Senatorin Pop: Berlin spricht Englisch!

Beim Wettbewerb um neue Unternehmen wirbt Berlin mit guten Fachkräften und günstigen Lebenshaltungskosten. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) betont einen weiteren Pluspunkt der Hauptstadt: „Es ist bei vielen noch nicht angekommen, dass Berlin auch eine englischsprachige Stadt ist!“

Gerade wenn man als weltoffene und internationale Stadt eine junge, urbane Klientel als Unternehmer und Fachkräfte ansprechen wolle, sei das ein Pluspunkt, erklärte Pop gestern vor Vertretern der Industrie- und Handelskammer. (red)

Schul- und Kita-Campus mit Seltenheitswert: Ludwig Hoffmann Quartier in Berlin-Buch

So etwas passiert nicht häufig. Der Bau von zwei Schulen und zwei Kitas für fast 700 Kinder und Jugendliche auf Eigeninitiative und ohne Fördermittel. Im Ludwig Hoffmann Quartier (LHQ) in Berlin-Buch gibt es das. In Anwesenheit von Sandra Scheeres, Berlins Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, wurde Ende vergangenen Monats die vollständige Fertigstellung des Schul- und Kita-Campus, bestehend aus einer Evangelischen Grundschule, einer Montessori Gemeinschaftsschule und zwei Kitas, gefeiert.

Obwohl die Schulen schon einige Zeit in Betrieb sind, konnten sie noch nicht über das ganze Areal verfügen. Nun hat das ein Ende, denn jetzt wurde auch das letzte von insgesamt vier Schulgebäuden den Nutzern offiziell übergeben. Mit fast 1.600 Quadratmetern bietet das dritte Gebäude der Montessori Gemeinschaftsschule Berlin-Buch Raum für weitere Klassenräume, eine Schulmensa samt Küche sowie eine weitere Kita für 82 Kinder. In den beiden Schulen, die sich in denkmalgeschützten Gebäuden befinden, können rund 500 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden. Die beiden Kitas auf dem Areal bieten Platz für etwa 180 Kinder, wovon zwei Drittel bereits belegt sind.

Eigeninitiative ist beeindruckend

Der Bau des Campus ist allein der Initiative von Andreas Dahlke, Bauherr und Alleingesellschafter der Ludwig Hoffmann Quartier Objektgesellschaft mbH & Co. KG, zu verdanken. Zu seinen Motiven sagt er: „Mir kam es von Anfang an darauf an, das Ludwig Hoffmann Quartier nicht als reine Wohnanlage, sondern als Stadtquartier mit einer vollständigen Sozial- und Bildungsinfrastruktur zu errichten. Das Stadtquartier ist Teil von Buch. Wir wollen, dass die Wohnungen und alle Einrichtungen des Areals auch von der Bewohnern des Bezirks genutzt werden und sich dadurch die Lebensqualität im Ortsteil Buch verbessert.“

Senatorin Scheeres zeigt sich beeindruckt vom Ludwig Hoffmann Quartier

Senatorin Scheeres zeigte sich von dem Schulkomplex beeindruckt. „Über 500 Kinder und Jugendliche können im Quartier beschult werden. Der Bauherr hat damit einen wichtigen Beitrag für das neue Stadtquartier in Eigeninitiative geleistet. So wurde das Schulplatzangebot nicht nur für Berlin-Buch, sondern für den ganzen Nordosten unserer Stadt erweitert.“ Der Vorstandsvorsitzende der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO, Frank Olie erklärt: „Wir möchten uns als Schulträger bei Herrn Dahlke für die gute Zusammenarbeit ausdrücklich bedanken. Ohne sein Engagement wäre die Schulgründung in Buch für die Evangelische Schulstiftung nicht möglich gewesen.“

Und Jörg Richert von KARUNA, Träger der Montessori Gemeinschaftsschule, betont: „Das Ludwig Hoffmann Quartier hat uns Möglichkeiten eröffnet, um unser Potential zum Wohl von Kindern, Jugendlichen und Familien zu entfalten. Gemeinschaftsschule, Kinderhaus, Schulgarten, wildnispädagogischer Kindergarten, die Jugendinitiative MOMO, die außerschulische Bildungsarbeit zum Thema Flucht und Migration und das Büro zur Steuerung der Bildungsarbeit für ganz Berlin-Buch – das alles konnte sich hier etablieren. Andreas Dahlke und sein Team sind für uns ein großartiger Partner.“

Stadtquartier mit Zukunft

Das Ludwig Hoffmann Quartier ist aktuell eines der großen Wohnungsbauprojekte in der Hauptstadt. Das Vorhaben hat ein Investitionsvolumen von rund 280 Millionen Euro. Bis 2019 werden auf einem ca. 280.000 Quadratmeter großen Grundstück insgesamt ca. 800 Wohnungen und eine breit-gefächerte soziale Infrastruktur entstehen. Dazu gehören außer dem bereits fertiggestellten Campus dann zum Beispiel weiterhin eine 3-Feld-Sporthalle und eine Senioren-Wohnanlage. Bisher sind ca. 450 Wohnungen fertiggestellt und auch schon fast komplett bezogen. (in)

 

Foto: Senatorin Sandra Scheeres und Andreas Dahlke. Bildquelle: Ludwig Hoffmann Quartier Objektgesellschaft mbH & Co. KG

 

Doppelstreifen für mehr Sicherheitsgefühl in der Berliner U-Bahn

Gewalt gehört zum Berliner Alltag. 2016 wurden 2167 Gewaltdelikte in der Berliner U-Bahn verzeichnet, im Vorjahr waren es sogar 2201.

Innensenator Andreas Geisel (SPD) möchte nun endlich seine Pläne, die Sicherheit in der Berliner U-Bahn zu erhöhen, konkretisieren. „Kaum war der Innensenator im Amt, meldete er sich bei uns und fragte, ob wir gemeinsam die Wiedereinführung des Einsatzkommandos BVG angehen wollen. Wir sind sehr froh, dass der Innensenator diesen Plan hat“, teilt BVG-Sprecherin Petra Reetz mit.

So sollen künftig wieder Doppelstreifen unterwegs sein, jeweils zwei BVG-Mitarbeiter mit zwei Polizisten. Die Unterzeichnung des Vertrages mit der BVG soll voraussichtlich kommenden Freitag von Geisel und der BVG-Chefin Dr. Sigrid Nikutta unterzeichnet werden.

1999 wurde das Einsatzkommando der BVG, eine Spezialtruppe der Polizei, gegründet und meist an den Kriminalitätsschwerpunkten, wie dem Bahnhof Zoo und dem Alexanderplatz, eingesetzt. 2003 wurde es jedoch aus Spargründen und Personalmangel in den Ruhestand geschickt. Die Berliner haben sich jedoch dadurch deutlich sicherer gefühlt, wobei die Straftaten trotzdem nicht abgenommen haben. Die Präsenz der Doppelstreifen allein ist schon ausschlaggebend für das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste.

Nach dem Terrorattentat am Breitscheidplatz und aktuellen Straftaten will die BVG die Sicherheit bei der U-Bahn mehr verstärken. Neue Superkameras für alle 173 Berliner U-Bahnhöfe und 200 Sicherheitsmitarbeiter mit Hunden sollen eingeführt werden. „Allein das gibt bereits bei vielen Fahrgästen ein gutes Sicherheitsgefühl“, erklärt BVG-Sprecherin Reetz. „Und es wird verstärkt, wenn die Polizei wieder mit unseren Leuten auf Doppelstreife gehen wird.“

Bei der Doppelstreife sei aber noch unklar, wie viele Polizisten herangezogen werden und wann sie das erste Mal zum Einsatz kommen. (saa)

Bildquelle: wikimedia

VBKI-Ball der Wirtschaft 2017

Wichtigster Höhepunkt im gesellschaftlichen Leben der Hauptstadt

Am 18. Februar war es wieder soweit: Auf Einladung des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller e. V. (VBKI) kamen wie jedes Jahr wieder zahlreiche Führungspersönlichkeiten aus allen gesellschaftlichen Bereichen der Hauptstadt im Hotel InterContinental zusammen, um die erfolgreiche Entwicklung Berlins im vergangenen Jahr zu feiern und gleichzeitig den Blick nach vorn, auf die kommenden Aufgaben zu richten. Zum 67. Mal wurde der rote Teppich ausgerollt und mehr als 3.000 Macher, Gestalter und Entscheider aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft kamen – darunter: die alten und neuen Berliner Senatoren Andreas Geisel und Ramona Pop, Ralf Wieland, der Präsident des Abgeordnetenhauses und die Fraktionsvorsitzenden Sebastian Czaja (FDP), Antje Kapek sowie Silke Gebel (Grüne). Zum ersten Mal war auch Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin von 2001 bis 2014 und Mitglied im VBKI-Präsidium, dabei. Aus der Wirtschaft waren ebenfalls viele herausragende Persönlichkeiten anwesend. Dazu gehörten u. a. die Gasag-Chefin Vera Gäde-Butzlaff, BVG-Chefin Sigrid Nikutta, Susanne Tattersall, die Besitzerin des stark expandierenden Immobilienmanagementunternehmens Tattersall Lorenz, Thomas Kickermann und Karen Terpogossov, Managing Partner der vPE Bank oder Christian Gérôme, Gründer und Chef der Allgemeinen Immobilien Börse.

Thomas Worm, Christian Gérôme und Marcus Korn auf dem Ball der Wirtschaft

Thomas Worm, Christian Gérôme und Marcus Korn auf dem Ball der Wirtschaft

Besondere Freude gab es über den Besuch der neuen Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD), die die Schirmherrschaft von ihrem Vorgänger Sigmar Gabriel übernommen hatte. In ihrem Grußwort unterstrich Zypries die Bedeutung des Wirtschaftsstandorts Berlin und dankte auch dem VBKI für sein bürgerschaftliches Engagement in den Bereichen Bildung, Sport und Kultur.

In seiner Eröffnungsrede sagte VBKI-Präsident Markus Voigt zur Berliner Politik: „Man kann Berlin und der wachsenden Zahl seiner Bewohner nur wünschen, dass die Landespolitik aufhört, sich nur um sich selbst zu drehen – und da schließe ich Teile der Opposition ausdrücklich ein. Wir brauchen einen Senat, der die Herausforderungen und großen Fragen der Stadt kraftvoll und pragmatisch in Angriff nimmt. Und zwar sowohl im Sinne der jetzigen als auch der künftigen Berliner!“ Wachstum, Existenzgründungen, Arbeitsplätze, Immobilien – in allen Bereichen blühe die Stadt, sagte Voigt: „Dieser Erfolg ist vor allem einer leistungsbewussten, verantwortungsbewussten und zunehmend selbstbewussten Bürgergesellschaft zu verdanken, die in der Hauptstadt wächst – und im VBKI eine starke Plattform hat.“

Ministerin Zypries, VBKI-Präsident Voigt und Bürgermeisterin Ramona Pop beim VBKI-Ball

Ministerin Zypries, VBKI-Präsident Voigt und Bürgermeisterin Ramona Pop beim VBKI-Ball

Das Hotel InterContinental bildete wieder einen festlichen Rahmen. Die Ballfläche wurde mit 1500 Blumen geschmückt und mit 4500 Quadratmetern Stoff ausgekleidet. An den rund 180 Metern Bars und Buffets kamen die Ballgäste ins Gespräch. Und damit niemand beim vielen Erzählen einen trockenen Mund bekam, wurden 3500 Flaschen Wasser, rund 3000 Flaschen Wein und etwa 3000 Liter Bier ausgeschenkt. Mehr als 750 Mitarbeiter sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Für Stimmung auf dem Ball sorgen acht Bands auf vier Bühnen – zum Beispiel das Capital Dance Orchestra, JJFetzerANDFriends, Funk Delicious und die Ballhaus Band mit Christina Hofmann.

Auch in diesem Jahr geht der Erlös des Balls an das Bürgernetzwerk Bildung. Hier engagieren sich seit 2005 mittlerweile rund 2000 ehrenamtliche Lese- und Lernpaten und ermöglichen so, dass wöchentlich mehr als 10.000 Berliner Kinder und Jugendliche an Berliner Schulen in einem schwierigen sozialen Umfeld eine zusätzliche Förderung erhalten. In den elf Jahren des Bestehens des Bürgernetzwerkes sind so mehr als zwei Millionen zusätzliche Förderstunden zusammengekommen.

Die City West im Spiegel der Besuchermeinung

Die Innenstadt als Ort des Einkaufens ist für die Berliner sehr wichtig und beliebt.

Dazu wurde jetzt schon zum zweiten Mal die bundesweite Vergleichsstudie des Instituts für Handelsforschung Köln in Berlin und 120 weiteren Städten in Form von Besucherfragen durchgeführt. 2004 wurde die Studie schon einmal durchgeführt, damals allerdings mit nur 62 Städten. Die Initiatoren der Studie waren die IHK Berlin, AG City und der Handelsverband Berlin-Brandenburg. In der Hauptstadt nahmen insgesamt 1000 Passanten in der City West teil.

Die Berliner Innenstadt City West, genauer der Kurfürstendamm und die Tauentzienstraße, haben hierbei sehr positiv abgeschnitten und gute Noten vor allem für die Gesamtattraktivität und das Einzelhandelsangebot erhalten. Weitere Kriterien der Bewertung waren unter anderem öffentliche Infrastruktur und bauliche Attraktivität.

Aus Berlins gutem Abschließen schließt Christian Wiesenhütter, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin, dass „auch in Zeiten des Onlinehandels ein klassischer Einkaufsbummel nicht an Attraktivität verloren hat“. Uwe Timm, Vorstandsmitglied der AG City e.V. merkte an: „Attraktive Innenstädte sind für die Menschen heute ein Ort der Freizeitgestaltung. Dabei geht es schon lange nicht mehr nur um das Einkaufen, sondern der Aufenthalt ist ein Gesamterlebnis.“

Die City West verfügt über ein hohes touristisches Potential, da für viele Touristen ein Besuch des Kurfürstendamms zum Programm gehört.

Attraktiver Einzelhandel und attraktive Innenstädte sind eng verbunden, jedoch müssen Herausforderungen wie die Digitalisierung weiterhin gemeistert werden, wenn es darum geht den stationären Handel stark zu halten. Ein Ansatz der HBB wäre flächendeckendes, freies WLAN einzuführen.

Die einzigen Kategorien in der Studie, in denen Berlin mit einer Schulnote 3 abschnitt, waren Parkmöglichkeiten, Ausstattung der Innenstadt (Spielgeräte, Laternen, Sitzgelegenheiten etc.) und die Sauberkeit der Innenstadt. In allen restlichen Kategorien erreichte die City West eine 1-2.

Die Ausstattung der Innenstädte entscheidet also, ob der Einkauf zukünftig in lokale Geschäfte verlagert wird, wobei die Wertschöpfung vor Ort bleiben würde. Hierzu die AG City: „Die guten Noten für den Kurfürstendamm und den Tauentzien bestätigen uns bei unseren Projekten und den dauerhaften Bemühungen der AG City, die Aufenthaltsqualität in der City West immer weiterzuentwickeln.“ (saa)

„Vitale Innenstädte 2016“: Berlins City West unter den am besten bewerteten Shopping-Städten

Die Kunden schätzen die Innenstadt weiterhin als Ort des Einkaufs. Im Rahmen einer bundesweiten Vergleichsstudie wurde Berlins City West von den Besuchern sehr positiv bewertet. Für die Initiatoren der Untersuchung IHK Berlin, AG City und Handelsverband Berlin-Brandenburg bedeuten die Ergebnisse, dass die Attraktivität städtischer Zentren zu erhalten und zu steigern politische Priorität haben soll.
Das Institut für Handelsforschung Köln untersuchte Berlin und 120 weitere Städte unterschiedlicher Größe im Rahmen von Besucherbefragungen. Rund 1.000 Passanten nahmen in der City West teil. In die Bewertung flossen Kriterien wie Einzelhandelsangebot, öffentliche Infrastruktur oder bauliche Attraktivität mit ein. Eindeutiges Ergebnis der Studie: Die Ausstattung der Innenstädte entscheidet mit darüber, ob der Einkauf in lokalen Geschäften erfolgt und die Wertschöpfung vor Ort bleibt. Berlin bekam gute Noten in der Gesamtattraktivität und insbesondere beim Einzelhandelsangebot.
Christian Wiesenhütter, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin: „Die positive Bewertung von Berlins City West auch im Vergleich mit anderen deutschen Großstädten freut uns. Der klassische Einkaufsbummel scheint auch in Zeiten des Onlinehandels nicht an Attraktivität verloren zu haben. Die Befragungen zeigen aber auch, dass die Erreichbarkeit, die öffentliche Infrastruktur und auch immer mehr digitale Angebote entscheidend für den Einzelhandelsstandort Innenstadt sind.“
Uwe Timm, Vorstandsmitglied AG City e.V.: „Attraktive Innenstädte sind für die Menschen heute ein Ort der Freizeitgestaltung. Dabei geht es schon lange nicht mehr nur um das Einkaufen, sondern der Aufenthalt ist ein Gesamterlebnis, zu dem die Interaktionen mit Freunden und Bekannten als auch ein hoher Wohlfühlfaktor gehören. Die guten Noten für den Kurfürstendamm und den Tauentzien bestätigen uns bei unseren Projekten und den dauerhaften Bemühungen der AG City, die Aufenthaltsqualität in der City West immer weiterzuentwickeln. Demnächst werden wir diesen Weg mit Unterstützung eines BID (Business Improvement District) auf ein qualitativ neues Niveau heben können. Für Berlin ist diese Einkaufslage auch aus touristischer Sicht besonders attraktiv. Ein Bummel am Kurfürstendamm und am Tauentzien gehört auf jeden Fall zu einem Berlinbesuch. Somit ist der Kurfürstendamm weltweit auch Visitenkarte und Aushängeschild für unsere Stadt.“

Günter Päts, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg (HBB): „Die überdurchschnittliche Entwicklung der City West ist eine gute Nachricht für den Einzelhandelsstandort Berlin. Die Ergebnisse zeigen, dass der stationäre Handel stark ist. Damit er stark bleibt, müssen wir die Herausforderungen der Digitalisierung meistern und die Chancen nutzen. Dazu braucht es zuallererst Rechtssicherheit beim Ausschluss der Störerhaftung und ein flächendeckendes freies WLAN für Berlin.“

Berlinale 2017: Die internationale Filmwelt zu Gast in Berlin

Es ist wieder so weit: Das Rennen um die Bären ist eröffnet. Vom 09. bis zum 19. Februar gastiert die internationale Filmwelt zum bereits 67. Mal in Berlin. Die Internationalen Filmfestspiele Berlin setzen Impulse im globalen Filmgeschehen. Da ist es kein Wunder, dass sich auch in diesem Jahr zahlreiche prominente Gäste angekündigt haben: Hugh Jackman, Penélope Cruz, Richard Gere werden über den Roten Teppich flanieren.

Unter dem Vorsitz des niederländischen Regisseurs und Drehbuchautors Paul Verhoeven entscheidet die Internationale Jury über die Vergabe des Goldenen und der Silbernen Bären im Wettbewerb der Berlinale 2017. Die Jurymitglieder in diesem Jahr sind Dora Bouchoucha Fourati (Produzentin aus Tunesien), Olafur Eliasson (Künstler aus Island), Maggie Gyllenhaal (Schauspielerin aus USA), Julia Jentsch (Schauspielerin aus Deutschland), Diego Luna (Schauspieler und Regisseur aus Mexico) und Wang Quan’an (Regisseur und Drehbuchautor aus China).

Das öffentliche Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin zeigt jedes Jahr ca. 400 Filme, überwiegend Welt- oder Europapremieren. Filme aller Genres, Längen und Formate finden in den verschiedenen Sektionen ihren Platz: großes internationales Kino im Wettbewerb, Independent und Arthouse im Panorama, Kino für ein junges Publikum in Generation, Neuentdeckungen und vielversprechende Talente aus der deutschen Filmlandschaft in der Perspektive Deutsches Kino, Avantgarde, Experiment und noch unbekannte Kinematografien im Forum und Forum Expanded sowie die Erkundung filmischer Möglichkeiten in den Berlinale Shorts. Das Berlinale Special, einschließlich Berlinale Special Gala, zeigt außergewöhnliche Neuproduktionen und ehrt Filmpersönlichkeiten. Seit 2015 präsentiert Berlinale Special Series ausgewählte internationale Serien. Ergänzt wird das Programm durch eine Retrospektive sowie eine Hommage, die das Lebenswerk einer großen Filmpersönlichkeit ehrt, kuratiert von der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen. 2013 wurde die Retrospektive um die Präsentationen der Berlinale Classics erweitert. Sie zeigen aktuelle Restaurierungen von Filmklassikern sowie wiederentdeckte Filme.

Zudem bietet die Berlinale jedes Jahr ein Programm von Sonderveranstaltungen, das Schwerpunkte vertieft, aktuelle Anknüpfungspunkte schafft, Perspektiven eröffnet und die Schnittmengen des Films mit anderen kreativen Zusammenhängen untersucht. Essen, Genuss und Umwelt – das sind die Themen, welche die Sonderreihe Kulinarisches Kino in den Fokus rückt. Berlinale Goes Kiez zieht mit ausgewählten Berlinale-Filmen durch Berliner Programmkinos und NATIVe – A Journey into Indigenous Cinema widmet sich den filmischen Erzählungen indigener Völker auf der ganzen Welt.

 

Alle Festivaldaten sind hier zu finden.

 

Bildquelle: Velvet

Wieder mehr Menschen in Berlin ohne Job

Die Zahl der Arbeitslosen in Berlin ist im Januar saisonbedingt gestiegen. 182 502 Männer und Frauen waren als arbeitsuchend gemeldet, 9898 mehr als im Dezember, wie die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,6 Punkte auf 9,8 Prozent.

Damit verharrte die Quote jedoch wie im Vormonat 0,9 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

„Die Zahl der Arbeitslosen hat in Berlin wie in Brandenburg spürbar zugenommen“, sagt Andreas Fleischer, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB). „Das ist aber kein Grund zur Beunruhigung. Der Aufschwung in der Hauptstadtregion wird auch weiterhin neue Stellen schaffen. Verantwortlich für die leichte Eintrübung ist erstens der Saisoneffekt durch den Winter. Zweitens suchen nun immer mehr Geflüchtete eine Beschäftigung. Bei den arbeitslosen Ausländern ist die Arbeitslosigkeit deutlich um 6,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat gestiegen. Diese Menschen bekommen am ehesten eine Chance auf eine Arbeit oder eine Ausbildung, wenn die Politik den Arbeitsmarkt nicht mit noch mehr Regulierungen und Eingriffen überzieht.“

Nicht alle Menschen ohne Job werden bei der Arbeitslosenzahl mitgezählt, darunter ältere Langzeitarbeitslose, Teilnehmer von Fort- und Weiterbildungen, Flüchtlinge in Sprachkursen und Menschen, die sich nicht arbeitsuchend melden. Die sogenannte Unterbeschäftigung mit allen Betroffenen lag im Januar bei 253 044, das waren 7422 Frauen und Männer mehr als im Dezember.

Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen sagt Dr. Marion Haß, Geschäftsführerin Wirtschaft & Politik der IHK Berlin:  „Der Berliner Arbeitsmarkt sendet die ersten Frühlingsboten schon im Januar. Trotz saisonbedingten Wachstums der Arbeitslosenzahlen verbessert sich die Arbeitslosigkeit weiter strukturell. Davon profitieren insbesondere jugendliche Arbeitslose. Innerhalb von nur acht Jahren hat sich deren Zahl halbiert. Die entsprechende Arbeitslosenquote stabilisiert sich mittlerweile auf einstelligem Niveau. Diese Entwicklung ist nicht nur ein Ergebnis der guten Konjunktur, sondern auch der ungebrochenen Ausbildungsbereitschaft der Berliner Wirtschaft. Wir sehen aktuell ein Rekordangebot an Ausbildungsplätzen. Um diese Stellen besetzen zu können, müssen die Jugendberufsagenturen mit mehr finanziellen Mitteln für eine aufsuchende Beratung ausgestattet werden. Entsprechende Konzepte liegen auf dem Tisch. Wir erwarten vom neuen Senat nun ein klares Bekenntnis zur Stärkung der beruflichen Bildung.“ (ak)

Über 3.500 Besucher kamen zu Jobbörse für Geflüchtete und Migranten

CG Gruppe setzt ein Zeichen für Integration

Die CG Gruppe AG unterstützte als offizieller Partner die Jobbörse für Geflüchtete und Migranten im Estrel Berlin am 25. Januar 2017 und war auf der Messe mit einem eigenen Stand vertreten. Mit dem Engagement setzt der Berliner Projektentwickler ein Zeichen für eine offene Gesellschaft und geht neue Wege bei der Personalsuche. „Einer der wichtigsten Schritte der Eingliederung der zu uns geflüchteten Menschen ist die Integration in den Arbeitsmarkt. Gleichzeitig suchen wir als erfolgreiches und wachstumsstarkes Unternehmen stets nach motivierten und qualifizierten Mitarbeitern. Unser Engagement auf der Messe ist die logische Konsequenz“, so Christoph Gröner, Vorstandsvorsitzender der CG Gruppe AG.

Die Jobbörse wurde zum zweiten Mal vom Estrel Berlin in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Berlin Süd veranstaltet. Mit Unterstützung der CG Gruppe verfolgt die Messe das Ziel, Geflüchteten mit Bleibeperspektive sowie Migranten einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu eröffnen. Dieser Gedanke stieß auf breite Resonanz. Die Messe war mit 4.200 angemeldeten Teilnehmern bereits frühzeitig ausgebucht. Die knapp 189 Aussteller boten mehr als 3.000 offene Ausbildungsplätze, Praktika und Jobs in unterschiedlichsten Branchen an.

Die CG Gruppe war auf der Jobbörse mit einem prominenten Stand vertreten. Dabei suchte der Projektentwickler insbesondere Assistenzkräfte im Projektmanagement, Bauleiter und Bauingenieure, Hausmeister, Bauhelfer, Handwerker und Assistenten in der Vermietung.  „Allein aus dem Berufsfeld ‚Architekten und Bauingenieure‘ hatten wir ca. 30 Bewerber. Sieben davon laden wir in den nächsten Tagen zum ausführlichen Vorstellungsgespräch ein. Der Plan, die Bewerber direkt am Stand von unseren erfahrenen Mitarbeitern interviewen  und beraten zu lassen, ist zu 100 Prozent aufgegangen – den sprichwörtlichen Bauingenieur aus Syrien haben wir gefunden“, zieht Christoph Gröner seine Messebilanz.

Die CG Gruppe AG ist ein deutscher Projektentwickler mit eigener Baukompetenz. Das bundesweit agierende Unternehmen gestaltet seit über 20 Jahren die Entwicklung, bauliche Umsetzung und Vermarktung von Wohn- und Gewerbeimmobilien. Kerngeschäft ist der Mietwohnungsbau für institutionelle Investoren. In diesem Segment ist die CG Gruppe AG in Deutschland marktführend. Die Geschäftstätigkeit konzentriert sich auf ausgesuchte Lagen in Berlin, Leipzig und Dresden sowie Frankfurt/Main, Köln, Düsseldorf und Hamburg. Mehr als 300 Mitarbeiter sorgen bei Akquisition, Projektierung und Bauausführung für die konstant hohe Qualität und Zukunftsfähigkeit der Immobilienprodukte.

Erklärtes Ziel des Unternehmens ist die Schaffung günstigen Wohnraums durch digitales Bauen (BIM/serielle Bauteilfertigung) unter Einbindung technologischer und ökologischer Innovationen. Im Rahmen großräumiger Quartiers- und Stadtteilentwicklungen werden mit dem Konzept Vertical Village (VauVau) Büro- und Hochhäuser zu modernen Wohn-, Arbeits- und Lebensräumen umgenutzt.

Der Leistungshorizont des Unternehmens ist für die nächsten fünf Jahre auf ein Gesamtvolumen von ca. 4,7 Mrd. EUR angelegt. Derzeit werden Projekte im Umfang von 2,7 Mrd. EUR für die bautechnische Umsetzung vorbereitet. Aktuell sind Baumaßnahmen mit einem Verkaufsvolumen von 750 Mio. EUR in Ausführung. Weitere Projekte im Gesamtwert von 500 Mio. EUR sind bereits bei institutionellen Endinvestoren platziert und gehen im Anschluss in die Bauausführung.

Berliner Regisseurin Maren Ade: „Toni Erdmann“ für Oscar nominiert

Die Oscar-Akademie hat die Nominierungen für die wichtigsten Preise der Filmbranche bekannt gegeben und die deutsche Produktion „Toni Erdmann“ der Berliner Regisseurin Maren Ade als besten nicht englischsprachigen Film nominiert.

Der Film von Maren Ade ist einer von fünf Filmen, die in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film Chancen auf einen Oscar haben. 

Die gebürtige Karlsruherin Maren Ade, die in Berlin lebt, hat fast fünf Jahre an „Toni Erdmann“ gearbeitet. Die Tragikomödie ist einer von fünf Anwärtern in der Sparte „nicht-englischsprachiger Film“. Dazu gehören auch „Ein Mann namens Ove“ (Schweden), „The Salesman“ (Iran) und „Tanna“ (Australien).

Bei der Vergabe der Golden Globes im Januar ging „Toni Erdmann“ leer aus. Auch hier war die berührende Vater-Tochter-Geschichte als bester fremdsprachiger Film nominiert. Die Golden-Globe-Awards sind nach den Oscars die zweitwichtigste Auszeichnung in Hollywood und gelten als Stimmungsbarometer für die Academy Awards. Im Dezember hatte der Film die Verleihung des Europäischen Filmpreises dominiert: Neben der Auszeichnung für den besten Film erhielt Maren Ade die Preise für die beste Regie und das beste Drehbuch. Sandra Hüller und Peter Simonischek wurden als beste Darsteller ausgezeichnet.

Der letzte deutsche Film, der in dieser Kategorie nominiert wurde, war im Jahr 2010 „Das weiße Band“ von Michael Haneke. Der letzte deutsche Gewinner des Auslands-Oscar liegt sogar noch weiter zurück: 2007 holte Florian Henckel von Donnersmarck mit seinem Stasi-Film „Das Leben der Anderen“ die Trophäe nach Deutschland.

Die Oscars werden am 26. Februar in Los Angeles zum 89. Mal verliehen (ak).