Bombenentschärfung am Hauptbahnhof: Verkehrschaos droht | Foto: Wikimedia Commons

Bombenentschärfung am Hauptbahnhof: Verkehrschaos droht

Am Freitagmorgen wird in der Nähe des Hauptbahnhofs eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Tausende Menschen müssen in einem Sperrkreis von ca. 800 Metern rund um den Fundort in der Heidestraße aus Wohnungen, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen evakuiert werden.

Zudem wird der Verkehr rund um den Hauptbahnhof vollständig lahm gelegt und es halten zwischen 10 und 14 Uhr keine Züge dort. In der Hauptstadt droht daher ausgerechnet vor dem Start ins Wochenende ein massives Verkehrschaos.

Fliegerbombe an der Heidestraße entdeckt

Am vergangenen Samstag, den 14. April 2018, stoß ein Kranführer bei Bauarbeiten an der Heidestraße auf eine Bombe. Bei dem Blindgänger handelt es sich um eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. „Ihr Zustand ist sicher; es besteht keine unmittelbare Gefahr“, teilte die Polizei mit.

Da die Bombe nah einer Tankstelle und an Berlins wichtigstem Verkehrsknotenpunkt liegt, muss sie so schnell wie möglich entschärft werden.

In Berlin droht Verkehrschaos

Wie die Polizei mitteilte, wird ab 09.00 Uhr ein 800 Meter weiter Sperrkreis um den Fundort eingerichtet. Die Züge der Deutschen Bahn werden ab 10.00 Uhr am Hauptbahnhof ohne Halt durchfahren. Ab 11.30 Uhr wird der Zugverkehr am und um den Bahnhof dann vollständig eingestellt. Betroffen sind die S-Bahnlinien S3, S5, S7, S75, S9, die U-Bahnlinie U55 sowie die Tramlinien M5, M8, M10. Während der Nahverkehr eingestellt wird, kommt es im Fern- und Regionalverkehr lediglich zu Umleitungen und Unterbrechungen.

 

Ab 11.30 Uhr wird der Zugverkehr am und um den Hauptbahnhof vollständig eingestellt | Foto: Pixabay

Ab 11.30 Uhr wird der Zugverkehr am und um den Hauptbahnhof vollständig eingestellt | Foto: Pixabay

Darüber hinaus ist auch der Luftverkehr am Flughafen Tegel betroffen. „Für den Zeitraum der Entschärfung wird der Flugverkehr für landende Maschinen in beiden Flugrichtungen eingestellt“, sagte der Flughafensprecher Daniel Tolksdorf. Während die Autofahrer Umwege fahren müssen, empfiehlt die Polizei, dass die Anwohner zum Zeitpunkt der Entschärfung ihre Wohnungen verlassen.

Auch Krankenhäuser und Behörden befinden sich im Sperrgebiet

Im Bereich des Sperrgebietes befindet sich auch die Charité. Daher müssen der nordwestliche Bereich des Campus Charité Mitte, wenige ambulante Bereiche, Teile der Verwaltung und 40 stationäre Betten evakuiert werden. Das Bettenhaus sei allerdings nicht betroffen. Bis zu tausend Patienten müssen das Gelände der Universitätsklinik verlassen.

Auch das Bundeswirtschaftsministerium, das Bundeswehrkrankenhaus, der Bundesnachrichtendienst sowie die Berliner Stadtmission befinden sich im Radius und müssen geschlossen werden. Zur Zeit der Entschärfung wird das Bezirksamt zwei Notunterkünfte in der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule an der Quitzowstraße 141 und an der Grundschule Neues Tor, Hannoversche Straße 20 einrichten.

Wie lange die Bombenentschärfung dauern wird und wie viele Menschen von der Aktion betroffen sind, lässt sich noch nicht sagen. (dn)

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