Senatorin Elke Breitenbach | Foto: Sen IAS

Arbeitsmarkt weiter stabil

Die Zahl der Erwerbstätigen in Berlin ist weiterhin hoch. So zeigt der Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit auf, dass die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum November nur gering (um 69 Personen) gestiegen ist.
Im Dezember 2018 waren in Berlin insgesamt 146.739 Arbeitslose gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das allerdings ein Rückgang um 12.833. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,6 Prozent.

Arbeitsmarkt: Zahl der Arbeitslosen weiter zu hoch

Arbeitssenatorin Breitenbach sieht die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt positiv, hält die Zahl der (Langzeit-)Arbeitslosen jedoch weiterhin für zu hoch. „Dazu kommt, dass 22 Prozent der Erwerbstätigen in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis stehen. Werden die sozialversicherungspflichtigen Teilzeitbeschäftigten dazu gerechnet, sind es sogar 39 Prozent“, erklärt Breitenbach.

Soziale Verantwortung übernehmen

Problematisch ist, dass die Rente für viele Personen nicht ausreicht, um Miete und Lebenshaltungskosten aus eigenen Mittel zu bezahlen. Demnach erhielten über 80.000 Menschen in Berlin, davon mehr als jeder zweite im Rentenalter, im Jahr 2017 eine Grundsicherung. Elke Breitenbach bereitet dies Sorge. „Wirklich beunruhigend ist, dass diese Tendenz deutlich steigt. Um knapp ein Drittel – im Vergleich zu zehn Jahren zuvor – ist die Zahl angewachsen.“ Für Breitenbach ist soziale Verantwortung nicht nur eine politische, sondern auch eine unternehmerische Aufgabe. Sie merkt an, dass zu den als arbeitslos gemeldeten Personen noch all diejenigen hinzukommen, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen oder einen Sonderstatus haben, so aber nicht als arbeitslos erfasst werden.

Bildungssystem muss Abhilfe leisten

Alexander Schirp, Geschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), sieht die Entwicklung dennoch positiv. Er erklärt: „Alle acht Minuten ist irgendwo in der Region ein neuer Job entstanden. In Berlin gab es im Oktober 53.200 neue Stellen mehr als vor einem Jahr. Damit bleibt die Hauptstadt im Bundesvergleich so dynamisch wie keine andere Region.“

Den vorletzten Platz beim bundesweiten Vergleich der Arbeitslosenquoten wird Berlin dennoch nicht los. Schirp sieht den Grund dafür in der hohen strukturellen Arbeitslosigkeit. Er fordert, dass das Bildungssystem an der Stelle stärker in Erscheinung tritt und dafür sorgt, dass junge Menschen einen Schulabschluss machen. (red)

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