Gründungsdynamik in der Berliner Digitalwirtschaft nimmt weiter zu

Die Berliner Digitalwirtschaft boomt weiterhin! 521 Digitalunternehmen wurden 2017 in Berlin gegründet und damit 80 Unternehmen mehr als im Jahr davor. Das entspricht einem deutlichen Anstieg der Neugründungen um 18% gegenüber dem Vorjahr. In Berlin wurden damit 2017 so viele Digitalunternehmen gegründet wie in Hamburg (224), München (153) und Frankfurt/Main (137) zusammen. Inzwischen erfolgt sogar jede 10. deutsche Digital-Gründung in Berlin. Bei der Gründungsintensität (Gründungen je 10.000 Beschäftigte) liegt Berlin mit 59 Gründungen auf dem zweiten Platz hinter Köln (81), aber vor Frankfurt (47), Hamburg (41) und München (23).

Dazu Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin: „Berlin ist und bleibt die digitale Hauptstadt. Seit Jahren sehen wir diese große Gründungsdynamik im Bereich unserer Digitalwirtschaft. Auch die neuen Zahlen der IBB belegen, dass die Dynamik sogar weiter zunimmt. In Berlin haben wir einen produktiven Nährboden an Unternehmen, Inkubatoren, Wissenschaftseinrichtungen und Kapitalgebern, der die Gründung neuer Unternehmen erleichtert. Positive Erfolgsbeispiele ziehen neue Entrepreneure und Geldgeber an und ermuntern zu weiteren Gründungsaktivitäten.“

Start-ups schaffen Arbeitsplätze

Die Berliner Digital-Start-ups schaffen zudem gut bezahlte Arbeitsplätze. Seit dem Jahr 2008 sind in der Berliner Digitalwirtschaft 47.397 Arbeitsplätze entstanden. Das entspricht einem überdurchschnittlich hohen jährlichen Zuwachs von 9% und damit einer deutlich höheren Dynamik als in Köln (5,3%) und Hamburg (+3,6%). Seit 2008 wurde jeder 7. neue Job in Berlin in einem Unternehmen der Digitalwirtschaft geschaffen.

„In der Digitalwirtschaft herrscht heute Gründerstimmung“, fasst Dr. Jürgen Allerkamp, Vorstandsvorsitzender der IBB, zusammen. Er fügt hinzu, dass in Berlin nicht nur mehr Digitalgründungen erfolgen als andernorts in Deutschland, sondern dass auch die Erfolgsquote dieser Gründungen in Berlin höher ist: „Die 521 Neugründungen in diesem Bereich übersteigen die 301 gescheiterten Digitalgründungen um 73%. In Deutschland sind dies insgesamt nur 65%. Die Qualität der Berliner Gründungen stimmt also und auch die Investitionen in die Berliner Gründungsinfrastruktur mit zahlreichen Beratungs- und Informationsangeboten scheinen sich hier auszuzahlen.“

Boomtown Berlin

In Berlin gibt es heute 9.696 Unternehmen in der Digitalwirtschaft, die 88.206 Arbeitsplätze bereitstellen. Von überragender Bedeutung ist dabei der Kernbereich der Digitalwirtschaft, der Bereich Softwareerstellung/Datendienste. Hier wurden seit 2008 rund 38.000 der 62.676 Arbeitsplätze neu geschaffen; das jahresdurchschnittliche Beschäftigungswachstum lag bei 10,8% (Deutschland: 5,2%). Der Berliner Beschäftigungsanteil bei den deutschen Softwareentwicklern liegt bei 8,3%, während der Beschäftigungsanteil an der deutschen Gesamtbeschäftigung lediglich bei 4,2% liegt. An Bedeutung eingebüßt hat in Berlin dagegen der Teilbereich Hardware & Infrastruktur (9.010 Beschäftigte), wo seit 2008 rund 6.000 Arbeitsplätze verloren gingen (-40%), die durch Zuwächse im Onlinehandel und im Softwarebereich allerdings weit überkompensiert werden konnten. Allein im Onlinehandel sind seit 2008 15.700 der derzeit rund 16.500 Arbeitsplätze entstanden. Bezogen auf Deutschland ist jeder 8. Arbeitsplatz im Internethandel in Berlin angesiedelt (12,4%).

Im Zeitraum 2008 bis 2016 ist der Umsatz in der Digitalwirtschaft im Durchschnitt jährlich um 12,3% auf 10,4 Mrd. Euro gestiegen. Mit 5,3 Mrd. Euro entfällt dabei mehr als die Hälfte (51,0%) der Umsätze in der Berliner Digitalunternehmen auf den Bereich Softwareerstellung/Datendienste und damit auf den Kernbereich der Digitalwirtschaft.  Der „Internethandel“ kommt mit 3,8 Mrd. Euro auf gut ein Drittel (36,5%) der Umsätze, während der Bereich „Hardware & Infrastruktur“ mit Umsätzen in Höhe von 1,3 Mrd. Euro auf einen Umsatzanteil von 12,5% kommt.

Digitaler Wirtschaftsfaktor

Die Wertschöpfung liegt bei 4,5 Mrd. Euro. Die Digitalwirtschaft hat sich somit in den letzten Jahren mit hoher Dynamik zu einem nennenswerten Wirtschaftsfaktor entwickelt. Der übergreifende IKT-Bereich, der auch das Verlagswesen und die Filmproduktion umfasst, kommt heute sogar auf einen Anteil an der Berliner Wertschöpfung von 8,7% und übertrifft damit  die Industrie (8,5%) und die Bauwirtschaft (4,4%) sogar um das doppelte.

Unter dem Strich hält die Beschäftigungs- und Gründungsdynamik in der Berliner Digitalwirtschaft weiter an, hat sogar noch zugenommen. Die Neugründungen erweisen sich als überdurchschnittlich wettbewerbsfähig und bauen kräftig Beschäftigung auf. Berlin hat sich in den vergangenen Jahren zum wichtigsten deutschen Standort der Digitalwirtschaft entwickelt, der auch international große Beachtung erfährt. (red)

Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate repräsentiert Berlin in China

Shanghai ist die bedeutendste Industriestadt der Volksrepublik China und eine der größten Städte der Welt. Jedes Jahr wird dort die Luxury Property Show abgehalten, die führende Messe für Luxusimmobilien im Reich der Mitte. Da China ein zunehmend interessanter Markt für Berliner Immobilien ist, muss Berlin in China natürlich verteten sein!

Die dreitägige Veranstaltung findet im Shanghai Exhibition Center im Herzen von Shanghai statt und hat sich das Ziel gesetzt, chinesischen Anlegern einige der weltweit außergewöhnlichsten Immobilien vorzustellen. Die Veranstaltung umfasst die anspruchsvollsten und renommiertesten Luxusmarken für Immobilien und fördert den Kontakt zwischen chinesischen Investoren und den bedeutendsten Immobilienexperten der Welt. Denn die Teilnahme an der Show ist nicht selbstverständlich, nur die renommiertesten Immobilienunternehmen der Welt haben die Möglichkeit, Ihre Unternehmen und Produkte potenziellen chinesischen Anlegern vorzustellen.

Berlin zu Gast in Shanghai

Mittendrin sind in diesem Jahr die vielfach international ausgezeichneten Berliner Immobilienprofis von Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate. Das Unternehmen konzentriert sich auf den chinesischen Markt und vermittelt Berliner Immobilien an Käufer aus dem Reich der Mitte. Dabei bietet Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real durch die Tochtergesellschaft EichenGlobal Käufern die Möglichkeit, umfassende After-Sales-Services in Anspruch zu nehmen.

Vor Ort in Shanghai: Carsten Heinrich, CEO von Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate | Foto: Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate

Vor Ort in Shanghai: Carsten Heinrich, CEO von Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate | Foto: Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate

 

„Berlin genießt ein hohes Ansehen in China”, sagt Carsten Heinrich, CEO von Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate. „Als Anlagemarkt profitiert die Stadt von der politischen und sozialen Stabilität, die wir in Deutschland haben. Hinzu kommen die hohen Renditechancen in der Hauptstadt, die den hiesigen Immobilienmarkt für chinesische Investoren zunehmend attraktiv machen. Es ist uns eine große Ehre, Berlin in diesem exklusiven Rahmen hier in Schanghai zu repräsentieren.“

Die Welt zu Gast in China | Foto: Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate

Die Welt zu Gast in China | Foto: Berkshire Hathaway HomeServices Rubina Real Estate

Niederlassungen in Fernost für direkten Kundenkontakt

Das Unternehmen unterhält Niederlassungen in den Metropolen Chinas, um den direkten Dialog mit chinesischen Anlegern zu fördern. „Chinesen sind agile und flexible Anleger und sehen sich sehr bewusst nach lohnenden Investmentstandorten um. Verglichen mit London oder Peking sind Immobilien in Deutschland geradezu Schnäppchen“, so Heinrich.

Die Entwicklung des Immobilienmarktes und die Prognosen sind hierzulande sehr stabil. In erster Linie sind derzeit Berlin als die deutsche Hauptstadt und Frankfurt als Finanzmetropole attraktiv für internationale Anleger. „Chinesische Anleger sind an einem problemlosen Investment interessiert. In diesem Zusammenhang legen sie natürlich einen großen Wert auf eine unkomplizierte Vermietung“, sagt Heinrich. „Dabei besteht oft ein immenser Informationsbedarf.“

Erst im Frühjahr dieses Jahres ist das Immobilienunternehmen eine Kooperation mit Warren Buffetts Berkshire Hathaway HomeServices eingegangen, um damit die idealen Voraussetzungen für die weitere internationale Expansion zu schaffen. (red)

Wohnraum Berlin: FDP fordert Aufstockung von Bestandsgebäuden

Die Berliner FDP-Fraktion hat den Senat aufgefordert, mit dem Sofortprogramm „10.000 Dächer für Berlin“  mehr Wohnraum für Berlin zu schaffen, um der grassierenden Wohnungsnot entgegenzuwirken. Zu diesem Zweck sollen nicht ausgenutzte Dachgeschosse und Bestandsgebäude genutzt werden.

Die FDP-Fraktion fordert, Bestandsgebäude im innerstädtischen Bereich um ein weiteres Vollgeschoss aufzustocken. Vorausgesetzt, dass dies möglich ist und keine zwingenden Gründe, wie etwa die Statik oder der Denkmalschutz, dem Vorhaben entgegenstehen. In einigen Fällen könnte man sogar zwei Stockwerke aufstocken.

Zahlreiche Vorschriften für Aufstockungen

„Ein Baustein, um dem Wohnungsmangel in Berlin zu begegnen, ist neben dem Neubau von Wohnungen auch die konsequente Nutzung des bestehenden Potenzials. Dabei spielt die Aufstockung von Häusern und der Ausbau von Dachgeschossen eine wichtige Rolle“, so Stefan Förster, Sprecher für Bauen, Wohnen und Denkmalschutz in der FDP-Fraktion. Hier müsse Berlin „Schrittmacher werden, unnötige bürokratische Hürden“ beseitigen und gesetzliche Vorgaben vereinfachen, sagte Förster weiter.

Mit dem Ausbau von Dachgeschossen und dem Aufstocken der Bestandsbauten könnten Zehntausende neue Wohnungen gewonnen werden. Jedoch verhindern bestehende rechtliche Vorgaben dieses Vorhaben. Beispielsweise fordern die Vorschriften unter anderem, dass es für Dachgeschosswohnungen neben dem normalen Treppenhaus einen zweiten Rettungsweg geben muss.

Die Suche nach Wohnraumpotenzialen

Die FDP sieht dringenden Handlungsbedarf im Sinne neuer Wohnperspektiven für die wachsende Stadt und will die Vorschriften der Berliner Bauordnung deshalb lockern, um dringend benötigten Wohnraum für Berlin zu schaffen. So sollen für die zusätzlichen Geschosse keine Aufzüge gebaut und Außentreppen, Rettungsplattformen und Rettungsschläuche als Rettungsweg zugelassen werden. Zudem sollten Straßenbäume für die Schaffung von Rettungswegen gefällt und beschnitten werden dürfen.

Erst im September hatte der Senat ein Handlungsprogramm zur Beschleunigung des Wohnungsbaus beschlossen, um verfügbare Wohnraumpotenziale in Berlin ausfindig zu machen.

SPD, Linke und Grüne haben sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, bis zum Jahr 2021 30.000 neue städtische Wohnungen bauen. Der „Stadtentwicklungsplan Wohnen 2030“ rechnet mit 194.000 zusätzlich benötigten Wohnungen. Laut Bauverwaltung startet bald ein Pilotprojekt zur Dachaufstockung, um neuen Wohnraum zu schaffen. Das hat Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) im Abgeordnetenhaus bestätigt. (red)

Berliner Wirtschaft wächst weiter

Auch im dritten Quartal 2018 hat die Berliner Wirtschaft ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Dadurch sind überdurchschnittlich viele neue Arbeitsplätze entstanden. Das geht aus dem neuesten Konjunkturbericht der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe hervor.

Demnach wuchsen vor allem die Dienstleistungsbranchen in Berlin weiter. Im Bereich „Information und Kommunikation“  hat sich demzufolge die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um gut 11 Prozent erhöht. Damit ist sie doppelt so stark aufgestellt wie der Bundesdurchschnitt. Von Januar bis September gab es in Berlin insgesamt 1,13 Millionen Übernachtungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Dies liegt vor allem am Auslandstourismus. Ein weiteres Beispiel für den boomenden Dienstleistungsstandort Berlin ist der Onlinehandel. Er steigerte seinen Umsatz um 7,5 Prozent. Aber auch die produzierenden Branchen haben sich gut behauptet. Außerdem zeigt sich die Berliner Industrie in einem unsicheren internationalen Umfeld gefestigt. Gemäß des Berichtes hat das Bauhauptgewerbe die Umsätze in den ersten neun Monaten 2018 um 23,6 Prozent gesteigert. Dies entsprach einem Zuwachs von rund 460 Millionen Euro.

Berliner Wirtschaft liegt über dem Bundesdurchschnitt

Taktgeber [für den Wirtschaftswachstum] ist der Branchenmix aus stark wachsenden Dienstleistungsbranchen und robustem Produzierenden Gewerbe“, erklärt Wirtschaftssenatorin Ramona Pop. Für das Jahr 2018 rechnet sie mit einem Wachstum von circa 2,7 Prozent. Und auch für 2019 rechnet die Senatorin mit einem weiteren Wachstum der Berliner Wirtschaft. Derzeit prognostiziert sie einen Wachstum von 2,3 Prozent im kommenden Jahr. Die Senatorin erläutert: „Damit liegen wir weiter über dem Bundesdurchschnitt. Jetzt gilt es, diesen Prozess zu verstetigen und die Weichen für eine mittel- und langfristig erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung zu stellen. Zukunftweisend ist an dieser Stelle die Entscheidung von Siemens, in Spandau 600 Mio. Euro in einen Innovationscampus zu investieren. Das ist ein wichtiges Signal für moderne, innovative Industrie am Standort Berlin.“

Infolge des wirtschaftlichen Aufschwungs sind neue Arbeitsplätze in der Bundeshauptstadt entstanden. Im September wurde bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Berlin erstmals die Marke von 1,5 Millionen übersprungen. Im September lag die Beschäftigungszahl um fast 51.000 Personen beziehungsweise 3,5 Prozent über dem Vorjahresstand. Das war erneut die höchste Zuwachsrate aller Bundesländer. Pop dazu: „Wichtig ist mir, dass diese Entwicklung bei den Berlinerinnen und Berlinern ankommt. So fiel die Zahl der Langzeitarbeitslosen im November in Berlin um 5.700 beziehungsweise 12,4 Prozent geringer aus als ein Jahr zuvor. Dies zeigt eine zunehmende Teilhabe der Menschen am Arbeitsleben.“ (red)

Aktualisierung der Berlin-Strategie beschlossen

Auf Vorlage des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller hat der Senat die Aktualisierung der seit 2014 vorliegenden Berlin-Strategie beschlossen. Die Federführung des Prozesses liegt in der Senatskanzlei. Sie steuert das in erster Linie stadtentwicklungspolitische Konzept in enger Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. In einem Lenkungskreis werden weitere Senatsverwaltungen eingebunden, um die in der Berlin-Strategie zusammengeführten gesamtstädtischen Fragen gemeinsam zu behandeln.

Wie bereits die Berlin-Strategie von 2014 und die erste Aktualisierung 2016 wird laut Senat auch die Berlin-Strategie 3.0 in einem breiten Stakeholderprozess erarbeitet. Neu hingegen ist die Installation eines „Begleitkreises“, dem zu gleichen Anteilen Vertreterinnen und Vertreter der Politik und Zivilgesellschaft sowie zufällig und repräsentativ ausgewählte Bürgerinnen und Bürger angehören werden. Der Begleitkreis soll demgemäß die Ergebnisse des Stakeholderprozesses spiegeln und Impulse für die weitere Arbeit geben.

Anpassung der Berlin-Strategie an dynamische Entwicklung notwendig

Berlin 2030: Miteinander Stadt gestalten – unter diesem Motto stand die 2014 während meiner Zeit als Stadtentwicklungssenator gemeinsam mit den wichtigsten Akteuren der Stadt entwickelte Berlin-Strategie. In ihr konnten wir alle wichtigen Stadtthemen in ein gemeinsames Konzept als strategischen Handlungsleitfaden zusammenführen“, erklärt Müller. Eine Aktualisierung ist aufgrund der dynamischen Bevölkerungs-, Wirtschafts- und Infrastrukturentwicklung notwendig geworden. Die Strategie wird in ihrer Grundstruktur erhalten bleiben. Dennoch wird der Anspruch, Berlin solidarisch, nachhaltig und weltoffen zu gestalten, in dem Aktualisierungsprozess wiederfinden.

„Der wirtschaftliche Erfolg ermöglicht über höhere Steuereinnahmen mehr Investitionen in unsere Infrastruktur und er schafft Arbeit. Neue Stadtquartiere werden wie in der Siemensstadt entstehen. Und wir wissen auch: Wir müssen noch stärker für mehr bezahlbaren Wohnraum, andere Verkehre und eine solidarische Verteilung des Wohlstands sorgen. Berlin war schon immer eine Stadt im stetigen Wandel. Deswegen ist es gut, unsere Berlin-Strategie im Dialog mit der Stadtgesellschaft weiter zu überarbeiten. Ich freue mich auf einen spannenden, kreativen und offenen Diskurs über die Zukunft unserer Stadt“, so der Regierende Bürgermeister.

Die Arbeiten zur Aktualisierung der Berlin-Strategie sollen im ersten Quartal 2019 beginnen und bis Sommer 2020 abgeschlossen werden. (red)

Weltwirtschaft: General Electric fliegt aus dem Dow Jones Index

Wer ist Walgreen Boots Alliance? Nie gehört? Es ist die größte Apothekenketten der USA, ein Börsenschwergewicht mit mehr als 100 Milliarden Dollar Jahresumsatz. Am 26. Juni wird dieser Konzern die amerikanische Industrie-Ikone General Electric (GE) aus dem Dow Jones Index verdrängen. 110 Jahre lang war GE im amerikanischen Leitindex gelistet. Jetzt scheidet das letzte verbliebene Gründungsmitglied aus dem Dow Jones Industrial aus. Eine Ära geht zu Ende.

Ersetzt wird GE durch die Walgreen Boots Alliance. Das Betreiberunternehmen des Index, S&P Dow Jones Indices erwartet, dass der Apotheken-Riese „bedeutsamer“ zum Index beitragen werde. Für Börsenexperten kommt die Entscheidung „überraschend und ist nicht nachvollziehbar“.

General Electric war das wertvollste US-Unternehmen

Immerhin steht am Anfang der GE-Historie der Glühbirnenerfinder Thomas Edison, das Unternehmen war schon dabei als Charles Dow und Edward Jones, die Gründer des Wall Street Journals, ihren Index 1896 einrichteten. Seit 1907 ist GE durchgängig im Dow Jones vertreten. Seit 1993 war der Konzern jahrelang das wertvollste börsennotierte Unternehmen der USA. Mittlerweile sind Digitalgiganten wie Google, Apple und Amazon an GE vorbeigezogen.

Doch GE wucherte zu einem unübersichtlichen und schwerfälligen Moloch heran, immer mehr Geschäftsbereiche wurden unrentabel, tausende von Arbeitsplätzen mussten abgebaut werden. Sogar über eine Zerschlagung des Konzerns wurde offen diskutiert. Nur mit einem schmerzhaften Kostensenkungsprogramm konnte Vorstandsboss John Flannery dies einstweilen abwenden. Er will das Kerngeschäft ausbauen: den Bau von Flugzeugturbinen und Kraftwerken sowie die Medizintechnik. Ob das eine Aufspaltung des Traditionsunternehmens ausschließen kann, bleibt offen.

Gewinner ist der ewige Rivale Siemens

Der Prestigeverlust als weltweites Vorbild als Mischkonzern und der Verlust der Index-Platzierung sind nicht die einzigen Schläge, die GE einstecken muss. Einstweilen kommt der Rauswurf aus dem Dow Jones nämlich dem ewigen Rivalen Siemens zugute. Seit Ende vergangener Woche ist der Münchner Konzern wertvoller als General Electric. Noch im August 2013 war die Marktkapitalisierung von GE doppelt so hoch als bei Siemens. (hf)

Wird Tropical Islands bald verkauft?

Das Badeparadies Tropical Islands in Brandenburg könnte demnächst einen neuen Besitzer bekommen. Am 03.04.2018 bestätigte das Unternehmen, dass nach weiteren Partnern für Investitionen gesucht wird. Letztendlich könnte das ein Komplettverkauf bedeuten. „Unser Mehrheitsgesellschafter Tanjong, Colin Au und die Geschäftsführung sind seit Langem in Gesprächen, wie man das geplante Investitionsvolumen über die kommenden Jahre stemmen kann“, so die Sprecherin von Tropical Islands, Katja Benk.

Verkauf von Tropical Islands kann bis zu 300 Millionen Euro einbringen

Der Mehrheitseigentümer von Europas größtem tropischen Urlaubsresort Ananda Krishnan und sein Geschäftspartner Colin Au prüfen derzeit in Zusammenarbeit mit einer Investmentbank wie groß das Interesse an Tropical Islands ist.

Dem Wirtschaftsinformationsdienst Bloomberg zufolge befinden sich die Verhandlungen mit potenziellen Käufern in einem frühen Stadium. Der Verkauf der Freizeitanlage könnte um die 300 Millionen Euro einbringen.

Besitzer kündigten Anfang dieses Jahres bereits eine Investition von 300 Millionen Euro an

Das Resort verfügt über eine Fläche von rund 100.000 Quadratmeter. Die Anlage ist unter anderem mit einem Hotelkomplex, einem eigenen Regenwald mit circa 600 Pflanzenarten, einem Wasserpark sowie einem Wellnessbereich ausgetattet. Trotz des großen und vielfältigen Angebots kündigten die Besitzer Anfang dieses Jahres eine Investition von 300 Millionen Euro in das lukrative Geschäft an.

Geplant war es die tropische Kuppel im Spreewald im Innen- und Außenbereich zu erweitern. Die Kapazität der Freizeitanlage sollte demnach von circa 2.000 Betten auf 9.000 erhöht werden. Es gehe den Besitzern nicht nur um die Erhöhung der Kapazitäten, sondern vor allem um eine Weiterentwicklung. Die Konkurrenz in der europäischen Freizeitpark-Branche sei laut Angaben des Geschäftsführers, Michiel Illy, sehr stark.

Was ändert sich durch den möglichen Verkauf?

Tropical Islands ist im Besitz der Tanjong-Gruppe aus Malaysia. Die Hauptanteile des Ressorts gehören Ananda Krishnan, der sich laut Angaben des Düsseldorfer Handelsblatts mehr auf seinen Heimatmarkt konzentrieren möchte. Die Geschäfte in Asien laufen schwierig. Sein Unternehmen Aircel, ein Mobilfunkanbieter in Indien, meldete im März 2018 Insolvenz an. Die Summe des Verkaufs kann der Milliardär demnach gut für seine Heimatprojekte gebrauchen kann.

Ob und wann ein Verkauf tatsächlich stattfindet, steht noch nicht fest. Für die Besucher der Freizeitanlage würde sich durch einen Besitzerwechsel des Tropical Islands allerdings nichts ändern. (ls)

Babyboom vs. Fachkräftemangel – Deutschland fehlt es an Erziehern

Der Fachkräftemangel in Deutschland trifft nicht nur private Unternehmen, sondern auch den öffentlichen Sektor. Die Kombination ist denkbar schlecht: Während die Geburtenrate von Jahr zu Jahr steigt, sinkt die Zahl an qualifiziertem Personal in den Kindertagesstätten sukzessiv.

Eltern lassen nichts unversucht, um ihren Kinden einen Kitaplatz zu verschaffen: Dutzende Bewerbungen schreiben, einen Lebenslauf über die Kleinstkinder verfassen, sich ehrenamtlich auf dem Kuchenbasar einbringen oder den Erziehern ein süßes Foto des Kindes per Whatsapp senden, um möglichst im Gedächtnis zu bleiben.Trotz all der Bemühungen werden die meisten Eltern letztendlich mit einem Wartelistenplatz vertröstet, der teils länger dauert als die Kindergartenjahre betragen. Für die Eltern, die Erzieher und die Kinder ist der Mangel an Kitaplätzen zu einer unzumutbaren Belastung geworden.

Babyboom in Deutschland auf Rekordkurs

Während die Kitaplätze immer mehr schrumpfen, verzeichnet Deutschland parallel dazu die höchste Geburtenrate seit 1973. Im Jahr 2016 erblickten laut Statistischem Bundesamt über 790.000 Kinder das Licht der Welt.

Wesentliche Faktoren die zu Deutschlands Babyboom beitragen, sind vor allem die Bevölkerungszusammensetzung, die sich durch die steigenden Migranten in den letzten Jahren stark verändert hat, die Elternzeit, die fehlenden oder geringen Kita-Gebühren, die sich positiv entwickelnde Familienförderung und zu guter Letzt die gute Konjunktur. Denn Deutschland erlebt derzeit den längsten Aufschwung seit den 1960er Jahren. Die Arbeitslosigkeit befindet sich derzeit auf einem Nach-Wende-Tief.

 

Babyboom vs. Fachkräftemangel – Deutschland fehlt es an Erziehern| Foto : Pexels

Babyboom vs. Fachkräftemangel – Deutschland fehlt es an Erziehern | Foto : Pexels

Fruchtbarkeitsrate von Konjunktur abhängig

Laut Soziologen lässt sich die Fruchtbarkeitsrate an der strukturellen Situation der Wirtschaft messen. Der Einfluss von Konjunktur und Arbeitslosigkeit auf die Realisierung des Kinderwunsches wird in vielen Studien belegt.

Die Soziologin Chiara Ludovica Comolli untersuchte die Geburtenrate in dem Zeitraum der Finanzkrise von 2000-2013. Aus der Studie ging hervor, dass die Krise Frauen mit einem geringen Bildungsniveau wenig beeinflusst hat. Bei Familien im Mittelstand fand dagegen ein immenser Rückgang der Geburtenrate in Folge der steigenden Arbeitslosenzahlen statt.

Berlin braucht mehr Fachkräfte – Scheeres plant Initiative für Erzieher

In Berlin sollen laut Schätzungen des paritätischen Wohlfahrtsverbandes in diesem Jahr 3.000 Kinder keinen Kitaplatz bekommen. Zwei wesentliche Faktoren tragen dazu bei, dass es immer weniger junge Menschen gibt, die eine Ausbildung als Erzieherin ausüben wollen: Die fehlende Vergütung während der Ausbildung und die Geringschätzung und niedrige Bezahlung nach der Ausbildung. Genau das plant Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) in Zukunft zu ändern. Zum einen soll eine vergütete Ausbildung eingeführt werden, zum anderen soll eine grundsätzlich höhere Eingruppierung im Tarifvertrag der Länder stehen.

„Nur so erhält der Beruf die Wertschätzung, die er tatsächlich verdient“, so Senatorin Scheeres. Anfang Mai wird der Antrag bei der Jugend- und Familienministerkonferenz beraten. Zudem sieht der Antrag vor, Quereinsteiger für den Beruf zu gewinnen. Förderung und Fortbildungen sollen vor allem lebenserfahrene und ältere Bewerber in Form von Aufstiegs-Bafög erhalten. „Ich gehe davon aus, dass die Ministerkonferenz im Mai der Bundesregierung den Auftrag erteilen wird, die einzelnen Punkte umzusetzen. Ich freue mich, dass Frankziska Giffey als neue Bundesfamilienministerin bereits deutlich gemacht hat, dass sie dem Thema eine hohe Priorität hat“, erklärte Scheeres.

Sind Grundschullehrer und Erzieher auf gleichem Niveau?

Kritik hagelt es für die Forderung von Bundesfamilienministerin Franziska Giffeys, dass Bund und Länder die Erzieher wie Grundschullehrer bezahlen sollen. Es steht außer Frage, dass es eine qualifizierte und umfassende Ausbildung benötigt, um fundiertes Wissen in den Feldern der Pädagogik und Psychologie so zu erlernen, um als Erzieher kompetent agieren zu können. Allerdings sollte das Niveau eines Lehramt-Studiums nicht mit einer Erzieherausbildung gleichgesetzt werden. Auch der Dachverband Berliner Kinder- und Schülerläden (DaKS) hält einen solchen Zuschlag für zu hoch.

Dennoch ist Scheers bundespolitische Initiative unabdingbar, um wieder mehr Menschen für den Beruf als Erzieher zu gewinnen. (ls)

Affordable Luxus: Gewinnen Sie einen Aufenthalt im Designhostel Generator in Berlin Mitte

Die in Europa führende Design-Hostelkette Generator ist bekannt für ihr außergewöhnliches Konzept: Luxuriöse Unterkünfte zu erschwinglichen Preisen in top internationalen Städten quer durch Europa. Die Kette zählt aktuell 12 Standorte, drei davon in Deutschland. Das Generator Berlin Mitte bietet zudem für Dauergäste Luxus-Apartments, die über einen längeren Zeitpunkt gemietet werden können.

Generator ist Europas führende Hostelkette

Von dem Fast Company Magazin unter die Top 50 der innovativsten globalen Unternehmen gewählt, stellt das Unternehmen Europas am schnellsten wachsende Hostelkette mit Top-Standorten dar. Generator Hostels bieten designorientierte Unterkunftsmöglichkeiten in den zentralsten europäischen Städten wie Dublin, London, Kopenhagen, Hamburg, Berlin (Mitte und Prenzlauer Berg), Venedig, Barcelona, Paris, Amsterdam, Stockholm und Rom.

Egal, ob Sie einen Business-Trip nach Berlin planen oder mit Ihren Liebsten über die Osterfeiertage verreisen möchten, das erfolgreiche Konzept der Generator Hostels ist einzigartig und zeichnet sich durch eine neue Art stylischer und geselliger Reiseunterkünfte aus. Generator versteht es die angesagtesten Städte Europas – und bald auch Miami in Amerika – durch gut gelegene und top ausgestattete Hostels zu Erkundungs- und Erlebnisorten der Extraklasse zu machen.

Gewinnen Sie eine Übernachtung inmitten des pulsierenden Herzens der Hauptstadt

Mit “BERLINboxx“, dem Business Magazin der Hauptstadt, haben Sie die Chance, eine Übernachtung im Generator Hostel Berlin Mitte im Premium Zweibettzimmer für zwei Personen zu gewinnen – inmitten des pulsierenden Herzens der Hauptstadt.

Berlin vereint Kultur, exzellente Bars und Restaurants, so dass garantiert für jeden Geschmack etwas dabei ist. Das vielfältige Kultur- und Freizeit-Angebot wird dem weltweiten Ruf der Stadt als kulturelle Hochburg, die bekannte Künstler und Musiker aus aller Welt anlockt, mehr als gerecht. Außergewöhnliche Partynächte sowie Bar- und Restaurantbesuche stehen auf der Tagesordnung, sowohl für Touristen, als auch für waschechte Berliner!

Von Theater-, Konzert- oder Opern-Besuchen, über Museen oder Vernissagen, bis hin zu Restaurants vielfältiger, internationaler Küchen, gibt es in Berlin nichts, was es nicht gibt!

Generator bietet eine ideale Unterkunft für Reisende

Ganz zentral gelegen in Berlin Mitte ist die Unterkunft – das Generator Hostel – nicht nur der optimale Schlafplatz, sondern gleichzeitig der perfekte Ausgangs- und Verweilplatz für Reisende aus aller Welt sowie Business-Gäste. Das Hostel befindet sich in unmittelbarer Nähe zur bekannte Shoppingmeile Friedrichstraße und dem Hackeschen Markt, mit seinen teils versteckten Boutiquen und Cafés. Außerdem sind fußläufig attraktive Sehenswürdigkeiten, vielseitige Bars, Restaurants und Shops zu erreichen.

Um den Aufenthalt im Hostel so unvergesslich wie möglich zu gestalten, fährt das Generator Hostel Berlin Mitte ein besonderes Konzept auf, welches von einer preisgekrönten Inneneinrichtung, über sorgfältig geplante Veranstaltungen mit lokalem Flair bis hin zu einem vielfältigen und einzigartigen Essens- und Getränkeangebot reicht. Gemäß der Generator Tradition ungewöhnliche Orte in extravagante Design-Immobilien zu verwandeln, wurden für das Generator Hostel Berlin Mitte zwei ehemalige Bürogebäude aus dem 19. Jahrhundert zu einem designfokussierten Hostel mit besonderem Augenmerk auf Kunst umgewandelt.

Die Kupfer Bar

Ein besonderes Extra stellt die hauseigene „Kupfer Bar“ dar, die längst nicht mehr nur Anziehungspunkt für Hostelgäste, sondern ein beliebter Treffpunkt für Einheimische ist. Ein historischer Innenhof, eine Bücherei sowie ein hauseigenes Café laden zum Entspannen ein.

Kupfer Bar | Foto: Generator Hostels LTD

Kupfer Bar | Foto: Generator Hostels LTD

Für einen erholsamen Schlaf sorgen anschließend maßgefertigte Betten in Mehrbett-, privaten Doppelzimmern oder Luxus-Apartments.

Mehr Infos zum Gewinnspiel erfahren Sie auf unserer Facebook-Seite (red)

 

Baustelle Kulturforum als Vorzeigeprojekt

Berlin eilt der Ruf voraus, dass Großprojekte immer zu teuer werden und viel zu lange dauern. Das befürchtete die Öffentlichkeit auch von der wichtigsten Kulturbaustelle Deutschlands, dem Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses als Humboldt Forum, im Herzen der Hauptstadt. Doch es kam anders.

Einer, der von Anfang an etwas gegen dieses Negativszenario hatte, war und ist Wilhelm von Boddien. Bereits 1992 initiierte der gelernte Kaufmann den Fördervereins Berliner Schloss e. V., um den Wiederaufbau mithilfe von Spendengeldern zu realisieren. Ende 2017 sind schon drei Viertel der Bauzeit (von 2013 bis 2019) zurückgelegt. Nach wie vor sieht von Boddien das Datum zur Fertigstellung des Schlosses als Kulturforum Ende des Jahres 2019 als ein Versprechen an, das es einzuhalten gilt. Dagegen ist für den BER nun schon der siebte Eröffnungstermin im Herbst 2020 festgelegt. Nur weil für den BER niemand Verantwortung übernehmen möchte, sollte die Skepsis nicht auf alle Berliner Großbauprojekte überschwappen.

Die Kritiker werden immer stiller

In den vergangenen Jahren durchlebte von Boddien zusammen mit den Mitarbeitern des Fördervereins Höhen und Tiefen. Ähnlich wie bereits beim BER zeigte die öffentliche Meinung zum Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses als Humboldt Forum gleichzeitig ein Spektrum von großem Enthusiasmus bis vernichtender Kritik. In den Medien Berlins überwogen zunächst schmähende Herabsetzungen des Wiederaufbaus des Schlosses. Es wurde als Fake oder Disneyland diskreditiert. „Gerade einmal zehn Prozent unserer Spender kamen so zur Zeit der Grundsteinlegung aus Berlin. Jetzt sind es schon über 50 Prozent“, meint von Boddien.

Das kritische Medienecho ist überwiegend verhallt und die Berliner beginnen sich mit dem Bauprojekt zu identifizieren. „Nachdem wir nun das Projekt einigermaßen erfolgreich nach vorn gebracht haben und auch täglich mehr von der historischen Schönheit des Gebäudes sichtbar wird, werden auch scharfe Kritiker immer stiller“, so von Boddien. Kein Anlass für von Boddien, in Höhenflüge oder in Eitelkeiten zu verfallen. Bescheiden beharrt der Norddeutsche darauf, dass er über seinen Verdienst daran in seinem Alter nicht mehr nachdenkt und der Ruhm den Spendern und Mitarbeitern gebührt.

105 Millionen Euro für das Projekt

Der Kaufmann steht zu seinem Wort und so hat er mit dem Förderverein bereits 76 Millionen der versprochenen 105 Millionen Euro bereitstellen können. Mit der nahenden Fertigstellung des Schlosses erhöht sich auch wieder der Druck aus der Öffentlichkeit auf den Erfolg der Spendensammlung. „Deswegen werde ich so lange an der Erfüllung meines Versprechens arbeiten, bis auch der letzte Cent abgeliefert wurde“, sagt Wilhelm von Boddien. Bislang bleibt er optimistisch, die fehlenden Fördergelder noch rechtzeitig beschaffen zu können.

Sein Weg dazu führt über die Begeisterung der Berliner und Hauptstadttouristen beim Anblick des fertiggestellten Humboldt Forums mit seiner berühmten historischen Schlossfassade. Daran richtet sich seine zukünftige Öffentlichkeitsarbeit aus – und in der Ehrung der Spender, die mit ihrer Spende öffentlich in die Wiederaufbaugeschichte des Schlosses eingehen. Zahlreiche Spender sowie die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter helfen ihm intensiv dabei. Die Verantwortung für das Gemeinschaftsprojekt übernimmt von Boddien mit einer überraschenden Gelassenheit, von der sich die BER-Verantwortlichen eine Scheibe abschneiden könnten. (lj)