Berliner Tourismus: Ausgewogenes Wachstum im 1. Halbjahr 2018

Der Berlin-Tourismus hat sich in den ersten sechs Monaten des Jahres gut entwickelt. Rund 6,4 Millionen Besucher kamen von Januar bis Juni 2018 in die deutsche Hauptstadt. Das waren rund 4,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 4,2 Prozent auf insgesamt 15,3 Millionen. Die Zahl der Besucher aus dem Ausland, die von Januar bis Juni nach Berlin reisten, stieg um 4,7 Prozent auf rund 2,5 Millionen. Aus dem Inland kamen 4,3 Prozent mehr Gäste, insgesamt rund 4 Millionen.

„Berlin ist das Schaufenster Deutschlands. Mit vier Prozent haben sich die Besucherzahlen in der Hauptstadt auf einem gesunden Niveau weiterentwickelt. Das Wachstum wird gleichmäßig von den Besuchern aus dem In- und aus dem Ausland getragen“, sagt Burkhard Kieker, Geschäftsführer von visitBerlin.

Kongressgeschäft: Erstmals mehr als 1 Million internationale Teilnehmer in Berlin

Auch die Berliner Kongresswirtschaft verzeichnete im ersten Halbjahr 2018 ein konstantes Wachstum. 65.790 Veranstaltungen (+2,8% im Vergleich zum Vorjahr) mit 5,08 Millionen Teilnehmern (+2,4 %) fanden in Berlin statt. Dabei kamen erstmals mehr als 1 Million Gäste aus dem Ausland – das sind zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Zu den wichtigsten Auslandsmärkten zählen Großbritannien sowie die USA. Durch die Tagungs- und Kongressreisenden wurden in Berlin 3,98 Millionen Übernachtungen generiert, eine Steigerung von zwei Prozent im Vorjahresvergleich. Somit trägt die Kongressbranche stabil zu einem Viertel der touristischen Übernachtungen in Berliner Hotelbetten bei.

Burkhard Kieker: „Das Tagungs- und Kongressgeschäft entwickelt eine verlässlich hohe Wertschöpfung für Berlin. Insbesondere der internationale Anteil der Geschäftsreisenden sorgt in der Stadt für hohe Einnahmen und sichere Jobs.“

Ausblick: „Nur mit Euch“ – Berlin lädt zum Fest zum Tag der Deutschen Einheit

visitBerlin wirbt in Kooperation mit Kulturprojekte Berlin im August und September deutschlandweit für Berlin als Reiseziel und einen Besuch des offiziellen Festes zum Tag der Deutschen Einheit, das vom 1. bis zum 3. Oktober in Berlin stattfindet. Die „Nur mit Euch“-Städtetour führt in fünf deutsche Städte: Dresden, Frankfurt am Main, München, Stuttgart und Köln. Im Mittelpunkt der Aktion steht eine einzigartige Spiegelinstallation. (red)

Halbjahresbilanz Berlin Partner: Hauptstadt punktet bei internationalen Fachkräften

Die Wirtschaft in der Hauptstadt entwickelt sich weiterhin gut – das spiegelt sich auch in den Zahlen der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH: Im ersten Halbjahr dieses Jahres sind allein in den 163 Projekten, die Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie erfolgreich betreut hat, 5119 neue Arbeitsplätze entstanden. 2889 Arbeitsplätze entstehen dabei in Expansionsprojekten. Das Investitionsvolumen in den Berlin-Partner-Projekten belief sich im ersten Halbjahr 2018 auf mehr als 296 Millionen Euro. Die eingeworbenen Drittmittel für Innovationen betragen 30,8 Millionen Euro.

Ramona Pop, Bürgermeisterin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Die Halbjahreszahlen von Berlin Partner weisen einen stabilen Trend auf: Immer mehr Arbeitsplätze entstehen bei Unternehmen, die an den Standort ziehen oder innerhalb Berlins eine Erweiterung planen. Dabei punktet Berlin vor allem mit dem ausgezeichneten Fachkräfteangebot aus dem In- und Ausland. Berlin Partner unterstützt die Unternehmen deshalb nicht nur bei Standort- und Finanzierungsfragen, sondern auch mit umfassenden Informationen für zuziehende Arbeitskräfte und einem stark nachgefragten Serviceangebot für Arbeitgeber.“

Der Business Immigration Service

Mit dem Business Immigration Service (BIS) gibt es einen weiteren Seismographen für die Entwicklung in der Stadt. Der BIS ist ein einzigartiger Zusammenschluss aller für Visa- und Aufenthaltsfragen relevanten Akteure aus Wirtschaft und Verwaltung. Schnelle Kommunikation innerhalb von maximal 48 Stunden und transparente, lösungsorientierte Arbeitsprozesse ergeben eine Kooperation „at it’s best“: Im vergangenen Jahr wurden hier ins sechs Monaten 149 Unternehmen betreut. Im ersten Halbjahr 2018 waren es bereits 209 Unternehmen.

Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie: „Berlin ist ein Magnet für internationale Talente. Der Business Immigration Service zeigt, wie beliebt die Hauptstadt ist. Inzwischen haben wir 70 Anfragen in der Woche, weil Berlin bei internationalen Arbeitskräften so gefragt ist – Menschen aus der ganzen Welt, die hierherkommen, um zu arbeiten und zu leben. Wir unterstützen Investoren und Unternehmen dabei, zuziehende Fachkräfte auf schnellstem Wege in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Wir versprechen, dass wir nach fünf Tagen wissen, ob es die Arbeitserlaubnis gibt oder nicht.“

Die meisten Fachkräfte, die sich über den BIS registrieren, sind im IT-Sektor tätig und stammen aus Europa (28 Prozent), gefolgt von Asien (27 Prozent) und Südamerika (22 Prozent).

Berlins Start-up-Szene boomt weiterhin

Wie nachhaltig das Wirtschaftswachstum in Berlin ist, zeigt, dass mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze im ersten Halbjahr in Expansionsprojekten entstanden sind. Damit flossen 138,5 Millionen Euro in Standorterweiterungen oder Verlagerungen innerhalb Berlins.

Und die Berliner Start-up-Szene entwickelt sich immer weiter zu einem der wichtigsten Arbeitgeber in Berlin: Die Startups sind der fünftgrößte Arbeitgeber in der Hauptstadt. Hier sind in den von Berlin Partner betreuten Projekten mehr als 2000 neue Arbeitsplätze entstanden und es werden rund 108 Millionen Euro investiert. Die Szene wächst nicht nur, sie wird auch internationaler: 42 Prozent der Mitarbeiter in Berliner Startups stammen aus dem Ausland.

Mit dem Start-up-Austauschprogramm Start Alliance unterstützt Berlin Partner Start-ups bei der Erschließung neuer Märkte. Mit den Partnern in Shanghai, Beijing, Tel Aviv, Warschau, Wien, Dubai, London, Paris und New York bestehen gute Kontakte in die weltweit wichtigsten Startup-Hubs. Und das Netzwerk wächst weiter. Dazu gehört einerseits, dass weitere Städte hinzukommen und bestehende Partnerschaften – wie zuletzt mit New York – vertieft wurden. (red)

Brexit rückt näher: Unternehmen verlagern ihre Standorte nach Berlin

Infolge des Brexit haben viele Unternehmen ihren potenziellen Rückzug aus Großbritannien angekündigt. Stattdessen avisieren sie die Verlegung ihres Standorts innerhalb der EU, um weiterhin vom europäischen Markt zu profitieren. Neben Amsterdam, Paris, Dublin und Luxemburg mausert sich auch Berlin, als Gründerhauptstadt und FinTech-Hub, zu einer der künftigen Wirtschaftsmetropolen, die London in kaum etwas nachstehen werden.

Im ersten Jahr nach der offiziellen Brexit-Ankündigung im März 2017, erlebte Berlin eine regelrechte Wellenbewegung. Zahlreiche Anfragen bearbeitete die Standortmarketing-Agentur Berlin Partner, die jungen und neu angesiedelten Unternehmen auch als Wirtschaftsförderer zur Seite steht. Zuerst verlagerten 20 kleinere britische Unternehmen, mit rund fünf bis 15 Mitarbeitern ihre Standorte nach Berlin. Inzwischen kann Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner, einen regelrechten Trend von zehn Unternehmen pro Jahr bestätigen. Während die flutartigen Anfragen abflauten, sind die Unternehmen die sich jetzt ansiedeln, wesentlich größer und beschäftigen 35 Mitarbeiter aufwärts. Auch ein großer Konzern, dessen Geschäft bislang strenger Geheimhaltung unterliegt, erwägt die Verlegung seines Headquarters von London nach Berlin. Die Morgenpost berichtete, man spreche hier von Mitarbeiterzahlen im vierstelligen Bereich und führe bereits konkrete Verhandlungen.

 

Viele Unternehmen spielen nicht nur mit der Idee ihre europäischen Headquarter nach Berlin zu verlegen. | Foto: pixabay.com

Viele Unternehmen spielen nicht nur mit der Idee ihre europäischen Headquarter nach Berlin zu verlegen. | Foto: pixabay.com

 

Abkapselung vom EU-Markt vorbeugen

Neben kleinen und mittelständischen Unternehmen hielten solche Anfragen größerer Unternehmen, die Angst vor einer Abkapselung vom EU-Markt hatten, bis heute an. Asiatische und amerikanische Firmen, die bei der Niederlassung bislang grundsätzlich über London gegangen seien, erwägen laut Franzke nun Berlin als europäisches Headquarter. Bisher wird abgewartet wie hart sich der Brexit im Frühjahr 2019 tatsächlich äußert, wenn das Vereinigte Königreich am 30. März offiziell aus der EU austritt. Für 21 Monate, bis zum 31. Dezember 2020 tritt das Land in eine Übergangsphase ein. Am Ende dieser müssten bestimmte Modalitäten nach ersten Erfahrungswerten höchstwahrscheinlich noch konkretisiert werden. Vor allem das sich in der Schwebe befindende Handelsabkommen mit der EU, wird für die Belieferung der Unternehmen ausschlaggebend sein.

„Je härter es wird, desto mehr Unternehmen werden kommen“, sagte Franzke in einem Interview mit der Morgenpost. Diese Aussage wird gestützt von einer Umfrage des britischen Wirtschaftsverbandes CIPS, die bisherige Schritte der Konzerne verdeutlichte. Laut der Umfrage hätten bereits 14 Prozent der europäischen Unternehmen mit britischer Präsenz, Schritte zur Verlegung ihrer britischen Räumlichkeiten unternommen. Darüber hinaus zögen elf Prozent bereits Mitarbeiter-Teams zur Umdisponierung in andere Länder ab. Von den 2418 befragten Managern verschiedenster Branchen, stelle sich bereits jeder Dritte auf komplizierte Handelsbeziehungen mit der EU ein. Aufgrund der Abwertung des Pfund nach dem Brexit-Volksentscheid im Jahr 2016, verteuerten sich Importe. Infolge dessen hob bereits jeder dritte Betrieb die Preise an.

 

Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner, hier bei einem Event im Steglitzer Kreisel der CG Gruppe AG. | Foto: BERLINboxx

Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner, hier bei einem Event im Steglitzer Kreisel der CG Gruppe AG. | Foto: BERLINboxx

 

Suche nach Berliner Gewerbeflächen wird sich verschärfen

Dagegen liegen für Franzke die Berliner Standortvorteile klar auf der Hand. Eine Verständigung auf Englisch sei vielleicht nicht so selbstverständlich wie in skandinavischen Metropolen, aber im Vergleich mit Paris doch problemloser möglich. Auch die Struktur der Lebenshaltungs- und Gewerbekosten sei  im Gegensatz zu Amsterdam, Stockholm, Paris und Brüssel noch „sehr moderat“, so Franzke. Jedoch warnt er vor einer Verschärfung der Situation am Markt für Gewerbeimmobilien.

Das Land Berlin hatte kürzlich einen neuen Etat in Höhe von 150 Millionen Euro für den Ankauf von landeseigenen Grundstücken angelegt. Hiervon sollten 50 Millionen Euro des Investitionsfonds der Akquise neuer Gewerbeflächen für den Wirtschaftsstandort Berlin zugutekommen. Franzke schilderte, vor allem am Südkreuz, dem Gleisdreieck und der Europacity noch Potenzial zur Ausbreitung gewerblicher Flächen zu sehen. Zudem müsse man die Außenbezirke, beispielsweise Lichtenberg und Adlershof, verstärkt auch für junge Unternehmen und Start-ups attraktiv machen. Das stärkere aneinanderrücken von Wohnblöcken und Industrieunternehmen führe jedoch auch dazu, dass bestimmte Unternehmen nicht weiter wachsen könnten.

 

Stadtverträgliche Start-ups, die mit modernen und "leisen" Technologien arbeiten, bereichern das Stadtleben. | Foto: pexels.com

Stadtverträgliche Start-ups, die mit modernen und „leisen“ Technologien arbeiten, bereichern das Stadtleben. | Foto: pexels.com

 

Schon vor dem Brexit eine Gründungshochburg

„Die gemeinsame Aufgabe von Wirtschaftsförderung und Politik ist es, dafür zu sorgen, dass Büro- und Gewerbeflächen gesichert und ausgebaut werden. Dafür müssen auch so wie bisher Gebiete ausgewiesen werden, an die keine Wohnbebauung heranreicht“, so Franzke gegenüber der Morgenpost. Bestimmte Wirtschaftszweige wie die Logistiker, die viel Platz brauchen, können schon heute nicht mehr in der Stadt angesiedelt werden, sondern müssen nach Brandenburg ausweichen. Hierzu führt man Gespräche mit den Zuständigen des Umlandes, um Unternehmen zumindest in der Hauptstadtregion zu halten. Dem entgegen steht die Stadtverträglichkeit der „stillen“ Wirtschaftszweige, die mit neuen Technologien arbeite und eine geringe bis gar keine Lärmbelastung für Anwohner produzieren. Der Berlin Partner-Chef sieht hier die Chance für Berlin genau solche Firmen herzuholen und diese direkter in das Stadtleben einzubauen als riesige Fabrikhallen. In der Hauptstadt fände man außerdem die geeigneten Talente, die neue Wohn- und Arbeitskonzepte offen in ihren Alltag integrierten.

„Zum Beispiel FinTechs, da war Berlin schon vor dem Brexit eine Hochburg, jetzt erst recht. Auch der 3D-Druck verträgt sich extrem gut mit benachbarten Wohnarealen. Eine Produktion mit diesen Geräten würden Anwohner vermutlich kaum mitbekommen“, erläutert Franzke. Doch auch hier reicht die Zuversicht der Wirtschaftsförderung im aufgeschlossenen, flexiblen Berlin der modernen Arbeitsmodelle, Talente aus 190 Ländern zu finden nicht aus. Erschwingliche Gewerbeflächen für Unternehmen, die hier passende Mitarbeiter suchen, müssen trotzdem her. Laut der Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK) verließen seit 2013 bereits rund 3700 Unternehmen die Hauptstadt. Um nicht nur bei den Verhandlungen mit den britischen Konzern stehen zu bleiben, muss Berlin endlich einen strukturierten Flächenplan entwickeln, um zu zeigen was in der Hauptstadt doch noch möglich ist.

 

Schon vor dem Brexit war Berlin eine Hochburg für FinTechs. | Foto: pixabay.com

 

Handel, Fusionen und Lebensqualität als Motivation

Neben Umzügen an andere EU-Standorte streben Konzerne auch Fusionen an, um mögliche Schwierigkeiten im Handel zu vermeiden. Nicht nur der Handel, sondern auch die Auftragslage ist für Firmen über den März 2019 hinaus schwer einschätzbar. Viele haben Schwierigkeiten Aufträge zu erhalten, die über das Datum des Brexit hinausgehen, berichtete die FAZ. Die Lizenz der britischen Finanzaufsicht für Geschäfte im Vereinigten Königreich, gilt für Finanzunternehmen nach dem Brexit nicht mehr in der EU. Rund ein Drittel der 222 größten Finanzunternehmen mit signifikanter Geschäftsaktivität in Großbritannien kündigten infolge dessen an, ins Ausland zu verlagern. Die französische Regierung ist dahingehend bestrebt die Attraktivität von Paris als Europas neues Finanzzentrum mit allen Mitteln zu erhöhen.

 

Neben Umzügen an andere EU-Standorte streben Konzerne auch Fusionen an, um mögliche Schwierigkeiten im Handel zu vermeiden. | Foto: pexels.com

Neben Umzügen an andere EU-Standorte streben Konzerne auch Fusionen an, um mögliche Schwierigkeiten im Handel zu vermeiden. | Foto: pexels.com

 

Welche der wirtschaftlich bereits gut situierten, europäischen Metropolen die zuträglichste Brexit-Beute machen wird, steht bisher in den Europa-Sternen. In jedem Fall hat Berlin nicht nur mit seinen Talenten, seiner Flexibilität und seiner bekannten Mischung eine große Anziehungskraft für Unternehmen. Vor allem für die Berliner Lebensqualität siedelten sich zuletzt viele mittelständische Unternehmen und Start-ups an, die hier ihre Netzwerke ausbauen können. (cn)

 

#FREIHEITBERLIN: Das Berliner Hoffest des Regierenden Bürgermeisters

Das Berliner Hoffest war auch 2018 wieder die größte und prominenteste Berliner Netzwerkveranstaltung. Der Einladung von Gastgeber Michael Müller, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, und BERLINPartner folgten rund 4.000 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Diplomatie, Kultur, Medien und Sport in die Höfe des Berliner Rathauses.

Unter dem Motto #FREIHEITBERLIN präsentierte sich Berlin als lebensfrohe und weltoffene Stadt. Organisiert wurde das Hoffest von der Wirtschaftsfördergesellschaft Berlin Partner. Zu den Kooperationspartnern gehörten u.a. die BSR, das BRLO, die BVG und die Urbane Mitte GmbH.

Feiern mit hochkarätigen Gästen

Bei herrlichem Sommerwetter tauschten sich die hochkarätigen Gäste angeregt aus. Unter den Eingeladenen befanden sich Österreichs ehemaliger Bundeskanzler Werner Faymann, Berlins neue Ehrenbürgerin Margot Friedländer, Charité-Chef Karl Max Einhäupl, Zoo- und Tierpark-Direktor Andreas Knieriem, Carsten Heinrich, CEO Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate sowie Handwerkskammerpräsident Stephan Schwarz.

Unter den Festbesuchern befanden sich auch Vertreter aus der Bundespolitik: Kulturstaatsministerin Monika Grütters, CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) und Familienministerin Franziska Giffey (SPD). „Das ist für mich DAS Berliner Sommerfest. Hier kann man mit den Akteuren ins Gespräch kommen, die Berlin gestalten. Und es wird einem wunderbar bewusst, in was für einer tollen Stadt wir arbeiten und leben dürfen“, schwärmte Giffey.

Ganz unter dem Motto #FREIHEITBERLIN

In Bezug auf das diesjährige Leitmotiv #FREIHEITBERLIN sprach sich Michael Müller dafür aus, Flüchtlinge aufzunehmen. Zudem versicherte er, Rassismus, Antisemitismus und Ausgrenzung hätten nach wie vor in Berlin keinen Platz. „Die Bereitschaft, auch weiterhin Menschen in Not zu helfen, zeichnet uns aus“, sagt Müller.

In ähnlicher Mission war auch der Verein Laughing Hearts e.V. auf dem Hoffest aktiv. Dieser bemüht sich um die individuelle Förderung von mittlerweile mehr als 2.200 Kindern in 22 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen in Berlin und Brandenburg. Der u.a. von der CG Gruppe AG als Hauptsponsor geförderte Stand, informierte die Besucher und Besucherinnen über die Förderungsaktivitäten in den Bereichen Freizeit, Gesundheit, Bildung und Sport.

 

Laughing Hearts e. V. auf dem Berliner Hoffest | Foto: Copyright: Florian Gaertner/ photothek.net

 

Ein facettenreiches Programm

Wie jedes Jahr wurde das Sommerfest  von einem bunten Veranstaltungsprogramm begleitet. Gleich zu Beginn des Hoffestes warb beispielsweise ein Flashmob für die Christopher Street Day Parade am 28. Juli.

Jährlich präsentieren sich auf dem wichtigen gesellschaftlichen Event rund 90 Kooperationspartner, darunter viele Berlin-Partner aus Kultur und Gastronomie. Neben kulinarischen Speisen und berlintypischen Getränken gab es auch musikalische Unterhaltung, u.a. von „The 12 Tenors“, die Funk Brothers sowie Soulsängerin Pat Appleton. Darüber hinaus sorgten die Flying Steps Bach und Breakdance für eindrucksvolle Show- und Tanzeinlagen. (dn)

 

The 12 Tenors | Foto: Xander Heinl/ photothek.net

The 12 Tenors | Foto: Xander Heinl/ photothek.net

Stafettenwechsel bei Berlin Partner: Neuer Aufsichtsrat gewählt

In der 28. Gesellschafterversammlung der Partner für Berlin Holding Gesellschaft für Hauptstadt-Marketing mbH haben die Gesellschafter-Vertreter gestern folgende neue Aufsichtsräte gewählt: Peter Albiez, Vorsitzender der Geschäftsführung der Pfizer Deutschland GmbH, Isabella Groegor-Cechowicz, SVP, Global General Manager Public Services SAP SE, Carsten Jung, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Berliner Volksbank eG, Dr. Katharina Kurz, Geschäftsführerin der Braukunst Berlin GmbH, Gunther Müller, Mitglied des Vorstands der Vattenfall Europe Wärme AG und Tobias Weber, Geschäftsführer der City Clean GmbH & Co. KG. Einstimmig ernannte das Gremium Carsten Jung zum Vorsitzenden und Tobias Weber zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates.

Erfolgsbilanz bei Berlin Partner

Damit folgt Jung dem scheidenden Aufsichtsratschef Dr. Holger Hatje, der sich zwölf Jahre lang im Kontrollgremium, davon zehn Jahre lang als dessen Vorsitzender, für die Belange der Berliner Unternehmen innerhalb der Wirtschaftsförderung engagiert hat.

Hatjes Bilanz: „Berlin Partner steht für das Zusammenarbeiten von Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Zusammen haben wir vieles erreicht und unseren Beitrag dazu geleistet, dass Berlin heute so gut dasteht und für zahlreiche Unternehmen und Talente aus aller Welt so eine hohe Anziehungskraft hat.“ Nach zwölf Jahren, so Hatje, sei es an der Zeit, „die Aufstellung zu ändern“.

Feierlicher Abschied auf dem Sommerfest

Für die „fruchtbare Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren“ dankte Berlin Partner-Geschäftsführer Dr. Stefan Franzke den scheidenden Aufsichtsratsmitgliedern und deren Vorsitzenden. „In seinen rund zehn Jahren als Aufsichtsratsvorsitzender hat Herr Dr. Hatje in 30 Sitzungen mehr als 180 Beschlüsse gefasst und zwölf Gesellschafterversammlungen geleitet. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2006 haben sich unsere Berlin-Partner beinahe verdoppelt: 2006 waren wir  150 Berlin-Partner, jetzt sind es mehr als 280. Zwischen 2006 bis 2018 haben wir 64 Millionen Euro Lizenzeinnahmen erzielt.“

Dieser Erfolg sei ein Beleg für Hatjes rastloses Bemühen im Interesse der Berliner Wirtschaft. Auf dem traditionellen Sommerfest der Berlin Partner am 30. August wird Dr. Holger Hatje feierlich verabschiedet werden. (hf)

Immobilienstandort Berlin: Internationale Wirtschaftselite feiert Top-Deal mit US-Unternehmen

Launch-Event: Berliner Immobilienunternehmen Rubina Real Estate startet erste internationale Mitgliedschaft im Netzwerk von Berkshire Hathaway HomeServices

Das mehrfach ausgezeichnete Berliner Immobilienunternehmen Rubina Real Estate feiert den Start seiner Mitgliedschaft im globalen Netzwerk des US-Branchenprimus Berkshire Hathaway HomeServices. Ab sofort wird Rubina Real Estate unter dem Namen Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate auftreten.

Peter Turtzo, Senior Vice President Berkshire Hathaway HomeServices, und Mitch Lewis, Managing Director EMEA, betonten die Chancen, die sich für beide Unternehmen in Zukunft ergeben werden: „Rubina Real Estate ist ein führendes Immobilienunternehmen der Hauptstadt und sehr gut in Berlins Immobilienmarkt positioniert. Für Berkshire Hathaway HomeServices ist Berlin ein Schlüsselmarkt und mit Rubina haben wir den perfekten Partner gefunden.“

Als Vertreter der US-Botschaft richtete John M. McCaslin, Minister Counselor for Commercial Affairs and Regional Senior Commercial Officer, Grüße des neuen US-Botschafters, Richard Grenell aus und würdigte den Zusammenschluss der beiden Unternehmen als ein „vielversprechendes Erfolgskonzept.“

Ein Zeichen für die wachsende internationale Bedeutung Berlins

Dr. Christian Herzog, Head of Division Digital Business | Service Industries Head of Division Berlin Partner, freute sich, dass „der Zusammenschluss von Berkshire Hathaway HomeServices und Rubina Real Estate die Attraktivität Berlins immens steigert“ und betonte, „dass siebzig Prozent des Kapitals, das nach Berlin fließt, aus dem Ausland stammt. Das zeigt die wachsende internationale Bedeutung der Stadt.“

Für Rubina Geschäftsführer und Mitgründer Carsten Heinrich sind die Chancen für das Unternehmen, aber auch für Berlin, von besonderer Bedeutung: „Wir freuen uns sehr, das erste internationale Mitglied im Netzwerk von Berkshire Hathaway HomeServices zu sein. Dieser Zusammenschluss ist auch für Berlin von großer Bedeutung, denn es zeigt, welchen Stellenwert die Stadt mittlerweile weltweit genießt. Wir sind davon überzeugt, dass auch Berlin davon profitieren wird, wenn international bedeutende Unternehmen und Investoren die Stadt zunehmend als Standort mit Potenzial identifizieren.“

USA verstärkt im Fokus

Das Unternehmen Rubina Real Estate, das auch Berlin Partner ist, hat bereits in der Vergangenheit Berlin im Ausland repräsentiert. Bisher lag der Schwerpunkt vor allem auf China, Indien und dem Nahen Osten, nun sollen auch die USA verstärkt in den Fokus genommen werden.

Berkshire Hathaway HomeServices ist seit seiner Gründung im September 2013 mit mehr als 44.000 Maklern und 1.400 Büros das am schnellsten wachsende Immobiliendienstleistungs-Netzwerk in den USA. Als Teil des Netzwerks profitiert Rubina Real Estate zukünftig von einer Reihe hilfreicher Tools für die Neukundengewinnung, das Marketing, Social Media, internationale Börsen-Syndizierung, professionelle Ausbildung und das Beratungsgeschäft.

„Es ist natürlich kein Zufall, dass wir den Standort Berlin für die Erweiterung unseres globalen Netzwerks ins Auge gefasst haben“, sagt Gino Blefari, Präsident und CEO des Immobilien-Netzwerks Berkshire Hathaway HomeServices. „Die Stadt hat eine unglaubliche Dynamik und zieht Menschen aus aller Welt an. Wir sind sehr stolz, dass wir ein Unternehmen wie Rubina Real Estate für unser Netzwerk gewinnen konnten. Gemeinsam werden wir einen neuen Standard für Real Estate Services setzen.“

Berkshire Hathaway HomeServices startete 2016 die globale Expansion mit dem Aufbau einer geeigneten Infrastruktur und führte im Zuge dessen eine schlagkräftige Immobiliensuchplattform auf seiner Unternehmenswebsite ein. Weltweit können Käufer von US-Immobilien die Website in zwölf Sprachen aufrufen, um nach geeigneten Immobilien zu suchen. Die Webseite liefert die meisten Wohnangebote in jeder Stadt, die ein Berkshire Hathaway HomeServices Franchisenehmer abdeckt. Das Netzwerk initiierte auch Börsen-Syndizierungsprogramme, die die Börsennotierungen der Franchisenehmer weltweit auf Immobilien-Websites übertragen.

Das Unternehmen plant, in den kommenden Monaten weitere renommierte Immobilienagenturen in Europa, Asien, Nordamerika und darüber hinaus zu Franchisenehmern zu machen und damit das Netzwerk stetig weiter auszubauen – mit Rubina Real Estate wurde in Berlin ein vielversprechender Anfang gemacht. (ak)

Vorbereitende Baumaßnahmen rund um den Steglitzer Kreisel starten am 09. April

In der kommenden Woche werden rund um den Steglitzer Kreisel zahlreiche vorbereitende Maßnahmen zur Baustelleneinrichtung getroffen. Natürlich gibt es auch Einschränkungen im Verkehr. Ab Montag, den 09. April wird die Schloßstraße verengt. Jedoch bleibt die Durchfahrmöglichkeit für Fahrzeuge in beiden Richtungen erhalten. Dahingegen werden die regulären Verkehrsampeln an der Kreuzung Schloßstraße / Grunewaldstraße / Albrechtstraße durch Baustellenampeln ersetzt.

Zudem werden die vor dem Gebäude befindlichen Bushaltestellen der Schloßstraße in die Kuhligkshofstraße verlegt. Lediglich einer von mehreren U-Bahnausgängen vor dem Gebäude mit der Hausnummer 80 wird geschlossen. Alle alternativen Haltestellen und U-Bahnausgänge werden vor Ort entsprechend gekennzeichnet sein. Außerdem werden die Fahrradbügel vor dem Gebäude des Steglitzer Kreisels am 09. April demontiert, so dass ab dem 09. April keine Fahrräder mehr dort angeschlossen werden können. Angeschlossene Fahrräder müssen entfernt werden.

Ein 150m hoher Autokran hievt den Dachkran auf den Steglitzer Kreisel

Voraussichtlich am 17. April wird dann ein ca. 150m hoher 1.000 Tonnen-Autokran angeliefert und auf der Schloßstraße aufgebaut. Der Autokran wird in den Wochen nach seinem Aufbau für die Installation eines Turmdrehkrans auf dem Dach des Kreisels genutzt und Ende April wieder abgebaut. Auf Grund der ausgesprochen beengten räumlichen Verhältnisse vor Ort wird als Baustelleneinrichtungsfläche zudem ab Anfang Mai eine teilweise Überbauung der Schloßstraße errichtet, die während der gesamten Bauzeit von ca. 3 Jahren bestehen bleibt. Der Verkehrsfluss für Autos und Fußgänger wird in diesem Zeitraum durchgängig gewährleistet sein.

Detaillierte Informationen zum Bauvorhaben erhalten interessierte Bürger und potenzielle Nutzer des neuen Quartiers im Rahmen einer Veranstaltung zur „Zukunft des Steglitzer Kreisel“ am 24. April 2018 von 17 bis 20 Uhr im alten Rathaus Steglitz gegenüber der Baustelle. Jürgen Kutz, Vorstand der CG Gruppe AG, gibt sich sehr zuversichtlich: „Die vielen Anfragen, die wir zu diesem spannenden Projekt erhalten, zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ich freue ich mich auf einen interessanten Dialog.“

Im Ü3erlin entstehen 327 exklusive Wohnungen

Im Herzstück des Bauprojektes, dem etwa 120 Meter hohen Turm, entstehen nach den Plänen der CG-Gruppe unter dem Label „Ü3erlin“ 327 Wohnungen unterschiedlicher Größe. Berliner und die, die einen Platz für ihren ‚Koffer in Berlin‘ suchen, können wählen zwischen Größen von 30 bis durchschnittlich 120 Quadratmeter oder einem der exklusiven Penthäuser.

 

40 neue Hotspots: GESOBAU baut digitale Infrastruktur aus

An 40 neuen WLAN-Standorten können Mieter der GESOBAU und deren Besucher sich nun kostenfrei mit dem Internet verbinden. Ob E-Mails oder Social Media, wer in der Nähe der Gebäude mit den Internet-Hotspots unterwegs ist, kann das Free WiFi-Angebot draußen nutzen. Gemeinsam mit der Berliner Senatskanzlei und der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gab nun das landeseigene Wohnungsunternehmen die Freischaltung der Hotspots bekannt.

Das Netz von „Free WiFi Berlin“ wird in Berlin-Wedding erweitert

Die Hotspots befinden sich hauptsächlich an Wohnhäusern im Ortsteil Wedding, wo sich mehr als 4.000 GESOBAU-Wohnungen befinden. Damit erweitert die GESOBAU die öffentlichen Standorte von „Free WiFi Berlin“ des Landes Berlin. Insgesamt umfasst das kostenlose WLAN-Netz von „Free WiFi Berlin“ über 700 Hotspots. Dementsprechend können täglich Zehntausende Berlinerinnen und Berliner sowie ihre Gäste mit diesem Angebot surfen. Bereits seit Dezember 2016 ermöglicht das landeseigene Wohnungsbauunternehmen im Märkischen Viertel in Berlin-Reinickendorf kostenloses WLAN. Alle Standorte sind unter www.gesobau-verbindet.de zu finden. Das Berliner Wohnungsbauunternehmen finanziert die Installation und den Betrieb der Hotspots. Die technische Umsetzung realisiert die abl social federation GmbH.

Smart City Berlin

„Das Engagement der GESOBAU ist Vorbild und Anstoß für weitere Digitalisierungsvorhaben in unserer Stadt. Ganz unmittelbar gibt diese neue Infrastruktur von 40 neuen Wifi-Hotspots Impulse für die Vernetzung der Stadtviertel untereinander und zur Realisierung digitaler Service-Angebote für alle Berlinerinnen und Berliner. Die Smart City Berlin wird sichtbar“, so Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe.

GESOBAU verbindet

Nutzer der neuen Hotspots können sich ohne Registrierung und ohne Werbung in das WLAN-Netz „GESOBAU free WiFi Berlin“ einwählen. Auf mobilen Geräten erfolgt eine automatische Weiterleitung zur Login-Seite. Nach Bestätigung der Nutzungsbedingungen kann kostenlos gesurft werden. Erst nach 24 Stunden muss die Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen erneut erfolgen.

„Mit unserem Engagement im Rahmen von „Free WiFi Berlin“ möchten wir allen Berlinerinnen und Berlinern die Teilhabe an mobilen Services ermöglichen. Der Ausbau von Internet-Hotspots ist einer unserer strategischen Beiträge zur Digitalisierung Berlins und insbesondere der GESOBAU-Wohngebiete“, so der Vorstandsvorsitzende der GESOBAU AG, Jörg Franzen. (red)

Senatorin Lompscher stellt Berlin-Projekte für 2018 vor

Senatorin Katrin Lompscher stellte im Rahmen der Jahrespressekonferenz zentrale Projekte der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen des Jahres 2018 vor. Dazu gehören auch die bereits erfolgreich angelaufenen Projekte der Senatsverwaltung.

Senatorin Lompscher möchte Berlin weiter voranbringen

„Die Vielzahl und große Bandbreite der heute vorgestellten Themen machen ein weiteres Mal deutlich, dass Stadtentwicklung ein Marathon und eine Gemeinschaftsaufgabe sind. Es ist mein Ziel, Berlin gemeinsam mit allen Akteurinnen und Akteuren der Stadtgesellschaft weiter voranzubringen. Nur wenn wir ressortübergreifend arbeiten und auch den Blick über den Tellerrand wagen, wird es uns gelingen, die soziale Mischung in unserer Stadt im Rahmen des fortschreitenden Wandels zu erhalten“ , ließ die Senatorin Lompscher am Dienstag verlauten.

Soziale Stadtentwicklung wird 2018 wichtiger

Lompscher präsentierte unter anderem den Entwurf zur Einrichtung einer dreistufigen Entscheidungsstruktur zur Beschleunigung des Wohnungsbaus in der Hauptstadt. Zusätzlich setzt sich der Senat auch mit der Unterzeichnung der Bezirksbündnisse für Wohnungsneubau und Mieterberatung in Berlin ein. Das Bezirksbündnis wird bis 2021 wirksam sein.
Darüber hinaus führt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen ein neues Fördersegment beim sozialen Wohnungsbau ein. Berliner Wohnungsbaugesellschaften wie Gesobau und WBM, planen in diesem Jahr mehr Sozialwohnungen zu bauen. Insbesondere in den Bezirken Mitte, Pankow, Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf wird das Fördersegment die soziale Wohnraumförderung weiter ausbauen.

Aber auch weitere Einzelprojekte erläuterte die Senatorin für Stadtentwicklung anschaulich, beispielsweise die Entwicklung der neuen Stadtquartiere, die Erarbeitung der Leitlinien der Bürgerbeteiligung, der Stand der Modernisierungsrichtlinien und der neuen Genossenschaftsförderung. Besprochen wurden auf der Konferenz aber auch die Meilensteine und aktuellen Entwicklungen, die auf dem Dragoner Areal, dem Haus der Statistik und am ehemaligen Flughafen Tempelhof bereits erreicht wurden.

Aussetzung der Mieterhöhung

Ein Etappenziel einer sozialen Stadtentwicklung erreichte die Senatorin bereits im Dezember vergangenen Jahres. Denn es findet im Sozialen Wohnungsbau zum zweiten Mal in Folge keine Mieterhöhung statt. Im Landeshaushalt sind hierfür 5,6 Mio. Euro bereitgestellt worden. „Durch die Aussetzung der Mieterhöhung frieren wir für rund 46.000 Sozialmiethaushalte die zulässigen Mieten ein. Das entlastet nicht nur die einzelnen Mieterinnen und Mieter, sondern trägt auch dazu bei, dass die Mietpreisspirale im alten Sozialen Wohnungsbau angehalten wird“, so die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen. Die Investitionsbank Berlin (IBB) wurde als zuständige Förderbank beauftragt, die im Sozialen Wohnungsbau zum 01. April jährlich erfolgende Erhöhung der förderrechtlich zulässigen Mieten, um 0,1278 Euro/m² Wohnfläche/monatlich für ein Jahr auszusetzen.

Noch ist dieses Prozedere nicht bei allen Sozialmietwohnungen möglich. Das ist fehlenden Anschlussförderungen aus dem Jahr 2003 und auslaufenden Sozialbindungen geschuldet. Dennoch ist das langfristige Ziel der Senatorin für eine soziale Stadtentwicklung schon gesetzt: „Die Koalition erarbeitet gemeinsam mit meiner Verwaltung Vorschläge für eine grundlegende Gesetzesänderungen und eine nachhaltige Reform der Mieten im Sozialen Wohnungsbau.“ (red)

CG Gruppe AG: Legendärer Steglitzer Kreisel wird wiederbelebt

Nach Jahren des Ringens um die besitzrechtliche Zusammenführung von Sockel und Turm, hat die CG Gruppe AG Anfang Dezember die Baugenehmigung für den Steglitzer Kreisel erhalten. Damit kann der Projektentwickler mit zwei Jahren Verspätung nun eine der bundesweit größten wohnungswirtschaftlichen Revitalisierungen beginnen. Von Seiten des Vorstandsvorsitzenden Christoph Gröner hätte man damit gerne auch schon eher begonnen. Aber er bekam von der Politik Steine in den Weg gelegt. „Die baupolitischen Versäumnisse gehen zu Lasten der Berlinerinnen und Berliner. Den Schaden trägt letztendlich die Stadt“, so Gröner in einem Statement zur schleppenden Wohnungsbaupolitik des rot-rot-grünen Senats.

Für den Steglitzer Kreisel beginnt jetzt ein ganz neues Kapitel, sowohl nutzungs- als auch imagetechnisch. Im bisher gewerblich genutzten Turm entstehen Wohnungen, die Gewerbe im Sockel werden modernisiert. Auch die trist anmutende Umgebung wird durch die Revitalisierung aufgewertet und wiederbelebt.

 

Steglitzer Kreisel | Foto: Fuchshuber

Steglitzer Kreisel | Foto: Fuchshuber Architekten / CG Gruppe AG

 

Steglitzer Kreisel ist ein Monument mit Historie

Von den massiven Problemen der Geburtsstunde des Kreisels wird dann hoffentlich bald niemand mehr sprechen. Insolvenz der Bauträgergesellschaft, verzögerte Fertigstellung, unkalkulierbar steigende Baukosten, Leerstand des Turmes seit 2007. Dies sind nur einige Schlagworte die in Bezug auf die Historie des Gebäudeensembles zu erwähnen sind. In jüngster Geschichte geht es nun bergauf: Bereits im April 2015 nahm die CG GRUPPE AG den Sockel in den Bestand auf. Im September 2016 wurde schließlich auch der Verkauf des Turmes an CG genehmigt.

Zahlreiche Highlights nach Sanierung und Modernisierung

Bis Ende 2021 werden in dem 120 Meter hohen Turm auf 30 Geschosse verteilt über 320 Eigentumswohnungen entstehen. Dabei variieren die Wohnungsgrößen zwischen 45 und 346 Quadratmetern. Auch im Sockel gibt es 67 Wohnungen in der Größe von 35 bis 85 Quadratmetern. Diese werden saniert und im gemäßigten Preissegment wieder vermietet. Auch die Tiefgarage mit über 1.077 Pkw-Stellplätzen wird erhalten bleiben. Obwohl das Vertriebsbüro an der Schloßstraße erst Anfang Mai eröffnet wird, läuft der Vorvertrieb unter dem neuen Projektnamen ÜBerlin bereits auf Hochtouren.

Denn der gute Anschluss an die öffentlichen Verkehrsmittel (Bus, S + U-Bahn) direkt unter dem Gebäudeensemble ermöglicht kurze Fahrtwege in die City. Auch die nahen Erholungsgebiete wie der Grunewald oder der Schlachtensee sprechen für das Objekt. (uc)