Bündnis für Wasserstraßen: Volle Fahrt voraus? | Foto: pixabay.com/MabelAmber

Bündnis für Wasserstraßen: Volle Fahrt voraus?

Brandenburg fördert mit starken Bündnispartnern den Wassertourismus. Jährlich werden in der Hauptstadtregion rund 200 Millionen Euro Bruttoumsatz erwirtschaftet. Allerdings nur, wenn die Wasserstraßen weiterhin befahrbar bleiben.

Eine Region der Superlative: Berlin, Brandenburg und das angrenzende Mecklenburg Vorpommern verfügen über Europas größtes zusammenhängendes Seen- und Flussnetzwerk. Entsprechend floriert hier der Wassertourismus, wovon natürlich die ansässigen Unternehmen profitieren. Viele Firmen entwickeln jetzt innovative Geschäftskonzepte und wollen auch in Zukunft in den Brandenburgs Wasserstraßen investieren. Voraussetzung ist allerdings eine funktionierende maritime Infrastruktur.

Bündnis für Wasserstraßen

Ein Regionalkonzept des „Bündnisses für Wasserstraßen“, bestehend aus 18 Partnern, sieht vor, zukünftig ein dynamisches Seen- und Flussnetzwerk in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern zu gewährleisten. Hierzu diskutierten am 5. Juni 2018 gemeinsam Vertreter der Bundes- und Landespolitik über den neuen Kurs fürs deutsche Wasserstraßennetz. Auf dem Seminarschiff Orca ten Broke in Berlin-Mitte wurden die neuen wirtschaftlichen Dimensionen des Wassertourismus ausgelotet.

Da Wasserwege nicht an Bundeslandgrenzen enden, müssen die Rahmenbedingungen für eine vorwärtsgewandte Entwicklung des Wassertourismus in Zusammenarbeit mit dem „Bündnis Wasserstraßen“ absteckt werden. Die Industrie -und Handelskammern, Verbände, Wassertourismusinitiativen sowie weitere Partner erstellten dazu ein Konzept zum Erhalt und wirtschaftlichen Ausbau des Seen- und Flussnetzwerks.

Herausforderungen

Tatsache ist: Investitionsstaus und stockende Sanierungsprojekte, insbesondere Wartungen und Sanierungen von Schleusen, könnten gravierende Folgen nach sich ziehen. „Mecklenburg- Vorpommern und Brandenburg bieten ihren Gästen ein einzigartiges Erlebnis mit dem größten vernetzten Wassersportrevier Deutschlands. Die Gäste kommen genau deswegen und das sollte man nicht gefährden“, sagt der Stellvertretende Geschäftsführer und Marketingleiter der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH, Mathias Knospe.

Ein Sinken der Touristenzahlen wäre ein herber Verlust für den gesamten ländlichen Raum Brandenburg und die dort ansässigen Unternehmen. Um weiterhin im europäischen Wettbewerb bestehen zu können, sind Investitionen notwendig – und gerade in die beliebten Nebenwasserstraßen. Dort brummt dank vieler Freizeitkapitäne der Tourismussektor. „Wenn wir es nicht schaffen, unsere mehr als 30.000 Kilometer Wasserstraßen mit seinen 3.000 Seen als attraktives Sport- und Tourismusrevier zu erhalten, dann wandern unsere Gäste ab“, befürchtet Potsdams IHK-Präsident Peter Heydenbluth, der zugleich Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern des Landes Brandenburg für das Bündnis für Wasserstraßen ist. Ein jährliches Umsatzvolumen von 200 Millionen Euro steht auf dem Spiel. (lj)

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