B-Part Sports Am Gleisdreieck eröffnet – innovativer Outdoor Trainingspark für Jedermann

Mit der Eröffnung des B-Part Sports am Donnerstag ist die Urbane Mitte Am Gleisdreieck um einen lebendigen Begegnungsort erweitert worden. Fachbereichsleiterin für Sport des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, Michaela Schulte, Turnlegende und Sportbotschafter des B-Part Philipp Boy und Marc F. Kimmich, CEO COPRO & Founder B-Part Am Gleisdreieck waren vor Ort, um den öffentlich zugänglichen Outdoor-Trainingspark einzuweihen. Laut Kimmich ein großer Gewinn für die Urbane Mitte Am Gleisdreeick: „Sport verbindet, kennt keine sozialen Unterschiede, hält gesund und schafft Gemeinschaft.“ Für Sportinteressierte und die, die es noch werden wollen, stehen nun zahlreiche Möglichkeiten für Bodyfitness, Spaß und Bewegung zur Verfügung.

Eröffnung des B-Part Sports

Eröffnung des B-Part Sportparcours: (v.l.n.r.) Hagen Keffel, Sportkoordinator Friedrichshain-Kreuzberg, Marc F. Kimmich, COPRO CEO, Fachbereichsleiterin Sport Michaela Schulte, Philipp Boy. | Foto: B-Part Am Gleisdreieck, Harry Schnitger

Ganzheitliches Konzept für Körper und Geist

„Bewegung für alle“ ist das Motto der Initiatoren – und das mit einem variantenreichen, 300 Quadratmeter großem Fitnesspark direkt im Park – natürlich nachhaltig und interkulturell. Vom Fitness-Parcours für Anfänger und Profis, über Workout-Flächen, Turngeräte und Stepboxen: Philipp Boy hat ein inspirierendes Programm für Body und Mind konzipiert und damit ein ganzheitliches Konzept für Berlinerinnen und Berliner, Nachbarn und Interessierte unter freiem Himmel geschaffen.

„Meine Mission, unsere Mission ist es, Sportbegeisterung nach außen zu tragen und zusammen mit der COPRO Begegnungsorte zu schaffen. Wir wollten einen Park für jedermann gestalten und gerade unter unserem Motto ‚Bewegung für alle‘ einen multifunktionalen Spielraum kreieren, wo wir dann wirklich generationsübergreifend vor allem gesundheitsfördernde Sport- und Fitnessangebote bieten können“, so der Sportbotschafter Philipp Boy, der den Sportpark mitentwickelte. Zustimmung kommt auch von Michaela Schulte, Fachbereichsleiterin für Sport: „Solche Sportangebote am Gleisdreieck kann der Bezirk nur begrüßen, der Bedarf an modernen Sportstätten für alle ist riesengroß.“

Sportkurse mit Philipp Boy

Sportliche Höchstleistungen im neuen Sportpark am Gleisdreieck. | Foto: BERLINboxx

Mit B-Part Sports soll ein umfangreicheres Sportangebot im Park am Gleisdreieck entstehen. Ex-Olympionike Philipp Boy kündigte an, selbst Kurse anzubieten: „Ich freue mich sehr, gemeinsam mit dem B-Part Am Gleisdreieck hier im Herzen von Berlin einen aktiven Lebensstil zu ermöglichen und den Park für die Menschen dieser Stadt mitgestalten zu können. Ich möchte Menschen durch Sport zusammenbringen und ein aktives Miteinander fördern. Daher war es mir besonders wichtig, unterschiedliche Kurse für alle Alters- und Fitnessgruppen anzubieten.“ So können Interessierte bereits am Samstag erstmals gemeinsam mit Philipp Boy trainieren.

B-Part Am Gleisdreieck als Einladung

B-Part Sports ist eingebettet in das Gesamtkonzept von B-Part Am Gleisdreieck. Auf ca. 1.000 Quadratmetern bietet das Pionierprojekt ein öffentliches Café, zahlreiche Coworking-Arbeitsplätze sowie Multifunktionsräume für Kunstausstellungen und Events. Neben dieser „Hardware“ beherbergt das B-Part mit dem Urban Ideation Lab auch eine einzigartige „Software“: Das Lab bietet sechs kostenfreie, kuratierte Arbeitsplätze zur Erforschung zukunftsorientierter Ideen und Lösungen für ein lebenswertes Stadtquartier.

Eröffnung des B-Part Sports

„Die Urbane Mitte Am Gleisdreieck ist ein generationsübergreifender und lebendiger Begegnungsort. Das ist unser Kompass – daran lassen wir uns messen“, so Marc F. Kimmich, COPRO CEO. | Foto: BERLINboxx

B-Part Sports ist eine weitere Handreichung an alle, sich einzubringen und mitzugestalten: Sport für das verbindende Miteinander. Ähnlich wie das B-Part Am Gleisdreieck ist auch B-Part Sports aus einem modularen Bausystem entstanden und kann flexibel umgestaltet und relokalisiert werden, erklärt Boy.

Stadtquartier mit sozialer Verantwortung

Seit März 2019 bietet das B-Part Am Gleisdreieck mitten im Park Raum für alle, die Lösungen über das Arbeiten der Zukunft, neue Mobilität und urbane Gemeinschaften unter einem Dach diskutieren und entwickeln möchten. Als Labor für das Stadtquartier von Morgen ist das B-Part schon jetzt, was die Urbane Mitte Am Gleisdreieck einmal werden soll: ein generationsübergreifender und lebendiger Begegnungsort.

„Das B-Part soll den Menschen unsere Vision für ein ressourcenschonendes und zukunftsweisendes, offenes und vielseitiges Stadtquartier präsentieren“, so Marc F. Kimmich. „Die Urbane Mitte Am Gleisdreieck wird harmonisch alle Aspekte des künftigen Lebens und Arbeitens miteinander vereinen: Kunst- und Kulturprojekte, geförderte Flächen für lokale Manufakturen, generationsübergreifende soziale Einrichtungen sowie Angebote zur neuen Mobilität und Arbeiten der Zukunft schaffen einen innovativen und interkulturellen Begegnungsort.“

Weitere Informationen:

Bereits am kommenden Samstag, 25. Januar 2020, bietet Philipp Boy zwei kostenfreie Trainingseinheiten für Interessierte an. Von 13 bis 14 Uhr für Anfänger und von 15 bis 16 Uhr für Fortgeschrittene. Ab dem 01. Februar 2020 ist B-Part Sports für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Geführte Kurse, zum Beispiel mit Philipp Boy, sind über www.bpart.berlin buchbar.

B-Part Am Gleisdreieck / B-Part Sports
Luckenwalder Str. 6b, 10963 Berlin
E-Mail: info@bpart.berlin
Website: www.bpart.berlin

 

Neue Pläne für Karstadt am Hermannplatz

Über die Neubaupläne des österreichischen Immobilien- und Handelsunternehmens SIGNA Holding GmbH für das Karstadt am Hermannplatz wird seit einiger Zeit stark diskutiert. Bereits im August letzten Jahres hatte der Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, Florian Schmidt, der sich gerade den Vorwürfen der Aktenmanipulation stellen muss, die Pläne des Immobilienunternehmens abgelehnt: „Ich bedauere, dem Vorhabenträger keine besseren Nachrichten überbringen zu können und bedanke mich das Engagement der SIGNA GmbH und dem Büro Chipperfield.“

Nun scheint es so, als wolle die SIGNA-Gruppe, die Galeria Karstadt Kaufhof im Juni 2019 komplett übernommen hatte, dem Bezirk entgegenkommen. Wie die Berliner Morgenpost berichtete, seien die von Kritikern befürchteten Luxuswohnungen und Hotels des Unternehmens doch nicht geplant.

Initiative Hermannplatz: „Wir nehmen uns das Recht auf Stadt“

Doch die Bedenken gegen das Projekt sind noch nicht aus dem Weg geräumt. Noch immer gibt es deutliche Gegenstimmen, auch von Seiten der Bevölkerung. Am heutigen Dienstag sind daher als Reaktion auf die Präsentation der Umbaupläne des Immobilienunternehmens im Neuköllner Stadtentwicklungsausschuss Gegendemonstrationen zu erwarten.

So hat die Initiative Hermannplatz, die sich für den Erhalt des Gebäudes in seiner jetzigen Form ausspricht, eine Kundgebung im Rathaus Neukölln geplant. Die Kritiker des Großprojekts von SIGNA befürchten lang andauernde Bauarbeiten, den Verlust von Arbeitsplätzen und eine drohende Immobilienblase. Außerdem üben sie auch Kritik an der CDU, die ebenfalls heute ihren Antrag „Neukölln unterstützt das Neubauvorhaben von Karstadt am Hermannplatz“ vorstellt: „Die CDU meint, über unsere Köpfe hinweg beschließen zu können, dass ‚Neukölln’ das Bauvorhaben von SIGNA unterstützt. Sie vertritt damit ausschließlich die Interessen des Immobilienkonzerns und handelt frontal gegen die Interessen der Neuköllner*innen“, so ein Mitglied der Initiative.

Mischquartier zum Wohnen und Arbeiten

Geht es nach den Projektentwicklern von SIGNA, soll die 1929 gebaute Warenhausimmobilie an der Grenze zwischen Kreuzberg und Neukölln zu einem Mischquartier umgebaut werden. In dem rund 72.000 Quadratmeter großen Gebäudekomplex sind unter anderem Büros, Wohnungen und soziale Einrichtungen geplant. Außerdem sollen eine große Markthalle und eine öffentlich zugängliche Dachterrasse entstehen, um die Lebensqualität des Kiezes zu steigern.

Die Baupläne orientieren sich dabei an den Ursprüngen des Gebäudes in den 1920er Jahren. Damals konnte man in „Europas modernstem Warenhaus“ nicht nur Einkäufe tätigen, sondern auf der großzügigen Dachterrasse auch Essen gehen oder tanzen. In der Ausstellung „90 Jahre Karstadt am Hermannplatz“, die bereits im September letzten Jahres eröffnete, können Interessierte die Entwicklung des Traditionsgebäudes von 1929 bis heute verfolgen.

Baustadtrat Schmidt will keinen „Monumentalbau“

Nach dem „Nein“ des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg im August 2019 hatte SIGNA noch im Oktober vergangenen Jahres ein Hoffest am Hermannplatz organisiert, um den öffentlichen Dialog zu fördern und die Kiezbewohner stärker am Projekt zu beteiligen. „Ein lebendiger Ort, an dem jeder willkommen ist – das ist unsere Vision für das neue Karstadt-Gebäude am Hermannplatz“, so Timo Herzberg, CEO von SIGNA Real Estate Germany.

Bisher sträubt sich Schmidt aber weiterhin gegen das Vorhaben des Immobilienunternehmens. In einer Stellungnahme des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg im August 2019 begründete er die Absage unter anderem mit der aus seiner Sicht nicht angemessenen „Reinszenierung“ des Gebäudes als Shoppingcenter. Außerdem befürchte er zu hohen Mieten durch die kostenintensive Umstrukturierung des Gebäudes, das historisch für die Stadt bedeutsam ist. (sz)

 

„100 Jahre (Groß-)Berlin“ – eine Stadt der Chancen

Vor genau 100 Jahren wurde mit der Gründung von „Groß-Berlin“ ein bedeutender Grundstein für die deutsche Hauptstadt, wie wir sie heute kennen, geschaffen. Anlässlich des Jubiläums präsentierte der Regierende Bürgermeister, Michael Müller, heute mit weiteren Akteurinnen und Akteuren der Initiative „100 Jahre (Groß-)Berlin“ im Roten Rathaus ein vielseitiges Programm für das Jahr 2020. Müller blickte in seiner Rede in die Vergangenheit, würdigte bisherige Errungenschaften und zog Parallelen zu aktuellen Entwicklungen in der chancenreichen Hauptstadtregion.

Berlin als Impulsgeber – damals wie heute

100 Jahre (Groß-)Berlin

„Das Groß-Berlin-Gesetz ist der entscheidende historische Schritt zur Metropole Berlin gewesen“, so Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin. | Foto: BERLINboxx

Die Entwicklung der deutschen Metropole zur Millionenhauptstadt und wichtigem Standort für Wirtschaft und Wissenschaft sei laut dem Regierenden Bürgermeister vor allem dem ehemaligen Oberbürgermeister Adolf Wermuth zu verdanken. Er setzte 1920 die Reform als „Vater von ‚Groß-Berlin‘“ auch gegen Proteste etwa aus Spandau und Zehlendorf durch und initiierte zahlreiche wichtige Entwicklungen wie den Ausbau der Infrastruktur sowie die Förderung von Wissenschaft und Forschung.

"100 Jahre (Groß-)Berlin"

Besonderes Jubiläum in Berlin: Aufsteller „100 Jahre (Groß-)Berlin“ im Roten Rathaus. | Foto: BERLINboxx

Auch zukünftig soll Berlin weiterhin wichtige Impulse für Kultur, Kunst und vor allem Wissenschaft und Forschung setzen und Deutschland als Vorreiterstadt von Entwicklung voranbringen. Nicht zuschauen, sondern selbst Impulse setzen, sei, so der Regierende, die Devise. Geplant ist unter anderem eine Förderung des Mobilitätsangebots durch die Erweiterung des U-Bahnnetzes, eine Teilnahme der Hauptstadt als Modellregion für das 365-Euro-Ticket Projekt oder eine Bewerbung als Standort für die nächste Internationale Automobilmesse. Außerdem kündigte Müller an, die Digitalisierung in der Hauptstadt voranzutreiben und das Deutsche Herzzentrum zum „digitalen Herzzentrum der Welt“ zu machen.

Gründung „(Groß-)Berlins“ als Meilenstein

Ein Blick zurück offenbart auch Schattenseiten. Mit Hinblick auf die politische Situation im Berlin der 1920er Jahre erinnerte Müller daher auch an das Privileg politischer Freiheit in Deutschland und appellierte an alle, die Demokratie durch ein „gemeinsames Gegenhalten“ gegen Gefährder zu stärken. Denn: „Berlin ist wieder die Stadt der Chancen. Und Berlin sollte aus meiner Sicht auch wieder die Stadt sein, die diese Chancen ergreift.“

Initiative für die Hauptstadt der Zukunft

"100 Jahre (Groß-)Berlin"

Veranstaltungen im Januar und Februar: Berlin100-Plakatausstellung der Universität der Künste im Roten Rathaus. | Foto: BERLINboxx

Den Initiatoren des Projekts lag die Einbeziehung der Berlinerinnen und Berliner selbst besonders am Herzen: „Wir sind dankbar, dass wir dieses Jubiläum aus der Breite der Stadtgesellschaft heraus mit einer großen Zahl von Einrichtungen und in verschiedener Weise engagierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern ausrichten können, die sich zur Initiative‚ 100 Jahre (Groß-)Berlin‘ zusammengeschlossen haben. Dadurch ist es gelungen, ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm zu organisieren, um das große Ereignis in seinen vielen Facetten angemessen darzustellen“, so Michael Müller.

Programm von „100 Jahre (Groß-)Berlin“

Die Initiative „100 Jahre (Groß-)Berlin“ wurde am 1. März 2017 gegründet, um mit Veranstaltungen an das bedeutsame Ereignis zu erinnern. Ein bedeutendes Projekt in diesem Jahr ist zum Beispiel der „Internationale städtebauliche Ideen-Wettbewerb Berlin-Brandenburg 2070“ des Architekten- und Ingenieur-Vereins Berlin. Außerdem eröffnet am 30. September 2020 die Ausstellung „Unvollendete Metropole. 100 Jahre Städtebau für (Groß-)Berlin“. Architekt und Initiator des Wettbewerbs, Tobias Nöfer, sieht die Hauptstadt als „Experimentierfeld“, um zu erforschen, wie die Stadt der Zukunft gestaltet wird. (sz)

Bund und Länder investieren in der Hauptstadt Millionen in Künstliche Intelligenz

Berlin ist in Deutschland bereits seit Jahren Vorreiter für Künstliche Intelligenz. Mit zahlreichen KI-Start-ups und zwei KI-Forschungszentren an der Technischen Universität ist die Hauptstadt als Innovations-Hotspot für Wissenschaft und Praxis gerade zu prädestiniert.

Am gestrigen Mittwoch stellten Michael Müller, Regierender Bürgermeister und Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, die aktuellen Förderungsmaßnahmen der Bundesregierung für den Bereich KI vor. Geplant ist eine Zusammenführung der beiden KI-Forschungszentren der TU (Berlin Big Data Center (BBDC) und Berliner Zentrum für Maschinelles Lernen (BZML)) zu einem KI-Leuchtturm im neuen Berlin Institute for the Foundation of Learning and Data (BIFOLD).

18 Millionen Euro für den neuen KI-Leuchtturm

Mit der Entstehung des neuen Zentrums soll die Expertise im Bereich der Künstlichen Intelligenz erweitert und gebündelt werden. Im Zuge dessen entstehen auch acht neue KI-Professuren an der TU Berlin und an der Freien Universität Berlin, die Forschung und Ausbildung im Bereich Big Data und maschinellem Lernen verknüpfen sollen. Daher hat das Bundesforschungsministerium jetzt zugesichert, 18 Millionen Euro beizusteuern und somit seine Förderung auf insgesamt 32 Millionen Euro für den Zeitraum zwischen 2019 und 2022 zu erhöhen.

BIFOLD bringt die Hauptstadt voran

Für Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, ist dieser Schritt ein wichtiger Meilenstein, um die KI-Forschung in der Hauptstadt voranzubringen: „In BIFOLD werden zentrale KI-Kompetenzen gebündelt. BIFOLD wird auch einen Schwerpunkt auf Forschung zu Transparenz und Erklärbarkeit von KI-Systemen sowie ethische Aspekte legen. Das unterscheidet uns gerade von KI-Forschungsstandorten auf anderen Kontinenten. Wir brauchen exzellente Forschung, um Deutschland zu einem Spitzenstandort für KI zu machen. Deshalb macht das BMBF BIFOLD möglich und unterstützt kraftvoll den Ausbau der weiteren deutschen KI-Kompetenzzentren durch eine Verdopplung der Mittel.“

Auch Prof. Dr. Christian Thomsen, Präsident der TU Berlin, ist überzeugt von der Fusion der Forschungszentren: „Der technologische Fortschritt ist heute mehr denn je mit gesellschaftlichen Debatten um Regulierung, Transparenz und Verantwortung verflochten. Auch für diese richtige und notwendige Rückkopplung mit gesellschaftlichen Fragestellungen und Herausforderungen bieten sich dem BIFOLD als integraler Bestandteil der TU Berlin beste Voraussetzungen.“

Berlin als Innovations-Hotspot für Künstliche Intelligenz

Das neue Zentrum BIFOLD soll den Standort Berlin für den weltweiten Wettbewerb rüsten und noch attraktiver für intelligente KI-Experten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen machen. Dabei ist die Hauptstadt in Sachen KI in der Wirtschaft bereits sehr erfolgreich: 48 Prozent der deutschen KI-Start-ups wurden zwischen 2012 und 2017 in der Hauptstadt gegründet und über ein Viertel der deutschlandweiten KI-relevanten Unternehmen haben ihren Sitz in der Metropolregion Berlin-Brandenburg. Die aktuellen Entwicklungen lassen darauf schließen, dass die Hauptstadt das Gebiet der KI auch in der Zukunft voranbringen wird. (sz)

Wirtschaft nimmt Politik in die Pflicht: Christoph Gröner fordert mehr Ein- und Weitsicht

Eine Erfolgsgeschichte, die ganz klein begonnen hat. Schon während seines Studiums hat Christoph Gröner als Bauhelfer gejobbt und anschließend angefangen in Immobilien zu investieren – mit zunehmendem Erfolg! Heute ist er mit der nach ihm benannten CG Gruppe Deutschlands führender Mietwohnungsentwickler und aktiv in sämtlichen Metropolregionen der Republik. Rund 800 Mitarbeiter und ein Portfolio das seines gleichen sucht zeichnet das Unternehmen aus.

Feindbild Christoph Gröner

Kurz: Ein unternehmerischer Erfolg sondergleichen. Doch dieser ruft auch Kritiker auf den Plan. Für so manchen Bezirkspolitiker in Berlin, der gegen Gentrifizierung kämpft, wurde der erfolgreiche Bauunternehmer zur Zielscheibe. Seine Auseinandersetzung mit Florian Schmidt, seines Zeichens Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg ist legendär. Für die linke Szene ist Gröner gar ein regelrechtes Feindbild. Erst kürzlich wurden Baustellen der CG Gruppe in Leipzig sabotiert, auch ein Projekt der CG Gruppe in Berlin ist der autonomen Szene ein Dorn im Auge.

 

Ronald Pofalla fordert mehr Einsatz für Digitalisierung und Fortschritt

CG Gruppe Neujahrsempfang, Keynote-Sprecher Profalla

Keynote-Speaker Ronald Pofalla. Foto: Business Network

Doch Gröner lässt sich nicht einschüchtern. Auf dem Neujahrsempfang seiner CG Gruppe, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert, gab sich der Unternehmer nun kämpferisch. Gemeinsam mit Keynote-Speaker Ronald Pofalla, Vorstand der Deutschen Bahn, nahm Gröner die Entscheider aus der Politik in die Pflicht: Mangelhafte Umsetzung der dringend notwendigen Digitalisierung, langwierige und komplizierte Verfahren in den Behörden, zu wenig Einsatz für Klimaschutz. Gröner und Pofalla sehen dringenden Handlungsbedarf in den oberen Etagen der Politik, aber auch in den Amtsstuben der zuständigen Kommunen und Gemeinden. Zu viel Bürokratie, zu wenig Fortschritt, Klientelpolitik und nicht eingehaltene Versprechen – das macht sowohl der Deutschen Bahn als auch der CG Gruppe zu schaffen.

CG Gruppe ist Vorreiter im Klimaschutz

Ein Beispiel, das aktuell in aller Munde ist, ist der Klimaschutz. „Andere reden nur, wir sind aktiv im Klimaschutz“, Gröner sieht seine CG Gruppe als innovativen Vorreiter in Energiefragen, moderne Photovoltaik- und Geothermieanlagen sind unbedingter Bestandteil von Projekten der CG Gruppe. Bei einem Projekt in Fellbach/Stuttgart wurden zudem Windströmungsturbinen eingesetzt. „Die Politik diskutiert lieber über das Tempolimit, das bewiesenermaßen so gut wie nichts zur CO2-Einsparung beitragen würde. Deutlich zielführendere Maßnahmen sind auf der politischen Agenda – und im Übrigen auch auf der Medienagenda – leider nicht zu finden.“

Digitalisierung in der Baubranche

Ein besonderes Anliegen sind Gröner die digitalen Möglichkeiten in der Bauindustrie. Nur durch die digitale Transformation kann sich die deutsche Bauindustrie verändern, um Bauen zukünftig einfacher, schneller und günstiger zu gestalten – so das Credo des Unternehmers. BIM und serielle Fertigung, das sind die Schlagworte, die nicht weniger als die Zukunft des Bauens bedeuten. Gröner sieht in diesen Bereichen großen Handlungsbedarf und ruft die gesamte Branche dazu auf, die Möglichkeiten zu nutzen und damit Wohnraum zu schaffen, der für Menschen aus allen Einkommensschichten bezahlbar ist. Die Strategien der Politiker, auf Wohnraummangel und Kostenexplosionen zu reagieren, sind aus Gröners Sicht populistisch und wenig bis gar nicht zielführend. Mietendeckel, Enteignung und Co. führen zu mehr Problemen als Lösungen – so die feste Überzeugung des Selfmade-Millionärs.

Herzensangelegenheit: Einsatz für die Schwachen der Gesellschaft

Was den Chef der CG Gruppe besonders auszeichnet, ist sein Einsatz für die Schwachen in der Gesellschaft, ganz besonders Kinder und Jugendliche liegen Gröner am Herzen. Ein wesentlicher Teil des Gewinns der CG Gruppe, aber auch aus Gröners privatem Vermögen, kommt Einrichtungen und Institutionen zugute, die sich um benachteiligte Kinder und Jugendliche kümmern. Der Unternehmer ist überzeugt „Wirtschaft kann Kinder!“ In diesem Zusammenhang nahm Gröner die anwesenden Branchenkollegen in die Pflicht: „Wir alle müssen etwas tun und uns gegen Ungerechtigkeit und Benachteiligung stellen. Jeder muss im Rahmen seiner Möglichkeiten aktiv werden. Denn nur so kann es uns gelingen, in einer fairen Gesellschaft zu leben, in der alle die gleichen Chancen haben.“

Ein Unternehmer, der sich einsetzt und damit auch aneckt. Oft fühlt sich Gröner zu einseitig dargestellt und versucht, den Dialog zu führen – mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Doch fest steht, dass der Ausnahme-Unternehmer weiter seinen Weg gehen und die Erfolgsgeschichte der CG Gruppe fortschreiben wird. Am meisten davon profitieren neben der gesamten Branche, die hoffentlich dem Vorreiter und Taktgeber Gröner besonders in Digital- und Energiefragen folgen werden, die Städte in ihrer Wohnungsnot, aber ganz besonders auch Kinder und Jugendliche, denen durch die großzügige Unterstützung ein fairer Start ins Leben ermöglicht wird. (red)

Ausstellung „Haus-Ruckner-Co – Stadt von Morgen“ im B-Part Am Gleisdreieck eröffnet

Wieder einmal ist die Urbane Mitte Am Gleisdreieck, ein Projekt der COPRO, zum Zentrum zukunftsweisender Visionen geworden. Am gestrigen Donnerstagabend fand die Eröffnungsfeier der Ausstellung „Haus-Rucker-Co – Stadt von Morgen“ in dem bedeutenden Stadtquartier im Herzen Berlins statt. Im Dialog mit Manfred Ortner (Haus-Rucker-Co), Markus Penell (O&O Baukunst, Urbane Mitte) und Boris Hars-Tschachotin (Kurator Syd Mead – Future Cities) im B-Part wurden Fragen nach zukünftigen Lebens- und Arbeitswelten diskutiert.

Futuristische Stadtlandschaften zwischen Kunst, Architektur und Science-Fiction

Mit den geladenen Gästen konnten unterschiedlichste Ideen für das urbane Zusammenleben von morgen in einem dynamischen Dialog zusammengeführt werden. Von den futuristischen und teils apokalyptischen Stadtvisionen des US-amerikanischen Designers Syd Mead bis hin zu den aktuell geplanten Entwicklungen in der Urbanen Mitte Am Gleisdreieck wurden interessante Impulse aus den Bereichen Kunst, Architektur und Science-Fiction gesetzt.

Haus-Rucker-Co

Futuristische Zeichnungen einer modernen Stadt. | Foto: Haus-Rucker-Co

Auch die Ausstellung, die von Mittwoch bis Samstag zwischen 14 und 18 Uhr noch bis zum 8. Februar 2020 im B-Part Exhibition zu bestaunen ist, schließt an die zukunftsweisenden Visionen der Künstler an und schafft eine Brücke zwischen den unterschiedlichen künstlerischen Disziplinen. Neben ausgewählten Zeichnungen und Kollagen beinhaltet sie Fotografien und Filmdokumente des Kollektivs Haus-Rucker-Co, das mit den Gründern von O&O Baukunst, Manfred und Laurids Ortner, in den 1970er und 1980er Jahren bahnbrechende Architekturprojekte umsetzte.

„Rebellische Stadtraumintervention“ mit Haus-Rucker-Co

Die österreichische, 1967 gegründete Architektengruppe um Laurids Ortner, Manfred Ortner, Günter Zamp Kelp, Klaus Pinter und C. Michels, zählte in den 1970er und 1980er Jahren zur internationalen Kunstszene und stellte mit ihren architektonischen Utopien eine Brücke zwischen Architektur und Kunst her. Inspiriert von den Weltraumprojekten der 1960er Jahre und mit dem Ziel vor Augen, klassische und konventionelle Raumstrukturen zu durchbrechen, transformierten sie mit Projekten wie dem „gelben Herz“ in Wien oder der „Oase Nr.7“ in Kassel die Stadtlandschaft in futuristische Zukunftswelten.

Die aktuelle Ausstellung im B-Part Am Gleisdreieck ist eine Hommage an die Arbeiten des Haus-Rucker-Co und regt ebenso wie in den 1970er und 1980er Jahren zur „Bewusstseinserweiterung“ an. Außerdem ist sie für den Architekten Manfred Ortner geradezu der Inbegriff der Stadt der Zukunft, wie er dem radio 1 vom rbb mitteilte: „Die Urbane Mitte rund ums Gleisdreieck ist ein geradezu idealer Platz, eine etwas andere Stadt zu schaffen, die Berlin wahrscheinlich dringend braucht.“

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung und der Urbanen Mitte Am Gleisdreieck

„Haus-Rucker-Co – Stadt von Morgen“
Ausstellung: 10. Januar – 8. Februar 2020
Kuratoren der Ausstellung: Boris Hars-Tschachotin, Rüdiger Lange
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag, 14-18 Uhr
Luckenwalder Str. 6b, 10963 Berlin

Urbane Mitte Am Gleisdreieck
https://urbane-mitte.de/

B-Part Am Gleisdreieck
https://bpart.berlin/de/

 

Ortner & Ortner Baukunst plant Siemens Campus und Urbane Mitte Am Gleisdreieck

Nach dem städtebaulichen Planungswettbewerb für die Urbane Mitte Am Gleisdreieck des Projektentwicklers COPRO hat das renommierte Berliner Architekturbüro Ortner & Ortner Baukunst nun auch den Wettbewerb für den neuen Siemens Campus in Spandau gewonnen. Damit plant das Büro die zwei bedeutendsten Zukunftsquartiere der Hauptstadt.

Siemensstadt 2.0 – modernes Stadtquartier zum Wohnen und Arbeiten

Nach einem zweitägigen Bewertungsprozess konnte sich O&O Baukunst gemeinsam mit dem Büro capatti staubach Urbane Landschaften gegen 16 weitere Architektur- und Stadtplanungsbüros durchsetzen. Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, ist überzeugt, dass sich der Entwurf von O&O Baukunst wunderbar als Basis für Entwicklung der neuen Siemensstadt eignet: „Wir haben uns für einen Entwurf entschieden, der künftig die Gestaltung der Siemensstadt 2.0 leiten wird. Einen Entwurf, der unsere Ansprüche in außergewöhnlicher Weise berücksichtigt und gleichzeitig Raum lässt für neue Gedanken und Entwicklungen, für Wissenschaft und Forschung, für Zukunft.“

Auch Cedrik Neike, Vorstand der Siemens AG, gab sich nach der Entscheidung der hochkarätigen, 16-köpfigen Jury und 50 weiteren Experten zuversichtlich, mit Ortner & Ortner die richtige Wahl getroffen zu haben: „Heute haben wir einen weiteren Meilenstein erreicht, aus der historischen Industrie-Ikone Siemens in Spandau einen Berliner Zukunftsort zu gestalten. Es wird ein neuer, lebenswerter Stadtteil entstehen, in dem die Bürger wohnen, arbeiten, lernen und forschen können. Wir holen den Kiez zu uns in die Siemensstadt. Wir holen Berlin und die Welt zu uns.“

Siemensstadt 2.0

Perspektivische Darstellung der geplanten Siemensstadt. | Foto: Siemens AG/Ortner & Ortner Baukunst

„Smart City“ mit Wohnungen, Forschungseinrichtungen und Büros

Der Bau des modernen Stadtquartiers soll bereits im Jahr 2022 beginnen und 2030 fertiggestellt werden. Dabei ist für die Fläche des Riesenprojekts von 70 Hektar ein gemischtes Nutzungskonzept mit Wohn-, Arbeits- und Forschungsflächen geplant. So sollen die alten Schaltwerkhallen des Konzerns künftig für öffentliche und kulturelle Einrichtungen genutzt und weitere Gebäude für Schulen und Wissenschaftszentren gebaut werden. Umstritten ist noch das 150 Meter hohe Hochhaus, das mittig auf dem geplanten Stadtplatz der neuen „Smart City“ entstehen und sowohl Wohnungen als auch Hotels beherbergen soll.

Investition in Millionenhöhe für Gebäude und Infrastruktur

Mit dem Projekt will der Traditionsstandort Siemens, der bereits vor über 100 Jahren in Spandau gebaut wurde, den neuen Anforderungen Berufstätiger gerecht werden sowie Lebens- und Arbeitswelten gekonnt verbinden. Um die Entwürfe des Architektenbüros umzusetzen, hatte das Unternehmen bereits angekündigt, 600 Millionen Euro zu investieren – eine weitere Finanzierungsspritze in ähnlicher Höhe steuert der Senat bei, der vordergründig eine funktionierende Infrastruktur und einer Reaktivierung der Siemensbahn für das neue Stadtquartier fördert.

Siemens Campus und Urbane Mitte Am Gleisdreieck – Blick in die zukünftige Stadtentwicklung

Nicht nur mit dem „Jahrhundertprojekt“ des Technologiekonzerns setzt das Architektenbüro Ortner & Ortner wichtige Impulse für die zukünftige städtebauliche Gestaltung in der Hauptstadt. Auch das Stadtquartier Urbane Mitte Am Gleisdreieck ist ein bedeutender Schritt, um dem Bevölkerungswachstum in Berlin und Themen wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz nachzukommen. Aktuell macht das Urban Ideation Lab im B-Part Am Gleisdreieck wieder von sich reden. Denn Anfang dieses Jahres werden erneut für sechs Monate ausgewählten Lab-Fellows die Räumlichkeiten des Zukunftslabors beziehen, um ihre innovativen und nachhaltigen Ideen weiterzuentwickeln. (sz)

Tesla nimmt letzte Hürden in Angriff – Genehmigungsverfahren für den neuen Standort läuft

Bereits seit einigen Monaten plant der Elektroautohersteller Tesla eine neue Niederlassung in der Metropolregion Berlin-Brandenburg. Bevor der Bau des Standortes in Grünheide jedoch umgesetzt werden kann, muss zunächst geprüft werden, ob Belastungen für Mensch und Umwelt auf dem rund 300 Hektar großen Gebiet entstehen könnten. Aktuell begutachtet der Naturschutzbund Brandenburg daher den am Montag veröffentlichten Umweltverträglichkeitsschutzbericht des Konzerns.

Prüfung des Antrags bis Anfang März

Während des laufenden Verfahrens kann jedermann bis zum 5. März Einwände gegen die Ansiedelung der Gigafactory einreichen. Das umfangreiche Dokument erläutert auf gut 2000 Seiten Angaben zu Luftschadstoffen, Lärmbelästigung sowie Auswirkungen auf Flora und Fauna. Es kann unter anderem im Landesamt für Umwelt, der Gemeinde Grünheide oder auch online eingesehen werden.

Kritikpunkte kommen bisher vor allem vom NABU Kreisverband Fürstenwalde. Er sieht die Partizipationsmöglichkeiten der Bürger vor Ort begrenzt und befürchtet eine Bedrohung des Trinkwasserschutzgebiets. Außerdem kritisiert der Verband, dass sich die geplante Fläche in der Nähe des Naturschutzgebiets Löcknitztal und des Störitzsees befindet und die Fällung von über 150 Hektar Wald erfordert. Zwar sollen bedrohte Tierarten umgesetzt und durch Zähne geschützt werden, allerdings seien die Folgen der Unternehmensansiedlung für das Gebiet dennoch nicht vorhersehbar.

„Gigafactory“ in Grünheide – Fluch und Segen zugleich

Trotz des Dilemmas, ökologische und ökonomische Interessen zu vereinen, gab sich der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dietmar Woidke, in seiner Neujahrsrede optimistisch: „Die Landesregierung investiert in Infrastruktur, Zukunftstechnologien, und das in allen Regionen unseres Landes. Es ist unser Ziel, Brandenburgs Ruf als innovative und dynamische Wirtschaftsregion zu festigen. Wir haben die Chance zu zeigen, dass Wirtschaftskraft und Ökologie zusammengehören. Die geplante Ansiedlung des Automobilkonzerns Tesla bestätigt uns darin. Aber dafür ist noch viel zu tun. Die Landesregierung und die lokalen Behörden stehen dafür bereit.“

Produktion von jährlich 500.000 Fahrzeugen ab 2021

Wie ambitioniert die Projektplaner bereits sind, zeigt der angesetzte Termin für die Inbetriebnahme der Fabrik im Oder-Spree-Gebiet. So geht aus dem Amtsblatt für Brandenburg hervor, dass die Niederlassung bereits ab Juli 2021 mit der Herstellung der Modelle 3 und Y sowie der Entwicklung weiterer Fahrzeuge beginnen will. Mit dem neuen Standort, der vom Presswerk bis zur Endmontage alle notwendigen Anlagen für die Produktion umfasst, sollen dann künftig über 4.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Geplant ist darüber hinaus die Herstellung von jährlich bis zu 500.000 Elektrofahrzeuge. Wenn alles glatt läuft, kann bereits in den nächsten Monaten mit dem Bau der Anlage begonnen werden. (sz)

 

Neues Jahr, alter Hase – der Berliner Mietendeckel

2020 ist erst knapp eine Woche jung und schon macht der Mietendeckel wieder von sich reden. Kenner der Branche befürchten, dass das Gesetz zur Eindämmung der Wuchermieten in der Hauptstadt, das bereits Anfang dieses Jahres in Kraft treten soll, verheerende Auswirkungen auf die Bauindustrie nehmen wird. So sagte Dr. Robert Momberg, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Ost, bereits im September 2019 „eine politische Verunsicherung der Vermieter und Investoren“ voraus. Und auch aktuell steht die Baubranche vor einer nicht vorhersehbaren Zukunft – denn Investoren sind weiterhin skeptisch und verunsichert.

Rückgang von Investitionen und Umsatzeinbußen

Wie die Berliner Morgenpost berichtete, gehe der Bauindustrieverband Ost eigenen Berechnungen zufolge von einem jährlichen Umsatzverlust der Branche in Milliardenhöhe aus, sollte sich die Situation weiter zuspitzen. So sind laut einem aktuellen Konjunkturbericht des Wirtschafts- und Arbeitgeberverbands der bauindustriellen Unternehmen in den Ländern Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt für den Oktober 2019 die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahresmonat bereits um über 31 Prozent auf 232 Milliarden Euro gesunken.

Gleiches zeigen auch die Zahlen des Amts für Statistik Berlin Brandenburg. Zwar hängt dieser starke Rückgang unter anderem mit einem auftragsstarken Oktober im Jahr 2018 zusammen, allerdings bestätigt diese Tendenz auch die Befürchtung des Bauindustrieverbands Ost vor einem Rückgang der Neubauinvestitionen.

Jahrzehnt der Investitionen – Jahrzehnt des Neubaus?

Der Berliner Senat lässt sich unterdessen nicht weiter von den Befürchtungen der Baubranche beirren. In seiner Neujahrsrede gab sich der Regierende Bürgermeister, Michael Müller, optimistisch und versicherte, weiterhin in bezahlbaren Wohnraum zu investieren: „Bauen – Kaufen – Deckeln: Das ist unser Programm, um Wohnraum zu sichern und zu schaffen. Und mit dem Mietendeckel gehen wir einen vollkommen neuen Weg, damit Sie eine fünfjährige Atempause von Mieterhöhungen erhalten.“

Förderungen von Neubauwohnungen nehmen zu

Zum vom Senat ausgerufenen Jahrzehnt der Investitionen gehört auch, in den Neubau zu investieren. Im Zuge dessen hat das Land Berlin bereits die Förderung zahlreicher Neubauwohnungen zugesichert, um die steigenden Kosten im Wohnungsbau auszugleichen. „Die Bewilligung von 1.778 geförderten Neubauwohnungen ist mit Blick auf den kurzen Zeitraum seit Einführung der neuen Förderbestimmungen ein wichtiger Zwischenschritt zur Erfüllung der Ziele in den Programmjahren 2019/20“, so Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher. (sz)

Berliner ÖPNV: Ausbau der Straßenbahnstrecken

Während in der Hauptstadt an allen Ecken neue Quartiere und Kieze entstehen, bemüht sich der Berliner Senat fleißig darum, mit der Planung neuer Straßenbahnstrecken voranzukommen. Damit will er der gestiegenen Nachfrage nach einem umfassenden öffentlichen Nahverkehrsangebot nachkommen und die Schadstoffemissionen in der Stadt verringern.

Dazu wurde in der gestrigen Sitzung auf Vorlage der Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, der aktuelle Bericht zum Thema „Berliner ÖPNV-Netz zielgerichtet ausbauen und neue Wohnquartiere anschließen“ beschlossen.

Verlängerung der M10 über den U-Bahnhof Turmstraße hinaus

Nutzer der Tramlinie M10 können mit der Anbindung bald weiterfahren als zuvor. Ab Ende 2021 soll die Strecke, für die eine Länge von 3,8 Kilometern geplant ist, vom Hauptbahnhof über den U-Bahnhof Turmstraße hinaus bis Jungfernheide führen. Die geplante Verlängerung der Straßenbahnlinie soll entlang der Turmstraße über Huttenstraße, Wiebestraße, Kaiserin-Augusta-Allee, vorbei am Mierendorffplatz über Osnabrücker Straße, Tegeler Weg und schließlich über Max-Dohrn-Straße bis Jungfernheide verlaufen.

Planungsprozesse kurz vor dem Abschluss

In der aktuellen Legislaturperiode 2016-2021 hat der Senat bereits einige Ziele erreicht und einen Großteil seiner Projektplanungen abgeschlossen. Sowohl für die Verlängerung der Straßenbahnlinie M2 ab Heinersdorf in Richtung Blankenburger Süden und S-Bahnhof Blankenburg als auch für die Tangentialverbindung S+U-Bahnhof Pankow – Heinersdorf – Weißensee sind die Untersuchungen fast fertiggestellt. Außerdem können Fortschritte bei der Planung der Straßenbahnstrecken zwischen S + U-Bahnhof Warschauer Straße – U-Bahnhof Hermannplatz und der Strecke Alexanderplatz – Potsdamer Platz verzeichnet werden.

Stärkung der Berliner Infrastruktur

„Mit dem Ausbau des ÖPNV wird die wachsende Metropole Berlin ihren Bewohnerinnen und Bewohnern auch in Zukunft eine gute Infrastruktur bieten.“ So hieß es zumindest im aktuellen Bericht der Senatorin Günther. Skeptische Stimmen bezweifeln aber, dass die BVG die geplanten Projekte des Senats bereits bis Ende nächsten Jahres umsetzen kann. Denn bisher wurde überhaupt noch nicht deutlich, wie lang genau die Arbeiten andauern werden und welche Kosten voraussichtlich anfallen. (sz)