Start des Berliner Volksfestsommers

Im Wedding startet am (heutigen) 16. Juni das ehemalige 55. Deutsch-Französische Volksfest mit einigen Neuerungen auf dem zentralen Festplatz am Kurt-Schumacher-Damm. Ein neuer Name, freier Eintritt und 60 bunt gemischte Attraktionen werden die vierwöchige Veranstaltung jetzt noch attraktiver gestalten.

Abwechslungsreich soll es sein und insbesondere jüngere Zielgruppen ansprechen. Daher entschlossen sich die Organisatoren Peter Müller, Arnold Bergmann, Oliver Hartmann und Helmut Nitzsche das Volksfest etwas aufzupolieren. So findet das Fest dieses Jahr seit der Einführung durch die französischen Alliierten vor 54 Jahren unter neuem Namen statt. Zudem ist der Eintritt zum „55. Berliner Volksfestsommer“ im Vergleich zu den vorherigen Jahren kostenfrei. Neue Attraktionen und Fahrgeschäfte sollen die Besucher anlocken, wie der Rock’n’Roll Coaster oder die spritzige Wasserbahn Poseidon.

Über 60 Fahrgeschäfte und Attraktionen sorgen täglich für Spaß und das typische Volksfest-Feeling. Bei Fahrten mit der High Explosive Achterbahn, der XXL-Krake oder dem klassischen Looping the Loop ist für jeden etwas dabei. An die kleinsten Besucher wurde natürlich auch gedacht. Etliche Kinderfahrgeschäfte wie dem Kettenkarussell oder dem Mini-Scooter sorgen für ein Vergnügen.

Für das leibliche Wohl wird ebenfalls gesorgt. Bei der Food Corner im Gourmet-und Partydorf haben hungrige Gäste eine bunte Auswahl an Imbissständen, die mit Wraps, Burgern und Flammkuchen versorgen. Eine Besonderheit bietet auch der Beach-Club. Hier ist dank Strandkörben und Cocktail-Ständen für die sommerliche Stimmung gesorgt. Am Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag lädt außerdem Live Musik auf der großen Festbühne zum Relaxen ein.

Besonderen Wert wird auch auf Familienfreundlichkeit gelegt. So ist jeden Mittwoch Familientag an dem der halbe Preis an Fahrgeschäften und Karussells gilt. Besondere Höhepunkte wollen die Veranstalter darüber hinaus mit einem Kinderfest und einem fulminanten Feuerwerk setzen. Am 25. Juni bekommen die kleinsten Besucher einiges geboten. An allen Kinderkarussells gilt das Doppeldecker-Angebot (2 für 1) und die Kinder kriegen kostenlos Zuckerwatte sowie Specials an den Speiseständen. Für alle Facebook-Fans gibt es am 07. Juli etliche Vergünstigungen. Hierfür reicht der Nachweis ein Fan der Facebook-Veranstaltung zu sein.

Laut und farbenfroh wird es jeden Samstag. Die Höhenfeuerwerke verzaubern den Himmel am Abend in ein Lichtermeer und sollen die Kinderaugen staunen lassen. Zusätzlich wird es ein bengalisches Feuer am 24. Juni geben.

Vier Wochen lang können Besucher jeden Tag bis 22 Uhr, am Familientag bis 23 Uhr und an den Wochenenden bis 24 Uhr ausgelassen den Berliner Volksfestsommer im Wedding genießen.

(Bildquelle: Familie Vorlop)

Schulplatzvergabe digital gelöst

Ein Einschulungsbereichsrechner wird in Zukunft die Schulplatzvergabe im Bezirk Tempelhof-Schöneberg lösen. Vorgestellt wurde das digitale kartenbasierte Planungstool, am heutigen Freitag durch den Vorstandsvorsitzenden der Technologiestiftung Berlin, Nicolas Zimmer, und den Bezirksstadtrat für Jugend, Umwelt, Gesundheit, Schule und Sport, Oliver Schworck (SPD).

Besonderen Wert wird auf Nachvollziehbarkeit und Transparenz gelegt. Somit werden Einschulungsbereiche auf Blockebene optimal ersichtlich. Umgesetzt wurde das Planungstool von der Technologiestiftung Berlin und deren Partner/innen. Dabei orientierten sie sich an offenen, frei verfügbaren Daten.

Zuvor gestaltete sich die Schulplatzvergabe als emotionale Zerreißprobe für Eltern und Behörden. Nicht wenige Eltern klagten sich ihren Wunschschulplatz ein, weil die Vergabe ihnen zu intransparent und widersprüchlich erschien. Um alle Vorgaben, Kriterien sowie Einschränken (Härtefallregelungen) rechtlicher Art berücksichtigen zu können, wird nun der Einschulungsbereichsrechner zum Einsatz kommen. Dieser wird auch die Wünsche von Eltern und Kindern einkalkulieren, um eine optimale Lösung für alle Beteiligten zu finden.

Zukünftig wird die Schulplatzvergabe hoffentlich nicht nur durch Planungstools gelöst, sondern auch durch neue Schulen.

(Bildquelle: wikipedia.org)

 

Die Renaissance der Vinylplatte

Wie zwei Schallplattenliebhaber eine Marktlücke schließen wollen

Die Vinyl-Schallplatte lebt! Für tot erklärt und jetzt wiedergeboren, spätestens seit dem aufkommenden Hipster-Trend. Das Problem an der Renaissance der Vinylplatte: Die Herstellung von Vinyl-Pressmaschinen wurde vor 30 Jahren eingestellt. Daher gibt es nur noch wenige Firmen, die Schallplatten herstellen. Musiklabels müssen etliche Wochen warten, bis die Platte fertig ist. Dabei ist der Trend derart beliebt, dass fast jedes neue Album auch in Schaltplattenform erscheint. Vor allem kleine Labels haben darunter zu leiden. Große Aufträge werden bevorzugt behandelt, kleine Independent-Musikproduktionen haben eine noch viel längere Wartezeit, bis das fertige Produkt abspielbereit ist.

Abhilfe möchte nun das neu gegründete Unternehmen „intakt!“ schaffen. Die beiden Gründer Max Gössler und Alexander Terboven sind DJ’s und betreiben selbst ein kleines Musiklabel. Da sie bis zu vier Monate auf ihre fertigen Platten warten mussten, beschlossen die beiden, sich ein Vinylwerk einzurichten. Von der Bank bekamen sie einen Kredit über eine halbe Million Euro – so viel brauchte es, um zwei Pressen, einen Dampfkessel und einen Kühlturm zu beschaffen. Außerdem mieteten sie sich eine kleine Industriehalle in Marienfelde. Und nach einem Jahr der Planung, Genehmigung und Bau ist es endlich so weit: Die ersten Testversuche können gestartet werden.

So wird nun täglich der sogenannte Extruder, eine Schmelzmaschine, mit Vinylgranulat befüllt. Heraus kommt dabei eine PVC-Masse, die in die Presse gelegt wird und samt der Etiketten und mit Hilfe der Pressmatrize in die richtige Form gebracht wird. Die Matrize ist hierbei für die Rillen auf der Schallplatte verantwortlich. Handgefertigt rechnen die Hersteller so mit einer Kapazität von etwa 1000 Platten pro Schicht – und 30.000 im Monat.

Gössler und Terboven möchten somit die schnellsten auf dem Markt sein und besonders für kleine Musiklabels arbeiten, denen eine Auflage von 300 bis 400 Platten genügt. Und siehe da, der Plan geht auf: bereits in der ersten Woche hatte das Unternehmen schon 20 Aufträge. Reich werden die Unternehmer mit diesem Geschäftsmodell wahrscheinlich nicht, aber das ist ihnen auch bewusst. Dazu sind die Auflagen kleiner Musiklabels zu gering. Ihnen geht es um die Liebe zu den Platten und vor allem zur Musik, eine Leidenschaft, die ausgelebt werden kann.

Foto: © Pexels

 

Der Polarisierer – Mut und Disruption als Lebensprinzip

Die Autobiografie von Dr. Dr. Rainer Zitelmann

Unumstritten war er nie: Als Historiker, Cheflektor, Journalist, Autor und Unternehmer. Seine klare, strukturierte und konsequente Haltung zu Themen ist sein Erfolgsrezept. Rainer Zitelmann ist kein Opportunist, kein Schwarmschwimmer, kein Umfaller. Er steht für seine Überzeugungen und findet einen Weg, Ideen und Ziele praxisnah umzusetzen. Damit hat er Zeichen gesetzt und Profil gezeigt und – nicht gerade üblich für Geisteswissenschaftler und Journalisten – wirtschaftlichen Erfolg gehabt. Aber Reichtum, über den er auch schreibt, ist nicht alles was er erreicht hat.

Im Historikerstreit hat er entgegen des Zeitgeistes konservative Positionen vertreten; als Cheflektor bei Ullstein hat er Akzente mit Autoren, die nicht Lieblinge der Linksschickeria waren, gesetzt und damit die gesellschaftspolitische Diskussion angeregt. Als Welt-Autor und Chef der täglich erscheinenden Immobilienseite hat er – wie auch als Unternehmer im Bereich Immobilienkommunikation – wesentlich dazu beigetragen, dass die junge Branche der Immobilienwirtschaft sich professionalisiert und in der öffentlichen Wahrnehmung an Bedeutung gewinnt.

Als Bestsellerautor hat er ein Gespür für Trendthemen: Fitness (Erfolgsfaktoren im Kraftsport), Reichtum (Psychologie der Superreichen) und eben die eigene Vita als Verkörperung des Erfolgsmenschen (Wenn Du nicht mehr brennst, starte neu). Das Ego konsequent zu leben, Rigorismus zur Lebensphilosophie zu machen und im besten amerikanischen Sinne den Erfolg zu zelebrieren, zeigt, dass Zitelmann sich nicht am biederen, pessimistischen Deutschen orientiert, sondern ein Kosmopolit ist. Mit 60 Jahren erntet er nun seine Früchte, die er in einem höchst disziplinierten Arbeitsleben gepflanzt hat. Und gewissermaßen kehrt er mit seiner wissenschaftlichen Arbeit – er hat soeben zum zweiten Mal promoviert – zu seinen Ursprüngen zurück. Einen pädagogischen Eros hat das Buch allerdings als Lebenskonzept für die junge Generation, die sich nicht gerade durch revolutionäre Attitüden und Visionen auszeichnet: Wage das Neue, sei mutig, öffne Dich neuen Lebenswelten und bleibe Du selbst. Die eigentliche Botschaft seiner Autobiografie ist mitnichten eine eitle Selbstbeweihräucherung, sondern eine hoffnungsvolle und zukunftsweisende Inspiration: Erstarre nicht in bequemen Strukturen, sondern sei Abenteurer und Entdecker, brenne für Deine Ideen und habe Mut, sie umzusetzen.

 

Frank Schmeichel

 

Dr. Dr. Rainer Zitelmann: Wenn Du nicht mehr brennst, starte neu. Mein Leben als Historiker, Journalist und Investor, FinanzBuch Verlag, 2017

Eine Stadt die nicht schläft – und die nicht baut

Berlin pulsiert rasend schnell – doch wenn es ums Bauen geht, steht die Stadt. Ein Beispiel

Über die Bauvorhaben Berlins könnte man einen Film drehen. Eine Komödie, ja, vielleicht sogar eine Satire – Lustig und unglaubwürdig! Denn das, was in dieser Stadt vor sich geht, wenn es um das Thema Bauen geht, ist kaum zu glauben. Eine Stadt wie Berlin. Fast 4 Millionen Einwohner, Hauptstadt, Sitz der großen Politik. Man könnte meinen, gerade hier sollten Planungen und Umsetzungen kein Problem darstellen – falsch gedacht. Diese Erkenntnis gibt es nicht erst seit BER, dem Paradebeispiel für Kostenexplosion, Fehlplanungen, Versäumnisse und nicht eingehaltene Absprachen.

Bereits in den 1930er-Jahren kamen Stadtplaner auf die Idee, im Osten der Stadt eine Trasse zu bauen, die den Norden und den Süden verbinden und mit ihrer Leistungsfähigkeit die angrenzenden Bezirke entlasten soll. Die Idee der sogenannten Tangentialen Verbindung Ost (TVO) wurde geboren. Der erste Abschnitt wurde schließlich in den 1970er-Jahren im Norden gebaut. Der zweite Ende der 1990er im Süden. Und die Mitte? Die fehlt. Pläne für den 6,5 Kilometer langen Abschnitt wurden in den 1990er-Jahren vorgestellt. Die Strecke soll entlang der Hauptverkehrsachsen von Karlshorst, Biesdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Köpenick verlaufen. Doch das Projekt wurde ad acta gelegt und auf das Jahr 2030 verschoben. Aufgeschoben auf vierzig Jahre, dann liegt die Verantwortung nicht mehr bei den jetzigen Planern – Das ist die beliebteste Eigenschaften von Berliner Entscheidungsträgern: Sich nicht zuständig fühlen, eben typisch Berlin!

Zwar wurden die Forderungen von Bürgerinitiativen erhört und das Projekt 2007 wieder aufgenommen, doch ein Ende der Planungen oder gar eine Umsetzung ist nicht in Sicht. Die Verzögerungen sorgen dafür, dass immer wieder neue Regierungen für die Planung verantwortlich sind. Die aktuelle rot-rot-grün Koalition beispielsweise möchte unbedingt einen Radschnellweg entlang der Trasse sehen – ein Vorhaben, welches den Bau weiter verzögern wird. Geplant ist, dass erst Anfang 2018 die endgültige Trassenvariante festgelegt wird. Mit dem Planfeststellverfahren und Genehmigungen könnte der Bau schließlich Ende 2020 beginnen – so die Idee. Ein weiteres Problem bringt natürlich die Finanzierung mit sich. Die Fördergelder laufen 2021 aus. Was dann geschieht, ist ungewiss. Und warum daran jetzt schon denken?

Doch dieses Projekt ist nur ein Beispiel und somit das perfekte Abbild von Berlins trostloser Verwaltungswüste. Aber warum immer Berlin? In der sich alles andere rasend schnell bewegt, Millionen von Menschen aus aller Welt auf den Straßen unterwegs sind und ihrem Tun nachgehen?

Gerd Nowakowski, Leitender Redakteur des Tagesspiegel, hat es mit seinem Kommentar ziemlich gut getroffen: Baustellen, verspäteter Nahverkehr und überforderte Bürgerämter sind schon längst institutionalisierte Vorkommisse bei den Berliner Bürgern. Nachrichten, wie „eine für Gleisbauten gesperrte U-Bahn-Linie 1, bei der selbst die BVG ihren Kunden abrät, den Ersatzbus zu nehmen, weil der auf der ebenfalls aufgerissenen Ersatzstrecke nur stecken bleiben wird.“ überrascht kaum noch jemanden. Jeder ist darauf eingestellt, dass die Standesämter kollabieren und Eltern Monate darauf warten müssen, dass die Geburtsurkunde ausgestellt wird und sie das Kindergeld beantragen können. Man nimmt es hin und schluckt seinen Frust runter. Ist halt Berlin.

Es ist ein Chaos, was sich in dieser Stadt abspielt. Der Senat unternimmt nichts, doch ist es nicht ein totaler Verlust des Ansehens, wenn die eigenen Bürger der Regierung die Unfähigkeit schon als festes charakteristisches Merkmal zugesprochen haben? Aber „warum auch ein System der organisierten Unverantwortlichkeit ändern, das seit Jahrzehnten beweist, dass damit kein Staat zu machen ist, geschweige denn eine Stadt voranzubringen?“ wie es Nowakowski weiter schreibt.

Der Berliner Bürger muss sich also dem Desinteresse hingeben uns sich diesem Chaos anpassen, Verlierer der Stadt, der sich weiterhin in überfüllte Bahnen quetschen muss, im Stau wartet und die Nerven in Bürgerämtern verliert. Eben typisch Berlin!

Foto: © Pexels

Dritter Firmengeburtstag: Voigt Ingenieure feierten mit Prominenz am Kudamm

Keine Mitarbeiter, nur ein Auftrag, aber Optimismus und Ideen im Überfluss: Zum Zeitpunkt ihres Entstehens war die VOIGT INGENIEURE GmbH wenig mehr als der Traum ihres Gründers und Geschäftsführers Markus Voigt. Innerhalb kurzer Zeit hat sich die einstige One-Man-Show in eine erfolgreiche Unternehmensgruppe verwandelt: An den Standorten Berlin, Luckau und Cottbus beschäftigt VOIGT INGENIEURE heute mehr als 100 Mitarbeiter, die an über 500 Projekten arbeiten. Am Donnerstag feierte das Bauplanungsunternehmen seinen dritten Geburtstag am Unternehmenssitz am Kurfürstendamm.
„Wie jede Unternehmensgründung war auch unser Start ein Experiment mit ziemlich ungewissem Ausgang. Umso dankbarer bin ich, dass wir in so kurzer Zeit das Vertrauen zahlreicher namhafter Kunden gewinnen konnten. Das ist vor allem das Verdienst eines tollen Teams aus hochqualifizierten Mitarbeitern, für deren Vertrauen und Loyalität ich mich an dieser Stelle bedanken möchte“, so Markus Voigt.
Zahlreiche prominente Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft Berlins hatten sich für die Feierlichkeiten in der City West angekündigt. Aus dem Kreis der Berliner Top-Manager gehörten GASAG-Chefin Vera Gäde-Butzlaff, Christian Lewandowski, CEO der Gegenbauer-Holding, Dr. Frank Golletz, Geschäftsführer 50Hertz, und Jörg Simon, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe. Auch die Berliner Politik war durch Wirtschaftssenatorin Ramona Pop und Innensenator Andreas Geisel vertreten.
Großes Zukunftsthema für die Planer von VOIGT INGENIEURE ist die wachsende Stadt Berlin. Als moderner Dienstleister mit neuester Technik (BIM) will die Unternehmensgruppe dazu beitragen, dem Wachstum der Stadt ein zukunftsfähiges Fundament zu verschaffen. Für Markus Voigt spielt die Zukunft Berlins auch jenseits des Unternehmensalltags eine prägende Rolle: Seit 2011 steht er als ehrenamtlicher Präsident an der Spitze des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI). Das 2.100 Mitglieder starke Unternehmernetzwerk bringt sich immer wieder mit Vorschlägen und Ideen in die Wachstumsdebatte Berlins ein. (red)

(Foto: Inga Haar, für Voigt Ingenieure GmbH)

Hokey-Pokey mit nächster Eispatisserie in Pankow

Mitte bis Ende August soll es soweit sein, eine weitere Filiale der begehrten Eispatisserie öffnet in Pankow ihre Pforten. Eisliebhaber finden Hokey-Pokey dann auch in der Berliner Straße 49 in der Nähe der U-Bahnstation Vinetastraße. Stilecht und dem Kiez entsprechend wird sich der neue Laden in einem Pankower Altbau eingerichtet. Derzeit wird dort noch fleißig gewerkel, aber das Firmenlogo klebt bereits verheißungsvoll an den Fenstern.

Schon die erste Eispatisserie in der Stargarder Straße 73, in der Nähe vom S-Bahnhof Schönhauser Allee, erfreut sich großer Beliebtheit. Da aber die Räumlichkeiten dem Eisbedarf nicht mehr gerecht werden, musste eine größere Küche her. In Zukunft wird dann das Eis aus Pankow in den Prenzlauer Berg geliefert. Die kleine Küche in der Stargarder Straße wird im Herbst von einem „Bean to Bar“-Chocolatier übernommen. Dieser belieferte Hokey-Pokey bereits mit seiner tollen Schokolade.

Seit Juni 2011 bereitet Inhaber und Eispatissier Niko Robert mit Hokey-Pokey Jung sowie Alt ein eiskaltes Vergnügen. Mit den selbst hergestellten hochwertigen Eiskreationen und dem stetigen Ausbau des Sortiments, hat das Unternehmen viele Stammkunden gefunden. Das liegt mitunter daran, dass Robert wirklich etwas von seinem Handwerk versteht. So arbeitete er bereits in der Patisserie des Berliner Luxushotels Ritz Carlton. Allein die Komposition der Eissorten spricht für sich – Apfel-Basilikum Eis, Karamell mit Meersalz oder Dresdener Stollen-Marzipan Eis mit karamellisiertem Honig, einem Hauch Orange und einer Prise Zimt. Dabei repräsentieren sie nur eine kleine Auswahl an köstlichen Eisgenüssen. Natürlich können auch 550ml-Zuhause-Becher erworben werden. Im Winter, wenn der Laden geschlossen hat, werden diese in der Kaffeeröster Friedel in der Pappelallee 35, Ecke Stargarder Straße, verkauft.

Bemerkenswert sind aber auch die Kooperationen, beispielsweise mit der Knalle Pokornditorei Berlin. Das Butterkaramell Tahitivanille-Popcorn Eis war so beleibt, das es in kürzester Zeit komplett ausverkauft war. Zwar hat Roberts Eis einen stolzen Preis (circa 1,80 je Kugel), bietet dafür aber erstklassige Zutaten und einen hohen Genussfaktor.

Und das spricht sich natürlich in den sozialen Medien herum. Eine stolze Facebook Bewertung von 4,9 von 5 Sternen bei 377 Bewertungen lassen sich sehen. Zurzeit kann von 12 bis 22 Uhr im Prenzlberger Hokey-Pokey nach Herzenslust geschlemmt werden. Bald auch im schönen Pankow!

(Bild – Eispatisserie Hokey Pokey Facebook)

 

„Ja, ich will!“: Im Berliner Dungeon ist Widerstand zwecklos

Verlobung in der Folterkammer
Abschreckung oder Vorbereitung auf die kommenden Jahre? Berliner Dungeon bietet schrecklich-schöne Location für Verlobung an

Vielleicht müssen die einen oder anderen zu ihrem Glück gezwungen werden. Diese Aussage bekommt bei der neusten Aktion des Berliner Dungeon eine ganz andere Bedeutung. Denn aktuell sucht das berühmt-berüchtigte Horror-Kabinett in Berlin mutige junge Männer, die ihrer Freundin einen Antrag machen wollen – mitten in der Folterkammer, umgeben und diversen Folterinstrumenten. Nur etwas für wahre Romantiker!

Wer die Ehe als Gefängnis sieht, eingesperrt, den Freiheiten beraubt und zum spaßlosen Leben verdonnert, dem kommt eine Verlobung in einer äußerst abgefahrenen Location doch gerade richtig. Denn das, was nach der Verlobung kommt, kann ja nur befreiender und glücklicher werden. Wer mit Daumenschraube oder Kieferbrecher zum „Ja, ich will“ gezwungen wird, hat anschließend sicherlich mehr zu lachen oder?

Und mal ganz ehrlich, bei einem romantischen Candlelight-Dinner? Im Sonnenuntergang? Vor laufender Kamera? Diese ausgelutschten Ideen bleiben den unkreativen Menschen vorbehalten und sind ja geradezu überladen mit Kitsch. Also wieso nicht gleich auf die harte Tour?

Ob die Freundin es einem jemals verzeihen wird, dafür kann niemand garantieren. Auf jeden Fall wird  wohl ein denkwürdiges Ereignis im Gedächtnis bleiben. Für die Unentschlossenen, ein Nein wird nicht akzeptiert, bleibt immerhin noch die Streckband und Zungenstange. So werden die liebevollen Herren ihrer zukünftigen Verlobten auf jeden Fall ein „Ja“ entlocken. Was will Mann mehr?

Was wie ein abgefahrener Werbegag vom Berliner Dungeon klingt, können Interessenten tatsächlich erleben. Bewerbungen gehen an info@berlindungeon.de. Herzliches Beileid an die Auserwählten Folterkammer-Verlobten!

 

(Foto: wikimedia.com)

 

Neue Ausbildungsstellen sollen Arbeit im Bürgeramt erleichtern: Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg schafft bis zu 32 neue Ausbildungsplätze

Ab September 2017 will der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bis zu 32 neue Ausbildungsplätze in den Berufen Verwaltungsfachangestellte, Kaufleute für Büromanagement, Gärtner, Vermessungstechniker oder medizinische Fachangestellte anbieten.

Die angebotenen Ausbildungen dauern drei Jahre, können aber durch sehr gute Leistungen auch verkürzt werden. Nach erfolgreichen Abschluss erwartet die Ausgebildeten jungen Menschen nicht nur eine Prämie. Der Bezirk ist sehr daran interessiert, die Azubis fest einzustellen.

Für die Ausbilder ergeben sich mit den neuen Plätzen zudem neue Möglichkeiten, das altbekannte Chaos in jeglichen Berliner Bürgerämtern zu bekämpfen. So werden bereits Auszubildende in Bürgerämtern eingesetzt, um den überlasteten Mitarbeitern unter die Arme zu greifen. Wegen Personalmangel wurden etliche Stellen gestrichen und die Öffnungszeiten aufs Minimale verkürzt, die Bürgerämter sind überlastet und die Wartezeiten, um alleine einen Termin zu bekommen, enorm. Ganz zu schweigen von den Warteschlangen vor den Bezirksämtern.

Diese Lösung bringt eine Win-win-Situation: Die Mitarbeiter in den Ämtern erhalten Unterstützung und die Azubis sammeln bereits zu Beginn praxisnahe Erfahrungen. Dass jegliches Chaos in den Ämtern beseitigt werden wird bleibt wohl Utopie, doch mit Zuversicht ist der Anfang der erste Schritt zur Besserung.

(Bild: Wikipedia)

Berlins bedenkenlose Standesämter – ein Trauerspiel in mehreren Akten

Auf angehende Frischvermählte warten so einige Strapazen, aber das was in Berlins Standesämtern passiert, beziehungsweise nicht passiert, ist erschreckend. Glück und Geduld sind momentan in der Hauptstadt in Bezug auf Standesämter gefragt. Dabei sind die endlosen Wartelisten bei Trauungsterminen nur die Spitze des Eisberges. An einigen Berliner Standesämtern herrschen sogar monatelange Rückstände bei der Ausstellung der Geburtsurkunden. Dagegen haben andere Standesämter nur mit einem Dachschaden (Spandau) zu kämpfen – der Baubeginn ist schon für 2020 angesetzt. In Lichtenberg haben Brautpaare dank Baumaßnahmen bis Dezember mit ungewollter Geräuschkulisse zu kämpfen. Heureka! Ein Trauerspiel in vielfacher Hinsicht.

Schon seit Jahresbeginn häufen sich die Meldungen über die katastrophalen Zustände, aber was hat sich bisher getan? Die BERLINboxx kommentiert:

Am 02.03.2017 in der Berliner Zeitung: Trauungstermine Berliner können ihre Hochzeit bald online anmelden:

Die chaotischen Zustände in den Bürgerämtern haben sich zwar normalisiert, aber jetzt trifft es die Standesämter. Zum Teil mussten Berliner Heiratswillige um 4 Uhr früh vor dem Standesamt stehen, um einen Trauungstermin zu bekommen. Erst dann kam der Senat auf die glorreiche Idee das Problem, wie zuvor bei den Bezirksämtern, mit der Möglichkeit der Online-Buchung zu lösen. Den Part mit der Buchungshotline, weil die Online Buchung komplett überlastet war, lassen wir an dieser Stelle einfach mal unkommentiert. Jedenfalls soll die Umsetzung bis Ende dieses Jahres erfolgen – hoffentlich.

Am 15.05.2017 in Der Tagesspiegel: Eltern warten monatelang auf Geburtsurkunden:

Frischgebackene Eltern treffen ebenso auf bedenkenlose Bürokratie wie die angehenden Frischvermählten. Die Standesämter sind gnadenlos unterbesetzt. Die Folge: Das Ausstellen einer amtlichen Bescheinigung dauert bis zu einem Vierteljahr. Weder Kinder- noch Elterngeld können ohne Geburtsurkunde beantragt werden. Für viele Familien ist gerade diese finanzielle Unterstützung unabdingbar. Selbst die Anmeldung bei der Krankenkasse ist ohne die amtliche Bescheinigung nicht möglich. Eine Zumutung! Auch an dieser Stelle sollen Online zu buchende Termine Abhilfe schaffen. Die hohe Arbeitsbelastung bei den Berliner Standesämtern soll durch neues Personal bewältigt werden. Jedoch werden bislang die Standesbeamten deutschlandweit im 3000-Seelen-Ort Bad Salzschlirf in Hessen ausgebildet. Der Senat plant die Ausbildung zu verkürzen sowie Ausbildungselemente nach Berlin zu verlegen. Berechtigter Einschub – Frage: Wann?

Am 07.06.2017 in der Berliner Morgenpost: Sprechstunden im Standesamt Mitte:

Positiv konnotiert könnte es als „organsiertes Chaos“ kommentiert werden.

Immerhin bieten die Berlins Standesämter als Silberstreif am Horizont schon Samstageheschließungen an. Allerdings ist die Auswahl der angebotenen Bezirke noch recht dürftig. Adieu, Spontanhochzeit und Wunschtermin! Das Bezirksamt Schöneberg-Tempelhof gibt immerhin auf der Website ausreichend Informationen. Dort muss die Samstagstrauung (zwischen 9.20 Uhr und 16.00) vorreserviert werden. Am besten ein halbes Jahr vorher. Gut verheiratet, muss gut geplant sein oder einfach außerhalb von Berlin passieren.

(Bild: wikimedia)