Geschichten und Neuigkeiten aus der Hauptstadt

Käthe Wohlfahrt eröffnet Weihnachtssaison am Kudamm

Weihnachten ist das Fest der Liebe und steht für gemeinsame Stunden mit der Familie. Unerlässlich für die richtige Atmosphäre ist die passende Dekoration. Am gestrigen Mittwoch eröffnete das Familienunternehmen Käthe Wohlfahrt schon einmal die Weihnachtssaison. Im Mittelpunkt in der Niederlassung am Berliner Kurfürstendamm stand dabei eines der beliebtesten Weihnachtslieder überhaupt: „Stille Nacht“. Es feiert in diesem Jahr sein 200-jähriges Jubiläum.

„Stille Nacht heißt Gemeinsamkeit leben. Und das ist das, was ich gerne vermitteln möchte; möglichst schon jetzt, nicht nur vor Weihnachten“, sagte Harald Wohlfahrt, Geschäftsführer von Käthe Wohlfahrt. Für ihn hat das bekannte Weihnachtslied eine ganz persönliche Bedeutung: 1963 inspirierte eine Spieldose seine Eltern zu der Geschäftsgründung. Sie spielte natürlich „Stille Nacht“. Zum großen Jubiläum des Weihnachtsklassikers fertigte Käthe Wohlfahrt viele Sondereditions-Artikel an.

Unternehmenschef Harald Wohlfahrt. Foto: Käthe Wohlfahrt

Unternehmenschef Harald Wohlfahrt. Foto: Käthe Wohlfahrt

Käthe Wohlfahrt ist eine Erfolgsgeschichte

Rückbesinnung – es scheint ein zentrales Thema der Weihnachtssaison zu sein. Ob durch „Stille Nacht“ oder generell durch traditionelle Weihnachtsdekoration: Wohlfahrt wünscht sich, dass an Weihnachten alle kurz innehalten und sich auf die Familie zurückbesinnen. „Für mich war Weihnachten immer ein Familienfest“, erklärte er. Doch ist für ihn die Familie nicht nur emotional, sondern auch geschäftlich mit Weihnachten verbunden. Denn 1991 übernahm Wohlfahrt die Leitung des in zweiter Generation geführten Familienunternehmens. Eine Erfolgsgeschichte, wie sie im Buche steht: Wohlfahrts Eltern fingen bereits 1963 mit Verkaufsständen auf Wohltätigkeitsbasaren und gründeten ein Jahr später das Unternehmen Käthe Wohlfahrt. 1977 folgte der Umzug in das romantische Rothenburg ob der Tauber, wo das Unternehmen noch heute ansässig ist. Heute ist Käthe Wohlfahrt weltweit in neun Ländern vertreten. Zudem sorgt der Online-Handel dafür, dass deutsche Weihnachtsdekoration in die ganze Welt geliefert wird.

Egal, wo die Weihnachtsdekoration auf der Welt landet, alle Produkte haben eins gemeinsam: Die Liebe zum Detail. In der Rothenburger-Weihnachtswerkstatt entstehen selbst entworfene Artikel in liebevoller Handarbeit. Auch das Highlight der Eröffnung am Kudamm, eine sieben Meter hohe Holzpyramide, wurde speziell für das Geschäft in Charlottenburg angefertigt. Geschäftsführer Wohlfahrt weihte die Pyramide mit Diakon Wolfgang Nebel, Zentrumskoordinator der Berliner Stadtmission, ein. Gemeinsam platzierten sie Maria, Josef und Jesus, die drei letzten fehlenden Krippenfiguren, auf der untersten Ebene der Pyramide.

Käthe Wohlfahrt am Kurfürstendamm | Foto: Käthe Wohlfahrt Berlin

Käthe Wohlfahrt am Kurfürstendamm | Foto: Käthe Wohlfahrt Berlin

Tradition in Gefahr?

Doch auch abseits der Weihnachtssaison sind die Geschäfte von Käthe Wohlfahrt geöffnet. Nur, wie verkauft man das ganze Jahr über saisonale Artikel? „Das geht eigentlich nicht. Wir schaffen es nur, über den Sommerverkauf an internationale Kunden die Zeit bis zum Herbst oder Winter zu überbrücken“, erklärte Wohlfahrt. Mit Sorge sieht er hingegen internationale Trends in der Branche. „Überall sieht man Gefunkel, das geht fast schon in Richtung Partycharakter“, bemängelte er. Natürlich beeinflussen internationale Trends die Produkte – der Kern, die deutsche Kultur, bleibt jedoch stets erhalten. Käthe Wohlfahrt ist ein Traditionsunternehmen, das ist dem Geschäftsführer wichtig. Daher auch die Jubiläums-Aktion zum traditionsreichen „Stille Nacht“.

Tradition, wohin man blickt: Die Käthe-Wohlfahrt Niederlassung am Kurfürstendamm. Foto: Käthe Wohlfahrt

Tradition, wohin man blickt: Die Käthe-Wohlfahrt Niederlassung am Kurfürstendamm. Foto: Käthe Wohlfahrt

Der Zentrumskoordinator der Berliner Stadtmission, Diakon Wolfgang Nebel, schreibt dem Stück auch heute noch hohe Aktualität zu: „Der Knabe im lockigen Haar schläft in himmlischer Ruhe. Mir fallen da eher Bilder ein von Kleinkindern ein, die in ihrer Unschuld erschöpft an die Arme ihrer Mütter lehnen – bettelnde Mütter, auf der Straße. Hier in Berlin kennen wir solche Bilder gut.“ Er appelliert daran, dass Menschen in der Weihnachtszeit vom reinen Konsum absehen und sich für ihre Mitmenschen einsetzen. „Wir müssen als Gesellschaft lernen, auch abseits von Weihnachten Gefühle ausdrücken zu dürfen und miteinander, nicht nebeneinander, zu leben“, so Nebel. (ke)

TUNGO’s: Experimentelle Küche aus Berlins Mitte

The same but different, dahinter verbirgt sich die Vision eines jungen Gründers: Hussein Jezzini, der mit seinem Lifestyle-Café TUNGO‘s kulinarisch durchstartet. Seine Mission: experimentelles und ausgewogenes Essen in hipper und zugleich familiärer Atmosphäre wieder salonfähig machen.

Verweilen statt eilen

In Berlins Mitte trifft Tradition auf Moderne: Hier gibt es eine bunte und von multikulturellen Einflüssen geprägte Gastroszene. Mit seinem Lifestyle-Café TUNGO’s hat sich Besitzer Jezzini einen Traum erfüllt und betreibt sein Gewerbe mit viel Herzblut. Seit der Erstellung seines Businessplans im letzten Jahr hat sich viel getan. Mithilfe der tatkräftigen Unterstützung von Partnern wie Orderbird, Xucker und der Kaffeerösterei Berlin eröffnete der junge Gastronom Anfang Juli seinen Laden unweit des Hackeschen Marktes.

Gesund und bunt: Der Bulgur-Teller mit selbst gebackenem Xucker-Kuchen | Foto: TUNGO‘s

Gesund und bunt: Der Bulgur-Teller mit selbst gebackenem Xucker-Kuchen | Foto: TUNGO‘s

Kulinarische Köstlichkeiten

Die Liebe zum Essen verbindet die unterschiedlichsten Menschen und ist auch Teil seines Geschäftskonzepts. „Mir ist wichtig, dass meine Kollegen und ich mit den Kunden im Austausch bleiben, sodass wir auf ihre Bedürfnisse eingehen können“, so Jezzini. Aber er ist nicht nur ein aufmerksamer Gastgeber, sondern versteht auch etwas von seinem Handwerk: Ausgebildet wurde der gebürtige Libanese in der gehobenen Cuisine des Restaurants FACIL, das zum 5-Sterne-Designhotel Mandala am Potsdamer Platz gehört.

Gourmets kommen auf ihre Kosten: die Speisen sind orientalisch angehaucht und doch ganz eigene Kreationen. Der Gastrogründer experimentiert in der Küche gern und ist offen, sich von Freunden, Mitarbeitern und Kunden inspirieren zu lassen. Besonders stolz ist er auf seinen nussigen Black & White-Kuchen. „Den gibt es kein zweites Mal“, betont Jezzini. Kuchen und ausgewogene Ernährung – passt das zusammen? Gesunde Ernährung ist für ihn mehr als ein Namenszusatz wie ‚Fit‘ oder ‚Diät‘ oder die Verteufelung von Süßspeisen. Für ihn ist sie eine Sache der Einstellung: auf gesunde Alternativen setzen und somit Balance schaffen. Dazu gehören auch hausgemachte Cookies und Bananenbrot.

Xucker statt Zucker

Das TUNGO‘s ist Berlins erster und einziger zertifizierter Xucker-Store, darauf ist Hussein besonders stolz. Xucker ist ein Berliner Unternehmen, 2010 gegründet, das auf kalorienarme und gut erträgliche Süßungsmittel wie Xylit und Erythrit setzt. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Süßstoff-Herstellern, die ihre Produkte als vielversprechende Zuckeralternativen anpreisen. Jedoch eigenen sich die wenigsten Süßstoffe zum Backen – Xucker schon. Und nachhaltig ist das Produkt auch noch: Xylit wird aus nachwachsenden Rohstoffen wie Maispflanzen oder Holz gewonnen und ist ein natürlich vorkommender Zuckeralkohol. Erythrit ist vergorener Traubenzucker. „Xucker ist fast komplett geschmacksneutral, das ist natürlich ideal zum Backen“, so das Fazit von Jezzini.

Immer vor Ort: Gründer und Inhaber Hussein Jezzini | Foto: TUNGO’s

Große Ambitionen

Bereits in diesem Jahr war das TUNGO’s für den Gastro-Gründerpreis nominiert noch vor seiner Eröffnung. Gewonnen hat ein anderer, aber Jezzini sieht das ganz pragmatisch und bewirbt sich einfach noch einmal im nächsten Jahr. An seinem Konzept zweifelt er auf jeden Fall nicht. Das muss er auch nicht, denn die Kundenzufriedenheit ist hoch. Ob Online oder am Standort selbst, der Gründer bekommt ausschließlich positives Feedback. Was kann man sich mehr wünschen? „Einen zweiten Laden in Charlottenburg“, sagt Jezzini prompt. So ambitioniert wie der junge Gastronom ist, wird er sich auch diesen Traum erfüllen. (lj)

Gut besucht: die Eröffnungsparty im TUNGO‘s war ein großer Erfolg | Foto: TUNGO's

Gut besucht: Die Eröffnungsparty im TUNGO‘s war ein großer Erfolg | Foto: TUNGO’s

L.A. Poke: Kalifornisches Summer-Feeling im herbstlichen Berlin

An der Westküste der USA steht der Bundesstaat Kalifornien wie kein anderer Ort für einen lockeren Lifestyle. Speziell  Los Angeles gilt neben Sonne, Strand und ewigem Sommer als Ort für die Schönen und Fitten. Ähnliche Assoziationen erweckt das L.A. Poke nun in Berlin zum Leben. Im Restaurant an der Alten Schönhauser Straße können ernährungsbewusste Berliner und solche die es werden wollen auf ihre Kosten kommen.

Besonderheit im L.A. Poke sind sogenannte Poke Bowls, ein hawaiianisches Gericht, was vor allem in Kalifornien weit verbreitet ist. Hier trifft die japanische Küche auf die US-amerikanische Westküste. Vor allem ist das Gericht beliebt, da Kunden aus einer Vielzahl an Produkten wählen und so die Mahlzeit optimal den eigenen Wünschen anpassen können.

Nachhaltiges Angebot im L.A. Poke

Laura Eckrodt und Asif Oomer, die beiden Gründer des Restaurants, lernten am Strand von Kalifornien das Superfood kennen und lieben. Nach umfassender Recherche und unzähligen Reisen entstanden sowohl das Konzept des L.A. Poke, als auch der Plan, es in Berlin zu realisieren. „Wir wollten das kalifornische Lebensgefühl transportieren und gleichzeitig etwas Einzigartiges, Frisches und Neues kreieren, dass es so bisher in Deutschland nicht gibt“, so Asif Oomer. Berlin, als Deutschlands einzige Metropole, war hierfür der optimale Standort.

Im L.A. Poke wird nach Möglichkeit darauf geachtet, regionale und aus nachhaltiger Produktion stammende Lebensmittel zu verwenden. Mit dieser Unternehmensphilosophie fügt sich das Restaurant perfekt in die Foodszene der Hauptstadt ein. Vor allem der Bezirk Prenzlauer Berg, an den die Alte Schönhauser Straße angrenzt, gilt als Hotspot der Bio- und Nachhaltigkeitsbewegung.

 

Im L.A. Poke können sich Kunden nach dem Baukastenprinzip ihre eigene Bwol zusammenstellen | Foto: Julia Stein

Im L.A. Poke können sich Kunden nach dem Baukastenprinzip ihre eigene Bowl zusammenstellen | Foto: Julia Stein

Baukastenprinzip auf kalifornische Art

Als multikulturelle Stadt bietet Berlin zudem Foodlovern Kostbarkeiten aus allen Winkeln der Welt und darüber hinaus zahlreiche Variationen durch Fusionsküchen. Die Poke Bowls, als neuster Import für die Berliner Food-Szene, reihen sich in den berlinweit beliebten Trend der Buddha Bowls ein. Inspiriert durch ritualisierte Formen des Essens buddhistischer Mönche wird das gesamte Hauptgericht in einer großen Schale angeboten. Als Basis der Poke Bowl dienen entweder Reis, Quinoa oder Salat. Hinzugefügt wird meist ein Proteinspender wie Tofu, Seitan, Fisch oder Fleisch. Im nächsten Schritt sucht sich der Kunde im Baukastenprinzip Toppings aus. Das können Avocado, Edamame oder Sesam sein, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Außerdem verfeinert eine von vier hausgemachten Saucen das gesamte Ensemble.

Das Restaurant ist aber nicht nur kulinarisch im kalifornischen Stil gehalten. David Hockney, der lange Zeit in Kalifornien lebte, lieferte außerdem mit seinem Bild „ A Bigger Splash“ eine Inspiration für die farbliche Gestaltung. Außerdem gibt es auch für die Ohren gute Nachrichten: Culcha Candela-Rapper Mateo kreierte eine Playlist eigens für das Restaurant. „Wir wollen Superfood mit super guten Vibes verbinden“, erklärt Asif Oomer. Foodlover können entspannt in der gemütlichen Atmosphäre des L.A. Poke vor Ort essen. Für den Fall, dass es mal schnell gehen muss, gibt es zudem alle Gerichte auch als To-Go-Variante. Um unentschlossenen Gästen die Entscheidung leichter zu machen, hat das Diner Signature-Bowls wie die Santa Monica Tuna Bowl entwickelt. Damit bietet das L.A. Poke wirklich allen, die offen für kulinarische Neuheiten sind, eine gesunde Mahlzeit an. (ke)

 

Die farbliche Gestaltung ist von Hockneys „A Bigger Splash“ inspiriert | Foto: Jens Bösenberg

Das Vabali Spa: Eine Berliner Wohlfühloase

Die Deutschen sind verbissen, äußerst diszipliniert und echte Workaholics. Die typischen Stereotypen eines Deutschen hat bestimmt jeder schon einmal gehört. Doch im europaweiten Vergleich bestätigen sich diese Klischees ansatzweise – zu dem Schluss kommt eine 2017 europaweit durchgeführte Studie der ADP. Die Studie „The Workforce View in Europe 2017“ fand heraus, dass die Deutschen, nach den Polen, die am meisten gestressten Arbeitnehmer sind. Bei dem ganzen Stress ist besonders die Entspannung für ein gesundes Leben nicht zu vernachlässigen.

Besonders beliebt bei Berliner Entspannungssuchenden ist das Vabali Spa. In Moabit, inmitten des hektischen Großstadtlebens, findet sich das Entspannungscenter. Auf insgesamt 20.000 m2 Fläche wirbt das balinesisch angehauchte Vabali Spa vor allem mit gängigen Regenerationsangeboten wie Massagen. In neun Behandlungsräumen bietet das Unternehmen verschiedene Massageformen, wie Sport-, Thai- oder Ayurveda-Massagen, an. Neben Massagen stehen Gästen über 12 Saunen und Pools, aufgeteilt auf Innen- und Außenbereiche, zur Verfügung. Besonders an der Saunenlandschaft ist ihre Vielfalt: Neben einer Panoramasauna, die einen Blick über die gesamte Anlage gewährt, gibt es russische Dampfbäder, ebenso wie offene Außenanlagen. Des Weiteren sorgen die Wellnessprogramme für individuelle Entspannung: Es geht von klassischen Salz, Honig- und Fruchtaufgüssen bis hin zu revitalisierenden Meditations- und Kamillenblütenanwendungen. Hierbei ist die Unternehmensphilosophie stets die umfassende Entspannung des Kunden. Ob ein ganzer Tag, oder nur eine einzelne Behandlung: Der Stress soll abgebaut, und die Work-Life-Balance erhalten werden.

 

Der Pool im Innenraum des Spas | Foto: Vabali Spa

Der Pool im Innenraum des Spas | Foto: Vabali Spa

Rundum-sorglos-Paket im Vabali Spa

Immer wieder verweisen die Hausherren sehr gerne auf den Innen- und Außenpool sowie auf das Tauch- und Entspannungsbecken. Vor oder nach einer verdienten Regeneration bietet das Spa zusätzlich ein interessantes kulinarisches Angebot an. Denn im eigenen Restaurant können die Gäste – je nach Tageszeit – es sich bei typisch mediterraner oder fernöstlicher Küche gut gehen lassen. Zum individuellen Repertoire gehören ständig eine wechselnde Wochenkarte und ein vielversprechendes Weinangebot. Und das alles in mitten einer authentisch-asiatischen Innenausstattung mit originellem balinesischen Material.

Das Vabali Spa belegt auf Berlins Spa-Ranking Listen den ersten Platz. Dicht gefolgt ist es vom MeridianSpa in Spandau und dem Aspiria Berlin Ku’damm in Charlottenburg. Insgesamt gibt es in der Hauptstadt über 100 Wellness-Einrichtungen. Eigentlich genug, um das allgemeine Stress-Level der Berliner deutlich zu senken. Möglicherweise sogar so weit, dass Deutschland in zukünftigen Studien weniger gestresst auftritt. (red)

 

 

Family Summer Event am Kudamm-Beach Halensee

Die Kinder hatten einen Heidenspaß und mit ihnen die glücklichen Eltern. Das wohl schönste Kinderfest der Hauptstadt lockte am Sonntag mehr als 1.000 Kinder und Eltern in den Kudamm-Beach am Halensee. Schon von weitem konnte man die vielen bunten Luftballons sehen, die auf das kindgerecht geschmückte Gelände an der Königsallee hinwiesen. Und auf dem Gelände, das direkt zum Halensee führt, alles was ein Kinderherz erträumt.

Auf dem Halensee konnten die Kleinen Stand-up Paddling fahren oder mit bunten Gummitieren und Matratzen „in See stechen“. Die hochkreative Maria Köster von Maria’s Kinderclub – dürfte vielen als langjährige Geschäftsführerin vom Szene-Restaurant Borchardt`s bekannt sein – zeichnete mit ihren Partnerinnen Oksana Kolenitchenko (Fashion Mama Berlin) und Friederike Werner (Pepper PR) für Idee und Organisation verantwortlich. Die drei jungen Mütter überzeugten Siegfried Nehls von der Sanus AG und Tom Siebert von Allianz Roskos&Meier sowie den BMW-Händler Nefzger davon, als Sponsoren die finanzielle Grundlage für das Familienfest zu sichern.

Eltern und Sponsoren spenden für guten Zweck

Siegfried Nehls, der auch Hauptsponsor des Jüdischen Lichterfestes Chanukka am Brandenburger Tor ist, unterstützte mit Leidenschaft – insbesondere weil aus einem Teil der Erlöse des Festes krebskranken Kindern geholfen wird. Siegfried Nehls: „Wir unterstützen mit diesem Familienfest den Verein Kolibri Hilfe für krebskranke Kinder Deutschland e.V., der beispielhaft krebskranken Kindern, deren Eltern, Angehörigen und Freunden hilft und damit viel Leid zumindest mindert.

In Deutschland erkranken rund 1.800 Kinder jährlich bis zum 15. Lebensalter an Krebs. In den letzten drei Jahrzehnten haben sich die Heilungschancen für die jungen Patienten deutlich verbessert. Trotzdem ist die Erkrankung eines Kindes an Krebs nach wie vor eine extreme Belastung für die gesamte Familie. Hier ist Hilfe und Unterstützung gefragt und die geben wir mit voller Überzeugung!“

Prominenter Support

Der Verein Kolibri wird von vielen Prominenten unterstützt, so zum Beispiel von Boxtrainer Ulli Wegener, der Moderatorin Inka Brause oder Gesundheitspolitiker Mario Czaja.

Auch Tom Siebert, Partner bei Allianz RoskosMeier, der das erste Mal zu den Unterstützern des Family Summer Events zählt, betont die besondere Verpflichtung, kranken Kindern zu helfen: “Gerade wer auf der Sonnenseite des Lebens steht, sollte ein großes Herz zeigen bei diesem ernsten Thema!“

Das Kinderfest am Halensee war somit in jeder Hinsicht ein voller Erfolg: Viel Spaß und Freude für die rund 1.000 Kinder und Eltern und ein satter Scheck für den Verein Kolibri. Das sollte Schule machen! (fs)

PlusPeter: „Studierende müssen von potenziellen Arbeitgebern früher abgeholt werden“

Papierstapel gelten in der digitalisierten Arbeitswelt als altmodisch. Nicht jedoch an den Universitäten – noch nicht, meint Cecil von Croy. Der CEO des Berliner Start-ups PlusPeter ermöglicht Studierenden kostenloses Drucken. Nun soll die Plattform Studierenden das Leben und Lernen auf vielseitige Weise auch digital erleichtern. Ein Gespräch über Gewohnheitsmenschen, Werbung, die sich auszahlt und neue Arbeitsplätze.

BERLINboxx: Vor kurzem hat PlusPeter zweijähriges Bestehen gefeiert. War euer Plan von Anfang an darauf ausgerichtet von Print auf Digital umzusteigen, oder fühlt man sich unter Umständen auch von der Digitalisierung anderer Start-ups angespornt?

Cecil von Croy: Für uns war immer klar, dass wir uns im Online-Bereich etablieren möchten. Das Drucken war für uns der Zugang zur studentischen Zielgruppe. Wir haben ein Wertversprechen gesucht, dass wir den Studierenden kinderleicht vorstellen können und das bei ihnen auch das Interesse an unseren anderen Produkten weckt. Wir kamen auf das kostenlose Drucken, weil es Studierenden einen echten Mehrwert bietet. Somit ging es darum auszumachen wo wir uns gerade am Anfang von anderen unterscheiden, um User zu akquirieren. Den Studierenden, die unsere Plattform jetzt nutzen, können wir nun andere Produkte, vor allem zum Thema Lernen anbieten. Wir generieren, basierend auf dem Kernprodukt, schrittweise Nutzerzahlen.

BERLINboxx: Wenn Drucken nur der „Trailer“ für den Launch der ausgefeilten Funktionen war, habt ihr dann vor, irgendwann komplett davon Abstand zu nehmen? Wie sehen die Pläne aus?

Cecil von Croy: Solange Studierende noch drucken – und ich sehe das die nächsten zehn bis 15 Jahre noch gegeben – soll Drucken in jedem Fall ein Teil der Plattform bleiben. Lustigerweise hat das Drucken an den Universitäten seit dem Zeitalter des Internets sogar exponentiell zugenommen. Wir sehen alle, dass es eine Veränderung geben wird. Doch selbst die Schüler*innen, die jetzt aus der Schule kommen, sind zu 90 Prozent noch an das Offline-Lernen gewöhnt. Solange das nach wie vor der Fall ist und Studierende immer noch so Lernen oder es ihnen so beigebracht wird, werden sie neue Modelle an der Universität nicht innerhalb kürzester Zeit adaptieren. Deshalb wird auch in den nächsten Jahren noch gedruckt werden. Auch wenn der Trend langfristig in eine andere Richtung geht – Online.

BERLINboxx: Also praktisch der Mensch als Gewohnheitstier. Trotzdem eure Gründungsidee einmalig ist, wie wollt ihr euer Alleinstellungsmerkmal weiterhin fördern?

Cecil von Croy: Wir bauen derzeit ein ganz neuartiges Lern-Tool auf. Bisher haben wir es geschafft, der größte Player Europas auf dem Offline-Lernmarkt zu werden. Hier wollen wir jetzt auch Online ausbauen, denn momentan gibt es da nur zwei bis drei Tools, wie z.B. den Adobe-Reader oder PDF-Viewer, die Online-Lernen ermöglichen. Hierzu entwickeln wir gerade ein Tool, welches nicht nur das Lernen effizienter macht, sondern vor allem das gemeinsame Lernen fördert. Wir wollen eine riesige Wissensplattform aufsetzen, die Wissensaustausch vorantreibt. So das große Ziel.

BERLINboxx: In Bezug auf eure Gründungsidee sprecht ihr davon die Lücke zwischen Studierenden und Unternehmen zu schließen, um diese für potenzielle Berufschancen näher zusammenzubringen. Das ist bisher durch Werbung in den gedruckten Skripten geschehen, die Studierende bei euch bestellen. Wie stellt ihr euch dieses Konzept auf der Online-Plattform vor?

Cecil von Croy: Unsere Mission ist es, Studierende beim Lernen zu unterstützen, sie mit unseren Lernangeboten fit zu machen und sie dann, basierend darauf, mit der Zukunft zu verknüpfen. Das ermöglichen wir inzwischen genauso Online wie Offline. Natürlich haben wir begonnen mit dem Skript viele Studierende auf passende Unternehmen bzw. potenzielle Arbeitgeber aufmerksam zu machen, da wir dort Printwerbung platzieren können. Inzwischen schaffen wir das aber auch über die sozialen Medien und das E-Mail Marketing oder andere Start-up-Produkte wie Jodel. Nach heutigem Stand haben wir schon mehr Online- als Offline-Produkte, über die wir Studierende mit Unternehmen zusammenbringen.

BERLINboxx: Wie kommt es bei Studierenden an, über On- oder OfflineWerbung darauf aufmerksam gemacht zu werden, welche Unternehmen für sie interessant sein könnten?

Cecil von Croy: Sie sind mehr als dankbar. Nach unserem eigenen Studium haben wir bemerkt, dass eine gesamte Zielgruppe an Studierenden bisher komplett vernachlässigt wurde. Ich spreche von dem typisch europäischen Denken, dass Studierende für Unternehmen erst interessant werden, wenn sie die Universität mit einem Abschluss verlassen. In Amerika, wo ich studierte, habe ich das anders erlebt. Dort holt man Studierende schon früher ab, denn in der Zukunft sind genau sie die einkommens- und einkaufsstärksten Kräfte. Sie sind die „Leader“ von morgen, wenn man so will. Schon frühzeitig zu wissen, wer sie sind und mit ihnen in Kontakt zu treten, ist für Unternehmen essentiell. Studierende profitieren erst recht davon, schon frühzeitig ihre potenziellen Arbeitgeber kennenzulernen.

 

Cecil von Croy, CEO von PlusPeter, lernte potenzielle Arbeitgeber während seines Studiums in den USA früher kennen, als das in Deutschland der Fall ist. | Foto: PlusPeter

 

BERLINboxx: Ihr arbeitet in dieser Hinsicht mit unglaublich vielen Universitäten zusammen. Was hat euch zur Berliner Standortwahl bewogen?

Cecil von Croy: Wir kommen alle aus der Start-up-Szene und haben hier in Berlin dementsprechend einfach die besten Möglichkeiten groß zu werden und zu Networken. Es gibt keine andere deutsche Stadt, die annähernd so Tech-afin und breitgefächert ist. Hier gibt es die Möglichkeit top Personal aufzugabeln. Wie beispielsweise die Tech-Developer, die man in Berlin zehnmal öfter findet als woanders.

BERLINboxx: Wie sehen eure Pläne für die Zukunft in der Gründungsmetropole Berlin aus? Studi-Plattformen, die das studentische Leben und Lernen in vielen Bereichen erleichtern, wird es bald wie Sand am Meer geben – was bietet ihr?

Cecil von Croy: Ich will nicht zu viel verraten, da wir momentan noch über eine eventuelle Zusammenarbeit mit anderen Start-ups verhandeln. Aber ich kann es am besten daran deutlich machen: Was will ein*eine Student*in wirklich können? Die meisten E-Learning Plattformen in Deutschland kreieren eigenen Content mit Marketing-Inhalten oder filmen unterstützende YouTube-Videos. Das Problem dabei ist, dass Studierende nur eine Sache wirklich beherrschen möchten und das ist das Skript. Das sind die Lerninhalte, die Studierenden während der Vorlesung vermittelt werden und die Klausurrelevant sind. Um eine Klausur zu bestehen müssen sie das Skript, das aus diesen Informationen besteht, beherrschen. Da kommen wir ins Spiel. Wir drucken das ganze natürlich Offline aus, aber auch Online bereiten wir genau diese Skripte smart auf, für effizienteres und gemeinsames Lernen.

Besonders fantastisch erleuchtet: Zehn Jahre Botanische Nacht

Unter dem Motto das „Licht der Natur“ aus den gläsernen Gewächshäusern zu befreien, stand in diesem Jahr die zehnte Botanische Nacht. Am vergangenen Wochenende öffnete der seit 1995 der Freien Universität Berlin angehörige Garten seine Pforten zur Entdeckung zehn magischer Welten. Fantastische Gestalten und Elfenwesen, die während der gesamten Veranstaltung bereits durch die Gärten wanderten, wurden zum Finale der Nacht in einem großangelegten Licht- und Kostümspektakel vorgestellt. Schwimmende Bühnen, ein variantenreiches Konzertprogramm und überall versteckte Scheinwerfer, ließen bereits am Nachmittag vermuten, in welche Welt sich der Botanische Garten bei Nacht verwandeln würde. Aufgrund der hohen Nachfrage war das Programm der zehnjährigen Jubiläumsnacht erstmalig an zwei aufeinanderfolgenden Sommernächten mit identischem Programm zu sehen.

Während Musik, künstlerische Gestaltung und Lichtensemble im Mittelpunkt standen, nutzten Besucher auch die Gelegenheit das wiedereröffnete Viktoria-Haus zu besuchen. Die berühmte Königin der Seerosen entfaltet die Blüten ihrer Riesenschwimmblätter nur nachts und ist seit Juni wieder zu bewundern. Seit 2005 war das Haus aufgrund mangelhaften baulichen Zustandes geschlossen und seit 2013 aufwendig saniert worden. Pünktlich zur Botanischen Nacht spielt die Viktoria-Seerose, deren Blätter bis zu zwei Meter Durchmesser erreichen, im neuen energieeffizienten Haus nun wieder als Protagonistin mit.

 

Die Viktoria-Seerose blüht nur bei Nacht. | Foto: BERLINboxx

 

Nach der ersten britischen Monarchin des 19. Jahrhunderts, Königin Victoria benannt, ist sie die Königin der Seerosen. | Foto: BERLINboxx

Nach der ersten britischen Monarchin des 19. Jahrhunderts, Königin Victoria benannt, ist sie die Königin der Seerosen. | Foto: BERLINboxx

 

Botanische Nacht mit bunten Protagonisten

Den bunt schillernden Gestalten der zehn magischen Welten „Botanias“, begegnete man  bereits hier und da am Nachmittag. Eine beeindruckende finale Lightshow brachte sie dann in Bezug zueinander und erzählte die Befreiung des Spiegelpalastes am Großen Tropenhaus. Vor allem für Familien bot die Nacht ein reiches Programm. Vom Schattentheater über deutschen Rock, Jazz-Klänge und Burlesque bis hin zu tanzenden Wesen in Walking Balls war alles dabei. Doch auch die Violinistin im schwimmenden Ruderboot faszinierte in nebelhafter Lichtshow mit einem Repertoire aus Klassikern und Filmmusik. Das mysteriöse Setting des „Dunkelwaldes“ stimmte ein, die passend angelegten Rundgänge sorgten für Staunen.

 

Während der „Violinenklänge am See“ lauschte man unter anderem Klassikern der Filmmusik. | Foto: BERLINboxx

 

Schon ohne kristallisch anmutende Beleuchtung ein echter Hingucker, verwandelten sich die Gewächshäuser der Gärten letztes Wochenende in Paläste. Für manche kamen sie zum Finale, das von Elektro-Pianist Benjamin Richter begleitet wurde, vielleicht auch einem startbereiten Raumschiff näher. Das volle Programm der weitläufig verteilten Bühnen hielt Besucher jedoch nicht davon ab, die artenreiche Vegetation der Tropenhäuser zu bewundern. Hier und auf seinen Waldpfaden beherbergt der Botanische Garten auf 43.000 Hektar rund 22.000 verschiedene Arten. Während seiner gesamten 330-jährigen Geschichte waren die Institutionen des Gartens jederzeit öffentlich zugänglich.

 

Bei Anbruch der Dunkelheit verwandelten sich die Tropenhäuser des Botanischen Gartens in Kristallpaläste. | Foto: BERLINboxx

Bei Anbruch der Dunkelheit verwandelten sich die Tropenhäuser des Botanischen Gartens in Kristallpaläste. | Foto: BERLINboxx

 

Berlin erlebt Artenvielfalt seit 330 Jahren

Durch Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg 1679 gegründet, zählt der Botanische Garten zum brandenburgisch-preußischen Urgestein. Als eine der ältesten, mitteleuropäischen Institutionen seiner Art, erlebte er Aufstieg Glanz und Fall Preußens mit und wurde 1946 der Stadt Berlin übergeben. Inzwischen wurde der Lehrcharakter des Gartens durch ein Botanisches Museum, eine Bibliothek sowie ein Herbarium erweitert. Ab August lädt der Botanische Garten nun auch wieder zu einer Veranstaltungsreihe im und am Viktoria-Haus ein. Auf mehreren Bühnen finden jeden Samstag ab 18 Uhr Open-Air-Konzerte auf der großen Terrasse statt. Verlängerte Öffnungszeiten bis 24 Uhr ermöglichen an bestimmten Tagen einen Blick auf die seltene Blüte der Seerose.

 

Überall strahlten Scheinwerfer und Lichterketten die Artenvielfalt des Gartens in verschiedenen Farben an. | Foto: BERLINboxx

Überall strahlten Scheinwerfer und Lichterketten die Artenvielfalt des Gartens in verschiedenen Farben an. | Foto: BERLINboxx

 

Wer nicht schon von einer charmanten Waldelfe oder der guten Stimmung vor den Bühnen aufgehalten wurde, bewunderte die Blüte vielleicht schon während der Botanischen Nächte. Trotz wiedereröffneter Attraktionen herrschte zwar große Nachfrage, aber kein überfüllter Andrang. So war die mit Musik untermalte Entspannung abseits der städtischen Party-Nächte mit individueller Programmwahl zu genießen. (cn)

Thema Tierschutz: Tieroase am Regenbogen e.V.

Die Tieroase am Regenbogen e.V. ist ein kleiner, gemeinnütziger Verein, der mit seinem Gnadenhof einen Zufluchtsort für Versuchstiere, kranke Tiere und Notfälle geschaffen hat. In unermüdlichem Einsatz kämpfen, Beate und Nick, auf Ihrem schönen Refugium in Berlin-Brandenburg für das Wohlergehen der Ihnen anvertrauten und geretteten Tiere. Tierschutz ist eine unendliche Geschichte, die viel Kraft, Arbeit und Geld erfordert. Leider können nicht alle Tiere, die ein schlimmes Schicksal erleiden, aufgenommen werden. Deshalb arbeitet die Tieroase am Regenbogen mit anderen Tierschutzorganisationen zusammen und Sie sind immer auf der Suche nach tierlieben Menschen, die Tiere bei sich aufnehmen. Die Tieroase am Regenbogen e.V. kann sich so wieder neuen Tieren mit schlimmen Schicksalen widmen.

Wofür steht die Tieroase am Regenbogen e.V.

Der gemeinnützige Verein möchte alles in seiner Macht stehende tun, um hilfebedürftigen Tieren in ihrer Not beizustehen. Aber natürlich sind die Möglichkeiten auf dem Tierhof begrenzt. Menschen, die den tierischen Schützlingen ein schönes, neues Zuhause bieten können, sind dem Verein daher mehr als willkommen. Ein Zuhause, in dem die notleidenden Tiere ein würdiges Leben führen können und so geachtet werden, wie sie sind. Der gemeinnützige Verein ist daher dringend auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen. Auch bei der Arbeit auf dem Hof ist tatkräftige Unterstützung nötig. Die Tiere genießen hier absolute Priorität. Sie zu versorgen und zu betreuen ist für den Verein eine ethische Aufgabe, der sich die beiden Gründer mit Leib und Seele widmen. Gleichzeitig wird sehr viel Zeit in die Tiervermittlung und der Internetarbeit gewidmet. Auch sterbende Tiere werden durch die Tieroase aufgenommen und wie in einem Hospiz umsorgt. Für diese zahlreichen Aufgaben scheint jeder einzelne Tag viel zu kurz zu sein. Jede noch so kleine Hilfe ist daher ein Segen für die täglichen Bemühungen. Denn ohne Patenschaften, Spenden oder tatkräftige Unterstützung gerät dieser Verein an seine Grenzen.

Tierische Freunde sind immer willkommen

In der Tieroase am Regenbogen e.V. leben überwiegend Hunde, Katzen und Minischweine. Viele von ihnen sind Versuchstiere oder wurden abgegeben, weil sie alt oder nicht mehr gewünscht waren. Auch ein Versuchskälbchen, Hühner und Gänse konnten bereits erfolgreich vermittelt werden. Andererseits erreichen der Verein sehr viele Aufnahmeanfragen, die die Kapazitäten übersteigen. Aus diesem Grunde ist hier die Hilfe tierlieber Menschen dringend nötig. Wenn auch Sie sich vorstellen können, z.B. eine Patenschaft für ein bestimmtes Tier zu übernehmen, dann melden Sie sich bitte bei der Tieroase am Regenbogen. Es gibt unendlich viele Tiere in Not, denen so geholfen werden kann. Tiere haben wie Menschen eine Seele. Sie spüren genau wie wir Trauer und Schmerz. Und daher wären Ihnen die Betreiber dieses Gnadenhofs unendlich dankbar, wenn Sie dabei helfen könnten, diesen liebenswerten Lebewesen ein vertrauensvolles Zuhause zu schaffen und ihnen mit Respekt zu begegnen. Auf seiner Webseite präsentiert der Verein die betreuten Tiere und nützliche Informationen zur Arbeitsweise. (bt)

Wissen was kommt: Migräne-Therapie mit der M-sense App

Kann eine Smartphone-App dazu beitragen Kopfschmerzen, speziell starke Migräne-Anfälle, zu lindern? Bereits 2013 stellte sich der Migräneforscher Dr. Markus Dahlem diese Frage als er mithilfe von mathematischen Analysen die Vorgänge von Migräneattacken belegen konnte.Seiner damaligen, von Migräne geplagten Mitbewohnerin, die erstmals sein Interesse am Thema weckte, konnte er nun auch helfen. Sie führt nun Kopfschmerz-Tagebuch mit der M-sense App.

Während anhaltende elektrische Entladungen von Nerven, den Kopf quälen, können Patienten oft weder das Haus noch ihr eigenes Zimmer verlassen. Von allem geplagt was Geräusche verursacht oder Licht verströmt, sind rund 12 Prozent der Deutschen von Migräne betroffen. Meist wurden sie jedoch nur medikamentös behandelt. Das Berliner Newsenselab-Team hat mit der Entwicklung der App M-Sense eine alternative Behandlung entwickelt, um die extremen Kopfschmerzepisoden für Betroffene vorhersehbar und vor allem kontrollierbar zu machen. Die App ist bereits ein zertifiziertes Medizinprodukt. Als erstes dieser Art, lernt der Algorithmus der App mithilfe künstlicher Intelligenz auch noch dazu und verbessert das Modell für die Benutzer somit stetig.

 

Gründungsgesellschafter der Newsenselab GmbH (vl.n.r.): Simon Scholler, Stefan Greiner, Dr. Markus Dahlem und Martin Späth. | Foto: Newsenselab GmbH / Johannes Windolph

 

Studie zur digitalen Prävention gestartet

„Unser Ziel ist es, die Kopfschmerztage der Betroffenen um mindestens 50 Prozent zu reduzieren“, erklärt CEO und Mitgründer Stefan Greiner. Um dieses Vorhaben zu fundieren, kooperieren die BARMER-Krankenkasse und die Deutsche Telekom, unter wissenschaftlicher Betreuung der Charité für ein gemeinsames Projekt. Hierzu bewerten 1.000 von Kopfschmerzen und Migräne betroffene Mitarbeiter_innen der Deutschen Telekom, ihre Erfahrungen mit M-sense für neun Monate. Die Studie soll das Potenzial der personalisierten und mobilen Migränetherapie von M-sense sichtbar machen, mit der bis zu 40 Prozent der Schmerzattacken nicht-medikamentös reduziert werden können.

Nachdem Benutzer die App mit möglichen Einflussfaktoren der eigenen Migräne gefüttert haben, beobachtet und analysiert M-sense das Krankheitsbild. Anhand mathematischer Modelle warnt M-sense anschließend vor Trigger-Faktoren. Ziel ist es nicht nur die Häufigkeit der Attacken langfristig zu verringern, sondern auch ein individuell abgestimmtes Therapiemodell zu erstellen. Durch Entspannungs- und Bewegungstraining sowie präventive Maßnahmen kann nachgewiesen sogar der Medikamentenkonsum der Migränepatienten reduziert werden. Die von der App automatisch festgestellten Wetterverhältnisse und weitere äußere Einflussfaktoren tragen zum sogenannten Biofeedback der Patienten bei.

 

Nach der Eingabe möglicher Einflussfaktoren der eigenen Migräne, warnt die App anschließend vor Trigger-Faktoren. | Foto: M-sense

 

Arznei durch M-sense Analyse

Im Zuge etlicher Datenskandale der Plattformen und Apps von Internetriesen und kleineren Anbietern, deren Nutzungen erst möglich sind, wenn man der Speicherung und Weiterverwendung jeglicher eigener Daten zustimmt, ist das Konzept von M-sense bereits fortschrittlicher. „Wir werden [mithilfe der Patientendaten] neue biologische Zyklen ausmachen können. Man muss Patienten jedoch auch davor schützen, dass ihre Daten ungenutzt bleiben. Daten sind der Schlüssel zur personalisierten Therapie“, so Dahlem. Benutzer können selbst entscheiden ob sie ihre Daten zur Analyse auf dem Handy lassen, oder mit dem Server synchronisieren möchten.

 

Benutzer können selbst entscheiden ob sie ihre Daten zur Analyse auf dem Handy lassen, oder mit dem Server synchronisieren möchten. | Foto: M-sense / Johannes Windolph

Benutzer können selbst entscheiden ob sie ihre Daten zur Analyse auf dem Handy lassen, oder mit dem Server synchronisieren möchten. | Foto: M-sense / Johannes Windolph

 

Was bei Kopfschmerzen und Migräne beginnt soll sich mit den mathematischen Analysemodellen auch auf andere chronische Krankheiten übertragen lassen. Das vierköpfige Gründerteam von Newsenselab macht es sich zum erklärten Ziel, chronische Krankheiten für Betroffene kontrollierbar zu machen. Sodass diese sie nicht in wiederholtem Maße im Alltag außer Gefecht setzen. (cn)

Foxtrail: Urbane Schnitzeljagd, Escape Game und Kieztrip

Berlin hat mehr als nur ein Stadtzentrum, viel mehr ist Berlin zusammengesetzt aus vielen Kiezen, die es zu entdecken gilt. Genau das unterscheidet Berlin von anderen europäischen Metropolen. Foxtrail ist ein neues Konzept, dieses Berlin mit anderen Augen zu sehen und die Stadt als Spielfeld zu erleben. Nur Teamwork, Geschicklichkeit und Cleverness führen ans Ziel. Erinnerungen an die Schnitzeljagd aus Kindertagen kommen in den Sinn, verbunden sind mit dem Gefühl von Escape Games sowie dem Entdecken von Berliner Kiezen.

Berlin zum abwechslungsreichen Spielfeld

Foxtrail hat sich in der Schweiz längst einen Namen gemacht und ist eine Idee, die in Berlin für Aufmerksamkeit sorgt und die Stadt erobern wird. „Gemeinsam sind wir stark.“ Getreu diesem Motto werden Menschen motiviert, die in einer Gruppe Spaß an der Spannung und am Lösen kniffeliger Rätsel haben.Ziel ist, der Fährte des Fuchses zu folgen. Denn dieser hat seine Spuren an verschiedensten Orten hinterlassen. Die Verfolger werden vor technische Aufgaben gestellt, müssen Rätsel lösen, Codes knacken und geheime Botschaften finden. Ganz nebenbei entdecken sie auch noch unbekannte Winkel einer vielleicht bereits bekannten Gegend.

Die Schnitzeljagd führt nicht ausschließlich entlang der bekannten Attraktionen, sondern zeigt auch die einzigartigen und unbekannten Winkel der Stadt. Sightseeing auf besondere Art“. Der Ursprung der sich jetzt über Europa ausbreitenden Foxtrails liegt in der Schweiz. Auf über 40 Routen machen sich 160.000 Teilnehmer auf die Suche.

Foxtrail – als Team ans Ziel

Gerade moderne Unternehmen nutzen vermehrt Teamevents, die mehr sind als nur ein Ausflug: Abteilungsübergreifende Gruppen meistern gemeinsam Herausforderungen – in hierarchiefreier Kommunikation treffen Menschen Entscheidungen, lösen komplexe Probleme und moderieren Diskussionen. Kurz: Agile Teamarbeit.

„Die eigene Stadt neu entdecken“, könnte ein Motto für Einheimische lauten. Denn was es alles zu entdecken gibt, bleibt den Augen im Alltag häufig verborgen. Durch das Spiel und die Suche der Hinweise werden alle Sinne geschärft und eine neue Perspektive eingenommen. Das Konzept kann ein abenteuerlicher Spaziergang, eine abwechslungsreiche Stadttour oder ein Unternehmensevent mit kniffeligen Herausforderungen sein. In jedem Fall ist Foxtrail ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt. (bt)