FIABCI Prix d’Excellence Germany lobt 2018 zwei Sonderpreise aus

Wie Andreas Ibel, BFW-Präsident und Mitglied der FIABCI Germany Jury, am Dienstag in Berlin bekannt gab, wird Staatssekretär Gunther Adler erneut die Schirmherrschaft für den „FIABCI/BFW Sonderpreis für bezahlbares Bauen“ übernehmen. So sollen Projektentwickler motiviert werden „nachhaltig, innovativ und zugleich auch noch bezahlbar zu bauen“. Angesichts der derzeitigen politischen Rahmenbedingungen stünden Projektentwickler zunehmend vor der Herausforderung, nahezu Unmögliches möglich zu machen.

Aufgrund der Etablierung des Wettbewerbs in der Immobilienbranche und der hohen Ansprüche an die teilnehmenden Projekte, übernehme Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesbauministerium, gerne die Schirmherrschaft. „Vor dem Hintergrund des Wohnraummangels in den Ballungsgebieten zeigt sich, dieser Preis ist am Puls der Zeit“, so Adler.

FIABCI Prix d’Excellence Germany lobt 2018 gleich zwei Sonderpreise aus

Zudem wird 2018 ein zusätzlicher Sonderpreis ausgelobt, der in der Kategorie „Vattenfall Sonderpreis Energie“ Projekte mit hoher Energieeffizienz auszeichnet. So ergänzte Michael Heming, Präsident FIABCI Deutschland, dass die neuen Preiskategorien die Ziele des Wettbewerbs auch nach außen verdeutlichen. „Wir wollen die Synergien zwischen Bauwirtschaft, Baukultur, Politik und Gesellschaft fördern. Dialoge anregen und zu innovativem nachhaltigem Bauen inspirieren“, wird Heming in einer Pressemitteilung zitiert.

Bereits seit 2013 werden in dem von FIABCI Deutschland und dem BFW ausgelobten Wettbewerb, bundesweit Projektentwicklungen in den Bereichen Gewerbe und Wohnen prämiert. Insbesondere einige Berliner Projekte profitierten im vergangenen Jahr von der Auszeichnung als Sprungbrett zum  europäischen Markt.

Das innovative Gesamtkonzept entscheidet

Seit 2014 ist Deutschland eines von fast 20 Ländern, die den traditionsreichen FIABCI Prix d’Excellence als National Award ausloben. Durch die Kooperation der International Real Estate Federation und des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), wurde damit der erste bundesweite Preis für Projektentwicklungen ins Leben gerufen. Unter Einbeziehung eines gelungenen Gesamtkonzeptes von Architektur, Logistik und Wirtschaftlichkeit, Innovation, Nachhaltigkeit und urbaner Integration in den Kategorien Gewerbe und Wohnen, werden die Bewerber honoriert. Entsprechend der Zielsetzung neue Bautrends zu schaffen, bewarben sich auch 2017 vielfältige Projekte.

„Diese decken von der Umnutzung, über den Neubau bis zur Bestandsrevitalisierung und – sanierung im Wohn- und Gewerbebereich die gesamte Bandbreite der Bautätigkeit ab. Kreativität und Qualität sind die Merkmale, die unsere heimischen Projektentwicklungen kennzeichnen. Auch dieses Jahr haben wir wieder Gewinner, die das hohe Niveau der deutschen Projektentwicklungen belegen“, kommentierte Michael Heming, Präsident FIABCI Deutschland und Mitglied der Jury, die Vielfalt.

5 Jahre FIABCI Germany werden im November im Hotel Adlon gefeiert

Genauso wie im letzten Jahr, findet die Preisverleihung im November im Rahmen einer festlichen Gala im Hotel Adlon in Berlin statt.

Bereits vor 25 Jahren wurde der FIABCI Prix d’Excellence von der International Real Estate Federation FIABCI ins Leben gerufen. Insbesondere im Bereich der Projektentwicklungen, gilt er als einer der renommiertesten Preise weltweit. Seit 5 Jahren gibt es den Preis auch in Deutschland. Inzwischen ist es der einzige bundesweite Wettbewerb für Projektentwicklungen in den Bereichen Gewerbe und Wohnen. (red)

Rasante Preissteigerung auch im Berliner Umland

Der angespannte Berliner Wohnungsmarkt, der verstärkt Familien in das gut angeschlossene Umland treibt, kurbelt schon länger Brandenburgs Immobilienbranche an. Doch nun steigen auch dort die Preise in Rekordhöhen. Von 2012 bis 2016 nahmen die Einwohnerzahlen im Umland um 5,6 Prozent zu. In Berlin selbst waren es 5,9 Prozent. Besonders beliebt sind dabei die Regionen Potsdam, Falkensee und Königswusterhausen, ergab der Wohnungsmarktbericht der IBB. Das zunehmende Bauinteresse und die dementsprechenden Quadratmeterpreise bestätigt nun der Grundstücksmarktbericht 2017, den die Brandenburger Landesregierung aufsetzte. Gründe für den Boom sind die gute wirtschaftliche Lage und das niedrige Zinsniveau. Denn im Umland ist nicht nur der Platz für selbst erbauten Wohnraum gefragter denn je. Ein ähnlicher Trend zeichnet sich bei Eigentumswohnungen und dem landwirtschaftlichen Ackerland ab. Gewerbeflächen sind bislang noch „entspannt“ zu haben.

Insgesamt wechselten 2017 über 35.300 Grundstücke in Brandenburg, für ganze 5,9 Milliarden Euro den Besitzer. Gegenüber 2016 stieg der Umsatz hierbei um acht Prozent, während auch das Bauinteresse im siebten Jahr ungebrochen ist. Dabei sind vor allem Gebiete mit gut angeschlossenem Berliner Nahverkehr sehr begehrt, für welche die Preise unvergleichbar hoch getrieben wurden. Inzwischen sind im südwestlichen Kleinmachnow Quadratmeterpreise von 527 Euro hinzublättern. Damit ist das Kaufen dort teurer als in der Landeshauptstadt. Potsdam-Mittelmark erscheint hier sogar als günstige Alternative.

 

In Kleinmachnow liegen die Grundstückspreise inzwischen höher als in der Landeshauptstadt Potsdam. | Foto: pixabay.com

In Kleinmachnow liegen die Grundstückspreise inzwischen höher als in der Landeshauptstadt Potsdam. | Foto: pixabay.com

 

Wegziehen aus der Berliner Wohnsituation wird nicht günstiger

Am teuersten werden die berlinnahen Grundstücke verkauft, wenn diese individuell mit Ein- oder Zweifamilienhäusern bebaut werden sollen. Als „Lokomotive“ der Grundstücksgeschäfte bezeichnet Jürgen Kuse, Vorsitzender des Gutachterausschusses, der den Grundstücksmarktbericht erarbeitet, auch das Grundstück für das Eigenheim. „Sie machen 60 Prozent aller Kauffälle und 45 Prozent des Gesamtumsatzes aus“, so Kuse. Hierfür wurden 2017 ganze 6.628 Kaufverträge unterzeichnet. Dabei bleiben die Zahlen der abgeschlossenen Verträge relativ stabil, der Umsatz steigt jedoch. Wodurch klar ist, dass sich die Nachfrage, die sich in den letzten Jahren praktisch verselbstständigte, direkt in den Grundstücks- und Immobilienpreisen niederschlägt. Dreieinhalb Mal so viel wie in ländlichen Gebieten, beispielsweise in Barnim oder im Havelland, kostet ein Haus im Berliner Umland. So äußert sich der zweithöchste Boom seit der Wende vor allem in direkter Nähe zur Hauptstadt.

In ländlicheren Umgebungen, aus denen man Berlin nicht innerhalb einer Stunde Fahrtzeit erreicht, sind Grundstücke noch erschwinglich. Während man in der Landeshauptstadt Potsdam und Umgebung Quadratmeterpreise von 400 Euro aufwärts zahlt, liegt man an den preiswertesten Orten noch unter sieben Euro. In Heideblick (Dahme-Spreewald) und Ziesar kostet der Quadratmeter bislang 5,48 beziehungsweise 6,47 Euro. Bei eigenem Kaufinteresse lohnt es sich derzeit also, die ländliche Marktlage permanent im Blick zu haben, bevor es auch in Brandenburg keine  bezahlbaren Grundstücke mehr gibt. In Berlin kann man wohl selbst durch aufmerksame Beobachtung wohl eher kein erschwingliches Grundstück mehr ergattern.

 

Mehrheitlich zwar selbst genutzt, ist eine Immobilie gerade jetzt auch eine beispiellose Geldanlage. | Foto: pixabay.com

Mehrheitlich zwar selbst genutzt, ist eine Immobilie gerade jetzt auch eine beispiellose Geldanlage. | Foto: pixabay.com

 

Ländliche Gebiete zukünftig als Berliner Umland gehandelt

Doch auch weiter entfernte Städte, wie in Nähe der Havel oder Cottbus werden gefragter. Hier stiegen die Zahlen der Kaufverträge um 78 beziehungsweise um 156 Prozent in den letzten Jahren. Eine bislang günstigere Alternative bieten kreisfreie Städte so wie Frankfurt (Oder), wo sich Quadratmeterpreise zwischen elf und 440 Euro bewegen. Durchschnittlich ist der Quadratmeter dort für 110 Euro zu haben. Doch auch dieser Mittelwert stieg 2017 um 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

„Der Boom ist ungebrochen“, sagt Brandenburgs Innenstaatssekretärin Katrin Lange. Und dieser Boom weitet sich auch in ländliche Gebiete aus, da der anhaltende Preisanstieg auch zu einem veränderten Kaufverhalten führt. Mit Blick auf die Berliner Mietpreissprünge, ergattert man Alternativen für den Bau des Eigenheims in Unabhängigkeit vom Mietspiegel, solange diese noch halbwegs erschwinglich sind. Auch wenn man hierfür eine längere Fahrtzeit in Kauf nimmt. Mehrheitlich zwar selbst genutzt, ist eine Immobilie gerade jetzt jedoch auch eine beispiellose Geldanlage.

 

Nicht die beste Anbindung an die Hauptstadt zu haben, wird bald kein Argument mehr sein im Brandenburger Umland nicht zu bauen. | Foto: pixabay.com

 

Entwarnung für Gewerbeflächen

Für den Grundstücksmarktbericht analysiert ein unabhängiges Gremium aus Vertretern der Immobilienwirtschaft, die vom Brandenburger Innenministerium berufen werden, Kaufverträge des letzten Jahres. Notare übermitteln die beglaubigten Grundstücksverträge an die ehrenamtlich arbeitenden Gutachter des Ausschusses.

Beim Thema Gewerbeflächen können Unternehmen laut Gremium, anders als in Berlin, entspannter den passenden Standort finden oder sich überhaupt noch die Mühe einer Suche machen. Lediglich 1400 Flächen wurden 2017 verkauft, während die Quadratmeterpreise in Berliner Nähe durchschnittlich bei 66 Euro lagen. In berlinferneren Gebieten kann sich Gewerbe, das in Berlin keine Niederlassung mehr findet, derzeit für 19 Euro pro Quadratmeter ansiedeln. Das Land Brandenburg hingegen muss diese Chance der günstigen Standortfaktoren zukünftig kräftiger nutzen, um reale Ansiedlungen zu generieren.

 

Den Trend zu beobachten scheint essentiell, bevor der Wohntraum im Grünen, nach dem Wohnen im angestammten Kiez auch noch platzt. | Foto: pixabay.com

Den Trend zu beobachten scheint essentiell, bevor der Wohntraum im Grünen, nach dem Wohnen im angestammten Kiez auch noch platzt. | Foto: pixabay.com

 

Ungebrochener Boom, steigende Preise

Obwohl die bevorzugten Annehmlichkeiten des Umlandes ganz klar durch Großstadtnähe charakterisiert werden, holen auch einige Orte außerhalb des Umlandes auf. In der Nähe des Jobs, der Einkaufsmöglichkeiten, kulturellen Freizeitaktivitäten oder der Freunde zu sein, wird bald nicht mehr alleinig ausschlaggebend sein. Städte wie Eberswalde, Rathenow und Fürstenwalde verzeichnen überdurchschnittliche Preisanstiege. Die Gründe für den Boom, wie eine gute wirtschaftliche Lage, sowie die Berliner Wohnungsnot werden in den nächsten Jahren nicht abnehmen.  Den Trend zu beobachten scheint essentiell, bevor der Wohntraum im Grünen, nach dem Wohnen im angestammten Kiez auch noch platzt. (cn)

Der BERLINPartner aus den Niederlanden

Dr. Harry van Caem ist derzeit regelmäßig zu Besuch in Berlin. Der niederländische Investor ist weltweit aktiv, aktuell nehmen ihn jedoch seine Projekte in der Hauptstadt besonders in Anspruch. Auf dem Empfang 100 Jahre Berliner Pressekonferenz konnte ihn Wirtschaftssenatorin Ramona Pop daher auch überzeugen, dem Netzwerk von BERLINPartner, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landes Berlin, als Partner beizutreten.

Van Caems Projekte, zum Beispiel die Fellini Residences nahe dem Gendarmenmarkt oder die Bürolofts in den Muratti Höfen sowie die Feratti Offices legen Zeugnis ab vom Boom der wachsenden Stadt.

„Berlin ist aktuell weltweit einzigartig. Bunt, multikulturell und attraktiv für Menschen aus aller Welt, bietet Berlin viele Chancen. Als BERLINPartner möchte ich teilhaben an der Entwicklung der Stadt und dazu einen Beitrag leisten“, sagt Dr. van Caem.

Boomtown Lichtenberg

Schon seit einiger Zeit hat der niederländische Investor Lichtenberg ins Auge gefasst und das Potenzial des Bezirks lange vorhergesehen. In der Landsberger Allee plant van Caem bereits zwei Wohngebäude mit insgesamt fast 1.750 Wohneinheiten, in der unweit gelegenen Rhinstraße kommen weitere 110.000 Quadratmeter BGF Büroflächen hinzu. Aktuell ist jedoch der Coppi-Gewerbepark an der Frankfurter Allee das Herzensprojekt des dynamischen Niederländers.

5.000 Arbeitsplätze für Lichtenberg

Eine große Chance für den Bezirk, denn auf der brachliegenden und ungenutzten Fläche sollen Büroflächen entstehen, die Lichtenberg circa 5.000 Arbeitsplätze bescheren würden. Namhafte Unternehmen wie ein großer Automobilkonzern oder der Marktführer für Immobiliensuchmaschinen haben bereits Interesse an insgesamt über 66.000 Quadratmetern Bürofläche signalisiert und würden bei einem konkreten Fertigstellungsdatum damit 60 Prozent der Flächen mieten. Laut van Caem eine Riesenmöglichkeit für Lichtenberg: „Ich denke, dass wir dem Bezirk Lichtenberg mit dem Coppi-Gewerbepark eine großartige Perspektive bieten. Nicht nur, dass ein brachliegendes Areal entwickelt wird und eine gravierende Zahl an Arbeitsplätzen entstehen würde, durch die Ansiedlung solch international namhafter Player an dem Standort, könnte sich Lichtenberg als Hotspot für innovative Unternehmen positionieren.“

Lichtenberg hat eine Gesamtarbeitslosenzahl von knapp 12.000 Menschen (Quelle: Statistik Arbeitsagentur) zu verzeichnen. 5.000 durch den Coppi-Gewerbepark geschaffene Arbeitsplätze sind aus Sicht von Dr. van Caem ein „signifikanter Beitrag“ für die Entwicklung des Bezirks. Dafür erhält van Caem auch Unterstützung von der Industrie- und Handelskammer Berlin, die dem Standort nach jahrelangem Stillstand an diesem äußerst verkehrsgünstig und zentral gelegenen Standort nun durch den Coppi-Park eine „positive Bewegung“ attestieren. Baustadträtin Birgit Monteiro schließt sich dem an und „begrüßt die beabsichtigte Gewerbeansiedlung“. Gemeinsam mit dem Bezirk löst Harry van Caem gerade wichtige Fragen der Verkehrsinfrastruktur. Dann hofft er, das Projekt im Rahmen des bestehenden Baurechts und ohne langwieriges Bebauungsplanverfahren an den Start bringen zu können. Damit kann aus der Brache schon bald ein lebendiges Quartier werden. Van Caem: „Dafür kämpfe ich und hoffe, auch die Bezirkspolitiker von dem Vorhaben überzeugen zu können.“ (ak)

Trotz steigenden Mietpreisen – Der Berliner Immobilienmarkt boomt

Die Attraktivität Berlins als Wohn- und Arbeitsort steigt von Jahr zu Jahr. Auf dem Weg zur Metropole wächst die Stadt Jahr für Jahr, besonders in den letzten fünf Jahren stieg die Bevölkerung jedoch sprunghaft an. Aktuell steigt die Einwohnerzahl jedes Jahr um 40.000 Menschen. Dementsprechend hoch ist die Nachfrage nach bezahltem Wohnraum. Wer sich jedoch heute in Berlin nach preisgünstigen Wohnungen umschaut, wird nur wenig Glück haben. Denn die Hauptstadt hat derzeit mit drastisch steigenden Mieten zu kämpfen. Auch die Leerstandsquote sinkt weiterhin auf 1,6 Prozent.

Nichtsdestotrotz hält der Boom auf dem Immobilienmarkt aufgrund des wachsenden Nachfrageüberhangs für Wohnimmobilien weiterhin an. Um den Bedarf an Wohnraum und auch an Arbeitsstätten decken zu können, sind bereits mehrere Projekte geplant. So hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen das Wohnungs- und Städtebauprogramm Wachsende Stadt initiiert. Dieses beinhaltet den Bau von 14 Stadtquartieren.

Ein Ende des Booms ist nicht in Sicht

Trotz der steigenden Preisen bleibt die Nachfrage nach Wohnraum, aber auch nach Bürofläche ungebrochen. Vor allem wollen immer mehr Start-up Unternehmen ihren Standort nach Berlin verlegen. Denn die Hauptstadt verfügt über eine gut ausgebaute Infrastruktur, ein großes Flächenangebot und ein breites Angebot an hoch qualifizierten Arbeitskräften.

„Dass eine Vielzahl an großen Unternehmen derzeitig darüber nachdenken, ihre Zentrale nach Berlin zu verlagern, ist in dieser Dimension neu für die Stadt. Es unterstreicht aber wie dynamisch der Standort mittlerweile von nationalen wie internationalen Firmen gesehen wird“, so Jan-Niklas Schroers, Associate Director und Teamleader Office Agency bei Savills Berlin.

 

Die Nachfrage nach Bürofläche bleibt weiterhin hoch. Immer mehr Start-ups wollen sich in Berlin niederlassen. | Foto: pixabay.com

Die Nachfrage nach Bürofläche bleibt weiterhin hoch. Immer mehr Start-ups wollen sich in Berlin niederlassen. | Foto: pixabay.com

 

Wohnen auch außerhalb des S-Bahn-Ringes wird gefragter

Infolge der sinkenden Leerstandquote und den steigenden Mietpreisen ziehen immer mehr Menschen in den Berliner Speckgürtel um. Auch Randlagen rund um den S-Bahn-Ring rücken immer mehr in den Fokus.

„Für große, namhafte Mieter kommen immer mehr auch Lagen um den S-Bahn-Ring infrage. Hier können sie noch für 15 bis 20 Euro Flächen mieten anstatt die Spitzenmietpreise in den besten Lagen zahlen zu müssen“, erklärt Schroers.

Für den Berliner Markt wird 2019 etwas Entlastung erwartet

Aufgrund der Flächenpipeline könnte sich der Berliner Markt ab 2019 etwas erholen. So geht aus dem Büromarktbericht des Immobilien-Dienstleistungsunternehmens Savills hervor, dass im kommenden Jahr knapp 500.000 m² neue Bürofläche entstehen soll. 2020 sind sogar 700.000 m² geplant. „Durch die zu erwartende Entwicklung im kommenden Jahr dürfte das Mietpreiswachstum – je nachdem wie sich die Nachfrage entwickelt – in der Folge verlangsamen“, sagt Christian Leska, Managing Director Office Agency bei Savills in Berlin.

 

Flächenpipeline könnte Berliner Markt entlasten | Quelle: Savills

Flächenpipeline könnte Berliner Markt entlasten | Quelle: Savills

 

Darüber hinaus will Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, nun den Wohnungsbau weiter ankurbeln. So will Lompscher die Zahl der Stadtquartiere von 11 auf 14 erhöhen. Demnach sollen bis zum Jahr 2030 rund 42.000 neue Wohnungen gebaut werden. (dn)

Urbane Mitte am Gleisdreieck: Gespräche über die Stadt der Gegenwart

Wie können wir Städte abseits ferner Zukunftsszenarien anders denken, bauen und gestalten? Unter diesem Leitsatz luden die Urbane Mitte Am Gleisdreieck, COPRO, das Architekturbüro O&O Baukunst sowie das künftige Urban Ideation Lab „B-Part“ am 1. Juli zum Dialog ein. Mit Experten aus dem Transportwesen, der Start-up-Szene, der Nighttime Economy, der Kunstszene und der Literatur wurden über Zukunftsszenarien Berlins diskutiert.

Zu den Speakern der Veranstaltung zählten Markus Penell, Leiter des Architekturbüros O&O Baukunst, und der Berliner Künstler Christian Awe. Erster hat gemeinsam mit seinem Büro den Masterplan für das künftige Stadtquartier „Urbane Mitte Am Gleisdreieck“ entwickelt. Darüber hinaus diskutierten u.a. Dr. Meike Niedbal, Head of Business Development DB Station & Service und Project Lead Smart Cities, und Tresor-Gründer Dimitri Hegemann über die Themen Mobilität, Start-ups, Kunst und Kultur sowie das Nachtleben Berlins. Durch das Panel führte der Journalist und Sachbuchautor Dr. Christian Ankowitsch.

 

v.l.n.r. Christian Awe, Darius Moeini, Markus Penell, Dr. Meike Niebdal, Jackie Thomae | Foto: HGEsch Photography

v.l.n.r. Christian Awe, Darius Moeini, Markus Penell, Dr. Meike Niebdal, Jackie Thomae | Foto: HGEsch Photography

 

B-Part: Das Urban Ideation Lab zum Mitgestalten der Lebens- und Arbeitswelten von morgen

Den Startschuss zur Veranstaltung gab Ansgar Oberholz, Gründer des Co-Working-Pioniers „St. Oberholz“. Dort, wo zukünftig die „Urbane Mitte Am Gleisdreieck“ eine der letzten großen Lücken Berlins schließen soll, wird bereits Anfang 2019 ein temporäres Gebäude in modularer Holzbauweise errichtet. So bietet B-Part auf circa 1.000 Quadratmeter direkt am Park ein Innovation Space für Menschen, die die Lebens- und Arbeitswelten von morgen mitgestalten möchten. Zudem entstehen im B-Part rund 100 Plätze für flexibles, gesundes und inspirierendes Arbeiten. Damit wird B-Part eine Schnittstelle aus Kreativwerkstatt, Experimentierlabor und Ideenschmiede.

Ob Industrie oder Start-ups – das Urban Ideation Lab wird eine Plattform, die Know-how und Content von unterschiedlichsten Ideen und Menschen generiert und zugänglich macht. „Es soll als Pionier für die Quartiersentwicklung der Urbanen Mitte Am Gleisdreieck und das menschliche Zusammenleben von morgen fungieren“, erklärt Oberholz, der das Projekt bis zu seiner Eröffnung als Ambassador begleiten wird.

Urbane Mitte Am Gleisdreieck: Stadtquartier der Zukunft im Herzen Berlins

Danach stellte Markus Penell von O&O Baukunst unter dem Motto „Stein“ den über 150 BesucherInnen die Themen Architektur und Städtebau in der heutigen Zeit an jenem Ort vor, wo das Stadtquartier entstehen wird. Penell präsentierte in seiner Keynote u.a. das städtebauliche Konzept der „Urbanen Mitte Am Gleisdreieck“. Dort werden in Zukunft lokales Handwerk und regionale Produktion mit kollaborativen Arbeitswelten und neuen Mobilitätsideen verbunden. Die Panelgäste konnten die Gebäudekörper, die auf dem Areal entstehen werden, in Miniatur vor Ort hautnah erleben. Denn eigens für das Festival wurde ein begeh- und erlebbares Holzmodell des Stadtquartiers im Maßstab 1:20 gebaut, das als Bühne für die Veranstaltung diente.

 

Panel „Zufall, Stein und Hyperloop“ auf der Urbanen Mitte Am Gleisdreick | Foto: HGEsch Photography

 

Kultclub Tresor: Mut zu Unfertigem und Zufälligem

Dimitri Hegemann erzählte zum Element „Zufall“. So erklärte er, wie er durch eine unvorhergesehene Situation die richtige Lokalität für seinen späteren Technoclub „Tresor“ fand. Dieser entwickelte sich mit seinem unfertigen und authentischen Charme schließlich zu einem wichtigen Bestandteil der Nighttime Economy in Berlin.

Nachdem der Mauerfall die Stadt zum Explodieren brachte, entstanden viele neue Räume und kreative Ideen. Menschen feierten die unkontrollierte Eigendynamik und verliehen Berlin neue Energie. Die gereifte Subkultur wurde umbenannt in Kreativwirtschaft. In diesem Kontext plädierte er dafür, dass in der heutigen Zeit mehr Experimentierraum gegeben werden muss, um diesen Spirit auch künftig beizubehalten.

Mobilitätkonzepte: von der Stadt zur Smart City

Zum Abschluss der Veranstaltung verriet Dr. Meike Niedbal, Head of Business Development DB Station & Service, im Panel „Bewegung“, wie die Deutsche Bahn Mobilität als städteformendes Element erkennt und welche Rolle die Menschen bei der Gestaltung von intelligenten und flexiblen Mobilitätslösungen spielen. Sie eröffnete in ihrer Keynote „Smart Cities: Logistik, Mobilität und Bahnhöfe“ neue Blickwinkel auf innerstädtische Verkehrskonzepte der Gegenwart und Zukunft. (red)

Wie geht es am Checkpoint Charlie weiter? Öffentliche Debatte soll verfahren beflügeln

Am 4. Juli 2018 fand die dritte öffentliche Veranstaltung zur „Zukunft Checkpoint Charlie“ statt. Die Debattenreihe begleitet den umfassenden Beteiligungsprozesses, den die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen im Zusammenhang mit dem Aufstellungsverfahrens für den Bebauungsplan 1-98 „Checkpoint Charlie“ durchführt. Auch die Ergebnisse des gestrigen Abends fließen in das Planungsverfahren ein, welches die Grundlage für den Bebauungsplan bildet.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Zwischenergebnisse der Arbeiten der sieben am städtebaulichen Workshopverfahren teilnehmenden Architekturbüros vorgestellt: Caramel architekten, COBE Berlin, David Chipperfield Architects, Graft, Hild und K Architektur, J.MayerH. und Partner sowie Sauerbruch Hutton. Die Besucherinnen und Besucher hatten im Anschluss die Möglichkeit, Feedback, Wünsche und Anmerkungen für die weitere Bearbeitung der Arbeitsstände abzugeben.

Städtebaulicher Workshopverfahren am Checkpoint Charlie

Der Projektentwickler hatte vor kurzem zugestimmt, sein Hotelprojekt östlich der Friedrichstraße in einem zeitnahen Workshopverfahren städtebaulich überprüfen zu lassen. Im Rahmen des städtebaulichen Workshopverfahrens für beide Grundstücke und des Realisierungswettbewerbs wird es neue Pläne zum Städtebau und zur architektonischen Umsetzung geben. Für den westlichen Bereich mit einem komplexen Nutzungsprogramm soll ein Realisierungswettbewerb folgen. Zu gestalten sind auch die Straßenräume und Freiflächen auf dem privaten Gelände (ca. 1000 qm). Hier ist besonders die Bürgermeinung gefragt ob eine Fußgängerzone, eine verkehrsberuhigte Straße oder eher weiterhin eine in der Friedrichstadt übliche Straße präferiert wird.

Die Investorengruppe Trockland beabsichtigt am Checkpoint Charlie eine städtische Bebauung zu realisieren. Das Land Berlin verhandelt um Flächen für ein Museum mit Freifläche, einen Wohnanteil sowie weitere gewerbliche Nutzungen in den Gebäuden. Um der besonderen Bedeutung des Ortes und der Vielschichtigkeit der Interessen gerecht zu werden und dabei gleichzeitig die städtebauliche Entwicklung der privaten Flächen planungsrechtlich zu steuern, stellt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen einen Bebauungsplan auf.

Beteiligungsprozess läuft bereits

Der laufende Beteiligungsprozess findet im Rahmen des Bebauungsplan- Aufstellungsverfahrens statt und steht im Zusammenhang mit einem zweistufigen Planungsverfahren, das als ergebnisoffener Erkenntnisprozess angelegt ist. Die Ergebnisse aus der Beteiligung fließen in den Planungsprozess ein. Die Erarbeitung verschiedener Varianten und städtebaulicher Typologien unterstützt dabei die Abwägung entsprechender Vor- und Nachteile gegenüber der vormals angedachten Blockrandbebauung.

Eine Ausstellung zum Beteiligungsprozess und den städtebaulichen Entwürfen wird am 2. August 2018 eröffnet, auch hier wird wieder die Meinung der Besucherinnen und Besucher gefragt sein. (red)

Wohnungsbau: Der Bedarf bleibt trotz Zuwachs

In Berlin wurden 2017 gut 20 Prozent mehr Wohnungen gebaut als im Jahr zuvor. Dennoch ist die Entwicklung im Wohnungsbau „noch nicht bedarfsgerecht“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg e.V., Dr. Robert Momberg. Damit reagierte er auf die Bekanntgabe der Anzahl der Wohnungsfertigstellungen 2017 in Berlin durch das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Momberg weiter: „Die Versäumnisse der Vergangenheit, insbesondere was die Schaffung von preisgünstigem Wohnraum anbelangt, haben zu einer Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt geführt, die entschieden verbessert werden sollte.“

2017 wurden in der Hauptstadt 12.785 Wohnungen fertiggestellt. Im Vergleich zu 2016 ein Zuwachs von 20,5 Prozent. Die Zahl der Berliner Einwohner stieg dabei 2017 gegenüber 2016 um 1,1 Prozent. Zwar harmonierte die Wohnungsbauentwicklung damit rein rechnerisch durchaus mit der Bevölkerungsdynamik. Um jedoch den wachsenden Einwohnerzahlen insgesamt gerecht zu werden, hätte deutlich mehr Wohnungen gebaut werden müssen.

Bedarfsprognose für Wohnungsbau nicht erreicht

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen hatte im Vorjahr eine Bedarfsprognose ermittelt, wonach jährlich 20.000 neue Wohnungen bereitgestellt werden müssten, um sowohl der Bevölkerungsentwicklung als auch dem hohen Nachholbedarf Schritt zu halten. Die Zahlen der in 2018 bislang erteilten Genehmigungen zur Schaffung von Wohnraum „zeigen, dass der Wohnungsbau in Berlin auch im laufenden Jahr noch von einer bedarfsgerechten Entwicklung entfernt ist“, sagt Momberg.

Angesichts des Wohnraummangels wird das Wohnen immer teurer. Die durchschnittlichen Nettokaltmieten stiegen in Berlin innerhalb der vergangenen fünf Jahre um 40 Prozent an. Die Immobilienpreise zogen ebenfalls an – für Eigentumswohnungen um 54 Prozent, bei Häusern sogar um 65 Prozent.  Die Kaufwerte für Bauland haben sich von 2016 auf 2017 mit einem Plus von 150 Prozent mehr als verdoppelt. Auch die Kosten für Personal, Baumaterial, Energie, Transporte, Deponiegebühren, Planung und Architektenleistungen haben sich verteuert, mit  entsprechenden Auswirkungen auf die Erstellungskosten für Wohnungen. Die haben sich, gemessen an den Baukosten für einen Quadratmeter Wohnraum, 2017 relativ zum Vorjahr um fünf Prozent erhöht.

 

Berlin braucht jährlich 20.000 neue Wohnungen | Foto: pixabay.com

Berlin braucht jährlich 20.000 neue Wohnungen | Foto: pixabay.com

 

Warnung vor weiteren Verwerfungen

Wenn dieser Entwicklung nicht konsequent in Form der zügigen Schaffung von bezahlbarem Wohnraum Einhalt geboten werde, ist gerade in Städten wie Berlin mit seiner hohen Anziehungskraft mit weiteren Verwerfungen auf dem Wohnungsmarkt zu rechnen, so die Warnung des Bauindustrieverbandes. „Die Politik in Berlin hat das Wohnungsproblem erkannt. Wir fordern, dass alle bestehenden Programme und Förderinstrumente zur Schaffung von Wohnraum gerade im unteren Preissegment umgesetzt und darüber hinaus weitere Anstrengungen unternommen werden, die den Wohnungsbau in Berlin weiter ankurbeln, um das Wohnungsproblem innerhalb der nächsten Jahre positiv zu lösen“, so der Appell des Hauptgeschäftsführers Momberg. (hf)

Urbane Mitte: Zufall, Stein und Hyperloop

Berlins Stadtbild befindet sich durch einen historischen Stilmix im stetigen Wandel. Das MakeCity, das Festival für Architektur und Andersmachen, gibt noch bis zum 01.07.2018 Impulse und Strategien für eine innovative und nachhaltige Stadtplanung.

Ein besonderes Highlight wird am letzten Festivaltag stattfinden: Unter dem Titel „Zufall, Stein und Hyperloop“ findet ab 13:30 Uhr auf dem Grundstück des Projektes Urbane Mitte am Gleisdreieck, direkt neben dem BRLO Brwhouse, eine Paneldiskussion statt. Speaker verschiedener Branchen werden ihre Blickwinkel auf das Thema Stadtentwicklung darlegen.

Die Stadt im stetigen Wandel

Beim Panel sollen Fragen wie „Wie können wir unsere Städte abseits ferner Zukunftsszenarien anders denken, bauen und gestalten? Hier und jetzt?“ kontrovers diskutiert werden. Dafür beschäftigten sich die Panelteilnehmer mit jenen Treibern, die den komplexen Wachstums- und Veränderungsprozessen von Metropolen zugrunde liegen. Mit dem Zufall, da er alle Planungs- und Realisierungsprozesse mitgestaltet. Mit der Hardware, die als steingewordener Raum den Stadtkörper formt. Und mit den Menschen und Gütern, die sich bewegen oder bewegt werden und damit die urbanen Nervenstränge frequentieren und formen. Alle drei Komponenten bestimmen die Urbanität, Lebensqualität und Wandlungsfähigkeit einer Metropole.

Teilnehmer des Panels sind u.a.:

  • Dr. Meike Niedbal | Head of Biz Dev DB Station & Service, Project Lead Smart Cities
  • Jackie Thomae | Ratgeberbuch- & Bestseller-Autorin, Journalistin, Trend- & Transformationsexpertin
  • Dimitri Hegemann | Gründer Tresor, Berlin-Detroit Connection, Happy Locals u. a., Freiraumgestalter & Nighttime Economist
  • Darius Moeini | Co-Founder Numa Berlin, Project Lead Accelerator & Smart City Innovation Program, Urban Change Expert
  • Markus Penell | Partner / GF O&O Baukunst, Kurator O&O Depot, Architekt der Urbanen Mitte am Gleisdreieck
  • plus Special Guest

Dr. Christian Ankowitsch, Journalist und Sachbuchautor, wird die Veranstaltung moderieren.

Urbane Mitte am Gleisdreieck

Im Rahmen des MakeCity Festivals wurden für jede dieser drei Dimensionen besondere Gäste eingeladen. Diese werden mit den Besuchern die Möglichkeiten einer anderen Stadt diskutieren und sie subjektiv kartographieren.

Stattfinden werden die Gespräche am Berliner Gleisdreieck. Der urbane Hub steht beispielhaft für die Veränderung und die Dynamik Berlins. Früher wurden hier Waren und Güter umgeschlagen. Heute rattern Hochbahnen durch den beliebten Park am Gleisdreieck. In naher Zukunft wird hier auf 3,2 Hektar ein neues Stück Stadt entstehen.

Konzipiert wurde das Panel von Ortner & Ortner Baukunst und COPRO, für deren Stadtentwicklung „Urbane Mitte am Gleisdreieck“ Ortner & Ortner Baukunst den Masterplan entworfen hat – sowie vom B-PART, dem „Lab For Urban Shift“ auf dem Projektgrundstück der Urbanen Mitte am Gleisdreieck. Die Moderation übernimmt Christian Ankowitsch, Sachbuchautor und Journalist. (red)

SANUS AG feiert Richtfest für 4**** Lifestyle-Hotel in Kreuzberg

„Kreuzberger Nächte sind lang …“, so lautet ein berühmter Gassenhauer der Gebrüder Blattschuss aus den siebziger Jahren. Das Nachtleben des Berliner Szenebezirks ist nach wie vor legendär. Der Bezirk ist international bekannt für seine multikulturelle Bewohner und ein vielfältiges Kulturleben: Kreative, Gastronomen, Touristen und Lebenskünstler zieht es in den angesagten Kiez. Das Flair ist einzigartig und unvergleichlich bunt. Dabei ist Kreuzberg, trotz seiner zentralen Lage und der großen Attraktivität, immer noch wesentlich günstiger als Innenstadtbezirke in anderen Metropolen.

4**** Hotel mit 74 Apartments für Touristen und Nachtschwärmer

Nun feiert die SANUS AG in der Blücherstraße 12, inmitten eines belebten Wohn- und Geschäftsviertels, Richtfest für ein besonderes Neubauprojekt. Das Gebäude wird ein 4**** Hotel beherbergen und über 74 Apartments in unterschiedlichen Größen verfügen. Den Kreuzberger Kiez hautnah erleben und dabei modern, stylish und entspannt wohnen: Das wird der Anspruch des Hotels nach seiner Fertigstellung sein.

Kreuzberg: Lage mit Potenzial

Die SANUS AG hat das Potenzial dieser Lage früh erkannt. Kreuzberg ist mit seinem Karneval der Kulturen und dem lebhaftes Clubleben ein Besuchermagnet und mit öffentlichen Verkehrsmitteln optimal angebunden. Für das Unternehmen ist die Realisierung des Apartmenthotels das erste Projekt dieser Art. In Friedrichshain plant die SANUS AG bereits ein ähnliches Projekt in der Landsberger Allee. Vorstand Siegfried Nehls ist ein Visionär mit einem feinen Gespür für die Bedürfnisse der Hauptstadt, bei der Auswahl der Projekte berücksichtigt die SANUS AG die Besonderheiten des jeweiligen Standorts.

 

Anstoßen auf das Richtfest: v.l.n.r.; Jan Holstein, Geschäftsführer SANUS AG, Holger Siegel, Geschäftsführer Sicon GmbH, Peter Franke, Architekt und Bauleiter

Anstoßen auf das Richtfest: v.l.n.r.; Jan Holstein, Geschäftsführer SANUS AG, Holger Siegel, Geschäftsführer Sicon GmbH, Peter Franke, Architekt und Bauleiter | Foto: BERLINboxx

 

„Gerade Kreuzberg ist für viele Menschen anziehend. Ganz besonders auch für Menschen, die nur einen kurzen Besuch in der Stadt planen. Mit diesem Hotel haben diese Besucher die Möglichkeit, in den ganz speziellen Kreuzberg-Lifestyle einzutauchen und das besondere Flair dieses ikonischen Bezirks zu erleben“, so Jan Holstein, Geschäftsführer des Bauherrn.

Holger Siegel, Geschäftsführer der Sicon GmbH, eines der bedeutendsten Dienstleistungsunternehmen in der Projektentwicklung von Serviced Apartments, freut sich über das Projekt in dieser besonderen Lage: „Das Projekt hier in der Blücherstraße hat für uns einen ganz besonderen Stellenwert. Wir wollen damit in der Hauptstadt Fuß fassen und planen bereits weitere Projekte hier in Berlin. Gerade  in Kreuzberg haben wir das ganz spezielle Berliner Flair und wir freuen uns darauf, das Hotel nach seiner Fertigstellung hier im Kiez zu betreiben.“

Baubeginn war im Frühjahr 2017, nun wird bereits Richtfest gefeiert. Die Fertigstellung ist für 2019 geplant. (ak)

Wohnträume der Berliner: Eigene vier Wände im grünen Umland

Das Berliner Umland wird immer attraktiver für Wohnungssuchende, die den Dilemmata des Berliner Wohnungsmarktes überdrüssig sind. Wegen steigender Mieten und dem Wohnungsmangel ziehen immer mehr Berliner in den städtischer werdenden Speckgürtel der Hauptstadt. Sie wollen sich dort ihre Wohnträume erfüllen. Die Zahlen des Wohnungsmarktberichts der Investitionsbank Berlin (IBB) erfassen ein vergleichbares Wachstum der Einwohnerzahlen im Umland wie in Berlin selbst. Von 2012 bis 2016 stiegen die Einwohnerzahlen im Umland um 5,6 Prozent an, in Berlin selbst waren es 5,9 Prozent. Besonders beliebt sind dabei die Regionen Potsdam, Falkensee und Königswusterhausen. Einfamilienhäuser dominieren weiterhin das Baugeschehen des Umlandes. Doch auch der Geschosswohnungsbau im Großstadtstil wird angesichts der Zuzüge nötig und lukrativ für Projektentwickler sein.

Mit den steigenden Einwohnerzahlen erhöhen sich natürlich auch die infrastrukturellen Anforderungen an das Brandenburger Umland und die Verbindungen nach Berlin. Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher sieht schon lange die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit der beiden Länder. „Dass das Wachstum Berlins auch Auswirkungen auf Brandenburg und insbesondere die Umlandgemeinden hat, liegt auf der Hand. Wir stehen deshalb im ständigen Dialog, u.a. im kommunalen Nachbarschaftsforum, um auch die Entwicklung der wachsenden Stadtregion in einer geordneten und städtebaulich sinnvollen Art und Weise gemeinsam voranzubringen“, so Lompscher.

 

Die Anforderungen an die Infrastruktur der Umlands-Siedlungen erhöhen sich. | Foto: pexels.com

Die Anforderungen an die Infrastruktur der Umlands-Siedlungen erhöhen sich. | Foto: pexels.com

 

Die Wohnträume wären im Berliner Umland realisierbar

Rund 27.000 Wohnungen wurden im starken Wachstumszeitraum 2012 bis 2016 in Stadtnähe in Brandenburg gebaut, weitere 15.000 sind bereits genehmigt. Die meisten Fertigstellungen verzeichnete die Landeshauptstadt Potsdam. Mit einer Zunahme an Baugenehmigungen von 11,8 Prozent ist kein Ende der dynamischen Wohnungsbauentwicklung in Sicht. Die Attraktivität des Wohnens an der Schnittstelle zwischen städtischen Möglichkeiten und ländlicher Ruhe ist unangefochten. Wer im sogenannten Speckgürtel der Hauptstadt wohnt, nimmt das Beste von beidem mit. Doch stellt sich die Frage, ob die erhöhte Abwanderung ins Umland einem Wohntraum vom Leben im Grünen in städtischer Nähe entspricht. Oder ob sie vielmehr eine Konsequenz der dramatischen Wohnsituation Berlins ist.

Der Großteil der Deutschen lebt in Geschosswohnungen mit mindestens vier Zimmern, die unter 100 Quadratmeter groß sind. Dieses Profil ergab die vom Baufinanzierungsvermittler Interhyp veröffentlichte „Wohntraumstudie 2018“. Nur die Hälfte der 60 Prozent in Klein- bis Großstädten lebenden Deutschen fühlt sich dort jedoch wohl. Ganze 56 Prozent fühlen sich von dem anhaltenden Straßenlärm ihres derzeitigen Wohnortes gestört, 44 Prozent sind es in Berlin. Während die Mehrheit der Deutschen (60 Prozent) von einem freistehenden Einfamilienhaus träumt, spielen bei der Wohnungssuche auch Faktoren wie ein schöner Ausblick und die Nähe zur Natur mit jeweils 94 Prozent eine übergeordnete Rolle. Rund die Hälfte aller Befragten gibt jedoch an, dass ihre tatsächliche Situation besser sein könnte. Kompromisse werden laut 99 Prozent der Befragten keinesfalls bezüglich der Lage und Behaglichkeit gemacht. Stattdessen werden Abstriche am ehesten bei der Raumaufteilung und Bauweise der Immobilie gemacht.

 

Der Großteil der Deutschen lebt in Geschosswohnungen mit mindestens vier Zimmern, die unter 100 Quadratmeter groß sind. | Foto: pexels.com

Der Großteil der Deutschen lebt in Geschosswohnungen mit mindestens vier Zimmern, die unter 100 Quadratmeter groß sind. | Foto: pexels.com

 

Eigenheim mit Garten oder Mehrfamilienhaus in Naturnähe

Im Vergleich zur 2016 veröffentlichten Wohntraumstudie ist das Zuhause sogar noch bedeutender geworden. Für 57 Prozent (2016: noch 46 Prozent) ist das Zuhause sehr wichtig, für 40 Prozent wichtig. Das Zuhause gilt als Rückzugsort, ist aber auch ein Ort der Zusammenkunft mit Familie und Freunden. Wichtige Beweggründe vom Mieter zum Eigentümer zu werden, sind vor allem der größere Gestaltungsspielraum in der eigenen Immobilie und die Unabhängigkeit vom Vermieter. Insgesamt wünschen sich 76 Prozent der Befragten ein Eigenheim. Im Hinterkopf bleibt jedoch immer die Frage, was unter den aktuellen Umständen möglich und umsetzbar ist. Der Umzug in eine größere Wohnung ist in Berliner Verhältnissen, oft mit dem Wegzug aus dem Kiez verbunden. Mietserhöhungen sowie steigende Quadratmeterpreise, die sich verglichen mit alten Mietverträgen inzwischen fast verdoppelt haben, erschweren die Wohnungssuche in direkter Nachbarschaft.

Dieser maßvolle und realistische Umgang mit den eigenen Wohnträumen lässt vor allem darauf schließen, welchen bleibenden Eindruck die derzeitige Wohnungssuche hinterlässt. Zum anderen weisen diese Abwägungen auch positiv darauf hin, wie realistisch die Wohnungssuchenden vor diesem Hintergrund ihre Finanzen einschätzen können.Trotzdem wünschen sich 73 Prozent der Befragten eine größere Wohnfläche als die durchschnittlichen 100 Quadratmeter. Auch von einem Garten träumen die meisten Befragten. Dies ist vor dem Hintergrund der Landflucht interessant. Denn die Attraktivität des Brandenburger Umlandes bemisst sich nicht ausschließlich am Wohnstil des Einfamilienhauses oder der Nähe zur Natur. Neubausiedlungen mit Mehrfamilienhäusern prägen das Bild der Fertigstellungen. Auch diese befinden sich oft in Waldnähe oder integrieren gemeinschaftliche Garten- und Spielplatz-Konzepte im Innenhof der Gebäudekomplexe.

Zufriedene Berliner und die Alternative Großstadt

Der Senat sieht weitere vorhandene Bauflächen für die Entlastung des Berliner Wohnungsmarktes im Umland. Bis 2030 werden in Berlin 194.000 Wohnungen benötigt. Hiervon könnten 65.000 Wohnungen auf bestehenden Flächen in Brandenburg realisiert werden. Vor dem Hintergrund, dass 76 Prozent der Berliner laut Interhyp angeben, mit ihrer Wohnsituation zufrieden zu sein, stellt sich jedoch die Frage, ob der Umzug nach Brandenburg nicht eher als Notlösung in der „Provinz“, verbunden mit langen Fahrtzeiten und hohen Benzinkosten, gesehen wird.

 

76 Prozent der Berliner sind zufrieden mit ihrer Wohnsituation. | Foto: pexels.com

76 Prozent der Berliner sind zufrieden mit ihrer Wohnsituation. | Foto: pexels.com

 

Zufriedener als die Berliner sind übrigens nur die Stuttgarter, 82 Prozent von ihnen würden ihre Wohnsituation nicht eintauschen. Infolge der Zufriedenheitsrate könnte also auch vermutet werden, dass Berliner, die bereits eine geeignete Wohnung gefunden haben, glücklich mit den Vorteilen des Hauptstadtlebens sind. Gründe für das Leben an einem immer teurer werdenden Standort wie Berlin sind eine Vielzahl an Kultureinrichtungen, Selbstverwirklichungsmöglichkeiten und berufliche Vorteile. Auch die bekannte Berliner Mischung ist immer wieder ein entscheidendes Kriterium für die Wahl der Großstadt. Im Speckgürtel hingegen macht die „Alternative Großstadt“ nur die Hälfte der Möglichkeiten und Wohnträume aus. (cn)