Spielbank Berlin und Landessportbund unterstützen Reinickendorfer TSV Wittenau – Spielbank-Geschäftsführer Marcel Langner überreicht Scheck über 1.800 Euro

Marcel Langner, Geschäftsführer der Spielbank Berlin, überreichte dem TSV Wittenau, einem der traditionsreichsten Vereine der Hauptstadt, einen Scheck über 1.800 Euro. Klaus Böger, Ehrenpräsident des Landessportbundes Berlin und Beiratsmitglied der Spielbank Berlin, hatte sich entschlossen, den altehrwürdigen Verein mit einer Finanzspritze zu unterstützen

„Dank der Spielbankgelder können wir jetzt das Schlingentraining für alle Mitglieder ermöglichen. Wir bieten es als Ergänzung für die Judo- und Fechtsportler/-innen an, aber auch als eigenes Programm für unsere Mitglieder im Gesundheitssport“, sagt Stephanie Panzig, beim TSV Berlin-Wittenau 1896 e. V. verantwortlich für den Gesundheitssport.

Das Geld soll dem Schlingentraining zugute kommen | Foto: Jürgen Engler

Das Geld soll dem Schlingentraining zugute kommen | Foto: Jürgen Engler

Wichtiger Beitrag für das soziale Miteinander durch den TSV Wittenau

1896 gegründet bietet der TSV Berlin-Wittenau 1896 e.V. heute, als einer der großen Sportvereine im Norden Berlins, mit mehr als 3.000 Mitgliedern, einer Zielgruppe vom Kleinkind bis zum Senior ein vielfältiges Sportangebot in 20 Abteilungen. Dabei ist der Verein nicht nur ein Fixpunkt für sportliche Betätigung, sondern steht gleichermaßen für gesellschaftliches Engagement und ein harmonisches Miteinander. Zur Organisation und Durchführung des Vereinszweckes stehen regelmäßig ca. 85 ehrenamtliche gewählte Funktionsträger, ca. 150 Sportübungsleiter sowie sechs hauptamtlich beschäftigte Verwaltungskräfte in Voll- und Teilzeit zur Verfügung. Darüber hinaus wird der tägliche Sportbetrieb von zahlreichen Helfern und Vorturnern begleitet. Um Kindern und Jugendlichen den Sportverein als sinnvolle und interessante Freizeitgestaltung nahe zu bringen, bemüht sich der Verein moderne Maßnahmen zur Mitgliedergewinnung weiterzuentwickeln und sein Angebot an aktuelle Trends anzupassen.

„Meine Wahl ist auf den TSV Wittenau gefallen, weil der gut organisierte und aufgestellte Verein hier im Berliner Norden viel für die Menschen und das soziale Miteinander leistet“, sagt Klaus Böger. „Damit hat der Verein auch eine große Anziehungskraft auf junge Menschen und viel Potenzial für die Zukunft-des Bezirks und der gesamten Stadt.“

Eigener Fördertopf der Spielbank Berlin für soziale Projekte

Die Spielbank Berlin unterstützt nicht nur allgemein den Hauptstadt-Sport finanziell, sondern der Beirat der Spielbank Berlin verfügt zusätzlich über einen eigenen Fördertopf, aus dem soziale Einrichtungen, Projekte und Vereine in Berlin gefördert werden.

„Die Förderung des Hauptstadt-Sports ist der Spielbank Berlin schon seit ihrer Gründung ein wichtiges Anliegen“, so Marcel Langner, Geschäftsführer der Spielbank Berlin. „Wir freuen uns sehr, dass die Wahl unseres Beiratsmitglieds Klaus Böger auf den TSV Wittenau gefallen ist, ein Verein mit einer langen Geschichte, der im Laufe seines Bestehens einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag geleistet hat.“

Bürgerschaftliches Engagement hat eine lange Tradition

Bürgerschaftliches Engagement und die Unterstützung kultureller sowie sportlicher Ereignisse sind ein fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie der traditionsreichen Spielbank Berlin. Dazu zählen unter anderem die Förderung von Hertha BSC, dem 1. FC Union Berlin, den Füchsen Berlin, den BR Volleys sowie das Internationale Stadionfest (ISTAF). Hinzu kommen zahlreiche weitere kulturelle Veranstaltungen wie beispielsweise das Classic Open Air, die Pyronale und der Bundespresseball. Die Spielbank Berlin ist seit Jahrzenten ein zuverlässiger Partner des Landes Berlin und Mitglied in wichtigen Netzwerken der Hauptstadt. Als erfolgreichste Spielbank Deutschlands setzt die Spielbank Berlin mit ihren vier Standorten in der Bundeshauptstadt sowohl im Bereich des Service- und Spielangebotes, aber auch im wichtigen Bereiche des Responsible Gaming kontinuierlich neue Maßstäbe.

Der Landessportbund ist der Dachverband des Berliner Sports. Mit rund 660.000 Mitgliedern in mehr als 2.500 Vereinen ist der LSB die größte Bürgerbewegung der Stadt. Der LSB fördert und unterstützt den Berliner Sport in seiner ganzen Breite, vom Jugendsport, über den Breiten und Freizeitsport, den Gesundheitssport, den Nach-wuchsleistungs- und Spitzensport, bis zum Seniorensport. 60.000 Ehrenamtliche organisieren ein attraktives Vereinsleben und eine gesunde Freizeitbeschäftigung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis ins hohe Alter. (red)

Dr. Holger Hatje wird zum Präsidenten des Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee e.V. gewählt

Ordentliche Mitgliederversammlung im GLCBW am 15. März 2019

Wahlen des Vorstandes und der Ausschüsse für die kommenden 3 Jahre

In angenehmer und entspannter Atmosphäre wurden von den anwesenden Mitgliedern die anstehenden Themen auf der ordentlichen Mitgliederversammlung am 15. März  2019 im GLCBW besprochen und die notwendigen Abstimmungen und Wahlen gemäß Tagesordnung durchgeführt.

In Dankbarkeit für die hervorragende Arbeit unseres viel zu früh verstorbenen Präsidenten Kurt Schnauck und in Anerkennung seiner großen Verdienste um die Entwicklung des GLCBW in den vergangenen 6 Jahren, wurde von den Anwesenden einstimmig beschlossen, dem Puttinggrün vor dem Clubhaus den Namen „Kurt Schnauck Grün“ zu geben.

Ergänzend zu den mit der Einladung versandten Berichten der Vorstände sprach Präsident Dr. Holger Hatje über die Erfolge des Jahres 2018, den daraus erwachsenden Ansprüchen, den längerfristigen Aufgaben und die strategischen Ziele des Clubs. Dr. Hatje hat als Vorstandsvorsitzender der Berliner Volksbank jahrelang Berlin mit geprägt.

Die Anwesenden erteilten dem Vorstand auf Vorschlag der Prüfer mit 98 % der Stimmen Entlastung für das Geschäftsjahr 2018.

Mit großer Mehrheit (96 % der Stimmen) wählten die Anwesenden Herrn Dr. Holger Hatje zum Präsidenten des Golf-und Land-Club Berlin-Wannsee. Das von ihm zur Wahl vorgeschlagene Vorstandsteam wurde von den Mitgliedern mit breiter Zustimmung gewählt:

Vizepräsident – Michael von Foerster

Vizepräsident – Gert Zimmer

Vorstand Finanzen – Wolfgang Wagner

Vorstand Sport – Michael Siebold

Vorstand Jugend – Patricia Rudek

Beisitzer – Dirk Germandi

Beisitzer – Gregor Kunz

Herr Dr. Hatje dankte im Namen seiner Vorstandskollegen allen Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen, verbunden mit dem Wunsch, gemeinsam für unseren Club eine Konzeption zu entwickeln, geeignete Maßnahmen zu deren Umsetzung zu diskutieren und diese schrittweise aber konsequent umzusetzen, um dem Anspruch, ein Golfclub ersten Ranges zu sein, auch in Zukunft gerecht werden zu können.  Den Club für alle Mitglieder zu einem zweiten Zuhause zu machen und ihn zu einem echten Premiumclub zu entwickeln, soll weiterhin die Prämisse sein!

Als Prüfer wiedergewählt wurden Jochen Brücken, Jörg Robert Lammersen und Prof. Dr. Dieter Stassen.
In den Aufnahmeausschuss wurden Jutta Thomaschewski, Prof. Götz Herberg und Carsten Kullik gewählt.
Dem Schlichtungs- und Berufungsausschuss gehören Karin Arnold, Heinz Dürr, Rolf Eckrodt und Dr. Karlheinz Knauthe an.

Auf Vorschlag des Vorstandes beschloss die Mitgliederversammlung mit 157 Ja-Stimmen, 1 Gegenstimme und 4 Enthaltungen die Beiträge und Gebühren für das Jahr 2020 in unveränderter Höhe gegenüber dem Jahr 2019.

Der vom Vorstand vorgelegte und erläuterte Haushaltsplan 2019 wurde mit 97% der abgegebenen Stimmen bestätigt. (red)

MIPIM 2019: Städte im internationalen Wettbewerb um Investoren

Entwickler, Investoren, Takt- und Geldgeber gaben sich ein Stelldichein auf der 30. MIPIM in Cannes, der größten Immobilienmesse Europas. Schon das Motto „Enganging the Future“ machte dabei klar, dass sich die Immobilienbranche mitnichten selbstbespiegeln wird, sondern der Blick auf kommende Aufgaben, Lösungen und Möglichkeiten gerichtet hat. Für Trend-Scouting, Wissenstransfer und Networking par excellence kamen aus über 100 Ländern mehr als 26.800 Entscheider aus allen Bereichen der Immobilienbranche, 5.400 Investoren und 560 Vertreter der Politik an die Côte d’Azur. Und die MIPIM wurde ihrem Ruf als wichtigstes Trendbarometer der Branche mal wieder gerecht.

UN-Generalsekretär zu Besuch in Cannes

Schon die eröffnende Keynote stach aus den zahlreichen Highlight-Veranstaltungen besonders hervor und konnte mit einem großen Namen auftrumpfen: Der ehemalige UN-Generalsekretär Ban-Ki Moon sprach über Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt, wie auch wirtschaftliche Umbrüche und deren Folgen.

Trotz dieser Herausforderungen zog Ban Ki-moon ein optimistisches Fazit: „Solange wir verantwortungsbewusst und nachhaltig voranschreiten und gleichzeitig dynamische und innovative Partnerschaften aufbauen, gibt es keine Grenzen, in dem was wir erreichen können. Unsere weltweiten Herausforderungen erfordern eine belastbare globale Solidarität.“

Digitale Innovation, PropTech und Nachhaltigkeit waren die Hauptthemen

Mipim-Direktor Ronan Vespart benannte digitale Innovation, PropTech und Nachhaltigkeit als wichtige Themen und insbesondere die ökologische Nachhaltigkeit war ein Schlüsselthema. Denn hohe Energiepreise, Klimawandel und neue staatliche Vorschriften verändern die traditionellen Industrieplattformen und -praktiken aktiv. Darüber hinaus geht es um disruptive Technologien wie virtuelle Realität, künstliche Intelligenz und Big Data und um die Frage, wie das Immobilienmanagement und die Rentabilität im digitalen Zeitalter optimierbar ist. Sind andere Branchen wie etwa die Automobilindustrie, an der Stelle schon deutlich weiter, hinkt die Baubranche immer noch hinterher. Dabei ist unbestritten, dass Digitalisierungsprozesse notwendig sind, um die Bauindustrie fit für die bevorstehenden Aufgaben zu machen. Dabei ist fast jeder Bereich der gesamten Wertschöpfungskette von der Digitalisierung betroffen – angefangen von der Gebäudetechnik, über Facility Management und den Maklerbereich bis hin zu milliardenschweren Investmenttransaktionen. Für Susanne Tattersall, Geschäftsführerin von Tattersall-Lorenz, einem bundesweit aktiven Unternehmen für Property Management, steht fest, dass sich „auch das Property Management verstärkt den Anforderungen der Digitalisierung stellen muss, denn die Kenntnisse innerhalb der Immobilienunternehmen in verschiedenen digitalen Themenfeldern weichen noch deutlich voneinander ab“. Die Marktakteure müssen diese Themenfelder und die ihr zugrundeliegenden Anwendungen in ihre Unternehmen integrieren und Prozesse entsprechend modifizieren. Digitale Alleinstellungsmerkmale zu gewinnen, das ist eine der wichtigsten Bedingungen für die Zukunftssicherheit des eigenen Unternehmens. Manche Teilbranchen dürften sich in den kommenden Jahren von Grund auf verändern.

Städtisches Wohnen verändert sich

Berlins Bevölkerung ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Die deutsche Hauptstadt ist damit nicht allein. Es ist ein weltweiter gesellschaftlicher Trend, dass es immer mehr Menschen in die wirtschaftlich blühenden Städte zieht und dort entsprechend Wohnraum benötigt wird. Insbesondere in den Metropolen ist daher eine halbwegs bezahlbare Wohnung für die Meisten jedoch Mangelware. Laut einer Studie der Berliner Humboldt-Universität fehlten 2018 in Berlin 310.000 bezahlbare Wohnungen. Es gilt, zum einen dieser Wohnungsknappheit mit Neubau zu begegnen, zum anderen sind die Renditen etwas höher als bei Gewerbeimmobilien, die aufgrund der hohen Preise immer mehr unter Druck geraten. Die Preissteigerungen sind letztlich auch eine direkte Folge der drastisch erhöhten Nachfrage. Im hochpreisigen Segment spielt dabei nach wie vor der Austritt von Großbritannien aus der EU eine Rolle – auch wenn die Brexit-Deadline aktuell mal wieder wackelt. Der Ruf des deutschen Immobilienmarktes als „sicherer Hafen“ in Europa ist jedenfalls nach wie vor intakt. Folglich werden institutionelle Investoren weiter in Märkte wie Frankfurt oder Berlin investieren und dort positive Impulse setzen. Hinzu kommt: Ungeachtet der zuletzt steigenden Spitzenmieten für Gewerbeimmobilien an den Top-7-Standorten liegen diese im internationalen Vergleich noch im Mittelfeld.

Es geht um Innovationen in der Hauptstadt: Senatsbaudirektorin Regula Lüscher im Gespräch mit Dr. Philipp Bouteiller (l.), CEO Tegel Projekt, und Stefan Kögl (r.), Head of Building Solutions Siemens Real Estate | Foto: BERLINboxx

Es geht um Innovationen in der Hauptstadt: Senatsbaudirektorin Regula Lüscher im Gespräch mit Dr. Philipp Bouteiller (l.), CEO Tegel Projekt, und Stefan Kögl (r.), Head of Building Solutions Siemens Real Estate | Foto: BERLINboxx

Schlüssel ist Entwicklung der Infrastruktur

Berlin glänzt aktuell mit großen Entwicklungsprojekten wie dem Siemens Campus in Spandau oder der Urbanen Mitte am Gleisdreieck. Bis 2030 soll das Siemens-Gelände, auf dem aktuell einige Gebäude leer stehen, wieder belebt werden.Siemens plant, insgesamt 600 Millionen Euro in den Innovationscampus in der Siemensstadt zu investieren.  Auf der Brache des Parks am Gleisdreieck soll in den nächsten Jahren die „Urbane Mitte Am Gleisdreieck“ durch den Entwickler COPRO  Gruppe entstehen. Workspaces, Kultur, Events und Geschäftsgebäude: Angestrebt wird „eines der größten stadtbildverändernden Bauprojekte Deutschlands“. Laut Geschäftsführer Nadir Guediri ist das Ziel „einen lebendigen Ort in Berlins Mitte zu schaffen.“ Beide Projekte haben eines gemeinsam, denn ihre Realisierung ist untrennbar verknüpft mit der Entwicklung der Infrastruktur an den jeweiligen Standorten. Es zeigt sich, dass solche Großprojekte nur ganzheitlich gedacht werden und Verkehrs- und Infrastrukturplanung einen immer größeren Stellenwert hat.

Gefragter Messestand: Berlin und die Hauptstadtregion

Die Hauptstadt präsentierte sich auf der MIPIM im Bereich des deutschen Pavillons am „Gemeinschaftsstand Berlin“ gemeinsam mit 24 Partnern und Sponsoren. Sie gehörte schon in den vergangen Jahren zu den gefragtesten Ausstellungsflächen. Die Schirmherrschaft obliegt der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, das Programm erstreckt sich von aktuellen Themen wie dem Hochhausleitbild und Innovationsstandorten bis hin zu klassischen Schwerpunkten, unter anderem der Wohnungsmarktbericht der IBB, private Investitionen für ein bezahlbares Berlin sowie das brandenburgische Umland. Dabei steckte der Messeauftritt einen gemeinsamen Rahmen für notwendige Impulse für den Austausch zwischen Berliner Politik und Wirtschaft ab. Berlins Senatsbaudirektorin Regula Lüscher und Wohnstaatssekretär Sebastian Scheel zeigten die Potentiale der Hauptstadtregion auf. Die brandenburgische Landeshauptstadt wurde kompetent vertreten durch Baudezernent Bernd Rubelt.

Global thinking: Siegfried Nehls (l.) im Gespräch mit Pierfrancesco Maran, Deputy Mayor for Urban Planning, City of Milan. | Foto: BERLINboxx

Unternehmer denken zunehmend global

Für Unternehmer wie Siegfried Nehls, Vorstand und Gründer des Berliner Entwicklers SANUS AG, war die MIPIM das perfekte Umfeld, um die Stimmung der Branche aufzunehmen und die Fühler ins Ausland auszustrecken. „Die SANUS AG ist ein Berliner Gewächs und die Hauptstadt sowie Potsdam werden auch immer ein fester Bestandteil unserer Unternehmens-DNA sein. In jüngster Vergangenheit haben wir aber auch zwei Projekte in Mailand und Budapest auf die Beine gestellt und waren begeistert, wie offen in diesen Städten Projektentwickler begrüßt werden. Wir werden unseren Blick auch in Zukunft verstärkt in das europäische Ausland richten und dort potenzielle Standorte identifizieren.“

Topevent Consus AG

Was wäre die MIPIM ohne ihre Events? Zu den Highlights gehörte in diesem Jahr die Veranstaltung der börsennotierten Consus AG, die mit ihren Töchtern CG Gruppe und SSN Group zweifellos zu den größten Playern Deutschlands gehört. Thema des Events war – passend zum Leitmotiv der Messe –  „Shaping the Present — Building the Future“. Professor Paul Verdin, Chair of Strategy and Organization an der Solvay Brussels School of Economics & Management und Senior Fellow an der John F. Kennedy School of Government an der Harvard University hielt die Keynote und sprach über die Möglichkeiten von Wertschöpfung in der heutigen Zeit. Sicher nicht ganz unbeschlagen sind in diesem Zusammenhang Christoph Gröner, Vorstand der CG Gruppe und Michael Tockweiler, Geschäftsführer der SSN Group. Beide Unternehmen entwickeln zahlreiche Projekte in Deutschlands Städten.

Zwei deutsche Mipim-Award Sieger

Bei den diesjährigen Mipim-Awards konnten sich zwei deutsche Projekte in die Siegerliste eintragen – drei deutsche Bewerber gingen leer aus. Bei den Wohnimmobilien setzte sich das Projekt Woodie in Hamburg durch, das 2018 bereits den immobilienmanager-Award gewonnen hatte. Der zweite deutsche Sieger kam aus Frankfurt. Die Dom Römer GmbH wurde für ihre Stadterneuerung der Frankfurter Altstadt ausgezeichnet. Ohne Award in der Tasche auf Heimreise ging es für die Macher des Shoppingcenters Bikini Berlin, des Merck Innovation Centers in Darmstadt und der Messehalle Nr. 12 in Frankfurt.

Fazit: Alles ist gut?

Die Trendkurve zeigt jedenfalls – so das allgemeine Messefazit – weiter nach oben und die Immobilienbranche ist weiterhin gut gelaunt – vor allem nach dem kürzlichen Entscheid der Europäischen Zentralbank, den Leitzins nicht zu verändern. Das Zinsniveau dürfte damit dauerhaft sein, die Ankaufsrenditen scheinen sich auf einem niedrigen Niveau einzupendeln. Weitere gravierende Veränderungen nach oben oder unten zeichnen sich nicht ab.

Substanzielle Mietveränderungen in die eine oder andere Richtung sind in den klassischen Assetklassen nicht zu erwarten – auch aufgrund der sich etwas eintrübenden globalen wirtschaftlichen Situation. Das Preisniveau bleibt damit hoch und pendelt sich als „New Normal“ mit geringer Volatilität und damit verbesserter Planungssicherheit ein.

Die MIPIM selbst hat es wieder ermöglicht, die Stimmung in der Branche unter einer Vielzahl von Branchenvertretern zu spiegeln, neue Kontakte zu ermöglichen und bestehende aufzufrischen. Und eines steht jetzt schon fest: 2020 wird die bedeutendste Immobilienmesse Europas wieder für einige Tage zum Hotspot und wird die gesamte Branche an die Côte d’Azur locken. (ak)

Spielbank Berlin unterstützt Köpenicker Mellowpark – Beiratsmitglied Gregor Gysi überreicht Scheck über 5.000 Euro

In seiner Funktion als Beiratsmitglied der Spielbank Berlin überreichte LINKEN-Politiker Gregor Gysi den Betreibern der Köpenicker Freizeitanlage Mellowpark einen Scheck über 5.000 Euro. Das Geld kommt nicht nur dem Erhalt der Anlage zugute, sondern soll auch genutzt werden, um das Gelände als Bundesstützpunkt für den BMX-Sport auszeichnen zu lassen. Hintergrund ist die Tatsache, dass BMX Freestyle seit 2017 als olympische Disziplin zugelassen ist. Für den Mellowpark gibt es bereits Pläne, eine 2.000 Quadratmeter große und acht Meter hohe Trainingshalle zu errichten. Da kommt die großzügige Finanzspritze genau recht.

„Meine Wahl ist auf den Mellowpark gefallen, weil das ein förderungswürdiges Projekt hier in Treptow-Köpenick ist, das große Anziehungskraft auf junge Menschen hat und viel Potenzial für die Zukunft bietet“, so Gregor Gysi.

25 Jahre skaten in Köpenick

Seit 25 Jahren setzt sich der Mellowpark e.V. für die sportliche Sache mit den rollenden Boards und Bikes ein. BMX-Meisterschaften fanden hier bereits im Jahr 2003 statt. Veranstaltungen mit Teilnehmern aus über 20 Nationen zeugen davon, dass das Gelände an der Alten Försterei mitten in Köpenick als ein Mekka für BMX-Fahrer aus der ganzen Welt gilt. Das 70.000 Quadratmeter große Areal verfügt über eine in Deutschland einmalige Kombination an Trainingsmöglichkeiten der verschiedenen BMX Disziplinen.

„Wir danken Herrn Gysi und der Spielbank Berlin, das Geld können wir super gebrauchen“ sagt Max Tuchtenhagen, Vereinsvorstand Mellowpark. „Jetzt kurz vor der neuen Saison ist das ein Traum.“

Freuen sich über die Finanzspritze: Max Tuchtenhagen (l.) und Jens Werner, Vorstand Mellowpark e.V. | Foto: Business Network

Freuen sich über die Finanzspritze: Max Tuchtenhagen (l.) und Jens Werner, Vorstand Mellowpark e.V. | Foto: Business Network

Spielbank Berlin ist einer der größten Förderer des Hauptstadt-Sport

Die Spielbank Berlin unterstützt nicht nur allgemein den Hauptstadt-Sport finanziell, sondern der Beirat der Spielbank Berlin verfügt zusätzlich über einen eigenen Fördertopf, aus dem soziale Einrichtungen, Projekte und Vereine in Berlin gefördert werden.

„Die Förderung des Hauptstadt-Sports ist ein Aktionsfeld, in dem sich die Spielbank Berlin schon seit Ihrer Gründung bewegt“, so Christiane Brümmer, Geschäftsführerin der Spielbank Berlin. „Wir fördern nachhaltig zahlreiche Vereine, Einrichtungen und sportliche Großveranstaltungen. Wir freuen uns sehr, dass die Wahl unseres Beiratsmitglieds Gregor Gysi auf den Mellowpark gefallen ist. Eine tolle Einrichtung, die eine große Strahlkraft über Berlin hinaus entfaltet.“

Erfolgreichste Spielbank Deutschlands

Bürgerschaftliches Engagement und die Unterstützung kultureller sowie sportlicher Ereignisse sind ein fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie der traditionsreichen Spielbank Berlin. Dazu zählen unter anderem die Förderung von Hertha BSC, dem 1. FC Union Berlin, den Füchsen Berlin, den BR Volleys sowie das Internationale Stadionfest (ISTAF). Hinzu kommen zahlreiche weitere kulturelle Veranstaltungen wie beispielsweise das Classic Open Air, die Pyronale und der Bundespresseball. Die Spielbank Berlin ist seit Jahrzenten ein zuverlässiger Partner des Landes Berlin und Mitglied in wichtigen Netzwerken der Hauptstadt. Als erfolgreichste Spielbank Deutschlands setzt die Spielbank Berlin mit ihren vier Standorten in der Bundeshauptstadt sowohl im Bereich des Service- und Spielangebotes, aber auch im wichtigen Bereiche des Responsible Gaming kontinuierlich neue Maßstäbe. (red)

 

 

Backhaus fühlt den Super-Erfolgreichen auf den Zahn

Er hat wohl einen der spannendsten Jobs der Republik, wie es ein Interviewer kürzlich über Julien Backhaus sagte. Denn Backhaus kommt als Verleger des ERFOLG Magazins mit den erfolgreichsten Menschen im deutschsprachigen Raum zusammen, um über Erfolg zu sprechen. Ob Profisportler wie Wladimir Klitschko, Milliardäre wie Carsten Maschmeyer oder Entertainer wie Daniela Katzenberger, er kennt sie alle und weiß, wie sie denken und vor allem wie sie zu ihrem außergewöhnlichen Erfolg gekommen sind. Im Oktober stellte er zusammen mit Star-Designer Harald Glööckler sein Buch „ERFOLG – Was Sie von den Super-Erfolgreichen lernen können“ auf der Frankfurter Buchmesse der Presse vor. Glööckler schrieb übrigens das Vorwort zum Buch. Weitere Testimonials im Buch stammen von Größen wie Bodo Schäfer, Jürgen Höller, Marcel Remus und Urs Meier.

Super-Erfolgreiche machen was sie lieben

Aber wie wird man nun super-erfolgreich? Backhaus schreibt in seinem Buch über zehn Attribute, die er jeweils an einem Promi festmacht. Die eingängigsten und nach Meinung des Autors wichtigsten Eigenschaften sind Leidenschaft, eine Entscheidung für Erfolg treffen und Authentizität. „Ich beobachte sehr viele Menschen, die mittelmäßig erfolgreich sind, weil sie nicht auf dem richtigen Spielfeld stehen. Sie haben ihre Leidenschaft schlicht nicht zum Beruf gemacht. Das allerdings haben alle Super-Erfolgreichen gemeinsam – Sie machen, was sie lieben.“ Auch die Authentizität sieht der Autor auf verlorenem Posten. „Erschreckend viele Menschen setzen sich eine Maske auf, wenn sie morgens aus dem Haus gehen. Sie wollen angepasst in der Masse untergehen und nicht auffallen. Sie verstecken ihren wahren Charakter vor den Menschen, warum man sie nie richtig wertschätzen wird.“

Überblick über die Hintergründe der Super-Erfolgreichen

Wer einen Überblick über die Hintergründe der Super-Erfolgreichen haben möchte und lernen will, wie er selbst diese Eigenschaften Stück für Stück entwickeln kann, ist mit dem Buch ERFOLG sehr gut beraten. (red)

Randbebauung des Tempelhofer Feldes noch nicht vom Tisch

Das Berlin mittlerweile aus allen Nähten platzt und Wohnungen eher Mangelware sind ist allgemeinhin bekannt. Auch die Ideen, mit denen dem Problem begegnet werden soll, sind nicht wirklich neu. So auch der Vorschlag das Tempelhofer Feld, zumindest zum Teil, als Bauland zu nutzen. Iris Spranger, wohnungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion brachte nun neuen Wirbel in die Diskussion, indem sie gegenüber dem Tagesspiegel erklärte, dass eher eine Randbebauung des Tempelhofer Felder in Frage komme, als der Abriss von Kleingartenkolonien. Denn diese seien absolut schützenswert. Ab 2021 wird die Randbebauung wieder in den Fokus rücken, hieß es von der wohnungspolitischen Sprecherin.

Randbebauung des Tempelhofer Feldes: keine neue Idee

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Regierende Bürgermeister Michael Müller angekündigt, dass die Idee der Randbebauung des Tempelhofer Feldes auch nach dem eindeutigen Volksentscheid von 2014 noch nicht gestorben sei. Ähnlich wie Spranger sprach er aber schon damals davon, dass dieses Thema wohl erst im nächsten Wahlkampf oder der nächsten Legislatur eine Rolle spielen wird.

Befürwortung aus der Wirtschaft

Eine wachsende Stadt brauche bezahlbaren Neubau. Grundlage dafür sei bezahlbares Bauland, welche in Berlin absolute Mangelware sein, hieß es von Maren Kern, Chefin des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU). Vor diesem Hintergrund sei es gut für die Berliner Mieter, dass die Diskussion um die Randbebauung wieder in Gang käme, erklärte Kern. Auch Jan Eder, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer fordert eine schnelle Bebauung des Gebietes. Doch formulierte er seine Forderung sehr viel deutlicher und hielt einen Aufschub bis 2021 nicht für ratsam „Der Bedarf an neuen Wohnungen und Gewerbeflächen ist schließlich akut. Den Luxus, nicht einmal darüber nachzudenken, wie sich eine Fläche von der Größe Monacos für den dringend benötigten Wohnungsbau nutzen lässt, können wir uns schlichtweg nicht leisten.“, sagte er dem Tagesspiegel.

CDU für ein zweites Votum

Während sich die Linke die Idee völlig ablehnt, können es sich SPD und Grüne eine Randbebauung zumindest vorstellen. Christian Gräff, bau- und wohnungspolitischer Sprecher der CDU hält es für ratsam, zunächst die Berliner erneut zu dem Thema zu befragen, bevor eine Entscheidung getroffen wird. (aw)

Blackout in Berlin bricht alle Rekorde!

Für 31 Stunden blieben im Berliner Stadtteil Köpenick die Lichter aus. Wie es zum größten Stromausfall der jüngeren Berliner Geschichte kommen konnte und wie sich der Blackout auf die Berliner ausgewirkt hat, erfahren Sie im Folgenden.

Am Dienstag, den 19.02.2019 um 14:10 Uhr, fiel im Berliner Stadtteil Köpenick für 31 Stunden der Strom aus. Grund dafür waren zwei 110 Kilovolt-Stromleitungen, die bei Bauarbeiten an der Salvador-Allende-Brücke durchtrennt worden sind.

Die Vattenfall-Tochter Stromnetz Berlin GmbH, die für das Stromnetz verantwortlich ist, meldete Erstaunen und bekundete, dass diese Situation ein Novum sei. Am selben Abend des Vorfalles begann die Stromnetz-Berlin GmbH die Reparaturarbeiten und konnte diese am folgenden Tag um 21:22 Uhr erfolgreich beenden.

Da die Stromleitung direkt beschädigt worden ist, waren alle Haushalte, Gewerbe und Straßenzüge von dem Stromausfall betroffen. Die einzelnen Stromanbieter trifft keine Schuld. Wie es genau zu dem Unfall gekommen ist, muss noch untersucht werden. Anzunehmen ist, dass das Bauunternehmen zu wenige Informationen bezüglich des Trassenverlaufs eingeholt hat oder dass die Informationen fehlerhaft waren.

Laut Verkehrsverwaltung-Berlin wurde das Bauunternehmen auf die Leitungen hingewiesen. Vattenfall hingegen gab bekannt, dass die Baufirma keine Trassenauskunft zu dem Verlauf der Stromleitungen eingeholt habe. Dies wäre aber regelwidrig und könnte rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Ein Stadtteil im Ausnahmezustand

Der plötzliche Stromausfall hat die Bewohner des Stadtteils Köpenick kalt erwischt. Die Lichter gingen aus, das Straßenbahnnetz versagte, Kühlanlagen liefen nicht mehr und auch die Warmwasser-Versorgung fiel für einige Zeit aus, da von dem Blackout auch zwei Heizkraftwerke betroffen waren.

Zusätzlich wirkte sich der Stromausfall auch auf einige Handynetze im Stadtteil aus, wodurch es für die Betroffenen schwierig war, an Informationen zu gelangen und Angehörige zu benachrichtigen. Die einzige zuverlässige Informationsquelle bestand in batteriebetriebenen Radios und Funksprechanlagen von Polizei und Rettungswagen.

Für die Dauer des Stromausfalls musste der Betrieb von vier Straßenbahnlinien teilweise eingestellt werden, auch die S-Bahnen fuhren unregelmäßig und hielten nicht an allen Bahnhöfen. Betriebe mussten schließen und hatten Probleme, verderbliche Ware zu kühlen. Auch einige Kitas und Schulen blieben am Mittwoch geschlossen.

Katastrophenschutz hat Schlimmeres verhindert

Drei mobile Wachen und Bereitschaftspolizisten zum Streifendienst wurden am Dienstagabend nach Köpenick verlegt. Die Polizisten kümmerten sich um den Verkehr an großen Kreuzungen, die vom Stromausfall betroffen waren, und sorgten dafür, dass niemand das Chaos des Stromausfalls ausnutzte, um Läden und Wohnungen zu plündern.

Das Krankenhaus Köpenick wurde vom Stromausfall nicht direkt betroffen, da ein Notstromaggregat dafür Sorge trug, die nötigste Stromversorgung zu gewährleisten. Dennoch wurden vorsorglich 23 Patienten der Intensivstation in andere Krankenhäuser der Stadt verlegt.

Darüber hinaus wurde am Archenhold-Gymnasium eine Notunterkunft eingerichtet, um Menschen einen warmen Unterschlupf zu bieten. Auch parkte ein Lkw des Katastrophenschutzes vor dem Rathaus Köpenick, um die anliegenden Bewohner zu informieren und ihnen eine Möglichkeit zu geben, ihre Handys aufzuladen.

Auch in Rudow fiel der Strom aus

Am Mittwochabend fiel dann auch noch im Berliner Stadtteil Rudow der Strom aus. Der Vorfall habe laut Stromnetz Berlin GmbH jedoch nichts mit dem Stromausfall in Köpenick zu tun. Hierbei handelte es sich um einen gewöhnlichen Kabelfehler, der relativ schnell ausgemacht und repariert werden konnte. (red)

Berliner Kunstmarkt: Marke, Mittler, Mehrwertsteuer

Zu der Frage: „Künstler, Händler, Sammler – Wohin geht der Berliner Kunstmarkt?“ fand am Dienstag das vierte Hautstadtkulturgespräch in der Bertelsmann-Repräsentanz im Kommandantenhaus an der Prachtstraße Unter den Linden statt. Das hochrangig besetzte Podium wurde von Kilian Jay von Seldeneck, Geschäftsführer des Kunsthauses Lempertz moderiert. Wo früher ein Künstler ein Werk erstellte, es seinem Galeristen übergab und dieser dafür einen Käufer fand und schließlich die Einnahmen zwischen Künstler und Galerist aufgeteilt wurden, ergibt sich heute die Frage, ob dieses klassische Setup so überhaupt noch funktioniert.

Verbindung von Künstler und Sammler näher

Die junge, erfolgreiche Künstlerin Alicja Kwade bestätigte, dass es das klassische Setup nur noch vereinzelt gäbe. Da die Digitalisierung neue, direktere Formen der Kommunikation zwischen Künstler und Sammler ermögliche, sei der Künstler nicht mehr abhängig von der klassischen Rolle des Galeristen, kommentierte Kwade die aktuelle Situation am Berliner Kunstmarkt. Die Zwischeninstanz des Galeristen falle mehr und mehr weg, wodurch eine andere Beziehung zwischen Künstler und Sammler entstünde. Sammler möchten durch einen Atelierbesuch die Authentizität des Künstlers und des Kunstwerkes erleben.

Alicja Kwade beim vierten Hauptstädtgespräch zur Situation auf dem Berliner Kunstmarkt.

Künstlerin Alicja Kwade | Foto: VBKI

 

„Der klassische Galerist als Händler von Kunst wird obsolet“

Johann König, selbst Inhaber einer Galerie, sieht die Zukunft des Galeristen als „Künstlergalerist“. Er verkörpert genau dieses Rollenverständnis. So ist seine Galerie ein Hybrid zwischen Galerie, Museum und Erfahrungsort. Das alte Galeriengeschäft funktioniere nicht mehr, so König, ein Galerist müsse sein Verständnis an Dienstleistungen für Künstler verändern, das mehr ist als nur der Vertrieb von Kunstwerken.

Rahmenbedingungen für Künstler am Berliner Kunstmarkt mangelhaft

Mangel an Räumen, Mieten wie für ein Atelier in London oder Paris – Kristian Jarmuschek, Vorsitzender des Bundesverbandes für Galerien und Kunsthändler sorgt sich vor allem um die aktuellen Rahmenbedingungen für Künstler in Berlin. Er stellte die Frage in den Raum: Wenn die Hauptstadt Kunst und Kultur als ihren Markenkern verstehe, wie viel sei Berlin dann bereit dafür zu investieren?

Sammler Thomas Olbricht griff diese Frage auf. Er erwarte von Seiten der Politik weniger handfeste finanzielle Unterstützung, als vielmehr Unterstützung, die er als soft facts bezeichnete. Hierbei ging es ihm vor allem um die Frage, wie Flächen genutzt werden können, die nicht explizit für Kunst und Kultur ausgewiesen sind oder gar einem anderen Zweck vorbehalten sind? So habe ihn der ehemalige Regierende Bürgermeister und VBKI-Präsidiumsmitglied Klaus Wowereit beim Aufbau seines me Collectors Room in der Auguststraße gerade mit diesen nichtfinanziellen Hilfen maßgeblich unterstützt.

Öffentliche Hand wichtige Unterstützerin, aber auch nicht perfekt

An diesem Abend wurde deutlich, dass die öffentliche Hand als Ermöglicherin von Kunst und Kultur von allen Anwesenden wertgeschätzt wird. So verwies Alicja Kwade beispielsweise auf ihr Stipendium durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes, das ihr die Möglichkeit gegeben hat, Künstlerin zu werden. König und Jarmuschek kritisierten die höhere Mehrwertsteuer in Deutschland für Kunst, die Galerien und Künstler ökonomisch ins Ausland zwingen. Gleichzeitig lobten sie aber auch die wertschätzende Unterstützung durch die Senatsverwaltung, die sich auch dadurch auszeichne, dass ausreichend Personal für die Belange der Kunst- und Kulturszene zur Verfügung steht.

Gute Zukunft für den Berliner Kunstmarkt!

Zum Abschluss des Gesprächs verwies Olbricht auf die Vorzüge Berlins im Vergleich zu allen anderen Städten Deutschlands. Sie sei die einzige internationale Stadt in Deutschland und mit der Berlin Art Week und dem Gallery Weekend blendend aufgestellt, hieß es von dem Sammler. Er und viele andere aus dem geladenen Podium sehen in Bezug auf den Berliner Kunstmarkt positiv in die Zukunft. (aw)

City West: Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann fordert Bekenntnis zum Wohnungsbau

Wirft man einen Blick auf die durchschnittlichen Mietpreise in den Berliner Bezirken, gehört Charlottenburg-Wilmersdorf zu den Spitzenreitern. Durchschnittlich 12,50 Euro Nettokaltmiete pro Monat sind 2018 bei Neuvermietungen in besseren Wohnlagen der City West fällig geworden, hat der Immobilienverband Deutschland (IVD) ermittelt. In einfachen und mittleren Wohnlagen waren es immerhin noch 10,50 Euro pro Quadratmeter. Die rasant steigenden Mieten und die Wohnungsknappheit lösen bei vielen Menschen in der City West Sorgen und Zukunftsängste aus. Einigkeit besteht über die Frage, dass dringend Wohnungen gebaut werden müssen, um dem rasanten Zuzug in die Hauptstadt Herr zu werden und zumindest die dringendste Wohnungsnot zu lindern. Es gibt kaum ein Thema, über das in der Stadt so heftig diskutiert wird. Gibt es noch Grundstücke, auf denen Wohnungen realisiert werden können? Sollen weitere Hochhäuser errichtet werden, und wenn ja, wo? Müssen die Alteingesessenen angesichts steigender Mieten aus ihrem Kiez wegziehen? Können trotz des Baubooms Grünflächen und Freiräume erhalten bleiben?

Die City West | Foto: de.wikipedia.org/ Urheber Sebastian Rittau. Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:20151115_Berlin_bei_Nacht_15.jpg

Die City West | Foto: de.wikipedia.org/ Urheber Sebastian Rittau. Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:20151115_Berlin_bei_Nacht_15.jpg

Entwicklerfeindliche Atmosphäre in Berlin

Projektentwickler beklagen eine feindselige Atmosphäre in der Stadt und werfen der Politik vor, nichts dagegen zu unternehmen. Aber auch die Stimmung in der Bevölkerung ist häufig nicht von Sympathien für private Entwickler geprägt. Kaum ein Projekt, bei dem sich nicht Bürgerinitiativen gebildet haben, bevor der Entwickler „Bauantrag“ sagen kann. Als Allheilmittel werden oft die landeseigenen Wohnungsbauunternehmen gesehen. Allerdings kommen diese dem Bedarf nicht im Geringsten hinterher. Von ihren derzeit 24.000 berlinweit geplanten Wohnungen sollen gerade einmal 500 im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf entstehen. Die Rettung kann nur von privaten Bauherren kommen.

Bezirksbürgermeister Naumann appelliert an die Menschen

Ein gutes Beispiel für die kontroverse und oftmals von Partikularinteressen geleitete Debatte ist die Schmargendorfer Cornelsenwiese. Viele Anwohner sind gegen eine Bebauung mit Wohnhäusern, auch weil im Umfeld in den vergangenen Jahren Kleingärten für Wohnbauten beseitigt wurden. Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann bezeichnete die Wiese hingegen als „großes Hundeklo“ und erklärt: „Ich finde es pervers, ein Hundeklo zum ökologischen Biotop zu erklären und damit dringend benötigten Wohnungsbau zu verhindern.“ Im Rahmen einer Veranstaltung appellierte Naumann am Dienstagabend an diejenigen, die eine Wohnung haben, die Menschen, die eine Wohnung suchen, nicht zu vergessen. Es wird sich noch zeigen, ob dieser Appell auch gehört wird.

Paradebeispiel Uhland House

Denn ebenfalls vergessen werden offensichtlich ganz aktuell Menschen, die in die Stadt kommen und dringend eine Wohnung suchen, an einem anderen Standort mitten in Wilmersdorf. Am unteren Ende der Uhlandstraße befindet sich ein Relikt aus alten Tagen. Eine hässliche Flachbau-Fressmeile, die lediglich über eine Tiefe von circa drei Metern verfügt. Dahinter ragt eine riesige Brandwand empor. Um die Ecke in der Fechnerstraße 7 schließt sich an das Ensemble ein Gebäude aus den sechziger Jahren an, in dem sich Ein- bis Zweizimmerwohnungen befinden. Gutachterliche Untersuchungen haben ergeben, dass das Gebäude mit Asbest belastet ist und von modernen energetischen Vorgaben weit entfernt ist. Das gesamte Areal wirkt aus der Zeit gefallen, ein städtebaulicher Alptraum. Das mittelständische Unternehmen Krieger + Schramm plant nun den Abriss der Gebäude und die Schaffung von 124 Wohnungen.

Bausünde aus den 60ern: Die Ecke Uhlandstraße/Berliner Straße | Foto: Patzschke + Schwebel Architekten

Schaffung von Wohnraum wird pauschal abgelehnt

Man könnte meinen, dass der Bezirk und die Menschen ein Vorhaben wie das Uhland House begrüßen würden. Denn schließlich würde nicht nur Stadtreparatur an einem zentralen Standort betrieben werden, es würden auch dringend benötigte Mietwohnungen zu bezahlbaren Preisen entstehen. Andernorts würde man vielleicht einem solchen Vorhaben mit aufgeschlossenem Interesse begegnen, doch nicht so in Berlin. Diskutiert wird über die angebliche Entmietung im Bestandsgebäude der Fechnerstraße, auch wenn sich der Vorhabenträger von Beginn an für eine soziale und für alle Seiten zufriedenstellende Lösung eingesetzt hat. Zu diesem Zweck wurde eigens ein Mediator berufen, den Mietern wurden alternative Wohnmöglichkeiten angeboten, Ausgleichszahlungen wurden vereinbart. Krieger + Schramm hat sich außerdem strikt zu den Vorgaben des Zweckentfremdungsverbots bekannt. „In dem neuen Uhland House sollen 24 Wohnungen zu einem Mietpreis von 7,92 Euro pro Quadratmeter entstehen. Es sollen Ein- bis Dreizimmerwohnungen für Alleinstehende, Familien und Senioren geschaffen werden. Angestrebt ist eine gemischte Hausgemeinschaft“, so Krieger + Schramm-Geschäftsführer Mirko Fiedler. Die Mieterrechte will Fiedler sogar in einem städtebaulichen Vertrag rechtswirksam garantieren.

Das könnte daraus werden: Stadtreparatur und 124 Wohnungen | Foto: Patzschke + Schwebel Architekten

Das könnte daraus werden: Stadtreparatur und 124 Wohnungen | Foto: Patzschke + Schwebel Architekten

Überbauung von öffentlichem Raum ist unumgänglich

Zusätzlich zu der sozialen Komponente des Vorhabens wird über die notwendige Überbauung des öffentlichen Raums, also des Bürgersteigs, mit einer Arkade diskutiert. Für den Architekten Christoph Schwebel vom Büro Patzschke + Schwebel ist eine solche Überbauung alternativlos: „Das Gebäude verfügt über eine zu geringe Tiefe. Wenn wir an dem Standort Wohnraum schaffen wollen, dann geht das nur mit einer Überbauung des Gehwegs. Eine Lösung, die im Übrigen in der direkten Umgebung auch so schon mehrfach umgesetzt wurde.“ In der Tat befinden sich sogar in unmittelbarer Nähe mehrere durch Arkaden überbaute Gehwege in der Berliner und Blissestraße. Eine solche Arkade würde für den Bezirk einen weiteren Nutzen mit sich bringen, denn schließlich hätte Krieger + Schramm im Falle der Überbauung regelmäßige Sondernutzungsgebühren zu entrichten.

Geschäftsführer Mirko Fiedler | Foto: Krieger + Schramm

SPD-Fraktion will lieber den Status quo bewahren

Schon seit eineinhalb Jahren befindet man sich in Gesprächen mit dem Bezirk und hat bereits deutliche Zugeständnisse an die Anforderungen des Stadtplanungsamts gemacht. Obwohl sich also der Entwickler in einer Abstimmungsphase mit dem Stadtplanungsamt befindet, kommt nun erneut Störfeuer aus Richtung der SPD-Fraktion. Da nun die soziale Komponente weitgehend geklärt ist, wird plötzlich die notwendige Überbauung ins Feld geführt, offensichtlich mit dem Ziel, das Vorhaben zu verhindern. Erstaunlicherweise scheinen einige Verantwortliche im Bezirk nach wie vor der Meinung zu sein, dass es besser sei, den Status quo einfach zu bewahren. Das würde bedeuten: Keine Stadtreparatur und keine Wohnungen.

Ideologie versus Vernunft?

Ein gutes Beispiel für ideologisch geführte Debatten, die zu keinem Ziel führen. Es ist legitim, als Bezirk mit dem Entwickler gemeinsam nach der besten Lösung zu suchen und dadurch letzten Endes den so dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Doch ist die Denkweise vieler Verantwortlicher oftmals strukturkonservativ, was dazu führt, dass auch sinnvolle Projekte verhindert werden. Mittlerweile spricht man in gewissen Kreisen nicht einmal mehr nur hinter vorgehaltener Hand von Zuzugsbeschränkungen und Enteignungen. Davon abgesehen, dass solche Vorschläge gegen das Grundgesetz verstoßen, wird dadurch auch ein Klima geschaffen, das denjenigen, die Wohnungen bauen wollen, gehörig die Lust darauf vermiest. Manche mögen das bejubeln, doch was ist die Folge? Ganz einfach, es entstehen keine Wohnungen! Es mag sein, dass manche meinen, sie würden ihr politisches Profil schärfen, indem sie einem Entwickler einen Strich durch die Rechnung gemacht und den Profit eines Unternehmens verhindert haben. Übersehen wird dabei allerdings leider viel zu oft, dass man in erster Linie die Schaffung von Wohnraum verhindert hat und dadurch (mal wieder) den Menschen schadet, die eine passende und angemessene Wohnung in Berlin finden müssen. (ak)

 

Wirtschaftswachstum: „Berlin ist international wettbewerbsfähig“

Im Gespräch mit Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grünen) Die BERLINboxx sprach mit Wirtschaftssenatorin Ramona Pop über das anhaltende Wirtschaftswachstum Berlins, welche Bedeutung die Ansiedlung des Siemens Innovations-Campus für die Stadt hat und wie die Berliner Wirtschaft langfristig vom jetzigen Boom profitieren kann.

Frau Pop, Berlin hat sich im Wettbewerb um Siemens gegen internationale Standorte wie Singapur durchgesetzt. Was genau waren die Standortvorteile von Berlin?

Siemens wurde 1847 in Berlin gegründet – diese Berliner Erfolgsgeschichte werden wir nun zusammen weiterentwickeln. Gemeinsam mit dem Berliner Traditionsunternehmen wollen wir Zukunft gestalten. Berlin und Siemens sind starke und verlässliche Partner. Wir haben in den letzten Monaten erfolgreich die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Siemens in den Wirtschaftsstandort Berlin investiert. Der Einsatz hat sich gelohnt: Wir haben uns gegen die internationale Konkurrenz durchgesetzt, Siemens wird 600 Millionen Euro in den Innovations-Campus investieren. Siemens findet hier in Berlin alles für die Zukunftsthemen Smart Infrastructures, Energie und Mobilität. Unsere Stadt ist mit der boomenden Digitalwirtschaft, den internationalen Talenten, unserer Forschungsdichte und der modernen Industrie der passende Standort für den Campus.

Was versprechen Sie sich von der Ansiedlung? Welche gesamtstädtische Bedeutung hat sie?

Auf dem Siemens Innovations-Campus werden Synergien durch das Zusammenwirken von Wissenschaft und Wirtschaft entstehen, die in bestimmten, für Siemens und Berlin wichtigen Innovationsfeldern und Schlüsseltechnologien zum Tragen kommen. Damit wird der Industriestandort gestärkt und gleichzeitig der Weg zur Smart City fortgesetzt. Der Innovations- Campus sichert nicht nur Arbeitsplätze, sondern schafft auch neue. Dieses zukunftsweisende Projekt ist bedeutend für Siemens, die Siemensstadt und ganz Berlin. Auch die Signalwirkung ist nicht zu unterschätzen: Dass Siemens sagt, wir bleiben und investieren in Deutschland und gehen nicht nach Asien oder die USA zeigt, dass Berlin international wettbewerbsfähig ist.

Berlin gilt als Start-up-Hauptstadt Europas. Städte wie Lissabon oder Warschau wollen zu ebendieser werden. Wie wollen Sie den Titel „verteidigen“?

Berlin hat weltweit eine enorme Strahlkraft als Digital- und Start-up-Metropole. Deutschlandweit liegt die Hauptstadt bei den Neugründungen auf dem Spitzenplatz. Zwei Drittel des Risikokapitals, das 2017 in Deutschland von Start-ups akquiriert werden konnte, landete bei Berliner Unternehmen – insgesamt drei Milliarden Euro. Wir setzen Impulse für Innovation und bringen Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Wir bieten beste Rahmenbedingungen, nach wie vor vergleichsweise geringe Lebenshaltungskosten, die Nähe zu europäischen Märkten und Fachkräfte in den schnell wachsenden Branchen Fintech, Gesundheit und der Digitalindustrie. Wir ruhen uns auf dieser positiven Entwicklung nicht aus, sondern arbeiten stetig weiter an vielen Projekten, um das erfolgreiche Ökosystem zu stärken.

Günstige Mieten, Freiräume und eine besondere Kultur haben Berlin früher ausgemacht. Die Stadt wird immer teurer, Gewerbeflächen sind Mangelware. Das schreckt Unternehmen/Start-ups mehr und mehr ab. Wird Berlin dem Wachstum noch gerecht? Welche Standortvorteile können in Zukunft überzeugen?

Um die Potenziale unseres dynamischen Wirtschaftswachstums weiterhin ausschöpfen und in weiteren Arbeitsplatzzuwachs umsetzen zu können, ist ein ausreichendes Flächenangebot für die Sicherung, Erweiterung und Neuansiedlung von Unternehmen wichtig. Bei aller Unterstützung für die Anstrengungen zur Schaffung neuen Wohnraums dürfen wir die Arbeitsplatzentwicklung nicht aus dem Blick verlieren. Arbeitsplätze können nur erhalten oder neu geschaffen werden, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Daher verfolgen wir eine engagierte Gewerbeflächenpolitik, der in Zeiten der wachsenden Stadt eine ständig steigende Bedeutung zukommt.

Wie wollen Sie die Umsetzung des „Masterplans Industrie“ vorantreiben?

Auch die Entscheidung von Siemens, in Berlin den Innovations-Campus zu entwickeln, bestätigt: Berlin hat sich als innovativer Industriestandort etabliert. Unsere Industrie ist sehr stark, wo industrielle Produktion und industrienahe Dienstleistungen verschmelzen, insbesondere an der Schnittstelle von Forschung und Digitalisierung. Mit dem Masterplan Industrie stärken wir diese neuen Industriebereiche, da sie zu einer nachhaltigen, ökologischen Modernisierung der Wirtschaft beitragen. Der Masterplan Industriestadt Berlin ist eine gemeinsam getragene Strategie des Senats, des Netzwerks Industriepolitik sowie der Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft. Wir stellen über die neue Geschäftsstelle Masterplan Industrie ein zentrales Projektmanagement für den Masterplan insgesamt sicher.

Wie wollen Sie dafür sorgen, dass die Berliner Wirtschaft nicht nur jetzt boomt, sondern auch nachhaltiger wird und Berlin perspektivisch auch etwas vom jetzigen Boom hat?

Die Krisenjahre Berlins blieben nicht ohne Folgen für die Stadt. Und die Folgen sind immer noch spürbar. Aber wir holen nun Versäumtes nach und investieren in die Zukunft. Wir haben ein entschlossenes Investitionsprogramm für Berlin gestartet: für Schulen und Kitas, Krankenhäuser, ein Stadtwerk für die Energiewende; wir bauen den öffentlichen Nahverkehr aus und fördern die Fahrradinfrastruktur.

Und wir handeln vorsorglich: Zum Jahreswechsel werden wir die 3,7 Milliarden Euro Schulden aus den Jahren der Finanz- und Wirtschaftskrise getilgt haben. Wir halten also die Schuldenbremse bereits im laufenden Konjunkturzyklus ein. Das können andere Bundesländer nicht von sich behaupten. Wir haben Berlin gut vorbereitet auf schwächere Phasen, schließlich werden auch internationale Risiken größer. Wir haben hohe Investitionsmittel für die nächsten Jahre gesichert und können damit trotz Schuldenbremse Konjunkturimpulse setzen.

Geht der Aufwärtstrend auch 2019 so weiter? Welches Wirtschaftswachstum erwarten Sie?

Die Berliner Wirtschaft setzt ihren Wachstumskurs fort und schafft in einem überdurchschnittlichen Maße neue Arbeitsplätze. In der Hauptstadt behalten die Wachstumskräfte die Oberhand. Taktgeber ist der Branchenmix aus stark wachsenden Dienstleistungsbranchen und robustem Produzierenden Gewerbe. Ich rechne für das Jahr 2018 mit einem Wachstum von etwa 2,7 Prozent. Trotz internationaler Risiken erwarten wir für 2019 zurzeit 2,3 Prozent Wachstum. Damit liegen wir weiter über dem Bundesdurchschnitt. Jetzt gilt es, diesen Prozess zu verstetigen und die Weichen für eine mittel- und langfristig erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung zu stellen. (cr)