„Family Affairs“ – die spektakuläre Dinner-Show im Palazzo

Mit seiner atemberaubenden Unterhaltungsshow und seinen kulinarischen Köstlichkeiten ist der Palazzo nahe des Zoologischen Gartens jedes Jahr für zehntausende Besucher ein absolutes Highlight. Am 14. November eröffnet der Spiegelpalast wieder seine Türen mit der neuen Show „Family Affairs“.

Haute-Cuisine bei einzigartiger Atmosphäre

Mit Kolja Kleeberg und Hans-Peter Wodarz bittet der Spiegelpalast bereits zum 13. Mal seit seinem Bestehen zu Tisch. Und ist mit den beiden Gastgebern bestens ausgestattet. Spitzenkoch und TV-Entertainer Kleeberg ist für das aufwendige Vier-Gang-Menü verantwortlich, das mit seinen Einflüssen aus der französischen Küche für jeden Geschmack etwas bereithält.

Auch Hans-Peter Wodarz ist mit seiner jahrelangen Erfahrung als Pionier der Erlebnisgastronomie aus dem Palazzo nicht mehr wegzudenken. Er sorgt dafür, dass hinter den Kulissen alles rund läuft und seine Gäste einen angenehmen Abend im traditionellen Dinner-Theater verbringen.

Spiegelpalast Berlin

Delikater Zwischengang: Kabeljauschnitte „Croque Palazzo“ mit Sauce Rouille, knusprigem Kapernbrot und Grapefruit | Foto: BERLINboxx

Entertainment der Extra-klasse

Für Abwechslung sorgt nicht nur die vielfältige kulinarische Verkostung, die von knuspriger „Ente à l’orange“ mit Miso-Spitzkohl und Kartoffel-gratin bis zu französischem Gemüsetörtchen mit Sauce Rouille reicht. Auch das Unterhaltungs-programm unter dem Motto „Family Affairs“ der zahlreichen Künstler, Akrobaten und Comedians bietet verschiedene Performances. Auf der Bühne in der Mitte des Spiegelzeltes, die sich nach Belieben heben und senken lässt, geben die Akteure ihre Shows zum Besten.

Während das Publikum in einer der drei Sitzreihen entspannt, begeistern unter anderem der spanische Beatboxer Kerol, die Rollschuhakrobaten Matt und Valentina aus Großbritannien oder Sarah und Guilhem aus Kanada und Frankreich am Trapez mit ihren Choreografien. Darüber hinaus sorgt der US-Amerikanische Komödiant Peter Shub für den ein oder anderen Lacher des Abends. Musikalisch untermalt wird der Abend von der internationalen Band „Brothers in Law“ und der souligen Stimme des Südafrikaners Unathi Mzekeli.

Dinner-Show mit Tradition

Die Geschichte des Dinner-Theaters ist beeindruckend. Bereits seit 2007 lockt der Spiegelpalast jährlich zahlreiche Besucher an – in der vergangenen Spielzeit kamen mehr als 27.000 Gäste. Am Dienstag konnte die BERLINboxx auf dem Presseabend bereits erste Eindrücke sammeln – und ist sich sicher, dass „Family Affairs“ eine erfolgreiche Spielzeit vor sich hat. (sz)

Verlosung – Gewinnspiel mit Weihnachtsgeschenk zum Freuen

Es ist endlich wieder soweit. Die Weihnachtszeit steht vor der Tür, der Duft von Weihnachtsplätzchen und Tanne liegt in der Luft und bald werden fleißig die ersten Geschenke für Familie und Freunde gekauft. Natürlich hat die BERLINboxx Sie nicht vergessen und verlost 3x den „Gutscheinbuch.de Schlemmerblock Berlin“. Wenn Sie also noch auf der Suche nach dem perfekten Geschenk sind oder sich selbst einfach mal etwas Gutes tun möchten, nehmen Sie gerne an unserem Gewinnspiel teil.

Alle Teilnahmebedingungen und die Möglichkeit, an der Verlosung teilzunehmen, finden Sie auf unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/pg/BERLINboxx/posts/?ref=page_internal

Start ins neue Jahr mit einem Gastronomie- und Freizeitführer voller Gutscheine

Ob Wellnessliebhaber, kulinarische Genießer oder Kultur-Fans – in den Heften von Gutschein.de ist für jeden etwas dabei. So können Sie bei zahlreichen Gastronomieanbietern zum halben Preis ein wunderbares Abendessen zu zweit genießen oder bei vergünstigtem Kaffee und Kuchen in einem gemütlichen Café den Sonntag einläuten. Denn die Gutscheine der meisten Anbieter funktionieren nach dem 2:1 Prinzip, d.h. Sie bekommen zum Beispiel das zweite Hauptgericht oder das zweite Frühstück gratis dazu.

Über 110 Gutscheine für Genießer

Mit dem „Gutscheinbuch.de Schlemmerblock Berlin“ werden Ihre Wünsche nicht nur zum Heiligabend war. Vielmehr können Sie ein ganzes Jahr von einmaligen Angeboten profitieren, denn das Heft ist ab sofort bis zum 01.12.2020 gültig.

Neben regionalen Gastronomie-Highlights hat das Gutscheinbuch auch zahlreiche Freizeitangebote im Repertoire. Sparen können Sie zum Beispiel bei einem erholsamen Aufenthalt in der Therme, einem Familienausflug ins AquaDom & SEA LIFE oder einem Showerlebnis im CHAMÄLEON Theater. Mit dabei sind auch das Heaven Spa Radisson Blu Berlin, das Acud Kino und das die Hauptstadtkneipe „Berliner Republik“.

Das Hauptstadt-Gutscheinheft der Extraklasse

Das Highlight neben den 110 Gutscheinen ist die GutscheinbuchPlus-Card, die Ihnen noch über 5.000 weitere Online-Coupons zur Verfügung stellt. Um diese einzulösen, müssen Sie sich lediglich unter www.gutscheinbuch.de/plus anmelden und online den gewünschten Gutschein generieren.

Die Verlosung läuft ab sofort zwei Wochen bis zum 27. November 23:59. Danach verkünden wir auf Facebook zeitnah die Gewinner. Viel Glück! (red)

Geringeres Bevölkerungswachstum in der Hauptstadt – Berlin ist trotzdem voll

Die deutsche Metropole ist mit seinen vielfältigen Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten ein bedeutender Anziehungsmagnet für Zuziehende aus dem In- und Ausland. Da hilft es nicht gerade, dass die Hauptstadt schon seit Jahren überfüllt ist und mit dem Wohnungsbau nicht hinterherkommt.

Allerdings zeigte sich bei der Fachtagung Bauen und Wohnen des Statistischen Landesamts am Montag im Roten Rathaus, dass Berlin doch nicht mehr so stark wächst wie gedacht. Bis Mitte des Jahres 2019 ist die Bevölkerungszahl der Stadt mit 7.814 mehr Berlinern lediglich um 0,2 Prozent auf knapp 3,6 Millionen Menschen angestiegen. Damit erscheint die Prognose des Senats für das Jahr 2030 mit circa 3,83 Millionen Einwohnern zumindest aktuell nicht mehr utopisch.

Der Berliner Wohnungsmarkt braucht Atempause

Für den Berliner Wohnungsmarkt wäre es wünschenswert, wenn sich die Lage entspannen würde. Denn aktuell müssen Geringverdiener mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für die Bezahlung der Miete ausgeben. Außerdem sind die Baulandpreise in den letzten Jahren exorbitant gestiegen – seit 2008 haben sie sich vervierfacht.

Abwanderung aus der Hauptstadt, Bevölkerungswachstum in Brandenburg

In Zusammenhang mit dem geringeren Bevölkerungswachstum in der Hauptstadt steht möglicherweise die Bereinigung des Berliner Melderegisters. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg in einer aktuellen Pressemitteilung angab, wurden im Zuge der Europawahlen im ersten Halbjahr 2019 3.000 weggezogene Anwohner, die sich nicht abgemeldet hatten, aus dem Melderegister gestrichen. Viel entscheidender für das geringere Bevölkerungswachstum sei jedoch eine andere Ursache – die Abwanderung in das benachbarte Brandenburg.

Während die Einwohnerzahl in der Hauptstadt um 0,2 Prozent gesunken ist, ist sie in Brandenburg genau um diesen Wert gestiegen. Dabei fallen zwei Drittel des Zuwachses auf Berlin. Die Entspannung der Wohnsituation in der Hauptstadt scheint aber nun dazu zu führen, dass die Mietpreise im Umland und Brandenburg stark ansteigen. Und nicht nur das – zunehmend verschärfen sich auch das Verkehrsaufkommen und der Kampf um Schul- und Kitaplätze durch die neu Zugezogenen.

Bevölkerungswachstum in Berlin bleibt weiterhin Thema

Wie sich zeigt ist das Thema noch nicht vom Tisch. Berlin ist zwar aktuell keine „Schwarmstadt“ mehr, allerdings ist die Hauptstadt immer noch überfüllt. Außerdem hat auch der Mietendeckel noch ein Wörtchen mitzureden. Denn der vom Senat abgesegnete Beschluss verhindert zwar das Steigen der Wohnpreise in Berlin für die nächsten fünf Jahre, macht die Stadt durch das Eindämmen der Wuchermieten aber eventuell wieder beliebter. (sz)

Laughing Hearts Gala 2019: 1 Mio. Euro für bedürftige Kinder und Jugendliche

Für einen Abend stand das Hyatt am Potsdamer Platz wieder im Zeichen des guten Zwecks. Die Laughing Hearts Spendengala versammelte zahlreiche Gäste und bot ihnen die Möglichkeit, ihr großes Herz für benachteiligte Kinder und Jugendliche zu zeigen. Schließlich lautete das diesjährige Ziel, den Spendenrekord (von rund 752.000 EURO) aus dem letzten Jahr zu übertreffen. Eine Herausforderung, die von den spendenfreudigen Gästen gerne angenommen wurde: So kam am Ende die beeindruckende Spendensumme von 1 Mio. EURO für Projekte zusammen, die Kinder und Jugendliche fördern und ihnen Chancen eröffnen, die ihnen sonst nicht offenstehen würden.

Der Vorstand von Laughing Hearts: (v.l.n.r.) Christoph Gröner, Dr. Nidal Al-Saadi, Stefan Decker, Stefan Nespethal, Daniel Kloss. Foto: Copyright Marie Staggat

Unternehmer und Promis trommeln für den guten Zweck

Hauptsponsor Christoph Gröner, Vorstandsvorsitzender der CG Gruppe AG, setzte den beeindruckenden Schlusspunkt und rundete die vorläufige Spendensumme von 731.000 EURO zur Endsumme von 1 Mio. EURO auf. Er unterstützt den 2009 gegründeten Laughing Hearts e.V. als Partner und Vorstandsmitglied seit der Gründung intensiv und motivierte auf der Gala zahlreiche weitere Sponsoren aus der Wirtschaft, tief in die Taschen zu greifen. Zu den größten Unterstützern zählen neben der CG Gruppe, Christoph Gröner selbst, Steffen Göpel (GRK Holding AG), Thomas Jander (BSV Spezialtiefbau GmbH) und Ilmi Viqa (AWR Abbruch GmbH). Sämtliche Erlöse kommen den Kindern der Laughing Hearts-Familie unmittelbar zugute.

Auch zahlreiche Prominente gaben sich die Ehre. Darunter der ehemalige Bahnchef Rüdiger Grube und die „Höhle der Löwen“-Investorin Dagmar Wöhrl. Neben der Sängerin des Laughing Hearts-Songs Selina Mour und Model Sarah Knappik gehörten die Schauspieler Christine Neubauer, Jenny Elvers, Manuel Cortez, Mark Keller und Raúl Richter zu den bekannten Gesichtern des Abends. Durch die Gala führte das Moderatorenduo Janin Ullmann und Patrice Bouédibéla. Auf der Bühne begeisterte der Sänger Sasha mit seinen größten Hits. Für gute Stimmung sorgten zudem Ex-Spandau Ballet-Frontmann Tony Hadley sowie Boney M. feat. Liz Mitchell.

Rede Christoph Gröner, hier auf der Bühne mit Ilmi Viqa. Foto: Copyright Marie Staggat

Perspektiven für Kinder und Jugendliche stehen im Mittelpunkt von Laughing Hearts

„Für mich stehen die neuen Perspektiven, die Laughing Hearts den Kindern und Jugendlichen ermöglicht, im Mittelpunkt dieser Spendengala. Diese Perspektiven können in und von unserer Gesellschaft nur in einem gemeinsamen Miteinander geschaffen werden. Ob mit kleinen oder großen Geldspenden, Sachspenden oder Events – alles zusammen zeigt Wirkung auf solide soziale und berufliche Aussichten für benachteiligte Kinder“, so Christoph Gröner. „Laughing Hearts kann stolz sein auf das bisher Erreichte und wird auch in den kommenden Jahren vieles für Kinder tun. Ich danke allen Gästen, Freunden und Unterstützern für ihre Großzügigkeit und Spendenbereitschaft.“

Christoph Gröner ist der Motor von Laughing Hearts

Christoph Gröner ist der Motor von Laughing Hearts, ein Motor der immer auf Hochtouren läuft. Ohne ihn wäre die Charity-Initiative längst nicht so erfolgreich und würde nicht von Jahr zu Jahr neue Spendenrekorde verkünden. Der Unternehmer unterstützt den Verein seit mehr als zehn Jahren. So erwarb er 2018 für Laughing Hearts den Kinderbauernhof „Marienhof“ im brandenburgischen Ribbeck. Dort haben hilfsbedürftige Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, ihre Ferien zu verbringen, dabei Spaß zu haben und etwas über Tiere und die Natur zu lernen. Erst im Frühjahr 2019 stellte der Immobilienunternehmer in Rekordzeit sanierte und ausgestattete Räumlichkeiten für die Büroerweiterung von Laughing Hearts zur Verfügung. Außerdem veranstaltet Christoph Gröner jährlich das Laughing Hearts Race, wo in diesem Jahr ebenfalls ein Spendenrekord aufgestellt werden konnte.

Unternehmer-Ausnahmepersönlichkeit

Christoph Gröner ist aber nicht nur beim Spendensammeln eine Ausnahmepersönlichkeit. Als Gründer und Vorstandsvorsitzender des größten deutschen Mietwohnungsentwicklers CG Gruppe  führt er 800 Mitarbeiter und verantwortet die Niederlassungen des Unternehmens in Leipzig, Dresden, Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Karlsruhe und München. Auch in seinem Beruf setzt er höchste Maßstäbe, plädiert für bezahlbaren Wohnraum durch modulares und digitales Bauen. Dabei ist er kein konfliktscheuer Opportunist, sondern redet Klartext, wenn die Politik aus seiner Sicht versagt. Seine Ehrlichkeit ist mutig und allein dadurch zollt man ihm Respekt bis ins Kanzleramt hinein.

Weg in die Politik?

Spekulationen, selbst in die Politik zu gehen, wies Gröner jedoch zurück. Für die Politik sei er zu radikal – heißt es in der Hauptstadt. Zu ehrlich, zu aufrecht und zu ungeduldig, wenn es darum geht, auch mal Kompromisse zu machen. Aber das macht den Industriellen Gröner aus: ein ausgesprochener Gerechtigkeitssinn und eine sympathische – manchmal auch penetrante – Zielstrebigkeit, wenn er über Gerechtigkeit spricht und sich für die Schwächeren in der Gesellschaft, ob das nun unterbezahlte Leistungsträger sind oder eben Kinder, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Seine Spendenbereitschaft, sein persönlicher Einsatz in Kinderheimen und sozialen Einrichtungen will der charismatische 1,90-Mann nicht als Spende verstanden wissen, es sei ein Investment in die Jugend und damit in die Zukunft. Jeden Euro, den er investiere, erhält die Gesellschaft mindestens doppelt zurück. Gröner ist kein romantischer Idealist, aber ein Idealist mit einem großen Herzen.

„Wirtschaft kann Kinder!“

„Wirtschaft und Unternehmer spielen hier eine entscheidende Rolle. Sie müssen in ihre Zukunft und damit in die Zukunft der Kinder investieren. Das treibt mich persönlich an, denn ich bin sicher ‚Wirtschaft kann Kinder‘! Sie hat eine Verpflichtung gegenüber den Schwächeren in der Gesellschaft“, betont Christoph Gröner und ergänzt: „Unser Auftrag ist es, Kindern Lebensfreude und Zuversicht zu schenken. Ich bin der festen Überzeugung, dass Armut oder die soziale Herkunft nicht länger entscheidend für die Zukunftschancen von Kindern sein sollen.“ (red)

Prime Time 4.0 – Das Theater zum (Tränen)Lachen

Laut, frech und viel Humor – bei der gestrigen Preview der neuen Episode GUTES WEDDING, SCHLECHTES WEDDING: „Lauf – die Prenzlwichser kommen!“ zeigte sich das Ensemble des Prime Time Theaters im umstrukturierten Theater wieder von seiner besten Seite.

Tomislav Bucec, Geschäftsführer RAZ Kultur gGmbH und Oliver Tautorat, künstlerischer Leiter begrüßen die Gäste | Foto: Janina Heppner

Ein Theater retten

Lange Zeit war nicht klar, ob esüberhaupt wieder eine neue Folge der Kult-Sitcom GUTES WEDDING, SCHLECHTES WEDDING geben würde. Denn dem Prime Time Theater, dem Zuhause der Bühnensitcom, drohte die Insolvenz. Doch mit der Gründung der RAZ Kultur gGmbH konnte der neue Betreiber und selbst gebürtiger Weddinger Tomislav Bucec das Kiez-Kultur-Kleinod retten.

Tomislav Bucec hatte mit der Weddinger Druckerei LASERLINE bereits über viele Jahre hinweg das Prime Time Theater unterstützt und wollte sich eigentlich zurückziehen. Doch dann stand das Theater vor dem Aus. Das Ergebnis: Mit neuem Konzept und einer gelungenen Wiedereröffnung nach Umbau und verschiedenen Umstrukturierungen gibt es nun die 124. Folge zu sehen.

 

Neues Konzept – bewährtes Lachmuskeltraining

„Ein Besuch im Prime Time Theater soll ein Gesamterlebnis werden“, erklärt Neu-Betreiber Tomislav Bucec die Umgestaltungsmaßnahmen. Darum wurde neben der Technik vor allem der Vorraum umgestaltet. Die neue EssBAR schafft nicht nur ein tolles Ambiente, sondern versorgt die Gästezukünftig auch durch die RAZ Gastro GmbH mit leckeren Speisen, Popcorn und Getränken. „Die Besucher sollen nach der Arbeit gemütlich hier zusammentreffen und vor der Vorstellung, die wie immer um 20:15 zur Primetime beginnt, Essen und Trinken können“, sagt Bucec. Neben Bildern von den GWSW-Kultfiguren findet sich jetzt am Eingang auch ein Portrait des Theaterhundes Blacky.

Ein gelungener Abend

Unter den geladenen Gästen für diesen besonderen Abend waren Freunde und Bekannte aus Berlin, vor allem aus dem Wedding und Reinickendorf. Darunter Vertreter der Bezirkspolitik, Werbepartner der RAZ wie dem TSV Wittenau und Berliner Unternehmer wie Gerhard Wilhelm, Sprecher der Geschäftsführung der Spielbank Berlin.

Preview GWSW

Glückwünsche von den Gästen! (v.l.n.r) Maren Bucec, Gerhard Wilhelm (Sprecher der Geschäftsführung der Spielbank Berlin) und seine Frau.

Die Stimmung auf der Bühne und im Publikum war gelöst und die Lachmuskeln wurden ordentlich trainiert. Oliver Tautorat, künstlerischer Leiter und Zugpferd des Theaters verabschiedete die Gäste mit dem Motto des Hauses: „Abgesehen von der Liebe, ist Humor das wichtigste!“ (aw)

Oskar Schmidts „lautlos“ – eine Ausstellung der Konrad-Adenauer-Stifung e. V.

Oskar Schmidt ist bekannt für seine perfektionistischen und detailverliebten Kunstwerke. Die Ausstellungen des zeitgenössischen Künstlers sind nicht nur in seiner Galerie Tobias Naehring in Leipzig zu sehen, sondern können auch in zahlreichen weiteren deutschen Städten und internationalen Kulturmetropolen wie Amsterdam, Tokyo, London und New York bestaunt werden.

Seine aktuelle Ausstellung „lautlos“ kann vom 07.11. bis zum 14.12. im B-Part Am Gleisdreieck besucht werden. Sie überzeugt mit absoluter Akkuratesse und ermöglicht das, was sich in den Ausstellungstiteln spiegeln soll: Echo-Räume zu schaffen, emotionale Environments zu entwerfen, in denen das Maximum an Stille herrscht und den Betrachter durch die dargestellten Figuren lautlos, in atemberaubender Ästhetik zu sich selbst zu führen.

Stille als Stilmittel der Ausstellung

„Ich wollte weder erzählerisch noch dokumentarisch sein.“ Diese frühere Aussage von Schmidt lässt sich auch wunderbar auf seine Ausstellung „lautlos“ übertragen. Das Stilelement der Stille gebraucht der Künstler ganz bewusst. Denn in der Lautlosigkeit bleibt offen, ob die dargestellten Figuren selbstbestimmt oder fremdgesteuert sind. Oskar Schmidt lässt seine Werke für sich selbst sprechen und rückt dabei Figuren und Settings in den Vordergrund, denen lange Zeit nur die Peripherie der Kunstgeschichte vorbehalten waren.

Ästhetische Lautlosigkeit vor idealer Kulisse

Die kleine, aber feine Ausstellung der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. hat mit dem B-Part Am Gleisdreieck seine ideale Kulisse gefunden. Dieser Ort der internationalen Urbanität bietet in Kombination mit der „lautlosen“ Ausstellung Schmidts eine inspirierende Begegnungsstätte für Interessierte und Kunstliebhaber. Am 21. November findet dort außerdem die Lesung „kulturgeschichten“ ab 19 Uhr statt. In dem Gespräch zwischen dem Schriftsteller Najem Wali und dem Journalisten Michel Abdollahi sollen die Themen kulturelle Vielfalt und Identität in Deutschland diskutiert werden.

Raum für Kunst und Zukunftsideen im Stadtquartier Urbane Mitte Am Gleisdreieck

Das Experimentierlabor der Urbanen Mitte Am Gleisdreieck – B-Part eröffnete bereits 2019 und bietet Raum für den Austausch von zukunftsorientierten Lösungen bezüglich Arbeit, Mobilität und urbane Gemeinschaft. Es ist auf Initiative der Urbanen Mitte Am Gleisdreieck entstand. Das Stadtquartier verbindet die Bezirke Mitte, Schöneberg und Kreuzberg und soll bis 2025/26 als zukunftsorientierter Standort im Herzen Berlins fertiggestellt werden. (red)

Weitere Informationen zur Urbanen Mitte Am Gleisdreieck und dem B-Part

Urbane Mitte Am Gleisdreieck
https://urbane-mitte.de/

B-Part Am Gleisdreieck
Luckenwalder Str. 6b
10963 Berlin
https://bpart.berlin/de/

Weniger Müll und mehr Recycling – Berlin wird „Zero Waste City“

Die Hauptstadt soll umweltfreundlicher und nachhaltiger werden. Das ist das erklärte Ziel der Berliner Regierung. Bereits vor knapp zwei Wochen ist der Senat mit dem Beschluss des neuen Umwelt-Bußgeldkatalogs einen wichtigen Schritt in diese Richtung gegangen.

Nun hat das Berliner Abgeordnetenhaus auch das Leitbild „Zero Waste“ für die Hauptstadt beschlossen. Auf Initiative der Grünen hatte Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz den Bericht zum Thema „Abfallpolitik auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft – Berlin wird Zero Waste City“ vorgelegt.

Klimaschutz durch Abfallvermeidung

Nach dem Leitbild der „Zero Waste City“ sind bereits zahlreiche Projekte wie das „Sauber Stadt“-Paket, Foodsharing und nachhaltige Start-ups umgesetzt worden. Darüber hinaus arbeitet die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz eng mit der Berliner Stadtreinigung (BSR) und verschiedenen Bildungseinrichtungen zusammenen. Die Kooperationen sollen ein öffentliches Bewusstsein für die Wichtigkeit der Abfallvermeidung schaffen.

Umweltsenatorin Günther möchte die bisher einzelnen Initiativen auf die gesamte Stadt ausweiten: „Wir entwickeln für Berlin eine moderne und umweltfreundliche Kreislaufwirtschaft. Es geht darum, weniger Abfall zu erzeugen und Reststoffe als Rohstoffe wieder zu nutzen. Damit leisten wir auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Nur wenn wir uns schnell von der Wegwerfgesellschaft verabschieden, werden wir zu einer nachhaltigen Entwicklung kommen können.“

„Zero Waste“-Projekte und Maßnahmen

Um die Umweltziele in naher Zukunft noch effektiver umsetzen zu können, wird der Senat noch in diesem Jahr ein neues Abfallwirtschaftskonzept für 2020-2030 entwickeln. Allerdings wurden bereits einige Initiativen getestet. Zu einer erfolgreichen Maßnahme in diesem Jahr zählt zum Beispiel die verpflichtende Einführung der Biotonne zum 01. April 2019. Diese soll verhindern, dass Müll, der eigentlich biologisch abbaubar ist, fälschlicherweise in der Restmülltonne landet.

Eine weitere Initiative, die sich bereits in vielen Bereichen der Stadt umgesetzt hat, nennt sich „Better World Cup“. Ziel ist es, der Nutzung von Einwegbechern entgegenzuwirken. Dies soll erreicht werden, indem Konsumenten Mehrwegbecher als lukrative Alternative angeboten werden, etwa in dem sie im Fall eines Kaufs einen Rabatt auf das Getränk bekommen. Diese Initiativen sind neben Modellversuchen und Workshops für Schülerinnen und Schülern nur eine kleine Auswahl an zukünftigen Projekten – unter dem Motto „Wiederverwenden statt wegwerfen“ sind noch zahlreiche weitere Maßnahmen geplant. (sz)

30 Jahre Mauerfall – Berlin erinnert sich und feiert

Am kommenden Samstag jährt sich der Fall der Mauer zwischen Ost- und West bereits zum 30. Mal. Dabei ist es vor allem dem Mut vieler Menschen, die gegen das SED-Regime protestiert haben, zu verdanken, dass am 09. November 1989 das Ende der deutschen Teilung verkündet wurde.

Eine Woche lang feiert die Hauptstadt nun 30 Jahre Mauerfall mit einem abwechslungsreichen Programm. Unter dem Motto „sieben Tage, sieben Orte“ wird mit Konzerten, Ausstellungen und Lesungen der friedlichen Revolution gedacht.

Von Kunstinstallationen bis Open-Air-Ausstellungen

Die geplanten Programmpunkte finden an bedeutungsschweren Orten statt, die in der Geschichte der DDR eine wichtige Rolle gespielt haben. So zum Beispiel am Alexanderplatz, der zum Zentrum der historischen Demonstration am 04. November 1989 wurde oder auch an der Gethsemanekirche in Prenzlauer Berg, wo sich ab dem Herbst 1989 Gegner der DDR trafen und mit Mahnwachen und Solidaritätsaktionen für inhaftierte Demonstranten auf sich aufmerksam machten.

Eine besondere Attraktion sind zahlreiche Lichtprojektionen, die über die Stadt verteilt an 30 Jahre Mauerfall erinnern sollen. Eröffnet werden die Installationen auf dem Alexanderplatz am Montag um 17:30 vom Regierenden Bürgermeister Michael Müller und Moritz van Dülmen, Geschäftsführer von Kulturprojekte Berlin. Darüber hinaus wird die East-Side Gallery beleuchtet und der ehemalige Palast der Republik als Projektion am Humboldtforum erscheinen. Erhellt wird auch die Spree, die wie bereits im vergangenen Jahr von Künstler Rainer W. Gottemeier mit Neonstab-Bojen ausgestattet wird.

Erinnerungskultur mit interaktivem Programm

Am Montag beginnt die Berliner Festwoche unter anderem mit den „Sprechenden Fassaden“. Diese großflächigen 3D-Videoprojektionen mit Licht- und Soundeffekten machen die Demonstrationen erlebbar und geben den Wünschen der DDR-Bürger eine Stimme. Ein weiterer Eyecatcher am Brandenburger Tor: Die Kunstinstallation „Visions in Motions“, die mit rund 30.000 Bändern vom Lindenrondell aus bis in die Straße des 17. Juni in der Luft schwebt.

Durch die vielfältigen Angebote haben Besucherinnen und Besucher auch die Möglichkeit, die Erinnerung an die Vergangenheit durch Lesungen, Filmvorführungen und Ausstellung interaktiv zu erfahren. So können Jugendliche beispielsweise am Montag an dem Workshop „Deine Stimme zählt“ teilnehmen und gemeinsam mit Slam-Poetinnen und -Poeten Bühnentexte zur Thematik entwickeln. Ihren Abschluss findet die Festivalwoche dann mit einem Konzert der Indieband „Isolation Berlin“ in der Zionskirche und der Mauerschau an der East Side Gallery. (sz)

 

Regina und Tanja Ziegler – die Frauen hinter „Ziegler Film“ und „filmkunst 66“

Regina und Tanja Ziegler agieren meist im Hintergrund. Aber sie sind es, die die Stoffe entwickeln und die Mittel besorgen, damit Fernsehserien und -reihen, wie Weissensee oder Mordkommission Istanbul realisiert werden können.

Seit 2000 ist Tanja Ziegler als Geschäftsführerin mit im Unternehmen. Nach Stationen in einer Werbeagentur und mehreren Filmproduktionen studierte sie Produktion an der Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg, gründete ihre eigene Firma Luzi Film, um dann 2000 „gleichberechtigt und erst einmal ein Jahr mit Exit“, wie sie schmunzelnd sagt, bei Ziegler Film einzusteigen. Inzwischen sind es 19 Jahre, zur großen Freude der Mutter, die sich mit Mitte 50 begann, die Frage zu stellen: „Wer mir einmal nachfolgen wird? Dass es meine Tochter sein wird, macht mich natürlich besonders glücklich.“

Regina Ziegler ist seit 46 Jahren Filmproduzentin. 500 Film- und Fernsehproduktionen sind seit 1973 unter ihrem und Tanja Zieglers Namen entstanden. Sie war die erste Frau in dieser Branche, als es dafür noch keinen Studiengang gab.

Produzenten sind nicht nur die Geldgeber

Produzentin zu sein bedeutet, die Finanzierung eines Films auf die Beine zu stellen, die richtigen Leute, sprich Regisseure und Schauspieler zusammen zu bringen, am Set anwesend zu sein und sich als Ansprechpartnerin für die verschiedensten Belange verantwortlich zu fühlen.

Regina und Tanja Ziegler beherrschen diesen Seiltanz und gehören außerdem zu den Produzentinnen, die sich am kreativen Schaffensprozess beteiligen und alle Entwicklungsphasen bis hin zum Schnitt mit verfolgen. Sie bringen die richtigen Leute zusammen, sind Netzwerkerinnen und für viele Schauspielerinnen Sprungbrett zum Erfolg.

Große Fußstapfen

Tanja Ziegler ist quasi am Set und im Kino großgeworden. Doch statt gleich bei der Mutter einzusteigen, ist sie erst einmal ihren eigenen Weg gegangen. Längst sind auch ihre Produktionen preisgekrönt und fanden den Weg auf zahlreiche Filmfestivals. Aktuell bereitet sie einen Kino-Film über die Welt der DDR-Mode mit dem Arbeitstitel: „In einem Land, das es nicht mehr gibt“ vor. Er handelt von der 17-jährigen Suzie, die sich während ihrer Tätigkeit in der Modewelt zwischen Heimat, Freundschaft und der Karriere entscheiden muss. Grimme-Preisträgerin Aelrun Goette hat das Drehbuch geschrieben und wird Regie führen.

Regina und Tanja Ziegler - die Frauen hinter "filmkunst 66" und "Ziegler Film"

Tanja Ziegler im Mai 2016 in Berlin | Foto: Ulrike Schamoni

„In der DDR gab es einfach unglaublich viel kreatives Potential. Die Mode, die im Untergrund entstand, war extrem einfallsreich: sie konnte auch aus einem Duschvorhang sein. Der Film feiert die Frauen und Menschen der DDR in all ihren Facetten – stolz, stark, verzweifelnd, verletzlich – taucht aber auch ein in die Subkultur der DDR, die nach außen nicht sichtbar sein durfte“, erzählt Tanja Ziegler. Drehbeginn ist im Sommer 2020.

Nach Berlin, um was zu erleben

1963 verließ Regina Ziegler ihren kleinen Heimatort im Oberbergischen, um sich in Berlin dem Jurastudium zu widmen. Der 19-Jährigen ging es um das Leben in einer großen Stadt, um neue Möglichkeiten und die Chance, etwas zu erleben. Anstatt Juristin zu werden, gründete sie mit Ende Zwanzig eine persönlich haftende Einzelfirma.

Heute gehört Ziegler Film zu den erfolgreichsten, unabhängigen, mittelständischen Produktionsfirmen Deutschlands und reüssiert längst auch international. Neben dem Bundesverdienstkreuz und dem Grimme Preis erhielt Regina Ziegler im Februar 1999 den American Cinema Foundation Award. Das Museum of Modern Art in New York ehrte sie als einzige deutsche Produzentin mit einer Retrospektive und zeigte 22 ihrer Filme. Im Jahr 2018 wurde sie mit dem Carl Laemmle Produzentenpreis ausgezeichnet. Außerdem produzierte Ziegler Film neben zahlreichen Kinofilmen auch Fernsehfilme, Dokumentationen und Shows.

Das, was ich liebe, darf ich auch beruflich machen

Auch wenn der Arbeitstag von Regina und Tanja Ziegler nicht selten 15 Stunden hat, schätzen die beiden Produzentinnen sich glücklich – denn durch ihre Tätigkeit können sie Privates und Berufliches vereinen. Weil es oft zu spät für Kino ist, sieht sich Regina Ziegler viele Filme zu Hause an. Das, was sie beruflich beschäftigt, klammert sie auch im Privaten nicht aus.

Das Engagement und die harte Arbeit zahlen sich aus. In Berlin bei der Verleihung der Deutschen Filmpreise bekam sie 2016 den Deutschen Filmpreis für ihr Lebenswerk. Die Ehren-Lola hat vor ihr noch keine Produzentin bekommen. In Deutschland gab es Artur Brauner und Horst Wendlandt in Berlin, Gyula Trebitsch in Hamburg und Franz Seitz in München. Bekannte Frauen gibt es leider immer noch nicht so viele in der Branche.

Produzieren war früher Männersache

Filmproduzent und enger Freund Nico Hofmann ist sicher, dass der Erfolg Regina Zieglers allein ihr Verdienst ist. „Sie hat dieses schwierige, männerdominierte Feld aufgeräumt, formal immer wieder neue Felder besetzt, sich besessen für Inhalte interessiert, kein persönliches finanzielles Risiko gescheut, die Karrieren von Regisseuren, Schauspielern, Drehbuchautoren stimuliert und ist darüber zur Ikone geworden.“ Sein Weg vom Regisseur des 1998 von Ziegler produzierten düster-erotischen Psychothrillers Solo für Klarinette zum Produzenten sei maßgeblich von zwei Menschen inspiriert worden: „Bernd Eichinger und Regina Ziegler.“

Gemeinsam mit Tanja Ziegler betreibt Regina Ziegler seit 2011 das Kino „filmkunst 66“ in der Bleibtreustraße. Übernommen haben sie es aus Liebe zum Kino, aber auch aus nostalgischen Gründen, ergänzt Tanja Ziegler. Hier hat 1973 mit der Premiere von Ich dachte, ich wäre tot ja gewissermaßen Reginas Karriere angefangen. Und Tanja Zieglers neuester Film Der Sommer nach dem Abitur wird hier seine Premiere haben.

Das Ziegler-Duo in der Männerdomäne Film

Anfangs hat es für Regina Ziegler etwas gedauert, in der Männerdomäne akzeptiert zu werden: „Aber ich denke: Kompetenz schlägt Geschlecht. Später haben mich die Männer neidlos akzeptiert.“

Auch Tanja wurde anfangs kritisch beäugt. „Man muss lernen drüber zu stehen“. Längst macht Tanja Ziegler ihr eigenes Ding, Filme in allen Genres. Darunter so erfolgreiche wie Vom Ende der Eiszeit mit Veronica Ferres und Mutter muss weg mit Bastian Pastewka & Judy Winter, den 5 Millionen Zuschauer im Fernsehen sahen, sowie der Tatort Wir – Ihr – Sie, um nur einige zu nennen. Ihre letzte Kinoproduktion Mein Blind Date mit dem Leben lockte knapp eine Millionen Besucher in die Kinos und wurde in über 45 Länder weltweit verkauft.

Für Produzenten gab es keine Ausbildung

Das Produzieren konnte man damals an keiner Hochschule studieren. Es war ein Beruf ohne Ausbildung, in der alles nach der Learning-by-Doing-Methode funktionierte.

Die Ziegler-Frauen haben ihren eigenen Stil entwickelt – beider Erfolgsrezept lautet: „Es geht nicht ohne Begeisterung. Natürlich muss man auch andere begeistern, aber das geht nur, wenn man selbst für etwas brennt.“

Was unterscheidet Mutter und Tochter?

Regina Ziegler ist selten am Set, regelt lieber alles in Gesprächen mit Regisseuren und Schauspielern vorher. Sie kann gut delegieren. Mehrere Filme pro Jahr betreut sie noch immer. Allerdings räumt sie auch ein, ungeduldig zu sein: „Tanja gehört einer neuen Generation an. Sie ist ganz anders durch ihr Hochschulstudium in diesen Beruf eingestiegen und produziert auch anders ihre Filme. Doch trotz meiner Erfahrung kann ich noch von Tanja lernen. Zum Beispiel Ruhe und Gelassenheit“.

Ein großer Erfolg ist die von ihr produzierte, horizontal erzählte TV-Serie Weissensee, zu der Annette Hess und Friedemann Fromm die Drehbücher geschrieben haben. Ihr TV-Zweiteiler Gladbeck wurde 2018 mit dem Seoul International Drama Award als bester Film und für die beste Regie ausgezeichnet. 2019 erhielt der Film insgesamt drei deutsche Fernsehpreise, u.a. als bester Mehrteiler. Ihr aktuellstes Projekt ist die Verfilmung des Erfolgsmusicals Ich war noch niemals in New York, die Mitte Oktober in den Kinos in Deutschland, Österreich und der Schweiz anläuft.

Regina Zieglers Antwort auf die Frage, wie sie sich erklärt, dass es so schwierig ist, die Reaktion des Publikums auf ambitionierte Projekte einzuschätzen, klingt fast schon philosophisch. „Man kann den Zuschauern Qualität anbieten, aber eine Garantie, dass sie sie auch annehmen, gibt es nicht.“ Ihre Autobiographie erschien unter diesem Titel: „Geht nicht, gibt’s nicht“.

Ikone für Studentinnen

Nico Hofmann schätzt Regina Zieglers Risikobereitschaft und Innovationskraft. „Wie ich kommt auch sie aus einer Journalistenfamilie, was sich bei der Auswahl der Filmstoffe zeigt. Sie ist eine starke Frau und hat in Deutschland den Beruf der Produzentin maßgeblich geprägt. Die Leidenschaft, mit der sie dafür gekämpft hat, hat sie zu einer Ikone für Studentinnen gemacht. Sie hat ein tolles, sensitives, weibliches Gespür für Stoffe, ist aber auch eine knallharte Geschäftsfrau.“ Sie sei in vielerlei Hinsicht ein Vorbild für ihn, ganz besonders auch wegen ihrer Integrität. „Wenn Regina an jemanden glaubt, hält sie ihm auch die Treue.“

Deutschland hat keine Stars

Den Deutschen Film auch außerhalb der Bundesrepublik zu etablieren, gehört zu einem der erklärten Ziele von Ziegler Film.

Regina Ziegler erklärt, was ihrer Meinung nach zu den Kriterien eines international erfolgreichen Films gehört: „Ein Problem liegt in der deutschen Sprache, deren Rhythmus sich sehr von dem anglo-amerikanischen unterscheidet und daher schwer zu synchronisieren ist. Zum anderen ist Deutschland kein Land für Stars.“

Auch auf die Frage, welche Eigenschaften zum Erfolg führen, hat sie eine Antwort: „Filmproduzenten müssen eine Mischung aus einer Art Trüffelschwein und Finanzjongleur sein.“

Netflix

Streaming-Anbieter wie Netflix und Co. machen dem Fernsehen Konkurrenz. Hat das TV noch eine Zukunft?

„Nein, das eine schließt ja das andere nicht aus. Wir arbeiten gerne für ARD und ZDF. Und was Netflix betrifft habe ich bei den Filmfestspielen eine wunderbare Begegnung gehabt. Da hatte der European Producers Club die Produzenten, also seine Mitglieder, eingeladen, die Entscheider von Netflix bei einem Stehempfang zu treffen. Und da Netflix ja schon meine Erfolgsserie Weissensee gezeigt hatte, habe ich mich erkundigt: Wer ist denn hier der Oberboss? Und da wurde mir gesagt: Brian Pearson. Jeder Produzent bekam so zwei, drei Minuten Gesprächszeit. Dann habe ich mich vorgestellt und gesagt: ‚Ich bin die Produzentin von Weissensee. Da ist er mir um den Hals gefallen und hat gesagt: ‚Das ist ja ganz toll, dass ich Sie kennenlerne!‘ Inzwischen arbeiten wir zusammen.“

Besonders stolz ist Regina Ziegler auf die Semifinal Judgings für den International Emmy Award: „Seit nunmehr fünf Jahren führen wir – gemeinsam mit Michael Smeaton – in Berlin die Jury-Halbfinalrunden durch. Unter der Schirmherrschaft des regierenden Bürgermeisters konnten wir in den vergangenen Jahren jeweils eine internationale Elitetruppe Filmschaffender als Jury nach Berlin einladen, die sich hier die für den EMMY Award eingereichten Beiträge angeschaut hat. So etwas fördert das kreative und produktive Miteinander und stärkt den Standort Berlin ungemein, auch international.“

Die Kraft und Vitalität von Regina Ziegler überdeckt jeden Gedanken an ein Vermächtnis. Die Ziegler-Damen verkörpern die Geschichte des Films in Berlin und dessen Zukunft in einzigartiger Symbiose. (dd)


Infos:

Regina und Tanja Ziegler - die Frauen hinter "filmkunst 66" und "Ziegler Film"

Regina und Tanja Ziegler – die Frauen hinter „filmkunst 66“ | Foto: Lisa Starmans

filmkunst 66
Bleibtreustraße 12
10623 Berlin
Tickets: ab 6 Euro
mail@filmkunst66.de
Tel: 0308821753
http://filmkunst66.de/index.php?id=76&no_cache=1


„Geht nicht gibt’s nicht. Mein filmreiches Leben“ von Regina Ziegler

Regina und Tanja Ziegel

Regina Zieglers Autobiographie „Geht nicht gibts nicht“ | Foto: C. Bertelsmann Verlag

In ihrer Autobiographie erzählt Regina Ziegler von ihrer Zeit als Filmproduzentin, in der sie die Branche als Grande Dame des Deutschen Films 40 Jahre lang geprägt hat. Dabei berichtet sie über ihre Erfolge und Auszeichnungen, lässt aber gleichzeitig auch Tiefen und Schwierigkeiten in der von Männern dominierten Branche nicht aus. Neben Einblicken in ihr „filmreiches leben“ erfahren interessierte Leser aber auch einiges über das Privatleben der Filmikone.

FDP-Fraktion diskutiert zur Zukunft der City West

Unter der Überschrift „Zukunft der City West“ diskutierten über 40 Bürgerinnen und Bürger auf Einladung der FDP-Fraktion Charlottenburg-Wilmersdorf mit Referenten aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik über Herausforderungen und Chancen der westlichen Innenstadt. Für die Bürgerinnen und Bürger standen neben den FDP-Bezirksverordneten insbesondere der Baustadtrat des Bezirks, Oliver Schruoffeneger, der Pfarrer der Gedächtniskirche, Martin Germer, und der Vorstand der AG City, Klaus-Jürgen Meier, Rede und Antwort.

Berlin hat Nachholbedarf

Die Referenten sprachen zu Beginn der Veranstaltung in Kurzvorträgen über die Themen Stadtentwicklung, Sicherheit und Wirtschaft in der City West. Bezirksstadtrat Schruoffeneger sieht Berlin in „der Tradition der europäischen Stadt“. Andere Metropolen diskutieren über Klima, Mobilität, moderne Stadtentwicklung, Berlin hat in diesem Zusammenhang viel Nachholbedarf. In seinem Statement forderte er eine Debatte über die Art und Weise von Stadtentwicklung in Berlin. Der Baustadtrat wünschte sich für die City West vor allem qualitativ hochwertigen Tourismus und eine stärkere Verknüpfung mit den Forschungsinstituten und der Messe Berlin im Bezirk.

Gedächtniskirche verzeichnet Besucherrückgang

Pfarrer Germer zeigt sich grundsätzlich unzufrieden über die Situation am Breitscheidplatz. Er machte deutlich, dass es bei der Debatte um die Sicherung des Platzes vor terroristischen Anschlägen immer auch darum gehen müsse, die Interessen der weltberühmten Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und des Umfelds zu berücksichtigen. Der bereits seit 1990 in der City West tätige Pfarrer beklagte, dass wegen der ständigen Debatte rund um das Thema Sicherheit ein enormer Besucherrückgang für die Kirche zu verzeichnen sei. Der Vorstand der AG City, Klaus-Jürgen Meier, lobte hingegen die gute Entwicklung der City West und warnte vor zu viel Pessimismus. Mit dem kürzlich gegründeten WerkStadtForum, dem Business Improvement District (BID) und den City Guides habe man weiter den Anspruch, dass die westliche Berliner Innenstadt Vorreiter bleibe.

40 Bürgerinnen und Bürger diskutierten mit Baustadtrat Oliver Schruoffeneger, Pfarrer Martin Germer und AG-City-Chef Klaus-Jürgen Meier. Foto: © Natalia Ruiz Uebe

Fußgängerzone Kudamm und Tauentzien?

Im Anschluss an die Einführung hatten die Bürgerinnen und die Bürger die Möglichkeit, an drei Thementischen über die aufgeworfenen Fragen zu diskutieren und eigene Ideen zu entwickeln. Im Vordergrund standen dabei die Fragen: Fußgängerzone Tauentzien? Attraktives Einkaufserlaubnis? Festung Breitscheidplatz? Neben den Referenten wurden die Thementische durch die Mitglieder des Abgeordnetenhauses Henner Schmidt und Marcel Luthe begleitet und durch die FDP-Bezirksverordneten Felix Recke, Johannes Heyne und Maximilian Rexrodt geleitet. Grundsätzlich begrüßten die Anwesenden die Idee einer Fußgängerzone zwischen Wittenbergplatz und Joachimsthaler Straße, um dem Boulevard wieder mehr Aufenthaltsqualität zu geben.

Diskussionen an den Thementischen. Foto: © Natalia Ruiz Uebe

Ideen für Mobilität und Steigerung der Aufenthaltsqualität

Wichtig war den Bürgern jedoch, dass dies nur im Gleichklang mit einem Nutzungskonzept für die neu gewonnenen Flächen, dem Ausbau des ÖPNV und einem Parkleitsystem geschehe. Bis zu einer finalen Sperrung der Straße befürworteten die Bürgerinnen und Bürger eine temporäre Sperrung der Tauentzienstraße, um die Auswirkungen zu testen. Weiter befürworteten die Bürgerinnen und Bürger einen eigenen Shuttlebus am Kurfürstendamm, der nur fürs Shopping genutzt werden könne. Am Thementisch Sicherheit und Stadtentwicklung wurde deutlich, dass sich die Bürgerinnen und Bürger mehr Polizeipräsenz in der City West wünschen.

Sicherheitsmaßnahmen sind unzumutbar

Gleichzeitig waren alle der Meinung, dass die Sicherung des Breitscheidplatzes in der heutigen Form unzumutbar sei. Die Idee, den Platz durch eingebaute Sicherheit in Form von Stadtmöbeln zu sichern, begrüßte man sehr. Vorgestellt wurde hierfür beispielsweise die von einem Brandenburger Start-up entwickelten „Protection Cubes“. Die durch Stahlseile verbundenen Beton-Quader können mit Holz vertäfelt und bepflanzt werden, oder als Mülleimer oder als E-Scooter-Ladestation genutzt werden. Am Thementisch Wirtschaft und Tourismus widmete man sich der funktionierenden Stadt. Dabei stellte man fest, dass insbesondere zur Ansiedlung von neuen Wirtschaftszweigen und Start-Ups bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen. Die Einbindung der Messe Berlin in die City West sei ein Schlüsselthema. Sollte der Flughafen Tegel trotz des erfolgreichen Volksentscheids im kommenden Jahr tatsächlich schließen, müsse man frühzeitig auf die wirtschaftlichen Folgen für die City West reagieren.

Politischer Handlungsbedarf für eine moderne Großstadt

Der FDP-Fraktionsvorsitzende, Felix Recke, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Abend. Er sieht nun politischen Handlungsbedarf: „Die Bürgerinnen und Bürger wollen die City West aktiv mitgestalten und bei den Entwicklungen mitreden. Seit Jahren wurde dies versäumt und auf Verschleiß gefahren. Die westliche Innenstadt muss historisch bewusst und zugleich mutig Vorreiterin für eine moderne, sichere und attraktive Großstadt werden, die sich nicht im Klein-Klein der Berliner Politik verliert.“ (red)