Berliner Erfolgsunternehmerin von TATTERSALL·LORENZ erobert Immobilienmärkte

Überall wo in Deutschlands Metropolregionen Gebäude gemanagt werden, trifft man immer wieder auf Berliner Know-How. Das Berliner Traditionsunternehmen TATTERSALL·LORENZ hat sich im Laufe seiner fast 25-jährigen Erfolgsgeschichte einen Namen als Property Manager im deutschen Immobilienmarkt erarbeitet. TATTERSALL·LORENZ betreut und vermietet deutschlandweit Immobilien im Auftrag von bedeutenden nationalen und internationalen Kunden. Neben der Hauptniederlassung in Berlin betreibt das Unternehmen weitere Niederlassungen in Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Frankfurt am Main und Stuttgart. Was in Berlin geboren wurde, ist heute bundesweit ein Markenversprechen!

Motor von TATTERSALL·LORENZ ist die geschäftsführende Gesellschafterin Susanne Tattersall, eine der markantesten weiblichen Führungspersönlichkeiten der Immobilienwirtschaft. Sie gibt TATTERSALL·LORENZ ein Gesicht und ist auch als Impulsgeberin der Branche eine Größe. Dabei kann sie sich auf eine erfahrene Geschäftsführung und Niederlassungsleiter stützen, die sich durch einen Blick für Immobilien und Details, eine hervorragende Vernetzung, umfassendes Know-how und eine tiefe Kenntnis des Marktes wie auch der jeweiligen Standorte auszeichnen.

Umfassende Erweiterungen des Portfolios

So konnte die erfolgreiche Mittelständlerin zuletzt die Geschäftstätigkeit weiter ausbauen. 2019 übernahm das Unternehmen Mandate der apo Bank und wird die Bankfilialen und Beratungsbüros sowie weitere Immobilien mit einer Gesamtfläche von 135.000 m2 zukünftig verwalten. Auch die Prognose für 2020 fällt für das mittelständische Unternehmen positiv aus. So wird TATTERSALL·LORENZ das betreute Portfolio um vier weitere Mandate in den Segmenten Residential, Office, Retail und Logistic erweitern.

Beteiligung der Berliner Volksbank

Inzwischen sind auch bedeutende Marktteilnehmer auf das prosperierende Unternehmen aufmerksam geworden. So konnte mit der Berliner Volksbank eine langjährige und fruchtbare Partnerschaft begründet werden. Die Volksbank hat sich mit 25 Prozent im Rahmen einer Kapitalerhöhung in das Unternehmen eingekauft, wodurch die Grundlage für die weitere Expansion von TATTERSALL·LORENZ geschaffen wurde. Dazu gehört die effiziente Digitalisierung von Arbeitsabläufen, vor allem aber auch die Eröffnung neuer Standorte. Für das aktuelle Jahr plant TATTERSALL·LORENZ die Präsenz in Süddeutschland deutlich auszubauen.

Nachhaltige und zukunftsfähige Unternehmensphilosophie

Im Fokus der Unternehmensaktivitäten liegen nachhaltige und umweltschonende Prozesse. Das Unternehmen ist nach ISO 14001 und ISO 9001 zertifiziert und implementiert damit umweltschonendes Verhalten in Unternehmensprozesse. So werden Energien und Rohstoffe effizient genutzt, umweltrelevante Risiken reduziert und das Qualitätsmanagementsystem gefördert, um Dienstleistungen bereitstellen zu können, welche Kundenerwartungen sowie behördliche Anforderungen erfüllen. TATTERSALL·LORENZ baute zudem die Mitgliedschaft im Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA), dem Spitzenverband der Deutschen Immobilienwirtschaft, weiter aus. Susanne Tattersall ist in Ausschüssen des Verbands engagiert und bereichert diese durch fundierte Marktkenntnis.

Susanne Tattersall: Einsatz für Frauen in Führung

Doch die erfolgreiche Geschäftsfrau Susanne Tattersall engagiert sich auch für gesellschaftliche Themen, die ihr persönlich am Herzen liegen. So unterstützt sie die Initiative „Frauen in Führung“, setzt sich ein für mehr Frauen an der Spitze der deutschen Immobilienwirtschaft und fordert einen kulturellen Wandel hin zu mehr Vielfalt und Chancengleichheit. „Frauen sind in Deutschlands Führungsetagen noch immer unterrepräsentiert“, so Susanne Tattersall. „Dabei leben wir im 21. Jahrhundert! Frauen stellen die Hälfte der Bevölkerung und sie sind genauso gut ausgebildet wie Männer. Bei TATTERSALL·LORENZ leben wir Chancengleichheit und Gleichberechtigung und das Unternehmen profitiert davon.“ (ak)

Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher im B-Part am Gleisdreieck: Mit mir wird es einen Gewerberaum-Mietendeckel nicht geben

Klare Worte von Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher auf der überfüllten Veranstaltung der Berliner Wirtschaftsgespräche e. V. (BWG) im innovativen Zukunftsort B-Part am Gleisdreieck. Einen Gewerberaum-Mietendeckel als Fortführung des Berliner Mietendeckels für Wohnungen werde es mit ihr nicht geben, so die Bausenatorin am Ende einer hitzigen Debatte zur Berliner Wohnungsbaupolitik. Und selbstkritische Töne waren sogar beim Reizthema Mietendeckel zu vernehmen.

Katrin Lompscher – Selbstzweifel am Mietendeckel

An mehreren Stellen ihres Vortrages und in der anschließenden Diskussion war deutlich ein Vorbehalt zur gesetzlichen Durchsetzungsfähigkeit herauszuhören. Es schien so, als kalkuliere Katrin Lompscher bereits ein, dass die Bundesgesetzgebung den Vorstoß des Landes Berlin zur Regelungen des Gesetzes zur Neuregelung gesetzlicher Vorschriften zur Mietenbegrenzung (Mietendeckel) unterbinden werde.

Die überwiegende Mehrzahl der wissenschaftlichen Gutachten zu diesem Eingriff des Staates in das freie Vertragsrecht kommt zu dem Ergebnis, dass Bundesrecht Landesrecht brechen und der Mietendeckel damit obsolet werde. Derzeit wird vor allem diskutiert, ob der geplante Berliner Mietendeckel verfassungswidrig ist, weil dem Land Berlin die Gesetzgebungsbefugnis fehle. Denn die Zuständigkeit für das Mietrecht liegt nach Art. 72 Grundgesetz (GG)  beim Bund. Nur das „Wohnungswesen“ dürfen die Länder regeln. Ob darunter auch die Regelung des Mietenstopps fällt, ist umstritten. Die übrigen Regelungen des Mietendeckel Gesetzes gehören aber jedenfalls nach überwiegender Meinung nicht zum Wohnungswesen, sondern sind Teil des Mietrechts und dürfen daher von den Ländern nicht geregelt werden.

Stadtentwicklungsplan Wohnen 2030

Neben dem breit diskutierten Reizthema Mietendeckel konnte die Senatorin auch Fortschritte verkünden. 58 Milieuschutzgebiete seien in der bisherigen Legislatur ausgewiesen worden. Der Stadtentwicklungsplan Wohnen 2030 (StEP Wohnen 2030) mache gute Fortschritte, so die Senatorin.

Ziel ist eine bedarfsgerechte und ausreichende Flächenvorsorge für den Wohnungsneubau im gesamten Stadtgebiet bis 2030. Dabei benennt der StEP Wohnen 2030 Schwerpunkträume in der Stadt. In ihnen soll sich die Entwicklung vorrangig vollziehen, weil hier die Voraussetzungen günstig sind und stadtentwicklungspolitische Kriterien besonders zum Tragen kommen. Zudem stuft der Plan zeitlich ein, wann mit der Realisierung auf den Flächen zu rechnen ist, und benennt geeignete Instrumente und Maßnahmen, um den notwendigen Wohnungsbau entsprechend der stadtentwicklungspolitischen Ziele umzusetzen.

Der StEP Wohnen ist Impulsgeber und zugleich möglichst genaue Zustandsbeschreibung einer stetigen Entwicklung. Er wird je nach Dynamik der Entwicklung überprüft und angepasst. Den Erarbeitungsprozess des StEP Wohnen 2030 hat ein Begleitkreis von rund 30 Personen aus Wohnungswirtschaft, Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Bezirken und stadtgesellschaftlichen Initiativen unterstützt. Der Begleitkreis hat gemeinsam mit der Senatsverwaltung die Leitlinien erarbeitet und das weitere Verfahren kritisch und konstruktiv begleitet.

Weitere Erfolge: Eine ressortübergreifende Taskforce soll das Bauen beschleunigen. Und – ab dem nächsten Jahr soll die Umwandlung von Miete in Eigentum gefördert werden.

Diese Positivbilanz überzeugte, ebenso wie das klare Bekenntnis der Senatorin zu privaten Partnern, die man dringend brauche, um die Ziele des Senats zu erfüllen.

Doch das täuscht nicht darüber hinweg, dass die Berliner Wirtschaft die Befürchtung hat, dass sozialistische Experimente letztlich den Mietern, Vermietern und dem Handwerk schaden, weil ein Eingriff in die Regulationsstärke des Marktes selten positive Ergebnisse hervorbrachte – im Gegenteil. In der sensibel geführten Moderation durch BWG-Vorstand Kristina Jahn, die manche Woge glätten musste, führte Katrin Lompscher in ihrem Schlusswort ein gewichtiges Argument an: Durch Entmischung in den Quartieren zugunsten einer privilegierten Mieterschaft werde wertvolles soziales Kapital vernichtet. Das schade der Stadt insgesamt und zerstöre das, was Berlin so attraktiv mache – Vielfalt und Bezahlbarkeit.

B-Part zeigt Stadtquartier der Zukunft

Begeistert waren die Gäste von der Location auf dem zukünftigen Stadtquartier Urbane Mitte Am Gleisdreieck, das Vorstand Marc Kimmich in einem Film vorstellte. Er sei stolz darauf, dass die UMB vom Senat als von gesamtstädtischer Bedeutung klassifiziert wurde und nicht nur ein Stadtquartier der Zukunft sei, sondern auch mit einem eigenen Bahnhof, der Verlängerung der S21 und der kombinierten Verkehre ein bedeutender Verkehrs-Hub. Die Veranstaltung fand im B-Part statt, dem neuen Stadtlabor und Think Tank für New Work and Life auf dem Gelände der zukünftigen Urbanen Mitte Am Gleisdreieck. Das temporäre Holzgebäude am Gleisdreieck öffnet mit 1.000 qm Raum für alle, die mit neuen Formen von Leben und Arbeiten in der sich wandelnden Stadt experimentieren wollen. Das B-Part bietet neben Coworking auch Kunst, Kultur und Events sowie ein Fellowship-Programm für Startups, Socialpreneurs oder Scientists (www.bpart.berlin). (red)

Katrin Lompscher im B-Part

v.l.n.r. Alexander Bonte, Max Dudler Architekten; Bausenatorin Katrin Lompscher und Benjamin Albrecht, Leiter der Projektentwicklung bei der TLG.

Gäste des Abends waren u. a.

Reinhard Müller, EUREF; Benjamin Albrecht, TLG; Alexander Bonte, Max Dudler Architekten; Heike Zauner, DC Developments; Christian Gérôme, Allgemeine Immobilien Börse; Sandra Olschewski, hypcloud, Frank Schmeichel, Business Network

Spielbank-Beiratsmitglied Klaus Wowereit spendet 5.000 Euro an den 1. Berliner Inklusions Tauchclub

Tauchen ist eine Sportart, die eine gewisse körperliche Leistungsfähigkeit voraussetzt – so die landläufige Meinung. Vielen Menschen mit körperlichen Einschränkungen ist daher oft nicht bewusst, dass sie den Tauchsport dennoch ausüben können. Der 1. Berliner Inklusions Tauchclub aus Spandau hat sich zum Ziel gesetzt, körperlich beeinträchtigten Menschen diesen Sport nahezubringen und somit zur Inklusion beizutragen. Der ehemalige Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit hat dem Club nun in seiner Funktion als Beiratsmitglied der Spielbank Berlin einen Scheck in Höhe von 5.000 Euro überreicht.

Inklusion bedeutet Zugehörigkeit

Menschen mit schwerer Behinderung werden oft ausgegrenzt und in ihren Lebensmöglichkeiten eingeschränkt. Inklusion bedeutet Zugehörigkeit, also das Gegenteil von Ausgrenzung.

„Die ausdrückliche Verpflichtung zur Inklusion ist unser Alleinstellungsmerkmal“, sagt Alfred-G. Anlauf, der Vorsitzende des Vereins. „Das Tauchen ist als Sport dafür perfekt geeignet. Körperlich eingeschränkte Menschen können Seite an Seite mit jemandem tauchen, der keine Behinderung hat. Ich danke Klaus Wowereit und der Spielbank Berlin für die Förderung unseres Anliegens.“

Vereine leisten einen wichtigen Beitrag

Der erst 2015 gegründete 1. Berliner Inklusions Tauchclub ist der einzige Tauchclub in der Hauptstadt, der sich die Inklusion als ausdrückliches Ziel gesetzt hat. Bei dem Spandauer Verein tauchen Menschen, die querschnittsgelähmt, blind oder an Multipler Sklerose erkrankt sind. Außerdem besuchen dort Kinder Kurse, die ein Fetales Alkoholsyndrom (FAS) haben, deren Mütter also während der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben. Die Kinder leiden dadurch an neurologischen Schäden, die ihnen schon als Fötus im Mutterleib zugefügt wurden.

„Vereine leisten in unserer Stadt einen wichtigen Beitrag für unser aller Miteinander“, so Klaus Wowereit. „Für den 1. Berliner Inklusions Tauchclub gilt das umso mehr, da sich der Club das Ziel gesetzt hat, Menschen mit körperlichen Einschränkungen am Vereinsleben teilhaben zu lassen und Spaß mit dieser tollen Sportart haben zu können. Deshalb ist meine Wahl auf den Tauchclub gefallen und ich hoffe, dass der Club auch in Zukunft seine wichtige Arbeit erfolgreich fortsetzen kann.“

Klaus Wowereit (3.v.l.) und Gerhard Wilhelm (4.v.r.) mit dem Team des 1. Berliner Inklusions Tauchclub aus Spandau. Foto: Business Network

„Unter Wasser sind wir alle gleich“

Tauchen ist der Inklusionssport schlechthin. Viele Behinderungen wirken sich dabei weitaus weniger aus, weil sich die Muskulatur dabei entkrampft. Das sorgt für positive Emotionen und ein hohes Selbstwertgefühl. Außerdem fördert der Sport die sozialen Kontakte. „Unter Wasser sind wir alle gleich“, so Vereinsgründer Alfred-G. Anlauf. Wer gerade keinen Tauchpartner hat, keine eigene Ausrüstung besitzt oder eine Mitfahrgelegenheit zum Tauchgewässer sucht, kann all das im Club finden. Selbstverständlich sollen auch das Tauchen selbst, sowie die Weiterbildung und die taucherische Fitness nicht zu kurz kommen. Für sein Engagement ist der Tauchclub mit einem „Stern des Sports“ in Silber ausgezeichnet worden.

„Der 1. Berliner Inklusions Tauchclub hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität behinderter Menschen und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu verbessern“, so Gerhard Wilhelm, Geschäftsführer der Spielbank. „Diese wichtigen Anliegen unterstützen wir gerne. Daher freue ich mich, dass die Wahl unseres Beiratsmitglieds Klaus Wowereit auf den 1. Berliner Inklusions Tauchclub gefallen ist.“ (red)

Die umstrittene Begegnungszone Bergmannstraße

Am Dienstagabend trafen sich rund 280 Anwohner aus dem Bergmannkiez im Columbia Theater, um mit Baustadtrat Florian Schmidt (Bündnis 90/ Die Grünen) und Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos für die Grünen) über die Zukunft der Bergmannstraße zu diskutieren und erneut ihre Meinung zu äußern. In kleinen Gruppen sollten sich die Teilnehmer zu den wesentlichen Fragen der Begegnungszone äußern. Das Ergebnis zeigte, dass sich die meisten Anwohner eine komplett autofreie Straße wünschen.

Grüne Punkte auf der Bergmannstraße

Seit einiger Zeit beschäftigen sich der Berliner Senat und die Bezirke mit den Möglichkeiten der Begegnungszone Bergmannstraße. Zur Verkehrsberuhigung gilt momentan Tempo 20 und am Straßenrand stehen die umstrittenen Parklets. Auch die Abstellplätze für Fahrräder sind neu.

Seit Ostern kleben auch noch grüne Punkte auf dem Asphalt, ein weiteres Element der Verkehrsberuhigung. Die Straße wurde in verschiedene Felder wie „weitestgehend autofrei“, „Entschleunigung des Straßenverkehrsflusses“ und „Autoverkehr“ eingeteilt. Die Punkte sollen Autofahrer dazu animieren langsam zu fahren – die meisten halten diese Idee jedoch für reine Geldverschwendung.

Die Straße wurde zum Experimentierfeld

Baustadtrat Schmidt möchte die Bürgerbeteiligung ausbauen und plant weitere Zusammenkünfte. Gemeinsam mit den Anwohnern will er offen darüber diskutieren, ob die Bergmannstraße sogar komplett autofrei werden könne.

Das „Projekt Parklets“ wurde vom Baustadtrat selbst als gescheitert erklärt. „Das waren Rohrkrepierer“, gab er offen zu. Trotzdem werden die Holzpodeste vorerst nicht abgebaut und die Testphase läuft weiter. „Der große Andrang bei unserer Werkstatt zeigt, wie die Themen Begegnungszone und Mobilitätswende die Gemüter bewegen“, sagte Schmidt.

Auch Verkehrssenatorin Günther unterstützt das Projekt des  Grünen-Baustadtrats. Sieist gespannt auf neue Entwicklungen. „Die Bergmannstraße ist ein spannendes Experimentierfeld für die Verkehrswende“, sagte sie. Berlin sei bei weitem nicht die einzige Stadt, die in solchen Testphasen Neues im Straßenraum ausprobiert.

Im Fokus sollte laut Günther eine Neuverteilung des öffentlichen Straßenraums stehen, damit mehr Platz für Fußgänger sowie für den Radverkehr entsteht und ein sicheres Überqueren der Straße möglich ist. (tf)

 

Berliner Mobilitätsgesetz: Hohe Investitionen für barrierefreie, sichere und klimafreundliche Mobilität

Großstädte wie Stockholm und London haben zur Erhaltung ihrer Lebensqualität bereits eine City-Maut eingeführt. In dem skandinavischen Land beschwert sich kaum einer der wohlhabenden Einwohner über die Stausteuer und in London fahren die meisten ohnehin lieber mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Ob sich so eine drastische Maßnahme auch in Berlin problemlos umsetzen ließe, ist unklar. Um eine ganzheitliche Verbesserung des Verkehrssystems zu erreichen, zielt das Berliner Mobilitätsgesetz auf eine nachhaltige Verkehrswende ab.

„Wenn die Zahl der Autos weiter wächst, steuert Berlin in eine Sackgasse“

Die Idee einer autogerechten Stadt hat Berlin enorm geprägt und verändert. So wurden Straßenbahnsysteme abgeschafft und die Zahl der Radfahrer nahm ab. Die Folge: Einwohner können sich heute kaum vor lärmenden Autobahnen retten. Trotzdem scheint der Platz auf Berlins Straßen für die vielen Autos immer noch nicht auszureichen und der Druck auf das Berliner Verkehrssystem steigt stetig.

Nicht nur, dass die Zahl der Autounfälle angestiegen ist, auch der hohe Kohlendioxid-Ausstoß schadet unserer Gesundheit und dem Klima. Harald Moritz, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen warnt vor einer Sackgasse, auf die Berlin zusteuert. Erst in den letzten Jahren kam vermehrt das Bewusstsein dafür, dass die Anzahl an Autos zu hoch ist und unsere Lebensqualität negativ beeinflusst. London und Stockholm haben es geschafft ihre Lebensqualität durch die Einführung einer City-Maut zu erhalten, betont Moritz. Kopenhagen hingegen setze verstärkt auf die Förderung des Radverkehrs.

Barrierefreiheit, Verkehrssicherheit und Klimaschutz

Durch das gestiegene Umweltbewusstsein der Berlinerinnen und Berliner in den letzten Jahren wuchs die Zahl der Radfahrer erneut und auch der Nahverkehr ist für viele Einwohner attraktiver geworden. Trotzdem müssen laut Moritz härtere Maßnahmen ergriffen werden, sonst drohe ein Verkehrskollaps.

Gemeinsam mit den Einwohnern der Hauptstadt, möchte die rot-rot-grüne Koalition mithilfe des Mobilitätsgesetzes und einer nachhaltigen Ausrichtung an einer Verkehrswende arbeiten. Darin enthalten ist zum Beispiel ein Ausbauprogramm für den Radverkehr und die Verbesserung der Verkehrssicherheit. Im Fokus stehen der Klimaschutz, Barrierefreiheit und der Vorrang von umweltschonenden Transportmitteln. Rund 28 Millionen Euro sollen in die Infrastruktur, sowie in neue Busse und Bahnen investiert werden, um mehr Platz auf den Straßen zu schaffen und gleichzeitig die Mobilitätsbedürfnisse zu befriedigen. (tf)

 

Beschluss über Einführung eines Berliner Mietendeckels

Berlins SPD beschließt die Einführung des Mietendeckels und vertagt den Beschluss zur Enteignung.

Bauen, kaufen, deckeln. So lautet das Konzept, welches Mieterhöhungen stoppen und Mieterinnen sowie Mieter schützen soll. Am Sonnabend entschied sich die Berliner SPD einstimmig für das Konzept eines Berliner Mietendeckels. Folglich sollen alle Mieten in Berlin für fünf Jahre eingefroren werden. Der Mietendeckel soll vor allem zunächst Luft schaffen, bis sich der Mietmarkt durch Neubau und Kauf entspannt hat. Mitunter soll es Vermietern außerdem untersagt sein, Mieten bis zur Obergrenze des Mietspiegels zu erhöhen. Bis 2021 soll der Mietenstopp eingeführt werden. Das Ziel dabei ist, das Mietpreisniveau zu stabilisieren und den angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten.

Die SPD fordert darüber hinaus eine Erhöhung  des Wohnungsneubaus von derzeit 15.000 Wohnungen auf jährlich 25.000. Dies soll vor allem dem Kernproblem, dem Mangel an Wohnungen, entgegenwirken und mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen. Bis Juni soll Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) dem Senat eine durchsetzbare Regelung vorlegen, um das Vorhaben so schnell wie möglich umsetzen zu können.

Keine Entscheidung über Enteignung

Zum Thema Enteignung von Wohnungskonzernen gehen die Meinungen stark auseinander. Hier setzte sich der Regierende Bürgermeister und SPD-Landeschef Michael Müller vorläufig mit einer Verschiebung durch. Die restliche SPD positionierte sich bisher nicht zum Volksbegehren zur Enteignung. Auch die CDU äußert Kritik an dem Vorhaben. Vorerst wurde der Beschluss auf den nächsten SPD-Landeskongress im Herbst vertagt. Zu den rechtlichen und finanziellen Auswirkungen von Enteignungen gebe es bisher nur „gefühlte Fakten“, betont Julian Zado, Vize-Landeschef der SPD. Außerdem stehe man noch am Anfang der Diskussion und benötigt mehr Zeit.

Schon ab dem 06. April sammeln Mieterinitiativen Unterschriften für das Volksbegehren „Deutsche Wohnen und Co. enteignen“. Dies wird vor allem von den Linken unterstützt und auch die Grünen dürften sich diesbezüglich positiv positionieren. Die Jusos diskutieren heute schon Enteignungen bei mehr als 20 Wohnungen. (tf)

Wird Tropical Islands bald verkauft?

Das Badeparadies Tropical Islands in Brandenburg könnte demnächst einen neuen Besitzer bekommen. Am 03.04.2018 bestätigte das Unternehmen, dass nach weiteren Partnern für Investitionen gesucht wird. Letztendlich könnte das ein Komplettverkauf bedeuten. „Unser Mehrheitsgesellschafter Tanjong, Colin Au und die Geschäftsführung sind seit Langem in Gesprächen, wie man das geplante Investitionsvolumen über die kommenden Jahre stemmen kann“, so die Sprecherin von Tropical Islands, Katja Benk.

Verkauf von Tropical Islands kann bis zu 300 Millionen Euro einbringen

Der Mehrheitseigentümer von Europas größtem tropischen Urlaubsresort Ananda Krishnan und sein Geschäftspartner Colin Au prüfen derzeit in Zusammenarbeit mit einer Investmentbank wie groß das Interesse an Tropical Islands ist.

Dem Wirtschaftsinformationsdienst Bloomberg zufolge befinden sich die Verhandlungen mit potenziellen Käufern in einem frühen Stadium. Der Verkauf der Freizeitanlage könnte um die 300 Millionen Euro einbringen.

Besitzer kündigten Anfang dieses Jahres bereits eine Investition von 300 Millionen Euro an

Das Resort verfügt über eine Fläche von rund 100.000 Quadratmeter. Die Anlage ist unter anderem mit einem Hotelkomplex, einem eigenen Regenwald mit circa 600 Pflanzenarten, einem Wasserpark sowie einem Wellnessbereich ausgetattet. Trotz des großen und vielfältigen Angebots kündigten die Besitzer Anfang dieses Jahres eine Investition von 300 Millionen Euro in das lukrative Geschäft an.

Geplant war es die tropische Kuppel im Spreewald im Innen- und Außenbereich zu erweitern. Die Kapazität der Freizeitanlage sollte demnach von circa 2.000 Betten auf 9.000 erhöht werden. Es gehe den Besitzern nicht nur um die Erhöhung der Kapazitäten, sondern vor allem um eine Weiterentwicklung. Die Konkurrenz in der europäischen Freizeitpark-Branche sei laut Angaben des Geschäftsführers, Michiel Illy, sehr stark.

Was ändert sich durch den möglichen Verkauf?

Tropical Islands ist im Besitz der Tanjong-Gruppe aus Malaysia. Die Hauptanteile des Ressorts gehören Ananda Krishnan, der sich laut Angaben des Düsseldorfer Handelsblatts mehr auf seinen Heimatmarkt konzentrieren möchte. Die Geschäfte in Asien laufen schwierig. Sein Unternehmen Aircel, ein Mobilfunkanbieter in Indien, meldete im März 2018 Insolvenz an. Die Summe des Verkaufs kann der Milliardär demnach gut für seine Heimatprojekte gebrauchen kann.

Ob und wann ein Verkauf tatsächlich stattfindet, steht noch nicht fest. Für die Besucher der Freizeitanlage würde sich durch einen Besitzerwechsel des Tropical Islands allerdings nichts ändern. (ls)

Babyboom vs. Fachkräftemangel – Deutschland fehlt es an Erziehern

Der Fachkräftemangel in Deutschland trifft nicht nur private Unternehmen, sondern auch den öffentlichen Sektor. Die Kombination ist denkbar schlecht: Während die Geburtenrate von Jahr zu Jahr steigt, sinkt die Zahl an qualifiziertem Personal in den Kindertagesstätten sukzessiv.

Eltern lassen nichts unversucht, um ihren Kinden einen Kitaplatz zu verschaffen: Dutzende Bewerbungen schreiben, einen Lebenslauf über die Kleinstkinder verfassen, sich ehrenamtlich auf dem Kuchenbasar einbringen oder den Erziehern ein süßes Foto des Kindes per Whatsapp senden, um möglichst im Gedächtnis zu bleiben.Trotz all der Bemühungen werden die meisten Eltern letztendlich mit einem Wartelistenplatz vertröstet, der teils länger dauert als die Kindergartenjahre betragen. Für die Eltern, die Erzieher und die Kinder ist der Mangel an Kitaplätzen zu einer unzumutbaren Belastung geworden.

Babyboom in Deutschland auf Rekordkurs

Während die Kitaplätze immer mehr schrumpfen, verzeichnet Deutschland parallel dazu die höchste Geburtenrate seit 1973. Im Jahr 2016 erblickten laut Statistischem Bundesamt über 790.000 Kinder das Licht der Welt.

Wesentliche Faktoren die zu Deutschlands Babyboom beitragen, sind vor allem die Bevölkerungszusammensetzung, die sich durch die steigenden Migranten in den letzten Jahren stark verändert hat, die Elternzeit, die fehlenden oder geringen Kita-Gebühren, die sich positiv entwickelnde Familienförderung und zu guter Letzt die gute Konjunktur. Denn Deutschland erlebt derzeit den längsten Aufschwung seit den 1960er Jahren. Die Arbeitslosigkeit befindet sich derzeit auf einem Nach-Wende-Tief.

 

Babyboom vs. Fachkräftemangel – Deutschland fehlt es an Erziehern| Foto : Pexels

Babyboom vs. Fachkräftemangel – Deutschland fehlt es an Erziehern | Foto : Pexels

Fruchtbarkeitsrate von Konjunktur abhängig

Laut Soziologen lässt sich die Fruchtbarkeitsrate an der strukturellen Situation der Wirtschaft messen. Der Einfluss von Konjunktur und Arbeitslosigkeit auf die Realisierung des Kinderwunsches wird in vielen Studien belegt.

Die Soziologin Chiara Ludovica Comolli untersuchte die Geburtenrate in dem Zeitraum der Finanzkrise von 2000-2013. Aus der Studie ging hervor, dass die Krise Frauen mit einem geringen Bildungsniveau wenig beeinflusst hat. Bei Familien im Mittelstand fand dagegen ein immenser Rückgang der Geburtenrate in Folge der steigenden Arbeitslosenzahlen statt.

Berlin braucht mehr Fachkräfte – Scheeres plant Initiative für Erzieher

In Berlin sollen laut Schätzungen des paritätischen Wohlfahrtsverbandes in diesem Jahr 3.000 Kinder keinen Kitaplatz bekommen. Zwei wesentliche Faktoren tragen dazu bei, dass es immer weniger junge Menschen gibt, die eine Ausbildung als Erzieherin ausüben wollen: Die fehlende Vergütung während der Ausbildung und die Geringschätzung und niedrige Bezahlung nach der Ausbildung. Genau das plant Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) in Zukunft zu ändern. Zum einen soll eine vergütete Ausbildung eingeführt werden, zum anderen soll eine grundsätzlich höhere Eingruppierung im Tarifvertrag der Länder stehen.

„Nur so erhält der Beruf die Wertschätzung, die er tatsächlich verdient“, so Senatorin Scheeres. Anfang Mai wird der Antrag bei der Jugend- und Familienministerkonferenz beraten. Zudem sieht der Antrag vor, Quereinsteiger für den Beruf zu gewinnen. Förderung und Fortbildungen sollen vor allem lebenserfahrene und ältere Bewerber in Form von Aufstiegs-Bafög erhalten. „Ich gehe davon aus, dass die Ministerkonferenz im Mai der Bundesregierung den Auftrag erteilen wird, die einzelnen Punkte umzusetzen. Ich freue mich, dass Frankziska Giffey als neue Bundesfamilienministerin bereits deutlich gemacht hat, dass sie dem Thema eine hohe Priorität hat“, erklärte Scheeres.

Sind Grundschullehrer und Erzieher auf gleichem Niveau?

Kritik hagelt es für die Forderung von Bundesfamilienministerin Franziska Giffeys, dass Bund und Länder die Erzieher wie Grundschullehrer bezahlen sollen. Es steht außer Frage, dass es eine qualifizierte und umfassende Ausbildung benötigt, um fundiertes Wissen in den Feldern der Pädagogik und Psychologie so zu erlernen, um als Erzieher kompetent agieren zu können. Allerdings sollte das Niveau eines Lehramt-Studiums nicht mit einer Erzieherausbildung gleichgesetzt werden. Auch der Dachverband Berliner Kinder- und Schülerläden (DaKS) hält einen solchen Zuschlag für zu hoch.

Dennoch ist Scheers bundespolitische Initiative unabdingbar, um wieder mehr Menschen für den Beruf als Erzieher zu gewinnen. (ls)

Affordable Luxus: Gewinnen Sie einen Aufenthalt im Designhostel Generator in Berlin Mitte

Die in Europa führende Design-Hostelkette Generator ist bekannt für ihr außergewöhnliches Konzept: Luxuriöse Unterkünfte zu erschwinglichen Preisen in top internationalen Städten quer durch Europa. Die Kette zählt aktuell 12 Standorte, drei davon in Deutschland. Das Generator Berlin Mitte bietet zudem für Dauergäste Luxus-Apartments, die über einen längeren Zeitpunkt gemietet werden können.

Generator ist Europas führende Hostelkette

Von dem Fast Company Magazin unter die Top 50 der innovativsten globalen Unternehmen gewählt, stellt das Unternehmen Europas am schnellsten wachsende Hostelkette mit Top-Standorten dar. Generator Hostels bieten designorientierte Unterkunftsmöglichkeiten in den zentralsten europäischen Städten wie Dublin, London, Kopenhagen, Hamburg, Berlin (Mitte und Prenzlauer Berg), Venedig, Barcelona, Paris, Amsterdam, Stockholm und Rom.

Egal, ob Sie einen Business-Trip nach Berlin planen oder mit Ihren Liebsten über die Osterfeiertage verreisen möchten, das erfolgreiche Konzept der Generator Hostels ist einzigartig und zeichnet sich durch eine neue Art stylischer und geselliger Reiseunterkünfte aus. Generator versteht es die angesagtesten Städte Europas – und bald auch Miami in Amerika – durch gut gelegene und top ausgestattete Hostels zu Erkundungs- und Erlebnisorten der Extraklasse zu machen.

Gewinnen Sie eine Übernachtung inmitten des pulsierenden Herzens der Hauptstadt

Mit “BERLINboxx“, dem Business Magazin der Hauptstadt, haben Sie die Chance, eine Übernachtung im Generator Hostel Berlin Mitte im Premium Zweibettzimmer für zwei Personen zu gewinnen – inmitten des pulsierenden Herzens der Hauptstadt.

Berlin vereint Kultur, exzellente Bars und Restaurants, so dass garantiert für jeden Geschmack etwas dabei ist. Das vielfältige Kultur- und Freizeit-Angebot wird dem weltweiten Ruf der Stadt als kulturelle Hochburg, die bekannte Künstler und Musiker aus aller Welt anlockt, mehr als gerecht. Außergewöhnliche Partynächte sowie Bar- und Restaurantbesuche stehen auf der Tagesordnung, sowohl für Touristen, als auch für waschechte Berliner!

Von Theater-, Konzert- oder Opern-Besuchen, über Museen oder Vernissagen, bis hin zu Restaurants vielfältiger, internationaler Küchen, gibt es in Berlin nichts, was es nicht gibt!

Generator bietet eine ideale Unterkunft für Reisende

Ganz zentral gelegen in Berlin Mitte ist die Unterkunft – das Generator Hostel – nicht nur der optimale Schlafplatz, sondern gleichzeitig der perfekte Ausgangs- und Verweilplatz für Reisende aus aller Welt sowie Business-Gäste. Das Hostel befindet sich in unmittelbarer Nähe zur bekannte Shoppingmeile Friedrichstraße und dem Hackeschen Markt, mit seinen teils versteckten Boutiquen und Cafés. Außerdem sind fußläufig attraktive Sehenswürdigkeiten, vielseitige Bars, Restaurants und Shops zu erreichen.

Um den Aufenthalt im Hostel so unvergesslich wie möglich zu gestalten, fährt das Generator Hostel Berlin Mitte ein besonderes Konzept auf, welches von einer preisgekrönten Inneneinrichtung, über sorgfältig geplante Veranstaltungen mit lokalem Flair bis hin zu einem vielfältigen und einzigartigen Essens- und Getränkeangebot reicht. Gemäß der Generator Tradition ungewöhnliche Orte in extravagante Design-Immobilien zu verwandeln, wurden für das Generator Hostel Berlin Mitte zwei ehemalige Bürogebäude aus dem 19. Jahrhundert zu einem designfokussierten Hostel mit besonderem Augenmerk auf Kunst umgewandelt.

Die Kupfer Bar

Ein besonderes Extra stellt die hauseigene „Kupfer Bar“ dar, die längst nicht mehr nur Anziehungspunkt für Hostelgäste, sondern ein beliebter Treffpunkt für Einheimische ist. Ein historischer Innenhof, eine Bücherei sowie ein hauseigenes Café laden zum Entspannen ein.

Kupfer Bar | Foto: Generator Hostels LTD

Kupfer Bar | Foto: Generator Hostels LTD

Für einen erholsamen Schlaf sorgen anschließend maßgefertigte Betten in Mehrbett-, privaten Doppelzimmern oder Luxus-Apartments.

Mehr Infos zum Gewinnspiel erfahren Sie auf unserer Facebook-Seite (red)

 

Baustelle Kulturforum als Vorzeigeprojekt

Berlin eilt der Ruf voraus, dass Großprojekte immer zu teuer werden und viel zu lange dauern. Das befürchtete die Öffentlichkeit auch von der wichtigsten Kulturbaustelle Deutschlands, dem Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses als Humboldt Forum, im Herzen der Hauptstadt. Doch es kam anders.

Einer, der von Anfang an etwas gegen dieses Negativszenario hatte, war und ist Wilhelm von Boddien. Bereits 1992 initiierte der gelernte Kaufmann den Fördervereins Berliner Schloss e. V., um den Wiederaufbau mithilfe von Spendengeldern zu realisieren. Ende 2017 sind schon drei Viertel der Bauzeit (von 2013 bis 2019) zurückgelegt. Nach wie vor sieht von Boddien das Datum zur Fertigstellung des Schlosses als Kulturforum Ende des Jahres 2019 als ein Versprechen an, das es einzuhalten gilt. Dagegen ist für den BER nun schon der siebte Eröffnungstermin im Herbst 2020 festgelegt. Nur weil für den BER niemand Verantwortung übernehmen möchte, sollte die Skepsis nicht auf alle Berliner Großbauprojekte überschwappen.

Die Kritiker werden immer stiller

In den vergangenen Jahren durchlebte von Boddien zusammen mit den Mitarbeitern des Fördervereins Höhen und Tiefen. Ähnlich wie bereits beim BER zeigte die öffentliche Meinung zum Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses als Humboldt Forum gleichzeitig ein Spektrum von großem Enthusiasmus bis vernichtender Kritik. In den Medien Berlins überwogen zunächst schmähende Herabsetzungen des Wiederaufbaus des Schlosses. Es wurde als Fake oder Disneyland diskreditiert. „Gerade einmal zehn Prozent unserer Spender kamen so zur Zeit der Grundsteinlegung aus Berlin. Jetzt sind es schon über 50 Prozent“, meint von Boddien.

Das kritische Medienecho ist überwiegend verhallt und die Berliner beginnen sich mit dem Bauprojekt zu identifizieren. „Nachdem wir nun das Projekt einigermaßen erfolgreich nach vorn gebracht haben und auch täglich mehr von der historischen Schönheit des Gebäudes sichtbar wird, werden auch scharfe Kritiker immer stiller“, so von Boddien. Kein Anlass für von Boddien, in Höhenflüge oder in Eitelkeiten zu verfallen. Bescheiden beharrt der Norddeutsche darauf, dass er über seinen Verdienst daran in seinem Alter nicht mehr nachdenkt und der Ruhm den Spendern und Mitarbeitern gebührt.

105 Millionen Euro für das Projekt

Der Kaufmann steht zu seinem Wort und so hat er mit dem Förderverein bereits 76 Millionen der versprochenen 105 Millionen Euro bereitstellen können. Mit der nahenden Fertigstellung des Schlosses erhöht sich auch wieder der Druck aus der Öffentlichkeit auf den Erfolg der Spendensammlung. „Deswegen werde ich so lange an der Erfüllung meines Versprechens arbeiten, bis auch der letzte Cent abgeliefert wurde“, sagt Wilhelm von Boddien. Bislang bleibt er optimistisch, die fehlenden Fördergelder noch rechtzeitig beschaffen zu können.

Sein Weg dazu führt über die Begeisterung der Berliner und Hauptstadttouristen beim Anblick des fertiggestellten Humboldt Forums mit seiner berühmten historischen Schlossfassade. Daran richtet sich seine zukünftige Öffentlichkeitsarbeit aus – und in der Ehrung der Spender, die mit ihrer Spende öffentlich in die Wiederaufbaugeschichte des Schlosses eingehen. Zahlreiche Spender sowie die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter helfen ihm intensiv dabei. Die Verantwortung für das Gemeinschaftsprojekt übernimmt von Boddien mit einer überraschenden Gelassenheit, von der sich die BER-Verantwortlichen eine Scheibe abschneiden könnten. (lj)