Das Start-up share spendet Lebensmittel an Hilfseinrichtungen
Das Start-up share spendet Lebensmittel an Hilfseinrichtungen in Deutschland und Wien| Foto: share

Berliner Start-up share unterstützt die Berliner Tafel

Einrichtungen für Obdachlose und Sozialbenachteiligte in Deutschland haben große Probleme. Die Verbreitung des Corona-Virus führt dazu, dass weniger Lebensmittelspenden zusammenkommen und ganze Einrichtungen geschlossen bleiben müssen. Um die Menschen dennoch zu versorgen, werden die Lebensmittel nun zu den Bedürftigen nach Hause geliefert. Das Berliner Food Start-up share unterstützt nun verstärkt seinen Kooperationspartner die Berliner Tafel.

Share unterstützt jetzt verstärkt auf nationaler Ebene

Die Schwächsten trifft die Krise am härtesten – liest man derzeit in vielen Artikeln. Bedacht werden darin vor allem ältere Menschen in Pflegeheimen oder benachteiligte Kinder. Doch noch dramatischer ist die Situation auf der Straße. Da weniger Menschen unterwegs sind, bekommen sie weniger Spenden und es können weniger Pfandflaschen gesammelt werden. So verschärfen sich die ohnehin schon kritische Situation der Obdachlosen. Hinzu kommt, dass Hygienemaßnahmen sowie Abstandsregel viele Hilfseinrichtung zwingen, zu schließen und die, die noch aufhaben, bekommen deutlich weniger Lebensmittelspenden als üblich. Dies trifft auch Geringverdiener und ältere Menschen mit einer kleineren Rente.  Die Folgen sind dramatisch, da viele Besucher auf ihre tägliche Mahlzeit und die Lebensmittel der Tafel angewiesen sind. Daher möchte Berliner Food Start-up share den Einrichtungen helfen.

Kaufe einen Müsliriegel – Spende eine Mahlzeit. So die Idee des Start-ups. Übertragen lässt sich das 1:1 Prinzip auf unterschiedliche Nahrungsmittel, Hygieneartikel und Wasser – alle Produkte sind sowohl online als auch im Rewe und dm erhältlich. Sonst gehen die Erlöse, neben der lokalen Hilfe, in Entwicklungsgebiete wie Afrika oder Indien. Doch durch Corona ist ein Krisengebiet direkt vor der eigenen Haustür entstanden. Deswegen gehen zurzeit alle Spende aus dem Sortiment der Nahrungsmittel von share an die Tafeln in Deutschland und die Wiener Caritas. In Berlin unterstützt das Unternehmen die Sammelstelle der Tafel in Moabit. Auch  möchte das Unternehmen ihre Kooperation in der Zukunft mit den Hilfseinrichtungen fortsetzten, da die Zahlen der Hilfsbedürftigen vermutlich auch nach der Corona-Krise besonders hoch sein werden.

Der Traum von einer besseren Welt

„Große Taten passen jetzt in deinen Einkaufswagen“ wirbt share und ihr soziales Engagement ist offensichtlich ein erfolgsversprechendes Businesskonzept. Im März 2018 ging das Start-up von Gründer Sebastian Stricker an den Markt – von Anfang an konnte er seine Produkte in 5.000 Rewe und dm-Filialen deutschlandweit vertreiben.

Generell spendet das Unternehmen immer, egal ob der Kunde Nudeln, Seife oder Wasser kauft, einen möglichst hohen Anteil des Umsatzes in soziale Projekte. Um langfristig moderate Preise zu generieren, verzichtet das Berliner Start-up weitestgehend auf Marketingkampagnen. „Unsere beste Werbung ist der soziale Gedanke“, erklärte Stricker gegenüber dem Tagesspiegel. Zusätzlich spricht die große Transparenz des Unternehmens für sich. Kauft man ein Produkt, kann man durch den QR-Code nachverfolgen, welches soziale Projekt share durch den Kauf unterstützt.  Zudem steht neben dem sozialen Grundgedanken auch ökologische Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Das Berliner Start-up versucht stetig seinen CO²-Fußabdruck zu minimieren, in dem es beispielsweise die Produktverpackung optimiert – heißt also, kein Plastik und nur umweltfreundliche Materialien werden verwendet. „Wir von share haben uns das Ziel gesetzt, unsere Welt zu einem besseren Ort zu machen.“ (aak)

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