TUNGO’s: Experimentelle Küche aus Berlins Mitte

The same but different, dahinter verbirgt sich die Vision eines jungen Gründers: Hussein Jezzini, der mit seinem Lifestyle-Café TUNGO‘s kulinarisch durchstartet. Seine Mission: experimentelles und ausgewogenes Essen in hipper und zugleich familiärer Atmosphäre wieder salonfähig machen.

Verweilen statt eilen

In Berlins Mitte trifft Tradition auf Moderne: Hier gibt es eine bunte und von multikulturellen Einflüssen geprägte Gastroszene. Mit seinem Lifestyle-Café TUNGO’s hat sich Besitzer Jezzini einen Traum erfüllt und betreibt sein Gewerbe mit viel Herzblut. Seit der Erstellung seines Businessplans im letzten Jahr hat sich viel getan. Mithilfe der tatkräftigen Unterstützung von Partnern wie Orderbird, Xucker und der Kaffeerösterei Berlin eröffnete der junge Gastronom Anfang Juli seinen Laden unweit des Hackeschen Marktes.

Gesund und bunt: Der Bulgur-Teller mit selbst gebackenem Xucker-Kuchen | Foto: TUNGO‘s

Gesund und bunt: Der Bulgur-Teller mit selbst gebackenem Xucker-Kuchen | Foto: TUNGO‘s

Kulinarische Köstlichkeiten

Die Liebe zum Essen verbindet die unterschiedlichsten Menschen und ist auch Teil seines Geschäftskonzepts. „Mir ist wichtig, dass meine Kollegen und ich mit den Kunden im Austausch bleiben, sodass wir auf ihre Bedürfnisse eingehen können“, so Jezzini. Aber er ist nicht nur ein aufmerksamer Gastgeber, sondern versteht auch etwas von seinem Handwerk: Ausgebildet wurde der gebürtige Libanese in der gehobenen Cuisine des Restaurants FACIL, das zum 5-Sterne-Designhotel Mandala am Potsdamer Platz gehört.

Gourmets kommen auf ihre Kosten: die Speisen sind orientalisch angehaucht und doch ganz eigene Kreationen. Der Gastrogründer experimentiert in der Küche gern und ist offen, sich von Freunden, Mitarbeitern und Kunden inspirieren zu lassen. Besonders stolz ist er auf seinen nussigen Black & White-Kuchen. „Den gibt es kein zweites Mal“, betont Jezzini. Kuchen und ausgewogene Ernährung – passt das zusammen? Gesunde Ernährung ist für ihn mehr als ein Namenszusatz wie ‚Fit‘ oder ‚Diät‘ oder die Verteufelung von Süßspeisen. Für ihn ist sie eine Sache der Einstellung: auf gesunde Alternativen setzen und somit Balance schaffen. Dazu gehören auch hausgemachte Cookies und Bananenbrot.

Xucker statt Zucker

Das TUNGO‘s ist Berlins erster und einziger zertifizierter Xucker-Store, darauf ist Hussein besonders stolz. Xucker ist ein Berliner Unternehmen, 2010 gegründet, das auf kalorienarme und gut erträgliche Süßungsmittel wie Xylit und Erythrit setzt. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Süßstoff-Herstellern, die ihre Produkte als vielversprechende Zuckeralternativen anpreisen. Jedoch eigenen sich die wenigsten Süßstoffe zum Backen – Xucker schon. Und nachhaltig ist das Produkt auch noch: Xylit wird aus nachwachsenden Rohstoffen wie Maispflanzen oder Holz gewonnen und ist ein natürlich vorkommender Zuckeralkohol. Erythrit ist vergorener Traubenzucker. „Xucker ist fast komplett geschmacksneutral, das ist natürlich ideal zum Backen“, so das Fazit von Jezzini.

Immer vor Ort: Gründer und Inhaber Hussein Jezzini | Foto: TUNGO’s

Große Ambitionen

Bereits in diesem Jahr war das TUNGO’s für den Gastro-Gründerpreis nominiert noch vor seiner Eröffnung. Gewonnen hat ein anderer, aber Jezzini sieht das ganz pragmatisch und bewirbt sich einfach noch einmal im nächsten Jahr. An seinem Konzept zweifelt er auf jeden Fall nicht. Das muss er auch nicht, denn die Kundenzufriedenheit ist hoch. Ob Online oder am Standort selbst, der Gründer bekommt ausschließlich positives Feedback. Was kann man sich mehr wünschen? „Einen zweiten Laden in Charlottenburg“, sagt Jezzini prompt. So ambitioniert wie der junge Gastronom ist, wird er sich auch diesen Traum erfüllen. (lj)

Gut besucht: die Eröffnungsparty im TUNGO‘s war ein großer Erfolg | Foto: TUNGO's

Gut besucht: Die Eröffnungsparty im TUNGO‘s war ein großer Erfolg | Foto: TUNGO’s

Bürokratie erschwert Migranten den Einstieg ins Arbeitsleben

Es ist paradox – auf der einen Seite fehlen in Berlin tausende Fachkräfte, auf der anderen stehen unzählige Bewerber, die nicht arbeiten dürfen. Gemeint sind Geflüchtete und Migranten, die arbeiten können und wollen, aber keine Genehmigung besitzen. Grund dafür sind bürokratische Vorgänge, die Flüchtlingen und Migranten den Weg ins Arbeitsleben erschweren. Durch lange Wartezeiten und fehlende Vernetzung der Behörden ziehen sich die Genehmigungsprozesse unnötig in die Länge.

Das sind verschenkte Integrationschancen, da eine Ausbildung und die Möglichkeit, arbeiten zu können, essentiell für die Berliner Wirtschaft und eine gelungene Integration sind. Am Arbeitsplatz können Migranten nicht nur das Alltagsleben kennenlernen, sondern ebenso die deutsche Sprache lernen. Durch Interaktionen, anstelle von theoretischen Beispielen, werden typische und häufig gebrauchte Phrasen und Wörter schnell erlernt. Auf „eigenen Beinen zu stehen“ hat zusätzlich nicht nur den Vorteil, dass das Selbstwertgefühl gestärkt wird, es entlastet auch die Sozialsysteme. Während Migranten auf ihre Arbeitserlaubnis warten, zahlt das Land für sie die Wohnungs-, Fahrt- sowie Lebenshaltungskosten. Verdienen sie ihr eigenes Geld, fallen derartige Kosten logischerweise weg und der Staat gewinnt neue Steuerzahler dazu. Ein Gewinn für den Staat und die Migranten.

Fachkräftemangel spitzt sich weiter zu

Verwunderlich scheinen solche Zustände vor allem, wenn man sie in den Kontext des deutschen Fachkräftemangels setzt. Allein in Berlin fehlen Schätzungen der Industrie- und Handelskammer (IHK) zufolge derzeit 121.000 Fachkräfte. Bis 2030 könnte sich diese Zahl berlinweit auf 230.000 leere Stellen nahezu verdoppeln. Am schwersten vom Mangel sind Berufe im Bereich des Baugewerbes, Handels und Gastgewerbes betroffen. Doch auch im Gesundheitswesen fehlen zunehmend Arbeitskräfte. Daraus resultiert eine Frage: Wieso erteilt das Land den arbeitswilligen Flüchtlingen und Migranten keine Erlaubnis zum Arbeiten?

Häufig scheitert es an bürokratischen Auflagen. Allein die Anerkennung eines ausländischen Ausbildungsabschlusses stellt oft ein Problem dar. Beispielsweise den Beruf des Altenpflegers gibt es dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) zufolge in seiner jetzigen Form nur in Deutschland. Um eine Gleichwertigkeitsstellung durchzuführen, fehle daher in anderen Ländern die passende Ausbildung. Darüber hinaus gibt es Wartende, die in Deutschland in den vergangenen Jahren bereits eine Ausbildung absolviert haben, anschließend jedoch auf die weiterführende Arbeitsgenehmigung aufgrund von bürokratischen Auflagen wochenlang warten müssen.

Organisationen bieten Hilfe für Geflüchtete und Migranten

Doch selbst wenn die Abschlüsse und Unterlagen vorhanden sind, steht häufig noch ein weiteres Problem im Raum: Die Sprache. Viele Antragsdokumente sind nur auf Deutsch verfügbar und es mangelt an Hilfen wie Übersetzern. „Als türkische Bewerberin mit Englischkenntnissen wäre ich verzweifelt“, schildert Alev Deniz, Leiterin des Netzwerkes „Integration durch Qualifikation“ (IQ). Daher bietet das Netzwerk Bewerbern mit ausländischen Abschlüssen Hilfe bei der Antragsstellung. Doch auch hier mangelt es an Personal, vor allem durch den steigenden Bedarf an Beratungen. „Wir brauchen deshalb unbedingt mehr unabhängige Beratungsstellen“, so Deniz.

Nicht nur unabhängige Organisationen, auch die Politik fordert Handlungen. In der vergangenen Woche beriet daher der Ausschuss für Integration, Arbeit und Soziales über mögliche Vereinfachungen für die komplexen bürokratischen Auflagen. „Wir müssen nochmal mit alle Kammern und Beteiligte an einen Tisch holen“, fordert Elke Breitenbach (Linke), Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales. Das Ziel ist, die Bürokratie zu vernetzen, um die Genehmigungs- und Anerkennungsprozesse zu beschleunigen. Hier birgt aber die Digitalisierung große Chancen: Es wäre eine Möglichkeit, dass ein Antragssteller nur einen einzigen elektronischen Antrag stellt, statt dies bei jedem Amt einzeln zu tun. Doch von einer digitalen Verwaltung ist Berlin zum jetzigen Zeitpunkt noch weit entfernt. Ob derartige Maßnahmen das Problem lösen werden, wird sich noch zeigen. Fest steht jedoch, dass an der momentanen Situation etwas geändert werden muss. (ke)

L.A. Poke: Kalifornisches Summer-Feeling im herbstlichen Berlin

An der Westküste der USA steht der Bundesstaat Kalifornien wie kein anderer Ort für einen lockeren Lifestyle. Speziell  Los Angeles gilt neben Sonne, Strand und ewigem Sommer als Ort für die Schönen und Fitten. Ähnliche Assoziationen erweckt das L.A. Poke nun in Berlin zum Leben. Im Restaurant an der Alten Schönhauser Straße können ernährungsbewusste Berliner und solche die es werden wollen auf ihre Kosten kommen.

Besonderheit im L.A. Poke sind sogenannte Poke Bowls, ein hawaiianisches Gericht, was vor allem in Kalifornien weit verbreitet ist. Hier trifft die japanische Küche auf die US-amerikanische Westküste. Vor allem ist das Gericht beliebt, da Kunden aus einer Vielzahl an Produkten wählen und so die Mahlzeit optimal den eigenen Wünschen anpassen können.

Nachhaltiges Angebot im L.A. Poke

Laura Eckrodt und Asif Oomer, die beiden Gründer des Restaurants, lernten am Strand von Kalifornien das Superfood kennen und lieben. Nach umfassender Recherche und unzähligen Reisen entstanden sowohl das Konzept des L.A. Poke, als auch der Plan, es in Berlin zu realisieren. „Wir wollten das kalifornische Lebensgefühl transportieren und gleichzeitig etwas Einzigartiges, Frisches und Neues kreieren, dass es so bisher in Deutschland nicht gibt“, so Asif Oomer. Berlin, als Deutschlands einzige Metropole, war hierfür der optimale Standort.

Im L.A. Poke wird nach Möglichkeit darauf geachtet, regionale und aus nachhaltiger Produktion stammende Lebensmittel zu verwenden. Mit dieser Unternehmensphilosophie fügt sich das Restaurant perfekt in die Foodszene der Hauptstadt ein. Vor allem der Bezirk Prenzlauer Berg, an den die Alte Schönhauser Straße angrenzt, gilt als Hotspot der Bio- und Nachhaltigkeitsbewegung.

 

Im L.A. Poke können sich Kunden nach dem Baukastenprinzip ihre eigene Bwol zusammenstellen | Foto: Julia Stein

Im L.A. Poke können sich Kunden nach dem Baukastenprinzip ihre eigene Bowl zusammenstellen | Foto: Julia Stein

Baukastenprinzip auf kalifornische Art

Als multikulturelle Stadt bietet Berlin zudem Foodlovern Kostbarkeiten aus allen Winkeln der Welt und darüber hinaus zahlreiche Variationen durch Fusionsküchen. Die Poke Bowls, als neuster Import für die Berliner Food-Szene, reihen sich in den berlinweit beliebten Trend der Buddha Bowls ein. Inspiriert durch ritualisierte Formen des Essens buddhistischer Mönche wird das gesamte Hauptgericht in einer großen Schale angeboten. Als Basis der Poke Bowl dienen entweder Reis, Quinoa oder Salat. Hinzugefügt wird meist ein Proteinspender wie Tofu, Seitan, Fisch oder Fleisch. Im nächsten Schritt sucht sich der Kunde im Baukastenprinzip Toppings aus. Das können Avocado, Edamame oder Sesam sein, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Außerdem verfeinert eine von vier hausgemachten Saucen das gesamte Ensemble.

Das Restaurant ist aber nicht nur kulinarisch im kalifornischen Stil gehalten. David Hockney, der lange Zeit in Kalifornien lebte, lieferte außerdem mit seinem Bild „ A Bigger Splash“ eine Inspiration für die farbliche Gestaltung. Außerdem gibt es auch für die Ohren gute Nachrichten: Culcha Candela-Rapper Mateo kreierte eine Playlist eigens für das Restaurant. „Wir wollen Superfood mit super guten Vibes verbinden“, erklärt Asif Oomer. Foodlover können entspannt in der gemütlichen Atmosphäre des L.A. Poke vor Ort essen. Für den Fall, dass es mal schnell gehen muss, gibt es zudem alle Gerichte auch als To-Go-Variante. Um unentschlossenen Gästen die Entscheidung leichter zu machen, hat das Diner Signature-Bowls wie die Santa Monica Tuna Bowl entwickelt. Damit bietet das L.A. Poke wirklich allen, die offen für kulinarische Neuheiten sind, eine gesunde Mahlzeit an. (ke)

 

Die farbliche Gestaltung ist von Hockneys „A Bigger Splash“ inspiriert | Foto: Jens Bösenberg

Saubere Parks für Berlin: BSR schlägt Initiative vor

„Never change a winning team“ – das geläufige Sprichwort beinhaltet jedoch nicht, dass man ein gut laufendes Projekt nicht auch ausdehnen kann. Denn genau dafür plädiert nun die Vorsitzende des Vorstands der Berliner Stadtreinigung (BSR), Tanja Wielgoß. Seit 2016 säubert die Stadtreinigung im Rahmen eines Pilotprojektes erfolgreich 49 Berliner Parks und Grünflächen. Wielgoß schwebt vor, die Zuständigkeit auf alle Grünflächen des Landes auszudehnen.

Für die Ausdehnung des Projekts spricht die hohe Zufriedenheit der Parkbesucher. In einer Umfrage aus dem letzten Jahr gaben 80 bis 90 Prozent der Nutzer an, sie hielten die von der BSR gereinigten Parks für sauber. Wielgoß betitelt solch eine Bilanz schlicht als „super“. Daher ihr Vorschlag, den erfolgreichen Reinhaltungsauftrag auch anderen Flächen zugutekommen zu lassen.

Finanzierung der Initiative

Solch ein riesiges Projekt ist jedoch nicht günstig. Die BSR veranschlagt für die Ausdehnung der Zuständigkeit auf alle 2.400 bis 2.700 Berliner Parks und Grünanlagen eine jährliche Summe von 130 Millionen Euro. Angesichts der Zufriedenheit der Parkbesucher sei solch eine Investition relativ günstig, so die Einschätzung der BSR-Chefin. Außerdem sorgt das anhaltende Wirtschaftswachstum der Stadt für ausreichend Steuereinnahmen, mit denen ein derartiges Projekt finanziert werden könnte.

Doch nicht bei allen Akteuren dürfte der Vorschlag gut ankommen: Momentan sind die Bezirke für die Reinhaltung ihrer Parks zuständig. Finanzielle Mittel, die sie für erforderliche Maßnahmen vom Land Berlin erhalten, könnten künftig gestrichen werden. Jedoch kann eine Verringerung des Aufgabenfeldes auch neue Möglichkeiten bieten. So könnten sich Mitarbeiter der Grünflächenämter der gärtnerischen Pflege widmen statt Müll einzusammeln.

Senatorin Günther begrüßt die Initiative

Regine Günther (parteilos, für Grüne), Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, begrüßt die Initiative der BSR. Sie lässt nun die Wünsche und Vorschläge der Bürger für die Stadtreinigung in einem Bürgerbeteiligungsverfahren ermitteln. Auch beschlossen die Grünen jüngst auf ihrer Klausurtagung, das Personal der Grünflächenämter aufzustocken und sich mehr der Pflege der Parks und Grünflächen zu widmen. Darüber hinaus hieß Senatorin Günther vor allem die Entlastung der Ämter durch die Stadtreinigung gut, berichtete unter anderem die Berliner Morgenpost.

Maßnahmen für die Reinigung der Parks

Für die vorgeschlagene Entlastung müsste die Stadtreinigung rund 1.000 neue Mitarbeiter einstellen. Außerdem bräuchte es eine bessere technische Ausstattung. Wielgoß ist sich sicher: Eine langfristige, sukzessive Planung wäre ein Wohlfühlprogramm für Berlin. Die BSR machte in Bezug auf ihr Personal in den vergangenen Monaten darüber hinaus Schlagzeilen. Sie versprach, bei Neuanstellungen auf einen Frauenanteil von 50 Prozent zu achten. Der avisierte Stellenausbau bietet nun eine weitere Möglichkeit für mehr Frauen bei der Stadtreinigung. (ke)

Wirtschaftselite als Spielmacher beim Berliner Fußball-Verband

In ihren Positionen sind sie die Spielmacher der Unternehmen und Konzerne, beim Berliner Fußball-Verband wollen die Wirtschaftsführer ihre Erfahrungen einbringen und sich umgekehrt auch vom Fußball inspirieren lassen.

„Mit fast 160.000 Mitgliedern ist der Berliner Fußball-Verband eine gesellschaftliche Größe, die Einfluss hat, aber auch Input von außen braucht“, so Vizepräsident Jörg Wirtgen. In seinem ersten Treffen diskutierte diese hochkarätige Gruppe, die unter anderem auf die Unterstützung von Christian Lewandowski, Vorstandsvorsitzender Gegenbauer, Arnd Schwierholz, CFO von FlixBus und Volker Halsch, Aufsichtsratsvorsitzender der degewo zählen kann, mit Ex-Bundesliga Profi Hans Sarpei über die Situation im Profifußball und in den vielen Vereinen mit unzähligen ehrenamtlichen Helfern.

 

Im Podium (v.l.n.r.): Lutz Engelke, CEO von Triad und Initiator von The Gate; Hans Adu Sarpei, ehemaliger Nationalspieler in Ghana, Bundesliga-Fußballprofi und Social Media Experte; Thomas Klein, Moderator des Abends und Vorsitzender Berliner Pressekonferenz

Im Podium (v.l.n.r.): Lutz Engelke, CEO von Triad und Initiator von The Gate; Hans Adu Sarpei, ehemaliger Nationalspieler in Ghana, Bundesliga-Fußballprofi und Social Media Experte; Thomas Klein, Moderator des Abends und Vorsitzender Berliner Pressekonferenz | Foto: Dirk Lässig

 

Zusätzlich wurden aktuelle und schwierige Themen wie Rassismus und Gewalt auf der Veranstaltung klar benannt. Darüber hinaus aber auch die enormen Chancen, die gerade die Kinder- und Jugendarbeit im Berliner Fußball-Verband bietet, positive Werte weiterzugeben.

 

Angeregte Diskussion zwischen (v.l.n.r.) Christian Gaebler, Chef der Senatskanzlei, Dr. Tanja Wielgoß, Vorstandsvorsitzende BSR und Thomas Härtel, Vizepräsident Landessportbund Berlin | Foto: Dirk Lässig

 

Dabei ging es auch um die Einbindung von mehr Frauen im Fußball. Jörg Wirtgen als Initiator der Spielmacher hat in diesem Zusammenhang besonders viel Wert auf den paritätischen Anteil von Männern und Frauen im neugegründeten Board gelegt. Weibliche Unterstützer sind u. a. Gesundheitssenatorin Dilek Kolat, BSR-Chefin Dr. Tanja Wielgoß und Dr. Martina Niemann, Head of HR der Deutschen Lufthansa AG.

 

Unter den Teilnehmern (v.l.n.r.): Claudia Große-Leege, Geschäftsführerin Verband deutscher Unternehmerinnen e.V; Jörg Wirtgen, Vizepräsident Berliner Fußball-Verband; Dr. Martina Niemann, Head of HR Management Deutsche Lufthansa AG; Monika Schulz-Strelow, Präsidentin FidAR e.V.

Unter den Teilnehmern (v.l.n.r.): Claudia Große-Leege, Geschäftsführerin Verband deutscher Unternehmerinnen e.V; Jörg Wirtgen, Vizepräsident Berliner Fußball-Verband; Dr. Martina Niemann, Head of HR Management Deutsche Lufthansa AG; Monika Schulz-Strelow, Präsidentin FidAR e.V. | Foto: Dirk Lässig

Zukünftig regelmäßige Treffen von Berliner Wirtschaft und Berliner Fußball-Verband

Dieses erste Treffen der Spielmacher fand in der eindrucksvollen Kulisse im Brandenburger Tor Museum von Triad-Gründer Lutz Engelke statt. Engelke berichtete zudem von den interessanten Ansätzen bei der Gestaltung der beiden Fussball Museen für den deutschen Fussball in Dortmund und für die Fifa in Zürich. Die Berliner Wirtschaft und der Berliner Fußball-Verband wollen sich künftig regelmäßig austauschen. Gastgeber des nächsten Treffens wird Gasag-Vorstand Matthias Trunk sein. (red)

 

Christiane Brümmer, Geschäftsführerin Spielbank Berlin; Dr. Angela Wiechula, Herausgeberin BERLINboxx; Thomas Klein, Vorsitzender Berliner Pressekonferenz; Gaby Papenburg, Journalistin/Moderatorin (v.l.n.r.)

Teilnehmer waren (v.l.n.r.) Christiane Brümmer, Geschäftsführerin Spielbank Berlin; Dr. Angela Wiechula, Herausgeberin BERLINboxx; Thomas Klein, Vorsitzender Berliner Pressekonferenz; Gaby Papenburg, Journalistin/Moderatorin | Foto: Dirk Lässig

Personaltrends der Arbeit 4.0: Was verbirgt sich dahinter?

Neue Formen der Arbeit organisieren die Funktionsweise von Unternehmen neu. Arbeitnehmer verstehen ‚Arbeit‘ heute anders als vor ein, zwei Generationen. Das bedeutet neue Anforderungen an die Arbeitsorganisation, an Recruitingprozesse und an Führung. Was sind die unterschiedlichen Personaltrends und Ansätze mit Blick auf Arbeit 4.0?

Neue Arbeit und New Work

Tobias Kremkau ist Coworking Manger des St. Oberholz in Berlin und empfiehlt eine grundsätzliche Unterscheidung von Neue Arbeit und New Work. „Bei neuer Arbeit steht das innere Bedürfnis des Menschen, etwas aus seiner individuellen Sicht Sinnvolles zu tun, im Vordergrund“, sagt er. Sozialphilosoph Frithjof Bergmann, der diesen Begriff entwickelte, meint damit nicht Arbeitsweisen, Organisationsmodelle oder irgendwelche Anreize, die Unternehmen ihren Arbeitnehmer anbieten. Einzig und allein die Frage, was jemand machen möchte, wofür er ein inneres Feuer hat, sei demnach relevant. „New Work hingegen ist der Oberbegriff für alle Veränderungen innerhalb der Wirtschaft. Das New ist hier quasi eine Situationsbeschreibung, die geprägt ist von neuen Technologien, der Digitalisierung, Entwicklungen wie Automatisierung und Künstliche Intelligenz.“ In der Wirtschaft geht es aber nicht primär um Arbeit, fasst Lars Vollmer pointiert den Denkfehler vieler New-Work-Gurus zusammen, sondern um auf den Kunden ausgerichtete Prozesse.

Collaboration Tools: Personaltrends gehen zur Flexibilität

Für den Erfolg von Projekten und Unternehmen ist es heute mehr denn je relevant, dass fachübergreifend zusammengearbeitet wird. Nur wenn die Kompetenzen aller relevanten Akteure zusammengeführt werden können, ist ein erfolgreiches Arbeiten möglich: Tandemploy aus Berlin hat eine Software as a Service Lösung für ein Matching von Mitarbeitern entwickelt, „und zwar nach dem Button-Up-Prinzip“, wie Inhaberin Jana Tepe betont. Das bedeutet: Tandemploy vernetzt mit der Software Mitarbeiter innerhalb einer Organisation für flexible Arbeits(zeit)-modelle und Kollaborationsformen aller Art – und sorgt so für einen Wissenstransfer, Öffnung von Silostrukturen, mehr Innovationskraft und eine höhere Wettbewerbsfähigkeit.

„Früher hat man Kampagnen mit Konsumenten gemacht, heute bindet man dauerhaft und strukturiert das gesamte Ökosystem eines Unternehmens ein“, sagt Jan Fischer von Innosabi. Das Münchner Unternehmen hat eine Software entwickelt, um die Komplexität von Konzernen zu handhaben, gerade auch im internationalen Kontext. Und dazu gehört auch die Einbindung von Kunden und Konsumenten. Aus technischer Sicht heißt das: Wie gehe ich damit um, dass ich verschiedene Sprachen habe? Wie autoübersetze ich die Inhalte, so dass diese vertraulich bleiben und eine gute Qualität bieten? Wie bilde ich Besonderheiten in verschiedenen Ländern ab? „All das sind Innovations- und Ideenprogramme, die einheitlich geführt und gemanaged werden müssen.“

Einen anderen Ansatz wählt Zenjob aus Berlin: Das HR-Tech-Start-up fungiert als Personalvermittlungsplattform zwischen Unternehmen und Studierenden. Beide Seiten sind auf der Suche nach Lösungen, und beide führ Zenjob zusammen. Die ‚Talents‘ registrieren sich via App. Bei Personalengpässen fragen Unternehmen über ihr Zenjob Konto online Personal an. Es gibt ein Bewertungssystem in beide Richtungen, um die Zufriedenheit aller Akteure zu sichern.

Coaching von Führung und Mitarbeitern

„Generationenvielfalt und geänderte Arbeitsformen verändern auch Führung ganz entscheidend“, sagt HR-Expertin Heike Andreschak. Leader, Manager oder Coach – zu verstehen, dass und wie visionäre Führung, perfektes Management und unterstützendes Coaching Hand in Hand gehen können, ist der entscheidende Schlüssel zum Führungserfolg. „Dazu kommt: Führung ist durch den Anstieg projektbezogener Arbeit weniger dauerhaft: heute bin ich Führungskraft und morgen Experte in einem anderen Projektteam.“ Also zeigt sich auch hier, dass die Personaltrends zur Flexibilität der einzelnen Kräfte geht.

Bei aller Diskussion um neue Personaltrends in der Arbeit sollten geerdete Ansätze, die sich immer noch als sehr zeitgemäß erweisen, nicht aus dem Blick verloren werden, sagt Coach Michael Pohl. Teams funktionieren nicht wie Maschinen. Als lebendige soziale Systeme durchlaufen sie vielmehr Entwicklungsphasen, die denen des einzelnen Menschen nicht unähnlich sind. Jedes Team, jede zielgerichtete Teamarbeit entwickelt sich nach gruppendynamischen Gesetzmäßigkeiten in vier wesentlichen Phasen: 1. Forming / Orientierung, 2. Storming / Frustration (Richtungssuche und Auseinandersetzung über Verfahrensfragen),3. Norming / Beschlussphase (Aufgreifen von Konsenslinien), 4. Performing / Produktionsphase. „Nicht jedes Team kann das Beste sein, aber jedes Team kann das Beste aus seinen Möglichkeiten machen“, sagt der Coaching-Experte.

Unternehmen sorgt für Bildung und Gesundheit der Mitarbeiter

„Die Arbeitsplätze werden sich wandeln. Lebenslanges Lernen ist nicht nur ein Schlagwort, sondern wird immer stärker einer alltägliche Notwendigkeit“, sagt Ralf Münchow, stellvertretender Leiter der Projektgruppe „Wissenschaftsjahr Arbeitswelten der Zukunft“ beim Bundesministerium für Bildung und Forschung. „Dabei ist Einsatz von uns allen gefragt: Es braucht Offenheit und Neugier von uns allen, sich auf die neuen Technologien, auch außerhalb des Arbeitslebens, einzulassen. Darüber hinaus ist es entscheidend, dass Unternehmen und Betriebe branchenübergreifend für ihre Angestellten und Arbeiter Möglichkeiten schaffen, sich stetig weiterzubilden.“ Auch hier gehen die Personaltrends zum vielfältigen Einsatz der Mitarbeiter. Sie konzentrieren sich nicht länger auf eine einzelne Tätigkeit, sondern können durch verschiedene Lernprozesse in mehreren Aufgabenbereichen arbeiten.

Außerdem ist betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) erforderlich für die Zufriedenheit aller Mitarbeiter. BGM muss nach Einschätzung von Kundendienst-Verband-Vorstand Guido Geller schon in einem frühen Stadium einsetzen. „Maßnahmen sollen schließlich nicht nur Beschwerden lindern, sondern sie im Idealfall gar nicht erst entstehen lassen. Mir ist es wichtig, dass gesundheitsfördernde Maßnahmen fest verankert werden – im Bewusstsein von Unternehmen und ihren Führungskräften, aber auch bei den Service-Mitarbeitern selbst. Die eben genannten Aspekte müssen eine Selbstverständlichkeit werden und Teil einer Unternehmens- oder Organisationsstrategie.“ Flexibilität, Wandelbarkeit und umfassendes Lernen: Die Personaltrends zeigen, dass der einzelne Mitarbeiter in Zuge der Arbeit 4.0 in den Vordergrund rückt. (red)

 

Highlights der IFA 2018: Smart Homes und Hologramme

Ab Morgen beginnt in Berlin für Privatbesucher endlich die Internationale Funkausstellung (IFA). Die weltweit größte Messe für Unterhaltungs- und Haushaltselektronik findet bis zum 05. September rund um den Funkturm im Westen Berlins statt. In diesem Jahr stellen 1.814 internationale Aussteller, mehr als je zuvor, ihre technischen Neuheiten vor. Freuen kann sich das internationale Publikum auf viele Highlights, vor allem im Smart Home-Bereich.

Technologien im smarten Haus: Vernetzung und Sprachassistenten

Im Smart Home sollen zukünftig alle Geräte vernetzt werden. So kann beispielsweise die Smart Watch mit dem Kühlschrank oder der Kaffeemaschine interagieren. Registriert die Uhr, dass der Träger müde oder gestresst ist, kann sie die Information an die Kaffeemaschine senden. Nachfolgend bereitet diese einen besonders starken Kaffee zu. Jedoch sind derartige Vernetzungen noch nicht ganz in der Alltagswelt angekommen. Das größte Problem ist, dass sich die Geräte verschiedener Hersteller oft nicht verbinden lassen. Es braucht eine Zusammenarbeit der Hersteller, damit eine Siemens-Mikrowelle auch mit einem Samsung-Kühlschrank interagieren kann.

Was häufig bereits im Smart Home vertreten ist, sind Sprachassistenten. Jeder Dritte steuert schon seine Anwendungen mit der Stimme. Interagierende Lautsprechersysteme wie Amazons Alexa sind zudem in vielen deutschen Haushalten etabliert. Angaben des Tagesspiegels zufolge kennen 84 Prozent der Bürger solche Sprachassistenten. 2016 waren es noch fünf Prozent. Auf der IFA sind sie daher – wenig überraschend – in diesem Jahr besonders stark vertreten. Ziel ist: In naher Zukunft die meisten Geräte des Smart Homes selbstverständlich mit der Stimme bedienen. Dazu zählen neben dem Bosch-Rasenmäher auch die Kaffeemaschine oder das neue Festnetztelefon von Motorola, was mit Alexa interagiert. „Sprachsteuerung spielt zunehmend auch bei Fernsehern eine Rolle“, meint Christopher Meinecke, Experte für Unterhaltungselektronik der Firma Bitkom. Ohne herkömmliche Fernbedienung sein Gerät zu bedienen, bringt vor allem für ältere und sehgeschwächte Personen Chancen mit sich.

Highlights in der Küche sorgen für Entlastung des Kochs

Es scheint ein präsentes Thema bei der diesjährigen IFA zu sein: Wie kann man den Alltagsbürger entlasten? Bei den Küchengeräten ist das Highlight der Messe das FreeInduction Plus der Firma Siemens. Es ist ein Induktionskochfeld, was der traditionellen Form der Herdplatte trotzt: 56 Mikroinduktoren sorgen dafür, dass überall auf dem Feld Töpfe platziert werden können, die das System automatisch erkennt und gezielt beheizt. Ein großes Display sorgt darüber hinaus für die einfache Bedienung des Kochfeldes.

Unterhaltungselektronik: Schneller, authentischer, effizienter

Beim zweiten Themenfeld der Messe, der Unterhaltungselektronik, begeistert vor allem der neue LG Fernseher 8K-OLED. Die OLED-Technologie gilt als innovativ, da die einzelnen Pixel selbst Licht abgeben und dadurch ein scharfes und farbintensives Bild kreieren. OLEDs emittieren farbige Pixel nur bei Ansteuerung, daher kommt das Display ohne Hintergrundbeleuchtung aus und ist somit sogar stromsparender. Zudem ist ihre Reaktionszeit wesentlich geringer als bei herkömmlichen Displays – bei einigen Geräten liegt sie unter einer Mikrosekunde.

In Halle 3.2 versteckt sich zudem ein weiteres Highlight: Die britische Firma Kino-Mo präsentiert hier ihre HyperVSN Wall. Die Wand sorgt durch eine Vielzahl an Rotoren dafür, dass ein authentisches 3-D-Bild entsteht, was Hologrammen aus den Star Wars-Filmen sehr ähnlich sieht. Angekommen sind die Rotoren allerdings bisher nur in der Unternehmersphäre, in der sie Werbeauftritte interessanter gestalten sollen. Weitere Einsatzgebiete können laut Website des Unternehmens aber auch Clubs oder Veranstaltungen in der Entertainmentbranche sein.

Das Programm geht über reine Technikpräsentationen hinaus

Für Start-ups und neue Innovationen hat die IFA sogenannte „Special Areas“ eingerichtet. Zum Beispiel die IFA Next, in Halle 26, auf der die neusten Entwicklungen in der Tech-Branche präsentiert werden. Hier findet außerdem vom 02. bis 03. September die Convention IFA+ Summit statt. Im Bereich Softwareentwicklung gibt es auch die Special Area iZone. In dieser zeigen rund 90 Entwickler aus 25 Ländern die neusten Apps und iTech-Produkte. Nicht nur an den Ständen, auch in den Keynotes und im Kongressprogramm finden Interessierte weitere Highlights: Hier sprechen unter anderem die CEOs von LG und Huawei.

Wer bei den vielen neuen Technikprodukten eine kurze Pause braucht, kann sich über Konzerte von Künstlern wie James Blunt, Clueso, Wanda, Till Brönner und Olli Schulz im IFA Sommergarten freuen. Außerdem sorgt ein bayerisches Festzelt mit angegliedertem Biergarten für süddeutsche Gemütlichkeit zwischen den Messehallen. Bei originalem Hofbräu-Bier aus München können die Besucher auf dem IFA Oktoberfest Kraft tanken und sich über das Erlebte austauschen. An Highlights zum Erzählen mangelt es jedenfalls nicht. (ke)

Family Summer Event am Kudamm-Beach Halensee

Die Kinder hatten einen Heidenspaß und mit ihnen die glücklichen Eltern. Das wohl schönste Kinderfest der Hauptstadt lockte am Sonntag mehr als 1.000 Kinder und Eltern in den Kudamm-Beach am Halensee. Schon von weitem konnte man die vielen bunten Luftballons sehen, die auf das kindgerecht geschmückte Gelände an der Königsallee hinwiesen. Und auf dem Gelände, das direkt zum Halensee führt, alles was ein Kinderherz erträumt.

Auf dem Halensee konnten die Kleinen Stand-up Paddling fahren oder mit bunten Gummitieren und Matratzen „in See stechen“. Die hochkreative Maria Köster von Maria’s Kinderclub – dürfte vielen als langjährige Geschäftsführerin vom Szene-Restaurant Borchardt`s bekannt sein – zeichnete mit ihren Partnerinnen Oksana Kolenitchenko (Fashion Mama Berlin) und Friederike Werner (Pepper PR) für Idee und Organisation verantwortlich. Die drei jungen Mütter überzeugten Siegfried Nehls von der Sanus AG und Tom Siebert von Allianz Roskos&Meier sowie den BMW-Händler Nefzger davon, als Sponsoren die finanzielle Grundlage für das Familienfest zu sichern.

Eltern und Sponsoren spenden für guten Zweck

Siegfried Nehls, der auch Hauptsponsor des Jüdischen Lichterfestes Chanukka am Brandenburger Tor ist, unterstützte mit Leidenschaft – insbesondere weil aus einem Teil der Erlöse des Festes krebskranken Kindern geholfen wird. Siegfried Nehls: „Wir unterstützen mit diesem Familienfest den Verein Kolibri Hilfe für krebskranke Kinder Deutschland e.V., der beispielhaft krebskranken Kindern, deren Eltern, Angehörigen und Freunden hilft und damit viel Leid zumindest mindert.

In Deutschland erkranken rund 1.800 Kinder jährlich bis zum 15. Lebensalter an Krebs. In den letzten drei Jahrzehnten haben sich die Heilungschancen für die jungen Patienten deutlich verbessert. Trotzdem ist die Erkrankung eines Kindes an Krebs nach wie vor eine extreme Belastung für die gesamte Familie. Hier ist Hilfe und Unterstützung gefragt und die geben wir mit voller Überzeugung!“

Prominenter Support

Der Verein Kolibri wird von vielen Prominenten unterstützt, so zum Beispiel von Boxtrainer Ulli Wegener, der Moderatorin Inka Brause oder Gesundheitspolitiker Mario Czaja.

Auch Tom Siebert, Partner bei Allianz RoskosMeier, der das erste Mal zu den Unterstützern des Family Summer Events zählt, betont die besondere Verpflichtung, kranken Kindern zu helfen: “Gerade wer auf der Sonnenseite des Lebens steht, sollte ein großes Herz zeigen bei diesem ernsten Thema!“

Das Kinderfest am Halensee war somit in jeder Hinsicht ein voller Erfolg: Viel Spaß und Freude für die rund 1.000 Kinder und Eltern und ein satter Scheck für den Verein Kolibri. Das sollte Schule machen! (fs)

Leichtathletik-EM: Auftakt für Spitzensport in Berlin

Nachdem die European Championships bereits am 02. August begonnen haben, startet nun auch die Leichtathletik-EM als Teil des Sportwettbewerbs in Berlin. Bis zum 12. August werden sich die Athleten in 23 Disziplinen messen. Die Qualifikationsrunden werden viermal vormittags und die Finalrunden an sechs Abenden ausgetragen. Die Austragungsorte sind neben dem Olympia Stadion auch der Breitscheidplatz in der City-West, wo die sogenannte „Europäische Meile“, inklusive der Generali Arena, errichtet wurde.

Die „Europäische Meile“ verfolgt ein neuartiges Konzept, das vorsieht die Wettkämpfe aus dem Olympiastadion in die Innenstadt zu bringen. Auf der Bühne, vor der rund 3.000 Zuschauer Platz finden, ist ein umfassendes Entertainment-Programm geplant. Täglich gibt es ab 13 Uhr verschiedene Shows, ab 22 Uhr findet eine „Golden Hour“ statt, während der sich Besucher über Live-Musik freuen können. Doch das Entertainment-Programm soll auch wichtige Gesundheitsthemen vermitteln – der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) veranstaltet auf der Bühne und in Mitmach-Zelten Thementage zu gesundheitlichen Bereichen wie „Stress“, „Laufen“ oder „das richtige Sitzen“. Die Zuschauer können sich zudem auf emotionale Momente gefasst machen, denn auf der Bühne finden die 38 Siegerehrungen statt. Zusätzlich werden die Wettkämpfe aus dem Olympiastadion auf drei Screens live und kostenlos übertragen. Erkennbar ist die „Europäische Meile“ schon von weitem durch den 50-Meter hohen Glockenturm der Gedächtniskirche, der in den orange-blauen Farben der European Championships verhüllt wurde.

Wirtschaftsfaktor Sport: Großveranstaltungen bringen nicht nur Zuschauer in Höchststimmung

Laut einer Studie der Investitionsbank Berlin (IBB) stärken Sportevents die Berliner Wirtschaft nachhaltig um mehr als eine halbe Milliarde Euro. Ein Teil dieser Summe setze sich aus den Ausgaben von Besuchern dieser Events zusammen, so Dr. Jürgen Allerkamp, Vorsitzender des Vorstands der IBB. „Dazu kommen die staatliche Sportförderung und die Investitionen in Sportstätten in Höhe von 203 Mio. Euro, die ebenfalls positiv zur wirtschaftlichen Entwicklung Berlins beitragen.“ Neben der Leichtathletik-EM finden dieses Jahr weitere sportliche Großereignisse wie der Berlin-Marathon (15./16. September), das Internationale Stadionfest (ISTAF, 02. September) und eine Runde des Bahnrad-Weltcups (30. November – 2. Dezember) in Berlin statt. Außerdem folgt auf die Leichtathletik-EM die Para-EM, die vom 20.-26. August in Berlin stattfinden wird.

Berlins Sportwirtschaft umfasst knapp 2.000 Unternehmen und erwirtschaftete im Jahr 2015 eine Milliarde Euro. Damit liegen die Umsätze der Sportwirtschaft deutlich vor denen der Berliner Finanzwirtschaft (650 Mio. Euro). Im Vergleich mit anderen großen deutschen Städten hat die Hauptstadt die Nase vorn, Sportumsätze stiegen um 30 Prozent, so die Studie weiter. In der Stadt zählt die Sportbranche insgesamt 13.000 Mitarbeiter, das entspricht 0,9 Prozent aller Beschäftigten. Damit ist die Branche ein wichtiger Wirtschaftszweig des Landes. Der Spitzensport fungiert hierbei als Impulsgeber, dem der Breitensport folgt.

Sterne am Berliner Leichtathletik-Himmel

Die EM bietet einigen Berliner Star-Athleten eine Bühne. Im Diskus-Werfen treten die Brüder Robert und Christopher Harting (SCC Berlin) an. Beide sind Olympiasieger (2012 und 2016), jedoch wird es für Robert Harting der letzte internationale Wettkampf sein. Zudem tritt der EM-Vize von 2014, Lucas Jakubczyk (SCC Berlin), dieses Jahr in gleich zwei Kategorien an: 100-Meter-Sprint und 4×100-Meter-Staffel. Johannes Motschmann, vom LG Nord Berlin, wird sein Können beim 3.000-Meter-Hindernis-Lauf unter Beweis stellen.

Bei den Frauen geht Lisa-Marie Kwayie, vom Neuköllner SF, im 100-Meter-Sprint an den Start. Außerdem kann man sich auf Svea Kohlbrück (SCC Berlin) und Karolina Pahlitzsch (SV Preußen Berlin) bei der 4×400-Meter-Staffel freuen. Caterina Granz (LG Nord Berlin), Gold-Gewinnerin der Cross-WM der Studenten, geht im 1.500-Meter-Lauf an den Start. In der Disziplin 20-Kilometer-Gehen wird Emilia Lehmeyer (Polizei SV Berlin), Deutsche Meisterin von 2017 und 2018, auf der Strecke zu sehen sein. Allen Athleten soll Berlino, das offizielle Maskottchen der EM, das durch die enge Freundschaft zu Weltrekordhalter Usain Bolt bei der WM 2009 bekannt wurde, Glück bringen. (ke)

PlusPeter: „Studierende müssen von potenziellen Arbeitgebern früher abgeholt werden“

Papierstapel gelten in der digitalisierten Arbeitswelt als altmodisch. Nicht jedoch an den Universitäten – noch nicht, meint Cecil von Croy. Der CEO des Berliner Start-ups PlusPeter ermöglicht Studierenden kostenloses Drucken. Nun soll die Plattform Studierenden das Leben und Lernen auf vielseitige Weise auch digital erleichtern. Ein Gespräch über Gewohnheitsmenschen, Werbung, die sich auszahlt und neue Arbeitsplätze.

BERLINboxx: Vor kurzem hat PlusPeter zweijähriges Bestehen gefeiert. War euer Plan von Anfang an darauf ausgerichtet von Print auf Digital umzusteigen, oder fühlt man sich unter Umständen auch von der Digitalisierung anderer Start-ups angespornt?

Cecil von Croy: Für uns war immer klar, dass wir uns im Online-Bereich etablieren möchten. Das Drucken war für uns der Zugang zur studentischen Zielgruppe. Wir haben ein Wertversprechen gesucht, dass wir den Studierenden kinderleicht vorstellen können und das bei ihnen auch das Interesse an unseren anderen Produkten weckt. Wir kamen auf das kostenlose Drucken, weil es Studierenden einen echten Mehrwert bietet. Somit ging es darum auszumachen wo wir uns gerade am Anfang von anderen unterscheiden, um User zu akquirieren. Den Studierenden, die unsere Plattform jetzt nutzen, können wir nun andere Produkte, vor allem zum Thema Lernen anbieten. Wir generieren, basierend auf dem Kernprodukt, schrittweise Nutzerzahlen.

BERLINboxx: Wenn Drucken nur der „Trailer“ für den Launch der ausgefeilten Funktionen war, habt ihr dann vor, irgendwann komplett davon Abstand zu nehmen? Wie sehen die Pläne aus?

Cecil von Croy: Solange Studierende noch drucken – und ich sehe das die nächsten zehn bis 15 Jahre noch gegeben – soll Drucken in jedem Fall ein Teil der Plattform bleiben. Lustigerweise hat das Drucken an den Universitäten seit dem Zeitalter des Internets sogar exponentiell zugenommen. Wir sehen alle, dass es eine Veränderung geben wird. Doch selbst die Schüler*innen, die jetzt aus der Schule kommen, sind zu 90 Prozent noch an das Offline-Lernen gewöhnt. Solange das nach wie vor der Fall ist und Studierende immer noch so Lernen oder es ihnen so beigebracht wird, werden sie neue Modelle an der Universität nicht innerhalb kürzester Zeit adaptieren. Deshalb wird auch in den nächsten Jahren noch gedruckt werden. Auch wenn der Trend langfristig in eine andere Richtung geht – Online.

BERLINboxx: Also praktisch der Mensch als Gewohnheitstier. Trotzdem eure Gründungsidee einmalig ist, wie wollt ihr euer Alleinstellungsmerkmal weiterhin fördern?

Cecil von Croy: Wir bauen derzeit ein ganz neuartiges Lern-Tool auf. Bisher haben wir es geschafft, der größte Player Europas auf dem Offline-Lernmarkt zu werden. Hier wollen wir jetzt auch Online ausbauen, denn momentan gibt es da nur zwei bis drei Tools, wie z.B. den Adobe-Reader oder PDF-Viewer, die Online-Lernen ermöglichen. Hierzu entwickeln wir gerade ein Tool, welches nicht nur das Lernen effizienter macht, sondern vor allem das gemeinsame Lernen fördert. Wir wollen eine riesige Wissensplattform aufsetzen, die Wissensaustausch vorantreibt. So das große Ziel.

BERLINboxx: In Bezug auf eure Gründungsidee sprecht ihr davon die Lücke zwischen Studierenden und Unternehmen zu schließen, um diese für potenzielle Berufschancen näher zusammenzubringen. Das ist bisher durch Werbung in den gedruckten Skripten geschehen, die Studierende bei euch bestellen. Wie stellt ihr euch dieses Konzept auf der Online-Plattform vor?

Cecil von Croy: Unsere Mission ist es, Studierende beim Lernen zu unterstützen, sie mit unseren Lernangeboten fit zu machen und sie dann, basierend darauf, mit der Zukunft zu verknüpfen. Das ermöglichen wir inzwischen genauso Online wie Offline. Natürlich haben wir begonnen mit dem Skript viele Studierende auf passende Unternehmen bzw. potenzielle Arbeitgeber aufmerksam zu machen, da wir dort Printwerbung platzieren können. Inzwischen schaffen wir das aber auch über die sozialen Medien und das E-Mail Marketing oder andere Start-up-Produkte wie Jodel. Nach heutigem Stand haben wir schon mehr Online- als Offline-Produkte, über die wir Studierende mit Unternehmen zusammenbringen.

BERLINboxx: Wie kommt es bei Studierenden an, über On- oder OfflineWerbung darauf aufmerksam gemacht zu werden, welche Unternehmen für sie interessant sein könnten?

Cecil von Croy: Sie sind mehr als dankbar. Nach unserem eigenen Studium haben wir bemerkt, dass eine gesamte Zielgruppe an Studierenden bisher komplett vernachlässigt wurde. Ich spreche von dem typisch europäischen Denken, dass Studierende für Unternehmen erst interessant werden, wenn sie die Universität mit einem Abschluss verlassen. In Amerika, wo ich studierte, habe ich das anders erlebt. Dort holt man Studierende schon früher ab, denn in der Zukunft sind genau sie die einkommens- und einkaufsstärksten Kräfte. Sie sind die „Leader“ von morgen, wenn man so will. Schon frühzeitig zu wissen, wer sie sind und mit ihnen in Kontakt zu treten, ist für Unternehmen essentiell. Studierende profitieren erst recht davon, schon frühzeitig ihre potenziellen Arbeitgeber kennenzulernen.

 

Cecil von Croy, CEO von PlusPeter, lernte potenzielle Arbeitgeber während seines Studiums in den USA früher kennen, als das in Deutschland der Fall ist. | Foto: PlusPeter

 

BERLINboxx: Ihr arbeitet in dieser Hinsicht mit unglaublich vielen Universitäten zusammen. Was hat euch zur Berliner Standortwahl bewogen?

Cecil von Croy: Wir kommen alle aus der Start-up-Szene und haben hier in Berlin dementsprechend einfach die besten Möglichkeiten groß zu werden und zu Networken. Es gibt keine andere deutsche Stadt, die annähernd so Tech-afin und breitgefächert ist. Hier gibt es die Möglichkeit top Personal aufzugabeln. Wie beispielsweise die Tech-Developer, die man in Berlin zehnmal öfter findet als woanders.

BERLINboxx: Wie sehen eure Pläne für die Zukunft in der Gründungsmetropole Berlin aus? Studi-Plattformen, die das studentische Leben und Lernen in vielen Bereichen erleichtern, wird es bald wie Sand am Meer geben – was bietet ihr?

Cecil von Croy: Ich will nicht zu viel verraten, da wir momentan noch über eine eventuelle Zusammenarbeit mit anderen Start-ups verhandeln. Aber ich kann es am besten daran deutlich machen: Was will ein*eine Student*in wirklich können? Die meisten E-Learning Plattformen in Deutschland kreieren eigenen Content mit Marketing-Inhalten oder filmen unterstützende YouTube-Videos. Das Problem dabei ist, dass Studierende nur eine Sache wirklich beherrschen möchten und das ist das Skript. Das sind die Lerninhalte, die Studierenden während der Vorlesung vermittelt werden und die Klausurrelevant sind. Um eine Klausur zu bestehen müssen sie das Skript, das aus diesen Informationen besteht, beherrschen. Da kommen wir ins Spiel. Wir drucken das ganze natürlich Offline aus, aber auch Online bereiten wir genau diese Skripte smart auf, für effizienteres und gemeinsames Lernen.