GEWINNSPIEL: Blaue Bescherung in Berlin

Passend zu Weihnachten verlost die BERLINboxx drei Gutscheinbücher von Gutscheinbuch.de! Hier finden sich die Teilnahmebedingungen ebenso wie die Möglichkeit, an der Verlosung teilzunehmen: https://www.facebook.com/BERLINboxx/

Etwas für den Schatz, ein Präsent für die Eltern oder Großeltern oder eine kleine Aufmerksamkeit für Freunde: Die Vorweihnachtszeit ist oft getrübt von der stressigen Geschenkejagd. Wer ein Geschenk für alle sucht, greift zum Gastround Freizeitführer „Schlemmerreise mit Gutscheinbuch.de Berlin & Umgebung 2018/2019“. Über das  hochwertige Gutscheinbuch voller 2für1-Gutscheine freuen sich nicht nur Genießer, sondern auch Wellness-Jünger,  Adrenalin-Junkies, Kulturinteressierte und viele mehr.

Regionale Highlights und Geheimtipps entdecken

Ein schönes Abendessen zu zweit, ein Relax-Tag in der Therme oder eine ausgiebige Shoppingtour: Die  „Schlemmerreise mit Gutscheinbuch.de Berlin & Umgebung“ lädt zu einer genussreichen Entdeckungsreise voller regionaler Highlights und Geheimtipps ein. Mit so vielen 2für1-Angeboten wie nie zuvor bietet das blaue Gutscheinbuch in diesem Jahr eine große Auswahl an Gutscheinen aus Bereichen wie Gastronomie, Wellness,  Freizeit, Kultur oder Shopping. Restaurants spendieren etwa das zweite Hauptgericht, beim Wellness muss der Partner für die Anwendung nichts bezahlen oder im Theater ist die zweite Eintrittskarte gratis.

Entdecken, genießen und sparen in und um Berlin

Mit dabei in der Ausgabe 2018/2019 sind unter anderem:

 – Raymons, Berlin-Spandau
 – Numero Uno, Berlin-Chalottenburg
 – HABEL am Reichstag, Berlin-Mitte
 – Atlantik, Berlin-Schöneberg
 – Friedrichstadt-Palast, Berlin-Mitte
  -BrotfabrikKino, Berlin-Weißensee
  -u.v.m.

Extra-Geschenk für noch mehr Genuss

Mit den 195 Gastronomie- und 113 Freizeitgutscheinen der „Schlemmerreise mit Gutscheinbuch.de Berlin & Umgebung“ lassen sich mehrere Hundert Euro pro Buch sparen. Auf die Beschenkten wartet außerdem eine  zusätzliche Überraschung. Die Kundenkarte in jedem Buch gewährt Zugriff auf 8.000 weitere kostenlose Online-Coupons mit reinen 2für1-Angeboten. Einfach unter www.gutscheinbuchplus.de anmelden, Wunsch-Gutscheine generieren und drauflos sparen. (red)

 

 

Jüdisches Lichterfest Chanukka am Brandenburger Tor – Plädoyer für Toleranz und Geschlossenheit.

Mit einem Festakt und im Beisein des Bundespräsidenten, des Regierenden Bürgermeisters und zahlreichen politischen Vertretern aus aller Welt ist am Sonntagabend am Brandenburger Tor das jüdische Chanukka-Fest eingeläutet worden. Rabbiner Yehuda Teichtal entzündete gemeinsam mit Frank-Walter Steinmeier das erste der acht Lichter am Chanukka-Leuchter. Der zehn Meter hohe Leuchter am Brandenburger Tor ist der größte Chanukka-Leuchter Europas.

 

„Um Hass und Feindschaft entgegenzustehen, wollen wir ein Symbol für Toleranz und Freundschaft in die Welt senden. Das ist der Gedanke des Chanukka-Festes“, so Rabbiner Yehuda Teichtal. „Wir wollen mit Chanukka Licht in die Dunkelheit bringen. Mir persönlich bedeutet es sehr viel, dass diese Botschaft hier in Berlin so viel Unterstützung erfährt. Mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller als Repräsentanten des Bundes und der Berliner Politik haben wir langjährige und treue Partner gefunden, die sich mit uns gemeinsam für diese Ziele einsetzen.“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier | Foto: Dirk Lässig

Vor mehreren hundert Zuhörern rief Frank-Walter Steinmeier zu Toleranz und Geschlossenheit auf: „Die Lichter stehen in unseren beiden Religionen für Hoffnung. Unsere gemeinsame Geschichte kann und darf keinen Schlussstrich kennen, denn Hass und antisemitische Hetze zeigen sich wieder in ganz Europa. Altem und neuem, leisem und stillen Antisemitismus werden wir entschieden entgegentreten.“

Jüdisches Leben ist wieder in Berlin angekommen

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller fügte hinzu: „Der Chanukka-Leuchter hier am Brandenburger Tor ist für mich immer noch etwas ganz Besonderes. Unsere Stadt ist eine friedliche, freie und offene Metropole, die Menschen aus aller Welt einlädt, mit uns hier zu feiern. Jüdisches Leben ist wieder in unserer Stadt angekommen!“

Der größte Chanukka-Leuchter Europas wird entzündet | Foto: Dirk Lässig

Der größte Chanukka-Leuchter Europas wird entzündet | Foto: Dirk Lässig

Langjährige Unterstützung durch die SANUS AG

Für die SANUS AG, die auch in diesem Jahr ihr langjähriges Engagement fortsetzt, ist der gemeinschaftliche Gedanke des Lichterfestes besonders entscheidend. „Wir sind dankbar, dass es wieder ein so vielfältiges jüdisches Leben in unserer Stadt gibt“, so Thomas Klein, Aufsichtsratsvorsitzender der SANUS AG. „Berlin ist eine weltoffene und tolerante Stadt, die vielen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Religion eine Heimat ist. Diese Stadt ist unser Zuhause und wir akzeptieren nicht, dass diese Gemeinschaft durch Hass und Zwietracht entzweit wird!“

 

Chanukka wird weltweit gefeiert

Das jüdische Chanukka, Hanukkah oder auch Lichterfest wird vom 02. Dezember bis zum 10. Dezember 2018 gefeiert. Es findet immer am 25. Tag des jüdischen Monats Kislew statt. Chanukka-Leuchter werden traditionell auch vor dem Weißen Haus in Washington, nahe dem Big Ben in London und auf dem Roten Platz in Moskau aufgestellt.

In Berlin wird das Chanukka-Fest durch das Jüdische Bildungszentrum Chabad ausgerichtet. Die Einrichtung hat es sich zum Ziel gesetzt, als Plattform für Kultur und die Traditionen des Judentums das Leben in Berlin zu bereichern. Dabei ist das Bildungszentrum ein engagierter Dialogpartner für interessierte Bürger. (red)

 

Laughing Hearts Jubiläums-Gala 2018: 751.000 EUR für Berliner Heimkinder

Zehn Jahre Laughing Hearts: Zahlreiche Gäste nahmen dieses wichtige Jubiläum zum Anlass, ein großes Herz auf der Laughing Hearts-Spendengala 2018 im Grand Hyatt Berlin zu zeigen. Das Ergebnis war eine beeindruckende Spendensumme! 751.000 EUR kamen für Projekte zusammen, die Kinder und Jugendliche fördern und Chancen eröffnen, die ihnen sonst nicht offen stehen würden.

Hauptsponsor Christoph Gröner, Vorstandsvorsitzender der CG Gruppe AG, unterstützt den 2009 gegründeten Verein als Partner und Beiratsmitglied intensiv und motivierte zahlreiche weitere Sponsoren aus der Wirtschaft. Zu den größten Unterstützern zählen neben Christoph Gröner selbst, Ilmi Viqa, Gründer der AWR Abbruch GmbH, Thomas Jander, Gründer der BSV Spezialtiefbau GmbH, die Berliner Sparkasse und die Schweizer SSN Group. Sämtliche Erlöse kommen den Kindern unmittelbar zugute.

Prominente gaben sich ein Stelldichein

Auch zahlreiche Prominente gaben sich die Ehre. Darunter die britische Sängerin Bonnie Tyler, die Band Culcha Cundela, die Schauspieler Jenny Elvers und Bernhard Bettermann, die Moderatorinnen Annabelle Mandeng und Anastasia Zampounidis, „Let’s Dance“- Star Massimo Sinató, Manuel Cortez mit Partnerin Miyabi Kawai, Boxer Arthur Abraham sowie die beiden Bachelor Leonard Freier und Daniel Völz. Durch den Abend führte mit Rebecca Mir und Patrice Boudedibela erstmals ein Moderatoren-Duo. 

Moderatorin Rebecca Mir und Lets Dance- Star Massimo Sinató | Foto: ©Laughing Hearts/Herold|Photodesign

Jenny Elvers, Schauspielerin | Foto: ©Laughing Hearts/Herold|Photodesign

Jenny Elvers, Schauspielerin | Foto: ©Laughing Hearts/Herold|Photodesign

Rocklegende Bonnie Tyler und Sänger Ben | Foto: ©Laughing Hearts/Herold|Photodesign

Alle Erlöse gehen direkt an den Verein

Christoph Gröner zeigte sich beeindruckt von der Spendenfreudigkeit der Gäste: „Als Förderer des Vereins Laughing Hearts bin ich sehr glücklich über diese so hohe Spendensumme. Kinder und Jugendliche müssen eine Zukunftsperspektive haben, das ist aus meiner Sicht unumstößlich! Dabei geht es um Bildungs- und berufliche Chancen, aber auch um eine glückliche Kindheit und Jugend, die es erst möglich macht, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. Ich bin stolz auf das bisher Erreichte und sicher, dass Laughing Hearts auch in den kommenden Jahren vieles für die Kinder tun kann. Das im Rahmen der Gala gesammelte Geld wird den Verein dabei sehr unterstützen.“

Großzügige Spender für die Wagenburg auf dem Kinderbauernhof Marienhof

Der Unternehmer unterstützte den Verein erst kürzlich bei dem Erwerb des Kinderbauernhofs Marienhof im brandenburgischen Ribbeck. Dort haben hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, ihre Ferien zu verbringen, dabei Spaß zu haben und etwas über Tiere und die Natur zu lernen. Auf dem Marienhof sind sogenannte Wagenburgen geplant, für die auf der Gala ebenfalls mehrere Spender gefunden werden konnten. Diese Wagenburgen bieten Kindern ab 12 Jahren spannende Übernachtungsmöglichkeiten und können auch vermietet werden. Die erzielten Erlöse kommen ebenfalls dem Verein zugute. Unterstützt wurde das Vorhaben durch Andreas Wilhelm, Inhaber der Fincon Group, Michael Tockweiler, CEO der SSN Group, Thomas Jander, BSV Spezialtiefbau, Norbert Ketterer, HFS AG, Steffen Göpel, GRK Holding, Dr. Frank Rodloff, Rolema Rechtsanwälte und Notare, Arthur Kind, Consultia Rechtsanwaltsgesellschaft, Holger Stahl, Dr. Klein Privatkunden AG sowie zahlreiche weitere Gäste. Theo Gorens, Finanzvorstand der SSN Group, ersteigerte im Rahmen der Auktion außerdem einen VW Beetle, der Erlös geht direkt an Laughing Hearts.

v.l.n.r. Dr. Nidal Al-Saadi, Vorstandsvorsitzender Laughing Hearts, Arthur Abraham, Boxer, Maskottchen Heartmut, Daniel Kloss, Vorstand Laughing Hearts, Lars Lange, Gremiumsmitglied Laughing Hearts | Foto: ©Laughing Hearts/Herold|Photodesign

Unterstützung für mehr als 2.200 Heimkinder

„Wirtschaft und Unternehmer haben eine Verpflichtung gegenüber den Schwächeren in unserer Gesellschaft. Daher trete ich dafür ein, dass die Wirtschaft gemeinsam mit der Politik diese Aufgabe annimmt. Ich danke allen Spendern, Unterstützern und Freunden des Projekts“, sagt Christoph Gröner und ergänzt: „Unser Erfolg ist das Lächeln der Kinder.“

Schon heute unterstützt Laughing Hearts 22 Heime in Berlin und Umgebung und erreicht damit circa 2.200 Kinder und Jugendliche. (red)

  

Drei neue Türme für den Ku’damm

Nach dem Scheitern des Shoppingcenterprojekts „Mall of Ku’damm“ auf dem Gelände von Karstadt am Kurfürstendamm wurde es leise um dortige Baupläne. Der Investor Harald Huth war 2017 nach mehr als zweieinhalb Jahren Planung für das Areal ausgestiegen. Dem Vernehmen nach gab es zuvor allerdings auch Meinungsverschiedenheiten unter den Investoren. Huth plante sechs Verkaufsetagen mit insgesamt 65.000 Quadratmetern Verkaufsfläche für mehr als 200 Läden. Seine Geschäftspartner bezweifelten offenbar, dass genug Kunden in die oberen Stockwerke kommen würden. Nach nunmehr 1,5 Jahren hat die österreichische Signa-Gruppe, zu der auch die Karstadt Warenhaus GmbH gehört, neue Ideen. Sie möchte auf dem Gelände drei bis zu 150 Meter große Hochhäuser errichten. In der kommenden Woche will sie laut Senatsverwaltung für Stadtentwicklung ein Konzept dafür vorstellen. Danach befasst sich das Berliner Baukollegium mit dem Vorhaben.

Gremium prüft zuerst die „grundsätzliche Eignung“ des Standorts

Bis zu der Sitzung will die Stadtentwicklungsverwaltung noch keine Bewertung abgeben. Generell gelte bei Hochhausprojekten, dass „jeder Bauherr eine gesamtstädtische Betrachtung erstellen“ muss. Das Baukollegium beurteile zunächst, ob ein Standort überhaupt geeignet ist. Nach einem positiven Votum seien bei Vorhaben, die mindestens 50 Prozent höher als Bauten in der nahen Umgebung werden sollen, ein Wettbewerb und ein Bebauungsplanverfahren nötig.

Karstadt-Warenhaus soll nicht abgerissen werden

Die Signa-Gruppe plant dem Vernehmen nach Büros, Hotels und Läden in den Hochhäusern. Im Erdgeschoss könnte es eventuell auch Läden und Lokale geben. Das achtstöckige Karstadt-Warenhaus mit fast 200 Mitarbeitern soll nach Angaben des Investors erhalten werden. Anfang der 1970er Jahre wurde es als „Wertheim“ eröffnet und vor zehn Jahren in „Karstadt“ umbenannt.

Die Präsentation am Montag, 03.12.2018, ab 15.30 Uhr im Hochhaus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, in der Württembergischen Straße 6 in Wilmersdorf, ist öffentlich (Anmeldung unter diesem Link). Nur an der anschließenden Beratung dürfen Gäste nicht teilnehmen. (kh)

Aufruf: Schluss mit dem Kleingartenirrsinn!

Nach jahrelanger Debatte hat Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher einem Vorschlag von Umweltsenatorin Regine Günther zugestimmt, die Kleingartenanlagen auf landeseigenen Flächen bis mindestens 2030 zu sichern. Bisher galt die Bestandsgarantie nur bis 2020.

Nun der Paukenschlag: Arne Piepgras, das Gesicht hinter der Initiative „Gartenstädte statt Gartenzwerge“ ruft alle Berlinerinnen und Berliner auf, für bezahlbaren Wohnraum einzustehen. Er fordert einen Masterplan für Berlin unter Einbeziehung der städtischen Kleingartenflächen und die Verhinderung des Vorhabens des rot-rot-grünen Senats.

Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner befürworten eine zumindest teilweise Bebauung der Flächen

„Eine Umfrage aus dem Frühsommer dieses Jahres hat ergeben, dass schon damals eine deutliche Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner eine zumindest teilweise Bebauung der Kleingartenflächen für bezahlbaren Wohnraum, Kitas und Schulen befürwortet“, so Piepgras. „Trotz dieser eindeutigen Willensbekundung beschließt nun die rot-rot-grüne Landesregierung in einer Hauruck-Aktion, die Pachtverträge für die landeseigenen Flächen bis 2030 zu verlängern! Diese Missachtung des Bürgerwillens ist nicht nur politisch skandalös und falsch, sondern im Ergebnis unverantwortlich!“

Fakt ist, dass die Kleingartenflächen im Eigentum des Landes Berlin stehen – und damit allen Berlinerinnen und Berlinern gehören. Genutzt werden die Flächen jedoch nur von ca. 60.000 Kleingärtnern, obwohl auf den teilweise zentral gelegenen Arealen mehr als 400.000 Wohnungen entstehen könnten. Das würde Wohnraum für deutlich mehr als 1 Million Menschen bedeuten. Über umstrittene Gebiete wie die Elisabeth-Aue oder das Tempelhofer Feld oder Innenhöfe von Plattenbausiedlungen bräuchte dann niemand mehr zu diskutieren.

Arne Piepgras fordert von der Politik ein Umdenken: Schluss mit dem Kleingartenirrsinn! | Foto: BERLINboxx

Arne Piepgras fordert von der Politik ein Umdenken: Schluss mit dem Kleingartenirrsinn! | Foto: BERLINboxx

Alternativen für Kleingärtner

Dabei legt Piepgras großen Wert darauf, nicht als „Vernichter“ der Kleingartenidee gesehen zu werden. Denn er schlägt konkrete Alternativen vor. So könnte man den Kleingärtnern die freie Wahl zwischen drei Alternativen lassen. Entweder erhält der betroffene Kleingärtner eine angemessene Entschädigung in Geld oder zu einem symbolischen Kaufpreis eine Freizeitparzelle vor den Toren der Stadt. Als dritte Alternative – und die könnte für viele Kleingärtner ganz besonders interessant sein – ein bevorzugtes Mietangebot für eine Erdgeschosswohnung mit anliegendem Garten in den neu entstehenden Häusern. Diese neuen Wohngebiete würden sicherlich genauso viel zu einem erträglichen Stadtklima beitragen wie die jetzigen Kleingartenanlagen. Die immer wieder ins Feld geführte „grüne Lunge“ wird so erhalten und gestärkt. Tatsächlich ist anderen europäischen Metropolen das Kleingartenprinzip gänzlich unbekannt. Dort finden sich Naherholungsgebiete im Umland, keineswegs aber in bester Lage inmitten der Stadt.

„Mir wird wieder und wieder unterstellt, ich verfolge mit meiner Initiative eigene wirtschaftliche Interessen“, betont Piepgras. „Ein absurder Vorwurf, denn von vornherein habe ich gefordert, die Bebauung der Kleingartenflächen allein in die Hände der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften zu legen.“

Forderung nach einem ultimativen Planungskonzept

Die Zahl der Unterstützer wird jedenfalls größer. Andreas Becher, Chef des Bundes Deutscher Architekten, meldete bereits deutliche Zweifel an: „So langsam werden die Flächen für die wachsende Stadt knapp. Die Kleingärten gehören uns – dem Land Berlin. Nun sollten wir etwas daraus machen, zum Beispiel Gartenstädte. Die Menschen müssen in der wachsenden Stadt zusammenrücken. Wir sind Teil der Stadtgesellschaft und fordern diese Bestandsgarantie nicht wirksam werden zu lassen, sondern sofort mit einem ultimativen Planungskonzept für die Nutzung dieser städtischen Flächen zu beginnen.“

Aufruf für „Gartenstädte statt Gartenzwerge“

Arne Piepgras fordert alle Berlinerinnen und Berliner auf, seine Initiative „Gartenstädte statt Gartenzwerge“ zu unterstützen und sich gemeinsam an den Regierenden Bürgermeister zu wenden: „Es ist höchste Zeit, dem Kleingartenirrsinn ein Ende zu bereiten und für eine soziale und familiengerechte Stadt einzutreten. Wir fordern einen Masterplan für Berlin jetzt und zwar unter Einbeziehung der städtischen Kleingartenflächen. Wer sich jetzt nicht wehrt, hat später auch kein Recht, sich über die Mangelzustände in unserer Stadt zu beklagen.“ (red)

 

Hier geht’s zur Initiative „Gartenstädte statt Gartenzwerge“:

Homepage der Initiative „Gartenstädte statt Gartenzwerge“

Facebook-Seite der Initiative „Gartenstädte statt Gartenzwerge“

 

 

Aleksander Dzembritzki: Sportmetropole mit gutem Ruf

Rund 40 nationale und internationale Sportevents fördert die Senatsverwaltung für Inneres und Sport jährlich. Kein Wunder, dass die Hauptstadt Deutschlands führende Sportmetropole ist. Über kommende Veranstaltungen, Ehrenamt und Engagement im Sport sprach die BERLINboxx mit Aleksander Dzembritzki, Staatssekretär für Sport.

Herr Dzembritzki, Berlin ist eine Sportmetropole. Welche nationalen und internationalen Sportgroßveranstaltungen wollen Sie für die Hauptstadt gewinnen?

Berlin punktet im Wettbewerb mit anderen Sportmetropolen durch hervorragendes Renommee, Kompetenz, Gastfreundlichkeit und großer Sportbegeisterung der Bevölkerung sowie vielfältiger und leistungsfähiger Sportinfrastruktur. Erst vor wenigen Wochen haben wir den Zuschlag für die UEFA EURO 2024 erhalten. Mindestens sechs Spiele werden im Berliner Olympiastadion ausgetragen – und Berlin hofft natürlich auf das Endspiel. Zudem wird sich Ende November entscheiden, ob wir Ausrichter der Special Olympics World Summer Games 2023 werden. Für uns wäre es eine große Ehre und es hätte auch eine Signalwirkung im Bereich der Inklusion. Allerdings stehen bereits jetzt im Berliner Sportkalender für 2019 folgende Events fest: Die Handball-WM, der Weltcup im Bogenschießen und die sogenannten „Finals“, einem Final-Wochenende der Deutschen Meisterschaften in zehn verschiedenen Sportarten. Darüber hinaus tragen wir 2020 die WM im Bahnradsport aus.

Berlin boomt, so auch die Berliner Sportwirtschaft. Wie reagieren Sie darauf als Sportstaatssekretär?

Zuerst einmal freut es mich sehr, dass so viele Berlinerinnen und Berliner Sport treiben. Steigende Mitgliederzahlen sind ein positives Signal, bedeuten aber in der Regel auch steigenden Sportstättenbedarf. Hier gibt es verschiedene Ansatzpunkte: Zum Beispiel unterstützen wir die Bezirke mit Geld und Expertise für die Aufstellung von Sportentwicklungsplänen. Diese Pläne
sollen darstellen, an welchen Standorten der Sportbedarf aufgefangen werden kann. Zudem kommen die Gelder aus dem Vereinsinvestitionsprogramm und dem Sportanlagensanierungsprogramm den Bezirken zugute. Auch unsere Schulstandorte bieten viel Potenzial für Sport- und Bewegungsflächen. Derzeit sprechen wir
schon mit allen Bezirken und der Bildungsverwaltung über diese Möglichkeiten.

Der Bund hat für 2018 die Fördergelder erhöht. Wohin fließen die Mittel?

Die Mittel des Bundes fließen in die Leistungssportstrukturen, also überwiegend in die Spitzensportinfrastruktur und in die Verbände. Diese Förderung des Spitzensports ist wichtig. Sie verbindet erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler mit Berlin, die zum guten Ruf und positiven Image der Sportmetropole beitragen. Außerdem sind sie Anreiz und Motivation für den sportlichen Nachwuchs und fördern die Identifikation mit Berlin als Lebensort. Auf Berliner Vereine haben die Fördergelder des Bundes jedoch keine direkten Auswirkungen. Ohne den Einsatz zahlreicher Ehrenamtlicher wäre der Berliner (Breiten-)Sport nicht möglich.

Wie unterstützt das Land Berlin Ehrenamtliche?

Ehrenamt ist für unsere Gesellschaft enorm wichtig. Allein in Berlin engagieren sich rund 60.000 Menschen in über 2.000 Sportvereinen ehrenamtlich. Die Bedeutung des Ehrenamts geht weit über den Sport hinaus. Zum Beispiel unterstützt das Land Berlin bürgerschaftliches Engagement bereits mit unterschiedlichen Programmen, wie der Ehrenamtskarte oder dem Berliner FreiwilligenPass. Der Landessportbund trägt eine jährliche Ehrenamtsgala aus. Darüber hinaus gibt es verschiedene Ehrenplaketten und -nadeln bis hin zum Verdienstorden des Senats, die für außerordentliches Engagement verliehen werden. Das Ehrenamt – egal ob im Sport oder anderen Bereichen – braucht öffentliche Anerkennung, um fortbestehen zu können. (lj)

 

Heftige Debatten um Wohnungspolitik

Laut Stadtentwicklungsplan braucht Berlin bis zum Jahr 2030 194.000 neue Wohnungen, um dem prognostizierten weiteren Bevölkerungswachstum gerecht zu werden und den stark angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten. Allein 117.000 Wohnungen seien laut Stadtentwicklungsbehörde nötig, um den Bedarf durch den erwarteten Bevölkerungszuwachs um 181.000 Menschen zu decken. Weitere 77.000 Wohnungen werden gebraucht, um das Defizit aus den vergangenen Jahren auszugleichen. Die Opposition wirft der zuständigen Bausenatorin, Katrin Lompscher, Realitätsferne vor. Nach ihrer Auffassung müssten bis 2030 rund 250 000 Wohnungen entstehen, um eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt zu erreichen. Lompscher schaffe nicht einmal die Zielmarke von 30 000 Wohnungen im Jahr.

Stadtentwicklungsplan unrealistisch?

Der wohnungspolitische Sprecher der CDU, Christian Gräff, spricht sogar von Versagen der rot-rot-grünen Regierung. „ Sie kriegen hier in Berlin nichts auf die Reihe!“ Der Stadtentwicklungsplan gehöre in den Papierkorb. Er beruft sich auf die aktuellen Zahlen zu Wohnungsbaugenehmigungen in der Hauptstadt, die vom Landesamt für Statistik veröffentlicht wurden. Demnach ist in den ersten neun Monaten dieses Jahres die Zahl der genehmigten Wohnungen deutlich gesunken.

Gemeinwohlorientierte Unterkünfte geplant

Nachdem in Berlin in den vergangenen Jahren vor allem teure Wohnungen errichtet wurden, sollen in den kommenden Jahren verstärkt preiswerte Unterkünfte entstehen. Jede zweite neue Wohnung, die bis zum Jahr 2030 geplant ist, soll im sogenannten gemeinwohlorientierten Wohnungsbau entstehen. Laut Senatorin Lompscher liegt die Preisspanne der gemeinwohlorientierten Wohnungen derzeit zwischen der Einstiegsmiete für den sozialen Wohnungsbau von 6,50 Euro und weniger als zehn Euro je Quadratmeter Wohnfläche kalt. Damit sollten „breite Kreise“ der Stadtbevölkerung erreicht werden. Ziel ist, dass 100.000 Wohnungen als gemeinwohlorientierte Unterkünfte entstehen. Dazu zählen alle Bestände von städtischen und genossenschaftlichen Wohnungsunternehmen, von sozialen und karitativen Trägern plus Sozialwohnungen anderer Akteure, etwa privater Vermieter.

Elisabeth-Aue in Pankow als Baufläche geplant

Der Schwerpunkt des Neubaus soll auf die 14 bereits geplanten neuen Stadtquartiere gelegt werden. Dazu gehören unter anderem die Europacity am Hauptbahnhof, die Wasserstadt Oberhavel und die Buckower Felder. Während zu Beginn der Arbeiten am Stadtentwicklungsplan zunächst nur Flächen für den Bau von 179.000 Wohnungen ausgewiesen wurden, sind mittlerweile rein rechnerisch genug Bau-Areale gefunden. Der Entwurf für den Plan führt jedenfalls Flächen für den Bau von fast 199.000 Wohnungen auf.  Eingeflossen ist dabei auch der Güterbahnhof Pankow, auf dem 2000 Wohnungen geplant sind.

Vorhersehbare Debatten innerhalb der Regierung

Für weiteren Konfliktstoff in der rot-rot-grünen Koalition könnte sorgen, dass die Elisabeth-Aue in Pankow in der Planung als Baufläche mit aufgeführt wird. Im Koalitionsvertrag hatten sich SPD, Linke und Grüne noch darauf verständigt, Baupläne auf dem etwa 70 Hektar großen Acker in dieser Legislaturperiode nicht weiterzuverfolgen. Nun doch nicht?

Mieterverein begrüßt die Neuausrichtung der Planungen

Schon lange forderte die Immobilienwirtschaft den Wohnungsbau auf Flächen wie der Elisabeth-Aue. Angesichts immer knapperer Baulandreserven sei das auch unverzichtbar.

 

Müller ehrt gesellschaftlich engagierte Firmen mit Berliner Unternehmenspreis

Der Berliner Unternehmenspreis ist eine gemeinsame Auszeichnung des Regierenden Bürgermeisters, der IHK Berlin und der Handwerkskammer Berlin. Verliehen wird die Medaille in Erinnerung an den Unternehmer Franz von Mendelssohn (1865-1935).

Mit dem Preis sollen Berliner Unternehmerinnen und Unternehmer geehrt werden, die sich durch den Einsatz finanzieller, materieller oder personeller Mittel engagieren und durch gesellschaftlich vorbildliches Unternehmertum zum Nachahmen anregen. Gefragt sind dabei sowohl Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich durch persönliches Engagement auszeichnen als auch Unternehmen, die Freiräume für das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeiter schaffen.

Insgesamt gab es drei Preisträger

In den einzelnen Kategorien wurden folgende Gewinner ermittelt:

Bis zu 50 Mitarbeitern:  Ände GmbH – Limonadenfirma, Startup-Unternehmen

Mehr als 50 Mitarbeiter:  Verlag Der Tagesspiegel GmbH

Der Sonderpreis ging an die Berlin Social Academy (BSA), ein Projekt von Scholz & Friends Reputation, Zalando, Scout24 und BZ

„Gemeinsam verleihen wir dem Preis eine noch höhere Sichtbarkeit und Wirksamkeit. Die Würdigung des sozialen und gesellschaftlichen Engagements von Unternehmen der Berliner Wirtschaft ist ein wichtiges Anliegen aller Beteiligten, denn dieser Einsatz hat eine große Bedeutung für die Stadt, die Zivilgesellschaft, für den Zusammenhalt der Stadtgesellschaft“, betonte der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller.  Sie leiste damit Großartiges für das Gemeinwesen und sei damit nicht nur Treiber von gesellschaftlichem Fortschritt und Wohlstand, sondern auch von Zusammenhalt und Demokratie.

Überwältigende Vielfalt und Umfang des Engagements

Die Initiatoren sind sich einig, dass Verantwortung für das Gemeinwohl alle angehe. Der Wettbewerb habe erneut gezeigt, dass sich die Berliner Unternehmerschaft dieser Verantwortung bewusst sei und sie vorbildlich wahrnehme. Der Präsident der Handwerkskammer Berlin, Stephan Schwarz, ist fasziniert von dem regen Einsatz: „Die Berliner Unternehmerinnen und Unternehmer sind mit viel Energie und Kreativität für die Gesellschaft aktiv. Sie tun Gutes und leisten so einen Beitrag zu gesellschaftlicher Stabilität. Die zahlreichen Bewerbungen haben uns wieder einmal beeindruckt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um große Konzerne oder Ein-Mann-Betriebe handelt. Gerade die kleineren Firmen sind oft unglaublich erfinderisch.“ (kh)

Wie die Digitalisierung Geschäftsreisen verändert

Die Digitalisierung sorgt im B2B-Bereich für eine enorme Beschleunigung der Reisewelt, Reisen werden online gebucht, in ein paar Stunden lassen sich in Paris oder Prag Business Meetings organisieren und dank dem Smartphone ist das Hotel für den Geschäftstermin auch bereits gebucht – alles meist nur einen Klick entfernt. Diese Beschleunigung stellt auch die Tourismusbranche vor enorme Herausforderungen. Geschäftsreisende sind heute mit Smartphones und anderen Gadgets ausgestattet und können Ihre Reise unabhängig von Ort und Zeit planen. Dadurch ergeben sich ganz neue Möglichkeiten für Navigation und Kommunikation – Themen, denen Veranstalter von Geschäftsreisen mehr und mehr Beachtung schenken müssen.

Geschäftsreisen werden online gebucht

Seit etwa acht Jahren verzeichnet der Tourismus weltweit ein überdurchschnittliches Wachstum, so wurden im Jahr 2017 insgesamt 1,32 Milliarden Ankünfte gezählt und in diesem Jahr ist deren Zahl sogar noch weiter gestiegen – um mehr als 30 Prozent laut Jahresbericht der Weltorganisation für Tourismus (UNWTO).

Die digitale Vernetzung ermöglicht es Reiseanbietern heute, ihre Preisbildung flexibler zu gestalten. Mit der Folge, dass die Planung von Dienstreisen komplizierter geworden ist und Unternehmen vor neue Herausforderungen stellt. Früher setzten gerade größere Unternehmen noch auf feste Vertragsvereinbarungen mit Hotels oder Hotelketten um möglichst große Planbarkeit zu haben. Mittlerweile geht der Trend allerdings zu einer flexibleren Planung, die nicht selten auch „Last Minute“ erfolgt. Darüber hinaus weisen immer mehr Unternehmer ihre Mitarbeiter an, selbstständig bei Online-Portalen zu buchen. Diese Portale haben sich eine Zeit lang mit Bestpreisklauseln niedrige Preise sichern können, mussten diese aus kartellrechtlichen Gründen jedoch wieder streichen. Dadurch haben die Hotels wieder an Einfluss gewinnen können. Einer Studie von Mydealz.de zufolge bieten sie heute in 70 Prozent der Fälle auf ihren eigenen Websites bessere Konditionen an als über Portale wie HRS oder Booking.com & Co. erhältlich wären. Ein Preisvergleich lohnt also.

Online-Buchungen sind verbindlich – Expertin Elisabeth Unger, TEST Berlin

Aber Achtung: Bei Hotelbuchungen gilt in der Regel kein Widerrufsrecht. In der Regel kann ein Kunde bei Internetgeschäften innerhalb von 14 Tagen von einem Kauf zurücktreten. Doch diese Möglichkeit besteht nicht, wenn ein Zimmer online gebucht wird.

„Eine Hotelbuchung ist ein Beherbergungsvertrag“, sagt Elisabeth Unger, die Geschäftsführerin der Event-Service-Agentur TEST Berlin. „Online-Buchungen sind daher verbindlich.“ Rechtlich sei es unerheblich, ob die Unterkunft online oder klassisch im Reisebüro gebucht wurde, sagt die Expertin. Wer kündigt, muss deshalb in den meistens Fällen Stornogebühren zahlen. Es sei denn, im Vertrag sind ausdrücklich Ausnahmeregelungen vorgesehen. Bei vielen Anbietern ist zum Beispiel die Kündigung bis zu einem Stichtag vor der Abreise kostenlos möglich. Unger von TEST Berlin empfiehlt: Sollte ein Kunde die Frist einmal verschwitzt haben, so hat er die Möglichkeit beim Hotel anrufen und freundlich um Kulanz bitten.

Die Zukunft der Geschäftsreise

Bei all den Angeboten, die miteinander konkurrieren und sich fortlaufend verändern, ist es mit herkömmlichen Methoden schwierig, das Reisebudget unter Kontrolle zu halten. Auch hier gewinnen digitale Technologien immer mehr an Bedeutung. Ohne Smartphone, Cloud und Künstliche Intelligenz ist die effektive Planung und Umsetzung von Geschäftsreisen heutzutage kaum noch möglich. So erfolgt die Reisekostenabrechnung heute immer häufiger über Apps und Cloud-Anwendungen, die zeit- und raumunabhängig aufgerufen werden können und alle Informationen übersichtlich speichern.

Dass Smart Devices eine immer wichtigere Rolle für Geschäftsreisen spielen, geht auch aus einer Studie hervor, die das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik im Auftrag des Verbands Deutsches Reisemanagement e.V. erstellt hat. Die Forscher gehen davon aus, dass Geschäftsreisende spätestens ab dem Jahr 2025 mithilfe digitaler Technologien kontinuierlich und in Echtzeit Informationen zu ihrer Reise abrufen können. Daraus sollen dann ganz neue Möglichkeiten der strategischen Optimierung des Travel Managements entstehen. Die Studie betont, dass dies vor allem für die Frage der Sicherheit zentral sein wird.

Das Smartphone macht die Abrechnung

In Zukunft werden Business-Reisende ganz selbstverständlich automatisierte Prozesse zur Buchung und Abrechnung ihrer Geschäftsreisen verwenden. Daraus werden wiederum neue Geschäftsmodelle für entsprechende Dienstleister entstehen, zum Beispiel für innovative Bezahlmodelle. Moderne Video-Konferenz-Systeme werden es außerdem möglich machen, Meetings durchzuführen und dabei weitestgehend unabhängig vom momentanen Aufenthaltsort der Teilnehmer zu sein. Auch im Bereich der individuellen Mobilitätslösungen dürfte es viel Bewegung geben.

In Zukunft werden digitale Technologien eine beinahe lückenlose Echtzeitbetreuung ermöglichen. Experten gehen davon aus, dass Künstliche Intelligenz in Zukunft viel stärker eingesetzt werden wird. Lernfähige Systeme werden Parameter und Muster in den Reisedaten erkennen können. Für den einzelnen Reisenden bedeutet das: Wenn er mehrfach ein bestimmtes Ziel ansteuert, muss er sich vor Ort nicht mehr umständlich durch lange Listen von Hotels suchen. Stattdessen schlägt ihm die KI gleich nach der Landung auf dem Flughafen sein Lieblingshotel in der Stadt vor.

Die Nachhaltigkeit nicht vergessen

Ein Thema, das mehr und mehr in den Vordergrund rückt ist Nachhaltigkeit. Muss es wirklich immer das Flugzeug sein? Wie lässt sich die Geschäftsreise umweltfreundlicher und dennoch effizient gestalten. Laut einer aktuellen Studie des Deutschen ReiseVerbandes legen viele Geschäftsreisende heute Wert auf Nachhaltigkeit. 68 Prozent der Befragten gaben an, nach Möglichkeit mehrere Termine miteinander zu verbinden und 53 Prozent bevorzugen den Zug vor dem Flugzeug. Beim Hotel legen hingegen nur 31 Prozent Wert auf Umweltfreundlichkeit. Die Umfrage ergab auch, dass das Bewusstsein für Nachhaltigkeit bei den Arbeitnehmern stärker ausgeprägt ist als bei den Unternehmensleitungen. Während 81 Prozent der Studienteilnehmer angaben, dass Ihnen Umweltfreundlichkeit auf ihren Business-Trips wichtig sei, achten aber nur 47 Prozent der Unternehmen bereits bei der Planung darauf.

Die digitalen Zukunftstechnologien und der Wunsch der Kunden nach umweltfreundlichen Mobilitätslösungen sind die aktuell größten Herausforderungen im Bereich Geschäftsreisen. Um diesen Entwicklungen wirksam zu begegnen, müssen bisherige Vorgehensweisen hinterfragt und gegebenenfalls optimiert werden. (red)

Miteinander, füreinander: Sozialer Mehrwert durch gesellschaftliche Beteiligung

Es wird in der Öffentlichkeit gern gesehen, es wird viel darüber gesprochen und noch zu wenig dafür getan: Soziales Engagement. „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut“, schrieb vor beinahe 250 Jahren der Dichter Johann Wolfgang von Goethe.

Das alte Muster, Stifter und Wohltäter, wird heute durch Wohltätigkeit (Charity), soziales Engagement oder gesellschaftliche Unternehmensverantwortung (CSR) ergänzt. Denn längst geht es nicht mehr nur um die Einzelperson, sondern um Personenverbände und ganze Unternehmen, die sich für den guten Zweck einsetzen, um gemeinsam einen sozialen Mehrwert für die Gesellschaft zu schaffen.

Verantwortung für die Gesellschaft

Neben ihren wirtschaftlichen Aufgaben setzen sich Unternehmen heute ehrenamtlich für ihren Standort ein. Wirtschaftliche Beiträge zum Gemeinwohl können zum Beispiel Umwelt- oder Sozialprojekte sein. Hier geht es weniger um mediale Aufmerksamkeit oder Spenden in Millionenhöhe, sondern um langfristige Maßnahmen, um sich aktiv für das Gemeinwohl und den Unternehmensstandort zu engagieren. Corporate Social Responsibility (CSR) lautet der englische Fachbegriff, der sich mit der allgemeinen Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen beschäftigt. Sowohl Wirtschaft als auch Gesellschaft profitieren von diesem Konzept, denn es erhöht die Reputation eines Unternehmens, sichert die Kunden- sowie Nachwuchsgewinnung und fördert Innovationen. Zudem sorgt es für ein positives Betriebsklima und wertet das Unternehmensimage auf, allein durch die Bereitschaft, für akute, ökologische, soziale und kulturelle Probleme Lösungen zu finden. Darüber hinaus wird Berlin attraktiver und lebenswerter gestaltet sowie soziale Missstände effektiv bekämpft. Ganz nach der Devise: Global denken, lokal handeln. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.

Informativ: Zahlreiche Vereine und Organisationen präsentierten auf der Auftaktveranstaltung „14. Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ ihre Initiativen und Förderprogramme | Foto: Kerstin Müller

Informativ: Zahlreiche Vereine und Organisationen präsentierten auf der Auftaktveranstaltung „14. Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ ihre Initiativen und Förderprogramme | Foto: Kerstin Müller/BBE

Status quo

Soziales Engagement wird immer noch als ein Gefühl des Verpflichtetseins wahrgenommen. Fast die Hälfte aller Berliner und Berlinerinnen engagieren sich bereits, aber es ist noch Luft nach oben. Sponsoren für gemeinnützige Projekte zu begeistern, ist nicht einfach. Dabei entstehen gerade daraus wichtige Impulse für gesellschaftliche Veränderungen und das Gelingen eines guten Zusammenlebens. Was wird von der Politik getan?

In der Hauptstadt übernimmt die Federführung für die Engagementpolitik des Landes die Berliner Senatskanzlei, die sich aktiv für die Stärkung des Gemeinwohls einsetzt. Keine leichte Aufgabe! Sawsan Chebli (SPD), zuständige Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement, möchte soziales Engagement mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Ob Einzelperson oder Unternehmen, wer sich für die Stadt einsetzt, soll dafür Anerkennung bekommen. Zu diesem Zweck wurde bereits 2003 unter dem damaligen Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit eine Berliner Charta zum bürgerschaftlichen Engagement verabschiedet. Sie manifestiert bürgerschaftliches Engagement als einen unverzichtbaren Bestandteil zum Wohle einer lebendigen, vielfältigen und solidarischen Berliner Gesellschaft. Insgesamt umfasst die Charta das Ehrenamt, die Freiwilligenarbeit und die Selbsthilfe sowie das Engagement von Organisationen, Initiativen, Verbänden, Unternehmen und Stiftungen. Mit der Unterzeichnung der Charta wurde in Berlin offiziell der Grundstein für eine sozialere Stadt gelegt.

Engagement gefragt

Wie kann ein Unternehmen Gutes tun? Von eigenen Projekten, Sponsoring, Sach- bis hin zu Zeitspenden ist eigentlich alles möglich. Für noch unentschlossene Unternehmen bietet die Nationale Rotkreuz-Gesellschaft (Deutsches Rotes Kreuz) sogar Beratungen über mögliche Projekte oder Kooperationspartner an und begleitet diese mit einem speziell dafür entwickelten Service bei der Ausübung ihres Engagements.

Außerdem finden seit sieben Jahren die Aktionstage „Gemeinsame Sache – Berliner Freiwilligentage“ statt, um mögliche Kooperationen zwischen Berliner Unternehmen und sozialen Einrichtungen anzubahnen. Das Projekt entsendet Führungskräfte aus Wirtschaft und Verwaltung für eine Woche in eine soziale Institution, etwa in eine Obdachlosenunterkunft oder in ein Hospiz. Dort helfen die Mitarbeiter bei der Realisierung verschiedener sozialer Aktionen aus.

Gegenbauer-Kommunikationschef Gunther Thiele zeigte sich von den jährlich veranstalteten Freiwilligentagen begeistert: „Ehrenamt hat bei uns einen hohen Stellenwert.“ Eine der diesjährigen Aktionen war es, für das gemeinnützige Unternehmen „Arbeit für Menschen mit Behinderung“ (AfB) Spenden zu sammeln. Mitarbeiter des Plattformbetreibers Scout24 hatten in zwei Sammelaktionen mehr als 14 Tonnen veralteter und zum Teil ungenutzter PCs zusammenbekommen. Gemeinsam mit AfB reinigten sie die Geräte, versahen sie mit neuer Software und verkauften die wiederhergestellten PCs. Unbrauchbare Modelle wurden zerlegt und fachgemäß recycelt. Allein die verkauften Computer brachten rund 13.500 Euro ein. Gemeinsam mit der AfB unterstützt die BERLINboxx-Herausgeberin Dr. Angela Wiechula tatkräftig die Initiative „Berliner Unternehmen schaffen Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung“. Seit dem letzten Jahr wurden viele Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen und weitere starke Partner gewonnen, darunter Großkonzerne wie Pfizer, Bertelsmann, Telefonica /O2 und Siemens.

Da geht noch was

Trotz der Vielzahl an Projekten, ist es erschreckend, wie viele Berliner Großunternehmen verhältnismäßig wenig für die Hauptstadt und deren Bewohner tun. Zu nennen ist hier zum Beispiel die Kaufhauskette Karstadt, die seit der Übernahme durch die SIGNA Department Store Group 2014, kaum noch Engagement zeigt. Lediglich die Spenden-Kampagne „Mama ist die Beste“ wird unterstützt, deren Erlöse dem ABW-Frauenladen zu Gute kommen, der von der gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeit, Bildung und Wohnen mbH initiiert wird. Ins Leben gerufen hatte Karstadt die bundesweite Spendenaktion im 135. Jubiläumsjahr 2016.

Sein Debüt feierte allerdings der Berliner Modeversandhandel Zalando, der erstmalig auf dem Christopher Street Day mit Mitarbeitern anzutreffen war. Trotz des Vermerks „we love local“ auf der Unternehmensseite ist Zalandos soziales Engagement für die Hauptstadt noch ausbaufähig. Mit der Unterstützung des Deutschen Nachbarschaftspreises und der internen Förderung eines betrieblichen Freiwilligenprogramms ist es bei einem Umsatz von 4,49 Milliarden Euro im letzten Jahr nicht getan.

Auch der Stromanbieter Vattenfall scheint in der sozialen Stadt noch nicht seinen Platz gefunden zu haben. Dabei kann Vattenfall auf eine 130-jährige Geschichte in der Hauptstadt zurückblicken. Am Rande wird immerhin ein Crosslauf für Schüler organisiert, kleinere schulische Projekte und ein Urban-Gardening-Workshop angeboten.

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Das von uns entwickelte Motto ‚Nur mit Euch‘ ist mehr als ein Slogan, es war eine Geste und eine hervorragende Wahl. Dieses Motto bringt auf verständliche und eingängige Weise unser Anliegen auf den Punkt, die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes zusammenzuführen und Integration zu stärken. Die Botschaft ist bei den Bürgerinnen und Bürger angekommen. Berlin hat sich damit deutschlandweit und auch international überzeugend als ‚Stadt der Freiheit‘ präsentiert. Berlin praktiziert Vielfalt und friedliches Zusammenleben im Alltag. Berlin steht als Hauptstadt für ein liberales und weltoffenes Deutschland, in dem alle dazugehören.“ | Foto: David von Becker

Wohltätigkeit nimmt wieder Fahrt auf

Dagegen ist „Engagement macht stark!“ ein Musterbeispiel für erfolgreiche Bürger- und Unternehmensinitiativen. Eine Woche lang wurden der bundesweite Einsatz von Freiwilligen und gemeinnützigen Vereinen von Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gewürdigt. Bei der Auftaktveranstaltung hielt unter anderem Dr. Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, eine Rede zum Thema „Engagement leben – Sinn geben“. Auch Sawsan Chebli und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sowie zahlreiche Engagementbotschafter verschiedener Unternehmen und Institutionen waren anwesend. Seit 2016 wird von bürgeraktiv, einem Berliner Engagementportal, der Unternehmenspreis „Engagiert in Berlin“ vergeben. So würdigt der Senat, vertreten durch den Regierenden Bürgermeister Michael Müller besondere Leistungen gesellschaftlich engagierter Berliner Unternehmen oder Projekte.

Außerdem inszenierte die Senatskanzlei in diesem Jahr den Tag der deutschen Einheit als ein Bürgerfest. Vom 1. bis zum 3. Oktober fand die Veranstaltung unter dem Motto NUR MIT EUCH statt. Das Fest sollte ein Zeichen für Toleranz, Integration, Vielfalt und Freiheit in Deutschland und Europa setzen. Unterstützt wurde das Fest von mehr als 200 Partnern. Darunter Großkonzerne wie H&M, Siemens, Volkswagen Aktiengesellschaft, Berliner Sparkasse, GASAG, Deutsche Bahn/S-Bahn und vielen mehr.

Vorbildlich ist auch die Spendenkampagne der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) für die Ehrenamtlichen. Die S-Bahn Berlin und BVG stellten auch in diesem Jahr 17.000 kostenlose Fahrscheine für Berliner Helfer zur Verfügung. „Es liegt uns am Herzen, die Menschen, die sich engagieren, zu unterstützen. Jede und jeder soll die Möglichkeit zum ehrenamtlichen Engagement haben, denn wir brauchen alle, damit Berlin sozial bleibt. Jeder einzelne Fahrschein ist deshalb wichtig“, sagte Dr. Gabriele Schlimper, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin, zur gemeinsamen Spendenkampagne. Helfer werden dabei unterstützt, an die Orte zu kommen, wo sie gebraucht werden. Bereits das achte Jahr in Folge findet diese Aktion der Berliner Verkehrsunternehmen statt.

Investition in die Zukunft

„Wer in Armut aufwächst, hat einen schwierigen Start ins Leben“, sagte die zuständige Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) vor Kurzem. „Es dreht sich nicht nur alles ums Geld, auch soziale Teilhabe, gute Bildungsabschlüsse und gesundes Aufwachsen gelingen nicht gleich gut.“ Christoph Gröner, Vorstandsvorsitzender der CG Gruppe und selber Vater, gründete zusammen mit Berliner Unternehmern den „Laughing Hearts e.V.“ zur Förderung von Heimkindern und sozial benachteiligten Kindern sowie Jugendlichen. Seit Jahren setzt sich der Immobilien-Projektenwickler aktiv gegen Kinderarmut und soziale Missstände ein. Dazu findet am 24. November 2018 mit zahlreichen prominenten Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft die bereits zehnte „Laughing Hearts Charity Gala” im Grand Hyatt Berlin statt. Jeder Cent kommt vielfältigen Projekten für Kinder und Jugendliche in Berliner Heimen zu Gute. „Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistung“, sagte bereits Physiker Albert Einstein.

Mit Tradition wirbt die Berliner Sparkasse: „200 Jahre gut für Berlin“. Die Berliner Sparkasse hat ihr Engagement für die Stadt zu ihrem Aushängeschild gemacht. Von kleineren Kultur- bis hin zu Sportprojekten, die Finanzgruppe begeisterte anlässlich ihres 200-jährigen Firmenjubiläums im Mai zahlreiche Gäste auf Kiezfesten. Selbst Förderungen für den Nachwuchs werden regelmäßig ausgeschrieben. Vorbildliches leisten seit Jahren auch die Arche Berlin, der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller e.V. mit dem „Lesepatenprojekt“ und die Bürgerstiftung Berlin mit der Finanzierung des Programms „LeseLust“. Beim diesjährigen Art Dinner der Bürgerstiftung Berlin wurde eine stolze Summe von 103.200 Euro zusammengetragen.

Pflege unterstützen

Seit vielen Jahren engagiert sich die ALBA Group mit einem speziellen Förderverein im Kampf gegen den Krebs. „KINDerLEBEN – Verein zur Förderung der Klinik für krebskranke Kinder e.V.“, 1997 von ALBA gegründet, ermöglichte die Eröffnung einer Tagesklinik für die Versorgung krebskranker Kinder und Jugendlicher an der Berliner Charité. Seitdem initiiert das Entsorgungsunternehmen regelmäßige Aktionen, deren Erlöse in das Förderprogramm fließen, um die Ausstattung, Betreuung sowie Pflege in der Klinik zu verbessern. Der gesamte Erlös – rund 2,9 Millionen Euro seit inzwischen 16 Jahren – kommt ausschließlich KINDerLEBEN zugute.

Dr. Axel Schweitzer, Vorstandvorsitzender der ALBA Group: „Wir schreiben nicht nur in unserer täglichen Arbeit Nachhaltigkeit groß, sondern glauben auch bei unserem Sponsoring daran. Gute Technik, voller Einsatz und das Vertrauen in die Jugend verbindet die ALBA Group mit den Basketballern von ALBA BERLIN. Dieses Vertrauen und die Intensität, die dabei in die Jugendarbeit investiert werden, zahlen sich aus. Das macht uns sehr stolz.“| Foto: Alba Group

Einen sagenhaften Spendenrekord erreichte im Mai der 13. Rosenball mit den Gastgebern des Abends, Liz Mohn und Thomas Rabe, bei dem ein Erlös in Höhe von einer halben Million Euro zusammenkam. Seit 25 Jahren setzt sich die Stiftung „Deutsche Schlaganfall-Hilfe“ mit Initiativen für Aufklärung, Prävention für eine bessere Versorgung von Schlaganfall-Patienten ein. Unter der Federführung von dem Bertelsmann-CEO Rabe und der Stiftungsgründerin Mohn, die mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wurde, veranstaltet die Deutsche Schlaganfall-Hilfe jährlich einen Spendenball mit rund 600 Gästen.

Einsatz für den Sport

Sport verbindet und ist ein nicht unerheblicher Wirtschaftsfaktor der Hauptstadt. Ob Leistungs- oder Breitensport, weder der Bund noch das Land Berlin könnten ohne den Einsatz von Ehrenamtlichen und Sponsoren den Sportbetrieb stemmen.

Sportevents in einem Ausmaß wie das Internationale Stadionfest Berlin (ISTAF) können nicht ohne Hauptsponsor und zahlreiche Partner umgesetzt werden. Zum Glück der Hauptstadt: Seit 2013 ist die Spielbank Berlin in der Sportförderung aktiv. Sie ist Hauptsponsor des ISTAF. Eine bewährte, schon seit mehr als 25 Jahren bestehende Partnerschaft herrscht auch zwischen dem Basketballverein BG Charlottenburg und der ALBA Group. Die langjährige Kooperation hat Bestand und strahlt als positives Beispiel weit über Berlin hinaus.

Einsatz für Sport und Jugend: Aleksander Dzembritzki, Staatssekretär für Sport, Christiane Brümmer, Geschäftsführerin der Spielbank Berlin und Sandra Scheeres, Senatorin für Bildung, Jugend und Familie (v.l.n.r.) | Foto: Dirk Lässig

Nachahmenswert ist die Engagementpolitik der Lottostiftung Berlin: Die Zuwendung für sportliche Projekte ist sogar in deren Satzung verankert. Fünf Cent jedes Lottoeuros kommen direkt dem Sport zu Gute. Davon erhalten jeweils drei Cent der Landessportbund und die verbliebenen zwei Cent gehen an die Senatsverwaltung für Inneres und Sport. Die finanziellen Mittel erreichen Sportvereine, die zuvor vom Landessportbund Berlin oder der Senatsverwaltung für Inneres und Sport in die Verteilerliste aufgenommen wurden.

Vorbildliches Ehrenamt betreibt insbesondere der Berliner Fußballverband. Zahlreiche Helfer unterstützen den Verband dabei, seinen Nachwuchs zu fördern und die Spiele durchführen zu können. Als Anerkennung für die ehrenamtlichen Helfer wurde unter anderem der Freiwilligenpass eingeführt.

Denn Sport verbindet über Grenzen hinaus, das beweist insbesondere der Automobilhersteller BMW unter der Führung von Hans-Reiner Schröder, Direktor der BMW-Niederlassung in Berlin. Sie sind die Hauptsponsoren des BMW Marathons, einem mittlerweile international anerkannten Sportevent. In diesem Jahr fand der bereits 45. Berlin-Marathon statt, bei dem 44.389 begeisterte Läufer und Läuferinnen gegeneinander antraten. Der Automobilhersteller ist schon seit zwölf Jahren in Berlin engagiert. „Und das mit Leidenschaft“, betont Schröder.

Ein weiterer Sportpartner ist die Berliner Sparkasse, die seit Jahren den Spitzen-, Breiten-, Nachwuchs- und Behindertensport unterstützt. Seit 2008 ist die Finanzgruppe außerdem der offizielle Olympia Partner Deutschland des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Kultur für alle

„Berlin könnte mehr in Kultur investieren“, sind die Worte des in Berlin zuständigen Senators für Kultur in Europa r Klaus Lederer (Linke). Obwohl die Hauptstadt eine Topdestination für Kunst- und Kulturevents darstellt, wären viele international gefeierte Veranstaltungen wie die „Berlin Art Week“ oder die „Staatsoper füralle“ ohne Sponsoren aus der Wirtschaft gar nicht realisierbar. „Berlin ist mit einer so reichhaltigen Kulturlandschaft gesegnet, dass viele einander gar nicht mitbekommen. Wir verbinden die Aktivitäten miteinander: die beiden Kunstmessen ‚Art Berlin‘ und ‚Positions‘, den Gropius-Bau mit den Kommunalen Galerien, den freien Szenen, den Projekträumen“, so Lederer.

Einer der wichtigsten Kulturstifter der Hauptstadt ist BMW: Neben den schon genannten großen Sportförderungen werden auch Musikevents unterstützt. Dazu gehören unter anderem das „West-Eastern Divan Orchestra“, das im August unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim in der Berliner Waldbühne aufgetreten war. „Wir wollen nicht als Sponsoren gesehen werden, sondern als langfristige Partner, die nachhaltig etwas für den Standort Berlin tun“, sagte BMW-Direktor Schröder. Seit fast 20 Jahren ist das von Daniel Barenboim und Edward W. Said gegründete „West-Eastern Divan Orchestra“ als globaler Botschafter der kulturellen Verständigung ein Begriff in der Musikwelt. Außerdem fördert der Automobilkonzern den jährlichen Preis der Nationalgalerie und ermöglicht so Ausstellungen im Hamburger Bahnhof, dem Museum für Gegenwart in Berlin. Zu nennen ist aber auch das jährlich stattfindende Classic Open Air am Gendarmenmarkt. Zu den Hauptsponsoren gehört hier zum Beispiel die Spielbank Berlin.

Vergessen werden darf allerdings nicht die Berliner Mulitkulturalität und deren Würdigung. Seit Jahren unterstützt der Immobilienentwickler Sanus AG das Lichterfest Chanukka. „Wir wollen mit Chanukka Licht in die Dunkelheit bringen. Mir persönlich bedeutet es sehr viel, dass diese Botschaft hier in Berlin so viel Unterstützung erfährt. Mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller als Repräsentant der Berliner Politik und Siegfried Nehls, Vorstand der SANUS AG, als Vertreter der Wirtschaft haben wir langjährige und treue Partner gefunden, die sich mit uns gemeinsam für diese Ziele einsetzen“, so Rabbiner Yehuda Teichtal.

Zur Tradition geworden ist aber auch das Weihnachtsessen mit Frank Zander und prominenten Helfern, das kurz vor Heiligabend für obdachlose und bedürftige Berliner arrangiert wird. In diesem Jahr findet die 24. Weihnachtsfeier für circa 3.000 Obdachlose am 21. Dezember im Hotel Estrel statt.

Gutes tun für die Stadt

Sowohl die Politik als auch die Wirtschaft sind angehalten, die soziale Stadt mitzugestalten. Es können Initiativen wie das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ unterstützt werden, das sich städtebaulich, wirtschaftlich und für sozial benachteiligte Stadtteile einsetzt, um diese zu stabilisieren. Berliner Großveranstaltungen oder auch einzelne Bereiche wie Kultur, Sport und Bildung können durch eigens konzipierte Projekte gefördert werden. In Berlin ansässige Unternehmen sollten soziale Verantwortung übernehmen und sich aktiv am Stadtleben beteiligen und sich mit den aufkommenden sozialen, kulturellen oder auch wirtschaftlichen Problemen befassen. Der Ruf eilt bekanntlich voraus, dementsprechend werden engagierte Unternehmen diesen Schritt nie bereuen. Engagiert euch! (lj)