Geschichten und Neuigkeiten aus der Hauptstadt

Inside Prora – Dokumentarfilm über den Koloss von Rügen

Der Film so monumental wie sein Sujet. In der Berlinale-Woche konnte Regisseurin Nico Weber bei einem nicht-öffentlichen Screening im ältesten Kino Deutschlands, dem Moviemento, ein epochales cineastisches Werk vorstellen, das in seiner beeindruckenden und epischen Bildsprache ebenso beeindruckte wie mit dem außergewöhnlichen und superlativen Hauptdarsteller. Dieser heißt Prora und ist ein Koloss. Wie der Untertitel Trauma und Traum vermuten lässt, wird vor allem das Paradoxe des historischen Monuments in dem 101-minütigen Werk Inside Prora ersichtlich.

Nico Weber erzählt in historischen Sprüngen die Geschichte, die ihren Ursprung in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts nahm. Der Wahn der Nazis, die ihr blind ergebenes Volk im Geist von Kraft durch Freude am Strand der Ostsee unterhalten – und ablenken – wollten, das jähe Ende durch den Zweiten Weltkrieg, die bleierne Militärzeit des repressiven DDR-Regimes als Übungsplatz für die NVA, das Siechtum der Nachwendezeit und das Erwachen zum Ferienparadies im Heute.

Ulrich Busch erkannte das Potenzial

Das ist vor allem einem Mann zu verdanken, der das Potenzial des geschichtsbelasteten Ortes früh erkannt hat – Ulrich Busch. Der Sohn des legendären DDR-Sängers, Schauspielers und Regisseurs Ernst Busch hatte die Ruine in den 1990er Jahren gekauft und einer Immobilienentwicklung zugeführt. Selbst baute er die Apartmentanlage Prora Solitaire, andere Abschnitte des 4,5 Kilometer langen Blocks verkaufte er an Projektentwickler. Busch war es auch, der die Idee zu dem Film hatte und der diesen auch maßgeblich finanzierte. Er gibt dem Film ebenso Authentizität wie der Architekt Peter Eisenman oder Bürgerrechtler Rainer Eppelmann, der letzte Verteidigungsminister der DDR.

Weltweite Einflüsse formten den Koloss

Der Film stellt – und das gibt ihm zeitgeschichtliche Relevanz – internationale historische Bezüge zur Monumentalarchitektur zum Beispiel in Italien her. Denn es war Mussolinis Erholungslager, das als Inspiration für die Freizeitorganisation des Naziregimes Kraft durch Freude (KDF) diente, welches wiederrum Initiator Proras war. Aber nicht nur das – auch der Einfluss des progressiven Architekten Le Corbusier wird erkenntlich. Dieser hat neben der europäischen Architekturlandschaft auch die New Yorker Skyline beeinflusst. Gleichermaßen unterstreicht die Regisseurin die internationale Bedeutsamkeit des Kolosses durch die zahlreichen Auftritte unterschiedlichster Persönlichkeiten. Neben Peter Eisenmann und Ulrich Busch, erklären sich beispielsweise auch der italienischer Architektur Kritiker Vittorio Magnago Lampugnani und der aus Maine stammende Historiker Eric Zuelow. Was bleibt ist ein beeindruckendes Filmwerk, das Architektur, Zeitgeschichte, Ideologie und – nicht zuletzt – Naturbilder zu einem Gesamtkunstwerk orchestriert, das unbedingt sehenswert ist.

Zensur bei der Berlinale

In diesem Jahr musste sich die Berlinale vermehrt Vorwürfe der Zensur gefallen lassen. Der weltbekannte chinesische Künstler Ai Weiwei etwa unterstellte der Festivalleitung Zensur, weil sie seinen Film abgelehnt hat. Auch Inside Prora von Nico Weber wurde aus politischen Gründen abgelehnt. Festivalleiter Carlo Chatrian weist die Vorwürfe zwar zurück, Fragen bleiben jedoch zu den fragwürdigen Entscheidungen der Festivalleitung. (fs)

 

 

Förderung des Hauptstadtsports: Spielbank Berlin und Özcan Mutlu unterstützen Spitzensportlerschmiede SLZB

Die Olympiasieger Robert Harting und Claudia Pechstein sowie die mehrfache Welt- und Europameisterin Franziska van Almsick zählen zu den berühmtesten Absolventen – das Schul- und Leistungssportzentrum Berlin (SLZB) aus Alt-Hohenschönhausen gehört zu den profiliertesten Spitzensportlerschmieden der Republik. Nun überreichte BSB-Präsident Özcan Mutlu, in seiner Funktion als Beiratsmitglied der Spielbank Berlin, gemeinsam mit Spielbank-Geschäftsführer Gerhard Wilhelm einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro an die erfolgreiche Fördereinrichtung.

Sowohl schulische als auch sportliche Förderung auf höchten Niveau

Kaum eine Sportschule hat mehr Olympioniken, Welt- und Europameister hervorgebracht als die SLZB. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat die Fördereinrichtung vor 51 Jahren gegründet, um jungen Talenten zum Erfolg zu verhelfen. Das Konzept der Ganztagsschule besteht aus der Verknüpfung zwischen schulischer und sportlicher Unterstützung. Die Schüler profitieren von exklusiven Bildungskonzepten, wie etwa den Teamteaching-Einheiten in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Einen weiteren Vorteil stellt die Flexibilität der Unterrichts- und Trainingsgestaltung dar, die durch kurze Entfernungen zwischen Schul- und Trainingsort gewährleistet ist. „Das SLZB ist ein Lernort, an dem Lernen neben einem optimalen leistungssportlichen Training gelingt, weil es mit der Begeisterung aller Beteiligten geschieht“, fasst Schulleiterin Gudrun Götze das Leitbild der Eliteschule zusammen. „Dazu ist in erster Linie eine wertschätzende Kommunikation zwischen allen Beteiligten, aber auch ein inspirierendes Umfeld, erforderlich.“

SLZB: Sportschmiede für viele bekannte Namen

Zu den bekanntesten Absolventen zählen neben den Brüdern Robert und Christoph Harting (Diskuswerfen) die Schwimmerinnen Britta Steffen und Franziska van Almsick, Wasserspringer Patrick Hausding und Eisschnellläuferin Claudia Pechstein. Auch Eishockey-Spieler Sven Felski und Handballer Stefan Kretzschmar lernten und trainierten einst in Hohenschönhausen. Die Absolventen und Schüler errangen in 50 Jahren bei Olympischen Spielen 49 Goldmedaillen, 52 Silbermedaillen und 74 Bronzemedaillen. „Das SLZB ist ein gutes Beispiel dafür, dass Förderung auf schulischer und sportlicher Ebene in gleichen Maßen auf höchstem Niveau geboten werden kann“, sagt Özcan Mutlu. „Die Schule hat in der Vergangenheit eindrucksvoll gezeigt, wie eine konsequente Nachwuchsförderung aussehen muss und hat zahlreiche erfolgreiche Top-Athletinnen und Athleten hervorgebracht. Ich bin mir sicher, dass das SLZB auch in Zukunft maßgeblich dazu beitragen wird, dass Berlin einen klangvollen Namen im Spitzensport haben wird.“ 

Spielbank Berlin unterstützt immer wieder gerne

Die Spielbank Berlin versteht sich als Partner der Hauptstadt und unterstützt seit vielen Jahren kulturelle und soziale Institutionen, vor allem aber den Hauptstadtsport. Durch die Unterstützung mit Hilfe eines eigenen Fördertopfes ermöglicht die Spielbank vielen Einrichtungen und Vereinen die Umsetzung von Projekten. Erst kürzlich wurde Geld der Spielbank beispielsweise an den Traditionsclub Berliner TSC e.V., den türkischen Fußballverein Aldersim-Spor oder den Verein „FrauSuchtZukunft“ gespendet. „Das SLZB gehört ohne Zweifel zu den bedeutendsten Aushängeschildern des Hauptstadtsports“, so Gerhard Wilhelm, Geschäftsführer der Spielbank. „Die Schule kann sich nicht nur mit großen Namen schmücken, sondern leistet einen wichtigen Beitrag für den Erfolg des Berliner Spitzensports. Ich bin mir sicher, dass wir in Zukunft noch von einigen Absolventen des SLZB hören werden und freue mich, dass wir dazu einen Beitrag leisten können.“ (red)

The Sun is Shining Tonight – neue Ausstellung im B-Part eröffnet Ende März

Die junge Künstlerin Zora Kreuzer stellt ab dem 26. März ihre neue Ausstellung im Stadtquartier B-Part Am Gleisdreieck vor. Die Intention des Kunstprojekts ist die Schaffung von Bewusstsein für den Einfluss von Licht im Alltag.

Im B-Part: Licht im Mittelpunkt der Ausstellung

Kreuzer lässt durch ihre Kunst Licht in den Vordergrund treten. Wände, Decken und Böden werden zur Projektionsfläche für ein farbengewaltiges Lichtspektakel. Ein wichtiges Instrument stellt dabei die Leere im Raum dar. Zum einen hilft sie das Licht in den Mittelpunkt zu stellen, zum anderen bietet sie die Möglichkeit für Farbspiele. Unterschiedliche Töne können sich mischen, wodurch eine Vielzahl an Nuancen entsteht. Mit ihrem Projekt möchte die Künstlerin das Zusammenspiel von Architektur und Licht untersuchen.

Aufgrund ihrer Leuchtkraft nutzt Kreuzer Neonlampen. Mit ihnen wird die Aussagekraft ihres Projektes unterstützt. Gleichzeitig verweist die Berlinerin immer wieder auf den uns täglich umgebenden öffentlichen Raum, sei es in Form der Leuchtreklame oder des Designs und Interieurs aus popkulturellen Welten, wie Clubräumen, Musik, Mode, Film oder Videospiel. Zudem sind Einflüsse von Konkreter Kunst und Minimal Art in ihrer reduzierten Sprache erkennbar.

Zora Kreuzer: Ein beeindruckender Lebenslauf

Zora Kreuzer ist 1986 in Bonn geboren, aufgewachsen ist sie allerdings in Berlin. Nach ihrem Schulabschluss studierte sie zwischen 2006 und 2012 in Karlsruhe an der Akademie der Bildenden Künste, der Ecole Supérieure des Arts Décoratifs de Strasbourg und der Contemporary Art School Tianjin in China. Zudem wurde Kreuzer 2013 die Meisterschülerin bei Prof. Leni Hoffmann. Im Jahr danach erhielt die Berlinerin das Stipendium der Christoph Merian Stiftung in Fremantle. Ein weiteres folgte 2019 von der Elias Canetti Society. Außerdem war sie 2016 Artist in Residence im Perth Institute of Contemporary Arts (PICA) und wurde 2017 mit dem Van Look Preis ausgezeichnet. (aak)

 

Weitere Informationen:

Die Ausstellung ist zwischen dem 27. März und  18. April 2020 im B-Part Am Gleisdreieck zu sehen.

Öffnungszeiten:

Täglich 10 – 18 Uhr

 

B-Part Am Gleisdreieck

Luckenwalder Str. 6b

10963 Berlin

 

 

Hemmy Garcia: Lateinamerikanische Genusskultur in Berlin

Kuba  steht für Salsa, Cuba Libre, Rum und natürlich hochwertige Zigarren. In Frohnau, gelegen zwischen dem Berliner Golfclub Solper Heide und dem Tegeler Forst hat Hemmy Garcia, in Kuba geborener Sohn einer seit vielen Jahren in der Tabakbranche tätigen Familie, ein Paradies für Genießer und Zigarrenliebhaber geschaffen. In seinem beliebten Berliner Store mit Zigarrenlounge und begehbarem Humidor lässt er die Herzen eines jeden ,,Aficionados’’ höherschlagen. Hemmy Garcias Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Verkauf feinster und handgefertigter Zigarren. Hinzu kommen hochwertige Accessoires und erlesene Alkohol-Spezialitäten, wobei natürlich der berühmte landestypische Rum eine besondere Rolle hat.

Kosmopolit und Genussmensch

Die Leidenschaft zum Genuss wurde Garcia bereits mit in die Wiege gelegt. Schon nach der Schule erkannte er, dass es ihm ein Anliegen ist, diese Leidenschaft mit anderen Menschen zu teilen. So begann Garcia seine Karriere bei dem Traditionsunternehmen ,,Villiger & Söhne’’ und machte anschließend Station in London, Hamburg und Berlin bis sich für Ihn auf Cuba ein Traum erfüllte. Die damals modernste Zigarrenmanufaktur ,,H. Upmann’’ machte ihm ein Jobangebot und so bekam Garcia die Möglichkeit, sein Wissen und seine Fähigkeiten zu perfektionieren.

Kein Produkt gleicht dem anderen

Spätestens an diesem Punkt merkte Garcia, dass es ihm ein Anliegen ist, sich endgültig in dieser exquisiten Branche niederzulassen und so diese Industrie erfolgreich fortbestehen zu lassen. Heute ist er erfolgreicher Betreiber der Hemmy’ Zigarrenlounge mit eigenem Online-Shop, in dem er neben Raritäten und erlesenen Produkten auch seine eigene Zigarrenlinie ,,Hemmy’s’’ vertreibt. „Jede Zigarre wird von Hand gedreht“, so Garcia. „Zudem kommt es auf die Wetterbedingungen an wie beispielsweise die Intensität der Sonnenstrahlung.“ Deshalb schmecke keine Zigarre exakt gleich, selbst wenn es dieselbe Marke ist. Und genau das mache das Produkt so spannend. In seinem Sortiment sind Zigarren zwischen vier und 50 Euro pro Stück.

Zigarrenphilosophie in Berlin

Vor 11 Jahren eröffnete Garcia sein erstes Geschäft am Standort Berlin. ,,Mein Ziel war es von Beginn an, eine Genussoase zu schaffen, in der Kunden eine Auszeit vom stressigen Alltag nehmen können und das Produkt für sie erlebbar wird’’. Mit dieser Philosophie hat es Garcia über die Jahre geschafft ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen und das Produkt weiterzubringen. „Ich möchte mit den altbackenen Klischees aufräumen, dass nur Männer mit Goldketten und dicken Bäuchen Zigarren rauchen“, sagt Garcia. Für junge Menschen, die bewusst rauchen möchten, seien Zigarren genauso geeignet.

Bewusster Genuss für Kenner

Hemmy Garcia blickt positiv in die Zukunft: „Bei den Zigarren steigen die Absatzzahlen stetig. Die Leute rauchen weniger, aber dafür bewusster. Der Mythos und das Besondere einer Zigarre wird von immer mehr Menschen verstanden und zu schätzen gelernt. Dazu kommen die zwei Vertriebskanäle stationär und Online, die die Chance zukünftig weiter zu wachsen enorm steigern lassen. Es gab immer Genießer und es wird immer Genießer geben. Durch das neue Bewusstsein für verschiedenste Qualitätsprodukte erlebe ich immer mehr jüngere Leute, die in diese einzigartige, spannende und nun auch innovative Welt eintauchen wollen.“ (red)

Die renommierte Galerie Blain|Southern schließt ihre Standorte in Berlin, London und New York

„Despite the support of dedicated gallery staff, I deeply regret that I have been unable to secure the gallery’s future long term. I want to thank all the artists, collectors, institutions, museums, staff and everyone who has worked with the gallery over the last decade“, verkündete Kunsthändler und Gründer von Blain|Southern, Harry Blain, am Mittwoch in einer Mitteilung und damit auch das Ende der Galerien in London, Berlin and New York.

Blain|Southern – ein Ort für raumgreifende Werke

Vor zehn Jahren gründete Blain zusammen mit Graham Southern Blain|Southern. Die Galerie in Berlin wurde 2011 eröffnet. In den großen Hallen der ehemaligen „Tagesspiegels“-Druckerei in der Potsdamer Straße wurden Einzelausstellungen mit häufig raumgreifenden Werken von Jannis Kounellis, Lawrence Weiner, Jonas Burgert, Francesco Clemente, Nasan Tur, Douglas Gordon, Lynn Chadwick, Wim Wenders, François Morellet, Abdoulaye Konaté, Chiharu Shiota, Harland Miller, Sislej Xhafa, Michael Simpson, Amy Feldman, Henning Strassburger, Herbert Zangs, Ali Banisadr, Frank Thiel, Liliane Tomasko, Marius Bercea, Michael Joo, Avigdor Arikha und Bernar Venet gezeigt.

Blain|Southern verfolgte stets das Ziel, die Breite der zeitgenössischen Kunstpraxis weltweit widerzuspiegeln und zu feiern. Neben dem Programm ermöglichte die Galerie den Künstlern neue Aufträge, öffentliche Leihgaben sowie Museumsausstellungen und unterstützte ihre anderen Aktivitäten.

Ein Ende bahnte sich bereits an

Bereits Ende letzten Jahres hatte Blain|Southern turbulente Zeit hinter sich, nachdem im November bekannt gegeben worden war, dass einer ihrer Gründer, Graham Southern, die Galerie verlassen wird. Auch zwei der Top-Direktoren, Senior Director Charles Saumarez-Smith und Ausstellungsdirektor Craig Burnett verließen zum Ende des vergangenen Jahres Blain|Southern.

Zudem hatten Künstler wie Rachel Howard, Henning Straßburger, Sean Scully, Jake & Dinos Chapman und Mat Collishaw die Galerie, nach der Trennung der beiden Gründer in den letzten Monaten zum Teil im Streit verlassen, wie das britische Magazin „Art Newspaper“ berichtete.

Auf der Teilnehmerliste des Gallery Weekend Berlin vom 01.-03.05.2020, die am Dienstag veröffentlicht wurde, war die Galerie Blain|Southern allerdings noch vermerkt. Angekündigt war eine Ausstellung des Künstlerduos Tim Noble & Sue Webster, mit denen die Galerie vor knapp 10 Jahren ihre Räume in Berlin eröffnete. (aw)

Ringskulpturen und Photographien im Auktionshaus Grisebach

Am 19. Februar 2020 eröffnet Grisebach in seinen Räumlichkeiten mit einer Vernissage die Verkaufsausstellung „Roundtrip – Ringskulpturen und Photographien“. Das Atelier für Goldschmiedekunst Georg Hornemann und die Galerie für künstlerische Photographie Kicken Berlin stellten vor Ort ihre selbst gefertigten Bewegungsskulpturen und photographischen Arbeiten vor.

Dynamische Ausstellungsstücke mit Präzision

Die präsentierten Ringskulpturen Hornemanns entfalten ihre Besonderheit durch die Bewegung der Hände, die sie tragen. In Aktion werden die Spiegelungen und Reflexionen des Schmuckstücks sowie die Farbpalette der verarbeiteten Steine deutlich. Die fünf unterschiedlichen Ringdesigns bestehen aus Gelbgold oder Weißgold 750/ooo und sind von einer Fassung mit schwarzen und weißen Diamanten, pinken Saphiren sowie Tsavorithen umgeben. Jedes Modell ist auf sechs Exemplare limitiert.

„Photographie als Kunst des Sehens“

In Zusammenspiel mit den Ringskulpturen Hornemanns präsentiert Kicken Berlin photographische Arbeiten, die sich den Themen Materie, Licht und Bewegung widmen. Besucherinnen und Besucher können die Werke von Künstlern wie Cecil Beaton, László Moholy-Nagy, Aenne Biermann, Man Ray, Albert Renger-Patzsch und Otto Steinert, aber auch aus dem Bereich der Wissenschafts- und Pressephotographie erleben.

Traditionshäuser in der Hauptstadt

Georg Hornemann und Rudolf Kicken sind keine unbekannten Namen in der Berliner Kunstszene. Das Atelier des Goldschmieds besteht neben einem weiteren Standort in Düsseldorf bereits seit 2016 in der Nähe des Kudamms und hat sich mit seinen gegenwartsorientierten Schmuckkreationen einen Namen gemacht. Rudolf Kicken gründete in den 1970er Jahren seine Galerie für Photographie und etablierte die Ausdrucksform damit als anerkannte Kunstform. Seit dem Tod des Fotographiegaleristen vor rund fünf Jahren wird die Galerie von seiner Frau und Galeristin Annette Kicken weitergeführt. (red)

Weitere Informationen

Die Ausstellung kann vom 20. Bis zum 29. Februar im Auktionshaus Grisebach besucht werden. Wochentags ist sie von 10 bis 18 Uhr und samstags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Grisebach GmbH
Fasanenstraße 27
10719 Berlin
https://www.grisebach.com/

 

Jahresauftakt 2020: Mahler, Beethoven, Suks – Petrenko und die Berliner Philharmoniker

Ein ganz besonderer Geist verbindet die Berliner Philharmoniker mit ihrem Chefdirigenten Kirill Petrenko. Das wurde evident in den Auftakt-Konzerten des Jahres mit Werken von Beethoven, Suks und Mahler.

Mahlers 6. Sinfonie – mitreißend und gewaltig dargeboten

Mahlers 6. Sinfonie, die Tragische, die neben großer Orchesterbesetzung Kuhglocken und den berühmten Mahler-Hammer aufzubieten hatte, wurde ergreifend, mitreißend und gewaltig dargebracht. Es ist immer ratsam die Darbietung einen Tag nach dem Debüt zu besuchen, da dann die ersten Unstimmigkeiten zwischen Dirigent und Orchester geglättet werden können.

Es war kein Kampf zwischen Dirigent und Orchester, es war ein harmonisches Ringen um die dramatische Expressivität dieses persönlichsten Mahler-Werkes. Petrenko zeigt dabei eine große Leichtigkeit, Verspieltheit, ja hingebungsvolle Lust im Dialog mit seinem Orchester. Sein Dirigat ist beinahe zärtlich, tänzerisch, das Gegenteil von brachial oder zuchtmeisterlich. Und auf seinem Antlitz lassen sich alle Nuancen dieser immer gefühlvollen Musik ablesen. So führt er durch dieses 1903 und 1904 komponierte Werk, das nicht von Mahler mit dem Beinamen „Tragische“ versehen wurde und dennoch viel von der Tragik des Künstlers Mahler zum Ausdruck bringt. Das Wort-Rätsel wäre die bessere Charakterisierung für dieses Werk, das mehr als 110 Musiker auf der Bühne vereint und bis zu 85 Minuten zu fesseln versteht.

Die Mahlersche Gefühlswelt – in vier Sätzen

Im ersten Satz dominiert der Marschrhythmus und symbolisiert die martialische Welt von Gleichschritt und Kampfgeist. Visionär nimmt der Komponist 10 Jahre vor Beginn des ersten Weltkrieges das Jahrhundert der Weltkriege vorweg. Und kontrapunktisch zeigt sich leise, von sanften Holzbläsern intoniert ein kleines Idyll, eine leise, harmonische Welt von liebreizender Natur. Welcher Kontrastreichtum, wenn die Pauken eindringlich das Heroische intonieren.

Unruhig, voller Brüche setzt sich der zweite Satz fort. Das Scherzo wechselt ab von wuchtig und tobend bis sanft und tänzerisch.

Im dritten Satz Andante Moderato brilliert das Solohorn elegisch, abgelöst von Seufzertönen und der Schönheit der Streicher, die Glücksmomente hervorrufen. Die Herdenglocken vermitteln eine unbeschwerte Volkstümlichkeit. Dieser Ruhepunkt der Sinfonie mit stark lyrischen Bezügen weist auf Alma, die junge Frau Mahlers hin.

Im vierten Satz kulminiert die Mahlersche Gefühlswelt in einer Apokalypse: Peitschenschläge, Schicksal und Zusammenbruch, eine Steigerung menschlicher Emotionen in allen dramatischen Facetten – ein gewaltiger Satz und ein verzweifeltes, aufbäumendes Finale.

Die Berliner Philharmoniker – ohnegleichen

Die Berliner Philharmoniker sind nicht nur einer der besten Klangkörper der Welt, sie verzeichnen auch großartige Solisten, wie diese Aufführung einmal mehr bewies. Und Petrenko wird geliebt. Seine Präzision, sein Einfühlungsvermögen, seine Ernsthaftigkeit und Dialogfähigkeit machen ihn zu einem Ausnahmedirigenten. Seine Jugend lässt erwarten, dass die Berliner Philharmoniker einen Jahrhundertdirigenten erhalten. Mit Respekt und der bestmöglichen Harmonie der unterschiedlichen Virtuosen konnte die Konzertwelt Anfang Januar Kirill Petrenko und den großen Pianisten Daniel Barenboim im 3. Klavierkonzert von Beethoven erleben. Der 77-jährige Pianist, eine Ikone der Musikwelt, der vor 56 Jahren in der Philharmonie als Pianist debütierte, und Petrenko, der in einigen Tagen 48 Jahre alt wird, vereint in einer Meisterschaft, die jetzt schon zu den Hochgenüssen des Jahres 2020 zu zählen sind.

Die Asreal-Sinfonie

Im Anschluss ein Komponist, dem Petrenko am Herzen liegt: Josef Suk. Die Asreal-Sinfonie, die nach einem mythologischen Todesengel benannt ist, hat -wie Mahlers 6. Sinfonie – stark biografische Züge und behandelt das Thema Tod in einer bewegend-dramatischen Tonsprache. Mit diesem Werk arbeitete der tschechische Komponist den Tod seines Schwiegervaters Antonin Dvořák und den frühen Tod seiner Frau auf. Ein weitgehend unbekannter Komponist, dessen Bezüge zu seinem Zeitgenossen Gustav Mahler erkennbar sind und der nun – Dank Petrenko – aus der Vergessenheit geholt wird.

Die Konzerte mit Musik von Strawinsky, Zimmermann und Rachmaninow, dirigiert von Kirill Petrenko, am 12.-15. Februar sind bereits ausverkauft. (fs)

Künstlergespräch mit Norbert Bisky: „Ohne den Mauerfall wäre ich nicht Künstler geworden“

Anlässlich der Ausstellung „POMPA“ in der St. Matthäus-Kirche trifft sich der Maler Norbert Bisky mit der Journalistin Ingeborg Ruthe, die seinem Werdegang seit langem begleitet am 23. Januar 2020 um 19 Uhr zum Künstlergespräch.

POMPA und RANT: ein Blick ins das Lebens von Norbert Bisky

Der zeitgenössische deutsche Künstler, der in Leipzig geboren wurde und selbst Totalität und Willkür erfahren hat, zeigt seine Werke aktuell in zwei

Ausstellung POMPA von Norbert Bisky in der St. Matthäus-Kirche

Ausstellung „POMPA“ von Norbert Bisky in der St. Matthäus-Kirche | Foto: Bernd Borchardt

parallelen Ausstellungen in Berlin und Potsdam. In „POMPA“ in der St. Matthäus-Kirche und in „RANT“ in der Villa Schöningen blickt der Maler auf das Ende der DDR, das Chaos der Nachwendezeit sowie sein persönliches Erleben zurück.

Seine neuen sehr persönlichen Arbeiten, die in der Ausstellung „RANT“ in Potsdam zu sehen sind, befassen sich explizit mit der Teilung Deutschlands und zeigen ein Land, in dem die eigentlich längst überholte Binarität von Ost und West derzeit eine traurige Renaissance erlebt. „POMPA“ hingegen schaut auf die Nachwendezeit. Die aufwändige Deckeninstallation älterer und jüngerer Werke zeigt eine Periode des euphorischen Aufbruchs, die von Hedonismus ebenso geprägt war wie von Profitgier und Opportunismus.

Das Künstlergespräch führt Ingeborg Ruthe

Das Künstlergespräch mit Norbert Bisky führt die Journalistin, geboren und aufgewachsen bei Annaberg-Buchholz im Erzgebirge. Sie studierte Journalistik und Kunstgeschichte und arbeitete ab 1988 in Berlin bei der Zeitschrift „Für Dich“. Seit 1992 ist Ruthe Kunstredakteurin der Berliner Zeitung. Ihre Texte erscheinen seit 2012 auch bei der Frankfurter Rundschau. (aw)

 

Künstlergespräch mit Norbert Bisky

Donnerstag, 23. Januar 2020, 19 Uhr

St. Matthäus-Kirche

Matthäikirchplatz, 10785 Berlin-Tiergarten

Eintritt frei

Udo macht sein Ding! Rocklegende udofiziert Kinopremiere mit der Spielbank Berlin

Deutschrocker Udo Lindenberg gehört zu den erfolgreichsten Musikern Deutschlands und ist schon längst zur Legende geworden. Nun feierte der Panikrocker im Berliner Kino Internationale die Hauptstadt-Premiere für seinen neuen Film „Lindenberg! Mach Dein Ding!“. Unterstützt wurde die Veranstaltung unter anderem durch den Sponsor Spielbank Berlin.

Emotionen pur – wenige Tage vor dem offiziellen Kinostart

Ein Abend voller Emotionen! Eine der größten Kinopremieren, die die Hauptstadt je gesehen hat, bewegte die Zuschauer aber auch den Musiker selbst, knapp eine Woche vor dem offiziellen Kinostart. Eine Zeitreise im Kino – von der Kindheit Lindenbergs über seine Anfänge als Schlagzeuger, bis zum großen Durchbruch erzählt der Film den Werdegang der deutschen Musiklegende: Der teils steinige Aufstieg Lindenbergs (Jan Bülow), sein Vater (Charly Hübner), der an den Plänen seinen Sohnes nicht viel finden kann, schließlich waren alle Lindenbergs Klempner, und Udos Mutter (Julia Jentsch), die an ihren eigenwilligen Sohn glaubt. Lindenberg macht derweil sein Ding – mit bekanntem Ausgang!

Lindenberg wird auf der Bühne vom Film-Team begrüßt. Foto: offenblen.de

Nach dem Abspann gab es minutenlangen Beifall und Jubel für die Filmcrew rund um Hauptdarsteller Jan Bülow und Regisseurin Hermine Huntgeburth, vor allem aber für Lindenberg selbst.

„Der Film ist sehr gelungen! Sehr emotional, hat mich tief berührt. Bei einigen Szenen können die Augen schon mal feucht werden“, so Lindenberg.

Der Mann des Abends: Udo Lindenberg. Foto: offenblen.de

Einer der erfolgreichsten Musiker der Bunten Republik Deutschland

Ende der 60er Jahre kam Lindenberg nach Hamburg und suchte sein Glück in der Elbmetropole. Bald setzte sich der junge Schlagzeuger mit deutschsprachiger Rockmusik durch und begann seine beispiellose Karriere, die Deutschrock-Klassiker wie „Alles klar auf der Andrea Doria“, „Cello“, „Horizont“, „Ich lieb Dich überhaupt nicht mehr“, „Mädchen aus Ostberlin“ und „Sonderzug nach Pankow“ hervorbrachte. Lindenberg gehört mit mehr als 20 Millionen verkauften Tonträger zu den erfolgreichsten deutschen Musikern und füllt noch heute auf seinen Tourneen die Stadien der Republik.

Das Team des Films „Lindenberg: Mach Dein Ding!“. Foto: offenblen.de

Mehr als die Hälfte des Drehs fand in Hamburg statt. So gehörten Ende 2018 unter anderem die Reeperbahn, der Alte Elbtunnel und die Laeiszhalle zu den Motiven. Seit Mitte der 90er-Jahre residiert der Wahlhamburger im Luxushotel „Atlantic“ an der Außenalster. Der Film wird am 16. Januar in den deutschen Kinos starten.

Unterstützung durch die Spielbank Berlin

Unterstützt wurde die Premiere von der Spielbank Berlin, Geschäftsführer Gerhard Wilhelm gratulierte den Filmmachern für diesen grandiosen Erfolg und stimmte in die Begeisterung der Gäste ein:  „Udo Lindenberg gehört zweifelsohne zu den größten Musikern Deutschlands. Doch nicht nur seine großartige Musik, sondern auch sein Charakter und seine Ausstrahlung machen ihn aus und sind der Grund dafür, dass er die Menschen so sehr begeistern kann. Er ist eine echte Type und ich freue mich, dass wir als Spielbank Berlin heute gemeinsam mit Udo Lindenberg hier in Berlin Premiere für seinen fantastischen Film feiern konnte.“ (ak)

Verlosung – Gewinnspiel mit Weihnachtsgeschenk zum Freuen

Es ist endlich wieder soweit. Die Weihnachtszeit steht vor der Tür, der Duft von Weihnachtsplätzchen und Tanne liegt in der Luft und bald werden fleißig die ersten Geschenke für Familie und Freunde gekauft. Natürlich hat die BERLINboxx Sie nicht vergessen und verlost 3x den „Gutscheinbuch.de Schlemmerblock Berlin“. Wenn Sie also noch auf der Suche nach dem perfekten Geschenk sind oder sich selbst einfach mal etwas Gutes tun möchten, nehmen Sie gerne an unserem Gewinnspiel teil.

Alle Teilnahmebedingungen und die Möglichkeit, an der Verlosung teilzunehmen, finden Sie auf unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/pg/BERLINboxx/posts/?ref=page_internal

Start ins neue Jahr mit einem Gastronomie- und Freizeitführer voller Gutscheine

Ob Wellnessliebhaber, kulinarische Genießer oder Kultur-Fans – in den Heften von Gutschein.de ist für jeden etwas dabei. So können Sie bei zahlreichen Gastronomieanbietern zum halben Preis ein wunderbares Abendessen zu zweit genießen oder bei vergünstigtem Kaffee und Kuchen in einem gemütlichen Café den Sonntag einläuten. Denn die Gutscheine der meisten Anbieter funktionieren nach dem 2:1 Prinzip, d.h. Sie bekommen zum Beispiel das zweite Hauptgericht oder das zweite Frühstück gratis dazu.

Über 110 Gutscheine für Genießer

Mit dem „Gutscheinbuch.de Schlemmerblock Berlin“ werden Ihre Wünsche nicht nur zum Heiligabend war. Vielmehr können Sie ein ganzes Jahr von einmaligen Angeboten profitieren, denn das Heft ist ab sofort bis zum 01.12.2020 gültig.

Neben regionalen Gastronomie-Highlights hat das Gutscheinbuch auch zahlreiche Freizeitangebote im Repertoire. Sparen können Sie zum Beispiel bei einem erholsamen Aufenthalt in der Therme, einem Familienausflug ins AquaDom & SEA LIFE oder einem Showerlebnis im CHAMÄLEON Theater. Mit dabei sind auch das Heaven Spa Radisson Blu Berlin, das Acud Kino und das die Hauptstadtkneipe „Berliner Republik“.

Das Hauptstadt-Gutscheinheft der Extraklasse

Das Highlight neben den 110 Gutscheinen ist die GutscheinbuchPlus-Card, die Ihnen noch über 5.000 weitere Online-Coupons zur Verfügung stellt. Um diese einzulösen, müssen Sie sich lediglich unter www.gutscheinbuch.de/plus anmelden und online den gewünschten Gutschein generieren.

Die Verlosung läuft ab sofort zwei Wochen bis zum 27. November 23:59. Danach verkünden wir auf Facebook zeitnah die Gewinner. Viel Glück! (red)