Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate mit International Property Award ausgezeichnet

Im Rahmen eines glamourösen Gala-Dinners im Londoner Savoy Hotel erhielt Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate den International Property Award in der Kategorie „Best Real Estate Consultancy Europe“.

Damit krönt das Berliner Immobilienunternehmen eine langjährige Tradition. Es kann sich in diesem Jahr über die höchste Auszeichnung, die Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate bisher erhalten hat, freuen. Die International Property Awards richten sich an Unternehmen, die in allen Bereichen der Immobilienbranche tätig sind. Eine Auszeichnungen mit einem der International Property Award ist ein weltweit renommiertes Gütesiegel und wird nur den erfolgreichsten Branchenführer zuteil.

Immobilienvermittlung on a new level

„Unser Ziel ist es, Immobilienvermittlung auf ein ganz neues Niveau zu heben“, sagt Carsten Heinrich, CEO von Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate. „Daher sind wir äußerst stolz darüber, dass unsere Bemühungen durch einen solch bedeutenden Award gewürdigt werden.“

Im Fokus von Rubina Real Estate stehen nicht nur Käufer und Investoren aus Deutschland, sondern insbesondere auch Anleger aus China, Indien und dem Nahen Osten. Das Unternehmen verfügt über eine besondere Branchenkompetenz im Wohnungssektor. Des Weiteren tritt es als Berater für Banken, Kreditgeber und Projektentwickler auf. Im Frühjahr 2018 ist das Unternehmen eine Kooperation mit dem US-Branchenprimus Berkshire Hathaway HomeServices eingegangen und firmiert seither als Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate.

Mehrfacher Preisträger

Rubina ist mehrfacher Preisträger der renommierten International Property Awards, die jeden Herbst in London verliehen werden. In den vergangengen Jahren wurde das Unternehmen  in den Kategorien Real Estate Agency Germany und Property Consultancy Germany ausgezeichnet. Darüber hinaus wurden ihm die Awards Best Real Estate Agency Marketing Europe und Best Property Consultancy Marketing Europe verliehen. (red)

Hochhäuser am Kurfürstendamm durch Baukollegium abgelehnt

Der österreichische Karstadteigner René Benko hat Großes mit der City West vor. Sein Unternehmen Signa Real Estate plant, aus dem Karstadtgebäude am Kurfürstendamm und den angrenzenden Gebäuden ein Stadtquartier zu machen. Vorgesehen sind drei Hochhäuser mit einer Höhe von 100 bis 150 Metern. Signa stellte nun die Pläne erstmals im Baukollegium von Senatsbaudirektorin Regula Lüscher vor. Die lehnte das Vorhaben in der jetzigen Form jedoch ab. „Städtebaulich müssen wir sagen: so nicht“, sagte Lüscher nach der Beratung des Kollegiums.

Das ursprüngliche Konzept sah eine Bebauung des Areals zwischen Kurfürstendamm, Ranke- und Augsburger Straße mit einer Nutzung überwiegend als Shopping-Mall vor. Die Idee eines Einkaufscenters wurde aber mittlerweile verworfen. Statt einer Shopping-Mall will Signa nun ein ganzes Quartier mit einer Mischnutzung aus Büro, Handel, Hotel, Handel, Gesundheit, Fitness, Kultur und einem kleinen Wohnanteil  entwickeln. Wohnungen sollen allerdings nicht in den Hochhäusern,  sondern im denkmalgeschützten Agrippina-Haus an der Rankestraße, realisiert werden.

Fünf verschiedene Varianten

Dafür stellte Signa dem Baukollegium  fünf verschiedene Varianten einer möglichen Bebauung vor. Zwei davon sahen drei Hochhäuser vor, drei Varianten schlugen nur zwei Hochhäuser in verschiedenen Höhen vor.

Die durch Signa favorisierte Variante sind drei Türmen in einer Höhe von 100, 120 und 150 Metern. Die Sockelgeschosse sollen in einer  Gebäudehöhe von 22 Metern entstehen, die Planung sieht außerdem eine Verbindung der Türme durch eine durchgängige öffentliche Terrasse vor. Signa plant, für das Projekt eine knappe Milliarde Euro zu investieren. Die Bauphase wird für drei bis fünf Jahre veranschlagt.

Baukollegium fordert eine ganzheitliche Herangehensweise

Senatsbaudirektorin Lüscher lehnt Hochhäuser nicht per se ab, fordert jedoch eine Gesamtbetrachtung der City West: „Wir haben große Bedenken, ausgerechnet an diesem relativ intakten Block direkt am Kurfürstendamm mit Hochhäusern zu beginnen“, so Lüscher. „Für Hochhäuser braucht es nach Meinung des Kollegiums zudem eine politische Willensbildung.“ Signa zeigt Bereitschaft zum Kompromiss und will nachbessern.

Die Diskussion um eine adäquate Entwicklung des Kurfürstendamms hat gerade erst begonnen. Senatsbaudirektorin Lüscher kündigte für Ende nächsten Jahres den lange erwarteten Hochhausentwicklungsplan für Berlin an. Den hatte das Berliner Abgeordnetenhaus bereits im April 2017 beauftragt. (red)

Jüdisches Lichterfest Chanukka am Brandenburger Tor – Plädoyer für Toleranz und Geschlossenheit.

Mit einem Festakt und im Beisein des Bundespräsidenten, des Regierenden Bürgermeisters und zahlreichen politischen Vertretern aus aller Welt ist am Sonntagabend am Brandenburger Tor das jüdische Chanukka-Fest eingeläutet worden. Rabbiner Yehuda Teichtal entzündete gemeinsam mit Frank-Walter Steinmeier das erste der acht Lichter am Chanukka-Leuchter. Der zehn Meter hohe Leuchter am Brandenburger Tor ist der größte Chanukka-Leuchter Europas.

 

„Um Hass und Feindschaft entgegenzustehen, wollen wir ein Symbol für Toleranz und Freundschaft in die Welt senden. Das ist der Gedanke des Chanukka-Festes“, so Rabbiner Yehuda Teichtal. „Wir wollen mit Chanukka Licht in die Dunkelheit bringen. Mir persönlich bedeutet es sehr viel, dass diese Botschaft hier in Berlin so viel Unterstützung erfährt. Mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller als Repräsentanten des Bundes und der Berliner Politik haben wir langjährige und treue Partner gefunden, die sich mit uns gemeinsam für diese Ziele einsetzen.“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier | Foto: Dirk Lässig

Vor mehreren hundert Zuhörern rief Frank-Walter Steinmeier zu Toleranz und Geschlossenheit auf: „Die Lichter stehen in unseren beiden Religionen für Hoffnung. Unsere gemeinsame Geschichte kann und darf keinen Schlussstrich kennen, denn Hass und antisemitische Hetze zeigen sich wieder in ganz Europa. Altem und neuem, leisem und stillen Antisemitismus werden wir entschieden entgegentreten.“

Jüdisches Leben ist wieder in Berlin angekommen

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller fügte hinzu: „Der Chanukka-Leuchter hier am Brandenburger Tor ist für mich immer noch etwas ganz Besonderes. Unsere Stadt ist eine friedliche, freie und offene Metropole, die Menschen aus aller Welt einlädt, mit uns hier zu feiern. Jüdisches Leben ist wieder in unserer Stadt angekommen!“

Der größte Chanukka-Leuchter Europas wird entzündet | Foto: Dirk Lässig

Der größte Chanukka-Leuchter Europas wird entzündet | Foto: Dirk Lässig

Langjährige Unterstützung durch die SANUS AG

Für die SANUS AG, die auch in diesem Jahr ihr langjähriges Engagement fortsetzt, ist der gemeinschaftliche Gedanke des Lichterfestes besonders entscheidend. „Wir sind dankbar, dass es wieder ein so vielfältiges jüdisches Leben in unserer Stadt gibt“, so Thomas Klein, Aufsichtsratsvorsitzender der SANUS AG. „Berlin ist eine weltoffene und tolerante Stadt, die vielen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Religion eine Heimat ist. Diese Stadt ist unser Zuhause und wir akzeptieren nicht, dass diese Gemeinschaft durch Hass und Zwietracht entzweit wird!“

 

Chanukka wird weltweit gefeiert

Das jüdische Chanukka, Hanukkah oder auch Lichterfest wird vom 02. Dezember bis zum 10. Dezember 2018 gefeiert. Es findet immer am 25. Tag des jüdischen Monats Kislew statt. Chanukka-Leuchter werden traditionell auch vor dem Weißen Haus in Washington, nahe dem Big Ben in London und auf dem Roten Platz in Moskau aufgestellt.

In Berlin wird das Chanukka-Fest durch das Jüdische Bildungszentrum Chabad ausgerichtet. Die Einrichtung hat es sich zum Ziel gesetzt, als Plattform für Kultur und die Traditionen des Judentums das Leben in Berlin zu bereichern. Dabei ist das Bildungszentrum ein engagierter Dialogpartner für interessierte Bürger. (red)

 

Berlin auf Platz 11 der wichtigsten Technologiestandorte der Welt

Das Immobilienberatungsunternehmen Knight Frank hat die 15 wichtigsten Technologiestandorte der Welt ermittelt. Laut dem Bericht soll die nächste Technologiewelle zwei wichtige Trends vorantreiben: Zum einen würde die Nachfrage des Sektors die Vermietungsmärkte entscheidend mitbestimmen, zum anderen soll sich der Innovationsgedanke der Branche zunehmend auf Unternehmen aus anderen Marktsegmenten übertragen.

Vor diesem Hintergrund müssten Unternehmen vor allem das Ziel verfolgen, die Experten für sich zu gewinnen, die in der Lage sind, das Wachstum anzukurbeln, den technologischen Wandel umzusetzen und zukunftsfähige Organisationen zu etablieren. Dementsprechend ist ein zunehmend wichtiger Aspekt die Identifizierung von Standorten, an denen kreative Talente zusammenkommen. Der Bericht prognostiziert, dass sich Unternehmen an diesen Orten ansiedeln werden, um sich Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Der Knight Frank Tech City Index

Diesen Prozess der Standortidentifikation will der Knight Frank Tech City Index unterstützen. Mit sechs unterschiedlichen Analysekategorien hat das internationale Immobilienberatungsunternehmen Knight Frank die 15 bedeutendsten Technologiestädte ermittelt. Diese Städte stehen ganz oben auf der Liste potenzieller Standorte für diejenigen, die Zugang zu Spezialisten suchen, die in den kommenden fünf Jahren die nächste Technologiewelle vorantreiben und implementieren werden. Diese Städte verfügen über die Arbeitskräfte, die die Unternehmensumwandlung am besten unterstützen können. Berlin schafft es im Ranking auf Platz elf.

Berlin auf Platz 11 – mit Luft nach oben

Es ist nicht verwunderlich, dass Berlin unter den wichtigsten Technologiestandorten weltweit steht. „Die hervorragende Infrastruktur Berlins sowie das stetige Wachstum der Start-up Szene wurden viele Jahre nur als Begleiterscheinung angesehen. Heute sind dies die beiden wichtigsten Kriterien im Gesamtranking“, so Ole Sauer, Managing Partner von Knight Frank und verantwortlich für den Berliner Standort. „Ich bin mir sicher, dass Berlin das Potential für eine Position in den Top 6 hat und dies nicht erst in fünf Jahren, was die ungebremst starke Nachfrage von Tech-Unternehmen zeigt.“

Der Index basiert auf sechs für Technologiestandorte entscheidenden Schlüsselfaktoren: Bildungsinfrastruktur, der Präsenz von Spezialisten, der Start-up-Kultur, dem Tech-basierten Wachstum, der Innovationsfähigkeit und der Smart-City-Infrastruktur.

San Francisco ist Spitzenreiter

Diese Städte stehen sollen vor allem für Unternehmen interessant sein, die einen Zugang zu Innovationstreibern suchen:

01. San Francisco
02. London
03. Singapur
04. New York
05. Boston
06. Los Angeles
07. Amsterdam
08. Tokyo
09. Zürich
10. Seoul
11. Berlin
12. Paris
13. Stockholm
14. Sydney
15. Toronto

Laughing Hearts Jubiläums-Gala 2018: 751.000 EUR für Berliner Heimkinder

Zehn Jahre Laughing Hearts: Zahlreiche Gäste nahmen dieses wichtige Jubiläum zum Anlass, ein großes Herz auf der Laughing Hearts-Spendengala 2018 im Grand Hyatt Berlin zu zeigen. Das Ergebnis war eine beeindruckende Spendensumme! 751.000 EUR kamen für Projekte zusammen, die Kinder und Jugendliche fördern und Chancen eröffnen, die ihnen sonst nicht offen stehen würden.

Hauptsponsor Christoph Gröner, Vorstandsvorsitzender der CG Gruppe AG, unterstützt den 2009 gegründeten Verein als Partner und Beiratsmitglied intensiv und motivierte zahlreiche weitere Sponsoren aus der Wirtschaft. Zu den größten Unterstützern zählen neben Christoph Gröner selbst, Ilmi Viqa, Gründer der AWR Abbruch GmbH, Thomas Jander, Gründer der BSV Spezialtiefbau GmbH, die Berliner Sparkasse und die Schweizer SSN Group. Sämtliche Erlöse kommen den Kindern unmittelbar zugute.

Prominente gaben sich ein Stelldichein

Auch zahlreiche Prominente gaben sich die Ehre. Darunter die britische Sängerin Bonnie Tyler, die Band Culcha Cundela, die Schauspieler Jenny Elvers und Bernhard Bettermann, die Moderatorinnen Annabelle Mandeng und Anastasia Zampounidis, „Let’s Dance“- Star Massimo Sinató, Manuel Cortez mit Partnerin Miyabi Kawai, Boxer Arthur Abraham sowie die beiden Bachelor Leonard Freier und Daniel Völz. Durch den Abend führte mit Rebecca Mir und Patrice Boudedibela erstmals ein Moderatoren-Duo. 

Moderatorin Rebecca Mir und Lets Dance- Star Massimo Sinató | Foto: ©Laughing Hearts/Herold|Photodesign

Jenny Elvers, Schauspielerin | Foto: ©Laughing Hearts/Herold|Photodesign

Jenny Elvers, Schauspielerin | Foto: ©Laughing Hearts/Herold|Photodesign

Rocklegende Bonnie Tyler und Sänger Ben | Foto: ©Laughing Hearts/Herold|Photodesign

Alle Erlöse gehen direkt an den Verein

Christoph Gröner zeigte sich beeindruckt von der Spendenfreudigkeit der Gäste: „Als Förderer des Vereins Laughing Hearts bin ich sehr glücklich über diese so hohe Spendensumme. Kinder und Jugendliche müssen eine Zukunftsperspektive haben, das ist aus meiner Sicht unumstößlich! Dabei geht es um Bildungs- und berufliche Chancen, aber auch um eine glückliche Kindheit und Jugend, die es erst möglich macht, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. Ich bin stolz auf das bisher Erreichte und sicher, dass Laughing Hearts auch in den kommenden Jahren vieles für die Kinder tun kann. Das im Rahmen der Gala gesammelte Geld wird den Verein dabei sehr unterstützen.“

Großzügige Spender für die Wagenburg auf dem Kinderbauernhof Marienhof

Der Unternehmer unterstützte den Verein erst kürzlich bei dem Erwerb des Kinderbauernhofs Marienhof im brandenburgischen Ribbeck. Dort haben hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, ihre Ferien zu verbringen, dabei Spaß zu haben und etwas über Tiere und die Natur zu lernen. Auf dem Marienhof sind sogenannte Wagenburgen geplant, für die auf der Gala ebenfalls mehrere Spender gefunden werden konnten. Diese Wagenburgen bieten Kindern ab 12 Jahren spannende Übernachtungsmöglichkeiten und können auch vermietet werden. Die erzielten Erlöse kommen ebenfalls dem Verein zugute. Unterstützt wurde das Vorhaben durch Andreas Wilhelm, Inhaber der Fincon Group, Michael Tockweiler, CEO der SSN Group, Thomas Jander, BSV Spezialtiefbau, Norbert Ketterer, HFS AG, Steffen Göpel, GRK Holding, Dr. Frank Rodloff, Rolema Rechtsanwälte und Notare, Arthur Kind, Consultia Rechtsanwaltsgesellschaft, Holger Stahl, Dr. Klein Privatkunden AG sowie zahlreiche weitere Gäste. Theo Gorens, Finanzvorstand der SSN Group, ersteigerte im Rahmen der Auktion außerdem einen VW Beetle, der Erlös geht direkt an Laughing Hearts.

v.l.n.r. Dr. Nidal Al-Saadi, Vorstandsvorsitzender Laughing Hearts, Arthur Abraham, Boxer, Maskottchen Heartmut, Daniel Kloss, Vorstand Laughing Hearts, Lars Lange, Gremiumsmitglied Laughing Hearts | Foto: ©Laughing Hearts/Herold|Photodesign

Unterstützung für mehr als 2.200 Heimkinder

„Wirtschaft und Unternehmer haben eine Verpflichtung gegenüber den Schwächeren in unserer Gesellschaft. Daher trete ich dafür ein, dass die Wirtschaft gemeinsam mit der Politik diese Aufgabe annimmt. Ich danke allen Spendern, Unterstützern und Freunden des Projekts“, sagt Christoph Gröner und ergänzt: „Unser Erfolg ist das Lächeln der Kinder.“

Schon heute unterstützt Laughing Hearts 22 Heime in Berlin und Umgebung und erreicht damit circa 2.200 Kinder und Jugendliche. (red)

  

Drei neue Türme für den Ku’damm

Nach dem Scheitern des Shoppingcenterprojekts „Mall of Ku’damm“ auf dem Gelände von Karstadt am Kurfürstendamm wurde es leise um dortige Baupläne. Der Investor Harald Huth war 2017 nach mehr als zweieinhalb Jahren Planung für das Areal ausgestiegen. Dem Vernehmen nach gab es zuvor allerdings auch Meinungsverschiedenheiten unter den Investoren. Huth plante sechs Verkaufsetagen mit insgesamt 65.000 Quadratmetern Verkaufsfläche für mehr als 200 Läden. Seine Geschäftspartner bezweifelten offenbar, dass genug Kunden in die oberen Stockwerke kommen würden. Nach nunmehr 1,5 Jahren hat die österreichische Signa-Gruppe, zu der auch die Karstadt Warenhaus GmbH gehört, neue Ideen. Sie möchte auf dem Gelände drei bis zu 150 Meter große Hochhäuser errichten. In der kommenden Woche will sie laut Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ein Konzept dafür vorstellen. Danach befasst sich das Berliner Baukollegium mit dem Vorhaben.

Gremium prüft zuerst die „grundsätzliche Eignung“ des Standorts

Bis zu der Sitzung will die Stadtentwicklungsverwaltung noch keine Bewertung abgeben. Generell gelte bei Hochhausprojekten, dass „jeder Bauherr eine gesamtstädtische Betrachtung erstellen“ muss. Das Baukollegium beurteile zunächst, ob ein Standort überhaupt geeignet ist. Nach einem positiven Votum seien bei Vorhaben, die mindestens 50 Prozent höher als Bauten in der nahen Umgebung werden sollen, ein Wettbewerb und ein Bebauungsplanverfahren nötig.

Karstadt-Warenhaus soll nicht abgerissen werden

Die Signa-Gruppe plant dem Vernehmen nach Büros, Hotels und Läden in den Hochhäusern. Im Erdgeschoss könnte es eventuell auch Läden und Lokale geben. Das achtstöckige Karstadt-Warenhaus mit fast 200 Mitarbeitern soll nach Angaben des Investors erhalten werden. Anfang der 1970er Jahre wurde es als „Wertheim“ eröffnet und vor zehn Jahren in „Karstadt“ umbenannt.

Die Präsentation am Montag, 03.12.2018, ab 15.30 Uhr im Hochhaus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, in der Württembergischen Straße 6 in Wilmersdorf, ist öffentlich (Anmeldung unter diesem Link). Nur an der anschließenden Beratung dürfen Gäste nicht teilnehmen. (kh)

Aufruf: Schluss mit dem Kleingartenirrsinn!

Nach jahrelanger Debatte hat Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher einem Vorschlag von Umweltsenatorin Regine Günther zugestimmt, die Kleingartenanlagen auf landeseigenen Flächen bis mindestens 2030 zu sichern. Bisher galt die Bestandsgarantie nur bis 2020.

Nun der Paukenschlag: Arne Piepgras, das Gesicht hinter der Initiative „Gartenstädte statt Gartenzwerge“ ruft alle Berlinerinnen und Berliner auf, für bezahlbaren Wohnraum einzustehen. Er fordert einen Masterplan für Berlin unter Einbeziehung der städtischen Kleingartenflächen und die Verhinderung des Vorhabens des rot-rot-grünen Senats.

Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner befürworten eine zumindest teilweise Bebauung der Flächen

„Eine Umfrage aus dem Frühsommer dieses Jahres hat ergeben, dass schon damals eine deutliche Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner eine zumindest teilweise Bebauung der Kleingartenflächen für bezahlbaren Wohnraum, Kitas und Schulen befürwortet“, so Piepgras. „Trotz dieser eindeutigen Willensbekundung beschließt nun die rot-rot-grüne Landesregierung in einer Hauruck-Aktion, die Pachtverträge für die landeseigenen Flächen bis 2030 zu verlängern! Diese Missachtung des Bürgerwillens ist nicht nur politisch skandalös und falsch, sondern im Ergebnis unverantwortlich!“

Fakt ist, dass die Kleingartenflächen im Eigentum des Landes Berlin stehen – und damit allen Berlinerinnen und Berlinern gehören. Genutzt werden die Flächen jedoch nur von ca. 60.000 Kleingärtnern, obwohl auf den teilweise zentral gelegenen Arealen mehr als 400.000 Wohnungen entstehen könnten. Das würde Wohnraum für deutlich mehr als 1 Million Menschen bedeuten. Über umstrittene Gebiete wie die Elisabeth-Aue oder das Tempelhofer Feld oder Innenhöfe von Plattenbausiedlungen bräuchte dann niemand mehr zu diskutieren.

Arne Piepgras fordert von der Politik ein Umdenken: Schluss mit dem Kleingartenirrsinn! | Foto: BERLINboxx

Arne Piepgras fordert von der Politik ein Umdenken: Schluss mit dem Kleingartenirrsinn! | Foto: BERLINboxx

Alternativen für Kleingärtner

Dabei legt Piepgras großen Wert darauf, nicht als „Vernichter“ der Kleingartenidee gesehen zu werden. Denn er schlägt konkrete Alternativen vor. So könnte man den Kleingärtnern die freie Wahl zwischen drei Alternativen lassen. Entweder erhält der betroffene Kleingärtner eine angemessene Entschädigung in Geld oder zu einem symbolischen Kaufpreis eine Freizeitparzelle vor den Toren der Stadt. Als dritte Alternative – und die könnte für viele Kleingärtner ganz besonders interessant sein – ein bevorzugtes Mietangebot für eine Erdgeschosswohnung mit anliegendem Garten in den neu entstehenden Häusern. Diese neuen Wohngebiete würden sicherlich genauso viel zu einem erträglichen Stadtklima beitragen wie die jetzigen Kleingartenanlagen. Die immer wieder ins Feld geführte „grüne Lunge“ wird so erhalten und gestärkt. Tatsächlich ist anderen europäischen Metropolen das Kleingartenprinzip gänzlich unbekannt. Dort finden sich Naherholungsgebiete im Umland, keineswegs aber in bester Lage inmitten der Stadt.

„Mir wird wieder und wieder unterstellt, ich verfolge mit meiner Initiative eigene wirtschaftliche Interessen“, betont Piepgras. „Ein absurder Vorwurf, denn von vornherein habe ich gefordert, die Bebauung der Kleingartenflächen allein in die Hände der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften zu legen.“

Forderung nach einem ultimativen Planungskonzept

Die Zahl der Unterstützer wird jedenfalls größer. Andreas Becher, Chef des Bundes Deutscher Architekten, meldete bereits deutliche Zweifel an: „So langsam werden die Flächen für die wachsende Stadt knapp. Die Kleingärten gehören uns – dem Land Berlin. Nun sollten wir etwas daraus machen, zum Beispiel Gartenstädte. Die Menschen müssen in der wachsenden Stadt zusammenrücken. Wir sind Teil der Stadtgesellschaft und fordern diese Bestandsgarantie nicht wirksam werden zu lassen, sondern sofort mit einem ultimativen Planungskonzept für die Nutzung dieser städtischen Flächen zu beginnen.“

Aufruf für „Gartenstädte statt Gartenzwerge“

Arne Piepgras fordert alle Berlinerinnen und Berliner auf, seine Initiative „Gartenstädte statt Gartenzwerge“ zu unterstützen und sich gemeinsam an den Regierenden Bürgermeister zu wenden: „Es ist höchste Zeit, dem Kleingartenirrsinn ein Ende zu bereiten und für eine soziale und familiengerechte Stadt einzutreten. Wir fordern einen Masterplan für Berlin jetzt und zwar unter Einbeziehung der städtischen Kleingartenflächen. Wer sich jetzt nicht wehrt, hat später auch kein Recht, sich über die Mangelzustände in unserer Stadt zu beklagen.“ (red)

 

Hier geht’s zur Initiative „Gartenstädte statt Gartenzwerge“:

Homepage der Initiative „Gartenstädte statt Gartenzwerge“

Facebook-Seite der Initiative „Gartenstädte statt Gartenzwerge“

 

 

Grundstein für GASAG-Energiequartier gelegt

Die GASAG hat den Grundstein für das neue GASAG-Energiequartier auf dem EUREF-Campus gelegt. Voraussichtlich Ende 2020 verlegt das Unternehmen seinen Sitz vom Hackeschen Markt nach Schöneberg. Die neue Adresse der GASAG lautet dann: EUREF-Campus 23-24. Der Campus zeichnet sich bereits heute durch eine CO2-neutrale Versorgung aus.

Die GASAG wird rund zwei Drittel des rund 18.000 Quadratmeter großen KfW-55-Effizienzgebäudes beziehen. Mithilfe eines Umweltmanagementsystems wird bereits beim Bau darauf geachtet, dass Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit im Einklang sind. Sowohl die Baustellen, der Fuhrpark, die Immobilien sowie weitere Anlagen sind energieeffizient und emissionsarm. Des Weiteren nutzt das zuständige Unternehmen ausschließlich Ökostrom beim Bau des Gebäudes.

GASAG-Energiequartier ist Zeichen für machbare Energiewende

Für Dr. Gerhard Holtmeier, Vorstandsvorsitzender der GASAG, hat die Verlegung des Unternehmenssitzes auch eine symbolische Bedeutung. „Mit dem Umzug in das GASAG-Energiequartier unterstreichen wir unser Engagement für eine machbare Energiewende“, so Holtmeier. Er will mit seinem Unternehmen die Energiezukunft Berlins mitgestalten. Als Berlin Partner hat sich die GASAG verpflichtet, bis 2020 zwei Millionen Tonnen CO2 einzusparen.

Auch die politischen Vertreter äußerten sich durchweg positiv. „Der EUREF-Campus ist heute schon ein innovativer und pulsierender Ort in der Hauptstadt“, lobte Svenja Schulze, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Auch Christian Gaebler, Chef der Senatskanzlei Berlin, hält den EUREF-Campus für den richtigen Standort für die GASAG. Laut Gäbler steht der Campus seit mehr als zehn Jahren für die Smart City Berlin sowie für neue Technologien, mit denen die Energiewende vor Ort vorangetrieben werde. Auch die GASAG als modernes Energieunternehmen stehe für genau das.

Symbol der Energiewende

Der EUREF-Campus ist ein Symbol der Energiewende und Referenzprojekt für die Smart City-Strategie des Landes Berlin. Auf rund 5,5 Hektar haben sich zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen Energie, Nachhaltigkeit und Mobilität angesiedelt. Reinhard Müller, Vorstandsvorsitzender EUREF AG, erklärt: „Der EUREF-Campus ist seit zehn Jahren die Energiewende-Werkstatt Deutschlands. Hier arbeiten Global Player gemeinsam mit innovativen Start-ups und renommierten Forschungseinrichtungen an den Themen Energie, Mobilität und Nachhaltigkeit.“ Die Verlegung des GASAG-Sitzes unterstreiche daher die Bedeutung des Zukunftsorts EUREF-Campus.

Auch Frank Mattat, Geschäftsführer GASAG Solution Plus, fand nur positive Worte: „Die EUREF-Energiewerkstatt by GASAG Solution Plus ist ein Beispiel dafür, wie Energiewende heute umgesetzt werden kann. Durch die nunmehr erfolgte Erweiterung zu einem besuchbaren Ort, wird die Energiewende erlebbar.“ (red)

2018 deutlicher Anstieg der Genehmigungen für Wohnungsbau

Gute Neuigkeiten: Die Neunmonatsbilanz des Statistischen Bundesamts (Destatis) verzeichnet ein deutliches Plus bei den Genehmigungen für den Wohnungsbau.

In den ersten neun Monaten von 2018 sind in Deutschland demnach 262.800 Wohnungen in Neu- und Bestandsbauten genehmigt worden. Das ist ein Plus von 2,3 Prozent (+6.000 Genehmigungen) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahlen beziehen sich sowohl auf den Neubau als auch auf Baumaßnahmen an bereits bestehenden Gebäuden.
Im Wohnungsneubau stiegen die Genehmigungen bis September um 3,2 Prozent auf 233.100 Einheiten. Dies sind 7.200 Wohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Wie schon in früheren Destatis-Jahreszwischenbilanzen resultierte das Plus ausschließlich aus Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (+8,3 Prozent), während die Genehmigungszahlen bei den Ein- und Zweifamilienhäusern um 0,9 Prozent bzw. 4,4 Prozent sanken.

Keine Trendwende trotz Zunahme an Genehmigungen?

Auch wenn die Bilanz auf den ersten Blick positiv ausfällt, warnen große Branchenverbände wie der BFW, IVD sowie der ZIA vor zu viel Begeisterung.

So sieht der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen trotz des Anstiegs keine Trendwende, sondern befürchtet, dass der Anstieg nicht nachhaltig genug ist. „Fast 60% der BFW-Mitglieder haben bei der aktuellen Konjunkturumfrage weiterhin verschlechterte Rahmenbedingungen für den Neubau festgestellt“, so BFW-Präsident Andreas Ibel.

Jürgen Michael Schick, Präsident des Maklerverbands IVD, bezweifelt, dass die „erfreuliche Tendenz“ dem Regierungshandeln zuzuschreiben ist. Die bisherige wohnungspolitische Bilanz sei „eher enttäuschend“. Unter anderem bei der geplanten Sonder-AfA für bezahlbaren Wohnungsneubau gebe es erheblichen Nachbesserungsbedarf.

380.000 Wohnungen pro Jahr sind nötig

Andreas Mattner, Präsident des Zentralen Immobilien Ausschusses, drängt auf ein Planungs- und Baubeschleunigungsgesetz, um die Genehmigungszahlen weiter anzuheben. Nach Ansicht der Verbände müssten jährlich mindestens 380.000 neue Wohnungen auf den Markt kommen, um dem Wohnungsmangel zu begegnen.

Insgesamt lässt sich daher festhalten, dass trotz des positiven Trends das prominente Problem des Wohnraummangels in Deutschland nicht behoben ist. (red)

Aleksander Dzembritzki: Sportmetropole mit gutem Ruf

Rund 40 nationale und internationale Sportevents fördert die Senatsverwaltung für Inneres und Sport jährlich. Kein Wunder, dass die Hauptstadt Deutschlands führende Sportmetropole ist. Über kommende Veranstaltungen, Ehrenamt und Engagement im Sport sprach die BERLINboxx mit Aleksander Dzembritzki, Staatssekretär für Sport.

Herr Dzembritzki, Berlin ist eine Sportmetropole. Welche nationalen und internationalen Sportgroßveranstaltungen wollen Sie für die Hauptstadt gewinnen?

Berlin punktet im Wettbewerb mit anderen Sportmetropolen durch hervorragendes Renommee, Kompetenz, Gastfreundlichkeit und großer Sportbegeisterung der Bevölkerung sowie vielfältiger und leistungsfähiger Sportinfrastruktur. Erst vor wenigen Wochen haben wir den Zuschlag für die UEFA EURO 2024 erhalten. Mindestens sechs Spiele werden im Berliner Olympiastadion ausgetragen – und Berlin hofft natürlich auf das Endspiel. Zudem wird sich Ende November entscheiden, ob wir Ausrichter der Special Olympics World Summer Games 2023 werden. Für uns wäre es eine große Ehre und es hätte auch eine Signalwirkung im Bereich der Inklusion. Allerdings stehen bereits jetzt im Berliner Sportkalender für 2019 folgende Events fest: Die Handball-WM, der Weltcup im Bogenschießen und die sogenannten „Finals“, einem Final-Wochenende der Deutschen Meisterschaften in zehn verschiedenen Sportarten. Darüber hinaus tragen wir 2020 die WM im Bahnradsport aus.

Berlin boomt, so auch die Berliner Sportwirtschaft. Wie reagieren Sie darauf als Sportstaatssekretär?

Zuerst einmal freut es mich sehr, dass so viele Berlinerinnen und Berliner Sport treiben. Steigende Mitgliederzahlen sind ein positives Signal, bedeuten aber in der Regel auch steigenden Sportstättenbedarf. Hier gibt es verschiedene Ansatzpunkte: Zum Beispiel unterstützen wir die Bezirke mit Geld und Expertise für die Aufstellung von Sportentwicklungsplänen. Diese Pläne
sollen darstellen, an welchen Standorten der Sportbedarf aufgefangen werden kann. Zudem kommen die Gelder aus dem Vereinsinvestitionsprogramm und dem Sportanlagensanierungsprogramm den Bezirken zugute. Auch unsere Schulstandorte bieten viel Potenzial für Sport- und Bewegungsflächen. Derzeit sprechen wir
schon mit allen Bezirken und der Bildungsverwaltung über diese Möglichkeiten.

Der Bund hat für 2018 die Fördergelder erhöht. Wohin fließen die Mittel?

Die Mittel des Bundes fließen in die Leistungssportstrukturen, also überwiegend in die Spitzensportinfrastruktur und in die Verbände. Diese Förderung des Spitzensports ist wichtig. Sie verbindet erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler mit Berlin, die zum guten Ruf und positiven Image der Sportmetropole beitragen. Außerdem sind sie Anreiz und Motivation für den sportlichen Nachwuchs und fördern die Identifikation mit Berlin als Lebensort. Auf Berliner Vereine haben die Fördergelder des Bundes jedoch keine direkten Auswirkungen. Ohne den Einsatz zahlreicher Ehrenamtlicher wäre der Berliner (Breiten-)Sport nicht möglich.

Wie unterstützt das Land Berlin Ehrenamtliche?

Ehrenamt ist für unsere Gesellschaft enorm wichtig. Allein in Berlin engagieren sich rund 60.000 Menschen in über 2.000 Sportvereinen ehrenamtlich. Die Bedeutung des Ehrenamts geht weit über den Sport hinaus. Zum Beispiel unterstützt das Land Berlin bürgerschaftliches Engagement bereits mit unterschiedlichen Programmen, wie der Ehrenamtskarte oder dem Berliner FreiwilligenPass. Der Landessportbund trägt eine jährliche Ehrenamtsgala aus. Darüber hinaus gibt es verschiedene Ehrenplaketten und -nadeln bis hin zum Verdienstorden des Senats, die für außerordentliches Engagement verliehen werden. Das Ehrenamt – egal ob im Sport oder anderen Bereichen – braucht öffentliche Anerkennung, um fortbestehen zu können. (lj)