Asia-Pacific Week 2018 in Berlin l Foto: Asien-Pazifik-Forum Berlin e.V. c/o Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe

Asia-Pacific Week 2018: Berlin auf dem Digitalisierungskurs

Fernost ist zukünftig Berlins wichtigster Wirtschaftskooperationspartner, das ist das Fazit der 13. Asia-Pacific Week (APW). Am 23. April 2018 eröffnete Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, die APW in der European School of Management and Technology (ESMT) in Berlin. Eröffnungsreden hielten Größen der Digital-Szene, darunter Cedrik Neike (Siemens-Vorstand für Asien und Energie), Clas Neumann (Head of Global SAP Labs) sowie Dr. Pun-Arj Chairatana (Director, National Innovation Agency Thailand). Die Asia-Pacific Week sei ein idealer Ort, um über große Zukunftsfragen zu diskutieren, so die Grußworte des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier.

Highlights der Asia-Pacific Week

Asien gilt als Vorreiter in der Digitalisierung der Öffentlichkeit, das zeigt sich besonders auf den APW- Digitalisierungskonferenzen. Teilnehmer diskutierten dort beispielsweise über Themen wie Gesundheit, Sicherheit, E-Government, Mobilität, Energie und Klimaschutz. Premiere feierte auch die erste FinTech Summit AsiaBerlin mit zahlreichen Experten aus China und Indien. Neu war zudem ein mehrtägiges Programm für Investoren aus Asien. Viele VC’s und Business Angel’s aus Fernost besuchten die deutsche Hauptstadt zum ersten Mal und gewannen Einblick in Berlins lebendiges Start-up-Ökosystem.

Wichtiger Programmpunkt der Asia-Pacific Week war auch in diesem Jahr die „Connecting Startup Cities“ (CSC) als führende Plattform für den deutsch-asiatischen Dialog.  Sie ermöglichte den Besuchern den Wissensaustausch sowie Networking- und Matchmakingevents für Start-ups und Unternehmen. Darüber hinaus setzten sich in spannenden Panels nationale und internationale Digital-Experten wie Tilman Au (CO-CEO der Digital Value Excellence GmbH), Eva Xiao (Tech-Journalistin aus China) und Sissel Hansen (Gründerin und CEO von Start-up Guide) mit aktuellen Streitfragen rund um die Digitalisierung und Technik auseinander.

Technischer Journalismus steht aktuell in der Kritik

Übereinstimmung herrschte im Panel „How Tech Journalism Frames Innovation“ über folgendes: Niemand ist mit dem derzeitigen Tech-Journalismus zufrieden. Der Hype, den die Berichterstattung über Technik gerade erfährt, ist gefährlich. Nachrichten erscheinen in kürzester Zeit im Newsfeed, aber Schnelligkeit bedeutet nicht automatisch bessere Qualität. „Journalisten konzentrieren sich vermehrt auf das Produkt und vergessen die Geschichte der Entrepreneure“, warf die Sissel Hansen, ein. Natürlich sei der Skandal um Facebook einer der Hauptauslöser gewesen, den technischen und allgemein digitalen Journalismus zu hinterfragen.

 

Digital-Experte Tilman Au (Co CEO diva-e) äußert sich zum Technikjournalismus auf der Asia-Pacific Week 2018 l Foto BERLINboxx

Digital-Experte Tilman Au (Co-CEO diva-e) äußert sich zum Technikjournalismus auf der Asia-Pacific Week 2018 l Foto: BERLINboxx

 

Digital-Experte Au sah das ähnlich und gab zu bedenken, dass Fake-News auch in dieser Branche eine Gefahr darstellen. Mit der Digital Value Excellence GmbH (diva-e) entwickelte er schon erfolgreiche Konzepte und Strategien zur Digitalen Transformation für namhafte Unternehmen (z.B. Deutsche Postbank AG, HypoVereinsbank etc.). Daher kennt er sich mit den Neuerungen der Digitalisierung und auch der deutschen Skepsis gegenüber technologischen Entwicklungen aus. Au äußerte den Wunsch, den übrigens seine Panel Kollegen teilten, nach mehr Start-up-Kooperationen, aber auch einem besseren journalistischen Netzwerk. Gemeinsam könne so mehr Transparenz und Objektivität in die Tech-Berichterstattung erreicht werden.

Start-up-Kooperationen mit Asien werden vertieft

Asien ist für Berlin wichtig und liegt mit seinen Technologien im Trend. „Die Zusammenarbeit mit Start-up und Digitalisierungsagenturen in Indien, China und den ASEAN-Staaten bietet eine sinnvolle und nachhaltige Struktur zur Verknüpfung mit den Start-up-Ökosystemen in Asien. Ich freue mich, dass uns mit dem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten German Accelerator in Singapur ein strategischer Partner in der Region zur Seite steht. So konnten wir ihn als bundesdeutschen Partner für unsere Kooperationsvereinbarungen mit Indonesien, Thailand und Malaysia gewinnen, die in diesen Wochen unterschrieben werden“, erklärte Senatorin Pop den aktuellen Stand der Wirtschaftsbeziehung mit Asien. Bereits Anfang dieses Jahres besuchte sie Senatorin China und nahm an der Einweihung der neuen Wirtschaftsrepräsentanz in Berlins Partnerstadt Peking teil. (lj)

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