Berliner Wirtschaft wächst weiter| Foto: Pexels.com

Berliner Wirtschaft wächst weiter

Auch im dritten Quartal 2018 hat die Berliner Wirtschaft ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Dadurch sind überdurchschnittlich viele neue Arbeitsplätze entstanden. Das geht aus dem neuesten Konjunkturbericht der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe hervor.

Demnach wuchsen vor allem die Dienstleistungsbranchen in Berlin weiter. Im Bereich „Information und Kommunikation“  hat sich demzufolge die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um gut 11 Prozent erhöht. Damit ist sie doppelt so stark aufgestellt wie der Bundesdurchschnitt. Von Januar bis September gab es in Berlin insgesamt 1,13 Millionen Übernachtungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Dies liegt vor allem am Auslandstourismus. Ein weiteres Beispiel für den boomenden Dienstleistungsstandort Berlin ist der Onlinehandel. Er steigerte seinen Umsatz um 7,5 Prozent. Aber auch die produzierenden Branchen haben sich gut behauptet. Außerdem zeigt sich die Berliner Industrie in einem unsicheren internationalen Umfeld gefestigt. Gemäß des Berichtes hat das Bauhauptgewerbe die Umsätze in den ersten neun Monaten 2018 um 23,6 Prozent gesteigert. Dies entsprach einem Zuwachs von rund 460 Millionen Euro.

Berliner Wirtschaft liegt über dem Bundesdurchschnitt

Taktgeber [für den Wirtschaftswachstum] ist der Branchenmix aus stark wachsenden Dienstleistungsbranchen und robustem Produzierenden Gewerbe“, erklärt Wirtschaftssenatorin Ramona Pop. Für das Jahr 2018 rechnet sie mit einem Wachstum von circa 2,7 Prozent. Und auch für 2019 rechnet die Senatorin mit einem weiteren Wachstum der Berliner Wirtschaft. Derzeit prognostiziert sie einen Wachstum von 2,3 Prozent im kommenden Jahr. Die Senatorin erläutert: „Damit liegen wir weiter über dem Bundesdurchschnitt. Jetzt gilt es, diesen Prozess zu verstetigen und die Weichen für eine mittel- und langfristig erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung zu stellen. Zukunftweisend ist an dieser Stelle die Entscheidung von Siemens, in Spandau 600 Mio. Euro in einen Innovationscampus zu investieren. Das ist ein wichtiges Signal für moderne, innovative Industrie am Standort Berlin.“

Infolge des wirtschaftlichen Aufschwungs sind neue Arbeitsplätze in der Bundeshauptstadt entstanden. Im September wurde bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Berlin erstmals die Marke von 1,5 Millionen übersprungen. Im September lag die Beschäftigungszahl um fast 51.000 Personen beziehungsweise 3,5 Prozent über dem Vorjahresstand. Das war erneut die höchste Zuwachsrate aller Bundesländer. Pop dazu: „Wichtig ist mir, dass diese Entwicklung bei den Berlinerinnen und Berlinern ankommt. So fiel die Zahl der Langzeitarbeitslosen im November in Berlin um 5.700 beziehungsweise 12,4 Prozent geringer aus als ein Jahr zuvor. Dies zeigt eine zunehmende Teilhabe der Menschen am Arbeitsleben.“ (red)

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