Berlin | Foto: Pixabay

Berlin bald teuerste Stadt Deutschlands

Steigende Mieten und Wohnungspreise könnten nach einer Studie der Deutschen Bank für Berliner noch lange zum Alltag gehören. Viele Faktoren sprächen dafür, dass die Entwicklung weit über das Jahr 2020 hinaus andauern werde. „Berlin könnte im Zuge dieser Entwicklung zu einer der teuersten deutschen Metropolen oder zumindest Städte werden“, heißt es im aktuellen „Deutschland-Monitor“ der bankeigenen Forschungseinrichtung. Wird Berlin bald teuerste Stadt Deutschlands ?

Studie: Berlin könnte zur teuersten Stadt Deutschlands werden

Der Hauptgrund, warum Berlin schon bald die teuerste Stadt Deutschlands sein könnte, liegt laut den Forschern der Studie darin, dass Berlin nicht genug baue. In keiner der acht größten deutschen Städte gebe es ein so großes Ungleichgewicht zwischen genehmigten und verwirklichten Bauvorhaben. Währenddessen steigerten Zuzug und nachlassende Arbeitslosigkeit die Nachfrage.

Derzeit hat Berlin stark mit dem dynamischen Bevölkerungswachstum zu kämpfen. Viele Menschen zieht es besonders in die Bundeshauptstadt aufgrund des Angebots an Arbeits- oder Ausbildungsplätzen. In Berlin leben derzeit 3,5 Millionen Menschen. Das Institut der deutschen Wirtschaft prophezeit sogar, dass es bis 2035 vier Millionen sein werden.

Berlin wird demnach voller. Dementsprechend wächst die Nachfrage an Wohnraum. Dieser ist knapp und Neubauvorhaben laufen nur schleppend. Diese Entwicklungen veranlassen letztendlich, dass die Mieten steigen.

Die Mieten sind enorm gestiegen

Im vergangenen Jahr sind die Angebotsmieten in Berlin laut der Studie um elf Prozent gestiegen – stärker als in den Vorjahren. So legten Haus- und Wohnungspreise demnach um zehn Prozent zu.

In der Studie sagen die Forscher für 2018 weiter steigende Mieten und Kaufpreise in deutschen Großstädten voraus. Grund sei vor allem der Mangel an Wohnraum und die gute Lage am Arbeitsmarkt. Eine sinkende Nachfrage nach Immobilien oder ein deutlich größeres Angebot seien nicht abzusehen und die leicht steigenden Zinsen für Finanzierungen dämpften den Boom nur etwas. Die Überbewertungen und das „Risiko einer ausgewachsenen Preisblase“ am deutschen Häusermarkt würden steigen, folgern die Ökonomen.

Zuletzt hatte bereits die Bundesbank von Überbewertungen von 15 bis 30 Prozent bei Wohnimmobilien in deutschen Städten berichtet. Eine Blase sieht sie aber nicht. (red)

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