Die Galerie Marzona erhält den VBKI-Preis BERLINER GALERIEN. Galerist Daniel Marzona mit Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (m.) | Foto: Holger Biermann

Berlin Art Week: Galerie Marzona erhält VBKI-Preis

Der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) und der Landesverband Berliner Galerien (lvbg) haben zum zweiten Mal den mit 10.000 Euro dotierten VBKI-Preis BERLINER GALERIEN vergeben. In diesem Jahr erhielt ihn die Galerie Marzona auf der art berlin fair for modern and contemporary art.  Feierlich übergeben wurde der Preis von der Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Ramona Pop.

VBKI-Preis

Der Preisträger aus Berlin-Kreuzberg wurde vor rund 250 prominenten Gästen bei einer feierlichen Preisverleihung am 28.09.2018 gekürt. Schauplatz war die art berlin fair for modern and contemporary art am Flughafen Tempelhof. In Würdigung des Ausstellungsprojekts „parallélisme élémentaire“ des Künstlers Aron Mehzion fiel die Wahl der Expertenjury in diesem Jahr auf die Galerie Marzona. Erst 2014 gründete Daniel Marzona seine Galerie, die aktuell 11 Künstler repräsentiert.  Auch die beiden weiteren Finalisten, die Galerien Schwarz Contemporary und Dittrich & Schlechtriem, wurden ausgezeichnet. Ziel des von VBKI und dem lvbg 2017 gegründeten Preises ist es, auf die bedeutende Rolle der Galerien für den Kunststandort Berlin aufmerksam zu machen.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des VBKI-Kulturausschusses Bernd Wieczorek hielt Wirtschaftssenatorin Ramona Pop die Festrede. „Der Kunstmarkt ist mit über 300 Galerien ein wichtiger Wirtschafts- und Standortfaktor unserer Stadt – undes gibt genügend Platz, um weiter zu wachsen. Berlin ist ein Hotspot für zeitgenössische Kunstproduktion, und wir sind stolz auf die Vielfalt der Berliner Kunst- und Kulturszene – mein  großer Dank gilt Förderern wie dem VBKI und dem lvbg, die den Standort voran bringen“, so Pop.

Galerie Marzona

In seiner anschließenden Laudatio würdigte Dr. Sebastian Preuss, stellvertretender Chefredakteur von WELTKUNST, den diesjährigen Preisträger. „Daniel Marzona vertritt in seiner Galerie mit großem Engagement Künstler, deren Werke sich schneller, modischer Vermarktung verweigern. Es ist eine Kunst, die die konzeptuellen Ansätze der Sechziger und Siebziger in die Gegenwart führt. Eine Kunst, die einer intensiven Vermittlung bedarf, deren Präsentation eine sensible Ausstellungsästhetik, kunsthistorische Tiefenschärfe und Eloquenz beim Erklären verlangt. All dies setzt Daniel Marzona in beeindruckender Weise um. Auf dem vielstimmigen Feld der vielen Berliner Galerien setzt er ein ruhiges, ernsthaftes, in die Tiefe gehendes Zeichen“, resümierte Preuss.

Aron Mehzion beschäftigt sich in seinem Werk mit physikalischen und mathematischen Fragen der Spiegelsymmetrie. So offenbart sich etwa in Gipsabdrücken von vertrauten Gegenständen – zum Beispiel einer Kinderhand – die komplexe zeitliche Struktur eines Gegenstandes. Daher sind die Abdrücke gegenwärtig und zugleich vergangen. Einer der künstlerischen Gewährsleute dabei ist Marcel Duchamp.

Kunstförderung

Die Begründer des Preises verstehen ihre Initiative als Förderung des Kunstmarktstandorts Berlin. Bewerben konnten sich Berliner Galerien mit mindestens drei und maximal zehn Jahren Geschäftsbetrieb. Darunter zu verstehen sind Kunstbetriebe, die als sogenannte Erstgalerie am Markt aktiv sind. Das heißt die Bewerber müssen den Handel mit Kunstwerken direkt aus den Ateliers der Stadt heraus betreiben. Somit garantieren sie die Infrastruktur des Berliner Primärmarktes.

In der Experten-Jury des VBKI-Preises BERLINER GALERIEN saßen unter anderem: Michael Haas (Inhaber Galerie Michael Haas), Dr. Christine Nippe (Kuratorin), Dr. Sebastian Preuss (stellv. Chefredakteur Weltkunst) und Bernd Wieczorek, VBKI-Präsidiumsmitglied und Vorsitzender des VBKI-Kulturausschusses. (red)

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