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Berliner Startups erhalten Förderung von 17 Millionen Euro

Berliner Startups erhalten Förderung von 17 Millionen Euro

22. März 2021

Der Berliner Senat fördert junge innovative Unternehmen mit bis zu 2.000 Euro pro Person und Monat. Mithilfe der Förderung sollen sie dabei unterstützt werden, ihre Produkte bis zur Marktreife zu entwickeln. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Stipendien für innovative Startups

Berlin ist seit vielen Jahren die Startup-Hauptstadt Deutschlands. Allein in den letzten zwei Jahren sind in dem Bereich 19.000 neue Jobs entstanden. Damit diese für die Berliner Wirtschaft so positive Entwicklung anhält, unterstützt der Berliner Senat diejenigen Startups, die mit ihrem Produkt kurz vor der Marktreife stehen, mit einem Stipendium. Inkubatoren, die Jungunternehmen bei ihrer Existenzgründung begleiten wollen, können sich bis zum 31. Mai unter www.efg-berlin.eu anmelden.

Wie die Wirtschaftsverwaltung des Senats angibt, befinden sich in dem aktuellen Fördertopf 17 Millionen Euro für insgesamt 450 Stipendien. Die Hälfte davon stammt aus dem Landeshaushalt, die andere Hälfte kommt aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

Berliner Senat setzt sich für Nachhaltigkeit und Digitalisierung ein

Der Fokus des aktuellen Aufrufs liegt auf den Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung. „Gesucht werden Programme, die Startups bei der Entwicklung innovativer digitaler Lösungen für zentrale gesellschaftliche Aufgaben unterstützen“, so ein Sprecher der Wirtschaftsverwaltung. Zu den wichtigsten Schwerpunkten gehören dabei Kreislaufwirtschaft, Smart City, Women in Tech, Energieeffizienz, Mobilität und soziale Ökonomie.

Gründer mit technologiebasierten Konzepten werden unterstützt, sofern sie einen in Ansätzen entwickelten Prototypen oder ein prototypenähnliches Verfahren vorweisen können und für die Marktreife lediglich eine Weiterentwicklung notwendig ist. Über diesen Zeitraum erhalten die Gründer Stipendien in Höhe von bis zu 2.000 Euro pro Person und Monat.

Die Förderperiode beginnt am 1. Oktober. Die Laufzeit des aktuellen Programms erstreckt sich bis zum Juni 2023.

Unterstützung für junge Gründer nicht nur auf finanzieller Ebene

Das Stipendium enthält neben der finanziellen Unterstützung auch die Möglichkeit, Labore und Räume von Hochschulen zu nutzen. Darüber hinaus werden den Gründern nicht nur das technische Equipment und das notwendige betriebswirtschaftliche Know-how, sondern auch begleitende Qualifizierungsprogramme und Coachings angeboten.

„Mit unseren Programmschwerpunkten können wir das Startup-Stipendium auf die Lösung zentraler gesellschaftlicher und umweltbezogener Aufgaben ausrichten, Hierzu können neue Startups großartige Beiträge liefern“, so Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne). Besonders freue man sich darüber, dass sich unter den größtenteils technologieorientierten Startups 40 Prozent Gründerinnen befinden.

Standort Berlin für Investoren weiterhin sehr interessant

Für Investoren unterstreicht die Entwicklung einmal mehr die Bedeutung des Standorts Berlin. Während die Nachfrage nach sicherheitsfokussierten Investments wie Gold weiter steigt, diversifizieren auch immer mehr Anleger ihr Portfolio mit Investments in innovationsstarke junge Unternehmen. Die Renditepotenziale sind hier in der Regel erheblich höher als bei traditionsreichen Blue Chips. Gleichzeitig ist aufgrund der sich schnell verändernden Marktbedingungen und der aktuellen Krise eine regelmäßige detaillierte Analyse erforderlich, weshalb man sich vor einer Anlageentscheidung von einem erfahrenen Experten beraten lassen sollte.

Dass sich dies lohnen kann, zeigen die Erfolge des letzten Stipendiums. Hier wurde unter anderem das Startup „ooohne“ gefördert, das plastikfreie Handspülmittel in Pulverform entwickelt hat. Einen weiteren Erfolg verzeichneten die drei Gründerinnen von Kornwerk. Mit ihrem Startup entwickeln sie Milchalternativen in Mehrweg-Glasflaschen. Dabei nutzen sie nährstoffreiche historische Hafersorten, mit denen sie auch die Vielfalt an Getreidesorten auf deutsche Äcker zurückbringen wollen. (red)