Berliner Senat plant COVID-19-Krankenhaus
Berliner Senat plant COVID-19-Krankenhaus | Foto: Bild von Silas Camargo Silão auf Pixabay

Berliner Senat plant COVID-19-Krankenhaus

Die Corona-Pandemie breitet sich weiter aus und fast stündlich werden neue Maßnahmen getroffen, um dies zu verhindern – Clubs, Theater und Sportstätten bleiben geschlossen. Den Ernst der Lage verdeutlichen auch die neusten Bemühungen zur Eindämmung des Virus des Berliner Senats. Ein neues Krankenhaus für Corona-Patienten soll auf dem Messegelände entstehen.

Oberste Priorität: Engpässe vermeiden

Der Berliner Senat geht den Forderungen der Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci nach und plant ein COVID-19-Krankenhaus, welches bis zu 1.000 Patienten beherbergen kann. Mit Hilfe der Bundeswehr und weiteren Partnern entsteht das Hospital voraussichtlich auf dem Berliner Messegelände. „Diese Maßnahme ist eine Ergänzung zu der gut aufgestellten Berliner Krankenhauslandschaft, um möglichen Engpässen zu begegnen.“, betont Kalayci. Wann genau die zusätzlichen Kapazitäten verfügbar sind, ist jedoch noch unklar.

Berlins Krankenhäuser rüsten auf

Da der Senat den Höhepunkt der Ausbreitung des Virus noch erwartet, sind weitere Maßnahmen in Planung. Die Berliner Notfalleinrichtungen werden in drei Versorgungsstufen eingeordnet. So werden zukünftig Patienten je nach Schweregrad ihrer Erkrankung in der dafür vorgesehenen Einrichtung behandelt. Hinter der Arbeitsteilung steht die Hoffnung, dass Mediziner somit maximal effizient agieren können. Gleichzeitig sind die Hospitäler angewiesen ihre Kapazitäten in den Intensivstationen aufzustocken. Insbesondere für hinreichende Beatmungsgeräte sollen die Zuständigen Sorge tragen. Aber nicht nur das – der Senat fordert die Krankenhäuser zudem auf, medizinische Behandlungen, die nicht dringend notwendig sind, zu verschieben. Dadurch können sich die Ärzte verstärkt auf die COVID-19-Patienten fokussieren.

Corona hält Deutschland fest im Griff

Aktuell gibt 9.919 bestätigte Corona-Infizierte in Deutschland, 383 von ihnen leben in Berlin. Mit drastischen Maßnahmen versucht die Regierung die Ausbreitung des Virus zu entschleunigen. Daher finden immer mehr Restriktionen des öffentlichen Lebens statt. Bars, Clubs, Kinos, Kitas und Schulen hat der Berliner Senat bereits geschlossen. Auch in den Nachbarländern der Republik sieht es nicht besser aus, teilweise sogar schlimmer: Erst vor zwei Tagen verordnete der französische Präsident Macron eine Ausgangssperre, die gestern in Kraft getreten ist. Ob die deutsche Regierung diesen radikalen Schritt ebenfalls für notwendig empfindet, bleibt abzuwarten. (aak)

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