Meinung: Grüne Wohnungsförderungspolitik – Florian Schmidt verhindert 300 Wohnungen in Kreuzberg

Glückwunsch, Herr Baustadtrat Schmidt! Durch ideologische Verblendung und Profilneurose ist es Ihnen gelungen, mehr als 300 dringend benötigte Wohnungen am Halleschen Ufer in Kreuzberg zu verhindern. Die Planung des bundesweit tätigen Wohnungsbauentwicklers Christoph Gröner mit seiner CG Gruppe sah 623 Mietwohnungen im Areal um das ehemalige Postscheckamt vor. Nun sind es weniger als die Hälfte! 300 Wohnungen erfolgreich verhindert! Die Berliner Wohnungssuchenden werden es Ihnen danken. Das Hochhaus wird nun ein Bürohochhaus. Die CG Gruppe, die zur börsennotierten Consus AG gehört und mit Abstand der größte Wohnungsentwickler Deutschlands ist, hat das Hochhaus an die Art-Invest verkauft, weil Gewerbe nicht das Kerngeschäft der CG Gruppe ist.
Der grüne Baustadtrat Schmidt als Gewerbe-Lobbyist! Doch damit nicht genug: Der grüne Robin Hood der Büroentwickler tritt noch billig nach und lobt den neuen Eigentümer, die Art-Invest, als dauerhaften Eigentümer der Gewerbefläche. Wie naiv und blauäugig. Mit der Planung der CG Gruppe hätten in drei Jahren 300 Familien eine Wohnung beziehen können, die nun weiter auf dem hart umkämpften Wohnungsmarkt suchen dürfen. Wann merken die Bürger eigentlich, wie dilettantisch sie von einem grünen Selbstdarsteller, dessen Talente Eitelkeit und Profilierungssucht sind, geführt werden?! Und der Senat? Schaut zu!  (red)

Milieuschutzgebiete: Maßnahme zeigt Wirkung

Seit März 2015 gibt es in Berlin Milieuschutzgebiete. Nur nach behördlicher Genehmigung ist die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen in sozialen Erhaltungsgebieten (sog. Milieuschutzgebiete) erlaubt. Die Bezirke setzen die Umwandlungsverordnung um, wobei sie durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen durch ein Monitoring unterstützt werden.

Milieuschutzgebiete: Umwandlungen weiter rückläufig

Gerade ist der Bericht für 2017 mit erfreulichen Ergebnissen erschienen. Demnach zeigt die Genehmigungspflicht nachhaltig dämpfende Wirkung auf das Umwandlungsgeschehen. In den 21 sozialen Erhaltungsgebieten des Jahres 2015 waren auch 2017 weiter rückläufig. Die Zahl ist von rund 5.000 Wohnungen im Jahr 2015 auf rund 2.600 Wohnungen im Jahr 2017 zurückgegangen. In den weiteren 21 sozialen Erhaltungsgebieten, die 2016 und 2017 festgelegt wurden, sind die Entwicklungen differenzierter zu betrachten. Allerdings zeichnet sich mit längerem Bestand auch hier eine dämpfende Wirkung auf das Umwandlungsgeschehen ab.

Umwandlungsverordnung greift

Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Umwandlungsgeschehen in Berlin in 2017 insgesamt deutlich erhöht. Die Umwandlungsquote stieg um rund 25 Prozent. In den sozialen Erhaltungsgebieten verringerte sich die Anzahl der umgewandelten Wohnungen um drei Prozent. Im übrigen Stadtgebiet erhöhte sie sich dagegen um 48 Prozent. Die Umwandlungsverordnung in den sozialen Erhaltungsgebieten hat zu einer insgesamt deutlich gemäßigteren Entwicklung in der gesamten Stadt beigetragen.

„Die Umwandlungsverordnung hat erneut bewiesen, dass sie Wirkung entfaltet“, so Senatorin Katrin Lompscher. Für Lompscher bleibt sie eines der wichtigen Instrumente der Bezirke, um die soziale Zusammensetzung in den einzelnen Kiezen zu erhalten. Nach der Erhöhung der Anzahl der Milieuschutzgebiete in 2018 auf 56, kann die Verordnung laut Lompscher noch stärker greifen. „Ich sichere den Bezirken auch im kommenden Jahr meine volle Unterstützung beim Erlass neuer Milieuschutzgebiete zu“, versichert die Stadtentwicklungssenatorin. (red)

Sozialer Wohnungsneubau nimmt zu

Bezahlbarer Wohnraum ist in Berlin bekanntlich Mangelware. Umso erfreulicher ist, dass der soziale Wohnungsneubau weiter zunimmt. Im vergangenen Jahr konnte das Land Berlin die Zahl der geförderten Wohnungen gegenüber den Vorjahren nochmals steigern.

Wohnungsneubau: 3.373 soziale Neubauwohnungen bewilligt

Demnach hat der Bewilligungsausschuss für das Wohnungsbauförderprogramm des Jahres 2018 die Förderung von insgesamt 3.373 Neubauwohnungen bewilligt. 2017 belief sich die Zahl noch auf 3.131 Wohnungen. Der Senat stellt dafür Haushaltsmittel in Höhe von rund 275 Millionen Euro bereit. Durch die Bereitstellung landeseigener Grundstücke für acht bewilligte Bauvorhaben hat das Land weitere 216 neu errichtete Wohnungen gesichert. Diese unterliegen der Mietpreis- und Belegungsbindung. Insgesamt werden somit 3.589 preisgünstige Sozialwohnungen in Berlin neu entstehen.

Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher zieht für 2018 eine positive Bilanz. „Ich freue mich sehr, dass es im vergangenen Jahre durch gemeinsame Bemühungen der IBB, meines Hauses und der Bauherren gelungen ist, das gesetzte Ziel der Bewilligung von 3.500 preiswerten neuen Mietsozialwohnungen sogar noch zu übertreffen. So stellen wir sicher, dass tatsächlich der Wohnraum entsteht, den die Berlinerinnen und Berliner dringend brauchen.“

5.000 geförderte Wohnungen sind Zielmarke

Insgesamt sollen in den 39 geförderten Projekten rund 7.200 neue Miet- und Genossenschaftswohnungen entstehen. Rund 45 Prozent dieser Wohnungen werden nach Fertigstellung zu Nettokaltmieten von durchschnittlich 6,50 Euro/m² an Inhaber eines gültigen Wohnberechtigungsscheins vermietet. Die meisten geförderten Wohnungen werden in den Bezirken Treptow-Köpenick mit 784 Wohnungen, Lichtenberg mit 772 Wohnungen, Spandau mit 464 Wohnungen sowie Marzahn-Hellersdorf mit 394 Wohnungen entstehen.

Die sechs städtischen Wohnungsbaugesellschaften sind wie auch in der Vergangenheit schwerpunktmäßig Begünstigte der Förderung mit rund 2.900 Wohneinheiten. In den kommenden Jahren soll die Zahl der geförderten Wohnungen um 500 Wohneinheiten jährlich weiter stiegen, bis die Zielmarke von 5.000 geförderten Wohnungen im Jahr erreicht ist.

Für das Jahr 2019 ist die Förderung von 4.000 Neubauwohnungen geplant. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die bestehenden Förderungsbestimmungen weiter verbessert. So sollen im Rahmen der Umsetzung des Senatsbeschlusses zur Wohnungsbaubeschleunigung auch Dachaufstockungen und Dachausbauten mit einem zusätzlichen Zuschuss für den Bau von Aufzugsanlagen unterstützt werden.

Seit Wiedereinführung der Neubauförderung im Jahr 2014 wurden in Berlin damit insgesamt 9.007 neue Wohnungen gefördert. (red)

Wohnraumverhinderer am Werk – Diesmal: Das Uhland House

KOMMENTAR

Berlin wächst jährlich um die Größe einer mittelgroßen Kleinstadt, Wohnraum wird knapp, Mieten und Preise explodieren. Dieser Sachverhalt ist allgemein bekannt und auch hitzig diskutiert worden. Doch offensichtlich ist die Not immer noch nicht groß genug. Denn es lässt sich nicht anders erklären, dass politische Entscheider Wohnraumverhinderung nach wie vor praktizieren und Bauträger massiv bekämpft werden.

Nur einer von vielen, aber ein aktueller Fall ist das geplante Uhland House. Wer die Ecke an der Uhlandstraße/Berliner Straße kennt, wird sofort wissen, um welches Areal es geht. An der Uhlandstraße drängen sich mehrere Imbissbuden in dem einstöckigen und schlauchartigen Gebäude, das eine Tiefe von maximal drei Metern aufweist. Hinter dem Gebäude ragt eine riesige Brandwand der benachbarten Altbauten empor. Um die Ecke, in der Fechnerstraße 7, schließt sich ein siebenstöckiges Wohngebäude an. Das gesamte Areal wirkt heruntergekommen und aus der Zeit gefallen, bestenfalls ein Provisorium.

60er Jahre Bau: Das Bestandsgebäude in der Fechnerstraße 7 | Foto: Patzschke & Schwebel

Umfassende Stadtreparatur an einem maroden Standort

Das Unternehmen Krieger + Schramm will sich nun der Herausforderung stellen und plant eine umfassende Stadtreparatur sowie die – noch wichtigere – Schaffung von 79 zusätzlichen Wohnungen auf dem komplizierten Grundstück. Die Planungen sehen den Abriss der Gebäude vor, die aus Gründen der Schadstoffbelastung und Energiebilanz nicht mehr sanierungsfähig sind. Aktuell laufen Gutachten, die zwar noch nicht ganz abgeschlossen sind, aber schon jetzt eine Asbestbelastung ermitteln konnten. Typisch für in den 60er Jahren errichtete Gebäude.

Der Entwurf von Patzschke & Schwebel, den Architekten für das geplante Uhland House, schlägt eine Blockrandbebauung vor, die das Stadtbild an der Stelle heilen soll. Um Wohnraum in dem Schlauch an der Uhlandstraße bauen zu können, ist eine Überbauung des öffentlichen Raums, also des Gehwegs, erforderlich. Nur so ist eine sinnvolle Umsetzung von Wohnungsbau an dem Standort überhaupt möglich. Im Übrigen befinden sich zahlreiche ähnlich gestaltete Arkaden in unmittelbarer Nähe des Standorts und über ganz Berlin verteilt, wie auch in der Leipziger Straße oder Friedrichstraße. Der Gehweg müsste also mit einer Arkade überbaut werden, im unteren Bereich würden Gewerbeeinheiten, ab dem ersten Stock dann Wohneinheiten, geschaffen werden. Insgesamt verfügte das Gebäude über sieben Geschosse und wäre damit um ein Geschoss niedriger als die angrenzenden Altbauten oder das direkt gegenüberliegende Neubauobjekt. Der Innenhof soll mit Grünflächen gestaltet werden und dadurch eine ganz neue Aufenthaltsqualität bekommen. Außerdem ist eine etwa 1.000 qm große Dachbegrünung vorgesehen.

Ursprungsplanung wurde bereits mehrfach modifiziert

Seit etwa einem Jahr wurden in Abstimmungen mit der Verwaltung -ausgehend von der Ursprungsplanung (Oktober 2017)- mehrfach den Anforderungen der Verwaltung entsprochen und die Vorstellungen derselben in die Planung eingearbeitet. Dabei ist es zu mehreren Planungsänderungen gekommen, die unter anderem zu signifikanten Flächen- und Höhenreduzierungen geführt haben.

Krieger + Schramm ist ein mittelständische Unternehmen mit Sitz im thüringischen Dingelstädt, das mit dem Uhland House sein erstes Projekt in der Hauptstadt plant. Das Unternehmen setzt sich ein für seine Mitarbeiter ebenso wie für seine Kunden und zeigt großes soziales Engagement. Nicht von ungefähr wurde Krieger + Schramm in den letzten zwanzig Jahren mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, darunter „Bauunternehmen des Jahres“, „Deutschlands bester Ausbilder“, „Zukunftspreis Thüringen“ und „Arbeitgeber des Jahres“.

Soziales Familienunternehmen auf der Suche nach Konsens

Die sozialen Fragen, die sich bei der Entwicklung des Projekts ergeben, wurden von Krieger + Schramm frühzeitig und bestimmt angegangen. Das Unternehmen engagierte eigens zu diesem Zweck einen Mediator, der gemeinsam mit der zuständigen Mitarbeiterin der Hausverwaltung das persönliche Gespräch mit jedem einzelnen Mieter gesucht hat.  Den Bestandsmietern wurde bei der Suche nach Ersatzwohnraum geholfen und Unterstützung bei allen weiteren Themen angeboten. Mit 15 der 24 Mieter konnte man bereits eine Einigung erzielen.

Das Uhland House von der Uhlandstraße aus gesehen | Foto: Patzschke & Schwebel

Das Uhland House von der Uhlandstraße aus gesehen | Foto: Patzschke & Schwebel

Die Vorhabenträger haben sich außerdem strikt zu den Vorgaben des Zweckentfremdungsverbots bekannt. In dem neuen Uhland House sollen 24 Wohnungen zu einem Mietpreis von 7,92 Euro pro Quadratmeter entstehen. Für die restlichen 79 Wohnungen schließt Krieger + Schramm eine Vermietung als Ferienwohnung oder für zeitlich begrenztes Wohnen aus. Stattdessen sollen 1-3 Zimmerwohnungen für Alleinstehende, Familien und Senioren geschaffen werden. Angestrebt ist eine gemischte Hausgemeinschaft.

Vorwürfe im Stadtentwicklungsausschuss

Nun wurde das Vorhaben im Stadtentwicklungsausschuss Charlottenburg-Wilmersdorf vorgestellt und diskutiert. Abgesehen von einer feindseligen Atmosphäre, von der wohl viele Vorhabenträger in Berlin ein Lied singen können, drehte sich das Gros der Einwendungen um die soziale Frage. Wie soll mit den neun verbliebenen Mietern umgegangen werden? Laut Mirko Fiedler, Niederlassungsleiter in Berlin, ist man nach wie vor bestrebt, eine für alle Seiten zufriedenstellende Lösung zu finden: „Natürlich steht es auch jedem Bestandsmieter frei, nach der Fertigstellung des Gebäudes, eine der neuen Wohnungen zu beziehen.“

Das Uhland House von der Berliner Straße aus gesehen | Foto: Patzschke & Schwebel

Das Uhland House von der Berliner Straße aus gesehen | Foto: Patzschke & Schwebel

Aus Sicht einiger der Ausschussmitglieder ist das Vorhaben so nicht genehmigungsfähig, es wird unterstellt, die Bestandsmieter übervorteilen zu wollen.

Schaffung von Wohnraum gilt nicht als Argument

Es stellt sich (mal wieder) die Frage, was die Verantwortlichen aus der Politik denn wollen. 103 neue Wohnungen an einem maroden, heruntergekommenen und schadstoffbelasteten Standort sind für viele jedenfalls kein ausreichendes Argument. Eine umfassende und vorausschauende Betreuung der Bestandsmieter ebenfalls nicht. Wie viel Kompromiss- und Gesprächsbereitschaft muss ein Bauträger denn in dieser Stadt noch zeigen, um in einer öffentlichen Ausschusssitzung nicht diskreditiert und mit haltlosen Vorhaltungen überzogen zu werden?

Sicher sind soziale und baulich relevante Fragen wichtig, zu diskutieren und umzusetzen. Wenn dies jedoch umfassend berücksichtigt wird, welche Gründe gibt es dann noch, gegen die Koalitionsvereinbarung des Senats, die ausdrücklich die Schaffung von Wohnraum vorsieht, zu agitieren? Muss an dieser Stelle wirklich die Rede von Ideologie sein? Und kann man von Populismus sprechen, wenn man sieht, wie sich einige Politikvertreter verhalten?

Berlin scheitert an sich selbst

Ganz sicher kann man jedoch sagen, dass Berlin hier mal wieder daran scheitert, diese Stadt auch in Zukunft zu einem lebenswerten Ort für die Menschen zu machen. Ohne ausreichenden Wohnraum ist das kaum möglich. Selbst dann, wenn so wie an dem Beispiel des Uhland Houses, niemand geschädigt wird, setzen sich die Wohnraumverhinderer Berlins einmal mehr durch und suggerieren, sich dem Schutz der Menschen verpflichtet zu fühlen. Was für eine Ironie! (red)

 

 

 

Neu in Berlin: Krieger + Schramm Wohnbau Berlin GmbH & Co. KG

Vor 26 Jahren im thüringischen Dingelstädt gegründet, hat das Familienunternehmen 2018 nach Frankfurt, München und Kassel, eine weitere Niederlassung in Berlin eröffnet und plant, in der Hauptstadt Mietwohnungen zu bauen.

Die über 100 Mitarbeiter in dem mittelständischen Unternehmen erfahren ein hohes Maß an Mitarbeiterförderungsprogrammen, wie beispielsweise ein Gesundheitsmanagement-System, die Möglichkeit der Unternehmensbeteiligung als stiller Gesellschafter u.v.a.m. zum Vorteil und Nutzen der Mitarbeiter. Mirko Fiedler, Niederlassungsleiter von Krieger + Schramm in Berlin, zu dem besonderen sozialen Engagement des Unternehmens:

 

BERLINboxx: Was ist das Besondere an Krieger + Schramm?

 

Mirko Fiedler: Seit dem Jahr 2000 erhält Krieger + Schramm jährlich Preise und Auszeichnungen für familienfreundliche Personalpolitik und verantwortliche Unternehmenskultur. Der Staatspreis für Qualität und familienbewusste Arbeitszeiten oder der alternative Gesundheitspreis sowie Wohngesundes Bauen sind einige Beispiele für die besondere Verantwortung der Familie Krieger für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens. Gut motivierte und ausgebildete bzw. geförderte Mitarbeiter tragen eben auch zu einer kontinuierlichen Qualität der Arbeit bei. Das drückt sich aus bei der Auszeichnung „Thüringer Staatspreis für Qualität“, „Der Mittelstands-Oskar“, „Bestes Bauunternehmen des Jahres“ oder „Ausbildungs-Ass Deutschlands“ sowie Auszeichnung als „TOP JOB 100- Bester Arbeitgeber“. Auch in diesem Jahr hat Krieger + Schramm wieder einige Auszeichnungen erhalten, so etwa „Top Arbeitgeber Mittelstand 2019“ von FOCUS –BUSINESS.

 

BERLINboxx: Aber auch beim gesellschaftlichen Engagement ist das Unternehmen ganz weit vorn?

Mirko-Fiedler: Mit großem Engagement fördert die Dagmar + Matthias Krieger Stiftung und die Strahlemann-Stiftung Bildung und Innovationen in der Region. Dabei werden ausschließlich gemeinnützige Zwecke verfolgt. Die Stiftung fördert und unterstützt Sport, Kultur und Bildung. Ein Beispiele ist die „Talent Company“, ein gefördertes Projekt der Strahlemann-Stiftung zur Berufsorientierung von Schülern. Hier hat Christoph Matschie, Thüringer Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur die Schirmherrschaft übernommen.

Oder das Projekt „Edgar, der mobile Schulgarten“ aus dem Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel als ein Beispiel für die Unterstützung von Schulen und Kindergärten. Des Weiteren hat K+S ein Projekt namens „helping hands“, hier wird seit einigen Jahren ein Schulprojekt in Kenia unterstützt. Ab dem nächsten Jahr sind die Mittel für den Start eines neuen Schulanbaus in Mombasa zusammen, welche sich unter anderem aus Vergütungen für Verbesserungsvorschläge im Unternehmen zusammensetzen. Für jeden Mitarbeitervorschlag wandern 50€ in das „helping hands“-Projekt, in diesem Jahr sind wir bereits bei rund 17.000 €.

 

BERLINboxx: Was tun Sie als Bauunternehmen und Entwickler von Wohnprojekten für Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein beim Bauen?

 

Mirko Fiedler: Seit 2010 wird von der Dagmar + Matthias Krieger Stiftung der „DMK Award für nachhaltiges Bauen“ ausgelobt. Die Stiftung verfolgt damit das Ziel, das Thema Nachhaltigkeit, zukunftsorientiertes, wohngesundes und umweltbewusstes Bauen in die Breite zu tragen. Engagierte Architekten, Planer und Projektentwickler werden gefördert. Die Menschen stehen bei der Betrachtung mit ihren Bedürfnissen nach angenehmen Wohnen und gesundem Leben im Mittelpunkt. Die Auszeichnung prämiert Architekten, Bauträger, Projektentwickler sowie Hochbau- und Stadtplanungsämter, die wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer Verantwortung und Schonung der Umwelt verbinden und so nachhaltiges Handeln zu weiterem Wachstum nutzen.

 

BERLINboxx: Seit einem Jahr ist Krieger + Schramm unter Ihrer Leitung in Berlin mit einer Niederlassung vertreten. Was macht das Unternehmen hier und welche Art von Engagement planen Sie in Berlin?

 

Mirko Fiedler: In Berlin gibt es einen großen Bedarf an Wohnungen für Familien, ältere Menschen und Singles. Hier möchten wir unsere Erfahrung einbringen und Wohnungen bauen für ganz normale Menschen, also weder Luxuswohnungen noch temporäre Wohnungen. Wir glauben an einen gemischten und lebendigen Kiez, der Wohnqualität schafft, die Umwelt schont und einen Beitrag zu einer lebenswerten Stadt liefert. An vielen anderen Standorten haben wir die Erfahrung gemacht, dass genau das zukunftsweisend und nachhaltig ist.

 

BERLINboxx: Gibt es da schon Projekte?

Mirko Fiedler: Ja, wir sind mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf im Gespräch über eine Art Stadtreparatur und die Schaffung von neuen Wohnungen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir erst mit dem Bezirk die Voraussetzungen für eine Baugenehmigung schaffen wollen, bevor wir damit öffentlich werden. Weitere Projekte befinden sich der Entwicklungs- bzw. Ankaufphase.

 

BERLINboxx: Wie sind Ihre Erfahrungen mit Politik und Verwaltung?

Mirko Fiedler: Wir haben die Bezirkspolitiker und Verwaltungsexperten als kompetent, dialogbereit und zielorientiert erlebt.

 

BERLINboxx: Haben Sie schon soziale Projekte für Ihr Unternehmen identifiziert, bei denen Sie sich in Berlin engagieren wollen?

 

Mirko Fiedler: Wir engagieren uns immer dort wo wir auch aktiv sind. Aktuell sind wir dabei uns verschiedene Projekte anzusehen und zu prüfen, welches Engagement zu uns am besten passt. Hier werden wir ganz sicher Anfang des Jahres schon weiter sein. Gern würden wir auch in Berlin eine „Talent Company“ installieren und Gespräche mit einem Stadtbezirk darüber aufnehmen.

 

 

 

Müller begrüßt Neuregelung des Mietrechts

Am Freitag erfolgte im Bundesrat eine Beschlussfassung zu Neuregelungen des Mietrechts sowie der Mietpreisbremse. Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, begrüßt diese.  Laut Müller sei sie ein Zwischenschritt im Sinne der Wohnungs- und Mietpolitik des Berliner Senats. Insbesondere der Fakt, dass Vermieter künftig vor Abschluss eines Mietvertrages ausdrücklich darauf hinweisen müssen, wenn sie eine Ausnahme von der Mietpreisbremse geltend machen wollen, sieht er positiv.

Positiv findet er auch, dass zukünftig nur noch höchstens acht Prozent der Modernisierungskosten auf die Jahresmiete aufgeschlagen werden dürfen. Bisher war die Umlagerung von elf Prozent möglich.

Forderungen zur Mietpreisbremse nicht durchgesetzt

Kritisch sieht der Regierende Bürgermeister jedoch, dass die Befristung der Mietpreisbremse nicht aufgehoben wurde. Die Berliner Regierungskoalition konnte ihre Vorstellungen zur Mietbremse nicht voll durchsetzen. So hatte der Berliner Senat versucht durchzusetzen, dass die Mietpreisbremse auch für nicht umfassend modernisierte Wohnungen gilt.

Ein weiterer Kritikpunkt Müllers ist die Regelung zum Kündigungsschutz in Fällen von rechtzeitiger Nachzahlung von Mietrückständen. Müller kritisiert: „Vermieter dürfen nach wie vor Mieterinnen und Mieter fristgemäß kündigen, obwohl sie nachgezahlt haben.“ Der Berliner Senat hatte versucht, Ideen hierzu in den Bundesrat einzubringen, konnte sich aber nicht damit durchsetzen.

Der Regierende unterstrich ferner, dass es den Bemühungen Berlins zu verdanken sei, dass künftig soziale Träger, die Wohnprojekte betreiben, nicht mehr nach Gewerbemietrecht behandelt werden: „Auch in solchen Fällen gilt jetzt das Wohnungsmietrecht, so dass endlich auch hier die sozialen Komponenten des Mietrechts wirken.“ (red)

Berliner Immobiliengespräch: Bauen oder nicht bauen, das ist nicht die Frage!

„Politiker sind feige und denken nicht an die nächste Generation, sondern nur an die nächste Wahl!“ Mit dieser Aussage von Andreas R. Becher, Vorsitzender des BDA Berlin war der Ton gesetzt und eine kontroverse Diskussion entspann sich im Rahmen des 7. Berliner Immobiliengesprächs der W&R Immocom, das diesmal den Titel „Zwischen Enteignung und Überforderung: Ist der Berliner Wohnungsmarkt noch zu retten?“ trug.

Dazu diskutierte Moderator Christian Hunziker, Fachjournalist und Autor, mit prominenten Größen der Immobilienwirtschaft und begrüßte neben Christoph Gröner, Vorstand der CG Gruppe und Raed Saleh, Vorsitzender der SPD-Frakion im Berliner Abgeordnetenhaus, den ZIA-Geschäftsführer Klaus-Peter Hesse, Andreas R. Becher, Vorsitzender des BDA Berlin und Siegfried Nehls, Vorstand und Gründer des Berliner Projektentwicklers SANUS AG.

 

„Wohnungsbaupolitisch ist es fünf nach zwölf!“

Raed Saleh sparte in seinem Vortrag nicht an Kritik am linken Koalitionspartner und Bausenatorin Lompscher: „Wohnungsbaupolitisch ist es hier in Berlin fünf nach zwölf! Wohnungsbau ist die soziale Frage dieses Jahrzehnts. Der Senat hat die Aufgabe schnell und zügig zu bauen, diese Lust zu Bauen vermisse ich bei den LINKEN, das machen wir in regelmäßigen Gesprächen auch deutlich.“ Dabei forderte der SPD-Fraktionschef auch regulierende Maßnahmen und sprach sich erneut für die Mietpreisbremse aus. „Eigentum verpflichtet! Es sind vom Staat Maßnahmen zu ergreifen, sodass auch Unternehmer begreifen, es gibt einen Anspruch auf Rendite, nicht aber auf Gier!“

Raed Saleh

Raed Saleh: „Eigentum verpflichtet!“ | Foto: W&R Immocom

Christoph Gröner: „Das Bauen muss billiger werden!“

Widerspruch kam zunächst von Christoph Gröner, Vorstand der CG Gruppe und seines Zeichens größter Mietwohnungsentwickler Deutschland: „Wir müssen das Bauen billiger machen, denn nur dann kann man Wohnraum günstig anbieten. Letzten Endes bauen wir noch wie schon vor 2.000 Jahren.“ Erklärtes Ziel des Unternehmens ist die Schaffung günstigen Wohnraums durch digitales Bauen (BIM/serielle Bauteilfertigung) unter Einbindung technologischer und ökologischer Innovationen wie CO2-neutralen Heizsystemen, die die gesetzlichen Vorgaben deutlich unterschreiten. Im Rahmen großräumiger Quartiers- und Stadtteilentwicklungen werden Neubauten geschaffen sowie Industrie-, Bürogebäude und Hochhäuser zu modernen Wohn-, Arbeits- und Lebensräumen umgestaltet. In Erfurt realisiert die CG Gruppe das größte Fertigbauteilwerk der Welt.

Christoph Gröner | Foto: W&R Immocom

Nutzlose Mietpreisbremse?

Die anschließende Podiumsdiskussion griff die angesprochenen Punkte auf und kam schnell zu dem Konsens, dass es ohne Bauen nicht geht. ZIA-Chef Klaus-Peter Hesse sagte an die Adresse von Raed Saleh: „Sie bekämpfen nicht die Ursachen, sondern lediglich die Symptome und das auch noch mit Maßnahmen, die wirkungslos sind und nichts bringen – so wie die Mietpreisbremse.“ Saleh bot im Gegenzug Gesprächsbereitschaft an und schlug vor, gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Christoph Gröner entgegnete, dass er schon seit fast zehn Jahren in Berlin aktiv sei, aber noch nie ein ernsthaftes Gesprächsangebot für die Klärung von Grundsatzfragen durch die Politik bekommen habe.

 

„Bauen wird in Berlin zunehmend unattraktiv“

Für Siegfried Nehls ist Bauen schlichtweg alternativlos: „Wir müssen doch über den Kern des ganzen Themas sprechen. Sämtliche durch die Politik ergriffenen Maßnahmen schaffen keine einzige weitere Wohnung. Es kommen jedes Jahr viele Menschen in die Stadt, entweder werden dadurch die Bestandsbewohner verdrängt oder wir schaffen Wohnraum für diese Menschen. Ich bin schon lange in Berlin und liebe die Stadt, hier zu bauen wird aber zunehmend weniger attraktiv für Entwickler.“ Die Diskussionsrunde schloss sich der Aussage an und forderte eine Verbesserung der Atmosphäre und die Bereitschaft, Investoren und Entwickler als Partner und nicht als Gegner zu sehen. „Den Entwicklern den Schwarzen Peter zuzuschieben ist politisch motiviert und führt zu nichts. Denn wir sind diejenigen, die die Wohnungen letzten Endes bauen“, so Christoph Gröner.

Tempelhofer Feld und Kleingartenflächen als Bauland ausweisen?

Für den Architekten Andreas R. Becher hat Berlin genügend Potenzial für den Bau von Wohnungen aller Preisklassen: „Das Tempelhofer Feld ist die größte innerstädtische Freifläche der Welt. Einen solchen Luxus leistet sich keine andere Stadt. Hinzu kommen die unzähligen Kleingartenanlagen im Stadtgebiet, über denen fett ‚Baulandreserve‘ steht. Diese Flächen gehören der Stadt und damit uns allen, es profitieren jedoch nur wenige. Diese Flächen müssen in die Überlegungen einbezogen werden.“ Die Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner würde im wohl in diesem Punkt zustimmen, wie eine Umfrage aus dem Sommer dieses Jahres gezeigt hat. Für Raed Saleh ist das jedoch kein Thema, seine SPD-Fraktion bekennt sich eindeutig zu dem Erhalt von Kleingartenflächen. „Wir kommen nicht weiter, wenn wir uns bei diesem wichtigen Thema ideologische Gedankenbarrieren auferlegen“, widersprach Becher.

„Ein Thema, über das sich noch stundenlang diskutieren ließe“, so Moderator Hunziker zum Schluss der Runde. Einigkeit besteht über die Tatsache, dass man dringend bauen muss und diese Herkulesaufgabe nur gemeinsam schultern kann – der Weg dahin bleibt jedoch weiter umstritten. (ak)

 

 

 

 

Gründungsdynamik in der Berliner Digitalwirtschaft nimmt weiter zu

Die Berliner Digitalwirtschaft boomt weiterhin! 521 Digitalunternehmen wurden 2017 in Berlin gegründet und damit 80 Unternehmen mehr als im Jahr davor. Das entspricht einem deutlichen Anstieg der Neugründungen um 18% gegenüber dem Vorjahr. In Berlin wurden damit 2017 so viele Digitalunternehmen gegründet wie in Hamburg (224), München (153) und Frankfurt/Main (137) zusammen. Inzwischen erfolgt sogar jede 10. deutsche Digital-Gründung in Berlin. Bei der Gründungsintensität (Gründungen je 10.000 Beschäftigte) liegt Berlin mit 59 Gründungen auf dem zweiten Platz hinter Köln (81), aber vor Frankfurt (47), Hamburg (41) und München (23).

Dazu Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin: „Berlin ist und bleibt die digitale Hauptstadt. Seit Jahren sehen wir diese große Gründungsdynamik im Bereich unserer Digitalwirtschaft. Auch die neuen Zahlen der IBB belegen, dass die Dynamik sogar weiter zunimmt. In Berlin haben wir einen produktiven Nährboden an Unternehmen, Inkubatoren, Wissenschaftseinrichtungen und Kapitalgebern, der die Gründung neuer Unternehmen erleichtert. Positive Erfolgsbeispiele ziehen neue Entrepreneure und Geldgeber an und ermuntern zu weiteren Gründungsaktivitäten.“

Start-ups schaffen Arbeitsplätze

Die Berliner Digital-Start-ups schaffen zudem gut bezahlte Arbeitsplätze. Seit dem Jahr 2008 sind in der Berliner Digitalwirtschaft 47.397 Arbeitsplätze entstanden. Das entspricht einem überdurchschnittlich hohen jährlichen Zuwachs von 9% und damit einer deutlich höheren Dynamik als in Köln (5,3%) und Hamburg (+3,6%). Seit 2008 wurde jeder 7. neue Job in Berlin in einem Unternehmen der Digitalwirtschaft geschaffen.

„In der Digitalwirtschaft herrscht heute Gründerstimmung“, fasst Dr. Jürgen Allerkamp, Vorstandsvorsitzender der IBB, zusammen. Er fügt hinzu, dass in Berlin nicht nur mehr Digitalgründungen erfolgen als andernorts in Deutschland, sondern dass auch die Erfolgsquote dieser Gründungen in Berlin höher ist: „Die 521 Neugründungen in diesem Bereich übersteigen die 301 gescheiterten Digitalgründungen um 73%. In Deutschland sind dies insgesamt nur 65%. Die Qualität der Berliner Gründungen stimmt also und auch die Investitionen in die Berliner Gründungsinfrastruktur mit zahlreichen Beratungs- und Informationsangeboten scheinen sich hier auszuzahlen.“

Boomtown Berlin

In Berlin gibt es heute 9.696 Unternehmen in der Digitalwirtschaft, die 88.206 Arbeitsplätze bereitstellen. Von überragender Bedeutung ist dabei der Kernbereich der Digitalwirtschaft, der Bereich Softwareerstellung/Datendienste. Hier wurden seit 2008 rund 38.000 der 62.676 Arbeitsplätze neu geschaffen; das jahresdurchschnittliche Beschäftigungswachstum lag bei 10,8% (Deutschland: 5,2%). Der Berliner Beschäftigungsanteil bei den deutschen Softwareentwicklern liegt bei 8,3%, während der Beschäftigungsanteil an der deutschen Gesamtbeschäftigung lediglich bei 4,2% liegt. An Bedeutung eingebüßt hat in Berlin dagegen der Teilbereich Hardware & Infrastruktur (9.010 Beschäftigte), wo seit 2008 rund 6.000 Arbeitsplätze verloren gingen (-40%), die durch Zuwächse im Onlinehandel und im Softwarebereich allerdings weit überkompensiert werden konnten. Allein im Onlinehandel sind seit 2008 15.700 der derzeit rund 16.500 Arbeitsplätze entstanden. Bezogen auf Deutschland ist jeder 8. Arbeitsplatz im Internethandel in Berlin angesiedelt (12,4%).

Im Zeitraum 2008 bis 2016 ist der Umsatz in der Digitalwirtschaft im Durchschnitt jährlich um 12,3% auf 10,4 Mrd. Euro gestiegen. Mit 5,3 Mrd. Euro entfällt dabei mehr als die Hälfte (51,0%) der Umsätze in der Berliner Digitalunternehmen auf den Bereich Softwareerstellung/Datendienste und damit auf den Kernbereich der Digitalwirtschaft.  Der „Internethandel“ kommt mit 3,8 Mrd. Euro auf gut ein Drittel (36,5%) der Umsätze, während der Bereich „Hardware & Infrastruktur“ mit Umsätzen in Höhe von 1,3 Mrd. Euro auf einen Umsatzanteil von 12,5% kommt.

Digitaler Wirtschaftsfaktor

Die Wertschöpfung liegt bei 4,5 Mrd. Euro. Die Digitalwirtschaft hat sich somit in den letzten Jahren mit hoher Dynamik zu einem nennenswerten Wirtschaftsfaktor entwickelt. Der übergreifende IKT-Bereich, der auch das Verlagswesen und die Filmproduktion umfasst, kommt heute sogar auf einen Anteil an der Berliner Wertschöpfung von 8,7% und übertrifft damit  die Industrie (8,5%) und die Bauwirtschaft (4,4%) sogar um das doppelte.

Unter dem Strich hält die Beschäftigungs- und Gründungsdynamik in der Berliner Digitalwirtschaft weiter an, hat sogar noch zugenommen. Die Neugründungen erweisen sich als überdurchschnittlich wettbewerbsfähig und bauen kräftig Beschäftigung auf. Berlin hat sich in den vergangenen Jahren zum wichtigsten deutschen Standort der Digitalwirtschaft entwickelt, der auch international große Beachtung erfährt. (red)

Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate repräsentiert Berlin in China

Shanghai ist die bedeutendste Industriestadt der Volksrepublik China und eine der größten Städte der Welt. Jedes Jahr wird dort die Luxury Property Show abgehalten, die führende Messe für Luxusimmobilien im Reich der Mitte. Da China ein zunehmend interessanter Markt für Berliner Immobilien ist, muss Berlin in China natürlich verteten sein!

Die dreitägige Veranstaltung findet im Shanghai Exhibition Center im Herzen von Shanghai statt und hat sich das Ziel gesetzt, chinesischen Anlegern einige der weltweit außergewöhnlichsten Immobilien vorzustellen. Die Veranstaltung umfasst die anspruchsvollsten und renommiertesten Luxusmarken für Immobilien und fördert den Kontakt zwischen chinesischen Investoren und den bedeutendsten Immobilienexperten der Welt. Denn die Teilnahme an der Show ist nicht selbstverständlich, nur die renommiertesten Immobilienunternehmen der Welt haben die Möglichkeit, Ihre Unternehmen und Produkte potenziellen chinesischen Anlegern vorzustellen.

Berlin zu Gast in Shanghai

Mittendrin sind in diesem Jahr die vielfach international ausgezeichneten Berliner Immobilienprofis von Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate. Das Unternehmen konzentriert sich auf den chinesischen Markt und vermittelt Berliner Immobilien an Käufer aus dem Reich der Mitte. Dabei bietet Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real durch die Tochtergesellschaft EichenGlobal Käufern die Möglichkeit, umfassende After-Sales-Services in Anspruch zu nehmen.

Vor Ort in Shanghai: Carsten Heinrich, CEO von Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate | Foto: Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate

Vor Ort in Shanghai: Carsten Heinrich, CEO von Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate | Foto: Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate

 

„Berlin genießt ein hohes Ansehen in China”, sagt Carsten Heinrich, CEO von Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate. „Als Anlagemarkt profitiert die Stadt von der politischen und sozialen Stabilität, die wir in Deutschland haben. Hinzu kommen die hohen Renditechancen in der Hauptstadt, die den hiesigen Immobilienmarkt für chinesische Investoren zunehmend attraktiv machen. Es ist uns eine große Ehre, Berlin in diesem exklusiven Rahmen hier in Schanghai zu repräsentieren.“

Die Welt zu Gast in China | Foto: Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate

Die Welt zu Gast in China | Foto: Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate

Niederlassungen in Fernost für direkten Kundenkontakt

Das Unternehmen unterhält Niederlassungen in den Metropolen Chinas, um den direkten Dialog mit chinesischen Anlegern zu fördern. „Chinesen sind agile und flexible Anleger und sehen sich sehr bewusst nach lohnenden Investmentstandorten um. Verglichen mit London oder Peking sind Immobilien in Deutschland geradezu Schnäppchen“, so Heinrich.

Die Entwicklung des Immobilienmarktes und die Prognosen sind hierzulande sehr stabil. In erster Linie sind derzeit Berlin als die deutsche Hauptstadt und Frankfurt als Finanzmetropole attraktiv für internationale Anleger. „Chinesische Anleger sind an einem problemlosen Investment interessiert. In diesem Zusammenhang legen sie natürlich einen großen Wert auf eine unkomplizierte Vermietung“, sagt Heinrich. „Dabei besteht oft ein immenser Informationsbedarf.“

Erst im Frühjahr dieses Jahres ist das Immobilienunternehmen eine Kooperation mit Warren Buffetts Berkshire Hathaway HomeServices eingegangen, um damit die idealen Voraussetzungen für die weitere internationale Expansion zu schaffen. (red)

Wohnraum Berlin: FDP fordert Aufstockung von Bestandsgebäuden

Die Berliner FDP-Fraktion hat den Senat aufgefordert, mit dem Sofortprogramm „10.000 Dächer für Berlin“  mehr Wohnraum für Berlin zu schaffen, um der grassierenden Wohnungsnot entgegenzuwirken. Zu diesem Zweck sollen nicht ausgenutzte Dachgeschosse und Bestandsgebäude genutzt werden.

Die FDP-Fraktion fordert, Bestandsgebäude im innerstädtischen Bereich um ein weiteres Vollgeschoss aufzustocken. Vorausgesetzt, dass dies möglich ist und keine zwingenden Gründe, wie etwa die Statik oder der Denkmalschutz, dem Vorhaben entgegenstehen. In einigen Fällen könnte man sogar zwei Stockwerke aufstocken.

Zahlreiche Vorschriften für Aufstockungen

„Ein Baustein, um dem Wohnungsmangel in Berlin zu begegnen, ist neben dem Neubau von Wohnungen auch die konsequente Nutzung des bestehenden Potenzials. Dabei spielt die Aufstockung von Häusern und der Ausbau von Dachgeschossen eine wichtige Rolle“, so Stefan Förster, Sprecher für Bauen, Wohnen und Denkmalschutz in der FDP-Fraktion. Hier müsse Berlin „Schrittmacher werden, unnötige bürokratische Hürden“ beseitigen und gesetzliche Vorgaben vereinfachen, sagte Förster weiter.

Mit dem Ausbau von Dachgeschossen und dem Aufstocken der Bestandsbauten könnten Zehntausende neue Wohnungen gewonnen werden. Jedoch verhindern bestehende rechtliche Vorgaben dieses Vorhaben. Beispielsweise fordern die Vorschriften unter anderem, dass es für Dachgeschosswohnungen neben dem normalen Treppenhaus einen zweiten Rettungsweg geben muss.

Die Suche nach Wohnraumpotenzialen

Die FDP sieht dringenden Handlungsbedarf im Sinne neuer Wohnperspektiven für die wachsende Stadt und will die Vorschriften der Berliner Bauordnung deshalb lockern, um dringend benötigten Wohnraum für Berlin zu schaffen. So sollen für die zusätzlichen Geschosse keine Aufzüge gebaut und Außentreppen, Rettungsplattformen und Rettungsschläuche als Rettungsweg zugelassen werden. Zudem sollten Straßenbäume für die Schaffung von Rettungswegen gefällt und beschnitten werden dürfen.

Erst im September hatte der Senat ein Handlungsprogramm zur Beschleunigung des Wohnungsbaus beschlossen, um verfügbare Wohnraumpotenziale in Berlin ausfindig zu machen.

SPD, Linke und Grüne haben sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, bis zum Jahr 2021 30.000 neue städtische Wohnungen bauen. Der „Stadtentwicklungsplan Wohnen 2030“ rechnet mit 194.000 zusätzlich benötigten Wohnungen. Laut Bauverwaltung startet bald ein Pilotprojekt zur Dachaufstockung, um neuen Wohnraum zu schaffen. Das hat Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) im Abgeordnetenhaus bestätigt. (red)