Die Ausstellung „Ein Stück Deutschland“ zeigt Sand-Art Werke von Ulrich Schriewer in der Hauptstadt

„Ich schaffe Kunst aus dem, was andere im Urlaub oder im Garten mit Füßen treten.“

Eine der interessantesten Kunstausstellungen Berlins „Ein Stück Deutschland“ von Ulrich Schriewer wurde am gestrigen Abend eröffnet. Der „Vater der Sand-Art“, wie Kunstkenner Ulrich Schriewer nennen, präsentierte in den Räumen der Deutschen Bank am Ernst-Reuter-Platz seine einzigartigen Kunstwerke aus Sand.

„Ich freue mich sehr, meine Werke hier in der Hauptstadt einem so interessierten und fachkundigen Publikum präsentieren zu können. Mein Atelier in Haltern am See kann sich zwar auch eines regen Besucherstroms erfreuen, aber hier in Berlin ist einfach alles eine Nummer größer“, so Schriewer.

„Es war längst überfällig, die Werke von Ulrich Schriewer in der Hauptstadt zu präsentieren“, so Frank Tanaka, Filialdirektor der Deutschen Bank am Ernst-Reuter-Platz. „Gerade weil Berlin mit den großen Messen wie die Art Berlin oder Berlin Art Week in den letzten Jahren zu einem international anerkannten Kunststandort avanciert ist, muss Künstlern wie Herr Schriewer, die einen solchen ungewöhnlichen Weg gehen, hier Raum gegeben werden. Berlin ist damit für einige Wochen um ein Art-Highlight reicher.“

Seit über 40 Jahren entstehen die ungewöhnlichen Arbeiten des Ausnahmekünstlers in seiner Heimat Haltern am See in Nordrhein-Westfalen und bedienen sich allesamt eines in der Kunstszene eher unüblichen Werkstoffes: Sand. Mit seinen Skulpturen und  Bildern sorgte der Avantgardist Schriewer bereits im In- und Ausland für Aufsehen und konnte schon zahlreiche Fans für seine Kunst begeistern. Dazu gehören unter anderem Bundestagspräsident Norbert Lammert, der den Künstler bereits in seinem Atelier besucht hat, Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder und der Star-Geiger David Garrett.

Die Farben aller Flaggen der EU-Länder

„Ich arbeite mit Sand, baue aber nicht darauf“, sagt der Künstler über sich selbst. Als Träger des Ehrentitels „Bürger des Ruhrgebiets“, der ihm im Jahr 1991 zugesprochen wurde, fühlt sich Schriewer dem „Pott“, wie er es selbst nennt, fest verbunden. Aktuell plant Schriewer die Schaffung eines 30 Meter  hohen Wahrzeichens für das Ruhrgebiet. Der „Ruhrpott“ soll auf einer Halde stehen und durch eine Hochleistungsvernebelungsanlage wirklich kochen.

In seinen Bildern und Skulpturen geht er den Weg der Reduzierung auf das Wesentliche. „Raum schaffen durch Verzicht, um neue Räume aufzustoßen“, ist eine seiner Denk- und Arbeitsweisen.

Ein Stück Deutschland

Schriewers Arbeiten wirken durch ihre enorme Ausdruckskraft, hervorgerufen durch ein Material, das dem Betrachter Vergänglichkeit vor Augen führt, dabei aber dennoch ein ungeheures gestalterisches Potenzial offenbart. Selbst kritische französische Zeitungen bezeichneten Schriewer als „Vater der Sand Art“. Der Ruf ein „Exot“ und „anders“ zu sein, ein ausgefallener Künstler des Ruhrgebiets, mit noch ausgefallenerem Material, eilt Ulrich Schriewer voraus.

Kunstwerke aus Sand – Vergänglichkeit und Beständigkeit

So wie Ulrich Schriewer dem Sand seine Form gibt, wie er das Flirren und Fließen seines Materials scheinbar wie ein Dirigent bändigt und ihm einen künstlerischen Ausdruck verleiht, gehört ihm ein Platz zwischen den großen Skulpturenkünstlern unserer Zeit. Ein außerordentlicher Künstler, der mit Sand arbeitet und sich damit eines ungewöhnlichen, in sich aber völlig schlüssigen Werkstoffes bedient.

„Ein Stück Deutschland“: Noch bis zum 30. November 2017

Ausstellung „Ein Stück Deutschland“ von Ulrich Schriewer

Noch bis zum 30. November 2017

Deutsche Bank
Filiale Otto-Suhr-Allee 6-16
10585 Berlin

Öffnungszeiten:

Montag, Dienstag, Donnerstag 10-18 h
Mittwoch 10-16 h
Freitag 10-14 h

 

Website http://www.ulrich-schriewer.de/

 

Titelfoto: Frank Tanaka, Filialdirektor der Deutschen Bank, und Ulrich Schriewer vor dem „Brandenburger Tor“. Q: BERLINboxx

BERLINBOXX GEWINNSPIEL: 348 Wert-Gutscheine für echte Genießer

Für die neue Auflage von „Schlemmerreise mit Gutscheinbuch.de für Berlin & Umgebung“ wurden wiederholt beliebte Gastro- und Freizeitanbieter gewonnen. Aber natürlich überrascht die neue Ausgabe 2017/2018 mit so einigen Geheimtipps. Das blaue Gutscheinbuch lädt mit 348 hochwertigen 2 für 1- und Wertgutscheinen ausgesuchter Teilnehmer aus Gastronomie, Freizeit, Wellness, Kultur und Shopping zu genussreichen Entdeckungsreisen ein. Insgesamt befinden sich in der 12. Auflage 170 Gutscheine rundum Schlemmen und genießen sowie 178 zu den Bereichen Freizeit und Online Shopping. Medienpartner ist u.a. die Berliner Morgenpost.

Gültig sind die Gutscheine bis zum 1. Dezember 2018, allerdings sind dafür Einlösebedingungen zu beachten. So ist beispielsweise nur ein Gutschein pro Tag aus dem Buch einlösbar. Natürlich sind im neuen Gutscheinbuch viele langjährige Teilnehmer vertreten, aber auch neuen Restaurants und Freizeitpartner. So sind einige Anbieter Highlights der neuen Ausgabe: Raymons (Berlin-Spandau), HABEL am Reichstag (Berlin-Mitte), Tiroler Bauernstuben (Berlin-Grunewald), Feinberg’s (Berlin-Schöneberg), Panoramapunkt (Berlin-Mitte), Friedrichstadtpalast (Berlin-Mitte) und noch viele mehr.

Das Gutscheinbuch.de ist ein Produkt von der Kuffer Marketing GmbH, einem der führenden Unternehmen im Bereich Couponing. Seit über 15 Jahren veröffentlichen sie regelmäßig mehrere Gutscheinbuch-Reihen unter dem Credo „2x genießen, 1x zahlen und vieles mehr“. (red)

Der Vater der Sand-Art: Ulrich Schriewers Ausstellung „Ein Stück Deutschland“ in der Deutschen Bank

Morgen beginnt eine der interessantesten Kunstausstellungen Berlins: Individualist und Sand-Art-Künstler Ulrich Schriewer eröffnet die Vernissage „Ein Stück Deutschland“ in den Räumen der Deutschen Bank in Berlin.

Der Ausnahmekünstler und Avantgardist bedient sich seit nunmehr 40 Jahren eines in der Kunstszene eher unüblichen Werkstoffes: Sand! Mit seinen Sand-Skulpturen sorgt der Halterner Künstler im In- und Ausland für Beachtung und wurde bereits 1991 mit dem renommierten Ehrentitel „Bürger des Ruhrgebiets“ ausgezeichnet. Auch außerhalb von Nordrhein-Westfalen konnte Ulrich Schriewer schon zahlreiche Fans für seine Sand-Art begeistern. Dazu gehören unter anderem Bundestagspräsident Norbert Lammert, Ex-Nationalspieler Christoph Metzelder und der Star-Geiger David Garrett.

v.l.n.r.: Ulrich Schriewer, Moderatorin Bärbel Schäfer, Star-Geiger David Garrett auf dem Landesmedienpreis 2010

Bundestagspräsident Norbert Lammert besucht Künstler Ulrich Schriewer in Haltern zur 22. Jahresvernissage mit dem Titel „Ein Stück Deutschland“ am 26.11.2010 .
Foto: Gerhard Schypulla WAZ FotoPool

Den „Vater der Sand Art“, so nannten ihn selbst die kritischen französischen Zeitungen in ihren Berichterstattungen über seine Werke und Ausstellungen. Der Ruf ein „Exot“ und „anders“ zu sein, ein ausgefallener Künstler des Ruhrgebiets, mit noch ausgefallenerem Material, eilt Ulrich Schriewer voraus.

In seinen Bildern und Skulpturen geht er den Weg der Reduzierung auf das Wesentliche. „Raum schaffen durch Verzicht, um neue Räume aufzustoßen“, ist eine seiner Denk- und Arbeitsweisen.
Schriewers Arbeiten wirken durch ihre enorme Ausdruckskraft, hervorgerufen durch ein Material, das dem Betrachter Vergänglichkeit vor Augen führt, dabei aber dennoch ein ungeheures gestalterische Potenzial offenbart.

 

So wie Ulrich Schriewer dem Sand seine Form gibt, wie er das Flirren und Fließen seines Materials scheinbar wie ein Dirigent bändigt und ihm einen künstlerischen Ausdruck verleiht, gehört ihm ein Platz zwischen den großen Skulpturenkünstlern unserer Zeit. Ein außerordentlicher Künstler, der mit Sand arbeitet und sich damit eines ungewöhnlichen, in sich aber völlig schlüssigen Werkstoffes bedient.

Bilder und Skulpturen aus verschieden Schaffensperioden werden ab dem 26. September 2017 und bis zum 30. November 2017 in den Räumen der Deutschen Bank in Berlin ausgestellt.

Hier geht’s zum Eröffnungstermin.

Deutsche Bank, Filiale Otto-Suhr-Allee 6-16, 10585 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag 10-18 h
Mittwoch 10-16 h
Freitag 10-14 h

 

Link: http://www.ulrich-schriewer.de/

 

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop: Wir wollen regieren

Rund 30 Entscheider der Berliner Wirtschaft trafen sich auf Einladung von „Open Gate Berlin“ im China Club mit Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop. Die wirtschaftliche Entwicklung Berlins aber auch mögliche Koalitionen nach der Bundestagswahl standen im Mittelpunkt der Diskussion, die von Thomas Klein, Vorsitzender der Berliner Pressekonferenz moderiert wurde.

Ramona Pop ließ keinen Zweifel entstehen bei der Beantwortung der Frage nach einer möglichen Jamaika-Koalition nach der Bundestagswahl: „Wir wollen regieren“, so die Senatorin, die nach ihrem Amtsantritt dynamisch und kompetent wichtige Impulse in der Berliner Wirtschaft gesetzt hat.

Die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop stellte sich den kritischen Fragen von hochrangigen Vertretern der Berliner Wirtschaft. Dabei ging es unter anderem um die Forderung nach mehr Entwicklung von Flächen für Gewerbe- und Wohnungsbau und die Verbesserung von Infrastruktur und Verwaltung. Aus der Immobilien- und Bauwirtschaft gab es aber auch Anregungen und Angebote zum weiteren Erfahrungsautausch. (red)

Open Gate Berlin im China Club Berlin: Moderator Thomas Klein, Wirtschaftssenatorin Ramona Pop, Ernst Wilhelm (HFK Rechtsanwälte) (v.l.n.r.)

Thomas Klein (Berliner Pressekonferenz), Ramona Pop (Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe), Alexandra Meyder-Cyrus (Apleona) (v.l.n.r.)

Jürgen Kutz, CG Gruppe, begrüßt Senatorin Ramona Pop

Lebhaftes Gespräch in der Bibliothek vom China Club Berlin: Werner Sonne, Journalist, Dr. Angela Wiechula, Herausgeberin BERLINboxx, Dr. Sigrid Nikutta, BVG-Chefin, Christian Goy, WFB Consult, Carsten Heinrich, Rubina Real Estate, Gordon Gorski, ABG Gruppe, Alexandra Meyder-Cyrus, Apleona, Senatorin Ramona Pop, Moderator Thomas Klein, Berliner Pressekonferenz (v.l.n.r.)

Gordon Gorski und Senatorin Ramona Pop diskutieren die Potentiale Berlins

© Dirk Lässig

Experten begrüßen Beschluss zur Mietpreisbremse

Die Mietpreisbremse wurde 2015 von der Großen Koalition beschlossen und hatte das Ziel, einen gerechten Ausgleich zwischen Mieter- und Vermieterinteressen zu schaffen. Die Regelung sieht vor, dass bei der Wiedervermietung von Bestandswohnungen die zulässige Miete in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt höchstens auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete zuzüglich 10 Prozent angehoben werden darf.

Nun stufte das Landgericht Berlin die Mietpreisbremse als Verstoß gegen das Grundgesetz ein. Denn das Gesetz führe zu einer Ungleichbehandlung von Vermietern, so die Begründung des Gerichts. Das verstoße gegen Artikel 3, Absatz 1 des Grundgesetzes. (BERLINboxx berichtete….)

Aus Sicht von Immobilienexperte Carsten Heinrich, Geschäftsführer des Immobilienunternehmens Rubina Real Estate, der richtige und logisch nachvollziehbare Schritt. „Um die Ursache des Wohnungsmangels und der hohen Mieten zu bekämpfen ist dieses Regulierungsinstrument vollkommen ungeeignet. Die ortsübliche Vergleichsmiete als Referenzpunkt heranzuziehen ist viel zu ungenau. Dieser Faktor war immer rechtsunsicher und streitfällig, ein qualifizierter Mietspiegel wäre da ein belastbarerer Vergleichspunkt gewesen. Das Gesetzt krankte von Beginn an an der Ungleichbehandlung der Vermieter, was durch die Richter ja auch besonders betont wurde.“

Der Großteil der Experten ist sich einig, dass die steigenden Mieten auf die hohe Nachfrage sowie ein zu geringes Angebot zurückzuführen sind. Das ist das Einmaleins der Marktökonomie, denn senken lassen sich die Preise wohl nur durch einen intensivierten Wohnungsneubau. Doch genau dieser Wohnungsneubau wird durch eine Mietpreisbremse für Investoren unattraktiv.

„Wir leben in einer Marktwirtschaft“, so Heinrich. „Jeder Ökonom kann Ihnen erklären: Die Preise sinken nur, wenn sich das Angebot erhöht. Wir brauchen also ein Investitionsprogramm, ähnlich den Programmen aus der Vergangenheit, die etwa Steueranreize geboten haben.“

Hinzu kommt, dass es zum Beispiel in Berlin bis zu drei Jahre dauert, bis ein Neubau genehmigt wird. „Es gibt insbesondere in Berlin genügend Flächen um neue Wohnungen zu bauen, nur müssten diese genehmigt werden“, sagt Heinrich und verweist darauf, dass die Mietpreisbremse ja nichts daran ändert, dass Wohnungen fehlen.

Ein entscheidender Punkt ist aus Sicht des Immobilienexperten auch die  Verunsicherung ausländischer Investoren durch Gesetze wie die Mietpreisbremse. Das Unternehmen Rubina Real Estate ist spezialisiert auf Anleger, insbesondere aus dem Nahen Osten und dem chinesischen Raum. „Berlin ist mehr und mehr zu einer internationalen Stadt geworden. Im Übrigen ist man sehr stolz darauf, dass die deutsche Hauptstadt nun auch über metropolitanen Charakter verfügt. Es ist kontraproduktiv, ausländische Investoren durch Regulierungsinstrumente zu verunsichern und sogar zu verschrecken. Das verhindert, dass Geld, kulturelles Flair und internationale Bedeutung in die Hauptstadt kommen.“

Heinrich hält Verhältnisse wie in London oder Paris, in denen sich Normalverdiener schon lange keine Wohnungen in zentraler Lage mehr leisten können, nicht für erstrebenswert, aber auch für unwahrscheinlich in Berlin. „Ich denke, dass allen Bevölkerungsschichten ausreichend angemessener Wohnraum zur Verfügung stehen sollte, so wie das auch durch die Bundesregierung gefordert wird. Das geht nicht ohne zu bauen und dann sind Mietpreisbremsen, die ohnehin nicht funktionieren, gänzlich überflüssig.“

Was Berlin betrifft, ist Heinrich optimistisch: „Berlin ist speziell. Als europäische Metropole hat die Stadt einfach noch einen extremen Nachholbedarf was die Mieten betrifft, das reguliert sich im Moment etwas. Dennoch sind wir hier von Innenstädten ausschließlich für Reiche weit entfernt.“

Kritik kommt auch aus der Politik. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in der jüngsten Vergangenheit mehrfach von der Mietpreisbremse distanziert. Die Kanzlerin verwies darauf, dass das Gesetz nicht den gewünschten Effekt erzielt und kritisierte die Pläne der SPD, eine neue und verschärfte Mietpreisbremse einzuführen. Stattdessen wäre es sinnvoll, die Bedingungen für den Wohnungsneubau zu verbessern.

Für Berlins Justizsenator Dirk Behrend (Grüne) hingegen gilt die Mietpreisbremse nach wie vor. Der Berliner Senat werde am Freitag im Bundesrat eine Initiative zur Verschärfung der Mietpreisbremse einbringen, so Behrendt weiter.

Die Entscheidung über Zulässigkeit oder Unzulässigkeit der Mietpreisbremse wird nun das Bundesverfassungsgericht treffen müssen, nur dieser Instanz ist es vorbehalten, eine Rechtsnorm für verfassungswidrig zu erklären. (ak)

Bild: Carsten Heinrich, Geschäftsführer Rubina Real Estate. Bildquelle: Rubina Real Estate

Link zum UNternehmen: https://www.rubinarealestate.com/

Berliner Meisterköche 2017: Die Preisträger stehen fest

In Berlin wurden wiederholt Meisterköche in den Kategorien „Berliner Meisterkoch 2017“, „Meisterkoch der Region 2017“, „Aufsteiger des Jahres 2017“, „Berliner Gastgeber 2017“, „Berliner Szenerestaurant 2017“ und „Gastronomischer Innovator 2017“ ausgezeichnet. Die unabhängige Berliner Meisterköche-Jury, 14 Mitglieder, um den Berlin Partner Vorsitzenden Dr. Stefan Elfenbein bewerteten die Teilnehmer. Insgesamt 76 Kandidaten traten gegeneinander um die jeweiligen Titel an.

 

Berliner Meisterkoch 2017

V.l.n.r.: Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner; Sebastian Frank, „HORVÁTH“; Dr. Stefan Elfenbein, Jury-Vorsitzender

 

Gegen seine Konkurrenten durchsetzen konnte sich letztlich Sebastian Frank aus dem Restaurant „HORVÁTH“. Er ist offiziell der „Berliner Meisterkoch 2017“. Frank begeisterte die Jury mit seiner österreichischen, modern angehauchten Küche.

 

 

 

 

Meisterkoch der Region 2017

V.l.n.r.: Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner; René Klages vom „17fuffzig“ im Bleiche Resort & Spa, Burg; Dr. Stefan Elfenbein, Jury-Vorsitzender

 

Die Auszeichnung „Meisterkoch der Region 2017“ ging an René Klages, Küchenchef im Gourmetrestaurant „17fuffzig“ im Bleiche Resort & Spa in Burg im Spreewald. Dort bietet Klages seinen Gästen Menüs auf Sterneniveau.

 

Aufsteiger des Jahres 2017

V.l.n.r.: Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner; Christopher Kümper; Dr. Stefan Elfenbein, Jury-Vorsitzender

 

Der Titel „Aufsteiger des Jahres 2017“ geht an Christopher Kümper vom Restaurant „Schwein“. Kümper begeistert mit moderner Berliner Küche und macht den Restauranttitel zum Programm: Schwein, Weinbar und Longdrinks.

 

 

Berliner Gastgeber 2017

Vlnr: Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner; Ilona Scholl, „tulus lotrek“; Dr. Stefan Elfenbein, Jury-Vorsitzender

 

In der Kategorie „Berliner Gastgeber 2017“ ist die Wahl der Jury auf Ilona Scholl aus dem Restaurant „tulus lotrek“ gefallen. Scholls  Gastgeberqualitäten wie auch das Menü bestechen durch Extravaganz und Authentizität.

Berliner Szenerestaurant 2017

V.l.n.r.: Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner; Katharina Kurz & Ben Pommer, „BRLO BRWHOUSE“; Dr. Stefan Elfenbein, Jury-Vorsitzender

 

Das „Berliner Szenerestaurant 2017“ ist in diesem Jahr das „BRLO BRWHOUSE“ am Gleisdreieck. Kurz und Pommer zeigen in ihrem hippen Restaurant wie exzellent sich Brauerei, Bier und moderne Gastronomie miteinander verbinden lassen.

Gastronomischer Innovator 2017

V.l.n.r.: Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner; The Duc Ngo ,„Kuchi“, „Cocola Ramen“ u.w.; Dr. Stefan Elfenbein, Jury-Vorsitzender

 

 

The Duc Ngo mit seinen Restaurants wie „Kuchi“, „Cocolo Ramen“, „Madame Ngo“, „893 Ryotei“, „Golden Phönix“ u. w. erhält von der Jury den Titel „Gastronomischer Innovator 2017“. Ngo wird auch der Kiez-King genannt und eröffnete vor kurzem erst mit „Funky Fish“ ein weiteres asiatisch angehauchtes Restaurant.

 

 

„Mit den Berliner Meisterköchen werden jedes Jahr Spitzenleistungen der Berliner Gastronomie ausgezeichnet. Die Meisterköche stehen für Berliner Haute Cuisine: Sie setzen Trends, sind Botschafter für Berlin und machen die gehobene Restaurantkultur der Hauptstadt als wichtigen Wirtschaftsfaktor sichtbar. Früher haben sich Talente den Wohnort nach ihrem Wunscharbeitgeber ausgesucht, heute ist es genau andersherum: als erstes fällt die Entscheidung für die Stadt, in der man leben möchte und da begeistert Berlin im internationalen Vergleich unglaublich viele Menschen durch seine kulturelle wie kulinarische Vielfalt. Die Gastronomieszene ist vielfältig, inspirierend und international – sie prägt die Menschen und die Stadt und stärkt Berlins Anziehungskraft für kreative Köpfe aus aller Welt“, so Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner.

Seit bereits 1997 wird die Auszeichnung „Berliner Meisterköche“ von Berlin Partner vergeben. Jahr für Jahr wird dadurch die enorme und steigende Anzahl an Kochtalenten in Berlin und dem Umland aufmerksam gemacht. Kriterien für die Auswahl der Jury, die sich aus unabhängigen Fachleuten zusammensetzt, sind neben der Kochkunst, die Originalität der Kreationen, die Präsentation der Speisen, der Service und das Ambiente. Die offizielle Ehrung der diesjährigen Preisträger und die Übergabe der begehrten Auszeichnungen in Form eines handbemalten Tellers der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin sowie einer personalisierten Magnumflasche Pommery Brut Royal findet im Rahmen eines festlichen Gala-Diners am 21. Oktober im Kaufhaus Jandorf statt. Erstmals werden auch erlesene Weine vom „VDP.Die Prädikatsweingüter“ gereicht. (red)

© Berlin Partner | berlin-event-foto.de

Studie: Chinesische Mittelschicht erobert den Berliner Immobilienmarkt

2016 weltweiter Anstieg der Investitionssumme um 53 Prozent

Der deutsche und insbesondere der Berliner Immobilienmarkt boomt in China. Dies wird durch eine Studie untermauert, die von Rubina Real Estate, einem der führenden Immobilienunternehmen Berlins, erhoben wurde. Die Studie „Wie China investiert“ befasst sich detailliert mit der chinesischen Käufergruppe und deren Zugang zum deutschen Immobilienmarkt. Investitionen in Immobilien haben in China Tradition und gelten dort zudem als eine übliche Anlagestrategie. Der Schritt ins Ausland ist hierbei schon lange keine Seltenheit mehr.

Als Hauptgründe für das Interesse von Investoren aus dem Reich der Mitte nennt die Studie die Preisunterschiede zwischen Deutschland und China, die wirtschaftliche und politische Stabilität Deutschlands, vor allem aber das stetige Anwachsen der chinesischen Mittelschicht. Das Unternehmen unterhält Niederlassungen in Peking, Shanghai und Hongkong und hat dadurch unmittelbaren Zugang zu chinesischen Anlegern.

„Nicht nur superreiche Chinesen investieren in Immobilien im Ausland“, so China-Experte Carsten Heinrich, Geschäftsführer Rubina Real Estate. „Die stetig wachsende Mittelschicht ist zunehmend an renditeträchtigen Anlagemöglichkeiten interessiert. Bereits 2022 werden 76 Prozent der chinesischen Stadtbevölkerung der Mittelschicht zuzurechnen sein, das sind mehr als 550 Millionen Menschen.“

Preisexplosion im Reich der Mitte

Wachsende Bevölkerungszahlen und eine starke Wirtschaft haben die Wohnmarktpreise in den südlichen Städten Chinas wachsen lassen und der Preis für Wohnimmobilien in Metropolen wie Peking, Shanghai, Shenzhen oder Guangzhou ist extrem hoch. Die Preise sind um bis zu 50 Prozent angestiegen und es gibt derzeit keine Anzeichen für eine Abschwächung dieses Trends. Der durchschnittliche Kaufpreis einer Wohnung im Zentrum von Peking schlägt mit mehr als 1.000.000 Euro zu Buche, Preise um 15.000 EUR pro Quadratmeter sind keine Seltenheit mehr.

„In den bedeutenden chinesischen Metropolen wie Peking und Shanghai dürfen Familien nur noch eine einzige Immobilie zur Selbstnutzung erwerben“, so Carsten Heinrich. „Da ist es nur die logische Folge, dass sich Anleger nach Alternativen umsehen.“

Eine Investition in ausländische Immobilien ist daher zunehmend attraktiv für chinesische Käufer, die 2016 die Rekordsumme von 33 Milliarden US-Dollar in Gewerbe- und Wohnimmobilien in Übersee investierten. Das entspricht einem Anstieg von fast 53 Prozent im Vergleich zum Jahr 2015. Laut der Studie fanden die meisten Transaktionen in Europa dabei erstmals auf dem deutschen Immobilienmarkt statt.

Für Heinrich liegt der Hauptgrund dafür in dem hohen Stellenwert den Deutschland in Fernost genießt: „China sieht Deutschland nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch als seinen Schlüsselpartner in Europa. Die deutsche Wirtschaft gilt als besonders stabil, der deutsch-chinesische Handel wächst kontinuierlich und ‚Made in Germany‘ steht in China als Inbegriff für Qualität und Verlässlichkeit.“

In Berlin wird Internationalität zur Normalität

Als deutsche Hauptstadt hat Berlin im Reich der Mitte einen besonders guten Ruf. Denn Chinesen suchen vorrangig nach einer international bedeutenden Stadt mit guten Umweltbedingungen, sozialer Infrastruktur und herausragenden Studienbedingungen – und das alles zum besten Preis. Berlin verfügt über die entsprechende internationale Strahlkraft und wird in seiner Funktion als Hauptstadt neben der Politik auch als ein wirtschaftlich zentraler Standort angesehen. Zudem ist der Durchschnittswohnungspreis im Vergleich zu anderen Hauptstädten noch relativ niedrig. Der Verkaufspreis von Immobilien steigt jährlich um etwa 15 Prozent und die Prognose für den Berliner Immobilienmarkt bleibt potenziell auch für die nächsten 20 Jahre positiv.

„Durchschnittlich investieren chinesische Anleger in Berlin um die 500.000 Euro und sind in erster Linie an Neubauwohnungen mit hochwertiger Ausstattung interessiert“, so Heinrich. Der China-Kenner ist überzeugt, dass dieser Trend sich in Zukunft deutlich verstärken wird. „Die kommende Generation ist deutlich konsumorientierter. Hinzu kommt wachsender Wohlstand und der hohe Stellenwert europäischer Metropolen für chinesische Anleger. Berlin wird zunehmend internationaler und in der Folge steigt das Interesse ausländischer Investoren.“
Foto: Carsten Heinrich, Geschäftsführer Rubina Real Estate. Bildquelle. Rubina Real Estate

Sommerfest der Wirtschaft: So feiern Berlins Entscheider

Mehr als 1000 Entscheider und Macher Berlins sind der Einladung des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) zum Sommerfest der Wirtschaft 2017 gefolgt und sorgten am Samstag mit für einen krönenden Abschluss der Saison. Die Devise lautete: Gute Gespräche führen, Kontakte knüpfen und gemeinsam einen angenehmen Abend verbringen.

Zum ersten Mal fand das VBKI-Event in der European School of Management and Technology (ESMT) statt, wo VBKI-Präsident Markus Voigt gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, das versammelte Hauptstadtunternehmertum begrüßte. Unter den Gästen fanden sich zahlreiche Mitglieder des Berliner Senats, darunter Ramona Pop (Wirtschaft), Sandra Scheeres (Bildung), Dr. Dirk Behrend (Justiz) und Andreas Geisel (Inneres), aber auch die Berliner CDU-Chefin und Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters und FDP-Chef Sebastian Czaja.

Ein besonderes Highlight folgte am späten Abend, als die fulminante Feuerwerksshow den Berliner Himmel zum Leuchten brachte. Vielfältige kulinarische Gaumenfreuden des Catering-Teams sorgten für das leibliche Wohl. (mg)

Foto: © Pexels

Wir brauchen mehr finanzielle Bildung

Einer der wichtigsten politischen Player bei Geldfragen in der Bundesrepublik ist Staatssekretär Jens Spahn (CDU). Mit ihm haben wir über die Digitalisierung unsere Zahlungsmittel und -Wege gesprochen.

Herr Staatssekretär, Bargeld bleibt uns vorerst erhalten. Das ist die Prognose vieler Entscheidungsträger und auch die der Deutschen Bundesbank. Allerdings ist der 500 Euroschein bereits verschwunden. Wieso sind digitale Bezahlsysteme so stark im Kommen?

Klar, das Bargeld spielt nach wie vor eine wichtige Rolle und das wird auch so bleiben. Gleichzeitig steigt die Attraktivität digitaler Bezahlsysteme. Dafür gibt es mehrere Gründe: Onlinehandel und digitale Dienstleistungen wachsen deutlich. In diesen Bereichen wird häufiger bargeldlos bezahlt. Das wird immer einfacher, schneller und bequemer, beispielsweise durch die kontaktlose Zahlung an der Ladenkasse. Die demografische Entwicklung spielt ebenfalls eine Rolle. Die junge Generation der Digital Natives, die mit Internet und Smartphone aufgewachsen ist, ist besonders offen für neue Bezahlverfahren, etwa mit dem Smartphone.

Wie bewerten Sie sogenannte Krypto-Währungen und fördern oder blockieren diese organisierte Kriminalität und Terrorismus? Wird Geldwäsche erleichtert oder erschwert?

Wir haben die Risiken, die mit der Anonymität von virtuellen Währungen einhergehen, selbstverständlich genau im Blick. Geldwäsche und die Finanzierung von Terrorismus dürfen nirgends eine Chance haben. Aus diesem Grund sollen Umtauschplattformen und sog. Wallet-Provider durch die aktualisierten EU-Regeln zur Bekämpfung von Geldwäsche, über die wir in Brüssel derzeit beraten, erstmals geldwäscherechtlich reguliert werden. In Deutschland sind bereits heute Plattformen und Börsen erlaubnispflichtig, an denen virtuelle Währungen gehandelt und in gesetzliche Währungen getauscht werden können. Dass wir hier Missbrauchsmöglichkeiten entgegentreten, ist gut und richtig. Gleichwohl dürfen wir uns nicht in einer Diskussion über Risiken verheddern. Grundsätzlich sehe ich technologischen Fortschritt positiv. Entscheidend ist doch, was mit einer neuen Technologie gemacht wird. Wenn virtuelle Währungen wie Bitcoin oder Ethereum oder die dahinter steckende Technologie, die Blockchain, als Vehikel genutzt werden, um beispielsweise internationale Zahlungen über Währungsräume hinweg schneller und günstiger zu machen, dann ist das etwas Gutes.

Welche Vorteile haben Ihrer Meinung nach Fintechs gegenüber traditionellen Banken?

Ein Vorteil ist: FinTechs können einfach bei Null anfangen. Sie starten mit einer Geschäftsidee, die zunächst oft auf einzelne Teilbereiche beschränkt bleibt. Dadurch sind sie agil und schlank, sie können schnell auf neue Marktbedingungen eingehen. Außerdem verstehen sie sich darin, Produkte oder Dienstleistungen passgenau auf die Kundenbedürfnisse zuzuschneiden. Denn häufig geht es bei technologischen Innovationen im Finanzbereich nicht um gänzlich neue Produkte, sondern um die Art und Weise, wie der Zugang zu altbekannten Dienstleistungen einfacher gestaltet wird. Die Etablierten haben demgegenüber andere Vorteile. Sie bringen langjährige Erfahrung mit, eine große Kundenbasis, regulatorisches Knowhow und auch immer noch einen gewissen Vertrauensvorsprung. Daher sehen wir derzeit auch den Trend zur Kooperation zwischen Fin- Techs und Etablierten. Das ist aus meiner Sicht der richtige Ansatz. Im Team sind sie oftmals stärker als alleine. Wie stark ist der Einfluss der Berliner Fintech- Szene auf bundesweite, europäische und internationale Entwicklungen?

Foto: Bundesministerium für Finanzen

Jens Spahn ist sich sicher: FinTechs und Banken werden künftig miteinander kooperieren

Hat die Szene ihren Höhepunkt erreicht oder geht es jetzt erst richtig los?

Berlin ist derzeit sicherlich einer der wichtigsten deutschen FinTech-Standorte. Das hängt auch mit der Stadt zusammen, die attraktiv ist für junge kreative Köpfe. Die mittlerweile beträchtliche Größe des FinTech-Standorts Berlin hat auch eine gewisse Sogwirkung für neue Player in dem Bereich. In Berlin hat sich über die vergangenen Jahre ein echtes Ökosystem für FinTechs entwickelt. Insofern hat die Berliner FinTech-Szene auf jeden Fall Strahlkraft über die Landesgrenzen hinweg. Die Szene ist international sehr gut vernetzt. Was mich freut: In Deutschland entwickeln sich an mehreren Standorten starke FinTech- „Ökosysteme“. So wird Frankfurt im B2B-Segment immer stärker und auch München, Hamburg und das Rheinland mit Köln und Düsseldorf müssen sich nicht verstecken. Das zeigt, dass wir in Deutschland „in der Breite“ gut aufgestellt sind und die verschiedenen Regionen
ihre individuellen Stärken ausspielen können.

Wie werden wir im Jahr 2050 unsere Finanzgeschäfte mit Aktien und Anlagen abwickeln? Wie werden wir im Alltag bezahlen? Sind die Start-Ups und Fintechs in dieser Hinsicht unterwegs in eine Zukunft, in der jede vorstellbarem Zahlung per App und Knopfdruck funktioniert?

Leider bin ich kein Hellseher. Was technologisch im Jahr 2050 möglich sei wird, kann heute letztlich niemand verlässlich vorhersagen. Wer etwa hätte sich vor einigen Jahrzehnten vorstellen können, was heute für uns selbstverständlich ist: Onlineplattformen ermöglichen die Kreditvergabe direkt zwischen Personen, Smartphones ersetzen die Geldbörse und Robo- Adviser den Anlageberater. Darüber hinaus stehen neue Technologien wie die Blockchain und Künstliche Intelligenz in den Startlöchern. Schon heute können per Sprachbefehl Zahlungen über KI-gestützte Assistenzsysteme initiiert werden. Auch Virtual Reality ist sicherlich eine interessante Entwicklung für die Finanzwirtschaft. Vorstellbar ist da in Zukunft vieles, was heute nach Science Fiction klingt. Ich bin mir sicher, dass wir da in den kommenden Jahren noch viele spannende Entwicklungen sehen werden.

Mit der Digitalisierung wird der Zugang zum internationalen Aktiengeschäft für jedermann immer einfacher, aber die wenigsten kennen sich aus. Gibt es nicht einen großen Nachholbedarf an Informationen und Bildung für diesen Bereich, auch zum Selbstschutz der Anleger? Muss der Staat hier „Nachhilfe“ leisten?

Finanzielle Bildung ist eine wichtige Schlüsselkompetenz. Der Umgang mit dem eigenen Geld, der Vermögensaufbau oder die Altersvorsorge sind wichtige und komplexe Themengebiete. Darin allen Bürgerinnen und Bürgern eine Grundkompetenz zu vermitteln, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Der Staat leistet einen Beitrag, indem er selbst Informationen bereitstellt oder indem er über gesetzliche Regelungen dafür sorgt, dass Finanzdienstleister bestimmte Informationspflichten auferlegt bekommen, wenn sie einzelne Produkte anbieten. Auch die Digitalisierung schafft hier Möglichkeiten, beispielsweise über entsprechende Apps die eigenen Finanzen besser im Blick zu behalten.

Kontrollierbarer Kopfschmerz – die App M-sense macht`s möglich

Wer kennt das nicht? Kopfschmerzen, Migräne, Unwohlsein. Die Ursachen dafür sind vielfältig und oft kaum zu behandeln. In Deutschland sind ungefähr 47 Millionen Menschen von Kopfschmerzen und Migräne betroffen. Das heißt: zwei von drei Erwachsenen leiden regelmäßig an Kopfschmerzen. Davon haben knapp 18 Millionen Migräne, laut einer Studie der Schmerzklinik Kiel, 2017. Wer nicht ständig Kopfschmerztabletten zu sich nehmen möchte, bekommt aus dem E- Health Bereich eine interessante Alternative.

Die zertifizierte Medizin-App M-sense feiert erste Erfolge

Die Kopfschmerz- und Migräne- App M-sense, der Newsenselab GmbH, ermöglicht eine personalisierte und mobile Schmerztherapie und ist lernfähig. Rund 30.000 Menschen benutzen die zertifizierte Medizin-App bereits. Die App funktioniert folgendermaßen: Nutzer geben mögliche Einflussfaktoren (z.B. das Wetter) an, der Algorithmus berechnet auf dieser Grundlage mögliche Faktoren, die die Migräne auslösen und erstellt dann einen individuell angepassten Therapieplan für den Patienten.

Foto: M-sense Banner; Newsenselab GmbH

M-sense ist das erste Einstiegsprodukt des Unternehmens Newsenselab

Die App ist dazu gedacht herkömmliche Behandlungsmethoden zu unterstützen. Über ein kontinuierliches Aufzeichnen von Körperdaten und deren Analyse in Bezug auf die Migräne wird Betroffenen die Möglichkeit geboten, Attacken frühzeitig zu erkennen und langfristig zu reduzieren. Zukünftig wird die Software immer mehr können. M-Sense ist nämlich eine App mit künstlicher Intelligenz, das heißt der Algorithmus lernt selbstständig dazu. Je mehr Daten und Informationen der Nutzer in das Programm einspeist, desto spezifischer sind die Übersichten und somit auch Therapiemöglichkeiten. Langfristig könnte die App mit stetiger Weiterentwicklung dazu beitragen, Migräne Patienten vollständig von ihrem Leid zu befreien.

E-Health

Die Newsenselab GmbH Gründer (S. Greiner, M. Dahlem, S. Scholler und M. Späth) streben danach, den Betroffenen eine Möglichkeit zu geben, Kopfschmerzen und Migräne gezielt zu reduzieren. Neben der Gesundheitsbranche ist das Unternehmen auch in der Wellness- und Fitnessbereich tätig. Das Start-up , gegründet 2016, verfolgt das Ziel chronische Krankheiten, die in episodisch wiederkehrenden Attacken oder Schüben kommen, in Zukunft für Betroffene kontrollierbarer zu machen. Gleichzeitig schaffen sie eine Datengrundlage, die hilfreich für eine individuelle Therapiemöglichkeit der Patienten ist. (ao/lj)

Foto: © jcomp / Freepik