Constance Buchheim (l) , Milena Glimbovski und Yvonne Wende (r) und Laudatoren bei der Preisverleihung zur „Berliner Unternehmerin des Jahres“ am 2. November 2018, im ALICE Rooftop im STILWERK in Berlin. Bereits zum achten Mal verleiht das Land Berlin in diesem Jahr den Preis „Berliner Unternehmerin des Jahres“. Mit dieser Auszeichnung werden engagierte Unternehmerinnen gewürdigt, die den Wirtschaftsraum Berlin erfolgreich mitgestalten und Vorbildfunktion besitzen. | Foto: Ina Fassbender/SenWiEnBe

Berliner Unternehmerin des Jahres 2018/2019

Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop hat die Berliner Unternehmerin des Jahres ausgezeichnet. Milena Glimbovski, 28, ist „Berliner Unternehmerin des Jahres 2018/2019“ . Vor vier Jahren hat sie mit „Original Unverpackt“ (OU) den ersten Supermarkt ohne Einwegverpackungen gegründet.

Nach eigenen Angaben ist „OU“ der bekannteste Unverpackt-Laden der Welt und hat einen Trend für „Zero Waste Shops“ angeschoben. Zum Portfolio gehören neben dem Unverpackt-Supermarkt ein nachhaltiger Online-Shop, eine eigene Produktlinie sowie Führungen und Vorträge zum Thema. Ramona Pop würdigte in ihrer Laudatio die Preisträgerin Milena Glimbovski als eine Vorzeigeunternehmerin, der Nachhaltigkeit am Herzen liegt und die ihre Vision von Müllvermeidung und Umweltverträglichkeit gleichzeitig erfolgreich in Business umgesetzt hat. Man brauche mehr Frauen, die mit ihren vielfältigen Kompetenzen den Standort Berlin nach vorne bringen. Die Preisverleihung zeige hervorragend, dass die Hauptstadt innovative, brillante und erfolgreiche Unternehmerinnen beheimatet.

Brisantes Thema

Senatorin Pop betonte weiterhin, dass die Unternehmensidee von Milena Glimbovski  einen gesellschaftlichen Nerv trifft und mit der Diskussion rund um das Thema Plastik hochaktuell ist. Viele Menschen möchten ihr Alltagsleben umweltverträglicher gestalten. „Original Unverpackt“ biete dafür Produkte, Lösungen und Inspiration. Milena Glimbovski beweise eindrucksvoll, wie Frauen Business machen, erfolgreich führen und im wahrsten Sinne des Wortes nachhaltig wachsen. Heute gibt es bundesweit rund 80 Läden nach ihrem Vorbild.

Förderung von Kindern und Jugendlichen

Den zweiten Platz erreichte Yvonne Wende, die 2009 die „Europäische Bildungsstiftung gGmbH“ (EBS) ins Leben gerufen hat. Die Preisträgerin gründete 2004 vorübergehend den ersten bilingualen Kindergarten mit 18 Kindern. Das Projekt hatte derartigen Erfolg, sodass es heute rund 750 Kinder sind, die von ihr und ihrem Team betreut werden. Darüber hinaus ist die EBS auch Träger von internationaler Vorschule, Ganztagsgrundschule und -gymnasium. (www.cosmopolitanschool.de).

Die Laudatorin hob den ganzheitlichen Ansatz hervor, der einen riesigen Respekt verdient. Yvonne Wende habe in wenigen Jahren einen bilingualen, integrierten Bildungsträger aufgebaut, der vom Kindergarten, zum Gymnasium bis zur Erwachsenenbildung alle Stufen umfasst. Dieses Konzept sei einmalig. Die Internationalität passe genauso gut wie das Ganztagesangebot mit zahlreichen Nachmittagsprogrammen von Sport über Sprache und Kultur in die wachsende, weltoffene Stadt Berlin.

Personaldienstleister im digitalen Zeitalter

Der dritte Preis ging an Constanze Buchheim, Gründerin der i-potentials GmbH. Ihre Unternehmensberatung konzentriert sich auf die Mitarbeitergewinnung, -führung und die Organisationsgestaltung im digitalen Zeitalter. (https://i-potentials.de) Dr. Beatrice Kramm, Präsidentin der IHK Berlin, hob in ihrer Laudatio den Pioniergeist Buchheims hervor:

„Constanze Buchheim gilt als die erste, die Personalstrategie und -entwicklung für das digitale Zeitalter gedacht hat. Als sie während ihrer Tätigkeit für ein Start-up feststellte, dass die Personalwirtschaft auf deren Bedürfnisse überhaupt nicht eingestellt war, erkannte sie die Marktlücke und gründete i-potentials.“ Und das mit Erfolg. „ i-potentials“ zählt heute zu den innovativsten Personaldienstleistern der Branche und ist damit ein großartiges Beispiel für Unternehmerinnengeist.

Ideen zahlen sich aus

 Die Erstplatzierte, Milena Glimbovski, erhielt eine Trophäe und ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro, Yvonne Wende und Constanze Buchheim als Zweit- und Drittplatzierte jeweils 1.000 Euro. Alle drei dürfen sich zudem über ein Videoporträt freuen.

Der Titel zur „Berliner Unternehmerin des Jahres“ wird dieses Jahr zum achten Mal verliehen. Initiatorin ist die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe in Kooperation mit der Investitionsbank Berlin und der IHK Berlin. Eine Jury aus unabhängigen Expertinnen hat die Erstplatzierte aus 28 Bewerbungen ermittelt.

Mehr Informationen zum Berliner Unternehmerinnentag, in dessen Rahmen die Preisverleihung stattfand, gibt es unter www.berliner-unternehmerinnentag.de. (kh)

 

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