Füchse Berlin Pokernacht in der Spielbank Berlin: Die Hauptstadt-Handballer lassen die Karten fliegen

Der Pokerabend der Berliner Füchse in der Spielbank Berlin ist schon längst eine Tradition geworden. Die Spielbank Berlin ist langjähriger Sponsoringpartner der Berliner Füchse und richtete zum wiederholten Mal das Event für die Handball-Elite der Hauptstadt aus. So trafen sich erneut Spieler, Partner und Sponsoren zur Füchse Berlin Pokernacht in der Spielbank am Potsdamer Platz, um zu beweisen, dass sie nicht nur in der Halle zocken und bluffen können. An 9 Tischen wurde in der Pokervariante Texas Hold’em (no limit) mit professionellen Karten-Dealern der Spielbank gepokert. Zu Gast waren prominente Spieler wie Paul Drux, Silvio Heinevetter, der Weltmeister Hans Lindberg und natürlich Füchse-Chef Bob Hanning. Gespielt wurde von den 85 Spielern selbstverständlich um Spielgeld, schließlich sollte der Spaß im Vordergrund stehen.

„Die Spielbank Berlin hat ihre Sponsoringaktivitäten bei den Füchsen kürzlich maßgeblich ausgebaut“, so Marcel Langner, Geschäftsführer der Spielbank Berlin. „Einer unserer Sponsoring-Schwerpunkte liegt nach wie vor auf dem Sport und das Pokerturnier mit den Berliner Füchsen ist längst eine liebgewonnene Tradition. Wir drücken dem Verein die Daumen und hoffen, dass den Spielern beim Pokern und vor allem beim Handballsport das Glück hold bleibt.“

Der Sponsor und Unterstützer Marcel Langner, Geschäftsführer der Spielbank Berlin und Bob Hanning, der Chef der Berliner Füchse | Bildquelle: Spielbank Berlin

Der Sponsor und Unterstützer Marcel Langner, Geschäftsführer der Spielbank Berlin und Bob Hanning, der Chef der Berliner Füchse | Bildquelle: Spielbank Berlin

Am Finaltable konnten sich schließlich die Partner und Sponsoren der Berliner Füchse durchsetzen, der Sieger des Abends war der ehemalige Coach der Füchse Guido Perschk. Er konnte eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass ihm nicht nur Fortuna zugetan war, sondern dass er auch die hohe Kunst des Pokerspiels beherrscht.

„Der Pokerabend hier in der Spielbank Berlin ist für alle Beteiligten immer ein großer Spaß“, so Bob Hanning. „Konzentration und strategisches Geschick sind sowohl beim Handball als auch beim Pokern gefragt. Insofern war der Abend in der Spielbank Berlin auch in gewisser Weise eine Trainingseinheit für unser Team.“

Der nächste Füchse-Pokerabend ist jedenfalls schon fest eingeplant.

Sieger der Pokernacht: Der ehemalige Füchse-Coach Guido Perschk mit dem Pokerchef der Spielbank Berlin Bernd Plätrich | Bildquelle: Spielbank Berlin

Sieger der Pokernacht: Der ehemalige Füchse-Coach Guido Perschk mit dem Pokerchef der Spielbank Berlin Bernd Plätrich | Bildquelle: Spielbank Berlin

Laut jüngster Bundesbank-Studie werden die Deutschen immer wohlhabender

Die aktuelle Studie der Bundesbank hat ergeben, dass die Deutschen, insbesondere deutsche Immobilienbesitzer, in den vergangenen Jahren reicher geworden sind. Besonders auffällig ist dabei die ungleiche Verteilung des privaten Vermögens – vor allem wenn man einen Blick auf die unterschiedlichen Zahlen von West und Ost wirft. Die Volkswirte der Bundesbank bringen den auffälligen Unterschied mit dem Immobilienbesitz in Verbindung.

Hohe Ungleichheit zwischen den Regionen

Die deutsche Wirtschaft ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und Immobilienbesitzer werden im Schnitt immer wohlhabender. Gerade steigende Wohnungspreise lassen die Vermögen der deutschen Immobilienbesitzer immer mehr wachsen. Doch auch steigende Löhne und Gehälter sowie höhere Aktienkurse tragen zur verbesserten finanziellen Lage bei.

Mit den Immobilienpreisen ist auch die ungleiche Verteilung des Vermögens extrem gestiegen, teilte die Bundesbank in ihrem Monatsbericht mit. Besonders auffällig seien die Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland, die aufgrund des geringeren Immobilienbesitzes im Osten entstehen.

Der  Median der Verteilung lag im Westen im Jahr 2017 bei 92.500 Euro, ergab die Bundesbank-Analyse. Im Osten dagegen lag der Mittelwert nur bei 23.400 Euro. In Ostdeutschland sei der Immobilienbesitz deutlich geringer und das führe zu den großen Differenzen, so die Ergebnisse der Studie. Außerdem sei zwischen den Bundesländern eine deutliche Einkommensungleichheit erkennbar. In reicheren Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg und Hessen läge der Mittelwert deutlich über dem von z.B. Nordrhein-Westfalen oder Rheinland-Pfalz, heißt es in dem Bericht.

Die Reichsten zehn Prozent besitzen 55 Prozent des gesamten Vermögens

Im Jahr 2017 lag das durchschnittliche Vermögen eines privaten Haushaltes in Deutschland bei 232.800 Euro netto. Das sind 18.300 Euro mehr als vor drei Jahren und ergibt eine Steigerung von rund 8,5 Prozent. Der Median liegt bei netto 70.800 Euro. Die Haushalte, die über dem Median liegen, können ihr Vermögen durch den Immobilienbesitz deutlich steigern. Dort geht das Nettovermögen teilweise bis 850.000 Euro. Laut der jüngsten Studie der Bundesbank, bei der rund 5.000 private Haushalte befragt wurden, besitzen in Deutschland die reichsten zehn Prozent rund 55 Prozent des gesamten Nettovermögens. Die gesamte untere Hälfte besitzt gerade mal drei Prozent. (tf)

Flughafen Tegel – Großes Chaos zum Ferienstart

Lange Wartezeiten, überforderte Mitarbeiter und verpasste Flüge – pünktlich zum Beginn der Osterferien ist am Flughafen Tegel großes Chaos angesagt. Und passend dazu kommen nun auch noch erneut Zweifel an dem Eröffnungstermin vom künftigen Hauptstadtflughafen BER.

20 Prozent mehr Passagiere als 2018

Im Laufe der letzten Woche wurde die Situation am Flughafen Tegel immer angespannter. Auch am heutigen Montagmorgen kommt es wegen der Sperrung des Flughafen-Tunnels auf der Autobahn A111 erneut zu Staus  und langen Wartezeiten. Bis Donnerstag müssen die Betroffenen noch mit Einschränkungen rechnen.

Vor allem in Terminal C kommt es aufgrund der langen Warteschlangen vor dem Check-in und dem Sicherheitscheck zu Gedrängel. Dies teilten auch zahlreiche Fluggäste auf sozialen Netzwerken mit. Die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg erwartet im Ostermonat rund 20 Prozent mehr Passagiere als im Jahr 2018. „Allein am ersten Ferienwochenende (12. bis 14. April) erwartet die Flughafengesellschaft mehr als 2.200 Flüge mit mehr als 240.000 Passagieren“, teilt ein Sprecher der Flughafengesellschaft mit.

Keine Kapazität für die vielen Reisenden

Für den Flughafen Tegel war ursprünglich eine Kapazität von 12 Millionen Fluggästen geplant. Die tatsächliche Zahl an Reisenden pro Jahr liegt bei weitem jedoch über 20 Millionen, was sich in diesem Jahr deutlich bemerkbar macht. Solange sich die Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER weiterhin verzögert, müssen die Flughäfen Tegel und Schönefeld weiterhin deutlich oberhalb ihrer geplanten Kapazität arbeiten.

Umso verärgerter sind die Fluggäste über die Nachricht, dass der BER auch zum zuletzt angepeilten Eröffnungstermin im Oktober 2020 nicht fertig wird. In einem aktuellen Gutachten wurden über 10.000 Mängel aufgelistet. Mit so vielen Mängeln gibt es kein TÜV-Zertifikat und ohne Zertifikat beginnt keine Abnahme durch das Bauamt. Das Verkehrsministerium fordert bis Mittwoch den 17. April eine Stellungnahme der Verantwortlichen des BER zur aktuellen Lage.

Bis eine dauerhafte Lösung für das Problem vorliegt, sollen Reisende am besten auf Ausweichflughäfen in nahegelegenen Städten zurückzugreifen, empfehlen Experten. (tf)

Gutachten der Deutschen Wohnen wissenschaftlicher als der Mietspiegel 2015?

Die Berliner Gehag GmbH, Tochterfirma der Deutschen Wohnen, wollte eine Miete oberhalb des Mietspiegels und ging damit vor Gericht. Das Landesgericht entschied, dass die Mieterhöhung einer Zehlendorfer Wohnung mithilfe eines Gutachters durchgesetzt werden darf. Außerdem wurde der  Mietspiegel zu einer nicht rechtsicheren Orientierung für die Preisgestaltung erklärt.

Berliner Mietspiegel ist angreifbar und nicht rechtssicher

Bei den letzten Versuchen etwas an der Gültigkeit des Mietspiegels zu ändern, blieb die Deutsche Wohnen erfolglos. Im neusten Fall korrigierte das Landgericht die Entscheidung der ersten Instanz jedoch und traf das Urteil zugunsten der Deutsche Wohnen. Der Mietspiegel von 2015 wurde vom Gericht für angreifbar und nicht rechtskräftig erklärt. Der Mietspiegel sei laut dem gerichtlich bestellten Sachverständigen nicht nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt worden und stelle keine geeignete Schätzgrundlage dar.

Unsicherheit bei Mietern

Die Wohnungsgesellschaft darf die Miete einer Wohnung in der Argentinischen Allee 193 in Zehlendorf nun um 42,83 Euro erhöhen. Genehmigt wurde die Maßnahme vom Gericht aufgrund der Begründung eines Sachverständigen, der „nachvollziehbar geschildert hat, wie er zu seiner Bewertung aufgrund von Vergleichswohnungen aus dem Datenbestand der Deutsche Wohnen gelangt ist“.

Für Mietervertreter ist das eine schwere Niederlage und auch bei vielen anderen Beteiligten kommt Verwirrung auf. Reiner Wild, Chef des Berliner Mietervereins, kritisiert die Begründung des Gerichts. Er meint, ein Gutachten entspreche noch viel weniger den Ansprüchen wissenschaftlicher Grundsätze als ein Mietspiegel. Außerdem würde es eventuell andere Besitzer dazu animieren, ihre Mieten über dem Mietspiegel anzusetzen.

Auch der Vorsitzende von „Haus und Grund“ Wilmersdorf, Wolfgang Becker ist der Meinung, dass der Mietspiegel eine sinnvolle Orientierung und Sicherheit bei der Festlegung der Miethöhe sei.  Ein Gutachten sei außerdem viel zu teuer.

Die Deutsche Wohnen fühlt sich durch das gerichtliche Sachverständigengutachten und die Entscheidung des Landgerichts in ihrer Auffassung bestätigt, dass „der Berliner Mietspiegel 2015 nicht unter Einhaltung wissenschaftlicher Regeln erstellt wurde und daher dem Anspruch eines qualifizierten Mietspiegels nicht entspricht.“ (tf)

Unsere Erde enkelfähig machen: DMK Award geht an energieautarkes Berliner Wohnbauprojekt

Die Welt ein Stück besser machen, als wir Sie vorgefunden haben. Nachhaltigkeit bei Gebäuden fordert größte Kreativität der Architekten. Diese Objekte liefern den Beweis, dass Nachhaltigkeit lebt –  und erstaunliche Ergebnisse müssen ausgezeichnet werden.

Zum 9. Mal verliehen Krieger + Schramm und die Dagmar + Matthias Krieger Stiftung den DMK Award für nachhaltiges Bauen. Sie verfolgen damit das Ziel, das Thema Nachhaltigkeit, zukunftsorientiertes und umweltbewusstes Bauen in die Breite zu tragen. Engagierte Architekten, Planer und Projektentwickler werden gefördert. Unterstützend zur Seite steht der BFW Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Die Fachjury, mit dem Vorsitzenden Herr Prof. Alexander Reichel – Architekt aus Kassel und Professor an der Hochschule Darmstadt – bewertete die zahlreichen Projekte nach ökologischer Qualität, ökonomischer Qualität, soziokultureller und funktionaler Qualität, technischer Qualität und der Prozessqualität.

In drei Kategorien wurde in diesem Jahr der begehrte Preis verliehen, jeweils mit einem Preisgeld von über 2.000 Euro – gestiftet durch die Dagmar + Matthias Krieger Stiftung. In den Kategorien Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und öffentlich/gewerbliche Objekte konnten die Architekten ihre Bauwerke einreichen. Zudem gab es in diesem Jahr zwei Sonderpreise – jeweils mit 500 Euro prämiert.

Eine Wohnanlage, die sich selbst mit Energie versorgt

Man kann nicht erst festlegen – wenn die Immobilie steht: das Gebäude ist nachhaltig. Nein, es beginnt mit mühseliger Kleinarbeit weit im Voraus. In der frühen Phase der Entstehung eines Wohnhauses ist die Einflussnahme auf Gestalt und Eigenschaft am höchsten und so wurde dieses Bauvorhaben Teil eines Forschungsprojektes der Deutschen Bundesstiftung Umwelt unter dem Titel „Energetische Konzeption einer Solar Plus Energie Siedlung als generationsübergreifende Siedlung im Baugruppenmodell“.

Das Ergebnis ist äußerst lobenswert, das Mehrfamilienhaus erzeugt mehr Energie als dieses verbrauchen, speist ins öffentliche Netz ein und speichert einen hohen Anteil an Energie innerhalb der Gebäude. Die Häuser wurden mit nachwachsende Rohstoffe gebaut und sorgen für die Reduzierung der CO2 –Emissionen. Die 13 Wohnungen sind so angelegt, dass größere geteilt werden können, diese verfügen bereits jetzt über 2 Zugänge zum Treppenhaus mit zwei Haustüren. Für Veränderungen der Lebenssituation der Bewohner bestens geeignet. Für zusätzliche Behaglichkeit gibt es Wintergärten, die in der kalten Jahreszeit für Wohnraum sorgen und im Sommer Freiraum und Energiepuffer sind. Hier wird Wohnen zum Wohngefühl – einziehen und wohnen bleiben.

Preisträger Architekturbüro Deimel Oelschläger und Partner

Häuser für Generationen bauen und dies mit der Beachtung des Schutzes unserer Umwelt und Nachwelt! Das Architekturbüro Deimel Oelschläger und Partner hat ihren möglichen Einfluss maximal genutzt.

Dies hat die Jury überzeugt und der 1. Preis in der Kategorie Mehrfamilienhaus geht an „Newtonprojekt Haus 1, Berlin“.

Preisträger: Das Architekturbüro Deimel Oelschläger und Partner | Foto: Krieger + Schramm

Preisträger: Das Architekturbüro Deimel Oelschläger und Partner | Foto: Krieger + Schramm

Preisverleihung in Wiesbaden

Am Dienstag, den 02.04.2019 wurden die Preise verliehen! Der Lohn der Architekten, die monatelange kreativ gewirkt haben, in den Häusern ihre Ideen in die Realität gebracht haben – diese harte Arbeit wurde am Dienstag belohnt.

Bei schönstem Sonnenschein bot die „Villa im Tal“ von Wiesbaden eine hervorragende Location. Fachleute der Wohnungswirtschaft folgten aufmerksam den Worten des Juryvorsitzenden, Herr Prof. Alexander Reichel. Mit lobenden Worten und anerkennenden Erklärungen der nachhaltigen Lösungen bewirkte der Stolz, Ehrung, Anerkennung und Dank bei den Architekten und Planern.

Die weiteren Auszeichnungen:

In der Kategorie Einfamilienhaus/Reihenhaus/Doppelhaus wurde das Architekturbüro „A-Z Architekten BDA“ aus Wiesbaden mit einem leimfreien Massivholzbau ausgezeichnet.

Die Auszeichnung in der Kategorie „Mehrfamilienhaus“ ging an Deimel Oelschläger Architekten Partnerschaft aus Berlin. Diese punkteten mit ihrem Projekt „NEWTONPROJEKT HAUS 1“ – dem Neubau eines klimaneutralen Wohnhauses für eine Baugemeinschaft.

Die Sonderpreise gingen an die Architekten „Planquadrat Elfers Geskes Krämer“ aus Darmstadt für die Mediathek in Ingelheim am Rhein und an den Architekt BDA Dr.-Ing. Sever Severain aus Wiesbaden mit dem besonderem Projekt „Weingut Dreissigacker, Bechtheim/Rheinhessen“.

Der DMK Ehrenpreis für nachhaltiges Engagement erhielt Herr Peter Bachmann. Für seinen unermüdlichen Einsatz für eine saubere Raumluftqualität, gesündere und schadstofffreie Baustoffe. Als Geschäftsführer des Sentinel Haus Instituts setzt er Maßstäbe im Bereich des Wohngesund Bauens, hält Vorträge in diesem Bereich und ist als Visionär anzusehen. (red)

 

 

 

Forderungskatalog „Fridays for Future“: 180 Euro pro Tonne als Co²-Steuer

Die Klima-Aktivisten von „Fridays For Future“ veröffentlichten erstmalig einen Katalog mit Forderungen an die Politik. Unter anderem wollen sie eine CO²-Steuer, die klimaschädliche Güter drastisch verteuern würde. Große Auswirkungen hätte dies vor allem auf das Verhalten der Verbraucher.

Forderungen der Klimaschützer

Seit Wochen demonstrieren regelmäßig unzählige, engagierte Jugendliche in Deutschland bei den Fridays for Future“ für den Klimaschutz. In Berlin treffen sich die Schülerinnen und Schüler dafür meist am Invalidenpark und marschieren dann gemeinsam über die Friedrichstraße und das Regierungsviertel, bis zum Brandenburger Tor. Bei der letzten Berliner Demo gab es rund 25.000 Teilnehmer.

Nun erhöht die Klimaschutzbewegung den Druck auf die Politik noch einmal erheblich. Kritiker haben den Streikenden immer wieder vorgeworfen, nicht radikal und präzise genug zu sein. Sie sollten außerdem eigene Lösungsansätze entwickeln und genaue Ziele äußern. Die Vertreter erstellten nun erstmalig einen Katalog mit sechs konkreten Anforderungen an die Politik.  Am Montag stellten sie ihre Grundforderungen dann bei einer  Pressekonferenz im Berliner Naturkundemuseum vor. Ein Punkt auf ihrer Liste war eine CO²-Steuer auf alle Treibhausgasemissionen. Ihre Vorstellungen liegen dabei bei 180 Euro pro Tonne CO², was eine beachtliche Summe ist. Ein Flugticket würde dadurch um ein mehrfaches teurer werden, was die Geringverdiener stark belasten würde. „Eine so hohe Steuer würde klimaschädliches Handeln schnellstens beenden“, so Sebastian Grieme, Vertreter von „Fridays for Future“.

Folgen für Verbraucher

Eine weitere Forderung ist der Ausstieg aus der Kohleenergie und das am besten sofort. Noch 2019 soll nach dem Forderungskatalog ein Viertel der Kohlekraftwerke abgeschaltet werden und bis 2030 dann endgültig alle. Bis 2035 fordern sie 100 Prozent erneuerbare Energien und eine Verringerung der Emissionen auf „Netto-Null“. Solange die Politik nicht anfängt zu handeln, werden die Streiks weitergehen, so Klimaaktivist Sebastian Grieme. Ganz so einfach und schnell werden die Forderungen der Schüler aber kaum umsetzbar sein. Die drastische Erhöhung von CO²-Emissionen würde Energieträger, Lebensmittel, Konsumgüter oder Reisen extrem verteuern. Die Mehrkosten für ein T-Shirt lägen beispielweise bei 1,89 Euro. Ein Kilogramm Rindfleisch wäre um ganze 2,58 Euro teurer.

CDU-Generealsekretär Paul Ziemiak lädt einige der Vertreter und Klimaaktivisten zu einem Gespräch in die Parteizentrale ein. Er hält es für enorm wichtig in direkten Kontakt mit den jungen Menschen zu treten und sich so schnell wie möglich auszutauschen. (tf)

Spielbank Berlin: Beiratsmitglied Gregor Gysi überreicht Scheck über 5.000 Euro an traditionsreichen Tourenseglerverein TSG 1898

In seiner Funktion als Beiratsmitglied der Spielbank Berlin überreichte LINKEN-Politiker Gregor Gysi dem Vereinsvorstand der Freien Vereinigung der Tourensegler Grünau 1898 e.V. einen Scheck über 5.000 Euro. Der Verein kann auf eine über 100jährige Geschichte zurückblicken und hat durch seine aktiven Regattasegler – unter ihnen Europameister und Deutsche Meister – einen Bekanntheitsgrad weit über Berlin hinaus erlangt.

„Meine Wahl ist auf den TSG 1898 gefallen, weil es sich hier um einen Ur-Berliner Verein handelt, der jungen Menschen die Möglichkeit bietet, den Segelsport kennenzulernen – was sehr viel sinnvoller ist, als wenn sie an andere Dinge herangeführt werden“,  so Gregor Gysi.

Der TSG 1898 in Berlin Schmöckwitz zeichnet sich durch seine nachhaltige Jugendarbeit aus | Foto: Business Network

Vereinsleben mit Teamgeist und Zusammenhalt

Der Verein sitzt am idyllischen Langen See in Berlin Schmöckwitz und zeichnet sich durch breit gefächerte Vereinsaktivitäten sowie zahlreiche Regattawettbewerbe aus. Die von der TSG 1898 ausgetragenen Regatten, wie z. B. der Alfred-Wahrendorf-Preis, der Heinz-Urban-Preis, der Edgar-Jambor-Preis (ehemals Rossdeutscher-Arnoldi-Preis), der Geldner-Preis und insbesondere der Niemeyer-Cup finden regen Zuspruch und sind nur einige der Höhepunkte der vielfältigen Vereinsaktivitäten. Das Vereinsleben ist insbesondere durch einen starken Zusammenhalt und außergewöhnlichen Teamgeist geprägt. Einen besonderen Stellenwert haben im Verein deshalb auch die gemeinschaftlichen Aktivitäten wie das große Sommerfest, das im Rahmen des Niemeyer-Cups stattfindet, das jährliche Kinderfest und darüber hinaus auch in den Wintermonaten Aktivitäten wie Winterwanderungen, historische Stadtführungen, Bowlingnachmittage, eine Kinderweihnachtsfeier sowie die traditionsreiche Silvesterfeier.

„Wir danken Herrn Gysi und der Spielbank Berlin, wir freuen uns sehr über die großzügige Finanzspritze“ sagt Harald Nowka, Jugendwart des TSG 1898 e.V., „mit dem Geld haben wir ein neues Trainingsboot finanziert, das wir dringend für die Nachwuchsausbildung benötigen.“

Beirat der Spielbank mit eigenem Fördertopf

Die Spielbank Berlin unterstützt nicht nur seit vielen Jahren kulturelle und sportliche Events der Bundeshauptstadt, sondern ermöglicht auch ihren Beiräten die Unterstützung von unterschiedlichen sozialen Einrichtungen, Projekten und Vereinen aus dem Budget eines eigenen Fördertopfes. Erst kürzlich wurden durch die Beiratsmitglieder der Spielbank Berlin Schecks an den TSV Wittenau, den Köpenicker Mellowpark und den SCL Sportclub Lebenshilfe Berlin e.V. überreicht.

„Die Förderung des Hauptstadt-Sports ist der Spielbank Berlin bereits seit vielen Jahrzehnten ein ganz besonders wichtiges Anliegen“, so David Schnabel, Geschäftsführer der Spielbank Berlin. „Berlin verfügt über eine hervorragende Vereinskultur, von dem die Menschen in vielerlei Hinsicht profitieren. Wir freuen uns sehr, dass die Wahl unseres Beiratsmitglieds Gregor Gysi auf den TSG 1898 gefallen ist, eine Berliner Institution, die nicht nur zahlreiche erfolgreiche Sportler hervorgebracht hat, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Vereinsleben im Berliner Südosten leistet.“ (red)

Ramona Pop über das Berliner Wirtschaftswachstum

Berlin ist als Tourismus-Destination gefragter denn je und der Hotelmarkt wächst überdurchschnittlich schnell. Die große Nachfrage führt zu Wirtschaftswachstum. In ihrem Konjunkturbericht zur wirtschaftlichen Lage spricht Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grünen), Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, von der Steigerung der Berliner Wirtschaftstätigkeit. Ein wesentlicher Grund dafür sei die stark wachsende Tourismusbranche. Berlin ist, bezüglich des Hotelmarktwachstums, unter den Top-5-Städten Deutschlands.

Berliner Senat rechnet mit einem Wachstum von zwei Prozent

2018 ist der Berliner Hotelimmobilienmarkt im zehnten Jahr in Folge gewachsen. Daraus resultieren höhere Erlöse, steigende Übernachtungszahlen und ständig ausgebuchte Hotels. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop plant am heutigen Tag die Veröffentlichung des Konjunkturberichts zur wirtschaftlichen Lage in Berlin. Teile des Inhalts sind bereits bekannt. Der Berliner Senat entnimmt dem Schreiben für das Gesamtjahr 2019 ein Wachstum des lokalen Inlandsproduktes um 2,0 Prozent. Grund dafür sei laut Senatorin Pop unter anderem die wachsende Tourismusbranche und der sich differenzierende Markt. So werden zum Beispiel noch in diesem Jahr rund 60 Millionen Euro in die Modernisierung des InterContinental Berlin investiert, um die Zimmer an die neusten Standards anzupassen. Auch das Luxussegment wird immer weiter ausgebaut.

Gute Voraussetzungen für weiteres Wachstum

Seit 2014 nimmt das Wachstum des lokalen Inlandproduktes im Vergleich zum Durchschnitt aller deutschen Bundesländer rasant zu. So gab es beispielweise im Jahre 2016 ein extrem starkes Wachstum von 5,1 Prozent. Wichtiger Faktor für die Stabilität und das konstante Wachstum sei laut Senatorin Pop zudem die wachsende Digitalwirtschaft und die dadurch entstehenden neuen Arbeitsplätze. Auch das Wachstum von Dienstleistungen trage zur günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt bei.

Zum Dienstleistungssektor zählt auch das Baugewerbe, in dem die Berliner Unternehmen sehr unabhängig von anderen Weltregionen sind und daher kaum von aktuellen Krisen betroffen sind. Die Unabhängigkeit von internationalen Auftraggebern führe zu guten Voraussetzungen für weiteres Wachstum. (tf)

Victress Awards Gala 2019

Gestern Abend fanden zum 14. Mal die Victress Awards in Berlin statt. Es handelt sich dabei um ein Event zu Ehren eindrucksvoller, starker Frauen in Führungspositionen, die einen Award für ihre besondere Leistung erhalten. Gefeiert wurde im Rahmen einer festlichen Gala in der Universität der Künste. Durch den Abend führte TV-Moderator Matthias Killing. Das bunt gemischte Publikum bestand aus rund 1.000 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, darunter auch viel Prominenz

Weibliche Vorbilder die inspirieren und motivieren

Jedes Jahr werden die Victress Awards an besondere Frauen verliehen, die durch ihre herausragende Leistung als Inspiration für die weibliche Gesellschaft gelten. Sie sind der Beweis dafür, dass sich Erfolg, Leadership und Weiblichkeit hervorragend vereinen lassen und motivieren damit andere, sich hohe Ziele zu setzen und ihre Träume zu verwirklichen. In insgesamt sieben verschiedene Kategorien, von Gesundheit bis Technologie, kürte die Jury jeweils eine Frau zur Preisträgerin.

Claudia Pechstein (Preistraegerin VICTRESS of the YEAR AWARD), Laudator Udo Lindenberg bei Victress Award Gala | Foto: agentur baganz

Die Preisträgerinnen

Claudia Pechstein, Eisschnellläuferin und mehrfache Olympiasiegerin, bekam als Ausnahmeerscheinung den „Victress of the Year 2019“ Award. Der Victress Cyber Award ging an Ilijana Vavan, Managing Director von Kaspersky. Sie vereint in ihrer Person den Nerd, die liebende Mutter und die Top-Managerin. In ihrer Rede am gestrigen Abend sprach sie über den viel zu geringen Frauenanteil in der Cybersicherheit und die Unterdrückung von Frauen weltweit. Sie machte darauf aufmerksam, dass Frauen selbst in Deutschland noch nicht vollkommen gleichgestellt seien und forderte zur gemeinsamen Veränderung auf.

Weitere Siegerinnen waren unter anderem Rita Flügge-Timm (Musikmanagerin „DolceRita Recordings“), Nelly Kostadinova (Geschäftsführerin Lingua World) und das Nachwuchs-Victress Kimberly Klebolte. Als akademische Überfliegerin kämpft sie weltweit für Chancengleichheit.

Alle Preisträgerinnen erhielten eine Award-Skulptur und ein Parfum aus der Berliner Parfume-Manufaktur Birkholz. Nach der Verleihung gab es eine ausgelassene After-Show-Party mit großer Tombola, bei der es als großes Highlight eine sieben tägige Luxusreise nach Venedig zu gewinnen gab. (tf)

Randbebauung des Tempelhofer Feldes – CDU plant neue Gewerbeflächen

Für Berliner Unternehmen wird es zunehmend schwerer, bezahlbare Gewerbe- und Industrieflächen zu finden. Aus diesem Grund plant die Berliner CDU schon eine ganze Weile, das Tempelhofer Feld für Gewerbetreibende zu nutzen und ausschließlich Firmen dort ansiedeln zu lassen.

Randbebauung ausschließlich für Gewerbeflächen

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) möchte aus dem Tempelhofer Feld ein Zentrum für kleine und mittelständische Unternehmen schaffen und Gewerbeflächen darauf bauen. Geplant sind vor allem Dienstleistungs-, Handwerks- und kleinteilige Industrieunternehmen bis 250 Mitarbeiter. Bestenfalls entstehen aus den einzelnen Gewerben Wertschöpfungsketten und Möglichkeiten der Kooperation.

Neben Gewerben sollen auf der rund 300 Hektar großen Fläche auch Betriebskindergärten entstehen. Laut Christian Gräff, Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU und MIT- Vorsitzender, eigne sich das ehemalige Flughafengelände ideal als Grundlage für neue Gewerbeflächen. Unter anderem, weil das Gelände gut an die Autobahn und den öffentlichen Nahverkehr angebunden sei. Mit der Randbebauung sollen daher in erster Linie Gewerbeflächen entstehen und keine Wohnungen.

Aus dem alten Terminalgebäude möchte die Landesregierung ein Zentrum für Künstler und Kreative machen, um eine Mischnutzung zu erzeugen.

Mehrheit gegen Wohnbebauung

2014 hatte sich die Mehrheit der Berliner in einem Volksentscheid gegen eine Wohnbebauung des ehemaligen Flugfeldes ausgesprochen. Diese Entscheidung ist juristisch jedoch nicht bindend. Auch die CDU hat sich trotz der aktuellen Wohnungsnot ausdrücklich gegen eine Wohnbebauung ausgesprochen. Trotzdem entstehen auf der Fläche eventuell einige kleinere Betriebswohnungen für Mitarbeiter der angesiedelten Unternehmen. Der Großteil der Fläche soll in jedem Fall frei bleiben, um weiterhin als Park genutzt werden zu können.

Auf der Landesdelegiertenversammlung des Wirtschaftsverbandes am Mittwoch soll diesbezüglich ein Leitantrag beschlossen werden. Dort äußert die MIT unter anderem, dass sie sich „bei allen Parteien und politischen Gremien dafür einsetzen, dass auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof, inklusive des Bestandsgebäudes, ausschließlich Räume für klein- und mittelständische Unternehmen entstehen“. Für die Finanzierung von Bau und Sanierung hofft die MIT auf Fördermittel der Europäischen Union und des Bundes. Um Vermietung, Verwaltung und den Bau solle sich laut MIT die Tempelhof Projekt GmbH kümmern.

Auch die regierende SPD zieht eine Randbebauung in Erwägung. Sie sind im Gegensatz zur CDU für eine Bebauung mit Wohnungen. (tf)