Natürliche Zutaten beim Rewe-Gründerwettbewerb. | Foto: pexels.com

Berliner Start-ups überzeugen bei erstem Rewe Gründerwettbewerb

Dieses Jahr veranstaltete Rewe den ersten Gründerwettbewerb eines Unternehmens im Lebensmitteleinzelhandel. In diesem Rahmen wurde auch erstmalig der „Rewe Start-up Award“ in Köln vergeben. Dabei stammen alle fünf aus den 170 Bewerbern ausgewählten Finalisten-Start-ups  aus Berlin. Nicht umsonst hat die Hauptstadt in den letzten Jahren einen sehr guten Ruf in der Start-up Szene erlangt. „Selo Green Coffee“ setzte sich am Ende durch und konnte den Wettbewerb mit einem gesunden, koffeinhaltigen Getränk für sich entscheiden. Neben der Aufnahme in das Sortiment der über 3.000 Rewe-Filialen und den Online-Handel des Unternehmens, bekommen die Finalisten zukünftig auch Unterstützung in Marketing-Fragen. Bisher hatte sich die Anteil an Food-Start-ups in den deutschen Rewe-Märkten sehr an lokaler und regionaler Vermarktung ausgerichtet. Jetzt ruft das Unternehmen dazu auf, sich nicht nur während der Wettbewerbszeiten mit innovativen Produkten an Rewe zu wenden.

„Junge Unternehmen sind heute viel ideenreicher und kreativer als noch vor ein paar Jahren und reagieren blitzschnell auf Ernährungstrends. Nur fehlt es naturgemäß oftmals noch an wichtigen Kontakten, umfangreichem Branchenwissen und der für eine bundesweite Vermarktung notwendigen Professionalität. Mit dem REWE Start-up Award und unseren Partnern haben wir eine zeitgemäße und dauerhafte Plattform für Gründer geschaffen“, sagt REWE-Marketingleiter und Jury-Mitglied Dr. Johannes Steegmann.

Gründerwettbewerb spürt aktuelle Food- und Lifestyle-Trends auf

Die Finalisten-Start-ups halten mit den neuesten Entwicklungen der Lebensmittelbranche mit und werden von BERLINboxx im Folgenden vorgestellt. Sie verfolgen einen Trend, der sich schon lange nicht mehr nur langsam durchsetzt. Von fairen Produktionsbedingungen, über gesunde und vor allem ausschließliche natürliche Inhaltsstoffe, bis hin zu speziellen Diäten. Heutzutage liegt der Fokus auf gesunder, ausgewogener und der Umwelt gegenüber rücksichtsvoller Ernährung, die kaum Zeit im durchorganisierten Alltag einnimmt. Von fettigem Fast-Food wird Abstand genommen und stattdessen bewusst auf die Zusammensetzung der Produkte geachtet. Auch nachhaltige Produktionsbedingungen und Verpackungen sowie die Unterstützung der Erzeuger liegen immer mehr Unternehmen und Verbrauchern am Herzen. Vor allem in Großstadtregionen sind diese Kriterien für Manche ein Muss für den Kauf eines Produktes. Diese sind innerhalb weniger Minuten zubereitet und meist praktisch zum Mitnehmen geeignet. So bleibt nach eigenen Worten vieler Food-Start-ups mehr Zeit für die anderen wesentlichen Dinge im Leben. Die Finalisten-Start-ups des Rewe-Gründerwettbewerbs stehen diesen Anforderungen in nichts nach. Sie sind stattdessen wohl eher Branchen-Innovateure, die endlich entdeckt wurden.

„Es ist toll zu sehen, mit welcher Kreativität die Finalisten die Jury überzeugen konnten. Um die Zukunft des Einkaufens gemeinsam zu gestalten, sind Impulse von außen wichtig. Wir lassen uns gerne von den innovativen und unkonventionellen Ideen der jungen Gründer inspirieren. Im Gegenzug können wir unsere Erfahrung und unser Wissen direkt an die Start-ups weitergeben“, erklärt Fridolin Frost, Managing Director Snacks bei Mondelēz International in Deutschland und Jury-Mitglied.

Der Trend geht in Richtung gesund, Bio und vegan. | Foto: pexels.com

Der Trend geht in Richtung gesund, Bio und vegan. | Foto: pexels.com

Gesundheit im praktischen Format: Die fünf Finalisten

„Selo Green Coffee“

 Der erste Gewinner des diesjährig initiierten Wettbewerbs präsentiert sich durch weniger ist mehr. „Selo Green Coffee“ ist ein Erfrischungsgetränk aus grünen, nicht gerösteten und biologisch angebauten Kaffeebohnen. Der Flascheninhalt ist so koffeinhaltig wie ein doppelter Espresso, dabei vegan, sehr kalorienarm und frei von Zuckerzusätzen, Aromen und Konservierungsstoffen. Darüber hinaus liegen dem Start-up die Erzeuger in Kolumbien sehr am Herzen, mit denen sie ein enges partnerschaftliches Verhältnis pflegen. So hat sich Selo verpflichtet, einen Teil des Umsatzes in Entwicklungsprojekte zu investieren, die der Kooperative zugutekommen.

"Selo Green Coffee": Die Gewinner des "Rewe Start-up Awards" mit Jurymitgliedern. | Foto: REWE,, Michael Gottschalk

„Selo Green Coffee“: Die Gewinner des „Rewe Start-up Awards“ mit Jurymitgliedern. | Foto: REWE,, Michael Gottschalk

 „Hummingbird“

Der diesjährige Gewinner des FitFood-Awards der FITBOOK-Redaktion ist „Hummingbird“, mit seinen Frühstücks-Variationen, die einen gesunden Lebensstil unkompliziert machen. Es produziert so genannte Blendies. Dabei handelt es sich um verschiedene getrocknete Superfoods, die zu kleinen Bällen gepresst sind. Wenn diese zusammen mit etwas Flüssigkeit sowie Obst und Gemüse in einen Mixer gegeben werden, lassen sich mit ihnen schnell nährstoffreiche Smoothies herstellen. Die in Australien entwickelten Produkte bestehen aus rein natürlichen Inhaltsstoffen und können – bei höherem Stresslevel – auch bequem online bestellt werden. Das tägliche Frühstück punktet hier mit schneller Zubereitung und nicht mehr wegzudenkenden Superfoods.

„Oh My Dough“

Die Gründer von „Oh My Dough“ erfüllten sich mit sorgenfrei verzehrbarem, rohem Keksteig nach eigenen Angaben einen Kindheitstraum. Abseits von Eissorten, in denen dieser nur verarbeitet ist und auf wenigen Löffeln die Herzen von Keks-Fans höher schlagen lässt, bietet „Oh My Dough“ ganze Becher voll davon an. Der Geschmack des ungewöhnlichen Snacks hat laut Gründern hier oberste Priorität.

„Nuri Food“

„Nuri Food“ zeigt sich innovativ mit tiefgekühltem Babybrei, der in Form von Pellets den Bedürfnissen entsprechend aufgetaut werden kann. Auch hier überzeugten 100 Prozent an Bio-Zutaten und die Wahl zwischen vegetarischen und veganen sowie Fleisch-Varianten, bei der Auswahl. Durch das schonende Schock frosten, ist das Start-up darauf bedacht mehr Nährstoff und Vitamine in ihren Babygläschen zu erhalten. Im Gegensatz zu herkömmlicher Babynahrung sei dies durch die Methode gewährleistet und gleichzeitig flexibler und tiefgefroren länger haltbar. „Nuri Food“ setzt auf diese Weise darauf Eltern und Kind mit ihrem Produkt, die Zubereitung von häufigen Mahlzeiten zu erleichtern und so mehr Zeit zu schenken.

„Wildcorn“

Zum Schluss bietet „Wildcorn“ einen gesündere Variante des beliebten Home-Kinos und eine alternative zu hochkalorischen Chips. Das Produkt des Start-ups bietet Popcorn ohne Zuckerzusatz, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker an und ist auch für Veganer geeignet. Der Snack vereint die Nachfrage aller von verbreiteten Food-Intoleranzen betroffenen Menschen und basiert nur auf Bio-Mais und ausgewählten Gewürzen. Bundles verschiedener Sorten können online bestellt werden, oder die einzelnen Tüten des gesunden Etwas bald in den Rewe-Märkten gefunden werden. (cn)

 

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