Frühlingserwachen: Berliner Senat beschließt weitere Corona-Lockerungen

Nachdem die Zahl der Corona-Infektionen in den vergangenen Tagen weiterhin nur leicht anstieg, beschloss der Berliner Senat gestern weitere Corona-Lockerungen. Auch  Kneipen, Fitnessstudios und die Spielbank Berlin dürfen wieder öffnen – unter Einhaltung der Abstand- und Hygieneregeln versteht sich.

Neue Corona-Lockerungen – was ist wieder erlaubt?

Lange hat der Berliner Senat gestern über weitere Lockerungen beraten. Ab dem 02.06. dürfen nun wieder Veranstaltungen wie Meetings, Conventions, Events, Messen und gewerbliche Freizeitangebote im Innenbereich mit bis zum 150 Personen stattfinden, draußen dürfen sogar bis zu 200 Teilnehmer zusammenkommen. Auch Freiluftkinos können ab Dienstag wieder besucht werden. Die Leinwände klassischer Kinos werden allerdings erst wieder ab dem 30.06. flimmern.

Außerdem dürfen Restaurants nun eine Stunde länger bis 23 Uhr öffnen und auch Kneipen dürfen wieder ausschenken. Allerdings besteht ein „Tischzwang“ und beim Verlassen des Tisches muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Dies gilt beispielweise, wenn Gäste die Toilette aufsuchen wollen.

Die Sportbegeisterten werden wahrscheinlich am meisten über die Öffnung der Fitnessstudios freuen. Hier gilt jedochein Abstand von drei Metern zwischen den Sporttreibenden. Denn während des Sports kämen, so die Begründung des Innensenators Andreas Geisel, mehr Aerosole in die Luft.

„Weil Berlinerinnen und Berliner sich überwiegend solidarisch und vernünftig verhalten, können wir weitere Schritte der Öffnung des Gastgewerbes und des Veranstaltungswesens gehen und Perspektiven zur Planungssicherheit geben. Eine vorsichtige Öffnung weiterer Branchen ist wichtig für die Unternehmerinnen und Unternehmer, die langfristig stark von der Corona-Pandemie getroffen sind. Die Krise ist noch nicht vorbei. Ich zähle auf die gemeinsame Verantwortung aller Akteure, dem Gesundheitsschutz gerecht zu werden“, erklärte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop die Hintergründe der neuen Lockerungen.

Spielbank Berlin wieder geöffnet

Auch die Spielbank Berlin darf nach fast drei Monaten ihre Türen an allen vier Standorten ab dem 02.06. wieder öffnen. An den Standorten Potsdamer Platz (Haupthaus), Ellipse Spandau, Los-Angeles-Platz und Alexanderplatz kehren die 550 Mitarbeiter, die in Kurzarbeit waren, wieder sukzessive zurück an ihre Arbeitsplätze zurück.

Gerhard Wilhelm | Foto: Spielbank Berlin

„Wir freuen uns, wieder Gäste in der Spielbank Berlin begrüßen zu dürfen“, so Gerhard Wilhelm, Geschäftsführer der Spielbank Berlin. „Mit unserem umfassenden Hygiene- und Abstandskonzept sorgen wir dafür, dass unsere Gäste Spaß beim Besuch der Spielbank haben, aber auch dem Infektionsschutz Rechnung getragen wird und wir so das Infektionsrisiko für Gäste und Mitarbeiter auf ein Minimum reduzieren.“

Allerdings wird das Spielangebot nur begrenzt sein, um das Risiko von Neuinfektionen möglichst gering zu halten. Zudem wird der Abstand zwischen den Spielgeräten vergrößert und zum zusätzlichen Schutz Abstandshalter und Plexiglasscheiben installiert. Für Gäste und Mitarbeiter wird gleichermaßen eine Maskenpflicht gelten. Außerdem steht ausreichend Desinfektionsmittel bereit, sodass beispielweise die Maschinen nach jedem Gebrauch desinfiziert werden können. Wie überall ist natürlich auch in den Spielbanken der Mindestabstand von 1,5 Meter einzuhalten. Das eigens von der Spielbank Berlin entwickelte Hygiene- und Sicherheitskonzept berücksichtigt den SARS-Cov-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und wurde in enger Abstimmung mit der zuständigen Fachkraft für Arbeitssicherheit sowie dem Betriebsarzt erstellt.

Ein solches umfassendes Hygiene- und Abstandskonzept ist übrigens auch in anderen Branchen die Voraussetzung für eine Öffnung. Denn für den Senat hat der Gesundheitsschutz weiterhin oberste Priorität. (aw)

7. ISTAF-Indoor in Berlin: Leichtathletik-Spektakel mit Besucherrekord

Das gab es noch nie: Bereits fünf Tage vor dem ersten Startschuss war das ISTAF-Indoor-Spektakel ausverkauft! 12.500 Leichtathletik-Fans besuchten die Hallenvariante des traditionsreichen Leichtathletikspektakels in der Mercedes-Benz Arena und jubelten den 66 Athletinnen und Athleten aus 25 Ländern zu. Dabei mussten sich die Sportlerinnen und Sportler in sieben unterschiedlichen Disziplinen beweisen und gegen hochkarätige Gegner aus aller Welt im Weitsprung, Diskuswurf oder Sprint antreten.

ISTAF-Indoor

Ralf Wieland (SPD), Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses; Gerhard Wilhelm, Geschäftsführer der Spielbank Berlin und Aleksander Dzembritzki, Staatssekretär für Sport. | Foto: Daniel Hinz

Malaika Mihambo – Weitsprung-Weltmeisterin und Liebling des Abends

Der große Andrang war sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass viele Fans Weitsprung-Talent Malaika Mihambo in Aktion sehen wollten. Die 26-Jährige aus Heidelberg ist seit ihrem Sieg bei den Weltmeisterschaften in Doha im vergangenen Jahr in aller Munde und hat sich bereits den Titel „Sportlerin des Jahres“ und „Leichtathletin des Jahres“ gesichert. Beim diesjährigen ISTAF-Indoor lieferte die Athletin und knackte die sieben Meter-Marke. Mit 7,07 Meter sprang sie vor der zweitplatzierten Ese Brume (6,79) aus Nigeria zum Sieg. „Im letzten Versuch wollte ich den ganzen Schwung vom Publikum mitnehmen. Stehende Ovationen habe ich noch nie im Wettkampf bekommen. Die Fans haben mich gepusht und auf diese Weite katapultiert“, so Mihambo.

ISTAF-Indoor

Preisverleihung: David Schnabel, Geschäftsführer der Spielbank Berlin, überreichte dem Gewinner des 60 Meter Hürdenlaufs, Konstantinos Douvalidis, die Siegertrophäe. | Foto: Daniel Hinz

Sieben Meter sind in der Weitsprungdisziplin und besonders im deutschen Sport eine magische Zahl. Denn Malaika Mihambo ist nach Heike Drechsler (7,37 Meter/1988) und Helga Radtke (7,09 Meter/1985) erst die dritte deutsche Sportlerin, die den Riesensprung schaffte. Aktuell bereitet sie sich bereits auf ihr nächstes großes Ziel vor: Eine Medaille bei den Olympischen Spielen in Tokio.

Shanice Craft meldet sich eindrucksvoll zurück

Sie hat den Diskus so weit geschleudert wie vor ihr noch keine andere Diskuswerferin in der Halle: Shanice Craft meldete sich nach Verletzungsproblemen eindrucksvoll zurück. Weil jedoch Weltrekorde nur draußen geführt werden, gelten die 64,03 Meter von Shanice Craft als inoffizielle Bestmarke. Und im Kampf um das Tokio-Ticket bringt ihr diese auch keine Punkte. „Aber der Wettkampf hat mir gezeigt, dass ich auf einem guten Weg bin“, sagte die Neuhallenserin nach ihrem furiosen Auftritt. „In erster Linie ist es natürlich ein Show-Wettkampf. Aber wir werfen hier unter neutralen Bedingungen, ohne Windeinflüsse, deswegen sind die Weiten schon ernst zu nehmen. Ich habe mich zurückgemeldet und den anderen gezeigt, dass sie wieder mit mir rechnen können.“

ISTAF-Indoor

Weltrekord im Diskuswurf: Spielbank Berlin Geschäftsführer Gerhard Wilhelm überreichte der Diskuswerferin Shanice Craft die Siegertrophäe. | Foto: Daniel Hinz

Heimsieg für Lisa Marie Kwayie über 60 Meter Sprint

Einen besonderen Erfolg für die deutsche Hauptstadt konnte die Berliner Sprinterin Lisa Marie Kwayie erzielen. In gerade einmal 7,25 Sekunden flog sie die 60 Meter ins Ziel und gewann vor Klara Seidlov und Yasmin Kwadwo. Bei den Männern konnte Emre Zafer Barnes aus der Türkei vor den Deutschen Aleksandar Askovic und Michael Pohl mit 6,60 Sekunden den Sieg für sich entscheiden.

Auch die Stabhochspringer lieferten sich einen spannenden Wettkampf, den schließlich Valentin Lavillenie und Rutger Koppelaar für sich ausmachen konnten. Die beiden Athleten teilten sich den ersten Platz, während Olympiasieger und Favorit Thiago Braz aus Brasilien deutlich hinter seinen Erwartungen zurückblieb und nach drei Fehlversuchen ausschied.

Spielbank Berlin: Sportförderer Nr. 1

ISTAF-Indoor

Siegerehrung mit Marcel Langner, Geschäftsführer der Spielbank Berlin: Shanice Craft erhält für ihren neuen Weltrekord im Diskuswurf ein Preisgeld von 5.000 Euro. | Foto: Daniel Hinz

Neben zahlreichen weiteren Partnern unterstützte auch die Spielbank Berlin das internationale Event als Sponsor maßgeblich. Die Hauptstadt-Spielbank ist schon seit ihrer Gründung dem Sport eng verbunden und fördert zahlreiche soziale, kulturelle und sportliche Vereine und Events. So steht die Spielbank Berlin auch dem ISTAF bereits seit Jahren partnerschaftlich zur Seite, um den Hauptstadtsport weiter voran zu bringen.

„Das ISTAF ist eines der beeindruckendsten Sport-Spektakel der Hauptstadt und in jeder Hinsicht ein absolutes Highlight“, so Gerhard Wilhelm, Geschäftsführer der Spielbank Berlin. „Ich gratuliere allen Siegern und freue mich, dass so viele Fans den Weg zu dieser herausragenden Veranstaltung gefunden haben.“

„Kampf der Geschlechter“ im Diskuswurf

Auch fernab der sportlichen Höchstleistungen bot das ISTAF-Indoor eine große Show: Feuerwerke, tosender Applaus, Maskottchen und das Diskus-Duell „Kampf der Geschlechter“. Trotz der Bestleistung von Shanice Craft, die mit 64,03 Meter einen neuen Weltrekord bei den Frauen warf, konnte sich das Team um die Drittplatzierte bei den letzten drei Europameisterschaften nicht gegen Christoph Harting und seine Sportkollegen durchsetzen. (sz)

B-Part Sports Am Gleisdreieck eröffnet – innovativer Outdoor Trainingspark für Jedermann

Mit der Eröffnung des B-Part Sports am Donnerstag ist die Urbane Mitte Am Gleisdreieck um einen lebendigen Begegnungsort erweitert worden. Fachbereichsleiterin für Sport des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, Michaela Schulte, Turnlegende und Sportbotschafter des B-Part Philipp Boy und Marc F. Kimmich, CEO COPRO & Founder B-Part Am Gleisdreieck waren vor Ort, um den öffentlich zugänglichen Outdoor-Trainingspark einzuweihen. Laut Kimmich ein großer Gewinn für die Urbane Mitte Am Gleisdreeick: „Sport verbindet, kennt keine sozialen Unterschiede, hält gesund und schafft Gemeinschaft.“ Für Sportinteressierte und die, die es noch werden wollen, stehen nun zahlreiche Möglichkeiten für Bodyfitness, Spaß und Bewegung zur Verfügung.

Eröffnung des B-Part Sports

Eröffnung des B-Part Sportparcours: (v.l.n.r.) Hagen Keffel, Sportkoordinator Friedrichshain-Kreuzberg, Marc F. Kimmich, COPRO CEO, Fachbereichsleiterin Sport Michaela Schulte, Philipp Boy. | Foto: B-Part Am Gleisdreieck, Harry Schnitger

Ganzheitliches Konzept für Körper und Geist

„Bewegung für alle“ ist das Motto der Initiatoren – und das mit einem variantenreichen, 300 Quadratmeter großem Fitnesspark direkt im Park – natürlich nachhaltig und interkulturell. Vom Fitness-Parcours für Anfänger und Profis, über Workout-Flächen, Turngeräte und Stepboxen: Philipp Boy hat ein inspirierendes Programm für Body und Mind konzipiert und damit ein ganzheitliches Konzept für Berlinerinnen und Berliner, Nachbarn und Interessierte unter freiem Himmel geschaffen.

„Meine Mission, unsere Mission ist es, Sportbegeisterung nach außen zu tragen und zusammen mit der COPRO Begegnungsorte zu schaffen. Wir wollten einen Park für jedermann gestalten und gerade unter unserem Motto ‚Bewegung für alle‘ einen multifunktionalen Spielraum kreieren, wo wir dann wirklich generationsübergreifend vor allem gesundheitsfördernde Sport- und Fitnessangebote bieten können“, so der Sportbotschafter Philipp Boy, der den Sportpark mitentwickelte. Zustimmung kommt auch von Michaela Schulte, Fachbereichsleiterin für Sport: „Solche Sportangebote am Gleisdreieck kann der Bezirk nur begrüßen, der Bedarf an modernen Sportstätten für alle ist riesengroß.“

Sportkurse mit Philipp Boy

Sportliche Höchstleistungen im neuen Sportpark am Gleisdreieck. | Foto: BERLINboxx

Mit B-Part Sports soll ein umfangreicheres Sportangebot im Park am Gleisdreieck entstehen. Ex-Olympionike Philipp Boy kündigte an, selbst Kurse anzubieten: „Ich freue mich sehr, gemeinsam mit dem B-Part Am Gleisdreieck hier im Herzen von Berlin einen aktiven Lebensstil zu ermöglichen und den Park für die Menschen dieser Stadt mitgestalten zu können. Ich möchte Menschen durch Sport zusammenbringen und ein aktives Miteinander fördern. Daher war es mir besonders wichtig, unterschiedliche Kurse für alle Alters- und Fitnessgruppen anzubieten.“ So können Interessierte bereits am Samstag erstmals gemeinsam mit Philipp Boy trainieren.

B-Part Am Gleisdreieck als Einladung

B-Part Sports ist eingebettet in das Gesamtkonzept von B-Part Am Gleisdreieck. Auf ca. 1.000 Quadratmetern bietet das Pionierprojekt ein öffentliches Café, zahlreiche Coworking-Arbeitsplätze sowie Multifunktionsräume für Kunstausstellungen und Events. Neben dieser „Hardware“ beherbergt das B-Part mit dem Urban Ideation Lab auch eine einzigartige „Software“: Das Lab bietet sechs kostenfreie, kuratierte Arbeitsplätze zur Erforschung zukunftsorientierter Ideen und Lösungen für ein lebenswertes Stadtquartier.

Eröffnung des B-Part Sports

„Die Urbane Mitte Am Gleisdreieck ist ein generationsübergreifender und lebendiger Begegnungsort. Das ist unser Kompass – daran lassen wir uns messen“, so Marc F. Kimmich, COPRO CEO. | Foto: BERLINboxx

B-Part Sports ist eine weitere Handreichung an alle, sich einzubringen und mitzugestalten: Sport für das verbindende Miteinander. Ähnlich wie das B-Part Am Gleisdreieck ist auch B-Part Sports aus einem modularen Bausystem entstanden und kann flexibel umgestaltet und relokalisiert werden, erklärt Boy.

Stadtquartier mit sozialer Verantwortung

Seit März 2019 bietet das B-Part Am Gleisdreieck mitten im Park Raum für alle, die Lösungen über das Arbeiten der Zukunft, neue Mobilität und urbane Gemeinschaften unter einem Dach diskutieren und entwickeln möchten. Als Labor für das Stadtquartier von Morgen ist das B-Part schon jetzt, was die Urbane Mitte Am Gleisdreieck einmal werden soll: ein generationsübergreifender und lebendiger Begegnungsort.

„Das B-Part soll den Menschen unsere Vision für ein ressourcenschonendes und zukunftsweisendes, offenes und vielseitiges Stadtquartier präsentieren“, so Marc F. Kimmich. „Die Urbane Mitte Am Gleisdreieck wird harmonisch alle Aspekte des künftigen Lebens und Arbeitens miteinander vereinen: Kunst- und Kulturprojekte, geförderte Flächen für lokale Manufakturen, generationsübergreifende soziale Einrichtungen sowie Angebote zur neuen Mobilität und Arbeiten der Zukunft schaffen einen innovativen und interkulturellen Begegnungsort.“

Weitere Informationen:

Bereits am kommenden Samstag, 25. Januar 2020, bietet Philipp Boy zwei kostenfreie Trainingseinheiten für Interessierte an. Von 13 bis 14 Uhr für Anfänger und von 15 bis 16 Uhr für Fortgeschrittene. Ab dem 01. Februar 2020 ist B-Part Sports für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Geführte Kurse, zum Beispiel mit Philipp Boy, sind über www.bpart.berlin buchbar.

B-Part Am Gleisdreieck / B-Part Sports
Luckenwalder Str. 6b, 10963 Berlin
E-Mail: info@bpart.berlin
Website: www.bpart.berlin

 

Champions Gala 2019: Elena Krawzow, Patrick Hausding, Urs Fischer und der 1. FC Union sind die CHAMPIONS des Jahres

Die Sportmetropole feiert ihre Besten – und der Aufsteiger des Jahres hat bei der CHAMPIONS-GALA 2019 gleich doppelt Grund zum Jubeln. Die Berlinerinnen und Berliner kürten gemeinsam mit den Hauptstadt-Medien die Fußballer des 1. FC Union zur Mannschaft des Jahres und Trainer Urs Fischer zum Trainer des Jahres. Vor über 2.000 Gästen in der Estrel Convention Hall wurden zudem Para-Schwimmerin Elena Krawzow und Wasserspringer Patrick Hausding als Sportlerin und Sportler des Jahres 2019 mit den goldenen CHAMPIONS-Bären ausgezeichnet.  

Die glamouröse Gala im Estrel stand unter dem Motto „Olympia Tokio 2020“. Durch den exklusiven CHAMPIONS-Abend führten die Moderatoren Silke Beickert und Matthias Killing. Der beliebte Publikumspreis der Hauptstadt-Medien wird seit 1979 verliehen. Zu feiern gab es auch 2019 jede Menge: Berlins Athletinnen und Athleten räumten allein in den ersten elf Monaten des Jahres über 50 Medaillen (20 x Gold, 18 x Silber, 14 Bronze) bei Welt- und Europameisterschaften ab. Zudem triumphierten zahlreiche weitere Sportler und Top-Teams aus der Hauptstadt bei Wettbewerben rund um den Globus und in ihren nationalen Meisterschaften.

Gratulation an Elena Krawzow: Spielbank Geschäftsführer und seine Frau Corinna Wilhelm (r.). Foto: Business Network

Weltrekord-Schwimmerin Elena Krawzow Berlins Sportlerin des Jahres 2019: Spielbank Berlin gratuliert

Weltrekord, Weltmeisterin, CHAMPION 2019 – was für ein Jahr für Elena Krawzow! Die 25-jährige Para-Schwimmerin verbesserte in diesem Jahr bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften den Weltrekord über 100 Meter, und bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in London gewann Elena Krawzow auf ihrer Paradestrecke den WM-Titel. Die schnelle Berlinerin siegte über 100 Meter Brust in 1:13,62 Minuten und triumphierte dabei mit der schnellsten je bei Titelkämpfen geschwommenen Zeit.

Stolz auf ihren Champion Elena Krawzow: Die Führungsriege der Spielbank Berlin (v.l.n.r.) Direktor Hans Hansen und die Geschäftsführer Gerhard Wilhelm und Marcel Langner. Foto: Business Network

„Sportlerin des Jahres. Wahnsinn“, jubelte Elena Krawzow. „Besonders toll ist es, dass wir Para-Sportler nicht in einer Extra-Kategorie gewählt werden. Wir sind nicht Behinderten-Sportler, wir sind Sportler mit Behinderung.“

Freude auch bei der Spielbank Berlin über die Auszeichnung der Sportlerin. „Wir gratulieren Ausnahmeathletin Elena Krawzow zu dieser erneuten Auszeichnung“, so Spielbank-Geschäftsführer Gerhard Wilhelm. „Es ist uns eine große Ehre, diese besondere Sportlerin auf ihrem Weg zu den Paralympics 2020 in Tokio zu begleiten. Wir drücken Elena Krawzow die Daumen und sind uns sicher, dass sie auch in Zukunft viele Erfolge im Schwimmsport bescheren wird.“

Marcel Langner, Geschäftsführer der Spielbank Berlin, schließt sich den Gratulanten an. Foto: Business Network

Bei Elena Krawzow war in ihrem siebten Lebensjahr die Erberkrankung Morbus Stargardt ausgebrochen, die die Sehfähigkeit stark einschränkt und langfristig zur Erblindung führt.

Auf den zweiten Platz der CHAMPIONS-Wahl sprintet Berlins schnellste Frau: Lisa Marie Kwayie. Die Deutsche Hallenmeisterin (60 m) zog ins WM-Halbfinale über 200 Meter ein und sicherte sich mit der deutschen Sprintstaffel die Bronze-Medaille bei den World Relays. Platz drei geht an BMX-Freestylerin Lara Lessmann, die Silber bei der Europameisterschaft gewann.

Hausding feiert dritten CHAMPIONS-Titel: „Das gibt mir richtig Rückenwind fürs Olympia-Jahr 2020!“

Alle guten Dinge sind drei. Nach seinen Siegen 2010 und 2017 ist Patrick Hausding zum dritten Mal Berlins Sportler des Jahres. 2019 triumphierte der Weltklasse-Wasserspringer bei der EM in Kiew gleich zweimal. Er siegte vom 1-m-Brett und im Team. Der Sprung in die Geschichtsbücher war dem gebürtigen Lichtenberger zuvor längst gelungen. Zwei Olympia-, vier WM- und sensationelle 33 EM-Medaillen hat der Rekord-Europameister schon gesammelt. 2016 in Rio sicherte sich „Mr. Wasserspringen“ als erster deutscher Wasserspringer nach 104 Jahren mit Bronze eine olympische Einzelmedaille vom 3-m-Brett. Sein nächstes Ziel: Tokio 2020. Olympia-Gold fehlt noch in seiner großartigen Medaillen-Sammlung. „Ich freue mich riesig, dass mich die Berlinerinnen und Berliner und die Sportjournalisten zum dritten Mal zum Sportler des Jahres gewählt haben“, sagte Patrick Hausding. „In Berlin ist die Konkurrenz verdammt groß. Dass ich da als Wasserspringer wieder ganz vorn mit dabei bin, macht mich sehr stolz. Die Auszeichnung gibt mir richtig Rückenwind fürs Olympia-Jahr 2020.“ CHAMPIONS-Platz zwei hinter dem 30-jährigen Hausding geht an den zehn Jahre jüngeren Kanuten Jacob Schopf, der im Zweier-Kajak Weltmeister wurde. Den dritten Platz sichert sich Para-Leichtathlet Ali Lacin, der bei der WM in Dubai die Bronzemedaille im Sprint über 200 Meter gewann.

„Mannschaft des Jahres“ und „Trainer des Jahres“ – 1. FC Union räumt doppelt ab

Zum zweiten Mal nach 2001 ist der 1. FC Union Berlin die Mannschaft des Jahres. Damals sicherte sich der Klub den beliebten Preis der Berliner Medien nach dem sensationellen Einzug als Drittligist ins DFB-Pokalfinale (0:2 gegen Schalke 04). Und diesmal führte nach dem ersehnten ersten Aufstieg in die Bundesliga kein Weg am 1. FC Union vorbei. Das Team gewinnt die CHAMPIONS-Wahl mit dem Rekordergebnis von 35,27 Prozent der Stimmen. Die BR Volleys, die 2019 den siebten Meistertitel in den vergangenen acht Jahren feierten, folgen auf dem zweiten Platz. CHAMPIONS-Vorjahressieger Alba Berlin sicherte sich Rang drei. Den Basketballern gelang mit dem Einzug ins Eurocup-Finale einer der größten Erfolge ihrer Vereinsgeschichte.

Berlins Trainer des Jahres trainiert die Mannschaft des Jahres: Urs Fischer war im Sommer 2018 nach Köpenick gewechselt und führte Union auf Anhieb erstmals in die Bundesliga. Die Top 3 der CHAMPIONS-Trainerwahl komplettieren Meister-Coach Cedric Enard von den BR Volleys und Wasserball-Legende Hagen Stamm von den Wasserfreunden Spandau 04. Neben dem seit Jahrzehnten erfolgreichen Männer-Team, das in diesem Jahr in der Liga triumphierte, hoben die Spandauer auch ein Frauen-Team aus der Taufe. Und die Wasserballerinnen, von denen viele bis vor kurzem noch Schwimmerinnen oder Handballerinnen waren, gewannen gleich im Premieren-Jahr den Meistertitel und den Supercup.

„Diese Auszeichnung wird einen ganz besonderen Platz bei uns in der Kabine bekommen“

Urs Fischer und der Großteil des Teams konnten die Auszeichnungen nicht persönlich entgegennehmen. Während im Estrel gefeiert wurde, befand sich das Bundesliga-Team im Zug – auf der Rückreise vom Spiel in Paderborn. Mannschaft und Trainer grüßten die Gäste der CHAMPIONS-Gala per Videobotschaft. „Vielen, vielen Dank für die tolle Unterstützung. Es ist eine Riesen-Ehre für uns, Mannschaft des Jahres geworden zu sein. Leider können wir nicht da sein“, sagte Union-Kapitän Christopher Trimmel. „Diese Auszeichnung wird einen ganz besonderen Platz bei uns in der Kabine bekommen.“ Auch Trimmels Trainer freute sich „unheimlich“ über den Goldenen Bären. „Hallo zusammen! Liebe Grüße nach Berlin! Herzlichen Dank für diese tolle Auszeichnung“, sagte Urs Fischer. „Ich allein hätte das nicht schaffen können. Daher auch Dank an meine Leute, an den Klub. Alle haben dazu beigetragen, dass ich diese Trophäe in den Händen halten darf.“

Sonderpreise für Mustapha El Ouartassy und Berlins Sportwochenende der Superlative

Die große Bühne gehörte an diesem Abend nicht nur den CHAMPIONS 2019. Auf Initiative der Spielbank Berlin wurde Mustapha El Ouartassy mit dem Manfred von Richthofen-Solidaritätspreis ausgezeichnet. Der Marokkaner kam 2017 als Flüchtling über Spanien nach Deutschland und fand beim VfL Fortuna Mahrzahn eine neue sportliche Heimat. Der leidenschaftliche Läufer wurde beim Berlin-Marathon 2019, seinem zweiten Marathon überhaupt, als 26. schnellster Berliner. Zudem ließ sich Mustapha El Ouartassy mit weiteren Flüchtlingen vom Landessportbund Berlin zum Übungsleiter ausbilden. Mittlerweile trainiert er selbst Läufer im Verein. Fortuna-Vorsitzende Doris Nabrowsky: „Mustapha ist für viele Flüchtlingssportler und Migranten ein großes Vorbild geworden.“

Der Manfred von Richthofen Solidaritätspreis wird seit 2014 jährlich im Rahmen der CHAMPIONS-Gala verliehen. Über die Vergabe des Preises entscheidet eine Jury. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis soll in Not geratenen Sportlern und Vereinen helfen und wird gestiftet von der Spielbank Berlin, an der Manfred von Richthofen seit ihrer Gründung 1975 beteiligt war. Der Preis erinnert an den ehemaligen Hockeyspieler und großen Sportfunktionär Manfred von Richthofen. In allen Funktionen als Sportfunktionär – Präsident des Landessportbundes Berlin, Präsident des Deutschen Sportbundes oder als Ehrenpräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes – galt seine Aufmerksamkeit auch den Sportarten und Sportlern, die nicht so sehr im Rampenlicht stehen. Besonders den Breitensport förderte er, wo er konnte. Dafür nutzte Manfred von Richthofen auch die Spielbank Berlin, zu deren Gründungsgesellschaftern er gehörte. Er sorgte immer dafür, dass beachtliche Teile des Erlöses in die Sportförderung flossen.

Unvergessliches Sport-Wochenende in Berlin

Für ein unvergessliches Sport-Wochenende in Berlin wurden „Die Finals – Berlin 2019“ geehrt. Am 3. und 4. August 2019 verwandelten zehn zeitgleich ausgetragene Meisterschaften (Bahnradsport, Bogensport, Boxen, Kanu, Leichtathletik, Moderner Fünfkampf, Schwimmen, Trial, Triathlon und Turnen) die Hauptstadt in eine gigantische Sportarena. ARD und ZDF übertrugen fast 20 Stunden live. Den von defendo präsentierten Sonderpreis der Sportmetropole nahmen stellvertretend für alle „Finals-Macher“ Andreas Geisel, Senator für Inneres und Sport, sowie Katrin Günther, Programmbereichsleiterin Service und Sport des rbb, Andrea Halte, ZDF-Redaktionsleiterin „Sport täglich“, entgegen. (red)

Promillegrenzen, Gehwegfahren und Co.: Was ist auf dem E-Scooter erlaubt?

Sie haben in Windeseile die Innenstädte erobert: E-Scooter. Während viele gern auf kurzen Strecken mit den praktischen Rollern cruisen, sind die neuen Leih-Scooter noch mehr Verkehrsteilnehmern ein Dorn im Auge. Und kein Wunder – erhöhte Unfallgefahr, unklare oder bewusst ignorierte Verkehrsregeln und ungenügende Abstellplätze machen die E-Scooter oft zum Ärgernis. Immer wieder werden von der Polizei alkoholisierte Fahrer gestoppt, aktuell wird über eine Null Promille Grenze diskutiert. Schon jetzt bietet der Gesetzgeber klare Vorgaben für Rollerfahrer.

E-Scooter sind Kraftfahrzeuge

Erst seit Mitte Juni sind die E-Scooter auf deutschen Straßen erlaubt – und dennoch längst zum regelrechten Trendfahrzeug geworden. Nicht nur die ungenügende Infrastruktur, sondern auch Nutzer, die Verkehrsregeln missachten, sorgen dabei immer wieder für Probleme. In der Praxis werden die Scooter oft auf dem Fußgängerweg gefahren. Das ist jedoch eindeutig untersagt: Die maximal 20 km/h schnellen Roller sind lediglich auf dem Fahrradweg oder alternativ auf der Fahrbahn zugelassen. Auf geteilten Rad- und Fußwegen haben zu Fuß gehende gegenüber Rollern den absoluten Vorrang. Wer auf einem E-Scooter unterwegs ist, muss also die eigene Geschwindigkeit und Fahrweise so anpassen, dass es zu keiner Gefährdung oder Behinderung von Fußgängern kommt. Grundsätzlich wird kein Führerschein gefordert, der Fahrer muss aber mindestens 14 Jahre alt sein.

Bußgeld und Geldstrafen drohen

Beim E-Scooter gelten ähnliche Vorschriften und Strafbemessungen wie beim Fahrrad: Fahren auf dem Gehweg kostet 15 Euro, Fahren über eine rote Ampel ab 60 Euro aufwärts. Richtig teuer wird es bei Trunkenheit auf dem Roller: Ab 0,5 Promille sieht der Bußgeldkatalog 500 Euro Geldbuße, 2 Punkte in Flensburg und ein Monat Fahrverbot vor – bei Wiederholungstätern erhöhen sich die Raten drastisch. Schon unter dieser Grenze drohen allerdings Sanktionen:

„Bei E-Scootern handelt es sich rechtlich gesehen um Kleinkrafträder – Fahrten unter Alkohol und Drogeneinfluss können darum ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen. In der Probezeit oder unter 21 Jahren gilt eine 0,0 Promillegrenze für E-Scooterfahrer, für alle anderen kann es sich schon bei einer Fahrt ab 0,3 Promille um eine Straftat handeln.“, erklärte hierzu Achim H. Feiertag, Fachanwalt für Verkehrsrecht.

Wer mit 0,3 Promille auffällig wird, kassiert bis zu 3 Punkte in Flensburg sowie Freiheits- und Geldstrafen. Gleiches droht in jedem Fall, wenn man sich mit 1,1 Promille erwischen lässt.

Übrigens: Auch Nebeneinanderfahren (15 Euro), freihändiges Fahren oder zu zweit auf einem Roller fahren (je 10 Euro) ist nicht erlaubt.

Verbotszonen für Roller

Nicht nur über Strafen, sondern auch mithilfe der Technik sollen Rollerfahrer zu rücksichtsvollerem Verhalten angehalten werden. Berlin hat schon seit August Verbotszonen für E-Roller aufgestellt. In diesen Zonen ist unter anderem die Parkfunktion in der App blockiert. Auf dem Gehweg dürfen die Leihgeräte nicht mehr abgestellt werden, Grünflächen sind ebenfalls tabu. Stattdessen sollen in Zukunft speziell ausgewiesene Abstellflächen hinzukommen. Das soll auch die Akzeptanz für die Roller erhöhen – E-Scooter bleiben weiterhin in der Kritik. Neben häufigen Unfällen werden vor allem die Abstellgewohnheiten der Nutzer ein Problem in Innenstädten. Den Gehweg blockierende Roller sind nicht nur störend für Passanten, sondern werden für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Sehbehinderung zum echten Sicherheitsrisiko. (red)

Hinweis: Die Bildunterschrift und den Fotocredit des ersten Bildes können Sie sehen, wenn Sie daraufklicken.

Neues Stadion für Hertha BSC: die ewige Suche nach einem passenden Grundstück

Am Rande des Olympiaparks, auf dem Gelände des Flughafen Tegel, auf dem zentrale Festplatz – der Fußballverein Hertha BSC wird bei seiner Suche nach einem Grundstück für ein neues Stadion nicht müde. Doch auch bei dem zentralen Festplatz im Norden von Berlin als Standort scheinen die Gegenargumente zu überwiegen.

Ausweichplan: Zentraler Festplatz

Nachdem die Pläne von Hertha BSC, am Rand des Olympiaparks eine Arena zu bauen, vorerst gescheitert sind, hatte die Landesregierung vier mögliche Alternativen für ein neues Stadion prüfen lassen. Die Mieter einer kleinen Genossenschafts-Siedlung wollten dem Bauprojekt nicht weichen.

Von den vier Alternativen liegen drei auf dem Gelände des heutigen Flughafens Berlin-Tegel (westlich der Landebahn, auf der Landebahn nahe dem TXL-Terminal und auf dem nördlichen Rollfeld in der Nähe des Flughafensees) und eines auf dem zentralen Festplatz. Die Senatsverwaltung prüft die Standorte seit Mitte September. An den Gesprächen sind sowohl die landeseigene Tegel Projekt GmbH, die fachlich zuständigen Senatsverwaltungen und der Profiverein selbst beteiligt.

Neues Stadion für Hertha BSC: noch ist alles offen

Ob es dem Berliner Senat jedoch gelingt, Hertha BSC am Flughafen Tegel ein Grundstück für die gewünschte neue Fußballarena zu ermöglichen, ist nach wie vor offen. Denn statt ursprünglich bis Ende Oktober wird jetzt doch länger geprüft. „Das war nicht Thema in der Staatssekretärskonferenz“, sagte Senatssprecherin Claudia Sünder am Dienstag gegenüber der Berliner Zeitung. „Aber es gab eine interne Runde, die sich mit dem Thema befasst hat. Das ist aber noch kein Anlass für öffentliche Mitteilungen.“ Bisher wurde nur bekannt, dass die Verhandlungen „konstruktiv“ verliefen, aber noch kein Ergebnis vorliege. Auch die nach Bericht des Bild-Zeitung bevorzugte Variante „Zentraler Festplatz“ östlich der Stadtautobahn A111 wurde von Seiten des Berliner Senats bisher nicht bestätigt.

Uneinigkeit bei der Eignung

Zwischen dem Profiverein Hertha BSC und dem Berliner Senat herrscht noch Uneinigkeit über die Eignung des zentralen Festplatzes. Der Bundesligaverein ist bisher der Ansicht, dass dieses Grundstück für das geplante Stadion einschließlich der notwendigen Infrastruktur zu klein sei. Entsprechende Sportexperten der rot-rot-grünen Regierung sind an diesem Punkt anderer Meinung.

Unabhängig davon hat der Standort Tegel ein generelles Problem: Es gibt nur eine mangelhafte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Zudem sind die Flächen auf dem heutigen Flughafen Tegel (TXL), der im nächsten Herbst stillgelegt werden und zu einem Wissenschafts- und Industriepark plus Wohnquartier entwickelt werden soll, weitgehend verplant. Soll hier noch ein Stadion entstehen, müssten weit vorangeschrittene Bebauungspläne korrigiert werden.

Wohin mit den Schaustellern?

Eine weitere Frage: Was passiert mit Schaustellern? Bisher wurde der zentrale Festplatz für verschiedene Volksfeste und andere Veranstaltungen genutzt. Diese wären dann nicht mehr möglich und die Schausteller müssten weichen. Hinzukommt: Auch zu diesen Anlässen gab es immer wieder Überlastungen des öffentlichen Nahverkehrs. (aw)

10. Saisonauftakt Sportmetropole Berlin

Zum Saisonauftakt der Sportmetropole Berlin wurde gestern gleich doppelt gefeiert. Bereits zum zehnten Mal kamen in der Verti Music Hall die Entscheider des Berliner Sports, der Wirtschaft, der Politik und der Kunst zusammen. Mit dabei der große Unterstützer des Berliner Sports, die Spielbank Berlin. Der Abend war geprägt durch offene Gespräche und angeregten Austausch.

Sportmetropole Berlin feiert Jubiläum

Beim zehnten Jubiläum des Saisonauftakts der Sportmetropole Berlin waren auch in diesem Jahr Nachwuchsarbeit und Talentförderung große Themen. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Sport-Staatssekretär Aleksander Dzembritzki.

Sportmetropole Berlin

Aleksander Dzembritzki, Staatssekretär für Sport in Berlin (r.) und Gerhard Wilhelm, Sprecher der Geschäftsführung der Spielbank Berlin (l.) Die Spielbank Berlin unterstützt traditionell den Berliner Sport | Foto: BERLINboxx

Mit dabei waren auch wieder die sechs Berliner Proficlubs der Hauptstadt: Hertha BSC, ALBA Berlin, die Berlin Recycling Volleys, die Eisbären Berlin, die Füchse Berlin und 1. FC Union Berlin – zusammen mit ihren Maskottchen.

An der Spitze bleiben

So lautet das Motto der „Initiative Sportmetropole Berlin“. Damit Berlin als Stadt des Spitzensports auch zukünftig auf Weltniveau bleibt, wurde die Initiative 2009 gegründet. Sie vermarktet die deutsche Hauptstadt national und international als DIE Metropole für den Sport. In dieser deutschlandweit einmaligen Kooperation haben sich die wichtigen Entscheider des Berliner Sports und der Wirtschaft zusammengeschlossen: Berlins Spitzenvereine und größten Sportstätten, der Olympiastützpunkt Berlin, der Landessportbund e.V., der BERLIN-MARATHON, die Senatsverwaltung für Inneres und Sport, die IHK,  Berlin Partner, sowie visitBerlin, das die Aktivitäten der Initiative zudem zentral koordiniert.

Ziel des Zusammenschlusses ist es, das breite Spektrum sportlicher Veranstaltungen auf Spitzenniveau im In- und Ausland zu bewerben und somit die Kraft des Sports im Berlin-Marketing zu nutzen. Insbesondere die Besucher bei sportlichen Großevents von nationalem und internationalem Rang sowie von Spielen der Proficlubs sollen dadurch weiter gesteigert werden.

Und erfolgreiche sportliche Großveranstaltungen wie die Finals, die Leichtathletik-EM 2018, der BMW Berlin Marathon, das Berliner Sechstagerennen „Sixday Berlin“, das internationale Leichtathletik-Fest „ISTAF Berlin“ oder das DFB-Pokal-Finale, das seit 1985 in der Hauptstadt ausgetragen wird, zeigen das Berlin tatsächlich die Hauptstadt für den Sport ist.(red)

Die Partner der Initiative Sportmetropole Berlin:

  • Proficlubs: FC Union Berlin, ALBA Berlin, Berlin Recycling Volleys, Eisbären Berlin, Füchse Berlin, Hertha BSC
  • Sportarenen: Max-Schmeling-Halle, Mercedes-Benz-Arena, Olympiastadion Berlin, Stadion an der Alten Försterei, Velodrom
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Spielbank Berlin lädt zum Derby-Pokal der Steher

Am vergangenen Sonntag kamen auf der Trabrennbahn Mariendorf wieder viele Trabrennsport-Begeisterte zusammen. Diesmal hatte die Spielbank Berlin zum „Derby-Pokal der Steher“ geladen.

Die Sieger

Als Sieger aus dem Rennen der Spielbank Berlin ging der 5-jährige braune Wallach TIMBERLAKE DIAMANT im Besitz von Stall MS Diamanten hervor. Im Sulky, dem einachsiges Pferdefuhrwerk, saß Siegfahrer Gerhard Biendl aus München.

Der Sieger des Derby-Pokals der Steher

Der Sieger TIMBERLAKE DIAMANT mit Siegfahrer Gerhard Biendl | Foto: Trabrennbahn Mariendorf

Den zweiten Platz besetzte Fahrer Thomas Panschow hinter dem aus Schweden stammenden KOBRA HALERYD. Als Dritter ins Ziel trabte TOSCANINI DIAMANT mit Michael Nimczyk im Sulky.

Das ganze Spektakel vollzog sich unter den strengen Augen des Vorsitzenden der Rennleitung Stefan Spieß.

Trabrennbahn Mariendorf – ein historischer Ort

Die 1913 eröffnete Trabrennbahn Mariendorf im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist die älteste bestehende Sportstätte Berlins und eng mit der Geschichte der Hauptstadt verbunden. Sie ist Austragungsort vom Deutschen Traber-Derby und der Breeders Crown – der wohl wichtigsten Ereignisse des nationalen Sulkysports. In Mariendorf finden jährlich über vierzig Renntage mit etwa 650 Rennen statt. Damit zählt die Trabrennbahn Mariendorf zu erfolgreichsten Trabrennbahnen Deutschlands. (aw)

Berliner Bäder: Dr. Johannes Kleinsorg wird neuer Vorstandsvorsitzender

Der Aufsichtsrat der Berliner Bäder-Betriebe (BBB) hat seinen Vorstandsvorsitz neu besetzt. Ab dem 1. September 2019 wird Dr. Johannes Kleinsorg die Berliner Bäder als Vorstandsvorsitzender leiten. Damit übernimmt er die Nachfolge von Andreas Scholz-Fleischmann, der den Vorstandsvorsitz der Anstalt des öffentlichen Rechts bis zum 14.04.2019 innehatte.

Von Göttingen über Leipzig nach Berlin

Dr. Johannis Kleinsorg (57) ist in Göttingen geboren. Er studierte Volkswirtschaftslehre, Politologie und Soziologie und war seit 1998 in der Energiewirtschaft tätig. Zuletzt war er von 2014 bis 2019 als Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Leipzig GmbH.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Berliner Bäder-Betriebe, der Senator für Inneres und Sport, Andreas Geisel, sagte bei der Vorstellung des neuen Bäderchefs: „Dr. Kleinsorg hat vielfältige Erfahrungen im Managementbereich und ist mit den nachgewiesenen Vorstandsqualitäten in mehreren großen Unternehmen eine ausgezeichnete Wahl. Die Berliner Bäder Betriebe sind für unsere Stadt von enormer Bedeutung. Wir wollen sie noch leistungsfähiger, noch verlässlicher und noch gästefreundlicher machen. Das sind große Aufgaben, für deren Erfüllung ich dem neuen Vorstandsvorsitzenden viel Erfolg wünsche.“

Dank an den Vorgänger

Zudem bedankte sich Innensenator Andreas Geisel bei der Ernennung bei Andreas Scholz-Fleischmann, der die BBB seit April 2016 geführt hatte und nun altersbedingt ausgeschieden ist. Der Dank des Sportsenators ging auch an Annette Siering, Vorständin der Berliner Bäder-Betriebe. Denn sie hatte nach der Abberufung von Andreas Scholz-Fleischmann die Berliner Bäder-Betriebe übergangsweise allein geleitet.

Gemeinsam mit Annette Siering wird Dr. Johannes Kleinsorg gleichzeitig die Geschäftsführung der BBB Infrastruktur-Verwaltungs GmbH, als Eigentümergesellschaft der Bäder übernehmen.

Jetzt müssen nur noch die dringenden Sanierungen der Berliner Bäder vollzogen werden und der Bädespaß kann losgehen. (aw)

 

Internationale Reitstars bei den dritten „Global Jumping“ unter dem Berliner Funkturm

Mit einer Dotierung von einer Million Euro lockte am vergangen Wochenende zum dritten Mal das Global Jumping Berlin zahlreiche Topreiter in den Sommergarten der Messe Berlin.

Topreiter mit VIP-Status beim Global Jumping

Angefeuert von insgesamt ca. 15.500 Berlinern lieferten sich in diesem Jahr 22 der besten 50 Springreiter an drei Tagen spannende Wettkämpfe vor der stilisierten Kulisse des Brandenburger Tores. Der wohl prominenteste Gast dürfte dabei Microsoft-Chef Bill Gates gewesen sein, der seiner Tochter Jennifer die Daumen drückte, die ebenfalls am Start war.

Reitstars aus der ganzen Welt

Der bekannteste deutsche Topreiter Ludger Beerbaum, viermaliger Olympiasieger aus Rieseneck, sicherte sich den zweiten Platz beim Großen Preis mit dem Wallach Cool Feeling und musste sich nur Dani G. Waldmann (Israel), eine der wenigen Frauen im Reitspitzensport, mit Lizziemary geschlagen geben.

Global Jumping Italiener Alberto Zorzi mit Cinsey

Italiener Alberto Zorzi mit Cinsey setzt sich gegen seinen Rivalen beim Championat der Deutschen Kreditbank durch. | Foto: BERLINboxx

Den Abschluss der Veranstaltung am gestrigen Sonntag bildete das Championat der Deutschen Kreditbank von Berlin. Im Stechen setzte sich der Italiener Alberto Zorzi mit Cinsey durch. Zweiter wurde der Warendorfer Christian Kukuk auf Colestus

Global Jumping - Christian Kukuk auf Colestus

Zweiter beim Championat des DKB wurde der Warendorfer Christian Kukuk auf Colestus. | Foto: BERLINboxx

Zuvor gewann Zorzis Landsmann Emanuele Gaudiano auf Carlotta 232 den Idee Kaffee-Preis. Bester deutsche Champion in diesem Wettbewerb war Christian Ahlmann auf Zampano Z auf Platz sieben.

Global Jumping Idee-Kaffee Preis

Emanuele Gaudiano auf Carlotta 232 gewann den Idee Kaffee-Preis | Foto: BERLINboxx

Christian Ahlmann prägte das Fünf-Sterne-Turnier unter dem Funkturm entscheidend, er gewann im vergangenen Jahr das Championat der Deutschen Kreditbank. Im Premierenjahr 2017 sicherte er sich sowohl beim Grand Prix als auch beim Championat – den beiden Hauptprüfungen des Fünf-Sterne-Turniers den Sieg.

Im kommenden Jahr geht das Turnier unter Organisator Volker Wulff wenige Wochen vor Olympia an gleicher Stelle in die nächste Runde. (cg)