„Edge East Side Berlin“: Planänderungen beim Bau des Amazon-Towers

Die Baupläne für das Hochhaus „Edge East Side Berlin“ in Friedrichshain-Kreuzberg waren bereits genehmigt – über 3.000 Mitarbeiter sollten in rund vier Jahren 28 der 35 geplanten Stockwerke beziehen und den Bereich Forschung und Entwicklung verstärken.

Nun kann es aber sein, dass es doch noch einmal zu Änderungen kommt. Grund für die Probleme bei der Umsetzung des Riesenprojekts: Es herrschen Uneinigkeiten über den aktuellen Entwurf von Immobilienentwickler Edge Technologies.

Vorbehalte und der Vorwurf des „Vertragsbruchs“

Wie der Tagesspiegel am Freitag berichtete, sei es gemäß den Teilnehmenden des Baukollegiums zu einem „grundlegenden Verständigungsproblem zwischen Baukollegium, Träger des Turmprojektes und den Architekten“ gekommen. Der aktuelle Entwurf weiche vom städtebaulichen Vertrag ab. Zum einen hätte sich die Größe der zuvor festgelegten Grundfläche verändert, zum anderen habe die Bundeswehr Bedenken geäußert, dass das komplett verglaste Gebäude durch Lichtreflexionen Radarsignale behindern könnte.

Laut Tagesspiegel spricht Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) sogar von Vertragsbruch von Seiten der Investoren – das aktuelle Vorhaben sei nicht abgesprochen: „Deshalb habe ich der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung vorgeschlagen, ein Wettbewerbsverfahren einzufordern und dies notfalls auf dem Wege einer Klage durchzusetzen“. Ob die Durchführung eines neuen Wettbewerbs aber überhaupt sinnig ist, muss noch rechtlich geprüft werden.

Steht das „Edge East Side Berlin” auf der Kippe?

Für die Planer und Immobilienentwickler sind die aktuellen Entwicklungen ein großer Rückschlag. Die Kritik an dem beauftragten Architekten Bjarke Ingels Group bemängelt vor allem den unteren Bereich des Gebäudes. Der Grundriss entspreche nicht den vereinbarten Normen und sei schlichtweg zu groß. Aber auch der Tower entspräche nicht mehr den ursprünglichen Plänen.

Der Unmut gegen das Bauvorhaben hatte sich auch schon vor einigen Tagen durch Tweets der Aktivisten von „Make Amazon Pay“ angekündigt, die den Bau des Towers scharf kritisierten. Auch wenn die Gruppierung aus der Motivation heraus handelte, sich gegen die ihrer Ansicht nach schlechten Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter einzusetzen, zeigte sich, dass im Projekt „Edge East Side Berlin“ noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. (sz)

Spielbank Berlin: Beiratsmitglied Gregor Gysi überreicht 10.000 EURO an gemeinnützige Vereine

In seiner Funktion als Beiratsmitglied der Spielbank Berlin überreichte LINKEN-Politiker Gregor Gysi Schecks in einer Gesamthöhe von 10.000 EURO an kulturelle und soziale Projekte in Berlin. Das Treptow-Köpenicker Jobnetzwerk für Geflüchtete Türöffner e.V. und die im Prenzlauer Berg ansässige Kulturplattform Panda erhielten jeweils einen Scheck in Höhe von 5.000 EURO.

Großer Beitrag für ein wichtiges Miteinander in Berlin

„Meine Wahl ist auf die gemeinnützigen Projekte Türöffner e.V. und Panda e.V. gefallen, weil beide Vereine einen großen Beitrag für ein wichtiges Miteinander in Berlin leisten“, so Gregor Gysi. „Türöffner e.V. vermittelt Geflüchtete in den Arbeitsmarkt und legt somit die Grundlagen für eine gelungene Integration. Die Kulturplattform Panda gehört zu den besonderen kulturellen Institutionen, die so charakteristisch für Berlin sind, und traut sich auch ‚heiße Eisen‘ anzufassen. Ein wichtiger Beitrag für die kulturelle Vielfalt unserer Stadt.“

Grundlage von Integration: Vermittlung von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt

Türöffner e.V. wurde als gemeinnütziger Verein im April 2016 in Berlin gegründet. Das Jobnetzwerk in Treptow-Köpenick besteht aus derzeit 115 Unternehmen aus Kultur, Sport, Kirche und Wirtschaft. Ziel ist es, Geflüchtete in den Arbeitsmarkt zu vermitteln und damit maßgeblich zur Integration beizutragen. Der Verein unterstützt sowohl die Geflüchteten als auch die Unternehmen bei allen damit verbundenen rechtlichen, organisatorischen und vorbereitenden Angelegenheiten. Derzeit bereitet das Jobnetzwerk rund 300 Geflüchtete auf den Arbeitsmarkt vor. Insgesamt konnten bereits 125 Praktika und 65 Festanstellungen vermittelt werden.

Scheckübergabe an Türöffner e.v.: Grit Driewer, Geschäftsstellenleiterin von Türöffner e.V. und Gregor Gysi. Foto: Business Network

„Türöffner e.V. ist auf Hilfe angewiesen, um geflüchtete Menschen und damit auch uns alle bei ihrer nachhaltigen Integration zu unterstützen“, so Grit Driewer, Geschäftsstellenleiterin von Türöffner e.V. „Unser Dank gilt Gregor Gysi und der Spielbank Berlin, die unser wichtiges Anliegen nicht nur erkannt haben, sondern auch ganz konkret fördern.“

Panda e.V.: Alternativer Kulturstandort am Prenzlauer Berg

PANDA e. V. gibt es als gemeinnützigen Verein seit über zehn Jahren an einer für die Berliner Kultur zentralen Stelle im kleinen Hof der Kulturbrauerei. Im Jahr 2000 als russisches Kammertheater gegründet, entwickelte sich das PANDA zu einer interdisziplinären Kunst-, Politik- und Kulturplattform mit Ausstellungen, Lesungen, Konzerten, politischen Diskussionen, Kinoabenden und Performances. Daneben sind auch aktuelle politische und gesellschaftliche Themen insbesondere in der ehemaligen SU wie die Situation um die LGBT- und Queerszene in Russland, die Krim-Annexion, der Krieg in der Ukraine und sowie weitere soziale Themen in den Vordergrund gerückt. Mittlerweile ist PANDA nicht nur zum wichtigsten Anlaufort für Kulturschaffende und demokratisch Denkende der russischsprachigen Community, sondern auch zu einer festen Größe der alternativen Kunst in Berlin geworden.

„Wir danken Herrn Gysi und der Spielbank Berlin und freuen uns sehr über die großzügige Finanzspritze“ sagt Svetlana Müller, Vereinsvorsitzende von Panda e.V.. „Das Geld werden wir in den Lärmschutz investieren. Alternative Kulturorte sind in Berlin zunehmend vom Aussterben bedroht, daher freuen wir uns über jede Form der Unterstützung.“

Partner der Hauptstadt: Die Spielbank Berlin

Die Spielbank Berlin unterstützt nicht nur seit vielen Jahren soziale, kulturelle und sportliche Events der Bundeshauptstadt, sondern ermöglicht auch ihren Beiräten die Unterstützung von unterschiedlichen sozialen Einrichtungen, Projekten und Vereinen, die den Beiratsmitgliedern wichtig sind, aus dem Budget eines eigenen Fördertopfes. Im Laufe dieses Jahres wurden bereits mehr als 50.000 Euro an kulturelle und soziale Einrichtungen sowie Sportvereine überreicht.

„Die Spielbank Berlin sieht sich als einen festen und verlässlichen Partner unserer Stadt“, so Gerhard Wilhelm, Geschäftsführer der Spielbank Berlin. „Es ist uns daher ein Anliegen, Einrichtungen, Vereine und Institutionen zu fördern und zu unterstützen, die Berlin und den Menschen einen Mehrwert bringen. Türöffner e.V. und der Kulturplattform Panda gelingt es, einen wichtigen Beitrag zu leisten. Daher freut es uns, dass die Wahl unseres Beiratsmitglieds Gregor Gysi auf diese beiden Vereine gefallen ist.“ (red)

Fachkräftemangel im Bau: Der Arbeitsmarkt kommt dem Boom nicht hinterher

Die Baubranche brummt – doch tausende unbesetzte Stellen hemmen vielerorts das Wachstum. Besonders in Ostdeutschland fehlt Personal. Das ergab eine repräsentative Umfrage unter Bauunternehmen in Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Vor allem gewerbliche Arbeitnehmer fehlen

Der Bauindustrieverbandes Ost e.V. (BIVO), der 260 Unternehmen mit etwa 20.000 Beschäftigen vertritt, führte die Befragung unter seinen Mitgliedern durch. Demnach berichteten rund drei Viertel der Betriebe, dass sich das Angebot an Fachkräften in den letzten fünf Jahren verschlechtert habe. 19 Prozent der Unternehmen mussten ihre Bauunternehmungen wegen der fehlenden Arbeitskräfte reduzieren. Besonders betroffen seien Maurer sowie Beton- und Gerüstbauer. Im Handwerk fehlt bereits seit Jahren der Nachwuchs, das ist zum Beispiel in der für die Bauindustrie wichtige Metallbranche zu spüren. Jana Marcic, Geschäftsführerin der MWS GmbH, sagte dazu: „Wir als Schweißerbetrieb bekommen den Fachkräftemangel nun schon seit längerer Zeit zu spüren. Unsere Auftragslage ist gut, aber um auf diesem Niveau bleiben zu können, halten wir permanent Ausschau nach qualifizierten Fachkräften.“

Auch studierte Fachkräfte wie Bauingenieure fehlen den Immobilienunternehmen – hier berichteten fast zwei Drittel von einer Verschlechterung des Arbeitsmarktangebots.

Gründe sind vielschichtig

Die Gründe für den Fachkräftemangel im Bau liegen vor allem im demografischen Wandel und dem schlechten Ruf der Baubranche: Angst vor schlechten Arbeitsbedingungen hält viele potenzielle Auszubildende zurück. Zwar bleiben viele Ausbildungsstellen unbesetzt – immer wieder entschließen sich allerdings auch Betriebe, Ausbildungsplätze zu streichen. Das geschieht derzeit vielerorts bei Metallbetrieben. Nicht selten reagieren Unternehmen auf die teilweise schwächelnde Konjunktur, die vor allem der deutschen Autoindustrie zu schaffen macht, mit einer geringeren Zahl an neuen Auszubildenden. Das könnte sich bereits in wenigen Jahren rächen – nämlich, wenn sich die Wirtschaft wieder in einer Aufschwungphase befindet.

Fachkräftedefizit belastet Branche und Wirtschaft

Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften gehört zu den wichtigsten Hemmern für Wirtschaftswachstum in Deutschland. Das ergab unter anderem zuletzt eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts ifo im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Auch hier erwarteten Experten vor allem ein gebremstes Wachstum in den ostdeutschen Bundesländern.

Erwartet wird, dass sich der Fachkräftemangel in den kommenden Jahren sogar noch verschlimmert. Rund ein Viertel der Beschäftigten ist älter als 55 Jahre, wenn diese Mitarbeiter innerhalb der kommenden Dekade aus dem System altern, gibt es nur ungenügend Nachwuchs. Allein in Berlin betrifft das 8.600 Arbeitnehmende. Hochrechnungen der BIVO zufolge werden bis 2030 rund 70.000 zusätzliche Arbeitnehmer benötigt. Mehr Potenzial sieht die Industrie derzeit vor allem im Zufluss aus dem Ausland, aber auch Bemühungen, mehr weibliche Fachkräfte zu gewinnen, könnten Erleichterung verschaffen. (red)

Mehr Büros für Berlin dank BrainBox OfficeWorking

Der Büromarkt in Berlin bekommt Zuwachs: BRAIN BOX BERLIN, ein 400 Meter langes Büro- und Geschäftshaus mit einem 34 Meter hohen Turm als Blickfang, nimmt am Wissenschaftsstandort Adlershof immer mehr Gestalt an. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Ensembles wird BrainBox OfficeWorking. Der flexible Office Space bietet moderne Büroflächen für jede Herausforderung – und das genau zur richtigen Zeit. Denn nicht nur auf dem Berliner Wohnungsmarkt, auch im Bürosektor sieht es aktuell richtig schlecht aus.

Office Space flexibel gedacht

BrainBox OfficeWorking ermöglicht verschiedene Büroformen – vom kleinen Einzelbüro bis zum großen Teambüro, vom temporären Projektbüro bis zum langfristigen Chefbüro. Über großzügige Office Suites sind ebenso komplette Bereiche für bis zu 50 Personen anmietbar. Und auch einzelne Freelancer finden ihren individuellen Workspace. Das alles ist in Berlin keine Selbstverständlichkeit. Faktisch ist die Bundeshauptstadt vollvermietet. Die Büro-Leerstandsquote liegt bei 1,4 Prozent, berichtet das Analysehaus Colliers International. Und von 587.000 Quadratmetern Büro-Neubauflächen, die 2019 entstehen, seien 90 Prozent längst vorvermietet.

Büroflächen für individuelle Wünsche

Dirk Germandi, Geschäftsführer der Projektgesellschaft Gartenstadt Adlershof mbH & Co. KG, richtet sich mit BrainBox OfficeWorking gezielt an die lebendige Berliner Gründerszene: „Wir bieten den klugen Köpfen Berlins einen neuen Anlaufpunkt! Vor allem junge, dynamische Firmen mit Zukunftsvision, die Kreativbranche sowie kleine bis mittelgroße Unternehmen, die verschiedene Arbeitszonen benötigen, finden bei uns ideale Voraussetzungen.“

Büros im „Factory Look“, nach Kundenwunsch auch mit Ausstattung, schnellstmögliches High-Speed-Internet per Glasfaser und 5G, WLAN-Hotspots auf dem ganzen Gelände, großzügige Besprechungs- und Eventflächen, ein smartes Facility-Management sowie ein Concierge- und Telefon-Service – für all das und mehr steht der flexible Office Space. Das Ziel ist ein angenehmes wie inspirierendes Umfeld, das konzentriertes Arbeiten in harmonischem Ambiente möglich macht.

Der grüne Campus in Adlershof

Ein wichtiger Aspekt von BrainBox OfficeWorking ist das Green-Campus-Konzept. Das Miteinander und Netzwerken in der Büro-Community wird hier explizit gefördert. Beliebte Treffpunkte sind die Gastronomie mitten im Campus, die Lounge- und Barbereiche pro Etage sowie die offen gestalteten Höfe und Außenanlagen mit Rasen, Bäumen und Sitzgelegenheiten.

Auch in Sachen Mobilität wird BrainBox OfficeWorking überzeugen: In der Tiefgarage sind 229 Stellplätze und 20 E-Ladestation geplant. Ausreichende Stellflächen für Fahrräder und Angebote für E-Bikes, E-Roller sowie Car-Sharing gehören ebenso zum Angebot. Ein eigener E-Shuttle-Service verbindet den flexiblen Office Space mit dem Flughafen BER und der S-Bahn.

Los geht’s bis Mitte 2020. Alle Arbeitsplätze sind ab Fertigstellung sofort beziehbar, provisionsfrei und mit flexiblen Laufzeiten ausgestattet. (ak)


Hier sind Vermietungsanfragen möglich:

Nicole Hatzijordanou

Telefon: +49 (0) 30/327766-270 | Mobil: +49 (0) 172 8749529 | E-Mail: nicole.hatzijordanou@profi-partner.de

Katja Zühlke

Telefon: +49 (0) 30/327766-141 | Mobil: +49 (0) 173 6241210 | E-Mail: katja.zuehlke@profi-partner.de

Internet: www.brain-box-berlin.com

Weltklassearchitektur für Düsseldorf: Star-Architekt Tadao Ando plant international erstes CO2-neutrales Bürohochhaus

Düsseldorf soll um eine weltweit einzigartige Landmarke reicher werden: Am verkehrsreichen Stadteingang Nord plant die EuroAtlantic zusammen mit dem japanischen Star-Architekten und Pritzker-Preisträger Tadao Ando ein neues architektonisches Wahrzeichen: Den ersten Smart-Building-Tower Europas.

Städtebau der Zukunft

Auf der Brachfläche am Mörsenbroicher Ei entsteht mit dem TADAO ANDO Campus+Tower eine Metropolen-Architektur von Weltrang mit 34 Stockwerken, 125 Meter architektonischer Höhe und über 1.000 Arbeitsplätzen. Auch unter ökologischen Gesichtspunkten wird der TADAO ANDO Campus+Tower ein Leuchtturmprojekt für den Städtebau der Zukunft. Städte werden weiter wachsen, vor allem nach oben. Gleichzeitig müssen Klimawandel und Luftverschmutzung eingedämmt werden. Der TADAO ANDO Campus+Tower setzt hier neue Maßstäbe. Er wird vollkommen CO2-neutral sein – und damit der erste klimaneutrale Büroturm der Welt.

Düsseldorfs neues Leuchtturmprojekt: Der Campus + Tower Tadao Ando. Foto: EuroAtlantic

„Der Tadao Ando Campus+ Tower ist zweifellos Weltklassearchitektur. Die nachhaltige Bauweise, Klimaneutralität und KI-basierte Smart-Office-Lösungen werden die Bedeutung Düsseldorfs und ganz Deutschlands als weltweit relevanten Technologiestandort unterstreichen,“ so Arnulf Damerau, Aufsichtsratsvorsitzender der EuroAtlantic.

Düsseldorf: Architektur- und Technologiestandort von Weltrang

Zusammen mit der EuroAtlantic AG geht Tadao Ando in Düsseldorf noch einmal einen neuen Weg mit der Planung seines ersten Hochhauses. Die Bedeutung des Gebäudes wird für die internationale Architekturszene herausragend sein, denn Düsseldorf steht damit in erster Reihe mit den Architekturmetropolen der Welt.

EuroAtlantic AG auf der Expo Real 2019 in München mit Thomas Geisel (l.), OB Düsseldorf, Arnulf Damerau (m.), EuroAtlantic AG, Friedrich Merz (r.) Foto:
Hannes Magerstaedt

Friedrich Merz, Vorsitzender des Wirtschaftsrats der CDU, und Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel besuchten den Entwickler auf der EXPO REAL. „Wir sind bereit für das nächste Level. Das erste CO2-neutrale Hochhaus der Welt soll in Düsseldorf entstehen und wird neue Maßstäbe für städtische Architektur und Zukunftstechnologien setzen“, so Thomas Geisel. „Darüber werden an dem Standort über 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Der Tadao Ando Campus+Tower wird zu einem neuen Wahrzeichen der Stadt, er wird der Skyline Düsseldorfs seinen Stempel aufdrücken wird, diese ergänzen und bereichern.“

Künstlerisches Gesamtwerk

Besonders charakteristisch für das Gebäude ist das auskragende Glasprisma, das jeweils aus den Hochhausseiten herausragt. Tadao Ando sagt dazu: „Das Glasprisma wird zum Katalysator für Kreativität und bietet Raum für Entspannung für Büroarbeiter und Besucher. Während Menschen hart arbeiten oder zwischen Meetings sind, ist es meine Hoffnung, dass dieser Ort eine Stätte für Inspiration und ein Geburtsort für neue Denkmethoden wird.“

Stadtentwicklung der Zukunft. Foto: EuroAtlantic

Arnulf Damerau sagt dazu: „Einer der bedeutendsten Architekten unserer Zeit krönt mit einem Architekturdenkmal für Düsseldorf sein Lebenswerk. Tadao Ando und EuroAtlantic schaffen ein künstlerisches Gesamtwerk.“

Brachfläche wird zu Anziehungspunkt für Menschen aus Wirtschaft, Kunst und Kultur

Durch das vielfältige Nutzungskonzept wird der bisher wenig belebte Stadtteil um den Verkehrsknotenpunkt Mörsenbroicher Ei erheblich aufgewertet. In Kombination mit der Hochschule Düsseldorf (HSD) und den Fachbereichen Architektur und Design (Peter Behrens School of Arts) auf der anderen Seite der Bahngleise entsteht ein Areal, das ein lebendiger und kreativer Anziehungspunkt für Menschen aus Wirtschaft, Kunst und Kultur gleichermaßen sein wird.

Die direkte Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr über den S-Bahnhof Derendorf führt zu einer deutlichen Entlastung des Pkw-Verkehrs. Zukunftsweisend ist insbesondere die E-Mobilitätslösung. Gemeinsam mit namhaften Automobilherstellern wird ein CarSharing- und E-Charging-Konzept für Pkw und Fahrräder realisiert. (red)

EXPO REAL 2019: Immobilienbranche in Party-Stimmung

Die EXPO REAL in München ist nicht nur die größte Gewerbeimmobilienmesse Europas, sondern auch Trendbarometer und Taktgeber für die gesamte Branche. Drei Tage lang nutzten 2.190 Aussteller aus 45 Ländern und rund 46.000 Besucher die EXPO REAL als Plattform für Diskussionen, zum Netzwerken und – vor allem – für Business. Trotz Brexit, aufziehender Rezession und Handelsstreit war die Stimmung gut, es überwog realitätsbezogener Optimismus. Die Kombination aus niedrigen Leerstandsraten, boomender Wirtschaft und der Tiefstzinspolitik der EZB ist nach wie vor ein äußerst kraftvoller Antrieb für die Immobilienmärkte. Experten sehen angesichts der politischen Großwetterlage kein erhöhtes Risiko für die Immobilienwirtschaft in Deutschland.

Doch es gibt auch dunkle Wolken am Horizont: Stichwort Mietendeckel. Die Regulierungsideen aus der Politik sorgten für Diskussionen. Neben dem Mietendeckel, der in Berlin kurz vor seiner Umsetzung steht, fordern manche gar Enteignungen im großen Stil. Branchenexperten sind sich einig: Es reicht! IVD-Präsident Jürgen Michael Schick appellierte an die Politik, keine weiteren Änderungen im Mietrecht mehr vorzunehmen. „Die Investoren brauchen Planungssicherheit und nicht alle vier Wochen weitere Verschärfungen“, erklärte Schick.

Thema Wohnen: v.l.n.r. Mathias Gross, COO Polis Immobilien AG, Frank Schmeichel, Business Network, Nadir Guediri, Geschäftsführer COPRO Development GmbH, Thomas Bergander, Geschäftsführer Taurecon Real Estate Consulting GmbH. Foto: Business Network

Mietendeckel & Co.

Die deutsche Hauptstadt bleibt das Immobilien-Mekka Europas und ist nach wie vor Investor’s darling. Doch die Debatte um den Mietendeckel hat längst auch die Kapitalmärkte erreicht. Der Berliner Senat plant, einen landesweiten Mietendeckel einzuführen, der die Miete auf maximal sechs Euro pro Quadratmeter begrenzen soll – unabhängig von der Lage. Anleger reagieren nervös auf die Pläne aus der Hauptstadt. Obwohl die Zinsen aufs Baugeld historisch niedrig sind und Wohnraum weiterhin knapp ist, sorgen solche Diskussionen um Mietendeckel, Enteignung und Co. für Ärger und Unverständnis.

Branchenvertreter bezeichnen den Gesetzesentwurf als bizarr, realitätsfern und warnen vor katastrophalen Folgen für den Immobilienstandort Deutschland. Ein Mietendeckel, sollte er tatsächlich kommen, signalisiert Stillstand und einen Wechsel im politischen und wirtschaftlichen System der Bundesrepublik. Inländische wie internationale Investoren könnten sich aus dem Berliner Markt zurückziehen – mit gravierenden Folgen für den Wirtschaftsstandort. Mit einer Regulierung, die stranguliert, vernichtet der Senat Vertrauen und den Tatendrang der Menschen, die in die Hauptstadt kommen, um Neues zu schaffen – so einer der vielen Vorwürfe, die sich an die Berliner Verantwortlichen richten.

Der Berlin-Brandenburg-Stand auf der EXPO REAL 2019. Foto: Business Network

Experten befürchten, dass sich die ohnehin schon nicht ausreichende Neubautätigkeit deutlich reduziert. Die Folge: Es entstehen keine neuen Wohnungen. Immobilienprofi Siegfried Nehls, Vorstand des Berliner Projektentwicklers SANUS AG, schätzt die Situation als riskant ein: „Die Berliner Politik spielt ein gefährliches Spiel. Wenn sich die Schaffung von Wohnraum in Berlin nicht mehr rechnet, dann weichen Entwickler und Investoren an andere Standorte aus. Letzten Endes stellt sich dann die Frage, wer in Berlin den dringend benötigen Wohnraum noch schaffen soll.“ Sein Unternehmen SANUS AG ist bereits im Ausland aktiv und realisiert neue Projekte in Mailand und Budapest.

Fachkräftemangel hemmt die Geschäftsentwicklung

Ein weiteres Sorgenkind der Immobilienwirtschaft ist der grassierende Fachkräftemangel. Viele sehen darin die größte Gefahr für die Geschäftsentwicklung. Es ist schwieriger geworden qualifizierte Mitarbeiter zu finden, so der Tenor. Auch Immobilienverwalter und Wohnungsunternehmen kämpfen um Mitarbeiter. Um die besten Köpfe für das Unternehmen zu gewinnen, müssen diese sich strategisch überlegen, wie sie als Arbeitgeber attraktiv bleiben. Doch was sind die Anforderungen junger Menschen an die Arbeitswelt? Bezahlung, Work-Life-Balance, Loyalität und Unternehmenskultur sind Begriffe, die in diesem Zusammenhang immer wieder als Motivationsfaktoren angeführt werden.

Nachwuchs für die Immobilienbranche: Susanne Tattersall im Gespräch mit Dr. Reinhard Kutscher. Foto: Business Network

Susanne Tattersall von TATTERSALL·LORENZ bestätigt, dass das Image und die unternehmerische Ausrichtung eine wichtige Rolle spielen: „Die Reputation unseres Unternehmens ist ein entscheidendes Kriterium. Wir verwalten für interessante Kunden interessante Immobilien. Und wir sind im besten Sinne Mittelstand. Wer sich bei uns im Unternehmen wirklich einbringt, kann sich entwickeln und es weit bringen – anders als vielleicht in einem Konzern mit starren Strukturen.“

Klar ist, dass sich die Ansprüche des Nachwuchses in der Immobilienbranche verändert haben. Transparenz, attraktive Arbeitsmodelle und Unternehmen sowie eine angemessene Bezahlung – Unternehmen der Immobilienbranche werden nicht umhin kommen, geeignete Arbeitnehmer zu umwerben und die Angebote der Konkurrenz zu übertreffen.

Dauerbrenner Digitalisierung

Die Digitalisierung ist Dauerbrenner unter den Gesprächsthemen auf der EXPO REAL. Beim Immobiliendienstleister CBRE sieht man Big bzw. Smart Data als eines der großen Themen der Zukunft. Diskussionen über die Blockchain-Technologie und wie sich diese auf die Immobilienbranche auswirken wird, stießen auf reges Interesse auf der Messe. Eine Möglichkeit: Durch die Blockchain könnten globale Transaktionsfees eingedämmt werden.

Digitalisierung allerorten. Foto: © Copyright 2019, Messe München GmbH, all rights reserved

Als Erfolg verbucht die Messe die neue Halle A3, in der innovative Unternehmen und neue technische Lösungen gebündelt wurden. Hier präsentierten sich mehr als 60 Start-ups und weitere junge Technologieunternehmen dem Publikum. „Wir gehen davon aus, dass diese Innovations-Plattform auch in den kommenden Jahren ein großer Anziehungspunkt der Expo Real sein wird“, resümiert Projektleiterin Claudia Boymanns.

Es tut sich also etwas im Bereich Digitalisierung. Es herrschte zwar schon immer Einigkeit über die Bedeutung des Themas für die Immobilienwirtschaft, in der Vergangenheit waren das aber oft nur Lippenbekenntnisse. Nun kommt Schwung in die Angelegenheit. Themen wie BIM und serielles Bauen sind mittlerweile sind in der Branche angekommen. Auch die Bedeutung der sogenannten Prop-Techs hat stetig zugenommen. Experten sind sicher, dass die gesamte Immobilienwirtschaft immens profitieren wird, wenn die Möglichkeiten voll ausgeschöpft werden.

Topthema: Zukunftsweisende Projekte

Projekt Urbane Mitte am Gleisdreieck. Bildrechte: Urbane-Mitte-Entwicklungs-GmbH-Co.-KG

Baustellen allerorten – doch die Branche lässt sich die Laune nicht verderben. Beim networken zeigte sich, dass trotz aller Ungewissheiten und Zukunftsängsten der Optimismus deutlich überwiegt. Denn das wichtigste Thema in den Gesprächen waren dann doch neue und zukunftsweisende Bauprojekte wie etwa der Campus Mainview in Offenbach, Grand Central in Frankfurt, das Quartier Elbbrücken in Hamburg oder die Urbane Mitte am Gleisdreieck von COPRO in Berlin. Projekte, die sich um Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit drehen und die Ansprüche und Anforderungen der Menschen von vornherein mitdenken. Das Hauptziel dabei ist nicht Profit, sondern vor allem die Schaffung von Leuchtturmprojekten, architektonischen Highlights und ein Beitrag zur Stadtentwicklung der Zukunft. Das könnte auch möglicherweise ein Schlüssel sein, um den Baufrieden, den viele Branchenvertreter einfordern, wieder herzustellen. (ak)

„Der internationale Glanz der Charité fällt auch auf unseren Bezirk”

Im Gespräch mit Stephan von Dassel (Bündnis 90/Die Grünen), Bezirksbürgermeister von Mitte

Die verschiedenen Ortsteile von Mitte sind so unterschiedlich wie ihre Bewohner. Der Bezirk lebt durch Gegensätze und Widersprüche. Und vor allem liegen zwei der vier Campi der Charité dort. Die BERLINboxx traf Bezirksbürgermeister von Dassel und sprach mit ihm über Herausforderungen im Bezirk und die Bedeutung der Charité.

Zwei von vier Campi der Charité sind in Mitte angesiedelt. Welche Bedeutung hat das Universitätsklinikum für den Bezirk?

Das Universitätsklinikum hat eine sehr große Bedeutung für den Bezirk. Von der medizinischen Bedeutung für die Menschen, nicht nur in Mitte, einmal abgesehen, strahlt die Charité im internationalen Glanz. Von diesem Glanz fällt auch ein bisschen auf unseren Bezirk. Die Charité mit ihren Einrichtungen gehört ebenso zu Mitte wie der Fernsehturm, das Brandenburger Tor oder der Tiergarten. Darauf sind wir natürlich sehr stolz.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller möchte Berlin zur Forschungsmetropole, zum Zentrum der Spitzenmedizin ausbauen. Wird diese Entwicklung auch den Bezirk verändern?

Natürlich wird dieser Ausbau Auswirkungen auf den Bezirk Mitte haben – vor allem für Wedding. Denn für den dortigen Standort, insbesondere das Deutsche Herzzentrum – das im Zusammenhang mit Spitzenmedizin immer zu nennen ist – gibt es ja Umbaupläne, die ihn, aber auch das Umfeld, nochmals deutlich aufwerten würden. Dies allerdings nicht nur in einem physikalischen, sondern auch in einem ideellen Sinne. Mitte ist ja schon jetzt das bevorzugte Ziel vieler Menschen, die aus anderen Teilen der Stadt, des Landes oder der Welt kommen. In einigen Jahren wird es dafür dann neben den klassisch touristischen Gründen, einen noch stärker als heute schon ausgeprägten medizinisch-wissenschaftlichen Grund geben. Und das ist großartig – für uns Patientinnen und Patienten genauso wie für Menschen, die in der medizinisch-wissenschaftlichen Branche in Berlin-Mitte beruflich tätig sind.

Nachverdichtung, E-Scooter, Leihräder und Co. an jeder Straßenecke, weitere Investitionen in die Charité – in Mitte passiert gerade sehr viel. Wo sehen Sie Ihren Bezirk in zehn Jahren?

Grundsätzlich gilt auch in Mitte: Veränderung ist Fortschritt. Es sind ja nicht nur die beabsichtigten Investitionen in die Charité, die wir im Bezirksamt mit großem Wohlwollen zur Kenntnis nehmen, weil sie den Bürgerinnen und Bürgern dienen und damit uns allen, die wir hier leben. Wir freuen uns auch über viele andere Investitionen: Wohnungsbau, Kita- und Schulbauten aber auch Investitionen in weitere Infrastruktur sowie Firmen und damit in Arbeitsplätze. Als Bezirksbürgermeister stehe ich ansonsten natürlich auch jeder Innovation, die Auswirkungen auf das Zusammenleben in unserem Bezirk hat, grundsätzlich sehr aufgeschlossen gegenüber. Wichtig für ein freiheitliches und tolerantes Zusammenleben ist allerdings die Einhaltung von Regeln, denn nur dann können sich Mitte und die gesamte Stadt diesen von vielen geschätzten Lebensstil bewahren. Das gilt für E-Scooter und Leihfahrräder genauso wie den normalen Autoverkehr, die Nutzung von Parks und öffentlichen Grünanlagen und das Verhalten im Öffentlichen Raum allgemein. Daran wird sich auch in zehn Jahren nichts geändert haben – Mitte wird dann genauso wie heute ein lebenswerter Bezirk sein, der seine Reize nicht zuletzt aus seiner bunten Vielfältigkeit bezieht. (aw)

Spielbank Berlin präsentiert absolutes High-LIGHT im Rahmen des Festival of Lights zum Gedenken an 30 Jahre friedliche Revolution

Gemeinsam mit Festival of Lights International präsentiert die Spielbank Berlin beim diesjährigen Festival of Lights ein besonders aufsehenerregendes Licht-Kunstwerk. Das Besondere an der monumentalen Licht-Klang Installation „Menschen Leipzig – Berlin“ des französischen Lichtkünstlers Philippe Morvan ist der Bezug auf strahlende Momente der jüngeren deutschen Geschichte, denn das Kunstwerk ist gleich zwei 30-jährigen Jubiläen gewidmet: Der friedlichen Revolution in Leipzig und dem Fall der Berliner Mauer.

Tausend Vintage-Taschenlampen laden zur Begegnung ein

In einem Kreis aus tausend Taschenlampen, die insgesamt 9 Meter Durchmesser haben, entführt der aus Lyon stammende Künstler die Besucher ins Herz der Installation. Dort lässt er sie mit dem Kunstwerk und dem leuchtenden Botschaft verschmelzen. Ziel des Kunstwerks ist es, die Menschen einzuladen, den Lichtkreis zu betreten, sich zu begegnen und miteinander ins Gespräch kommen.

Lichtinstallation „Menschen Leipzig – Berlin“. Foto: Spielbank Berlin

Rund tausend rechteckige, verschiedenfarbige und mit Flachbatterien betriebene Vintage-Taschenlampen hat Philippe Morvan für sein Kunstwerk gesammelt. Montiert sind die Lichter in drei Metern Höhe. Die Lampen erzeugen diverse Lichteffekte, die mit Audiocollagen unterlegt sind, die oftmals historische Bezüge haben. In Leipzig sorgte die Licht-Klang-Installation bereits für Staunen. Dort wurde das Kunstwerk ausgestellt, um an die friedlichen Demonstrationen vor dreißig Jahren zu erinnern. Nun sind die Lichter „Menschen Leipzig – Berlin“ im Rahmen des Festival of Lights zu Gast in Berlin. Das Kunstwerk soll die beiden Städte miteinander verknüpfen und den Weg zu Deutschen Einheit nachzeichnen. Vom Beginn der friedlichen Revolution in Leipzig bis zum Mauerfall in der Hauptstadt.

Perfekte Kulisse: Begegnung statt Trennung

Gerade am Potsdamer Platz, dem heutigen Herzen Berlins, hat die Lichtinstallation die perfekte Kulisse. Denn hier verlief damals die Mauer, eine Brachfläche, die dreißig Jahre später der Mittelpunkt einer vibrierenden europäischen Metropole ist.

„Der Potsdamer Platz ist untrennbar mit der Deutschen Teilung verbunden“, so Marcel Langner, Geschäftsführer der Spielbank Berlin. „Die Spielbank Berlin hat hier seit mehr als 20 Jahren ihren Hauptstandort, erst kürzlich haben wir unser Bekenntnis zu diesem Platz erneuert. Auch wir sehen uns als Ort der Begegnung, der Menschen Raum für Vergnügen und Gespräche bietet. Also genau das Gegenteil von dem, was dieser Ort einmal war. Daher erfüllt es uns mit großer Freude, hier direkt vor den Türen der Spielbank ein außergewöhnliches Kunstwerk zu präsentieren, das nicht nur eine spektakuläres Licht-Kunstwerk ist, sondern auch ein Symbol für Begegnung, Freude und Freiheit.“

Die Licht-Installation wird noch bis zum 20. Oktober direkt am Marlene-Dietrich-Platz vor der Spielbank Berlin zu bestaunen sein. (red)

Expresszüge der Berliner S-Bahn sollen Pendler entlasten

Zwischen acht und neun Uhr machen sich jeden Morgen tausende Berufstätige in Berlin auf den Weg zur Arbeit. Viele nutzen dafür, aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens auf den Straßen, die öffentlichen Verkehrsmittel, um ihr Ziel zu erreichen. Doch auch Bus, U- und S-Bahn können der steigenden Anzahl von Fahrgästen inzwischen kaum mehr gerecht werden – so nutzten 2018 über 20 Prozent mehr Menschen die städtischen Bahnverbindungen als im Jahr 2012.

Berliner S-Bahn plant Verbesserungen ab dem 15. Dezember

Daher plant die Bahn aktuell Zusatzangebote, um die angespannte Verkehrslage zu verbessern. Ab Ende des Jahres sollen auf der Linie S3 (Erkner-Spandau) Expresszüge mit jeweils vier Wagen zwischen den Haltestellen Friedrichshagen und Ostbahnhof eingesetzt werden. Die Zusatzfahrten bedeuten nicht nur mehr Plätze für Reisende und Pendler, sondern auch kürzere Fahrzeiten.

Um das Versprechen von bis zu vier Minuten schnelleren Fahrten einzuhalten, wird die Berliner Expressbahn an vier Haltestellen der regulären Verbindung – Hirschgarten, Wuhlheide, Betriebsbahnhof Rummelsburg und Rummelsburg – nicht halten. Da die künftige S3X den regulären Schienenverkehr aber nicht ersetzt, sondern eine Zusatzoption in der Hauptverkehrszeit ist, können Fahrgäste die ausgelassenen Haltestellen weiterhin mit der regulären Verbindung erreichen.

Express-S-Bahn und zusätzliche Wagen

Auch auf weiteren Strecken sollen zukünftig Verstärker eingesetzt werden. Zusätzliche Entlastungsfahrten sind für die S5 (Strausberg Nord–Westkreuz) und die S75 (Wartenberg–Ostbahnhof) geplant. Während die Linie S85 (Pankow-Grünau) ab Ende des Jahres zwei Waggons mehr erhält, müssen bei der Linie S75 Wagen gestrichen werden – wie die Morgenpost berichtet, für S-Bahn Chef Buchner ein unvermeidlicher Kompromiss: „Wenn wir irgendwo mehr Wagen einsetzen, müssen wir sie anderswo wieder wegnehmen“.

Die bald eingesetzten Zusatzfahrten überbrücken aktuell geplante Verbesserungen der Berliner S-Bahn bis zu ihrer Umsetzung. Erst ab 2021 soll die Bahn nämlich zusätzliche Züge erhalten, die den Alltagsbetrieb dauerhaft unterstützen. Der erste Zug der neuen Baureihe 483/484 ist bereits Anfang September im S-Bahn-Netz gefahren. Die bisher zehn gebauten Prototypen werden momentan noch im Berliner Netz getestet. Es wird unter anderem die Funktion der Zugsicherungssysteme und der Fahrkomfort kontrolliert. (sz)

Unexplained Wealth Order: Umstrittene Rechtspraxis in Großbritannien

Im Januar 2018 führte die britische Regierung ein neues Instrument zur Bekämpfung der Geldwäsche vor allem im Londoner Immobilienmarkt ein, die sogenannte «Unexplained Wealth Order» (UWO). Mittels dieses neuen Rechtsmittels können Politiker und hohe Staatsangestellte von außerhalb Europas sowie Personen, die ihnen nahe stehen und Personen, welche im Verdacht stehen, Besitz in Großbritannien mit illegal erlangtem Vermögen erworben zu haben, zur Darlegung ihrer finanziellen Situation gezwungen werden.

Dieses Untersuchungsinstrument mag dem Kampf gegen Korruption und Kriminalität vordergründig förderlich sein. Bei genauerem Hinsehen stellt man jedoch rasch fest, dass die Umsetzung der UWOs mit zentralen Prinzipien des Rechtstaats in Konflikt steht. So sind die rechtlichen Schranken, welche den britischen Behörden bei der Ausstellung von UWOs auferliegen, vergleichsweise tief. Zudem grenzt das Vorgehen der zuständigen Dienststellen teilweise an Willkür. Da UWOs insbesondere auf vermögende Ausländer ausgerichtet sind, besteht die Gefahr, dass Investoren abgeschreckt werden und zukünftig von Vermögensanlagen in Großbritannien absehen. Eine solche Entwicklung könnte sich zusätzlich negativ auf den Wirtschaftsstandort Großbritannien auswirken, der bereits stark unter den Folgen des Brexit leidet.

Mittel zur Bekämpfung von Geldwäsche

UWOs dienen den britischen Behörden als Untersuchungsinstrument, um nachzuvollziehen, auf welche Weise eine verdächtigte Person Vermögen erworben hat und wie sie in den Besitz der dazu verwendeten materiellen Mittel gelangt ist. Gemäß des «Proceeds of Crime Act 2002» kann eine Vollzugsbehörde (National Crime Agency, «NCA») beim High Court die Ausstellung einer UWO gegen Vermögensgegenstände mit einem Wert von über £50.000 beantragen. Neben Immobilien können auch Schmuck, Autos und weitere Güter betroffen sein. Die UWO wird genehmigt, sofern der begründete Verdacht besteht, dass die legal erworbenen finanziellen Mittel des Besitzers nicht ausreichen, um den Vermögensgegenstand zu erwerben. Mit anderen Worten: Wenn die Vollzugsbehörde davon ausgeht, dass der Eigentümer auf illegalem Wege zu Vermögen gelangt ist und dieses durch den Erwerb des besagten Vermögensgegenstandes in Großbritannien weißgewaschen hat.

Sofern die betroffene Person nicht in der Lage ist, die Gründe für den Erwerb des jeweiligen Vermögensgegenstand sowie die Herkunft der verwendeten Mittel innerhalb der gesetzten Frist glaubhaft offenzulegen, gilt der Verdacht der Geldwäsche als bestätigt. Damit ist der Weg für eine gerichtliche Einziehung frei. Legt der Besitzer die Herkunft der Mittel offen, kann die NCA diese Offenlegung als Nachweis der illegalen Herkunft der Mittel verwenden und die gerichtliche Einziehung der Vermögenswerte beantragen.  Der Besitzer kann enteignet werden und muss zudem mit einer Geld- oder Gefängnisstrafe rechnen. So weit, so gut.

Grosser Interpretationsspielraum

UWOs können gegen Vermögensgegenstände gerichtet sein, deren Besitzer einer von zwei Kategorien zugeordnet werden können: Entweder handelt es sich um Personen, die einer schweren Straftat verdächtigt werden oder mit einer solchen Person in Verbindung stehen. Für Personen von außerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes genügt es hingegen bereits, wenn sie als sogenannte «Politically Exposed Person» (PEP) angesehen werden können oder mit einer solchen Person in Verbindung stehen. Als PEP gilt definitionsgemäß, wer aufgrund seiner herausragenden Position in der Öffentlichkeit für Korruption anfällig ist. Ein Verdacht auf kriminelle Tätigkeiten ist in diesem Fall nicht vonnöten. Durch diese Kategorisierung wird offensichtlich der Rechtsstaat strapaziert. Als Personen, die mit einer PEP in Verbindung stehen, können deren Familienmitglieder, Geschäftspartner, Angestellten, Treuhänder, Verwaltungsräte in nahestehenden Gesellschaften und weitere Personen gelten.

Die Vollzugsbehörden haben bei der Identifikation verdächtiger Personen großen Interpretationsspielraum zur Verfügung. So ist es beispielsweise möglich, eine UWO gegen den Ex-Ehepartner oder die Ex-Ehepartnerin eines mutmaßlichen Straftäters oder einer PEP auszustellen, auch wenn seit der Scheidung bereits ein oder mehrere Jahrzehnte verstrichen sind und das betroffene Vermögen erst deutlich später erworben wurde. Ebenfalls denkbar sind Fälle von Vererbungen, bei denen der Vermögensgegenstand von einer PEP oder einer ihre nahe stehenden Person an eine andere Person übergegangen ist. Auch wenn seit Jahren keine Verbindung mehr zwischen den beiden Individuen besteht, kann der Erbe durch eine UWO zur Darlegung des Vermögenserwerbs des Erblassers gezwungen und, bei unzulänglicher Beweislage, enteignet werden.

Die Art der Verbindung zu einer PEP, einer verbundenen Person oder einem mutmaßlichen Straftäter sowie der Zeitraum, der seit dem Bestehen dieser Verbindung vergangen ist, spielen somit für das Ausstellen einer UWO kaum eine Rolle. Zudem wird die Beweislast umgekehrt, die Unschuldsvermutung ausser Kraft gesetzt und der Besitzer zur Beibringung von Nachweisen des Vermögenserwerbes durch Geschäfte gezwungen, auch wenn diese Geschäfte zehn, zwanzig oder mehr Jahre zurück liegen. Damit sind die rechtlichen Hürden für die Vollzugsbehörden zur Durchsetzung einer UWO äußerst niedrig, und die Grenze zur Willkür schnell überschritten. Beispielweise wurde in einer UWO ein Treuhänder als Trustee für eine PEP betrachtet die zum Zeitpunkt als der Treuhänder zum ersten Mal von den fraglichen Vermögenswerten hörte, bereits seit mehr als einem Jahr verstorben war. Nach Auffassung der NCA hinderte der Tod der PEP nicht daran, dass der Treuhänder postum zum Trustee für diese werden konnte.

Abschreckende Wirkung auf Investoren

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwieweit die rechtsstaatlichen Prinzipien der Rechtssicherheit und -gleichheit, der Garantie des Grundrechtes auf Eigentum noch gewährleistet sind. Insbesondere die Rechtssicherheit scheint höchst gefährdet, wenn das Eigentum beispielsweise an Liegenschaften von der Erhältlichkeit Jahrzehnte alter Geschäftsunterlagen abhängt. Investoren, welche nicht aus dem Europäischen Wirtschaftsraum stammen und bei Anlagen in Europa oft vor allem Sicherheit suchen, dürften durch die neue Rechtspraxis vermehrt davor zurückschrecken, ihr Kapital in Großbritannien anzulegen. Immerhin müssen sie bei jeglicher Verbindung zu einer PEP damit rechnen, ins Visier der britischen Behörden zu gelangen und ihre Investitionen im Rahmen einer UWO zu rechtfertigen oder gar zu verlieren. Und diese PEP-Verbindungen müssen nicht einmal sehr eng sein. Zudem werden UWO-Verfahren fast zwangsläufig öffentlich bekannt, was zur Blockierung von Bankguthaben in Drittländer führen dürfte.

Die Folgen eines vermehrten Ausbleibens ausländischer Investition könnten gravierend sein. Wie ein Bericht des Beratungsunternehmens Deloitte aufzeigt, flossen im Zeitraum von 2015 bis 2018 6.7% der global getätigten ausländischen Direktinvestitionen ins Vereinigte Königreich. Auf einer weltweiten Skala liegt Großbritannien damit auf dem zweiten Platz hinter den USA. Zwar stammt ein Großteil dieser Investitionen aus Europa oder den USA, eine Analyse des britischen Office for National Statistics ergab allerdings, dass im Jahr 2016 rund 17% der vermeintlich aus Europa stammenden Direktinvestitionen ein außereuropäisches Ursprungsland hatten. Aufgrund dieser immensen Bedeutung ausländischer Investitionen für die britische Wirtschaft würde bereits eine geringe Reduktion der Anlagen als Folge der abschreckenden Wirkung von UWOs negative Konsequenzen nach sich ziehen.

In einer Zeit, in welcher Großbritannien aufgrund der bisher kaum abschätzbaren Folgen des Brexit und der damit verbundenen Unsicherheit für Investoren weniger attraktiv ist und Immobilienpreise fallen, wird der Wirtschaftsstandort durch die mangelnde Rechtssicherheit im Zuge der UWOs noch zusätzlich geschwächt. Angesichts dieser Zukunftsaussichten wären die britischen Behörden daher gut beraten, klarere Grundlagen für die Ausstellung von UWOs zu schaffen und die Prinzipien des Rechtsstaates auch in der Bekämpfung von Korruption und Geldwäsche nicht weiter zu strapazieren. (red)