Schüler können nun zur Berufsorientierung mit VR-Brillen Ausbildungsberufe und Ausbildungsarbeitsplätze besichtigen | Foto: pexels.com

„Dein erster Tag“ ermöglicht Berufsorientierung mit VR-Brillen

Virtual-Reality-Brillen werden ab sofort nicht nur in Unternehmen oder der Unterhaltungsindustrie verwendet, sondern auch in den Schulen zur Berufsorientierung eingesetzt. Auf dem Berufspraxistag des Gabriele-von-Bülow-Gymnasiums am 3. April in Tegel konnten die Schüler virtuelle Ausbildungsberufe und Ausbildungsarbeitsplätze für sich entdecken.

Kooperationsprojekt zur Berufsorientierung

Das Vorzeigeprojekt „Dein erster Tag“, initiiert vom Sozialunternehmen SchulePLUS, verwandelte den Praxistag des Tegler Gymnasiums zu einem Highlight für die Schüler. Kostenlos können Schulen oder Unternehmen über Projektwebsite VR-Brillen ausleihen und diese nutzen, um den Schülern einen Einblick in den Berufsalltag zu gewähren. Das Projekt kooperiert mit den jeweiligen vorgestellten Unternehmen. Gemeinsam produzieren sie die Videos, die dann über die VR-Brillen abgespielt werden können. Zurzeit gibt es 16 Videos, 23 weitere sind in Arbeit. Wichtig ist dem Sozialunternehmen die pädagogische Ausrichtung der Videos, sodass den Schülern berufliche Orientierungshilfen angeboten werden.

Mit der VR-Brille Eindrücke gewinnen

Das Prinzip funktioniert sehr einfach: Die Schüler suchen sich einen Beruf aus, der sie interessiert, beispielsweise Polizist, Hotelfachfrau oder Pflegefachkraft, und dann brauchen sie nur noch die VR-Brille aufsetzen. In den Videos wird erklärt, wie die Tätigkeiten in dem Ausbildungsbetrieb aussehen. Der Schüler begleitet über die VR-Brille einen Azubi des Betriebs durch den Ausbildungsarbeitsplatz. So können sie in der virtuellen 360°-Welt einen Eindruck vom ersten Arbeitstag eines Azubis gewinnen. Viele Schüler zeigten sich begeistert darüber, die neue Technik auf diese Weise zur Berufsorientierung nutzen zu können.

VR als Ergänzung zu den Betriebsbesuchen

„So sollen die Schüler einen konkreten Eindruck davon bekommen, wie ein potenzieller Arbeitsplatz aussieht“, so die Geschäftsführerin bei „Schule Plus“, Jasmin Bildik. Allerdings ersetzen die VR-Brillen nicht die Betriebsbesuche der Schüler, sie dienen lediglich als Ergänzung. In vielen Berufsfeldern ist es sehr schwierig durch verschiedene Sicherheitsvorkehrungen Besichtigungen durchzuführen. Beispielsweise Lackierwerkstätten wären ohne VR-Brille aus Sicherheitsgründen für Betriebsbesuche gar nicht geöffnet. Außerdem schaffen Lehrer mit ihren Klassen an einem Tag maximal drei bis vier Betriebe zu besuchen. Im Vergleich dazu können die Schüler mit der VR-Technik bis zu 40 Berufe kennenlernen. (red)

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