Doppelstreifen für mehr Sicherheitsgefühl in der Berliner U-Bahn

Gewalt gehört zum Berliner Alltag. 2016 wurden 2167 Gewaltdelikte in der Berliner U-Bahn verzeichnet, im Vorjahr waren es sogar 2201.

Innensenator Andreas Geisel (SPD) möchte nun endlich seine Pläne, die Sicherheit in der Berliner U-Bahn zu erhöhen, konkretisieren. „Kaum war der Innensenator im Amt, meldete er sich bei uns und fragte, ob wir gemeinsam die Wiedereinführung des Einsatzkommandos BVG angehen wollen. Wir sind sehr froh, dass der Innensenator diesen Plan hat“, teilt BVG-Sprecherin Petra Reetz mit.

So sollen künftig wieder Doppelstreifen unterwegs sein, jeweils zwei BVG-Mitarbeiter mit zwei Polizisten. Die Unterzeichnung des Vertrages mit der BVG soll voraussichtlich kommenden Freitag von Geisel und der BVG-Chefin Dr. Sigrid Nikutta unterzeichnet werden.

1999 wurde das Einsatzkommando der BVG, eine Spezialtruppe der Polizei, gegründet und meist an den Kriminalitätsschwerpunkten, wie dem Bahnhof Zoo und dem Alexanderplatz, eingesetzt. 2003 wurde es jedoch aus Spargründen und Personalmangel in den Ruhestand geschickt. Die Berliner haben sich jedoch dadurch deutlich sicherer gefühlt, wobei die Straftaten trotzdem nicht abgenommen haben. Die Präsenz der Doppelstreifen allein ist schon ausschlaggebend für das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste.

Nach dem Terrorattentat am Breitscheidplatz und aktuellen Straftaten will die BVG die Sicherheit bei der U-Bahn mehr verstärken. Neue Superkameras für alle 173 Berliner U-Bahnhöfe und 200 Sicherheitsmitarbeiter mit Hunden sollen eingeführt werden. „Allein das gibt bereits bei vielen Fahrgästen ein gutes Sicherheitsgefühl“, erklärt BVG-Sprecherin Reetz. „Und es wird verstärkt, wenn die Polizei wieder mit unseren Leuten auf Doppelstreife gehen wird.“

Bei der Doppelstreife sei aber noch unklar, wie viele Polizisten herangezogen werden und wann sie das erste Mal zum Einsatz kommen. (saa)

Bildquelle: wikimedia

VBKI-Ball der Wirtschaft 2017

Wichtigster Höhepunkt im gesellschaftlichen Leben der Hauptstadt

Am 18. Februar war es wieder soweit: Auf Einladung des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller e. V. (VBKI) kamen wie jedes Jahr wieder zahlreiche Führungspersönlichkeiten aus allen gesellschaftlichen Bereichen der Hauptstadt im Hotel InterContinental zusammen, um die erfolgreiche Entwicklung Berlins im vergangenen Jahr zu feiern und gleichzeitig den Blick nach vorn, auf die kommenden Aufgaben zu richten. Zum 67. Mal wurde der rote Teppich ausgerollt und mehr als 3.000 Macher, Gestalter und Entscheider aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft kamen – darunter: die alten und neuen Berliner Senatoren Andreas Geisel und Ramona Pop, Ralf Wieland, der Präsident des Abgeordnetenhauses und die Fraktionsvorsitzenden Sebastian Czaja (FDP), Antje Kapek sowie Silke Gebel (Grüne). Zum ersten Mal war auch Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin von 2001 bis 2014 und Mitglied im VBKI-Präsidium, dabei. Aus der Wirtschaft waren ebenfalls viele herausragende Persönlichkeiten anwesend. Dazu gehörten u. a. die Gasag-Chefin Vera Gäde-Butzlaff, BVG-Chefin Sigrid Nikutta, Susanne Tattersall, die Besitzerin des stark expandierenden Immobilienmanagementunternehmens Tattersall Lorenz, Thomas Kickermann und Karen Terpogossov, Managing Partner der vPE Bank oder Christian Gérôme, Gründer und Chef der Allgemeinen Immobilien Börse.

Thomas Worm, Christian Gérôme und Marcus Korn auf dem Ball der Wirtschaft

Thomas Worm, Christian Gérôme und Marcus Korn auf dem Ball der Wirtschaft

Besondere Freude gab es über den Besuch der neuen Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD), die die Schirmherrschaft von ihrem Vorgänger Sigmar Gabriel übernommen hatte. In ihrem Grußwort unterstrich Zypries die Bedeutung des Wirtschaftsstandorts Berlin und dankte auch dem VBKI für sein bürgerschaftliches Engagement in den Bereichen Bildung, Sport und Kultur.

In seiner Eröffnungsrede sagte VBKI-Präsident Markus Voigt zur Berliner Politik: „Man kann Berlin und der wachsenden Zahl seiner Bewohner nur wünschen, dass die Landespolitik aufhört, sich nur um sich selbst zu drehen – und da schließe ich Teile der Opposition ausdrücklich ein. Wir brauchen einen Senat, der die Herausforderungen und großen Fragen der Stadt kraftvoll und pragmatisch in Angriff nimmt. Und zwar sowohl im Sinne der jetzigen als auch der künftigen Berliner!“ Wachstum, Existenzgründungen, Arbeitsplätze, Immobilien – in allen Bereichen blühe die Stadt, sagte Voigt: „Dieser Erfolg ist vor allem einer leistungsbewussten, verantwortungsbewussten und zunehmend selbstbewussten Bürgergesellschaft zu verdanken, die in der Hauptstadt wächst – und im VBKI eine starke Plattform hat.“

Ministerin Zypries, VBKI-Präsident Voigt und Bürgermeisterin Ramona Pop beim VBKI-Ball

Ministerin Zypries, VBKI-Präsident Voigt und Bürgermeisterin Ramona Pop beim VBKI-Ball

Das Hotel InterContinental bildete wieder einen festlichen Rahmen. Die Ballfläche wurde mit 1500 Blumen geschmückt und mit 4500 Quadratmetern Stoff ausgekleidet. An den rund 180 Metern Bars und Buffets kamen die Ballgäste ins Gespräch. Und damit niemand beim vielen Erzählen einen trockenen Mund bekam, wurden 3500 Flaschen Wasser, rund 3000 Flaschen Wein und etwa 3000 Liter Bier ausgeschenkt. Mehr als 750 Mitarbeiter sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Für Stimmung auf dem Ball sorgen acht Bands auf vier Bühnen – zum Beispiel das Capital Dance Orchestra, JJFetzerANDFriends, Funk Delicious und die Ballhaus Band mit Christina Hofmann.

Auch in diesem Jahr geht der Erlös des Balls an das Bürgernetzwerk Bildung. Hier engagieren sich seit 2005 mittlerweile rund 2000 ehrenamtliche Lese- und Lernpaten und ermöglichen so, dass wöchentlich mehr als 10.000 Berliner Kinder und Jugendliche an Berliner Schulen in einem schwierigen sozialen Umfeld eine zusätzliche Förderung erhalten. In den elf Jahren des Bestehens des Bürgernetzwerkes sind so mehr als zwei Millionen zusätzliche Förderstunden zusammengekommen.

Die City West im Spiegel der Besuchermeinung

Die Innenstadt als Ort des Einkaufens ist für die Berliner sehr wichtig und beliebt.

Dazu wurde jetzt schon zum zweiten Mal die bundesweite Vergleichsstudie des Instituts für Handelsforschung Köln in Berlin und 120 weiteren Städten in Form von Besucherfragen durchgeführt. 2004 wurde die Studie schon einmal durchgeführt, damals allerdings mit nur 62 Städten. Die Initiatoren der Studie waren die IHK Berlin, AG City und der Handelsverband Berlin-Brandenburg. In der Hauptstadt nahmen insgesamt 1000 Passanten in der City West teil.

Die Berliner Innenstadt City West, genauer der Kurfürstendamm und die Tauentzienstraße, haben hierbei sehr positiv abgeschnitten und gute Noten vor allem für die Gesamtattraktivität und das Einzelhandelsangebot erhalten. Weitere Kriterien der Bewertung waren unter anderem öffentliche Infrastruktur und bauliche Attraktivität.

Aus Berlins gutem Abschließen schließt Christian Wiesenhütter, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin, dass „auch in Zeiten des Onlinehandels ein klassischer Einkaufsbummel nicht an Attraktivität verloren hat“. Uwe Timm, Vorstandsmitglied der AG City e.V. merkte an: „Attraktive Innenstädte sind für die Menschen heute ein Ort der Freizeitgestaltung. Dabei geht es schon lange nicht mehr nur um das Einkaufen, sondern der Aufenthalt ist ein Gesamterlebnis.“

Die City West verfügt über ein hohes touristisches Potential, da für viele Touristen ein Besuch des Kurfürstendamms zum Programm gehört.

Attraktiver Einzelhandel und attraktive Innenstädte sind eng verbunden, jedoch müssen Herausforderungen wie die Digitalisierung weiterhin gemeistert werden, wenn es darum geht den stationären Handel stark zu halten. Ein Ansatz der HBB wäre flächendeckendes, freies WLAN einzuführen.

Die einzigen Kategorien in der Studie, in denen Berlin mit einer Schulnote 3 abschnitt, waren Parkmöglichkeiten, Ausstattung der Innenstadt (Spielgeräte, Laternen, Sitzgelegenheiten etc.) und die Sauberkeit der Innenstadt. In allen restlichen Kategorien erreichte die City West eine 1-2.

Die Ausstattung der Innenstädte entscheidet also, ob der Einkauf zukünftig in lokale Geschäfte verlagert wird, wobei die Wertschöpfung vor Ort bleiben würde. Hierzu die AG City: „Die guten Noten für den Kurfürstendamm und den Tauentzien bestätigen uns bei unseren Projekten und den dauerhaften Bemühungen der AG City, die Aufenthaltsqualität in der City West immer weiterzuentwickeln.“ (saa)

„Vitale Innenstädte 2016“: Berlins City West unter den am besten bewerteten Shopping-Städten

Die Kunden schätzen die Innenstadt weiterhin als Ort des Einkaufs. Im Rahmen einer bundesweiten Vergleichsstudie wurde Berlins City West von den Besuchern sehr positiv bewertet. Für die Initiatoren der Untersuchung IHK Berlin, AG City und Handelsverband Berlin-Brandenburg bedeuten die Ergebnisse, dass die Attraktivität städtischer Zentren zu erhalten und zu steigern politische Priorität haben soll.
Das Institut für Handelsforschung Köln untersuchte Berlin und 120 weitere Städte unterschiedlicher Größe im Rahmen von Besucherbefragungen. Rund 1.000 Passanten nahmen in der City West teil. In die Bewertung flossen Kriterien wie Einzelhandelsangebot, öffentliche Infrastruktur oder bauliche Attraktivität mit ein. Eindeutiges Ergebnis der Studie: Die Ausstattung der Innenstädte entscheidet mit darüber, ob der Einkauf in lokalen Geschäften erfolgt und die Wertschöpfung vor Ort bleibt. Berlin bekam gute Noten in der Gesamtattraktivität und insbesondere beim Einzelhandelsangebot.
Christian Wiesenhütter, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin: „Die positive Bewertung von Berlins City West auch im Vergleich mit anderen deutschen Großstädten freut uns. Der klassische Einkaufsbummel scheint auch in Zeiten des Onlinehandels nicht an Attraktivität verloren zu haben. Die Befragungen zeigen aber auch, dass die Erreichbarkeit, die öffentliche Infrastruktur und auch immer mehr digitale Angebote entscheidend für den Einzelhandelsstandort Innenstadt sind.“
Uwe Timm, Vorstandsmitglied AG City e.V.: „Attraktive Innenstädte sind für die Menschen heute ein Ort der Freizeitgestaltung. Dabei geht es schon lange nicht mehr nur um das Einkaufen, sondern der Aufenthalt ist ein Gesamterlebnis, zu dem die Interaktionen mit Freunden und Bekannten als auch ein hoher Wohlfühlfaktor gehören. Die guten Noten für den Kurfürstendamm und den Tauentzien bestätigen uns bei unseren Projekten und den dauerhaften Bemühungen der AG City, die Aufenthaltsqualität in der City West immer weiterzuentwickeln. Demnächst werden wir diesen Weg mit Unterstützung eines BID (Business Improvement District) auf ein qualitativ neues Niveau heben können. Für Berlin ist diese Einkaufslage auch aus touristischer Sicht besonders attraktiv. Ein Bummel am Kurfürstendamm und am Tauentzien gehört auf jeden Fall zu einem Berlinbesuch. Somit ist der Kurfürstendamm weltweit auch Visitenkarte und Aushängeschild für unsere Stadt.“

Günter Päts, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg (HBB): „Die überdurchschnittliche Entwicklung der City West ist eine gute Nachricht für den Einzelhandelsstandort Berlin. Die Ergebnisse zeigen, dass der stationäre Handel stark ist. Damit er stark bleibt, müssen wir die Herausforderungen der Digitalisierung meistern und die Chancen nutzen. Dazu braucht es zuallererst Rechtssicherheit beim Ausschluss der Störerhaftung und ein flächendeckendes freies WLAN für Berlin.“

Wieder mehr Menschen in Berlin ohne Job

Die Zahl der Arbeitslosen in Berlin ist im Januar saisonbedingt gestiegen. 182 502 Männer und Frauen waren als arbeitsuchend gemeldet, 9898 mehr als im Dezember, wie die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,6 Punkte auf 9,8 Prozent.

Damit verharrte die Quote jedoch wie im Vormonat 0,9 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

„Die Zahl der Arbeitslosen hat in Berlin wie in Brandenburg spürbar zugenommen“, sagt Andreas Fleischer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB). „Das ist aber kein Grund zur Beunruhigung. Der Aufschwung in der Hauptstadtregion wird auch weiterhin neue Stellen schaffen. Verantwortlich für die leichte Eintrübung ist erstens der Saisoneffekt durch den Winter. Zweitens suchen nun immer mehr Geflüchtete eine Beschäftigung. Bei den arbeitslosen Ausländern ist die Arbeitslosigkeit deutlich um 6,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat gestiegen. Diese Menschen bekommen am ehesten eine Chance auf eine Arbeit oder eine Ausbildung, wenn die Politik den Arbeitsmarkt nicht mit noch mehr Regulierungen und Eingriffen überzieht.“

Nicht alle Menschen ohne Job werden bei der Arbeitslosenzahl mitgezählt, darunter ältere Langzeitarbeitslose, Teilnehmer von Fort- und Weiterbildungen, Flüchtlinge in Sprachkursen und Menschen, die sich nicht arbeitsuchend melden. Die sogenannte Unterbeschäftigung mit allen Betroffenen lag im Januar bei 253 044, das waren 7422 Frauen und Männer mehr als im Dezember.

Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen sagt Dr. Marion Haß, Geschäftsführerin Wirtschaft & Politik der IHK Berlin:  „Der Berliner Arbeitsmarkt sendet die ersten Frühlingsboten schon im Januar. Trotz saisonbedingten Wachstums der Arbeitslosenzahlen verbessert sich die Arbeitslosigkeit weiter strukturell. Davon profitieren insbesondere jugendliche Arbeitslose. Innerhalb von nur acht Jahren hat sich deren Zahl halbiert. Die entsprechende Arbeitslosenquote stabilisiert sich mittlerweile auf einstelligem Niveau. Diese Entwicklung ist nicht nur ein Ergebnis der guten Konjunktur, sondern auch der ungebrochenen Ausbildungsbereitschaft der Berliner Wirtschaft. Wir sehen aktuell ein Rekordangebot an Ausbildungsplätzen. Um diese Stellen besetzen zu können, müssen die Jugendberufsagenturen mit mehr finanziellen Mitteln für eine aufsuchende Beratung ausgestattet werden. Entsprechende Konzepte liegen auf dem Tisch. Wir erwarten vom neuen Senat nun ein klares Bekenntnis zur Stärkung der beruflichen Bildung.“ (ak)

Über 3.500 Besucher kamen zu Jobbörse für Geflüchtete und Migranten

CG Gruppe setzt ein Zeichen für Integration

Die CG Gruppe AG unterstützte als offizieller Partner die Jobbörse für Geflüchtete und Migranten im Estrel Berlin am 25. Januar 2017 und war auf der Messe mit einem eigenen Stand vertreten. Mit dem Engagement setzt der Berliner Projektentwickler ein Zeichen für eine offene Gesellschaft und geht neue Wege bei der Personalsuche. „Einer der wichtigsten Schritte der Eingliederung der zu uns geflüchteten Menschen ist die Integration in den Arbeitsmarkt. Gleichzeitig suchen wir als erfolgreiches und wachstumsstarkes Unternehmen stets nach motivierten und qualifizierten Mitarbeitern. Unser Engagement auf der Messe ist die logische Konsequenz“, so Christoph Gröner, Vorstandsvorsitzender der CG Gruppe AG.

Die Jobbörse wurde zum zweiten Mal vom Estrel Berlin in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Berlin Süd veranstaltet. Mit Unterstützung der CG Gruppe verfolgt die Messe das Ziel, Geflüchteten mit Bleibeperspektive sowie Migranten einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu eröffnen. Dieser Gedanke stieß auf breite Resonanz. Die Messe war mit 4.200 angemeldeten Teilnehmern bereits frühzeitig ausgebucht. Die knapp 189 Aussteller boten mehr als 3.000 offene Ausbildungsplätze, Praktika und Jobs in unterschiedlichsten Branchen an.

Die CG Gruppe war auf der Jobbörse mit einem prominenten Stand vertreten. Dabei suchte der Projektentwickler insbesondere Assistenzkräfte im Projektmanagement, Bauleiter und Bauingenieure, Hausmeister, Bauhelfer, Handwerker und Assistenten in der Vermietung.  „Allein aus dem Berufsfeld ‚Architekten und Bauingenieure‘ hatten wir ca. 30 Bewerber. Sieben davon laden wir in den nächsten Tagen zum ausführlichen Vorstellungsgespräch ein. Der Plan, die Bewerber direkt am Stand von unseren erfahrenen Mitarbeitern interviewen  und beraten zu lassen, ist zu 100 Prozent aufgegangen – den sprichwörtlichen Bauingenieur aus Syrien haben wir gefunden“, zieht Christoph Gröner seine Messebilanz.

Die CG Gruppe AG ist ein deutscher Projektentwickler mit eigener Baukompetenz. Das bundesweit agierende Unternehmen gestaltet seit über 20 Jahren die Entwicklung, bauliche Umsetzung und Vermarktung von Wohn- und Gewerbeimmobilien. Kerngeschäft ist der Mietwohnungsbau für institutionelle Investoren. In diesem Segment ist die CG Gruppe AG in Deutschland marktführend. Die Geschäftstätigkeit konzentriert sich auf ausgesuchte Lagen in Berlin, Leipzig und Dresden sowie Frankfurt/Main, Köln, Düsseldorf und Hamburg. Mehr als 300 Mitarbeiter sorgen bei Akquisition, Projektierung und Bauausführung für die konstant hohe Qualität und Zukunftsfähigkeit der Immobilienprodukte.

Erklärtes Ziel des Unternehmens ist die Schaffung günstigen Wohnraums durch digitales Bauen (BIM/serielle Bauteilfertigung) unter Einbindung technologischer und ökologischer Innovationen. Im Rahmen großräumiger Quartiers- und Stadtteilentwicklungen werden mit dem Konzept Vertical Village (VauVau) Büro- und Hochhäuser zu modernen Wohn-, Arbeits- und Lebensräumen umgenutzt.

Der Leistungshorizont des Unternehmens ist für die nächsten fünf Jahre auf ein Gesamtvolumen von ca. 4,7 Mrd. EUR angelegt. Derzeit werden Projekte im Umfang von 2,7 Mrd. EUR für die bautechnische Umsetzung vorbereitet. Aktuell sind Baumaßnahmen mit einem Verkaufsvolumen von 750 Mio. EUR in Ausführung. Weitere Projekte im Gesamtwert von 500 Mio. EUR sind bereits bei institutionellen Endinvestoren platziert und gehen im Anschluss in die Bauausführung.

Berliner Regisseurin Maren Ade: „Toni Erdmann“ für Oscar nominiert

Die Oscar-Akademie hat die Nominierungen für die wichtigsten Preise der Filmbranche bekannt gegeben und die deutsche Produktion „Toni Erdmann“ der Berliner Regisseurin Maren Ade als besten nicht englischsprachigen Film nominiert.

Der Film von Maren Ade ist einer von fünf Filmen, die in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film Chancen auf einen Oscar haben. 

Die gebürtige Karlsruherin Maren Ade, die in Berlin lebt, hat fast fünf Jahre an „Toni Erdmann“ gearbeitet. Die Tragikomödie ist einer von fünf Anwärtern in der Sparte „nicht-englischsprachiger Film“. Dazu gehören auch „Ein Mann namens Ove“ (Schweden), „The Salesman“ (Iran) und „Tanna“ (Australien).

Bei der Vergabe der Golden Globes im Januar ging „Toni Erdmann“ leer aus. Auch hier war die berührende Vater-Tochter-Geschichte als bester fremdsprachiger Film nominiert. Die Golden-Globe-Awards sind nach den Oscars die zweitwichtigste Auszeichnung in Hollywood und gelten als Stimmungsbarometer für die Academy Awards. Im Dezember hatte der Film die Verleihung des Europäischen Filmpreises dominiert: Neben der Auszeichnung für den besten Film erhielt Maren Ade die Preise für die beste Regie und das beste Drehbuch. Sandra Hüller und Peter Simonischek wurden als beste Darsteller ausgezeichnet.

Der letzte deutsche Film, der in dieser Kategorie nominiert wurde, war im Jahr 2010 „Das weiße Band“ von Michael Haneke. Der letzte deutsche Gewinner des Auslands-Oscar liegt sogar noch weiter zurück: 2007 holte Florian Henckel von Donnersmarck mit seinem Stasi-Film „Das Leben der Anderen“ die Trophäe nach Deutschland.

Die Oscars werden am 26. Februar in Los Angeles zum 89. Mal verliehen (ak).

Interview: PR-Profi Frank Schmeichel zur Kommunikation des BER

BERLINboxx spricht mit Kommunikationsunternehmer Frank Schmeichel, Gründer Business Network Marketing- und Verlagsgesellschaft mbH, über den BER und dessen Umgang mit Negativmeldungen.

 

BERLINboxx: Was läuft falsch bei der Kommunikation des BER?

Frank Schmeichel: Gar nichts läuft falsch. Die Kommunikation von BER-Chef Mühlenfeld ist ein Lehrstück für perfekte Krisenkommunikation.

 

BERLINboxx: Was heißt denn das?

Frank Schmeichel: Mühlenfeld ist es gelungen, dass die Dauerkrise gar nicht mehr wahrgenommen wird. Die Erwartungshaltung der zukünftigen Kunden ist auf ein Minimum reduziert. Wieder eine Negativmeldung: Das Publikum ist bereits so gewöhnt worden an die Nicht-Eröffnung, dass kein Newswert mehr vorhanden ist. Damit interessiert sich keiner mehr für Details. Denn das gelernte Wissen seit 10 Jahren ist: Der wird sowieso nicht fertig.

 

BERLINboxx: Wie gelingt Mühlenfeld das?

Frank Schmeichel: Ganz einfach: Keine Überraschungen! Ein Eröffnungstermin wäre eine Überraschung. Aber wer will schon Überraschungen?! Das Bewährte, das Gelernte, das Unmögliche, das sind die Botschaften, die durch eine intelligente Kommunikationspolitik internalisiert wurden. Mühlenfeld ist ein guter Psychologe. Er schützt die zukünftigen Passagiere vor Schocks. Das ist eine ungemein humane Einstellung. Allerdings sollte man in der Geschäftsführung vom BER schon heute Krisenszenarien entwickeln für die Zeit wenn die Eröffnung tatsächlich kommt. Dann benötigen die Manager eine hochsensitive Strategie, die der dann eintretenden Verstörung und Diskontinuität entgegenwirkt.

 

Bildquelle: Business Network Marketing- und Verlagsgesellschaft mbH

 

Im Gespräch mit Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Gutes Regieren” als Selbstverpflichtung

Neuer Senat stellt sich Herausforderungen einer stark wachsenden Metropole

 

Die Erwartungen an den neuen Berliner Senat sind hoch. Nach den Versprechungen im Wahlkampf steht das Team um den Regierenden Bürgermeister Michael Müller unter Zugzwang. Wir sprachen mit ihm über die Ausgangslage für die neue Regierung und ihre wichtigsten Zielstellungen.

 

Herr Regierender Bürgermeister, im Ergebnis der Wahlen zum Abgeordnetenhaus hat Berlin seit 8. Dezember 2016 als erstes Bundesland eine rot-rot-grüne Koalitionsregierung unter Führung der SPD. Ist das für Sie ein Experiment mit ungewissem Ausgang oder sehen Sie das Land Berlin hier in einer Pionierrolle für den Bund oder andere Bundesländer?

Wenn es auf Berliner Landesebene eine gute Zusammenarbeit gibt, heißt das noch längst nicht zwingend, dass es auch ein Muster für die Bundesebene ist, weil dort andere Themen eine Rolle spielen – etwa die Außen- und Sicherheitspolitik. Umgekehrt ist es konkreter: Wenn die rot-rot-grüne Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene nicht funktioniert, gibt es für die Gespräche auf Bundesebene vielleicht weniger Spielraum. Ich bin aber zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit in der deutschen Hauptstadt erfolgreich sein wird.

 

Am Anfang jeder Legislaturperiode steht die Frage nach den Schwerpunkten der Regierungszeit. Welche Themen stehen für Sie im Mittelpunkt der Tätigkeit des Senats in den nächsten fünf Jahren? Welche Vision haben Sie von Berlin am Ende dieser Legislaturperiode?

Die Menschen müssen Verbesserungen in ihrem Alltag spüren. Durch die Bezahlbarkeit ihrer Wohnung, ein gutes Lernumfeld für ihre Kinder, gerechte Löhne, öffentliche Sicherheit, gute und verlässliche Verkehrsverbindungen und Ämter, die ihnen helfen, wenn sie darauf angewiesen sind. Wir möchten natürlich die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt verstetigen, damit wir die Arbeitslosenzahlen weiter senken können. Ich will, dass unsere großen Überschriften, wie Smart City und digitale Hauptstadt, weiter mit Inhalten gefüllt werden. Ob das Visionen sind, sei dahingestellt: Es ist mein Anspruch an „gutes Regieren“.

 

Sie erwähnen den Wohnungsbau. Glauben Sie, dass das dafür aufgezeigte Programm im Koalitionsvertrag den großen Bedürfnissen einer wachsenden Stadt gerecht wird?

Wir haben harte Zahlen verabredet: Die Koalition will den Bestand an kommunalen Wohnungen bis zum Jahr 2025 durch Neubau und Ankauf auf mindestens 400.000 Wohnungen erhöhen. Für die nächsten fünf Jahre werden mindestens 55.000 zusätzliche landeseigene Wohnungen angestrebt, davon mindestens 30.000 Neubauwohnungen. Ein Schwerpunkt der Koalition ist also die Sicherung und die zusätzliche Schaffung von bezahlbaren Wohnungen. Dies werden primär die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften, aber auch Genossenschaften und innovative Wohnprojekte leisten. Aber auch private Bauvorhaben müssen zukünftig eine höhere Sozialrendite durch Schaffung von neuen bezahlbaren Wohnungen, Kita- und Schulplätzen sowie Grünflächen als Ausgleich für zusätzliche Versiegelung leisten.

 

Ein zentraler Bereich der Politik des Senats ist die Stadtentwicklung. Warum wurde dieses wichtige Ressort auseinandergerissen anstatt gerade dort Kompetenzen zu konzentrieren?
Man kann in einem Dreierbündnis und bei dem vorhandenen Wahlergebnis nicht alles haben. Wir müssen unter diesen neuen Vorzeichen auch Kompromisse machen. Aber in der Stadtentwicklungspolitik ist wichtig, dass wir elf Wohnungsbaugebiete konkret benannt haben, auf die sich alle drei Partner bindend verpflichtet haben.
Die meisten Vorgängersenate hatten in puncto Investorengewinnung mehr versprochen als erreicht. Welchen Stellenwert messen Sie dieser Thematik bei und wie kann es gelingen, mehr Kapital in die Stadt zu holen?
Bereits die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre spricht gegen diese These. Berlins Wirtschaft wächst seit 2005 überdurchschnittlich. Allein im letzten Jahr betrug das Wirtschaftswachstum 3,0 Prozent und lag damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Auch die positive Entwicklung auf dem Berliner Arbeitsmarkt verdeutlicht die Erfolge der Berliner Wirtschaftspolitik.Seit zehn Jahren verzeichnet Berlin ein deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegendes Wachstum der Erwerbstätigenzahlen. 2015 wurden rund 54.000 neue sozialversicherungspflichtige Jobs geschaffen. Immer mehr Global Player bringen ihre innovativen Arbeitseinheiten nach Berlin, um von der hervorragenden Wissenschafts- und Forschungslandschaft und dem Angebot an hochqualifizierten Fachkräften zu profitieren. Nur ein Beispiel aus dem letzten Jahr ist die Entscheidung des Aufzugbauers Schindler, in Berlin 44 Millionen Euro in ein Innovation-Hub und den Ausbau der Konzernzentrale zu investieren.
Nicht vergessen werden sollte, dass Berlin bei der Gewinnung von Risikokapital in den letzten Jahren im europäischen Vergleich weit vorn lag. Die Schaffung der erforderlichen Rahmenbedingungen für Investoren, also Sicherung und Ausbau von Flächen, Fachkräfte, digitale Infrastruktur, Energie, Regulierung, bildet einen wesentlichen Schwerpunkt der Wirtschaftspolitik des neuen Senats.
Immer wieder wird der unfreundliche Umgang der Berliner Behörden mit Investoren beklagt. Was wollen Sie gegen dieses imageschädigende Verhalten unternehmen?
Es ist kein Geheimnis, dass die Berliner Verwaltung durch den erforderlichen Konsolidierungskurs der vergangenen Legislaturperioden an die Grenzen ihrer Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit gelangt ist. Die Aufgabe des Innensenators und des Finanzsenators wird es sein, die Verwaltungsabläufe auf Ebene des Senats und zwischen Senat und den Bezirken klar zu strukturieren und dadurch zu verbessern. Der Öffentliche Dienst wird in der neuen Legislaturperiode moderner und leistungsfähiger gestaltet. Der Einsatz
moderner Informations- und Kommunikationstechnik und die Erhöhung des Personalbestandes sollen zur deutlichen Beschleunigung der Verwaltungsabläufe beitragen.

 

Ein Dauerproblem in den letzten zwei Jahren ist die Flüchtlingsfrage und noch immer entsteht der Eindruck, als ob Berlin das Thema nicht im Griff hat. Warum zum Beispiel sind viele der Sporthallen, die als Notunterkünfte genutzt wurden, immer noch nicht freigeräumt?

Die Herausforderungen sind nicht kleinzureden: Die Unterbringung der Asylbewerber, die Neujustierung der Verwaltungsabläufe und die Unterstützung von Geflüchteten war und ist eine gewaltige Aufgabe, die den Beteiligten in der Verwaltung, im karitativen Bereich, den Betreuerinnen und Betreuern und auch den Asylbewerbern selbst viel abverlangt. Insbesondere am Anfang lief nicht alles rund. Mittlerweile sind die Prozesse aber deutlich besser aufgestellt. Leider konnte der komplette
Umzug aus den Notunterkünften aus verschiedenen Gründen noch nicht bewerkstelligt werden: das ist ärgerlich für die Berlinerinnen und Berliner und bedrückend für die Geflüchteten. Aber mit dem Senatsbeschluss von Mitte Dezember werden wir dafür sorgen, dass der Freizug der Turnhallen so schnell wie möglich abgeschlossen werden wird.

 

Der neue Senat plant teilweise erhebliche Verkehrsregulierungen. Geht unserer Stadt damit nicht Mobilität – ein wichtiger Standortfaktor – verloren?
Berlin verändert sich: Die Bevölkerung wächst, die Verkehrsströme wachsen auch – konstant bleibt nur die Fläche der Stadt. Von daher müssen wir im neuen Senat und auch gemeinsam mit der Stadtgesellschaft diskutieren, wie wir die vorhandenen Flächen effizient und nachhaltig nutzen. Dabei muss Verkehrspolitik integriert gedacht und umgesetzt werden. Wir investieren in den ÖPNV und wir werden auch in den Radverkehr investieren – aber die Verkehrspolitik für eine Stadt von den Ausdehnungen Berlins muss anerkennen, dass PKW-Verkehr und auch der Wirtschaftsverkehr auf der Straße zur Realität der Stadt zählen. Wir müssen auch realisieren, dass eine Verkehrspolitik nicht auf das Innere des S-Bahn-Rings beschränkt bleiben darf. Daher sehe ich zum Beispiel auf jeden Fall einen hohen Bedarf für die Tangentiale Verbindung Ost (TVO).

 

Wie ist Berlin auf die vielen Veränderungen vorbereitet, die Globalisierung und Digitalisierung mit sich bringen? Was wollen Sie tun, um die Bevölkerung auf dem komplizierten Weg, der vor uns liegt, mitzunehmen und sie nicht Populisten zu überlassen?

Wir müssen den Menschen offen gegenübertreten und die Chancen erklären, die mit Globalisierung und Digitalisierung verbunden sind. Denn Berlin als weltoffene Stadt profitiert nicht nur wirtschaftlich von dem Austausch und dem Wandel, der sich gerade vollzieht. Andererseits müssen wir den Ängsten begegnen, die viele beschleicht, wenn man sich die Geschwindigkeit vor Augen hält, in der sich diese Änderungen abspielen. Dabei sehen wir an vielen Stellen, wie uns digitale Technologien Möglichkeiten eröffnen, Ressourcen effizienter zu nutzen, die Stadt für die Menschen lebenswerter und lebenspraktischer zu gestalten. Unser Ziel ist es, Berlin als Hauptstadt der größten Volkswirtschaft Europas zur digitalen Metropole weiterzuentwickeln. Wir wollen als führende Smart City beispielhafte Lösungen für urbane Technologien entwickeln. Und wir wollen als Europas Gründermetropole Nr. 1 die Stadt sein, in der Startups und etablierte Wirtschaft gemeinsam den Sprung ins nächste technologische Zeitalter machen. (in)

 

Bildquelle: sebaso

Ein Zeichen für Integration: Berufsmesse für Geflüchtete

Großer Zuspruch: Mit 4.200 Teilnehmern ist die „Jobbörse für Geflüchtete und Migranten“ am 25. Januar im Estrel Berlin bereits ausgebucht.

Ein Arbeitsplatz ist für die nachhaltige Integration von Geflüchteten ein entscheidender Erfolgsfaktor. Hier setzt am 25. Januar 2017 die „Jobbörse für Geflüchtete und Migranten“ im Estrel Berlin an, die arbeitssuchende Geflüchtete und Migranten mit potenziellen Arbeitgebern zusammenbringt. Mit 4.200 angemeldeten Teilnehmern ist die Jobbörse schon jetzt ausgebucht. Insgesamt haben 189 Aussteller mehr als 3.000 offene Ausbildungsplätze, Praktika und Jobs in unterschiedlichsten Wirtschaftszweigen gemeldet. Die Schirmherrschaft der Messe hat Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, übernommen.

Veranstaltet wird die Jobbörse bereits zum zweiten Mal vom Estrel Berlin in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Berlin Süd. Die erste Messe brachte bereits im Februar 2016 Besucher und Aussteller in einen direkten Dialog. „Unser Ziel ist es Geflüchteten mit Bleibeperspektive sowie Migranten einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Ihre erfolgreiche Integration birgt nicht nur für uns als Unternehmer eine Chance, sie wird sich auch positiv auf die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland auswirken“, erklärt Ute Jacobs, Geschäftsführende Direktorin des Estrel Berlin, den Grundgedanken der Messe. Zu den Unterstützern der Jobbörse gehören neben den Ausstellern, die IHK Berlin, Berlin Partner und visitBerlin Partnerhotels e.V. sowie die Unternehmen CG Gruppe AG, Gegenbauer Holding, Boehringer Ingelheim Deutschland und Getränke Hoffmann.

Berlins Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, ergänzt: „Ich freue mich sehr über die große Resonanz, welche die Messe auch in diesem Jahr wieder erfährt. Die hohe Zahl der Anmeldungen, sowohl von Besucherinnen und Besuchern, als auch von Berliner Unternehmen und Initiativen belegt, wie groß das Interesse an einer künftigen Zusammenarbeit bei allen Beteiligten ist. Die Jobbörse bringt Unternehmen und Menschen mit Einwanderungsgeschichte unmittelbar zusammen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Arbeitsmarktintegration dieser Menschen in Berlin.“

Messebesucher können sich im Rahmen der Jobbörse sowohl über Ausbildungs- und Jobangebote informieren, als auch Auskünfte zu Arbeits- und Ausbildungsstrukturen erhalten. Die Agentur für Arbeit Berlin Süd wird außerdem mit einem multilingualen Team anwesend sein, um Fragen, etwa arbeitsrechtlicher Art, vor Ort beantworten zu können. „Eine erfolgreiche Integration von Geflüchteten baut nicht allein auf Sprachkompetenzen dieser Menschen, sondern auch auf die Bereitschaft und Offenheit von Arbeitgebern für eine Beschäftigung. Ich freue mich darüber, dass auf dieser Jobbörse viele Firmen und Betriebe zeigen, wie dieses Engagement aussehen kann“ begrüßt Raimund Becker, Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit (BA) die Berufsmesse im Estrel. „Veranstaltungen wie diese können ein Vorbild für Unternehmen und Regionen in ganz Deutschland sein.“

 

Jobbörse für Geflüchtete und Migranten (Veranstaltung ist ausgebucht) Mittwoch, 25. Januar 2017, von 10 bis 16 Uhr Estrel Hotel Berlin, Sonnenallee 225, 12057 Berlin Infos unter www.jobboerse-estrel.de

 

Bildrechte: Andreas Friese/Estrel Berlin