelm (Sprecher der Geschäftsführung der Spielbank Berlin) und seine Frau Carola Wilhelm.

Die Stimmung auf der Bühne und im Publikum war gelöst und die Lachmuskeln wurden ordentlich trainiert. Oliver Tautorat, künstlerischer Leiter und Zugpferd des Theaters verabschiedete die Gäste mit dem Motto des Hauses: „Abgesehen von der Liebe, ist Humor das Wichtigste!“ (aw)

Oskar Schmidts „lautlos“ – eine Ausstellung der Konrad-Adenauer-Stifung e. V.

Oskar Schmidt ist bekannt für seine perfektionistischen und detailverliebten Kunstwerke. Die Ausstellungen des zeitgenössischen Künstlers sind nicht nur in seiner Galerie Tobias Naehring in Leipzig zu sehen, sondern können auch in zahlreichen weiteren deutschen Städten und internationalen Kulturmetropolen wie Amsterdam, Tokyo, London und New York bestaunt werden.

Seine aktuelle Ausstellung „lautlos“ kann vom 07.11. bis zum 14.12. im B-Part Am Gleisdreieck besucht werden. Sie überzeugt mit absoluter Akkuratesse und ermöglicht das, was sich in den Ausstellungstiteln spiegeln soll: Echo-Räume zu schaffen, emotionale Environments zu entwerfen, in denen das Maximum an Stille herrscht und den Betrachter durch die dargestellten Figuren lautlos, in atemberaubender Ästhetik zu sich selbst zu führen.

Stille als Stilmittel der Ausstellung

„Ich wollte weder erzählerisch noch dokumentarisch sein.“ Diese frühere Aussage von Schmidt lässt sich auch wunderbar auf seine Ausstellung „lautlos“ übertragen. Das Stilelement der Stille gebraucht der Künstler ganz bewusst. Denn in der Lautlosigkeit bleibt offen, ob die dargestellten Figuren selbstbestimmt oder fremdgesteuert sind. Oskar Schmidt lässt seine Werke für sich selbst sprechen und rückt dabei Figuren und Settings in den Vordergrund, denen lange Zeit nur die Peripherie der Kunstgeschichte vorbehalten waren.

Ästhetische Lautlosigkeit vor idealer Kulisse

Die kleine, aber feine Ausstellung der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. hat mit dem B-Part Am Gleisdreieck seine ideale Kulisse gefunden. Dieser Ort der internationalen Urbanität bietet in Kombination mit der „lautlosen“ Ausstellung Schmidts eine inspirierende Begegnungsstätte für Interessierte und Kunstliebhaber. Am 21. November findet dort außerdem die Lesung „kulturgeschichten“ ab 19 Uhr statt. In dem Gespräch zwischen dem Schriftsteller Najem Wali und dem Journalisten Michel Abdollahi sollen die Themen kulturelle Vielfalt und Identität in Deutschland diskutiert werden.

Raum für Kunst und Zukunftsideen im Stadtquartier Urbane Mitte Am Gleisdreieck

Das Experimentierlabor der Urbanen Mitte Am Gleisdreieck – B-Part eröffnete bereits 2019 und bietet Raum für den Austausch von zukunftsorientierten Lösungen bezüglich Arbeit, Mobilität und urbane Gemeinschaft. Es ist auf Initiative der Urbanen Mitte Am Gleisdreieck entstand. Das Stadtquartier verbindet die Bezirke Mitte, Schöneberg und Kreuzberg und soll bis 2025/26 als zukunftsorientierter Standort im Herzen Berlins fertiggestellt werden. (red)

Weitere Informationen zur Urbanen Mitte Am Gleisdreieck und dem B-Part

Urbane Mitte Am Gleisdreieck
https://urbane-mitte.de/

B-Part Am Gleisdreieck
Luckenwalder Str. 6b
10963 Berlin
https://bpart.berlin/de/

Spielbank Berlin: Beiratsmitglied Gregor Gysi überreicht 10.000 EURO an gemeinnützige Vereine

In seiner Funktion als Beiratsmitglied der Spielbank Berlin überreichte LINKEN-Politiker Gregor Gysi Schecks in einer Gesamthöhe von 10.000 EURO an kulturelle und soziale Projekte in Berlin. Das Treptow-Köpenicker Jobnetzwerk für Geflüchtete Türöffner e.V. und die im Prenzlauer Berg ansässige Kulturplattform Panda erhielten jeweils einen Scheck in Höhe von 5.000 EURO.

Großer Beitrag für ein wichtiges Miteinander in Berlin

„Meine Wahl ist auf die gemeinnützigen Projekte Türöffner e.V. und Panda e.V. gefallen, weil beide Vereine einen großen Beitrag für ein wichtiges Miteinander in Berlin leisten“, so Gregor Gysi. „Türöffner e.V. vermittelt Geflüchtete in den Arbeitsmarkt und legt somit die Grundlagen für eine gelungene Integration. Die Kulturplattform Panda gehört zu den besonderen kulturellen Institutionen, die so charakteristisch für Berlin sind, und traut sich auch ‚heiße Eisen‘ anzufassen. Ein wichtiger Beitrag für die kulturelle Vielfalt unserer Stadt.“

Grundlage von Integration: Vermittlung von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt

Türöffner e.V. wurde als gemeinnütziger Verein im April 2016 in Berlin gegründet. Das Jobnetzwerk in Treptow-Köpenick besteht aus derzeit 115 Unternehmen aus Kultur, Sport, Kirche und Wirtschaft. Ziel ist es, Geflüchtete in den Arbeitsmarkt zu vermitteln und damit maßgeblich zur Integration beizutragen. Der Verein unterstützt sowohl die Geflüchteten als auch die Unternehmen bei allen damit verbundenen rechtlichen, organisatorischen und vorbereitenden Angelegenheiten. Derzeit bereitet das Jobnetzwerk rund 300 Geflüchtete auf den Arbeitsmarkt vor. Insgesamt konnten bereits 125 Praktika und 65 Festanstellungen vermittelt werden.

Scheckübergabe an Türöffner e.v.: Grit Driewer, Geschäftsstellenleiterin von Türöffner e.V. und Gregor Gysi. Foto: Business Network

„Türöffner e.V. ist auf Hilfe angewiesen, um geflüchtete Menschen und damit auch uns alle bei ihrer nachhaltigen Integration zu unterstützen“, so Grit Driewer, Geschäftsstellenleiterin von Türöffner e.V. „Unser Dank gilt Gregor Gysi und der Spielbank Berlin, die unser wichtiges Anliegen nicht nur erkannt haben, sondern auch ganz konkret fördern.“

Panda e.V.: Alternativer Kulturstandort am Prenzlauer Berg

PANDA e. V. gibt es als gemeinnützigen Verein seit über zehn Jahren an einer für die Berliner Kultur zentralen Stelle im kleinen Hof der Kulturbrauerei. Im Jahr 2000 als russisches Kammertheater gegründet, entwickelte sich das PANDA zu einer interdisziplinären Kunst-, Politik- und Kulturplattform mit Ausstellungen, Lesungen, Konzerten, politischen Diskussionen, Kinoabenden und Performances. Daneben sind auch aktuelle politische und gesellschaftliche Themen insbesondere in der ehemaligen SU wie die Situation um die LGBT- und Queerszene in Russland, die Krim-Annexion, der Krieg in der Ukraine und sowie weitere soziale Themen in den Vordergrund gerückt. Mittlerweile ist PANDA nicht nur zum wichtigsten Anlaufort für Kulturschaffende und demokratisch Denkende der russischsprachigen Community, sondern auch zu einer festen Größe der alternativen Kunst in Berlin geworden.

„Wir danken Herrn Gysi und der Spielbank Berlin und freuen uns sehr über die großzügige Finanzspritze“ sagt Svetlana Müller, Vereinsvorsitzende von Panda e.V.. „Das Geld werden wir in den Lärmschutz investieren. Alternative Kulturorte sind in Berlin zunehmend vom Aussterben bedroht, daher freuen wir uns über jede Form der Unterstützung.“

Partner der Hauptstadt: Die Spielbank Berlin

Die Spielbank Berlin unterstützt nicht nur seit vielen Jahren soziale, kulturelle und sportliche Events der Bundeshauptstadt, sondern ermöglicht auch ihren Beiräten die Unterstützung von unterschiedlichen sozialen Einrichtungen, Projekten und Vereinen, die den Beiratsmitgliedern wichtig sind, aus dem Budget eines eigenen Fördertopfes. Im Laufe dieses Jahres wurden bereits mehr als 50.000 Euro an kulturelle und soziale Einrichtungen sowie Sportvereine überreicht.

„Die Spielbank Berlin sieht sich als einen festen und verlässlichen Partner unserer Stadt“, so Gerhard Wilhelm, Geschäftsführer der Spielbank Berlin. „Es ist uns daher ein Anliegen, Einrichtungen, Vereine und Institutionen zu fördern und zu unterstützen, die Berlin und den Menschen einen Mehrwert bringen. Türöffner e.V. und der Kulturplattform Panda gelingt es, einen wichtigen Beitrag zu leisten. Daher freut es uns, dass die Wahl unseres Beiratsmitglieds Gregor Gysi auf diese beiden Vereine gefallen ist.“ (red)

Kulturtipp im Herbst: Moving Grounds #3 – ZUkunft HÖREN

Moving Grounds wird von der Künstlerin Michaela Nasoetion als experimenteller Spiel- und Reflexionsraum genutzt, um das Potential künstlerischer Dialogformate zu erproben, bei denen es nicht um ein argumentierendes, sondern um ein aus dem Moment heraus formulierendes, persönliches Sprechen geht. Was sich in einen offenen Zuhör-Raum hinein formuliert, bleibt bewusst offen. Angetrieben von den bereichernden Erfahrungen in solchen künstlerischen und sozial transformativen Dialogprozessen und dem Wunsch nach weiteren Erkenntnissen werden die verschiedenen Dialogformate auf ihre besonderen Qualitäten, ihre förderlichen Bedingungen sowie ihre Beschreibungs- und Dokumentationsmöglichkeiten untersucht und reflektiert (z.B. Dragon Dreaming, Presencing/U-Theorie, Bohmscher Dialog, u.a.).

Moving Grounds #3 – bewusst zuhören

Das Format basiert auf dem Sprechen ohne Intention, aber mit Sinn als Richtung; sowie das Hören ohne Intention, jedoch mit voller Aufmerksamkeit. Dabei wird ein gemeinsamer Raum für den Dialog gestaltet, in dem die Teilnehmenden durch ihr einzigartiges Potenzial an Vorstellungskraft und Antizipation etwas Neues erkennen können. Ohne die Dringlichkeit einer sofortigen Reaktion kann der Zuhörer das Gesagte und das Gehörte auf sich wirken lassen und beobachten, welche Gedanken, Bewertungen, vorbereiteten Antworten sich in ihm selbst bewegen, die in der Regel das reine Hören überlagern. Durch Antizipation und das Hören in potenzielle Zukunftsperspektiven können sich neue Ideen und Vorstellungen freier entfalten.

Freitags-Dialoge

Während des zweiwöchigen Spielraums gibt es die Freitags-Dialoge. Die Dialoge finden auf Deutsch statt.
Begrenzte Teilnehmerzahl – um Anmeldung wird gebeten: michaela.nasoetion@gmx.de

Die Freitags-Dialoge richten sich vor allem an die Fellows des Urban Ideation Lab und Kulturschaffende aus den Bereichen Kunst, Architektur, Stadtentwicklung, aber auch an
Teilnehmende des Co-Working-Spaces. Die Dialogformate wurden in anderen Zusammenhängen schon praktiziert und sollen jetzt im Kontext Co-Working stattfinden, um die Potentiale auszuloten, die im formulierenden Sprechen in einen aktiven Zuhörraum liegen.

Vorläufiger Plan

Freitag, 18.10.19, 16-19 Uhr: Anders Tun Spiel

Freitag, 25.10.19, 16-19 Uhr: Bricolage

Freitag, 1.11.19, 16-19 Uhr: NN Dialog

Anders tun Spiel ist eine Art von Gespräch oder eine ungewöhnliche Art seine Gedanken zu Fragen über das Tun und Tätigsein – so wie es sich gegenwärtig zeigt und wie man es sich in seinen Potentialen vorstellt – zu ordnen. Im Laufe des Spiels entwickelt sich das „Gesprächsbild“ auf dem Spielfeld mosaikartig und gewinnt an Fülle. Ziel des Spiels ist der gemeinsame Austausch und die spielerische Annäherung an ein künftiges Anders tun. Das Spiel wurde von den Berliner Künstler*innen Stefan Krüskemper, Christiane ten Hoevel und Michaela Nasoetion entwickelt.

Bricolage ist ein künstlerisches Dialogformat, bei dem mittels des Hantierens mit diversen Materialien, des formulierenden Sprechens und des aktiven Zuhörens ein Dialograum
entsteht. Fellows des Urban Ideation Lab treffen sich mit Künstler*innen und widmen sich einer drängenden Frage. Diese Frage wird zu Beginn gemeinsam generiert.

NN Dialog ist ein noch nicht nominierter Dialog, dessen Format sich im Laufe des Spielraums noch abzeichnen wird.

Wo?

Moving Grounds #3 – ZUkunft HÖREN ist Teil des Kulturprojekts des B-Parts Am Gleisdreick.

B-Part Exhibition curated by loop

Luckenwalder Str. 6b, 10963 Berlin

Zur Künstlerin

Michaela Nasoetion entwickelt ästhetische Tools, mit denen sie Handlungs-, Imaginations- und Dialogräume schafft, die den Teilnehmenden einen besonderen Austausch und ein kokreatives Tun ermöglichen. Typische Formate ihrer medienübergreifenden Arbeiten sind partizipative Installationen, situative Aktionen und ko-laborative Workshops.
Sie studierte Freie Kunst an der Akademie der bildenden Künste in München, an der HfbK Hamburg und am Goldsmiths College in London; sie lebt und arbeitet seit 1997 in Berlin. (red)